Nico Spuntoni kommentiert bei LaNuovaBussolaQuotidiana kritisch die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum Vorsitzenden der DBK und ihre möglichen Auswirkungen.
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DER SYNODALE WEG
"DIE DEUTSCHEN BISCHÖFE WÄHLEN WILMER, EINEN ANTI-DOKTRINÄREN FALKEN"
"Der Abschaffung des Zölibats, der Änderung der Sexualmoral und besonders der Gender-Theorie zugeneigt, haben sie Bischof Heiner Wilmer zu Präsidenten der Deutschen Bischofskonferenz gewählt und damit einen weiteren Schritt des Synodalen Weges gegen die Lehre getan.
Am ersten Tag ihrer Frühjahrsversammlung haben die deutschen Bischöfe Monsignore Heiner Wilmer zum neuen Präsidenten der Bischofskonferenz gewählt. Wie wir bereits vor einigen Tagen berichteten, obliegt es dem Quasi-Präfekten des Dikasteriums für Glaubenslehre, in der heiklen Angelegenheit der Synodalkonferenz mit Rom zu verhandeln.
Der 64-jährige Bischof von Hildesheim und ehemalige Generalobere der Dehonianer verkörpert Wilmer die unausweichliche Kontinuität der Linie, die sich bereits unter Marx und Bätzing abzeichnete. Der neue Präsident der Bischofskonferenz hat zahlreiche problematische Äußerungen und Handlungen getätigt. Kurz nach seiner Bischofs-Ernennung 2018 hat der Dehonianer den ehemaligen Priester und Psychotherapeuten Eugen Drewermann als "prophetisch“ bezeichnet, nachdem diesem vom ehemaligen Heiligen Offizium unter Joseph Ratzinger die Lehrbefugnis entzogen worden war, im Namen der katholischen Kirche zu lehren.
Als Befürworter der Abschaffung des Zölibats und der Zulassung von Frauen zum Priesteramt hat der neue Vorsitzende der deutschen Bischöfe zumindest erklärt, er wolle unterschiedliche Standpunkte in dieser Frage berücksichtigen. Im Jahr 2022, angesichts einer der traurigsten Szenen des deutschen Synodalprozesses – der hysterischen Reaktion derer, die weinten, weil ein Antrag auf Reformen der Sexualmoral keine Zweidrittelmehrheit erhielt –, griff Wilmer öffentlich ein, um Beifall zu ernten. Er drückte seine Enttäuschung über das Abstimmungsergebnis aus und betonte, daß „die Reform der katholischen Sexualmoral ein zentrales Thema bleibt“.
In seiner Diözese hat Wilmer der Genderideologie Tür und Tor geöffnet und eine Broschüre mit Empfehlungen für eine inklusive Sprache in Seelsorgegesprächen eingeführt. Darin wurde unter anderem gefordert, Gott nicht als „Herrn“ zu bezeichnen, sondern als „Vater und Mutter“ und nicht nur als „Vater“
Diese Initiativen sind mittlerweile in deutschen Diözesen weit verbreitet, wie der jüngste Fall in Hamburg zeigt. Eine Gruppe von etwa hundert Eltern versucht jedoch, Erzbischof Stefan Hesse zum Einlenken zu bewegen. Sie protestieren gegen die neuen „inklusiven“ Richtlinien für den Sexualkundeunterricht an katholischen Schulen. Die Verantwortlichen der Erzdiözese, allen voran der Prälat, dessen Rücktritt Papst Franziskus ablehnte, nachdem eine Anwaltskanzlei ihm vorgeworfen hatte, während seiner Zeit in Köln nicht angemessen auf Missbrauchsvorwürfe reagiert zu haben, haben den Beschwerden dieser Familien nicht genügend Gewicht beigemessen. Diese sind nun entschlossen, den Apostolischen Nuntius zu kontaktieren. Interessanterweise sind viele dieser Eltern Migranten, die sich mit der ultraliberalen Haltung der deutschen Kirche nicht mehr identifizieren können. In Deutschland wird die Kluft zwischen einfachen Gläubigen und Bischöfen sowie Laienorganisationen immer deutlicher, und es ist unwahrscheinlich, daß Wilmers Präsidentschaft diesen Trend ändern wird."
Quelle: N. Spuntoni, LNBQ
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