Freitag, 23. Januar 2026

Erzbischof Georg Gänswein & der Synodale ...Weg

Rudolf Gehrig hat bei ewtn den Apostolischen Nuntius im Baltikum, Erzbischof Georg Gänswein u.a. zum Thema "Synodaler Weg" interviewt. CNA berichtet. Hier geht´s zum Original:  klicken

"HOFFE, DASS DIESER IRRWEG BALD EIN ENDE HAT" ERZBISCHOF GÄNSWEIN ZUM SYNODALEN WEG"

Ehemaliger Privatsekretär kritisiert Zustand der Kirche in Deutschland und begrüßt Rückkehr der „Normalität“ im Vatikan

In einem exklusiven Interview mit EWTN News hat Erzbischof Georg Gänswein den deutschen „Synodalen Weg“ stark kritisiert und vor einer „Verwässerung des Glaubens“ gewarnt.

Fast 20 Jahre lang war Gänswein Privatsekretär zunächst von Kardinal Joseph Ratzinger und dann ab 2005 von Papst Benedikt XVI. Nach Benedikts Rücktritt im Jahr 2013 kümmerte sich Gänswein bis zum Tod des Papa Emeritus weiter um ihn und wurde schließlich 2024 von Papst Franziskus als Apostolischer Nuntius für die baltischen Staaten nach Vilnius in Litauen geschickt.

Dort, an seiner neuen Wirkungsstätte, sprach Erzbischof Georg Gänswein mit EWTN-Romkorrespondent Rudolf Gehrig über die zurückgekehrte „Normalität“ im Vatikan, den Zustand der Kirche in Deutschland und die „Brandmauer“ gegen falsche Reformansätze.

Erzbischof Georg Gänswein, Sie sind jetzt seit fast zwei Jahren als Apostolischer Nuntius in Vilnius. Wir können außerdem zurückblicken auf neun Monate mit Papst Leo XIV. Wenn Sie auf das bisherige Pontifikat zurückblicken und ein erstes Zwischenfazit ziehen: wie fällt das aus?

Im Juni war ein Treffen aller Nuntien in Rom. Da gab es die Möglichkeit einen ersten Kontakt mit Papst Leo aufzunehmen. Und vor vier Wochen, Mitte Dezember, hatte ich Audienz bei ihm in Rom. Beide Eckpunkte waren sehr, sehr gut. Und die Zwischenzeit, die hat doch mir sehr deutlich vor Augen geführt, dass – um es einmal etwas eigenwillig zu sagen – jetzt langsam wieder Normalität einkehrt. Vor allem hat sich auch atmosphärisch eine Änderung zum Guten gezeigt, die meines Erachtens wichtig ist, weil die Schwierigkeiten, die da waren, durch den Pontifikatswechsel wirklich eine ganz neue positive Auswirkung bekommen haben. Das halte ich für hilfreich. Und es ist auch für mich selber ein Zeichen, dass der Glaube und dass der Heilige Geist tatsächlich auch wirkt und am Ball bleibt.

Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Änderungen gewesen?

Ich habe den Begriff der Normalisierung gebraucht. Für mich ist zumindest einmal optisch und akustisch wichtig zu sehen, dass Papst Leo einfach einige Akzente gesetzt hat, die nicht neu sind, die aber in den letzten Jahren völlig unter den Tisch gefallen sind. Und dann hat er natürlich eine klare Linie, sowohl was die Verkündigung betrifft. Wenn man seine Katechesen oder die Predigten nachliest, kann man spüren, dass hier ein Mann tätig ist, der das auch aus dem augustinischen Geist heraus lebt und verkündet. Und das sieht man auch bei den beiden genannten Texten, dass eben hier sehr viel Augustinus zitiert wird, das heißt ein Geist, ein Mann, der aus dem Geist seines Ordensvaters lebt und der nun in der Aufgabe des Bischofs von Rom, des Obersten Hirten der Kirche, weltweit die erste Rolle spielt und tatsächlich das Wort Gottes freudig und überzeugend verkündet.

Donnerstag, 22. Januar 2026

Ernennung

vaticannews berichtet, daß Papst Leo XIV heute den Erzbischof von Görz- Carlo Roberto M. Redaelli zum Sekretär des Klerus-Dicasteriums ernannt hat. Hier geht´s zum Original:  klicken

PAPST ERNENNT NEUEN SEKRETÄR FÜR DAS KLERUS-DICASTERIUM

"Erzbischof Carlo Roberto Maria Redaelli von Görz wechselt in den Vatikan: Papst Leo hat den Italiener zum Sekretär des Klerusdikasteriums berufen. Der Pressesaal gab die Ernennung an diesem Donnerstag bekannt.

Der Sekretär in einem Dikasterium steht als „Nummer Zwei“ in der Hierarchie direkt unter dem Präfekten, in diesem Fall dem koreanischen Kardinal Lazarus You Heung-sik. Redaelli löst den chilenischen Erzbischof Andrés Gabriel Ferrada Moreira ab, den Papst Leo im Oktober zum Bischof von San Bartolomé de Chillán in Chile ernannte.

Das Dikasterium für den Klerus ist an der Kurie für alle Angelegenheiten zuständig, die Priester und Diakone des Diözesanklerus betreffen, beginnend mit der Ausbildung. Redaelli gehörte auf Ernennung von Papst Franziskus seit 2019 dem am Glaubensdikasterium eingerichteten Kollegium für die Prüfung von Berufungen in Missbrauchsangelegenheiten an. Ebenfalls seit 2019 wirkte er als Direktor von Caritas Italien.

Erzbischof von Görz war Redaelli seit 2012. Die Stadt in Italiens Nordwesten grenzt direkt an Slowenien und gehörte bis 1918 zu Österreich-Ungarn. Gemeinsam waren die beiden Zwillingsstädte Görz und Nova Gorizia Europäische Kulturhauptstadt 2025."

Quelle: vaticannews

Auch aussagekräftig

CNA berichtet aus Vilnius über das Interview, das Rudolf Gehrig für EWTN mit dem Apsotolischen Nuntius in den Baltischen Staaten, Erzbischof G. Gänswein geführt hat.  
Hier geht´s um Original:  klicken

"ERZBISCHOF GÄNSWEIN BEGRÜSST, DASS MIT PAPST LEO "LANGSAM WIEDER NORMALITÄT EINKEHRT"

Erzbischof Georg Gänswein ist der Ansicht, dass mit dem Pontifikat von Papst Leo XIV. „langsam wieder Normalität einkehrt“. Der Apostolische Nuntius in Litauen, Lettland und Estland sprach mit Rudolf Gehrig für EWTN News über den neuen Pontifex, der im Mai 2025 auf Papst Franziskus folgte.

Er habe, so Gänswein, bereits im Juni „einen ersten Kontakt“ mit Papst Leo aufnehmen können. Während er damals Teil einer großen Gruppe der Nuntien in aller Welt war, also der Botschafter des Papstes in den einzelnen Staaten, so konnte er Mitte Dezember dem Papst in einer Privataudienz persönlicher begegnen. „Beide Eckpunkte waren sehr, sehr gut“, so das Fazit des langjährigen Privatsekretärs von Papst Benedikt XVI.

Die ersten Monate des Pontifikats hätten ihm „sehr deutlich vor Augen geführt, dass – um es einmal etwas eigenwillig zu sagen – jetzt langsam wieder Normalität einkehrt“, konstatierte der Erzbischof. „Vor allem hat sich auch atmosphärisch eine Änderung zum Guten gezeigt, die meines Erachtens wichtig ist, weil die Schwierigkeiten, die da waren, durch den Pontifikatswechsel wirklich eine ganz neue positive Auswirkung bekommen haben. Das halte ich für hilfreich.“

Überhaupt sei dies alles für ihn selbst „ein Zeichen, dass der Glaube und dass der Heilige Geist tatsächlich auch wirkt und am Ball bleibt“.

