Freitag, 28. Februar 2014

Heute vor einem Jahr, Teil 3

Abschied von den Einwohnern Castelgandolfos



" Danke, von Herzen Danke!  Liebe Freunde, ich bin glücklich bei Euch sein zu können, umgeben von der Schönheit der Schöpfung und Eurer Sympathie, die mir sehr gut tut, von Eurer Freundschaft und Eurer Liebe. Ihr wißt , daß mein heutiger Tag sich von den vorherigen unterscheidet, ich bin nicht mehr der Summus Pontifex der Kirche, ich bin nur noch ein einfacher Pilger der die letzte Etappe seiner Pilgerschaft auf dieser Erde beginnt.
Aber ich will noch mit meinem Herzen, meiner Liebe, mit meinem Gebet und meinen Gedanken mit all meinen innere Kräften für das Wohl aller und das der Kirche arbeiten-ich fühle mich durch Eure Sympathie sehr gestärkt, gehen wir gemeinsam mit dem Herren vorwärts für das allgemeine Wohl und das Wohl der Kirche. " Es folgen der Segen und der Danke an alle.  " Grazie a voi tutti, buona notte!"

Um Punkt 20:00 Uhr wurde das Portal des Apostolischen Palastes von Castelgandolfo geschlossen und begann die Sedisvakanz

  

Heute vor einem Jahr , Teil 2

                 Abschied aus dem Vatican und Helicopterflug nach Castelgandolfo






Heute vor einem Jahr

Der Abschied von den Kardinälen :




Mittwoch, 26. Februar 2014

Letzte Generalaudienz des Pontifikates

Am 27.2. 2013 waren auch wir auf dem Petersplatz und werden die Atmosphäre, die mit Händen greifbaren Emotionen, die über den Platz dem Pontifex zuströmende Liebe nie vergessen.

Teil I




Teil II



die Begrüßung der deutschen Pilger beginnt bei Minute 7:02.


Und weil's so schön war, hier noch mal die Links zu unseren "Live-Artikeln" zur letzten Generalaudienz:
"Die Bayernhymne auf dem Petersplatz"
"Questa Fortuna"


Montag, 24. Februar 2014

Antonio Socci: Zwei Päpste im Petersdom, ein in 2000 Jahren Kirchengeschichte nie zuvor gesehenes Ereignis

 Auf seinem blog "Il Straniero" schreibt A. Socci diesen interessanten Beitrag :

"In der 2000 Jährigen Geschichte der Kirche hat keiner jemals zuvor in Sankt Peter zwei Päpste gemeinsam gesehen, die sich wie Brüder umarmen. Das ist während des Konsistoriums passiert, an dem teilzunehmen Franziskus Papa em. Benedetto XVI einlud.
Franziskus hat die Eingangsprozesssion verlassen, um ihn zu begrüßen ( danach wieder beim Auszug aus der Basilika, um sich ihm zuzuwenden und einige Worte zu wechseln).
Es ist das dritte mal, daß die Medien ihre Umarmung unsterblich machen- zuerst im letzten März, in Castelgandolfo, dann in den Vaticanischen Gärten bei der Segnung der Statue des Erzengels Michael.

Sie sind sich auch zu anderen Gelegenheiten begegnet und sie treffen sich privat zum Essen- weit entfernt von den Journalisten.
Aber gestern- das war ein besonderer Fall, weil es sich um eine feierliche, öffentliche Zeremonie in der Petersbasilika handelte. Es war ein höchst wichtiges Kirchenereignis, weil es sich um die Kreierung von 19 neuen Kardinälen handelte.
Deshalb hatte die Teilnahme Papa Ratzingers eine besondere Bedeutung: es ist das erste mal, seit dem Tag seines Rücktritts, daß er an einer öffentlichen offiziellen Zeremonie teilnahm.
Doppelt bedeutsam war seine gestrige Anwesenheit, weil die Kirche gestern das Fest der Kathedra Petri, also das Fest des Papsttums, feierte.

