Valentina Colombo kommentiert bei
La Nuova Bussola Quotidiana die kontroverse Sure, eine Art Vater-unser des Islams, die der von der CEI eingeladene Imam am letzten Sonntag während der Messe in der Kathedrale von Bari rezitierte.
Allen Islamromantikern aus Unkenntnis und Irenisten aus Überzeugung sei die Lektüre empfohlen, vielleicht ist es noch nicht zu spät.
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"IRRENDE CHRISTEN": HIER DIE KONTROVERSESTE SURE, DIE AM VERGANGENEN SONNTAG VON EINEM IMAM WÄHREND DER MESSE ZITIERT WURDE."
"Der 26. Juli 2016 wird wegen der barbarischen Ermordung Pater Jacques Hamels durch einen Soldaten des IS erinnert werden.
Sonntag der 31. Juli wird als der Tag in Erinnerung bleiben, an dem einige Muslime und die Kirchen Frankreichs und Italiens eingetreten sind, um den Christen ihre Solidarität zu bekunden.
Die folgenden Tagen werden erinnert werden wegen der Debatte über diese friedliche Anwesenheit, geführten Debatte, die viele Fragen an die Oberfläche brachte, viele ungelöste Knoten in den Beziehungen zwischen Christen und Muslimen.
In Italien haben einzelne Personen, aber vor allem im UCOII, der Coreis und anderen Vereinigungen des organisierte Islams organisierte Imame sowie verschiedene örtliche Imame an den Sonntagsmessen teilgenommen. Einige haben Grüße überbracht, einige haben sich der Feier angeschlossen, andere haben der Kanzel während der Predigt den Rücken zugekehrt, als das Evangelium gelesen wurde, wieder andere haben den Friedensgruß ausgetauscht und noch andere haben den Koran zitiert.
Und genau dieser letzte Punkt hat zahlreiche Tiraden entfesselt, über die Zulässigkeit, den Heiligen Text des Islams in einer Kirche zu rezitieren, aber besonders über den Inhalt der rezitierten Verse und Suren, insbesondere der Eröffnungssure des Korans, die auch als Vater-unser des Islams betrachtet wird.
Die fragliche Sure liest sich so
(Alles) Lob gehört Allah,
dem Herrn der Welten,
dem Allerbarmer, dem Barmherzigen,
dem Herrscher am Tag des Gerichts.
Dir allein dienen wir, und zu Dir allein flehen wir um Hilfe.
Leite uns den geraden Weg
den Weg derjenigen, denen Du Gunst erwiesen hast, nicht derjenigen, die (Deinen) Zorn erregt haben, und nicht der Irregehenden!
Das entstandene Problem liegt in der Interpretation des letzten Verses. der sich nach Meinung einiger zuerst auf Muslime und dann auf die Juden und Christen bezieht, während andere denken, sie hätten nicht diese Bedeutung.
Daß dieser Vers kontrovers ist, zeigt die "Unione delle Communita e Organisazzioni islamiche" in Italien, deren Präsident der Messfeier im Dom zu Florenz beiwohnte und deren Mitglieder am vergangenen Sonntag in den italienischen Kirchen präsent waren.
In der online-Version der Sure, wird nur der erste Teil dieses Verses kommentiert. Man erklärt uns, daß der Vers die Bestätigung enthalte, daß die Barmherzigkeit des Allerhöchsten schon vor der Offenbarung des Korans bei de
n Menschen wirkte, und so zu einem sehr von Glauben und Gottesfurcht vor Allah (Ruhm, ihm dem Höchsten) erleuchteten Verhalten führte.
Einem Kommentar von Ibn Ábbas (Allah sei mit ihm zufrieden) zufolge "sind die "denen Du Deine Gunst erwiesen hast" die Ernsthaften (siddiqûn), denen bei der Bezeugung des Glaubens das Martyrium zuteil wurde (shuhada), die Devoten (salîhûn).