Mit Papst Franziskus hatte Gänswein einige Schwierigkeiten: Als Präfekt des Päpstlichen Hauses hatte dieser ihn abgesetzt, und nach dem Tod des emeritierten Papstes Benedikt schickte Franziskus ihn gar ohne eine neue Aufgabe nach Deutschland zurück. Erst später machte er ihn dann zum Nuntius im Baltikum.

„Für mich ist zumindest einmal optisch und akustisch wichtig zu sehen, dass Papst Leo einfach einige Akzente gesetzt hat, die nicht neu sind, die aber in den letzten Jahren völlig unter den Tisch gefallen sind“, betonte Gänswein gegenüber EWTN News.

Außerdem habe Leo „eine klare Linie“, auch was „die Verkündigung betrifft. Wenn man seine Katechesen oder die Predigten nachliest, kann man spüren, dass hier ein Mann tätig ist, der das auch aus dem augustinischen Geist heraus lebt und verkündet.“

Der Pontifex zitiere „sehr viel“ den heiligen Augustinus. Leo sei somit „ein Geist, ein Mann, der aus dem Geist seines Ordens Vaters lebt und der nun in der Aufgabe des Bischofs von Rom, des Obersten Hirten der Kirche, weltweit die erste Rolle spielt und tatsächlich das Wort Gottes freudig und überzeugend verkündet“.

Quelle: CNA, R. Gehrig, EWTN

 

Mittwoch, 21. Januar 2026

Christliche Tradition

 die Basilika des Hl. Nikolaus in Bari

              

Segnung der Lämmer am Fest der Hl. Agnes

 

Päpstliche Katechese

bei der Generalaudienz im Wortlaut- veröffentlicht von S. Kritzenberger.                                                Hier geht´s zum Original: klicken

Liebe Brüder und Schwestern, guten Tag und herzlich willkommen!

"Wir setzen unsere Katechese zur dogmatischen Konstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils Dei Verbum, über die göttliche
Offenbarung fort. Wir haben gesehen, dass Gott sich offenbart in einem Dialog des Bundes, in dem er zu uns spricht wie zu Freunden. Es handelt sich also um eine auf Vertrautheit beruhende Beziehung, die nicht nur Ideen vermittelt, sondern eine Geschichte teilt und zur Gemeinschaft in der Gegenseitigkeit aufruft. Die Erfüllung dieser Offenbarung vollzieht sich in einer historischen und persönlichen Begegnung, in der Gott sich uns schenkt, indem er sich gegenwärtig macht, und wir entdecken, dass wir in unserer tiefsten Wahrheit erkannt werden. Das ist es, was in Jesus Christus geschehen ist. So kann das Konzilsdokument ja auch feststellen: „Die Tiefe der durch diese Offenbarung über Gott und über das Heil des Menschen erschlossenen Wahrheit leuchtet uns auf in Christus, der zugleich der Mittler und die Fülle der ganzen Offenbarung ist“ (DV, 2).

Jesus offenbart uns den Vater, indem er uns in seine Beziehung zu ihm einbezieht. Durch den Sohn, den Gottvater gesandt hat, „haben die Menschen im Heiligen Geist Zugang zum Vater und werden der göttlichen Natur teilhaftig“ (ebd.). Wir gelangen also zur vollen Erkenntnis Gottes, indem wir durch das Wirken des Heiligen Geistes in die Beziehung des Sohnes zu seinem Vater eintreten. Das bezeugt zum Beispiel der Evangelist Lukas, wenn er uns vom Jubelruf des Herrn berichtet: „In dieser Stunde rief Jesus, vom Heiligen Geist erfüllt, voll Freude aus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du das vor den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen. Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden; niemand erkennt, wer der Sohn ist, nur der Vater, und niemand erkennt, wer der Vater ist, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will“ (Lk 10,21-22).

Dank Jesus erkennen wir Gott so, wie er uns erkannt hat (vgl. Gal 4,9; 1Kor 13,13). Denn in Christus hat sich Gott uns mitgeteilt und uns zugleich unsere wahre Identität als Kinder offenbart, die nach dem Bild des Wortes geschaffen sind. Dieses „ewige Wort ist das Licht aller Menschen“ (DV, 4) und offenbart ihnen ihre Wahrheit im Blick des Vaters: „Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten“ (Mt 6,4.6.8), sagt Jesus; und fügt hinzu, dass „der Vater weiß, dass ihr das alles braucht“ (vgl. Mt 6,32). Jesus Christus ist der Ort, an dem wir die Wahrheit Gottes, des Vaters, erkennen, während wir entdecken, dass wir von ihm als Kinder im Sohn erkannt werden und zu einem Leben in Fülle berufen sind. Wie der heilige Paulus schreibt: „Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn […], damit wir die Sohnschaft erlangen. Weil ihr aber Söhne seid, sandte Gott den Geist seines Sohnes in unsere Herzen, den Geist, der ruft: ‚Abba! Vater!‘“ (Gal 4,4-6).

Schließlich offenbart Jesus Christus den Vater durch sein eigenes Menschsein. Gerade weil er das fleischgewordene Wort ist, das unter den Menschen wohnt, offenbart uns Jesus Gott durch sein eigenes, ganzes und wahres Menschsein. So sagt uns das Konzil: „Wer ihn sieht, sieht auch den Vater (vgl. Joh 14,9). Er ist es, der durch sein ganzes Dasein und seine ganze Erscheinung, durch Worte und Werke, durch Zeichen und Wunder, vor allem aber durch seinen Tod und seine herrliche Auferstehung von den Toten, schließlich durch die Sendung des Geistes der Wahrheit die Offenbarung erfüllt und abschließt“ (DV, 4). Um Gott in Christus zu erkennen, müssen wir sein ganzes Menschsein annehmen: Die Wahrheit Gottes offenbart sich nicht vollständig, wenn man etwas vom Menschsein wegnimmt, so wie die Ganzheit des Menschseins Jesu die Fülle der göttlichen Gabe nicht mindert. Es ist das ganze Menschsein Jesu, das uns die Wahrheit des Vaters verkündet (vgl. Joh 1,18).

Was uns rettet und zusammenruft, sind nicht nur der Tod und die Auferstehung Jesu; es ist seine Person selbst: der Herr, der Mensch wird, der geboren wird, heilt und lehrt, der leidet, stirbt und aufersteht – und in unserer Mitte bleibt. Um die Größe der Menschwerdung zu würdigen, reicht es daher nicht aus, Jesus als Übermittler intellektueller Wahrheiten zu betrachten. Wenn Jesus einen wahren Leib hat, dann geschieht die Übermittlung der Wahrheit Gottes in diesem Leib, mit seiner Art und Weise, die Wirklichkeit wahrzunehmen und zu empfinden, mit seiner Art, in der Welt zu sein und in ihr zu wirken. Jesus selbst lädt uns ein, die Wirklichkeit mit seinen Augen zu sehen: „Seht euch die Vögel des Himmels an“, sagt er, „sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen; euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?“ (Mt 6,26).

Brüder und Schwestern, wenn wir dem Weg Jesu bis zum Ende folgen, gelangen wir zu der Gewissheit, dass uns nichts von der Liebe Gottes trennen kann: „Ist Gott für uns, wer ist dann gegen uns?“, schreibt Paulus. „Er hat seinen eigenen Sohn nicht verschont […] –, wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?“ (Röm 8,31-32). Dank Jesus erkennt der Christ Gott, den Vater, und gibt sich voller Zuversicht in seine Hand."

