Freitag, 1. Mai 2026

Zum Marienmonat Mai

Birgit Pottler kommentiert bei vaticannews die Bedeutung des Marienmonats Mai und seine Bedeutung für die Marienfrömmigkeit. Hier geht´s zum Original:  klicken

"ZUM MARIENMONAT MAI: WAS SAGT LEO XIV ÜBER DIE MARIENFRÖMMIGKEIT?"

"Der Marienmonat Mai ist kein Selbstzweck, sondern ein Dienst am Evangelium. „Die Liebe zu Maria von Nazaret macht uns mit ihr zu Jüngern Jesu“, betonte Papst Leo XIV. zum Beispiel bei den Heilig-Jahr-Feiern zur marianischen Spiritualität. Ein Blick auf Mai-Traditionen und Worte des Papstes.

Der Monat Mai ist traditionell der Gottesmutter Maria gewidmet. Maiandachten und Maialtare sind Ausdruck der besonderen katholischen Marienfrömmigkeit. Die Symbolik ergibt sich aus dem farbenfrohen Aufblühen der Natur. Dieser besondere Monat sollte der »schönsten aller Frauen«, nämlich Maria, der Mutter Gottes, geweiht sein. An manchen Stellen nennt die katholische Spiritualität Maria auch die erste Blüte der Erlösung, quasi den „Frühling des Heils“.

Papst Leo XIV.: Volksfrömmigkeit richtig verstehen

Marienverehrung ist kein Selbstzweck, betont Leo XIV., der zugleich in seinen Ansprachen und Predigten am Ende die Menschen der Fürsprache Mariens anvertraut. Marienverehrung macht zu Jüngern und ist im Dienst am Evangelium. Bei den Heilig-Jahr-Feiern zur marianischen Spiritualität ordnete der Papst die Volksfrömmigkeit ein:

„Brüder und Schwestern, die marianische Spiritualität steht im Dienst am Evangelium: Sie offenbart dessen Einfachheit. Die Liebe zu Maria von Nazaret macht uns mit ihr zu Jüngern Jesu, sie lehrt uns, zu ihm zurückzukehren, über die Ereignisse des Lebens, in denen der Auferstandene uns noch immer besucht und ruft, nachzudenken und sie zu deuten.“

Die erste Maiandacht, ein Wortgottesdienst zu Ehren Marias, soll laut Aufzeichnungen im Jahr 1784 gefeiert worden sein – in der oberitalienischen Stadt Ferrara beim dortigen Kamillianerorden. Von Italien ausgehend verbreitete sich diese Form der Marienverehrung im 19. Jahrhundert und setzte sich schließlich weltweit in der katholischen Kirche durch.

„Die Zärtlichkeit Gottes, ihre Mütterlichkeit, wird gegenwärtig“

Echte Marienfrömmigkeit bringe die Zärtlichkeit Gottes in die Kirche, so Leo XIV.:

„Der Weg Marias führt hinter Jesus her, und der Weg Jesu führt zu jedem Menschen, insbesondere zu den Armen, den Verletzten, den Sündern. Deshalb macht die authentische marianische Spiritualität in der Kirche die Zärtlichkeit Gottes, ihre Mütterlichkeit gegenwärtig.“

Die erste Maiandacht im deutschsprachigen Raum soll 1841 im Kloster der „Guten Hirtinnen“ bei München stattgefunden haben. Aus dieser Zeit stammen auch viele der bekannten Marienlieder. Sie besingen „Maria Maienkönigin“ und die „schönste Himmelsblüte“. Seinen Ursprung hat der Lobpreis Marias aber bereits im neutestamentlichen Lobgesang der Mutter Jesu, dem Magnifikat.

Auftrag für eine gerechte Welt

Marienfrömmigkeit ist für Leo XIV. damit auch ein Auftrag: „Die marianische Spiritualität lässt uns in die Geschichte eintauchen, über der sich der Himmel geöffnet hat, sie hilft uns, die Hochmütigen zu sehen, die im Herzen zerstreut wurden, die Mächtigen vom Thron gestürzt, die Reichen, die leer ausgehen. Sie verpflichtet uns, die Hungernden mit Gaben zu beschenken, die Niedrigen zu erheben, an die Barmherzigkeit Gottes zu denken und auf die machtvollen Taten seines Arms zu vertrauen (vgl. Lk 1,51–54).“

Ein Auftrag für jeden und jeden Tag:

„Sein Reich kommt nämlich, indem es uns miteinbezieht, genauso wie er Maria um ihr ‚Ja‘ gebeten hat, das einmal ausgesprochen, aber Tag für Tag erneuert wird.“

Leo XIV. hat sein Pontifikat, aber auch seinen Lebensweg zuvor, der Fürsprache Mariens anvertraut. Wenige Tage nach seiner Wahl zum Papst besuchte er am 10. Mai 2025 den Marienwallfahrtsort der „Mutter Gottes vom Guten Rat“ in Genazzano, südöstlich von Rom.

Maria als Wegbegleiterin und Ratgeberin

Die „Gottes vom Guten Rat“ sei eine „Begleiterin voll Licht und Weisheit“. Ihren Wallfahrtsort zu besuchen, war ihm besonders wichtig, schrieb er ins Gebets- und Unterschriftenbuch der Kirche: „… zum Heiligtum der Mutter Gottes vom Guten Rat, die mich mein ganzes Leben lang mit ihrer mütterlichen Gegenwart, mit ihrer Weisheit und mit dem Beispiel ihrer Liebe zum Sohn begleitet hat, der immer das Zentrum meines Glaubens ist: Weg, Wahrheit und Leben. Danke, Mutter, für deine Hilfe – begleite mich in dieser neuen Aufgabe.“

Der Tag der Wahl von Robert Prevost zu Papst Leo XIV. fiel auf den 8. Mai 2025 – „der Tag des Bittgebets an die Muttergottes von Pompeji“, erinnerte er auf der Mittelloggia des Petersdoms vor seinem ersten Segen Urbi et Orbi“. „Unsere Mutter Maria möchte immer mit uns gehen, uns nahe sein und uns mit ihrer Fürsprache und ihrer Liebe unterstützen.“


Zum Jahrestag seiner Wahl wird Leo XIV. den Wallfahrtsort zur Muttergottes von Pompeji in der Nähe von Neapel besuchen."


Quelle: B. Pottler, vaticannews

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Mit dem Posten eines Kommentars erteilen Sie die nach der DSGVO nötige Zustimmung, dass dieser, im Falle seiner Freischaltung, auf Dauer gespeichert und lesbar bleibt. Von der »Blogger« Software vorgegeben ist, dass Ihre E-Mail-Adresse, sofern Sie diese angeben, ebenfalls gespeichert wird. Daher stimmen Sie, sofern Sie Ihre email Adresse angeben, einer Speicherung zu. Gleiches gilt für eine Anmeldung als »Follower«. Sollten Sie nachträglich die Löschung eines Kommentars wünschen, können Sie dies, unter Angabe des Artikels und Inhalt des Kommentars, über die Kommentarfunktion erbitten. Ihr Kommentar wird dann so bald wie möglich gelöscht.