Mario Galgano berichtet für vaticannews: klicken
"Papst Leo XIV. hat an diesem Donnerstag die Athletinnen und Athleten der Olympischen und Paralympischen Winterspiele von Milano-Cortina 2026 bei einer Audienz im Vatikan gewürdigt. Vor Vertretern des italienischen Sports, darunter die Präsidenten des Nationalen Olympischen Komitees (CONI) und des Paralympischen Komitees (CIP), betonte das Kirchenoberhaupt die tiefe spirituelle und gesellschaftliche Dimension des Sports in einer von Konflikten geprägten Zeit.
Der Papst dankte den Sportlern für ihr Zeugnis, das weit über die rein sportliche Leistung hinausgehe. Sport sei eine „Form der Sprache“, eine Erzählung aus Gesten, Mühen und dem ständigen Neubeginn. Besonders hob er die Paralympiker hervor: „Wir haben gesehen, wie die Grenze zu einem Ort der Offenbarung werden kann: Nicht etwas, das die Person behindert, sondern das verwandelt werden kann.“
In seiner Rede schlug Leo XIV. eine Brücke zu seinem apostolischen Schreiben „Das Leben in Fülle“, das er zu Beginn der Spiele im Februar veröffentlicht hatte. Wahrer Erfolg werde nicht an der Anzahl der Medaillen gemessen, sondern an der Qualität der menschlichen Beziehungen.
Warnung vor Kommerzialisierung
Trotz der freudigen Stimmung sparte der Pontifex kritische Töne nicht aus. Er warnte eindringlich vor den „Versuchungen“ des modernen Sports:
„Dazu gehört das Streben nach Leistung um jeden Preis, das zum Doping führen kann. Die Gier nach Profit, der das Spiel in einen Markt und den Sportler in einen Star verwandelt. Und die Spektakularisierung, die den Athleten auf ein Image oder eine Nummer reduziert.“
Gegen diese Tendenzen sei das ehrliche Zeugnis der Athleten essenziell, um zu zeigen, dass man konkurrieren könne, ohne sich zu hassen, und gewinnen könne, ohne das Gegenüber zu demütigen, dass man verlieren kann, ohne sich selbst zu verlieren. Dieses Zeugnis gelte auch über den Sport hinaus – im gesellschaftlichen Leben, in der Politik, in den Beziehungen zwischen den Völkern.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Mit dem Posten eines Kommentars erteilen Sie die nach der DSGVO nötige Zustimmung, dass dieser, im Falle seiner Freischaltung, auf Dauer gespeichert und lesbar bleibt. Von der »Blogger« Software vorgegeben ist, dass Ihre E-Mail-Adresse, sofern Sie diese angeben, ebenfalls gespeichert wird. Daher stimmen Sie, sofern Sie Ihre email Adresse angeben, einer Speicherung zu. Gleiches gilt für eine Anmeldung als »Follower«. Sollten Sie nachträglich die Löschung eines Kommentars wünschen, können Sie dies, unter Angabe des Artikels und Inhalt des Kommentars, über die Kommentarfunktion erbitten. Ihr Kommentar wird dann so bald wie möglich gelöscht.