Quelle: S. Kritzenberger, vaticannews

Generalaudienz

 in der Audienzhalle

             

Dienstag, 20. Januar 2026

Fundstück

Diane Substack hat für Substack Kardinal Arthur Roche zum Liturgiebericht interviewt, den dieser beim Konsistorium vorgelegt hat. Hier geht´s zum Original:  klicken

"BISCHOF ATHANASIUS SCHNEIDER: DER LITURGIEBERICHT VON KARDINAL ROCHE IST "MANIPULATIV" UND VERZERRT DIE GESCHICHTE"

Bischof Athanasius Schneider hat einen kürzlich von Kardinal Arthur Roche erstellten Liturgiebericht scharf kritisiert und erklärt, dieser basiere auf „manipulativer Argumentation“ und „verzerre historische Beweise“.

Der zweiseitige Text des Kardinals – formuliert als „sorgfältige theologische, historische und pastorale Reflexion“ – wurde den Mitgliedern des Heiligen Kollegiums während eines von Papst Leo XIV. einberufenen Konsistoriums am 7. und 8. Januar ausgehändigt. Obwohl er aus Zeitgründen auf der Sitzung nicht formell vorgestellt oder diskutiert wurde, stieß der Bericht nach der Veröffentlichung seines Inhalts in den Medien auf erheblichen Widerstand von Klerus und Gläubigen 

In einer detaillierten Analyse hinterfragt Bischof Schneider sowohl die historischen Annahmen als auch die theologischen Prämissen des Textes. Gestützt auf Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils, päpstliche Lehren und die Aussagen von Gelehrten und Zeitzeugen, die unmittelbar an der nachkonziliaren Liturgiereform beteiligt waren, argumentiert er, dass der Bericht keine unparteiische und sorgfältige Analyse widerspiegelt, sondern vielmehr einen ideologischen Ansatz, der von dem geprägt ist, was er als „starren Klerikalismus“ bezeichnet.

Im Zentrum der Kritik des Bischofs steht die Behauptung, die 1970 eingeführte Liturgiereform stelle einen Bruch mit der organischen Entwicklung des römischen Ritus dar. Bischof Schneider argumentiert, die Messe, die dem Konzil am nächsten kam, sei die Ordo Missae von 1965 gewesen, und die später von Papst Paul VI. promulgierte Form – die Novus Ordo Missae – sei von der ersten Bischofssynode nach dem Konzil 1967 im Wesentlichen abgelehnt worden.

Er bestreitet auch die Interpretation von Pius V. Quo primum durch Kardinal Roche , stellt dessen Behauptung in Frage, die Wiederherstellung der traditionellen römischen Liturgie sei lediglich ein „Zugeständnis“, und widerspricht der Annahme, liturgischer Pluralismus „friere die Spaltung“ innerhalb der Kirche ein.

Für Bischof Schneider erinnert der Bericht von Kardinal Roche an den verzweifelten Kampf einer Gerontokratie, die mit ernsthafter und zunehmend lautstarker Kritik konfrontiert ist – die vor allem von einer jüngeren Generation kommt, deren Stimme diese Gerontokratie durch manipulative Argumente und letztlich durch die Instrumentalisierung von Macht und Autorität zu unterdrücken versucht.

Im anschließenden Interview blickt Seine Exzellenz auch auf das für Ende Juni anberaumte außerordentliche Konsistorium voraus und skizziert Alternativen, die seiner Ansicht nach dazu beitragen könnten, den liturgischen Frieden in der Kirche wiederherzustellen.

Diane Montagna (DM): Exzellenz, wie beurteilen Sie insgesamt das von Kardinal Roche vorbereitete Dokument zur Liturgie, das den Mitgliedern des Heiligen Kollegiums im außerordentlichen Konsistorium zur Prüfung vorgelegt wurde?

Athanasius Schneider (AS): Für jeden unvoreingenommenen und objektiven Beobachter vermittelt das Dokument von Kardinal Roche den Eindruck einer klaren Voreingenommenheit gegenüber dem traditionellen römischen Ritus und dessen gegenwärtiger Verwendung. Es scheint von dem Bestreben getrieben, diese liturgische Form zu verunglimpfen und letztlich aus dem kirchlichen Leben zu verbannen. Der Kardinal scheint entschlossen, dem traditionellen Ritus jeden legitimen Platz in der heutigen Kirche abzusprechen. Ein Bekenntnis zu Objektivität und Unparteilichkeit – gekennzeichnet durch Unvoreingenommenheit und ein echtes Interesse an der Wahrheit – fehlt eklatant. Stattdessen bedient sich das Dokument manipulativer Argumentation und verzerrt sogar historische Belege. Es verfehlt das klassische Prinzip „ sine ira et studio “ – also eine Herangehensweise „ohne Zorn und parteiischen Eifer“.

Der Synodale Weg, Papst Leo und die Römische Kirche

Nico Spuntoni kommentiert bei La Nuova Bussola Quotidiana den angekündigten Rücktritt von Bischof Bätzing und macht sich Gedanken, wie es mit dem "Synodalen Weg" weitergehen könnte.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"BISCHÖFE UND LAIEN GLEICHBERECHTIGT, DIE DEUTSCHE SYNODE WILL ROM ZWINGEN"

Die jüngste Idee der Führung der Deutschen Synode zielt darauf ab, die kirchliche Hierarchie umzugestalten und die Lehre neu zu erfinden und fordert die stille Mißbilligung Roms offen heraus. Jetzt ist es am Hl. Stuhl diesem Spiel, das schon zu lange dauert, ein Ende zu setzen.

Am Samstagmorgen hat der Apostolische Nuntius in Deutschland, Monsignore Nikola Eterović, dem Papst auf dem Schreibtisch der Privatbibliothek des Apostolischen Palastes sein Rücktrittsschreiben überreicht. Heute wird der Diplomat seinen schicksalhaften 75. Geburtstag mit einer gewissen Erleichterung feiern, vielleicht in der Hoffnung, daß Leo XIV. ihn nicht zum Bleiben auffordert. Die deutsche Kirche gleicht in der Tat einem Pulverfass.

Die mit Spannung erwartete Vollversammlung der Bischofskonferenz ist für Februar angesetzt, um ihre Stellungnahme zum Statut der Synodalkonferenz abzugeben, das bereits am 29. November vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken gebilligt wurde. Die am 22. November 2025 in Fulda vom Synodalkomitee gebilligten Statuten etablieren die umstrittene Synodalkonferenz. Diese stellt, „in Kontinuität mit den Zielen des Synodalen Weges und auf Grundlage des Abschlussdokuments der Bischofssynode zur Synodalität“, „Bischöfe und andere Gläubige“ gleich und räumt damit auch bestimmten Laien das Recht ein, „über wichtige Fragen des kirchlichen Lebens von überdiözesaner Relevanz“ zu beraten und Entscheidungen zu treffen.

Kurz gesagt: Die Mehrheit der deutschen Bischöfe und der organisierten Laien hat erneut die Warnung Roms ignoriert, die am 16. Februar 2024 in einem Schreiben an die Bischofskonferenz, das auch vom damaligen Kardinal Robert Prevost unterzeichnet wurde, das Synodalkonzil als unvereinbar mit dem Kirchenrecht ablehnte. Die Statuten der Konferenz, die die Kirche umgestalten und sich gleichzeitig das Recht zur Änderung der Lehre anmaßen will, fordern „Geschlechter- und Generationengleichheit“ sowohl in ihrer Zusammensetzung als auch in ihrem Vorsitz. Die Abwertung der Rolle der Bischöfe in diesem Projekt zeigt sich nicht nur darin, dass sie im Vergleich zu den Laien (oder besser gesagt, bestimmten Laien) in der Minderheit sein werden, sondern auch in der Forderung, dass sie, „wenn sie eine Entscheidung nicht umsetzen können, die Gründe dem Präsidium der Synodalkonferenz unter Wahrung des Datenschutzes und der Privatsphäre darlegen müssen“.