DAS GEHEIMNIS DES RÜCKTRITTS

Bevor man sich fragt, was dieses Konsistorium der beiden Päpste ( wie es sofort definiert wurde) bedeutet, muß man feststellen, daß Benedikt XVI in guter körperlicher Verfassung erschienen ist.
Über seine  intellektuelle Kraft gibt es keine Zweifel, und wer sie hatte, der sah sie sich im letzten September angesichts der formidablen Antwort, die Ratzinger auf das Buch von Piergiorgio Oddifreddi gegeben hat, zerstreuen.
Eine öffentliche Antwort in der er- mit seiner bekannten Höflichkeit- ihm eine wahre Lektion erteilte.
Wenn man zu den Seiten des Briefes zurückkehrt, kann man feststellen, daß Ratzinger nicht nur die klarste ( und rechtgläubige) Intelligenz der Kirche besitzt sondern auch zu den erleuchteten Geistern unserer Epoche gehört.
Deshalb bringt die Feststellung, daß er in guter körperlicher Verfassung und von perfekter intellektueller Klarheit ist wieder tausend Fragen zu den Motiven seines Rücktritts zurück.
Tatsächlich haben alle Päpste der vergangenen Jahrhunderte die letzten Jahre ihres Pontifikates unter den durch ihr fortgeschrittenes Alter sehr verminderten Kräften gelitten ( es genügt, sich an den großen Johannes Paul  II zu erinnern, der die letzte Phase seines Petrusdienstes zu einem Zeugnis des Kreuzes machte)

So ist dieser "Rückzug" eines Papstes wie Benedetto XVI,  der im Großen und Ganzen gesund und von perfekter Effizienz ist, unerklärlich.
Zieht man den erbarmungslosen Krieg in Betracht, der ihm - auch innerhalb der Kurie und der Kirche- seit seiner Wahl 2005 -erklärt und bereitet wurde, ist es legitim, zu argwöhnen, daß es äußeren Druck gab, der ihn zum Rückzug zwang. Oder auch, daß Bedingungen geschaffen worden sind, die ihm einen Stoß zu diesem Schritt versetzten.


Vorgestern im Petersdom

Ein kleiner Nachtrag zum Konsistorium

                     

Sonntag, 23. Februar 2014

Am 24.2.2013 der letzte Angelus

Vor einem Jahr erschien Papst Benedikt XVI zum letzten mal am berühmten Fenster in der Tertia Loggia des Apostolischen Palastes, um mit den auf dem Petersplatz versammelten Gläubigen den Angelus zu beten.
Noch einmal legte er das Tagesevangelium aus:  die Transfiguration Jesu Christi, die geschah während ER betete. Hatte ER vorher den Jüngern seinen Tod und seine Auferstehung angekündigt, so ließ ER jetzt Jacobus, Petrus und Johannes eine Vorwegnahme seiner kommenden Glorie sehen. Daß als Vertreter des Gesetzes und des Alten Bundes Moses und Elias bei IHM stehen, bedeutet, daß auch der Alte Bund, das Gesetz und der Exodus ins Gelobte Land auf die Vollendung durch Christus hin ausgerichtet waren. Wie schon bei der Taufe  im Jordan erklingt die Stimme des Vaters: dies ist mein auserwählter Sohn, auf IHN sollt ihr hören.
"Auch das christliche  Leben ist ein beständiges Gehen auf den Berg, zum Gebet und der inneren Zwiesprache mit Gott, um dann wieder herabzusteigen und den Menschen das Wort Gottes zu bringen.
Heute nun ruft mich der Herr zu sich auf den Berg,(....) damit ich künftig der Kirche so dienen kann, wie es meinem fortgeschrittenen Alter und meinen Kräften entspricht."
Die Grüße an die deutschsprachigen Pilger ab Minute 8:53

