Silvia Kritzenberger berichtet für vaticannews über den gestrigen Besuch des Hl. Vaters in der Päpstlichen Diplomaten-Akademie. Hier geht´s zum Original: klicken
"PAPST LEO WÜRDIGT SEINE DIPLOMATEN-AKADEMIE"
Papst Leo XIV. hat am Montagabend die Päpstliche Diplomatenakademie besucht. Anlass war das 325-jährige Bestehen der vatikanischen Kaderschmiede.
Foto: vatican media
In seiner Ansprache erinnerte der Papst daran, dass eine ganze Reihe seiner Vorgänger – zuletzt Giovanni Battista Montini alias Paul VI. (1963-78) – an der ältesten Diplomatenakademie der Welt die Schulbank gedrückt haben. In dem Bau in der Nähe des römischen Pantheons werden Priester auf eine Arbeit im diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls vorbereitet. Die stolze Geschichte der Einrichtung brachte Leo mit der „Katholizität der Kirche“ in Verbindung. Im Lauf der Jahrhunderte habe „eine ununterbrochene Kette von Priestern aus verschiedenen Teilen der Welt nach Kräften zum Aufbau einer Einheit in Christus beigetragen“.
Päpstliche Diplomaten sollten nach dem Dafürhalten des Papstes vor allem „im Dienst an Frieden, Wahrheit und Gerechtigkeit“ stehen. „Auch wenn die Hoffnungen auf Dialog und Versöhnung zu schwinden scheinen und der Friede (…) auf eine harte Prüfung gestellt wird (…), besteht eure Mission darin, Brücken und Kanäle zu sein, durch die die Gnade, die vom Himmel kommt, sich auf Erden einen Weg bahnen kann.“
Brücken und Kanäle sein
Auch als Diplomaten seien sie in erster Linie Seelsorger, mahnte Leo. Und ihr Einsatz gelte nicht nur dem Wohl der Katholiken, sondern „der ganzen Menschheitsfamilie“.
„Dies erfordert von Ihnen, sich für alle Formen der Gerechtigkeit einzusetzen, die dazu beitragen, das jedem Menschen eingeprägte Ebenbild Gottes zu erkennen, wiederherzustellen und zu schützen. Im Kampf für die Menschenrechte – insbesondere für das Recht auf Religionsfreiheit und Leben – appelliere ich daher an Sie, weiterhin den Weg zu weisen – nicht durch Opposition und Forderungen, sondern durch den Schutz der Menschenwürde, die Entwicklung von Völkern und Gemeinschaften und die Förderung internationaler Zusammenarbeit. Nur so können wir einen echten Weg des Friedens beschreiten.“
Die Welt sei gegenwärtig von Spannungen durchzogen, und angesichts der vielen aufbrechenden Konflike könne der Einsatz für Dialog und Versöhnung „unzureichend, ja sogar unnütz“ erscheinen.
„Das darf uns nicht entmutigen! Lasst uns weiterhin voller Zuversicht und ohne Furcht auf Christi Friedensgabe vertrauen. Und seien Sie gewiss, dass Ihr selbstloser Dienst zu jeder Zeit und an jedem Ort stets dazu dienen wird, die Würde jedes Menschen, der nach Gottes Bild und Gleichnis geschaffen ist, zu fördern und zu schützen und das Gemeinwohl voranzubringen.“
Quelle: S.Kritzenberger, vaticannews
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