Dieser Schritt widerspricht der Aussage des Heiligen Stuhls vom 21. Juli 2022 zum Synodalen Weg in Deutschland, der „keine Befugnis hat, Bischöfe und Gläubige zur Annahme neuer Verwaltungsmethoden und neuer Ansätze in Lehre und Moral zu verpflichten“. Eine Lektüre des Statuts, das in Kürze von der Bischofskonferenz verabschiedet werden soll, scheint jedoch genau dies zu bestätigen. Rom missbilligt dies stillschweigend, und Leo XIV., der mit dem Dossier aus seiner Zeit als Präfekt des Dikasteriums der Bischöfe vertraut ist, erkennt die Dramatik der Situation.

Das Problem ist, dass die Deutschen offenbar zu weit gegangen sind.Und dass es eines entschlossenen Vorgehens bedarf, um den bereits laufenden Prozess zu stoppen. Die in Deutschland vom Weg initiierte, dem Komitee übermittelte und nun der Konferenz vorgelegte Synodalagenda zielt offen darauf ab, die katholische Lehre zu missachten. Im theologischen Bereich wird die Demokratisierung der Kirche durch die Gleichsetzung von Ordensleuten und Laien, die Infragestellung des kirchlichen Zölibats und die Förderung der Frauenordination vorangetrieben. Im moralischen Bereich wurde das symbolträchtige Dokument dieser Zeit wenige Tage nach dem Tod von Papst Franziskus von der gemeinsamen Konferenz der Bischofskonferenz und des Zentralkomitees veröffentlicht. Es handelt sich um eine Sammlung liturgischer Richtlinien für die Segnung von Partnerschaften jeglicher Art. Im anthropologischen Bereich nahm die Veröffentlichung der Richtlinien der Bildungskommission der Bischofskonferenz im vergangenen Oktober, die de facto die Genderideologie integrierten, dieselbe symbolische Funktion an.

Kürzlich  veröffentlichte die „Tagespost“ , die führende Zeitschrift im Kampf für die ewigen Lehren der katholischen Kirche, eine Umfrage, die zeigt, dass sich die Mehrheit der deutschen Katholiken durch den Synodalen Weg nicht vertreten fühlt. Diese Minderheit läuft jedoch Gefahr, sich der Mehrheit durch komplizierte Entscheidungsprozesse aufzuzwingen, die darauf abzielen, eine Laienelite zu begünstigen . Angesichts all dessen ist es nun an Rom, diesem viel zu lange andauernden Spiel ein Ende zu setzen. Geschieht dies nicht, werden die drei Bischöfe Rudolf Voderholzer, Stefan Oster und Rainer Maria Woelki die ersten sein, die darunter leiden, da sie im Namen der Treue zum Heiligen Stuhl seit Jahren wegen ihrer Opposition gegen die Agenda des Synodalen Weges angegriffen werden."

Quelle: N. Spuntoni, LNVQ

Montag, 19. Januar 2026

Der Papst ist zurück im Apostolischen Palast

wie u.a. Rorate Caeli berichtet, ist das lange Exil vorbei und der Hl. Vater ist in das traditionelle von den Päpsten bewohnte Apartamento im Apostolischen Palast bezogen. 

Das Licht brennt wieder....


Der Synodale Weg - das Danaer-Geschenk, das Papst Leo von seinem Vorgänger geerbt hat

Nico Spuntoni kommentiert bei Messa in Latino die Gefahren, die vom deutschen "Synodalen Weg" für die Kirche ausgehen - und beleuchtet die Rolle, die Papst Leo XIV dabei spielen muß,                 Hier geht´s zum Original  klicken

"DAS BERLINER SCHISMA, LEOS ROLLE. DER DEUTSCHE NUNTIUS BEIM PAPST.  RATZINGERS UNVERÖFFENTLICHTER BRIEF AN KARDINAL MARX: BESORGT" 

Das brennendste Problem, das Leo XIV. von Franziskus geerbt hat, betrifft die deutsche Kirche. Das Heilige Jahr und das Konklave konnten den von Kardinal Gerhard Müller so genannten „Protestantisierungsprozess“ der katholischen Kirche in Deutschland nicht aufhalten. Und während Rom angesichts der fortschreitenden Entwicklungen jenseits des Rheins bisher gezögert hat, holen es die drängenden Probleme nun ein. In den nächsten Stunden wird der Papst Monsignore Nikola Eterovic, den Apostolischen Nuntius in Berlin, empfangen. Es ist unvermeidlich, dass die bevorstehende Abstimmung der Deutschen Bischofskonferenz über die Satzung der Synodalkonferenz das Gespräch dominieren wird.

Dieses Vorhaben wurde bereits vom einflussreichen Zentralkomitee der deutschen Katholiken gebilligt.

Dadurch wird ein ständiges Gremium geschaffen, in dem die Laien den Bischöfen gleichgestellt sind. Diese Synodalkonferenz wird über Entscheidungsbefugnis verfügen und Lehränderungen per Mehrheitsbeschluss einführen können, wobei diejenigen, die anderer Meinung sind, eine öffentliche Begründung abgeben müssen. Darüber hinaus wird die Konferenz die Finanzverwaltung der sehr vermögenden deutschen Kirche übernehmen.

Alles, was der Heilige Stuhl befürchtet hatte, trat 2019 ein, als in Deutschland der umstrittene Synodale Weg begann und der damalige Präfekt des Dikasteriums für Bischöfe, Monsignore Filippo Iannone, an den damaligen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, schrieb, um zu warnen, dass Themen wie die Ordination von Frauen, die Gewaltenteilung zwischen Laien und Klerus und der priesterliche Zölibat „nicht die Kirche in Deutschland, sondern die Gesamtkirche betreffen und, mit wenigen Ausnahmen, nicht Gegenstand von Beratungen oder Entscheidungen einer Teilkirche sein können“.

In den letzten Jahren haben die deutschen Bischöfe die Warnungen Roms wiederholt ignoriert. Ihr Ziel scheint jedoch weiter zu gehen und eine Art „Ansteckung“ der deutschen Kirche in der übrigen Kirche auszulösen. Dies zeigt sich im jüngsten vatikanischen Konsistorium, in dem Kardinal Marx, wie wir enthüllen können, seine Hoffnung auf die baldige Einführung des Diakonats für Frauen zum Ausdruck brachte. Der Kardinal ist der Architekt des deutschen Synodalprozesses und hat seine Führungsrolle auch nach seiner Ablösung als Vorsitzender der Bischofskonferenz beibehalten. Heute kann Il Giornale eine beispiellose Episode um Marx enthüllen: Im Jahr 2021 sprach Benedikt XVI. mit seinem Nachfolger als Erzbischof von München und Freising, um seine „große Besorgnis“ über den Synodalprozess in Deutschland auszudrücken. Vatikanische Quellen bestätigen, dass Ratzinger in den letzten Jahren der von der deutschen Kirche eingeschlagenen Richtung sehr skeptisch gegenüberstand und überzeugt war, dass „dieser Weg Schaden anrichten und ein böses Ende nehmen wird, wenn er nicht gestoppt wird“. Marx ignorierte den Appell des emeritierten Papstes, der wenige Monate später in seiner Heimat aufgrund eines vom Erzbistum München in Auftrag gegebenen Berichts über Missstände stark diskreditiert wurde, ohne dass sein Nachfolger im Amt ihn verteidigte.