Samstag, 22. Februar 2014

Frühlings- und andere Gefühle

Sind wir unbemerkt in die präkonziliären Zeit der 60-er Jahre zurück gekehrt ?
Wenn  ältere Herren in die Jahre kommen, werden sie manchmal von Gefühlswallungen oder auch mal von einem Dejà vu überrascht. Die einen glauben den zweiten Frühling zu erleben, eine zweite Jugend gar und wenn sie Purpurträger sind, so wie Kardinal Kasper, dann kann es auch mal ein Zweites-Vaticanisches-Konzils-Gefühl sein, das ihnen einen Streich spielt. Genau das überkam ihn beim derzeitigen Konsistorium in Rom, da sangen die Vöglein, der Tiber floß so mild daher, die Sonne wärmte die alten Knochen und da war es: das hat er schon einmal erlebt, der Genius Loci tut das Seine: er erkennt blitzartig, die Kirche befindet sich wieder in der Situation wie vor Beginn des II. Vaticanums- nur diesmal muß es gelingen!
Diesmal muß die Kirche zuverlässig und dauerhaft auf´s weltgefällige Zeitgeistgleis gesetzt werden, die Lehre, die nicht mehr ins Heute paßt- wann hätte sie das je?- muß nun endlich drangegeben und den Bedürfnissen des modernen, geschieden-wiederverheirateten Menschen angepaßt werden.
Dass da die Bibel stellenweise mal kurz umgeschrieben werden müßte- nun der Mensch wächst mit seinen Aufgaben. Am, Besten gleich beginnen und zwar mit der Genesis. Mit Verboten erreicht man in der Pastoral gar nichts, hätte Gott doch wissen können. Also in der Neufassung: kein diskriminierendes Verbot vom Baum der Erkenntnis zu essen, dem Bedürfnis Adams und Evas Raum geben, natürlich auch keine Strafe, ebenso wenig für die Schlange, die schließlich nur ihrem Gewissen gefolgt ist....da ist viel zu tun- bis hin zu Jesu Christi Rede von den Ehebrechern. Der hatte einfach keinen rechten Durchblick, was eine zünftige Patchworkfamilie als allererstes und auch eigentlich einziges braucht: den Zugang zum Sakrament der Eucharistie. Als Rechtsanspruch.
Gleich nach dem Umschreiben der Hl. Schrift, wird sich unser ehemaliger Kurienkardinal sicher an die Änderung der Lehre, des Kirchenrechts, insbesondere  der Sakramentenlehre machen. Welches der 10 Gebote dann als nächstes als unzeitgemäß fällt, wird man sehen. Das 5.?, das 6.? oder das 3.?
Wir bedanken uns für den Einblick, den uns der Kardinal in seine 60-er Jahre Nostalgie gewährt hat. Danke, Danke!

Freitag, 21. Februar 2014

Papst Paul VI : Wunder anerkannt

Im laufenden Seligsprechungsverfahren für Papst Paul VI hatte Papa em. Benedetto ihm am 20.12.2012 den Heroischen Tugendgrad zuerkannt.
Die Kongregation für die Heiligsprechungen gab nun bekannt, daß die Heilung eines Kindes durch die medizinische Kommission unter der Leitung von Professor Patrizio Polisca als das zur Seligsprechung noch fehlende Wunder bezeichnet und von den Konsultoren des Seligsprechungsverfahrens anerkannt wurde.
Postulator Pater Antonio Marrazzo hatte unter 3 Vorschlägen- passend zur Theologie und der Verteidigung des werdenden Lebens-den Fall eines gesund geborenen Kindes ausgewählt, bei dem während der Schwangerschaft schwerste zerebrale Mißbildung und Schäden diagnostiziert wurden. Die Ärzte rieten der jungen werdenden Mutter -als einzigen Ausweg- zur Abtreibung. Diese lehnte das ab und wandte sich direkt an Papst Paul VI mit der Bitte, für sie und ihr Kind bei der Hl. Jungfrau und bei Gott im Gebet zu "intervenieren", was dieser ihr zusagte.
Das Kind wurde gesund geboren, ist gesund aufgewachsen und wies auch bei Untersuchungen im Erwachsenenalter keinerlei Gehirnschädigungen auf.
Dieses Wunder geschah in der Zeit, in der die Enzyklika Humanae Vita geschrieben und veröffentlicht wurde.

Quelle:  VaticanInsider/La Stampa    klicken

Mittwoch, 19. Februar 2014

Interview

Erzbischof Gänswein im Interview mit dem italienischen Fernsehsender Rai 1

                   

"Als sich das Tor des Apostolischen Palastes schloss- zeigte das auch symbolisch das Ende des Pontifikates an, eines nicht so kurzes, eines sehr bedeutenden und eindrucksvollen Pontifikates"....
Kardinal Sodano verabschiedet sich im Namen des Kardinalskollegiums mit den Worten: "Bleiben wir uns nah und segnen Sie uns"
Der Interviewer fragt, ob der Mißbrauchsskandal, die damit verbundene oftmals so heftige wie ungerechte Kritik an der Person des Pontifex eine Rolle bei seiner Entscheidung gespielt habe, ob er sich verraten gefühlt habe.
EB Gänswein antwortet. daß es wahr ist, daß der  Papst sich aus Altersgründen zu schwach fühlte, das Pontifikat weiter zu führen, daß es nicht wahr ist, daß er geflohen sei.
Dann sprechen sie über den letzten Tag, den 28.2., den bewegenden Abschied aus dem Vatican, wo er die Tränen nicht zurückhalten konnte, den unvergeßlichen Hubschrauberflug über Rom nach Castel Gandolfo, bei dem kaum gesprochen worden sei, es habe ein beredtes Schweigen geherrscht, auch als sie im Inneren das Apostolischen Palastes das Schließen des Portales hörten, sei kein Wort gefallen, es habe keine adäquaten Worte gegeben.
Gleich nach seiner Wahl habe Papst Franziskus, als er im Gehorsam schwor, gefragt, wie es dem Emeritus gehe und gesagt, er wolle mit ihm sprechen, er solle das bitte vermitteln. (....)
Auf die Frage, wie Papa Benedetto die Tage im Kloster Mater Ecclesiae verbringt, berichtet der Erzbischof u.a. von den täglichen Spaziergängen, bei denen sich ihnen oftmals die vaticanischen Katzen anschließen. Diese seien aber nicht die Katzen des Papstes sondern freie Katzen, das würden sie, die kommen und gehen wie es ihnen passe, auch immer wieder klar erkennen lassen.

