bei liturgicalnotes heute über die Geschichte der Erscheinungen des Hl. Erzengels Michael auf dem Monte Gargano in Apulien und an einem Berg in Cornwall und über den heutigen Festtag "Erscheinung des Hl. Michaels". Hier geht´s zum Original: klicken
"DIE ERSCHEINUNG DES HL. MICHAELS - FÜR ENTHUSIASTEN DER TEXT-KRITIK"
Ein früherer post, das über die Jahre Informationen angelagert hat wie ein Gletscher Eis.
Es ist interessant, wie diese netten alten Feste, so katastrophal während der Großen Ruptur unterdrückt wurden, die Tendenz haben, ihren Fuß wieder in die Tür zu bekommen. Bewundernswerte Füße! Das heutige Fest (zuvor ein großes Doppel) steht im Kalender der anglikanischen Diözese Truro (die Cornwall umfasst) mit dem Titel, wie ich mich zu erinnern glaube, Hl. Michael, Beschützer von Cornwall. Ich nehme an, daß dies auf die Forschungen und die Vorstellungskraft des Canon 'Patrimony' Doble zurückgeht und nicht wenig mit dem ehemaligen Kloster auf einer dramatischen Insel namens S Michael's Mount zu tun hat. Mir wurde gesagt, daß das Messbuch von 1962 dieses Fest in einem Anhang hat. Ich vermute, daß die neuen CDF-Bestimmungen bezüglich der Außerordentlichen Form dieses Fest wieder auf den allgemeinen Plan der Alten Messe gesetzt haben.
Lectio V im alten Brevier berichtet wie- am Monte Gargano in Apulien, sich ein gewisser Bulle von seinen Kühen entfernte. (Was für ein Mißgeschick) Nach langem Suchen fand man ihn im Eingang einer Höhle feststecken (haerentem),. Jemand schoß einen Pfeil an, der- häufiges Geschehen- zum Schützen (wahrscheinlich ein Australier) zurückkehrte, weshalb sie natürlich gingen, den Bischof von Sipontinus um Rat zu fragen. Wie man es so macht. Er...dafür sind Bischöfe in den Analecta Bollandiana da...ordnete ein Triduum des Fastens und Betens an, um Gottes Willen zu erkunden. Danach erschien der Hl. Michael, wie er es zu tun pflegt und erklärte, daß der Ort unter seinem Schutz stehe und daß (naja, das würde er. oder nicht?) er an genau diesem Ort (Ja! Ja! Sie haben es erraten!) einen Kultus wollte. Sie fanden heraus, daß die Höhle die Form eines Tempels hatte (das haben Sie erwartet, oder? ) und so nutzten sie sie für Gottesdienste. Ut saepe fit, Wunder folgten.
Als Ergebnis einer Frage, die ich frühere gepostet hane, sandte mir mein Freund und Wohltäter, der gelehrte Professor Tighe folgenden Bezugspunkt und Text. Andere Freunde halfen auch sehr zuvorkommend. Was täte ich ohne die gelehrten Leute, die diesen blog lesen?
Ich habe-wahrscheinlich dümmlich- die Mittelenglische Orthographie in etwas ein wenig Moderneres umgewandelt und den Teil angezeigt (+ - +) der mir ein bißchen hinderlich erscheint. Ich werde ihn mit der mir eigenen Demut der Korrektur unterwerfen und heiße Erleuchtung willkommen.
Mirk´s Festiale, Teil 1, Theodor Erbe (London 1905)
Der Hl. Michael erschien auch einem anderen Bischof - an einem Ort in Cornwall, der jetzt Michael im Berg genannt wird, und gebot ihm, auf die dortige Bergspitze zu gehen, wo er einen Bullen, + tent wyth theves+ dort gebot er [ihnen], eine Kirche zu bauen, um ihn zu verehren. Aber weil dort zwei Felsen waren, auf jeder Seite der Kirche einer, die die Bauarbeiten behindern könnten, gebot der Hl. Michael nachts einem Mann, hinzugehen und die Felsen zu entfernen und nichts zu fürchten. Also ging der Mann hin und setzte sich die Felsen auf die Schultern und gebot ihnen im Namen Gottes und des Hl. Michaels vollkommen zur Seite zu rücken und das taten sie, so weit es nötig war."
UPDATE: Ich schulde Mr. Nicholas Rogers FSA Dank für eine Lösung des Haupt-Problems, das sogar im Mittelalter als Problem empfunden worden ist. Jacobus de Voragine hatte geschrieben: ubi taurum a latronibus absconditum inveniret. Davon gibt es zwei englische Varianten: einfach ein "Bulle -gebunden" und ein "Bulle durch Dornen festgehalten". Also bedeutet "theves" Diebe, wurde aber von mindestens einem Schreiber mit " einem Dornendickicht" übersetzt, schließt Mr. Rogers.
Quelle: liturgicalnotes, Fr. J. Hunwicke
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