Nun ist Leo XIV. an der Reihe. Unterstützung erhält er durch den Bericht von Kardinal Mario Grech an das Konsistorium, in dem es heißt: „Es obliegt stets dem Bischof von Rom, den synodalen Prozess gegebenenfalls auszusetzen.“

Prevost teilt die Bedenken Benedikts XVI., aber wenn er nicht die Kraft hat, Nein zur vorgeschlagenen Synodalkonferenz zu sagen, besteht die Gefahr, dass die deutsche Lawine zu einer Lawine namens Schisma für die gesamte Kirche werden könnte."

Quelle: N. Spuntoni, MiL

Der "synodale Weg" a never ending story?

In seinem heutigen Montags-kick setzt sich Peter Winnemöller bei kathnet mit dem nicht ganz neuen Problem des "Synodalen Weges" auseinander.  Hier geht´s zum Original: klicken

Unter dem Titel: 

"SYNODALER WEG FÜHRTE ZU STREIT UND VERWERFUNG "

beginnt der Montagskick so - ZITAT

"Ein Ende des Dramas ist nicht zu erwarten. Dennoch ist die letzte Synodalversammlung ein Grund für ein schonungsloses Fazit. Der Synodale Weg hat unsere schlimmsten Erwartungen übertroffen. Der Montagskick von Peter Winnemöller

"Es geht nun mit Siebenmeilenstiefeln auf den letzten Akt des Synodalen Weges vom 29. bis 31. Januar zu. Alle Hoffnungen jedoch, dass der Spuk ein Ende findet, sind jedoch leider nicht hilfreich. Denn eines ist inzwischen gewiss: Der Synodale Weg mit seinen doktrinellen und rechtlichen Verwerfungen ist tief in den Ordinariaten der Bistümer verankert. Egal, was Rom sagt oder tut, dort geht man den Weg einfach weiter. Was die Kirche lehrt, interessiert dort längst nur noch am Rande. Die Agenda des Zeitgeistes ist tief in die Kirchenleitungen eingedrungen. Man äußert sich integrativ, divers und einladend. Es geht schon lange nicht mehr um Wahrheiten oder um das Seelenheil der Menschen. Das einzige Bestreben ist, die Lehre und die Verkündigung so weit zu verflachen, dass man die Kirchensteuerzahler bei der Stange behält." (...)

Quelle: P. Winnemöller, kathnet

Brüderliche Hilfe in der Not

Wie vaticannews berichtet, hat die Pfarrei in Adamuz, dem Ort des verheerenden Zugunglücks in Spanien, ihre Pforten geöffnet, um Opfern und Helfern Beistand zu leisten.                                                    Hier geht´s zum Original:  klicken

"SPANIEN: PFARREI ADAMUZ ÖFFENT NACH DEM ZUGUNGLÜCK IHRE TÜREN"

Nach dem schweren Eisenbahnunglück, das am Sonntagabend die spanische Provinz Córdoba erschütterte, ruft der kleine Ort Adamuz zu Solidarität auf. Während Rettungsteams noch immer vor Ort im Einsatz sind, hat die örtliche Pfarrei San Andrés de Adamuz ihre Gebäude in ein provisorisches Versorgungszentrum verwandelt, um Überlebenden und Angehörigen in der schwersten Stunde beizustehen.

Das Unglück ereignete sich an diesem Sonntag, als zwei Hochgeschwindigkeitszüge entgleisten. Ein aus Málaga kommender Iryo-Zug sprang aus den Schienen und geriet auf das Gleis der Gegenrichtung, wo er mit einem Zug nach Huelva kollidierte. Die Behörden bestätigten bislang mindestens 39 Todesopfer, darunter einer der Lokführer, sowie über 70 Verletzte.

„Alles Verfügbare bereitgestellt“

Unmittelbar nach Bekanntwerden der Katastrophe reagierte Pfarrer Rafael Prados Godoy. Er öffnete nicht nur die Kirche, sondern stellte sämtliche Gemeinderäume für die Verteilung von Lebensmitteln und Hilfsgütern zur Verfügung. „Personal und Ressourcen stehen bereit, um im Rahmen des Möglichen Unterstützung zu leisten“, teilte der Pfarrer den staatlichen Behörden mit.

In der Nacht blieb die Kirche San Andrés durchgehend geöffnet. Gemeindemitglieder eilten herbei, um Heizungen einzuschalten und die Ankunft von Betroffenen vorzubereiten. Ein Teil der Gläubigen öffnete zudem das Vereinshaus des Chores „Virgen del Sol“, um dort heiße Getränke und Sandwiches auszugeben. „Alle Lebensmittelspenden der Caritas wurden dorthin gebracht“, erklärte der Pfarrer.

Gebete für Opfer und Angehörige

Auch die kirchliche Hierarchie zeigte sich tief betroffen. Der Bischof von Córdoba, Jesús Fernández, nahm sofort Kontakt zum Pfarrer von Adamuz und den Regierungsvertretern auf, um sein Beileid und seine Unterstützung zu bekunden.

In den sozialen Netzwerken drückte zudem der Bischof von Málaga, José Antonio Satué, seinen Schmerz aus: „Wir beten für die ewige Ruhe der Opfer, für die baldige Genesung der Verletzten und für ihre Familien.“

Komplette Streckensperrung

Der Vorfall hat massive Auswirkungen auf den spanischen Fernverkehr. Die staatliche Infrastrukturbehörde Adif setzte alle Hochgeschwindigkeitsverbindungen zwischen Madrid und Andalusien auf unbestimmte Zeit aus. Während die Ermittlungen zur Ursache der ersten Entgleisung laufen, bleibt der Ort Adamuz das Zentrum der zivilen und kirchlichen Nothilfe.

Die Einwohner des Ortes setzen ihre Arbeit an diesem Montag fort und nehmen weiterhin Passagiere auf, die mit Bussen von der Unfallstelle in die städtischen und kirchlichen Notunterkünfte transportiert werden."

Quelle: vaticannews

Der lange Übergang zwischen den Pontifikaten

In seiner heutigen Kolumne für Monday at the Vatican befaßt sich A. Gagliarducci mit der Übergangsphase vom vergangenen zum aktuellen Pontifikat und dem persönlichen Tempo, das Papst Leo XIV dabei wählt.  Hier geht´s zum Original:  klicken

                    LEO XIV, DER LANGE ÜBERGANG

Die Entscheidung Papst Leos XIV., die Feier der Missa in coena Domini – der Messe vom Letzten Abendmahl am Gründonnerstag – in seine Lateranbasilika zurückzubringen, ist ein weiterer Schritt in den Bemühungen des neuen Papstes, traditionelle päpstliche Gebräuche wiederherzustellen.

Durch die Wiedereinführung dieser und anderer Praktiken festigt Leo XIV. die Verbindung des Papstes zum Bistum Rom, ein Band, das unter Papst Franziskus als geschwächt wahrgenommen wurde.

Wichtig ist, dass Leos XIV. Handeln keine direkte Ablehnung von Papst Franziskus darstellt, sondern eine bewusste Rückkehr zur Tradition. Indem er Kontroversen vermeidet, stärkt Leo XIV. die Kontinuität, indem er die Initiativen seines Vorgängers würdigt, auch wenn er die Kirche zu etablierten Normen zurückführt.

Leos XIV. Entscheidungen, wie das Tragen traditioneller päpstlicher Gewänder, unterstreichen seine Ablehnung des Sonderstatus und sein Engagement für die Wiederherstellung der Tradition. Diese Handlungen betonen seine Absicht, der Kirche durch die Bewahrung altehrwürdiger Symbole und Praktiken zu dienen.

Die Frage der Verbindung zu Rom war von entscheidender Bedeutung.

Leo XIV. stellte zunächst den zentralen Teil des Bistums Rom wieder her, der von Franziskus juristisch aufgelöst worden war, weil dieser nicht wollte, dass ein Teil wichtiger als die anderen erschien.