Dienstag, 18. Februar 2014

Heute vor 450 Jahren

am 18. Februar 1564 starb in Rom einer der Größten:  Michelangelo.

Bis wenige Stunden vor seinem Tod-auch die Nacht hindurch- hatte der 79-Jährige an seiner Pietà Rondanini gearbeitet, während Rom den Karneval feierte.

                                 File:Pieta Rondanini.jpg
                                 Quelle: wikicommons

3 Pietàs hat er in seinem künstlerisch so fruchtbaren Leben geschaffen, im jugendlichen Alter von 24 Jahren die Pietà des Petersdomes, mit reifen Alter, 50 jährig die Florentiner Pietà und im Alter die Rondanini Pietà, die heute in Mailand im Museum Castello Sforzesco steht.
Dabei sollte man auch die wunderbare Marmorplastik Maria mit dem vor ihr stehenden, kleinen Jesusknaben, nicht vergessen, das die Bürger von Brügge für ihren Liebfrauendom beim Meister bestellten, bezahlten und das heute in Brügge steht.
Rom kann aber als Mittelpunkt seines Schaffensraumes betrachtet werden, allein dort finden sich Kuppel, Tambour und Vierung des Petersdomes, die Fresken der Sixtinischen Kapelle-an Decke und Altarwand, das Jüngste Gericht, das er zwischen seinem 60. und 65. Lebensjahr schuf, das Grabmal Papst Julius´ II, mit dem Moses, den Auferstandenen Christus in Santa Maria Sopra Minerva und den Kapitolsplatz als Gesamtkunstwerk.
Der 1475 in Caprese geborene Michelangelo Buonarotti, genialer Bildhauer, genialer Maler und genialer Architekt ist als die Inkarnation eines Renaissancekünstlers in die Geschichte eingegangen.

Eine neue, ganz besondere Perle

Es vergehen ja nur wenige Tage, an denen wir nicht mit einer Perle aus der pontifikalen Wundertüte überrascht werden. Als Frohbotschaft aus dem Kirchenstaat oder der Casa Santa Marta wird uns nun stolz, vor allem aber bis ins kleinste Detail ( wg. der Bescheidenheit & Demut) ausgeschmückt, berichtet, der Bischof von Rom habe seinen argentinischen Paß erneuern lassen,- und oh stupor mundi!- habe zu diesem Zweck ein Digitalfoto, das in 15 ( in Worten fünfzehn für die Annalen des Vaticanischen Archivs) Minuten fertig war (revolutionär) anfertigen lassen und verzichte- obwohl Staatsoberhaupt und Bürger des Kirchenstaates- auf seinen vaticanischen Paß.
Er wolle in aller Demut- so hören wir- seine apostolischen Reisen um die Welt als argentinischer Privatmann in Weiß, namens Jorge M. Bergoglio, antreten.
Vorsichtshalber sollte er aber seinen Diplomatenpass doch mitnehmen, wenn er beispielsweise nach Großbritannien reist, sonst könnte dem Paradeatheisten R.Dawkins doch gelingen, was ihm bei Papst Benedikt XVI verwehrt war- ihn verhaften zu lassen.

Kirchenrechtler und Kenner der Verfaßtheit des Kirchenstaates und des Italien-Vatican-Konkordates bitte nach vorn: wie ist dieser spektakuläre ( natürlich, was auch sonst!) Schritt rechtlich zu bewerten und was bedeutet er in der Konsequenz ?

Quelle: VaticanInsider  Titel "Ich will als Argentinier reisen"   klicken

Montag, 17. Februar 2014

Für die Modeliebhaber

und alle, die nicht von ihrer Modefixierung lassen wollen oder können, selbst Renaissanceprinzen und -prinzessinnen und Barockfürsten -und fürstinnen dürfen sich dieses kleine Video zum Thema anschauen.  

       

es stammt von hier:    klicken

Tiefer, schlimmer, heuchlerischer- oder Ablenkung tut not.

