Freitag, 19. Februar 2021

Der neue Bischof von Chur

Maike Hickson kommentiert für LifeSiteNews die Ernennung des neuernannten Bischofs von Chur, und seine Entscheidung, auf ein eigenes Wappe zu verzichten,. Hier geht´s zum Original: klicken

"NEU ERNANNTER SCHWEIZER BISCHOF VERWEIGERT EIN EIGENES BISCHOFS-WAPPEN"

Der 72-jährige Bonnemain ist ein Opus-Dei-Priester (1978 geweiht) und während er in den 1990-ern zuerst unter dem konservativen früheren Bischof von Chur, Wolfgang Haas, gearbeitet hatte, hat er sich seither einer eher progressiven Haltung zugewandt, um mit der sehr säkularen Schweizer Öffentlichkeit zusammen zu arbeiten.

Joseph Maria Bonnemain, den Papst Franziskus am Montag gegen den Willen der örtlichen Kirchenführung für die Dözese Chur /Schweiz ernannte. hat am Mittwoch erklärt, daß er kein eigenes Bischofs-Wappen haben werde "für mich genügt das Zeichen Christi, das Kreuz" erklärte er und brach so mit der Kirchentradition. 

Als Papst Franziskus am Montag verkündete, daß Bonnemain der nächste Bischof der traditionell konservativen Diözese Chur sein werde, hat er gleichzeitig den Rücktritt von Bischof Marian Eleganti, Weihbischof dieser  Diözese und wohlbekannter Verteidiger der Kirchentraditionen und der Morallehre, akzeptiert, Eleganti hatte 2019 in Übereinstimmung mit dem Kanonischen Recht seinen Rücktritt eingereicht. 

Wie LifesiteNews im November des letzten Jahres berichtete, hatte Papst Franziskus drei Kandidaten als neuen Bischof für Chur vorgeschlagen, die alle vom eher konservativ ausgerichteten Churer Domkapitel abgelehnt wurden, was in sich ein historisches Ereignis war. Aber diese Ablehnung der drei überließ es dem Papst, den neuen Bischof auszuwählen. 

Der 72-jährige Bonnemain ist Opus-Dei-Priester (1978 geweiht) und während er ursprünglich in den 1990-ern unter dem konservativen Bischofs von Chur, Wolfgang Haas, gedient hatte, hat er sich seither einer mehr progressiven Haltung zugewandt,, geneigt mit der sehr säkularen Schweizer Öffentlichkeit zusammen zu arbeiten. Sein eigene säkulare Neigung kann man in einem post bei Facebook vom September 2015 sehen, in dem er sich selbst - wie ein Mode-Modell- in einem engen Calvin-Klein-T-Shirt abbildete und für seine Schönheit gelobt wurde. Bonnemain hat auch zahlreiche Fotos von seinen Urlaubsreisen gepostet, die nackte männliche Statuen und andere sinnliche Situationen abbilden. 

2017 hat Bonnemain ein Dokument über Papst Franziskus´ postsynodale Exhortation "Amoris Laetitia" zu Ehe und Familie veröffentlicht, in dem er die Änderung der Handhabung der Fälle "Wiederverheirateter " Geschiedener voll unterstützt. Er hat darin die Leitlinien der Bischöfe von Buenos Aires positiv und ausführlich zitiert, die feststellen, daß einige Paare in irregulärer Situation - nach einer Zeit der Differenzierung - Zugang zu den Sakramenten erhalten können - einschließlich der Hl. Kommunion. 

Indem er über Amoris Laetitia sprach, das er "revolutionär" nennt, stellte Bonnemain fest, daß es seitens der Kirchenautoritäten nicht mehr um "Zulassung oder Nichtzulassung zu den Sakramnenten" geht- sondern eher um eine ernste Entscheidung der betroffenen Gläubigen selber." Kanon 915 -so fuhr er fort- ist auf die wiederverheirateten Geschiedenen nicht mehr anwendbar.  Der Kanon schließt jene Katholiken vom Empfang der Hl. Kommunion aus, die in "manifester schwerer Sünde "verbleiben." Katholiken, die nach einer Scheidung in einer "zweiten" Ehe leben, leben objektiv im Zustand schwerer Sünde - der Sünde des Ehebruchs. 


Die Entscheidung von Papst Franziskus Bonnemain für die Diözese Chur zu wählen, wird deshalb diese traditionell konservative Diözese unterminieren. Der vorhergehende Bischof Vitus Huonder, war für seine klare Einstellung gegen Abtreibung und gegen die Kommunion für "wiederverheiratete" Geschiedene bekannt. Im Februar 2017 hat er "Leitlinien zur Ehe" formuliert, die die immerwährende Lehre der Kirche gegen die Kommunion für geschiedene und wiederverheiratete Paare bestätigt. Huonder hat auch die Ablehnung der Empfängnisverhütung von Humanae Vitae aufgenommen. Seit Huonders Rücktritt vor eineinhalb Jahren, ist die Diözese ohne Bischof geblieben; es gibt viele Kräfte in der liberalen Schweiz, die einen liberalisierenden neuen Bischof wünschen, der weniger "umstritten" wäre und mehr dem Zeitgeist angepaßt. 

Jetzt jubeln die Progressiven über die Entscheidung von Papst Franziskus. Raphael Rauch, ein Kommentator von Kath.ch, der offiziellen website der Schweizer Bischofskonferenz, hat Msgr. Bonnemain einen "Supermann" genannt, und erwartet von ihm, die "Goldenen Twenties"  in der Diözese einzuleiten (in Bezugnahme auf die Zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts, in denen im Westen viele moralische Laschheiten eingeführt wurden).

"Die Priester, die gegen Bonnemain gewesen sind " erläuterte er - "sollten jetzt sofort zurücktreten - oder für immer schweigen" , Der Ton in Chur wird rauh, so sehr, daß Kath.ch auch ein Zitat von Thomas Binotto, einem Schweizer Journalisten bringt, der Bonnemain aufruft, die Leitung der Diözese komplett neu zu gestalten. Der Artikel von kath.ch trägt den Titel: "Thomas Bonnemain muß Grichting (Generalvikar), Fuchs und Gracia ( Pressesprecher) entlassen, Diese Namen gehören den engsten Mitarbeitern des früheren, zurückgetretenen Bischofs Vitus Huonder. Binooto ruft Bonnemain auch dazu auf, "kompetente Frauen in Führungspositionen zu berufen."

LiefSite hat sich an eine gutinformierte Quelle in der Diözese Chur gewandt und um einen Kommentar gebeten. Die Quelle bat darum, anonym zu bleiben und stelle fest: 

"Sie müssen drauf achten, welche Kreise die Fragen stellen und welche Leute in der Kirche und den Medien über einen Bischof begeistert und welche Leute besorgt sind. Ihre Beziehungen zu ihm sind oft  nicht authentisch, insofern sie sich nur darauf beziehen, wie er ihren eigenen Interessen dient. So bald das nicht der Fall ist, ist es mit der Liebe, dem Enthusiasmus und der Unterstützung vorbei. An diesem Punkt trennen sich dann wahre und falsche Verehrung. Deshalb trifft das Wort des Herrn zu "Weh euch, wenn euch alle Leute schmeicheln, denn ebenso haben das ihre Väter auch mit den falschen Propheten gemacht. Euch, die ihr zuhört, sage ich: liebt eure Feinde; tut denen Gutes, die euch hassen. Segnet die, die euch verfluchen; betet für jene, die euch verleumden" (Lk 6:26-28) Heute findet die Verleumdung durch die Medien statt. "

Quelle. M.Hickson, LifeSiteNew 


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