Nun hat Leo beschlossen, die Feier des Gründonnerstags im Lateran wieder aufzunehmen – ein Brauch, den Franziskus während seiner Zeit in Buenos Aires zugunsten seiner eigenen Praxis aufgegeben hatte, wo er den Gründonnerstag für Gefängnisinsassen feierte.

Wenn Leo XIV. in den Apostolischen Palast zurückkehrt, wird die Bindung zu Rom weiter gestärkt.

Es ist wichtig zu verstehen, dass die Römer es lieben, das Licht in den päpstlichen Gemächern über dem Petersplatz brennen zu sehen, und sie schlendern oft auf dem Platz darunter, um sich dem Papst nahe zu fühlen.

All das verschwand während des Pontifikats von Papst Franziskus, wird aber mit Leo XIV. zurückkehren.

Sonntag, 18. Januar 2026

"Gott braucht keine Spezialeffekte"

 Vaticannews veröffentlicht den Wortluat der Katechese des Papstes beim heutigen Angelus.-GEbet auf dem OPetersplatz. Hier geht´s zum Wortlaut:  klicken

          "PAPST LEO BEIM ANGELUS AM 18.1.2026"

Das heutige Evangelium (vgl. Joh 1,29-34) berichtet uns von Johannes dem Täufer, der in Jesus das Lamm Gottes, den Messias, erkennt: »Seht, das Lamm Gottes«, sagt er, »das die Sünde der Welt hinwegnimmt« (V. 29). Und er fügt hinzu: »Ich bin gekommen und taufe mit Wasser, damit er Israel offenbart wird« (V. 31).

Johannes erkennt in Jesus den Erlöser, er kündet von seiner Gottheit und seiner Sendung zum Volk Israel und tritt dann, nachdem er seine Aufgabe erfüllt hat, beiseite, wie diese seine Worte bezeugen: »Nach mir kommt ein Mann, der mir voraus ist, weil er vor mir war« (V. 30).

Der Täufer ist ein Mann, der von den Massen sehr geliebt wird, so sehr, dass er von den Autoritäten in Jerusalem gefürchtet wird (vgl. Joh 1,19). Es wäre für ihn leicht gewesen, diesen Ruhm für sich zu nutzen, doch er gibt der Versuchung des Erfolgs und der Beliebtheit in keiner Weise nach. Jesus gegenüber erkennt er seine eigene Niedrigkeit und gibt dessen Größe Raum. Er weiß, dass er gesandt wurde, dem Herrn den Weg zu bereiten (Mk 1,3; vgl. Jes 40,3), und als der Herr kommt, erkennt er mit Freude und Demut dessen Gegenwart und zieht sich zurück.

Wie wichtig ist sein Zeugnis für uns heute! Tatsächlich wird der Anerkennung, der Zustimmung, der Sichtbarkeit oft eine übermäßige Bedeutung beigemessen, die die Ideen, das Verhalten und die Stimmungen der Menschen beeinflusst, Leiden und Spaltungen verursacht und zu kurzlebigen, enttäuschenden und einengenden Lebens- und Beziehungsstilen führt. In Wirklichkeit brauchen wir solchen „Glücks-Ersatz“ nicht. Unsere Freude und unsere Größe beruhen nicht auf vergänglichen Illusionen von Erfolg und Ruhm, sondern darauf, dass wir uns von unserem Vater im Himmel geliebt und gewollt wissen.

Von dieser Liebe spricht Jesus zu uns: von jener Liebe eines Gottes, der auch heute noch zu uns kommt, nicht um uns mit Spezialeffekten zu beeindrucken, sondern um unsere Mühen zu teilen, unsere Lasten auf sich zu nehmen und uns so zu offenbaren, wer wir wirklich sind und wie viel wir in seinen Augen wert sind.

Meine Lieben, seien wir nicht abgelenkt, wenn er vorüberzieht. Verschwenden wir keine Zeit und Energie damit, dem nachzujagen, was nur Schein ist. Lernen wir von Johannes dem Täufer, unseren Geist wachsam zu erhalten, die einfachen Dinge und aufrichtigen Worte zu schätzen, in Bescheidenheit und Tiefgründigkeit des Geistes und des Herzens zu leben, uns mit dem Notwendigen zufrieden zu geben und möglichst jeden Tag einen besonderen Moment zu finden, in dem wir still innehalten können, um zu beten, nachzudenken, zuzuhören, kurz gesagt, um „in die Wüste zu gehen”, um dem Herrn zu begegnen und mit ihm zu sein.

Die Jungfrau Maria, unser Vorbild in der Einfachheit, der Weisheit und der Demut, möge uns dabei helfen."

Quelle: vaticannews


Angelus

 auf dem Petersplatz

             

In illo tempore...

In seinem heutigen Beitrag zur Bedeutung der Liturgie der Sonntage im Kirchenjahr befaßt sich Fr. John Zuhlsdorf bei OnePeterFive mit der Ausstrahlung des Hochfestes Epiphanias auf diese Zeit. Hier geht´s zum Original: klicken

IN ILLO TEMPORE - ZWEITER SONNTAG NACH EPIPHANIAS

Wir befinden uns mitten in der Epiphaniaszeit, jener kurzen, aber bedeutungsvollen Phase des Kirchenjahres, die uns vom Hochfest selbst bis zum Beginn des Septuagesima-Festes führt. Selbst mit fortschreitendem Kalender bleibt eine starke Anziehungskraft zum Epiphaniasfest bestehen, als ob die Kirche, die die Offenbarung der Herrlichkeit Christi einmal gesehen hat, sich nicht so leicht abwenden kann. Der zweite Sonntag nach Epiphanias steht in diesem Spannungsfeld. Er ist kein isolierter Sonntag, sondern einer, der noch immer mit dem Licht des 6. Januars in Resonanz steht – einem Datum, das, wie wiederholt werden muss, unabhängig von späteren Verschiebungen und Anpassungen immer Epiphanias war.

Epiphanias besaß einst eine eigene Oktav, die leider 1955 abgeschafft wurde. Der Oktavtag, stets der 13. Januar, ist im Vetus-Ordo-Kalender als Gedenktag der Taufe des Herrn erhalten geblieben. Diese Platzierung ist kein Zufall. Am Jordan, als Christus sich der Taufe des Johannes unterzog, öffnete sich der Himmel, und die Stimme des Vaters verkündete ihn als den geliebten Sohn. Die Taufe ist daher eine Theophanie, eine Offenbarung der Göttlichkeit, ebenso wie die Anbetung der Heiligen Drei Könige, deren Gaben Gold, Weihrauch und Myrrhe die Identität des Kindes, das sie anbeteten, bekannten. Die Liturgie, mit ihrem Sinn für theologische Symmetrie, hat stets erkannt, dass diese Ereignisse zusammengehören.

Am zweiten Sonntag nach Epiphanias legt uns das Evangelium die Geschichte der Hochzeit zu Kana vor Augen, wo der Herr sein erstes öffentliches Wunder wirkte und Wasser in Wein verwandelte. Auch hier offenbart sich seine göttliche Identität durch ein Zeichen, das das himmlische Festmahl ankündigt ( vgl . Jes 25,6). Epiphanias, die Taufe und Kana sind somit eng miteinander verbunden, wie Magnetsteine, die mit derselben Kraft aufgeladen sind. Die frühe Kirche brachte diese Einheit in der Magnificat-Antiphon, die in der Vesper am Epiphaniasfest und der früheren Oktav gesungen wurde, ausdrücklich zum Ausdruck.

    Tribus miráculis ornátum dasm sanctum cólimus: die heilige Magus duxit ad praesépium: die vinum ex aqua factum est ad núptias: hódie in Iordáne a Ioánne Christus baptizári vóluit, ut salváret nos, allelúia .  

