Samstag, 25. September 2021

A.Socci zur Verschwörungstheorie von Papst Franziskus

A. Socci kommentiert bei "Lo Straniero" die Äuperungen von Papst Franziskus über angebliche Todeswünsche "einiger Prälaten " und eine Veschwörung im Vatican.

Hier geht´s zum Original:  klicken 

"WARUM GIBT ES KEINE UNTERSUCHUNG DARÜBER; WER DEN PAPST TOT SEHEN WILL?" 

"Was die von Papst Franziskus beklagte Verschwörung angeht- gibt es nur zwei Möglichkeiten: sie ist falsch und wird offiziell richtig gestellt oder sie ist wahr- müßten dann nicht die vaticanische Justiz und ihre Gesetze eingreifen? 

Das ist die lange Überschrift eines Artikels, der gestern auf der paravaticanischen website "Il Sismografo" -mit der Unterschrift ihres Direktors Luis Badilla erschienen ist. Man muß bedenken, daß es sich nicht um eine "konservative" oder Anti-Bergoglio Seite handelt. Alles andere. Sie ist progressistisch und pro-Bergoglio- den Kreisen der Kurie sehr nahe stehend- wenn sie enthüllt, woher der Wind Oltretevere weht.

Aber Papst Bergoglio scheint sich im Krieg mit allen zu befinden, sogar gegen jene Kurie, die ihn als Ppast wollte uznd ihn dann untertsützt hat. Symbol ist der Prozess gegen Kardinal Becciu. der während der Jahre einer seiner ergebenen Unterstützer und engster Mirarbeiter war. In letzter Zeit ist das Klima wegen der Erklärungen des Papstes in derr Slowakei, auf die der Titel des Sismografoo anspielt, noch drückender geworden.  Hier die aufsehenerregenden Worte Bergoglios:

"Ich lebe noch. Obwohl einige mich tot sehen wollten. Ich weiß, daß sich sogar Prälaten getroffen haben, die dachten, daß es dem Papst noch schlechter gehe, als gesagt wurde. Sie haben das Konklave vorbereitet. Geduld! Gott sei Dank, geht es mir gut." 

Um die Wahrheit zu sagen, es war Bergoglio selbst, der über seinen Gesundheitszustand -gesprochen hat, als er erklärte: "ein Pfleger hat mir das Leben gerettet"(er bezog sich auf einen Gesundheitsmitarbeiter, der ihm geraten hatte, sofort die Gemelli-Klinik aufzusuchen und sich operieren zu lassen)  In diesem Interview hatte er auch gesagt: "Wenn ein Papst krank ist, erhebt sich ein Wind oder Hurrikan zum Konklave." 

Das ist in der Tat seit jeher normal,- im Vatican und in der Kirche über die Zukunft zu diskutieren, wenn man einen 85-jährigen Papst hat, der mit ernsten Problemen ins Krankhaus eingeliefert wird. So ist es auch dieses mal gewesen. Und dieser Hauch von Konklave- über den der Libero am 23. August berichtet hatte. 

Aber in der Slowakei ist Bergoglio zu den nie zuvor gehörten Worten, die wir zitiert haben, zurück gekehrt. Nie hat ein Papst so etwas geäußert, wenigstens nicht in moderener Zeit. 

Der Historiker und Direktor des Osservatore Romano Giovanni Maria Vian hat gegenünber dem Corriere della Sera gesagt: "Das ist in der Tat neu. Oder man könnte sagen, das ist eine Rückkehr zur Antike, als die Päpste gegen ihre Widersacher vorgingen, nicht später als im 15. Jahrhundert." Aus diesen Worten versteht man, daß Bergoglio eine renaissance-monarchische Vorstellung von seinem Papsttum hat und vielleicht stammen daher aus dieser Idee der Macht sein Belagerungs-Syndrom, das Klima des Mißtrauens, die Angst vor Verschwörungen und von Feinden umgeben zu sein.


Seine Erklärung ist so verstörend und verdächtigt die Kurie derart, daß sich Staatssekretär  Parolin herausgefordert sah,  offen zu erklären : "Wahrscheinlich hat der Papst Informationen, die ich nicht habe. Ehrlich gesagt hatte ich nicht wahrgenommen , daß es dieses Klima gibt… Der Papst macht diese Aussagen wahrscheinlich, weil er Wissen und Daten hat, die mich nicht erreicht haben“.


Seine Worte wurden von den Medien wie folgt interpretiert: "Papst Franziskus von Parolin verleugnet. Der Kardinal: keine Verschwörung. >Der Heiliger Stuhl, der Staatssekretär unterstützt Bergoglios Anschuldigungen der Verschwörungen während seiner Krankheit  gegen ihn nicht. "n der Kurie ist alles ruhig".


