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PAPST APPELLIERT AN PIUSBRÜDER: "KEHRT UM!"
Einen Tag vor einem drohenden schismatischen Akt durch die Piusbruderschaft hat sich Papst Leo XIV. mit einem Appell an ihren Generaloberen, Davide Pagliarani, gewandt.
In dem Schreiben, das an diesem Dienstag vom vatikanischen Presseamt veröffentlicht wurde, ruft er sie „voller christlicher Zuneigung“ dazu auf, von den für Mittwoch geplanten, unerlaubten Bischofsweihen Abstand zu nehmen. Wörtlich schreibt der Papst: „Ich ermahne euch, das geistliche Wohl der Gläubigen sorgfältig zu bedenken, denn der schismatische Akt, den ihr begehen wollt, würde sie des rechtmäßigen und in manchen Fällen sogar gültigen Empfangs der Sakramente berauben, die sie lieben und für ihre Heiligung suchen.“ Dieser Hinweis bezieht sich auf die Sakramente der Beichte und der Ehe. Papst Franziskus hatte 2018 verfügt, dass reguläre Beichten bei Priestern der Piusbruderschaft für alle Katholiken gültig sind. Dasselbe gilt für die kirchlichen Ehen, die in Anwesenheit von Piusbrüdern geschlossen werden.
Leo ermahnt die Piusbrüder, sich auf einen Dialog mit dem Vatikan einzulassen, statt es zum Bruch kommen zu lassen. „Ich bete für euch, denn das Zertrennen des nahtlosen Gewandes Christi ist eine Sünde von äußerster Schwere. Der Herr möge euer Gewissen erleuchten und eure Herzen erwecken.“
Die schismatisch orientierte Piusbruderschaft will am Mittwoch in der Schweiz ohne Erlaubnis des Papstes mehrere Bischöfe weihen. Sollte es soweit kommen, ziehen sich die Hauptbeteiligten an der Weihe nach katholischem Kirchenrecht automatisch die Exkommunikation zu. Der Brief von Papst Leo trägt das Datum von diesem Montag, 29. Juni, Hochfest der heiligen Apostel Petrus und Paulus.2
Quelle: vaticannews
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