Wir verehren diesen heiligen Tag, der mit drei Wundern geschmückt ist: Heute führte ein Stern die Heiligen Drei Könige zur Krippe; heute wurde bei der Hochzeit Wasser zu Wein; heute wünschte Christus zu unserem Heil, von Johannes im Jordan getauft zu werden. Halleluja

Die Heilige Kirche, die wusste, dass ein einziger Tag nicht ausreicht, um ein so großes Geheimnis wie die Offenbarung des Sohnes Gottes zu betrachten, entfaltet diese Ereignisse in einer Reihe zusammenhängender Feste. Diese Abfolge bleibt im Novus Ordo erhalten, ist jedoch durch die Verlegung des Epiphaniasfestes auf einen Sonntag, die Verkürzung der Weihnachtszeit und die abrupte Ersetzung der Epiphaniaszeit durch die sogenannte Zeit im Jahreskreis stark verschleiert. Die Hochzeit zu Kana erscheint nur im Lesejahr C des modernen Lektionars, losgelöst von ihren liturgischen Begleitern. Es herrscht ein unbestreitbares Gefühl der Zersplitterung, eine sterile und klinische Atmosphäre, in der der organische Rhythmus der heiligen Zeit verflacht wurde. Joseph Ratzinger analysierte dieses Problem treffend in „ Das Fest des Glaubens“.

„Eine der Schwächen der nachkonziliaren Liturgiereform lässt sich zweifellos auf die theoretische Vorgehensweise von Akademikern zurückführen, die Dinge zu Papier brachten, die in Wirklichkeit jahrelanges organisches Wachstum voraussetzten. Das eklatanteste Beispiel hierfür ist die Kalenderreform: Die Verantwortlichen erkannten schlichtweg nicht, wie sehr die verschiedenen Jahresfeste das Zeitverständnis der Christen beeinflusst hatten […] sie ignorierten ein grundlegendes Gesetz des religiösen Lebens.“

Während die Epiphaniaszeit in grünen Gewändern begangen wird, rücken wir näher an einen weiteren Meilenstein heran, der tragischerweise aus dem nachkonziliaren Kalender gestrichen wurde: die Septuagesima und die Zeit vor der Fastenzeit. Ob diese Abschaffung tatsächlich dem Wohl der Gläubigen diente, bleibt eine offene Frage, insbesondere im Hinblick auf Sacrosanctum Concilium 23, wo es heißt: „Es darf keine Neuerungen geben, es sei denn, das Wohl der Kirche erfordert sie wahrhaftig und unzweifelhaft; und es muss darauf geachtet werden, dass alle neu eingeführten Formen in gewisser Weise organisch aus bereits bestehenden Formen hervorgehen.“ Die Streichung der Epiphania-Oktav und der Zeit vor der Fastenzeit wirft ernsthafte Fragen nach der Treue zu diesen Prinzipien auf.

Samstag, 17. Januar 2026

Segnung der Tiere am Tag des Hl. Antonius

 

            

Über die Rolle der Tiere in Lehre und Leben der Kirche

 Amedeo Lomonaco hat am heutigen Gedenktag des Hl. Antonius bei vaticannews einen Beitrag über die Rolle der Tiere im Kirchenleben und im Denken der Päpste veröffentlicht.                                     Hier geht´s zum Original:klicken

                                            Heiliger Antonius bitte für uns! 

"VON DER ARCHE BIS ZUR FRIEDENSTAUBE: DOE TIERWELT IN DEN ÜBERLEGUNGEN DER PÄPSTE"

Am Gedenktag des heiligen Antonius (17. Januar), dem Schutzpatron der Tiere, rückt die Kirche die „Mitgeschöpfe der Menschen“ in den Fokus. Während weltweit Ställe gesegnet und Haustiere zu den Kirchen gebracht werden, lohnt ein Blick in die Archive: Die Päpste haben immer wieder die tiefe Verbindung zwischen Mensch, Tier und Schöpfung betont.

Traditionell wird der heilige Antonius mit einem Schwein und einer Glocke dargestellt – ein Erbe des Antoniterordens, der Schweinefett zur Heilung des „Antoniusfeuers“ nutzte. Doch die theologische Bedeutung der Tiere geht weit über die Ikonographie hinaus. Sie bevölkern die Heilige Schrift und dienen den Pontifizes als Brücke, um komplexe Wahrheiten über den Glauben und das Leben zu erklären.

Der Bund mit allen Lebewesen

Johannes Paul II. erinnerte 1988 an den Kern der Genesis: Gott schließt seinen Bund nicht nur mit den Menschen, sondern mit „jedem lebenden Wesen [...] den Vögeln, dem Vieh und den wilden Tieren“. Die Arche Noah wird so zum Symbol für Gottes Gegenwart inmitten seines Volkes und für die Rettung der gesamten Schöpfung vor der "Sintflut der Sünde“.

Bewusstsein und Leid: Die Reflexion von Leo XIV.

In einer Generalaudienz am 10. Dezember 2025 schlug Papst Leo XIV. eine Brücke zur menschlichen Existenzangst. Er stellte fest, dass nur der Mensch um seine Sterblichkeit wisse. „Tiere leiden gewiss und merken, dass der Tod naht, aber sie wissen nicht, dass der Tod Teil ihres Schicksals ist“, so der Pontifex. Dieses Bewusstsein mache den Menschen zu einem „paradoxen Geschöpf“, das sich im Gegensatz zum Tier nach einem Sinn hinter dem Ende frage.

Schafe unter Wölfen: Die Sanftmut bei Franziskus

Papst Franziskus nutzte das Bild des Lammes, um die christliche Mission zu beschreiben. In seiner Katechese vom 15. Februar 2023 betonte er, dass Jesus seine Jünger als „Schafe mitten unter Wölfe“ sende. Er fordere nicht, dass wir lernen, wie Wölfe zu kämpfen oder durch Prestige und Macht zu siegen. „Wenn du kein Schaf sein willst, wird dich der Herr nicht vor den Wölfen verteidigen“, mahnte Franziskus. Es gehe um Demut, Unschuld und die Bereitschaft zum Opfer – Eigenschaften, die das Lamm symbolisiert.


Das unschuldige Lamm und der Sieg über die Schlange

Die Verbindung zwischen dem Lamm und dem Leiden Christi zog bereits Paul VI. im Jahr 1970 beim Kreuzweg am Kolosseum. Das „unschuldige Leiden“ bleibe ein Geheimnis, doch im „wahren Unschuldigen“ am Kreuz finde der Mensch Trost. Jesus sei das Lamm Gottes, das sich demütig zur Schlachtbank führen ließ.


                                                              Jesus als Guter Hirte


Im krassen Gegensatz dazu steht die Schlange, das erste Tier der Genesis und Symbol der Sünde. Pius XII. betonte 1953 die Rolle Mariens als Überwinderin dieser Gefahr: „Ohne jeden Makel hat Maria den Kopf der Versucher-Schlange zertreten. Wo Maria ist, flieht der Dämon; so wie die Dunkelheit verschwindet, wenn die Sonne aufgeht.“

Symbole der Hoffnung: Taube und Esel

Schließlich bleibt die Taube mit dem Olivenzweig das universale Symbol des Friedens. Benedikt XVI. erläuterte 2010 in der Chrisammesse, dass nicht nur die Taube, sondern auch das Öl selbst Zeichen des neuen Friedens Gottes mit der Welt seien. Christen der ersten Jahrhunderte schmückten Gräber mit Olivenzweigen als Zeichen, dass der Verstorbene im Frieden Christi ruht.