In der Huff´Post ist dann ein Angriff von Maria Antronietta Calabrò erschienen:  "Der unerhörte Widerspruch Parolins gegen den Papst. Noch nie hat ein Staatssekretär den Pontifex öffentlich korrigiert" 

Der Artikel behauptet, daß Bergoglio sich über den Staatsekretär auch wegen der Begegnung mit Matteo Salvini und über den Sekretär für die Beziehung zu den Staatem, Erzbischof Paul Gallagher gerärgert habe. So geriet auch Kardinal Parolin in den Sturm, Wie also heute das Klima in der Kurie ist,  zeigt der Artikel im Sismografo , der die Worte Bergoglios als "überraschend, beuruhigend und heimtückisch" beschreibt- die die Existenz einer Palast-Verschwörung beklagen -eine "Verschwörung" die vom Paps tnicht in gemäßigten Worten beschrieben wird, sondern auf direkte Art. Eine echte Zeitbombe".


Badilla deckt jedoch auf, daß der Papst diese "Bombe" geworfen hat, ohne Namen oder Ort, oder die Umstände zu nennen. Also ist es eine schwere und allgemeine Beschuldigung. Warum? 

Der Direktor des Sismografo stellt- um die schwerwiegenden Erklärungen Bergoglios zu erklären- einige Hypothesen auf:  "Irrtum des Papstes, der nicht -wenn er aus dem Stegreif spricht, nicht immer die passenden Worte benutzt, (z.B.  als  er im vorigen Jahgr sagt. daß "Gott in der Inkarnation zweimal gesündigt habe" sic) ". Oder es habe sich um eine Nachlässigkeit der Sprache gehandelt, weil man weiß- daß er sich -wie in der Zeit als er Provinzial der Jesuiten in Argentinien war- bei der Benutzung von wenig schmeichelhaften Adjektiven gegenüber seinen Mitarbeitern -nicht zurückhält. 

Der Mann ist ungestüm und impulsiv und in jüngster Zeit ist seine autoritäre Persönlichkeit wieder aufgetaucht, die er selbst öffentlich kritisiert hat.

Dritte Hypothese: "Er wollte bestimmten Leuten eine Nachricht schicken oder die Aufmerksamkeit der Medien "von einigen seiner Verletzungen" oder "von dem Chaos, das er mit der 'Orbán-Frage' angerichtet hat, ablenken, das  unter anderem sein Image und seine Glaubwürdigkeit beschädigt  hat".

Schließlich ist davon auszugehen, daß Franziskus mit der Geschichte der angeblichen Verschwörung  in die Finsternis der Gerüchte gerutscht ist, die er zig-mal verurteilt hat,

Was auch immer die richtige Hypothese ist, so Badilla, "der Heilige Vater hat zu diesem Zeitpunkt nur einen möglichen Ausweg: der vatikanischen Justiz ... die gesamte Dokumentation - Namen, Nachnamen, Orte und Umstände der Prälaten, die ein Konklave vorbereiten" zu übergeben '  die dann dazu dienen, die sehr schwere Beschuldigung eines- vorerst vermuteten-Verbrechens -   - rechtlich zu untersuchen. Das geschieht, wenn wir uns organisieren, um eine Aktion dieser Art durchzuführen. Denn "in der Welt der Nationen und bürgerlichen Gemeinschaften, auf der Grundlage des Rechts, nennt man das "Staatsstreich".


Badilla zieht diese schwerwiegende Schlussfolgerung, weil der Papst nicht "von Geistlichen und / oder Laien sprach, die über den zukünftigen Papst diskutieren (was - legitim und natürlich ist -und seit Jahrhunderten jeden Tag getan wurde)", sondern "präzise und wohldefinierte Ausdrücke" verwendet hat. Er sagt: Ich lebe, obwohl mich einige tot sehen wollen. Ich weiß, daß es sogar Treffen zwischen Prälaten gegeben hat, die dachten, der Zustand des Papstes sei ernster als das, was gesagt wurde. Sie bereiteten das Konklave vor".


Abschließend bestont Badilla, daß das, was Papst Franziskus erklärte, "entweder falsch oder wahr ist. Wenn 'falsch', muß klar gemacht werden , daß es ein unüberlegter Fehler war. Wenn es hingegen wahr ist, müssen die Beweise dem Vatikanischen Tribunal vorgelegt werden“.


Bis jetzt hat man beim Vaticanischen Gericht noch nichts von der angeblichen Verschwörung gesehen (und wird das vermutlich auch nie). Aber sehr gut sichtbar sind die Trümmer der Kirche.


Quelle: A. Socci, LoStraniero


Quelle: A. Socci, LoStraniero

2 Kommentare:

  1. Unser Verhaltensauffälliger Vater ist in letzter Zeit recht unterhaltsam. Aber ich habe schon besseres Kabarett genossen.

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  2. Dieser Papst ist zwar der "gültige" Papst, aber er ist dennoch zumeist einfach ein dummer Schwätzer und kindischer Brandstifter. Ihm zu gehorchen, heisst der Mutter Kirche und ihrem Stifter auf äusserst verderbliche Weise ungehorsam sein.
    Die giftigen Früchte dieses Ungehorsams sind bereits allenthalben erlebbar.

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