Sonntag, 5. Juli 2026

Angelus

auf dem Petersplatz. Mario Galgano und Stefanie Stahlhofen berichten bei vaticannews

Beim traditionellen Mittagsgebet an diesem Sonntag hat Papst Leo XIV. dazu aufgerufen, der biblischen Einladung zur Nachfolge Jesu zu folgen und die göttliche Weisheit in der Demut zu suchen. Auch bei Kriegen gebe der Glaube Hoffnung. Rund 18.000 Menschen hatten sich auf dem Petersplatz versammelt - es war der letzte Angelus von dort, denn Leo XIV. geht nun bis Ende des Monats in Sommerpause in Castel Gandolfo.


           

PAPST LEO XIV: UNTER DER GEISSEL DES KRIEGES IST CHRISTUS HOFFNUNG

Zum Tagesevangelium erklärte das katholische Kirchenoberhaupt, dass sich Gott den Unmündigen offenbare, während er den Weisen und Klugen verborgen bleibe. Menschliche Weisheit berge die Gefahr, in Arroganz und Hochmut überzugehen, wenn sie von den eigenen Ideen eingenommen sei und die Gegenwart Christi nicht erkenne.

„Menschliche Weisheit wird dann zu Arroganz, und die Lehre verkommt zu Hochmut. Die wahre Weisheit Gottes offenbart sich hingegen in der Demut des Fleisches, und seine Unterweisung richtet sich an jene, die sich am schwersten tun: »Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid« (V. 28), sagt der Herr. "

„Unter der Geißel des Krieges ist Christus Hoffnung. In der Stunde der Sünde ist Christus Vergebung“


Das Kirchenoberhaupt erinnerte an die erlösende Kraft Christi in gesellschaftlichen und persönlichen Krisen.


„In der Knechtschaft ist Christus Befreiung. Unter der Geißel des Krieges ist Christus Hoffnung. In der Stunde der Sünde ist Christus Vergebung. Das ist die wahre Weisheit, d. h. der Weg, den wir als in seinem Namen vereinte Jünger gemeinsam gehen wollen. "


Der Papst betonte, dass die Lehre Jesu sich an diejenigen richte, die mühselig und beladen seien. Der Weg zu Jesus bedeute, auf dessen Liebe zu antworten und das Leben bis zum Kreuz zu teilen: 


„Sein Joch hilft uns, nach jedem Sturz wieder aufzustehen“


„Sein Joch hilft uns, nach jedem Sturz wieder aufzustehen. In der Nachfolge Christi ist unser Weg also keine abtötende asketische Übung: Er ist eine Schule der Freiheit, die das Drama der Geschichte ernst nimmt und stets ihren Sinn erhellt, vor allem in den dunkelsten Momenten. Denn nur am Kreuz Jesu wird das Böse erlöst: Nur in seinem Leiden findet unsere Todesmüdigkeit Trost und Erlösung."


Die Last des Kreuzes erweist sich laut dem Papst somit als tragbar, weil der Herr sie als Erster und gemeinsam mit den Menschen trage. Zum Ende seiner Ansprache rief der Papst dazu auf, gemeinsam als Jünger diesen Weg zu gehen, und bat um die Fürsprache Mariens für das Wohl der Kirche und der Welt."


Quelle: M.Galgano, S. Stahlhofen, vaticannews

 

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