Archimandrit Dr. Andreas-Abraham Thiermeyer versucht in einem Beitrag für kath.net die Ursache für die spalterischen, rebellischen Tendenzen in der deutschen Kirche zu ergründen Hier geht´s zum Original: klicken
Unter dem Titel
"DEUTSCHES KATHOLISCH-SEIN ZWISCHEN ROM UND WELTKIRCHE -"AM DEUTSCHEN WESEN SOLL DIE WELT GENESEN?"
„Die eigentliche Krise ist geistlicher Natur. Keine Satzung ersetzt Glauben. Keine Verwaltungsreform erzeugt Heiligkeit. Kein Strukturprozess schafft Eucharistiefrömmigkeit.“
beginnt der Beitrag so: ZITAT
I. Das deutsche katholische Paradox zwischen geistiger Größe und permanenter Unruhe
Die Geschichte der katholischen Kirche in Deutschland seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil offenbart ein bemerkenswertes Phänomen: Kaum ein Pontifikat wurde von größeren Teilen des deutschen Katholizismus dauerhaft mit geistlicher Ruhe angenommen. Fast jeder Papst wurde zunächst mit Hoffnungen begrüßt, bald darauf kritisch beobachtet und schließlich zum Gegenstand wachsender Enttäuschung gemacht. Dies betrifft so unterschiedliche Persönlichkeiten wie Paul VI., Johannes Paul II., Benedikt XVI., Franziskus und nun auch Leo XIV.
Gerade diese Reihe macht deutlich, dass es sich nicht um bloße Zufälle handelt. Die Kritik entzündet sich nicht nur an Einzelentscheidungen, persönlichen Eigenheiten oder bestimmten römischen Akten. Vielmehr scheint im deutschen Katholizismus eine tiefere Erwartungsstruktur wirksam zu sein: Der Papst wird weithin daran gemessen, ob er die jeweils dominierenden deutschen Reformhoffnungen bestätigt. Geschieht dies nicht oder nicht in ausreichendem Maße, schlägt anfängliche Zustimmung rasch in Distanzierung oder Enttäuschung um. (...)
Quelle: Archimandrit Dr. A-A. Thiermeyer, kath.net
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