Wie vaticannews berichtet, hat Papst Leo XIV heute 200 Gäste, Menschen in schwierigen Lebenssituationen, zum gemeinsamen Mittagessen in CAstel Gandolfo eingeladen.
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CASTEL GANDOLFO: PAPST LEO SPEIST MIT 200 MENSCHEN IN NOT
200 Gäste werden am Samstag, den 11. Juli, in die Gärten der päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo kommen und dort unter anderem das Mittagessen mit Papst Leo einnehmen. Es sind Menschen in schwierigen Lebenslagen, darunter 35 Kinder. Die Initiative „Mit dem Papst zu Mittag“ möchte ein Zeichen für Gastfreundschaft, Teilhabe und eine offene Kirche setzen.
Das Zentrum für Höhere Bildung Laudato Si’ lädt zu dem Begegnungstag in Borgo Laudato Si’ ein. Die Gäste nehmen zunächst an einer Messe teil. Kardinal Fabio Baggio, Generaldirektor des Zentrums, steht der Feier vor. Erzbischof de San Martín, Präfekt des Dikasteriums für den Dienst der Nächstenliebe, konzelebriert. Danach folgen ein Imbiss und eine Führung durch Borgo Laudato Si’.
„Menschen, die für uns Ehrengäste sind.“
Donatella Parisi, Sprecherin des Zentrums, beschreibt im Gespräch mit uns den besonderen Charakter der Begegnung. „Dieser so kostbare Ort, weil er 400 Jahre lang vor der Welt verschlossen war und dann von Papst Franziskus geöffnet und heute von Papst Leo weit geöffnet wurde, nimmt nun diese Menschen auf, die für uns Ehrengäste sind“, so Parisi. Leo XIV. verbringt drei Wochen bis Ende Juli in den Ferien in Castel Gandolfo, anders als im vergangenen Jahr residiert er dabei im Apostolischen Palast, den sein Vorgänger Franziskus (2013-2025) als Museum geöffnet hatte.
Geschichte, Natur und Kultur - und jetzt auch Soziales
Borgo Laudato Si’ verbindet Geschichte und Natur. Dort finden sich die Überreste der Villa des Kaisers Domitian. Seit genau seit 400 Jahren dient Castel Gandolfo den Päpsten als Sommerresidenz, es war Papst Urban VIII., der diese Tradition 1626 ins Leben rief. Rund um den Apostolischen Palast liegt ein Park mitsamt botanischem Garten, in dem mehr als 4.000 Pflanzen aus rund 300 Arten gedeihen. Antike, Kultur, Natur, Päpste, Touristen und, als jüngste Entwicklung, immer mehr auch Bedürftige: Die Veranstalter des Mittagessens verstehen die Öffnung dieses Geländes als Symbol für eine Kirche, die alle Menschen aufnimmt.
„Ja, die Botschaft lautet auch, dass die Kirche immer offener für alle wird“
Parisi ordnet die Initiative in dieses Verständnis von Kirche ein. „Ja, die Botschaft lautet auch, dass die Kirche immer offener für alle wird, besonders für Menschen, die an den existenziellen Rändern leben“, erklärt sie. Papst Leo wiederhole diesen Gedanken immer wieder, wie es auch schon Franziskus getan hatte.
Das Treffen knüpfe außerdem an den Besuch des Papstes auf Lampedusa an. Dort habe der Papst vor einer Woche die Aufmerksamkeit auf Menschen gelenkt, die vor Krieg, Armut und sozialer Ungerechtigkeit fliehen und auf der Suche nach einer besseren Zukunft oft ihr Leben im Mittelmeer verlieren. Auch hier war Leo seinem Vorgänger Franziskus gefolgt, der Lampedusa 2013 besucht hatte.
Ausdruck kirchlicher Gemeinschaft
Vor diesem Hintergrund versteht Parisi den Begegnungstag als Ausdruck kirchlicher Gemeinschaft. „Heute stehen wir am Vorabend eines Ereignisses, das erneut unterstreicht, dass die Kirche für jeden offen ist und Familie, Gemeinschaft und sicherer Hafen für diejenigen ist, die in diesem Moment am meisten Hilfe brauchen“, so Parisi.
Die Veranstalter möchten die Einladung künftig jedes Jahr einer anderen Diözese widmen. Im vergangenen Jahr kamen die Gäste aus der Diözese Albano, auf deren Gebiet Castel Gandolfo liegt, diesmal aus Rom. Eingeladen sind Flüchtlinge, alleinerziehende Mütter mit ihren Kindern, Menschen mit Behinderung sowie Teilnehmende von Ausbildungsangeboten in Borgo Laudato Si’. Einige kehren an den Ort zurück, nachdem sie dort eine berufliche Qualifizierung abgeschlossen haben und nun mit neuer Zuversicht auf Integration und Arbeit blicken.
Menschen, die viel geben
Parisi widerspricht dem verbreiteten Blick auf Menschen in schwierigen Lebenslagen. „Es wird jener Teil der Gesellschaft und der Kirche vertreten sein, der oft als ‚diejenigen, die Hilfe brauchen‘ angesehen wird. Tatsächlich erleben wir hier in Borgo Laudato Si’ jeden Tag, dass genau diese Menschen geben, und sie geben mehr, sie geben viel und bereichern Borgo und, wie ich sagen würde, die ganze Kirche mit ihrer Gegenwart und mit ihrer Forderung nach einer anderen Sicht auf die Gesellschaft, einer Perspektive, die aus der Zerbrechlichkeit eine neue Stärke für unsere Gemeinschaften macht“, so Parisi.
„Zerbrechlichkeit eine neue Stärke für unsere Gemeinschaften“
Das Mittagessen spendet das beliebte römische Restaurant L’Isola della Pizza. Die Bar Duomo aus Albano gegenüber der Kathedrale übernimmt den Imbiss am Vormittag. Parisi würdigt dieses Engagement. „Es ist ein sehr schönes Zeugnis der Aufmerksamkeit für eine Initiative wie diese“, sagt sie. Die Küche orientiert sich an italienischen Gerichten und berücksichtigt zugleich Gäste aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen."
Quelle: D. Pasisi. vaticannews
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