Tiefer, schlimmer, heuchlerischer: das ist der antiolympische Geist, der sich augenscheinlich so mancher deutschen Redaktion bemächtigt hat. Zum Wettbewerb angemeldet haben sich u.a. die SZ, der Spiegel und die FAZ -womit wir die heißen Favoriten auf die Goldmedaille schon genannt haben.
Warum präsentieren sie uns in edlem Wettstreit eine neue Höchstleitung in der Heuchel-Manipulations-kombination?
Warum muß just jetzt die causa Limburg erneut instrumentalisiert werden, warum müssen jetzt angeblich aus dem Abschlussbericht der DBK "durchgesickerte" neue Vorwürfe gegen ihr Lieblingsjagdziel Bischof Tebartz van Elst hochgejazzt, manipuliert und veröffentlicht werden? Der habe angeblich ruhende Stiftungsgelder, die für "die Armen" (wir sind zu Tränen gerührt) gedacht gewesen seien, für die Bauausgaben verwendet. Mit vielen Konjunktiven.
Warum also diese neue Attacke? Nun, Ablenkung tut not!
Auf  Biegen und Brechen muß der Herr Edathy aus dem Fokus öffentlicher Aufmerksamkeit genommen werden- und dafür genügen jetzt keine Beschwichtigungen mehr,  nachdem der untersuchende Staatsanwalt öffentlich verkündete, der SPD-Mann, Vorsitzender des Gutmenschenflügels- und somit erklärter Liebling unserer Kombattanten- habe seit 2005 bei dem inkriminierten kanadischen Anbieter Fotos und Filme unbekleideter Jungen im präpubertären Alter gekauft. Jetzt sind große Geschütze gefragt. Und was bietet sich da -jedenfalls für die o.g. wie von selbst an?
Eine weitere Runde konzertierten Schlammwerfens, an-den-Pranger-Stellens ihres Lieblingsopfers.
Etliche Zusatzpunkte für Heuchelei und Doppelmoral kann sich die SZ auf´s Punktekonto schreiben, hat doch einer ihrer Reporter gestern in der Talkshow von Günther Jauch großes Mitgefühl für Herrn Edathy demonstriert, der Arme, der keine Straftat begangen habe ( weil der Erwerb besagter Fotos nicht so definiert wird) habe ins Ausland fliehen müssen und stehe vor den Scherben seiner Karriere und seines Lebens und in gekonnt larmoyantem Ton wiederholte er ein auf´s andere mal geradezu weinerlich: auch für Herrn Edathy muss die Unschuldsvermutung gelten.
Das war nun wirklich erstaunlich, gehörte dieser Rechtsbegriff doch bisher nicht ins Arsenal des Prantl-Journals. Wenn es da um Bischof Mixa oder den Limburger Bischof ging und geht- wurde er jedenfalls nie verwendet- man könnte sogar sagen, das Gegenteil war der Fall. Für beide galt da immer die Schuldvermutung.
Mit der Medaillenvergabe warten wir auf das Ende des Wettbewerbs.

Sonntag, 16. Februar 2014

14.2.2013 Abschied vom römischen Klerus

 Am 14.2.2013 nahm Papst Benedikt XVI  in der Aula Paolo VI Abschied vom Klerus seiner Diözese

        

"Es ist eine Freude zu sehen, wie lebendig die Kirche Roms ist, daß sie einen wirklich universellen katholischen Klerus  hat, (....) daß die Kirche der Stadt Rom, die sich um das Grab des Apostels Petrus schart, robust ist, viele Berufungen hat."
Er habe in diesen bewegten Tagen nicht die Kraft und nicht die Zeit gehabt, eine große Rede vorzubereiten, es werde also statt dessen eine kleine Plauderei über das II.Vaticanische Konzil geben - frei vorgetragen

So erzählt er, wie nach dem von ihm, dem jüngsten Peritus, ausgearbeiteten Vortrag, den der Kölner Erzbischof beim Konzil gehalten hatte, Kardinal Frings zu Papst Johannes XXIII gerufen wurde. Der habe, als er sich vorbereitete und den Kardinalspurpur anlegte, zu seinem Sekretär gesagt:"vielleicht trage ich den Purpur heute zum letzten mal" , weil er fürchtete, zum Ärger des Papstes zu weit gegangen zu sein, vielleicht sogar aus den Rängen des Kardinalskollegiums ausgeschlossen zu werden. Es sei aber ganz anders gekommen, Papst Johannes XXIII habe ihm gedankt, der Kardinal habe seine Gedanken in Worte gefaßt-für die er selbst nicht gefunden habe.