Dieser Friede zeigt sich auch beim Einzug Jesu in Jerusalem: Er reitet nicht auf einem stolzen Pferd, sondern auf einem demütigen Esel. Er ist der „König des Friedens“, der sich wie ein guter Hirte auch das verlorene Schaf auf die Schultern lädt. Die Botschaft der Päpste ist klar: In jedem Tier spiegelt sich ein Teil der Sorge Gottes wider, der uns sucht, wenn wir uns verlieren:"


Quelle: A. Lomonaco, vaticannews

Einladung für Papst Leo XIV Mexiko zu besuchen

Victoria Cardiel berichtet bei ewtn-news über das Treffen Papst Leos mit dem Primas von Mexiko, Kardinal-Erzbischof Aguilar, bei dem der Pontifex zu einem Besuch Mexikos eingeladen wurde-        Hier geht´s zum Original:  klicken 

"DER MEXIKANISCHE KARDINAL AGUILAR: PAPST LEO XIV WÜRDE GERN "BALD" MEXIKO BESUCHEN"

Bei einem Treffen mit dem Primas cvon Mexiko, Kardinal Erzbischof Carlos Aguilar hat Papst Leo XIV den Wunsch gäußert, Mexiko zu besuchen und sein Pontifikat Unserer Lieben Frau von Guadalupe anzuvertrauen. 

Der Primas von Mexiko, Erzbischof Kardinal Carlos Aguilar Retes hat Papst Leo XIV eigeladen, das Land zu besuchen. Der Kardinal hat diese EInladung am 14. Januar während ihres Treffens im Apostolischen Palast im Vatican ausgesprochen, kurz vor der Generalaudienzt am Mittwoch.  

Laut eines später von der Erzdiözese von Mexiko veröffentlichten Statements, hat Aguilar während der Audienz die Einladung in dieses LAnd zu reisen, erneuert, die er dem Papst zuerst wenige Tage nach dem Konklave überreicht hatte.

"In seiner Antwort hat der Hl. Vater seine Dankbarkeit und seinen Wunsch und sein Interesse ausgedrückt. unser Land bald zu besuchen, um sein Pontifikat Unserer Lieben Frau von Guadelupe amzuvertrauen" gab die Pressemitteilung bekannt. 

Außerdem unterrichtete Aguilar Papst Leo XIV über den Fortschritt und die Entwicklung des Synodalen Prozesses in der Mexikanischen Diözese. 

In diesem Zusammenhang drückte der Pontifex seine Dankbarkeit für die Arbeit der Religiösen Gemeinschaften, Pastoral-Arbeitern und Laien aus und ermutigte sie, den Weg des Zuhörens, Unterscheidens und partoralen Mitverantworung zu festigen. 

Während des Treffens drückte der Hl. Vater seine Freude über die Wallfahrt aus, die die Arzdiözese Samstag, 17. Januar zur Guadelupe-Basilica zu Beginn der Pilger-Saison des Hl. Schreins Unserer Lieben Fru von Guadalupe in Tepeyac unternimmt. 

Der Kardinal wurde von Francisco Javier Acero Pérez , OAR, dem Weihbischof der Diözese begleitet. Das Kommunikations-Büro der Erzdiözese Mexico hat alle Gläubiigen aufgerufen, sich dem Gebet für den Hl. Vater und die Früchte der synodalen Reise anzuschließen, die die Mexikanische Kirche weiterhin unternimmt "

Quelle: V. Cardiel, ewtn  

Freitag, 16. Januar 2026

Im Monat Januar: zwei ermordete Könige

OnePeterFive veröffentlicht einen Beitrag von Charles Coulombe über die Hinrichtung zweier christlicher Könige, die jeweils im Monat Januar stattfand.                                     Hier geht´s zum Original: klicken

"Ich sterbe unschuldig an allen Verbrechen, die mir zur Last gelegt werden; 
ich vergebe denen, die meinen Tod verursacht haben; und ich bete zu Gott, 
dass das Blut, das ihr im Begriff seid; zu vergießen, niemals über Frankreich 
kommen möge."

    — Letzte Worte Ludwigs XVI. 

"Ich gehe von einer vergänglichen zu einer unvergänglichen Krone über, wo keine Störung sein kann, keine Störung in der Welt."

    — Letzte Worte von Charles I

             "ZWEI ERMORDETE KÖNIGE IM JANUAR"

Der gesamte Januar gehört zur Weihnachtszeit, in der wir noch immer die Geburt des Königs der Könige feiern. Am 6. Januar gedenken wir im lateinischen Ritus der Heiligen Drei Könige des Besuchs der Heiligen Drei Könige. Es mag der Weihnachtszeit angemessen erscheinen, dass sich Ende Januar innerhalb von neun Tagen zwei Jahrestage jähren – die Gedenktage zweier Könige, die glaubten, dass die Nachfolge Christi in ihrem Glauben sie sehr wohl zu ihrem eigenen Leiden auf dem Kalvarienberg führen könnte – was sich dann auch bewahrheitete.

Natürlich sind wir heute daran gewöhnt, Könige als Tyrannen zu betrachten und tun uns mit dem Gedanken an das Königtum Christi nie ganz wohl. Durch einen jener historischen Zufälle, die die Menschheit so amüsant erscheinen lassen, blieb die mittelalterliche Ordnung in Kirche und Staat in Großbritannien und Skandinavien als ausgedörrtes Gebilde erhalten – ein Spiegelbild des protestantischen Kompromissinstinkts –, während sie in katholischen Ländern aufgrund des ungebrochenen katholischen Strebens der antkatholischen Revolutionäre nach absoluter Wahrheit völlig zerstört wurde. Diese ironische Entwicklung macht es amerikanischen Katholiken, die in der wohl protestantischsten oder postprotestantischsten Nation der Welt assimiliert wurden, schwer, die katholische Monarchie überhaupt zu verstehen.

Dennoch rückt der 21. Januar näher. An diesem Tag wurde 1793 Ludwig XVI. guillotiniert, was Papst Pius VI. damals als Märtyrertod bezeichnete. Es ist eine weit verbreitete, aber falsche Annahme, Ludwig XVI. sei ein schwacher und törichter König gewesen; diese Ansicht ist offenkundig falsch , aber dennoch weit verbreitet. Und sie muss weit verbreitet sein, denn wenn er nicht so war, wie er so oft dargestellt wird, verliert die Französische Revolution ihre Legitimität. Da alle unsere heutigen republikanischen Regime – mit Ausnahme der Vereinigten Staaten – ihre Ideologie aus diesem Kampf ableiten, gilt dies auch für die meisten politischen Institutionen, die die moderne Welt plagen.

Tatsächlich war der größte Fehler Seiner Christlichsten Majestät seine Intervention im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg 1778. Obwohl sie den Sieg der Rebellen ermöglichte, ruinierte sie Frankreich und zwang den König, die Generalstände einzuberufen. Dies setzte jene Ereignisse in Gang, die ihn, sein Land und letztlich den Frieden auf dem Kontinent zerstören sollten. Seine Intervention zugunsten der Rebellen beendete zudem Georgs III. Interesse an der Katholikenemanzipation, da dieser sich von seinem Bruder, dem Monarchen, verraten fühlte.

Die Französische Revolution fand jedenfalls statt, und ihr trauriger Verlauf wurde durch die Hinrichtung Ludwigs XVI. im Amt deutlich. Nach der Restauration wurden seine und Marie Antoinettes Leichname in der königlichen Abtei Saint-Denis nördlich von Paris, nahe seinen Vorfahren, würdig beigesetzt. An der Grabstätte wurde die Chapelle Expiatoire in der Nähe des Place des Pyramides errichtet . Obwohl Pius VI. Ludwig als Märtyrer betrachtete, wurde sein Prozess nie eröffnet, da jedes französische Regime seit 1848 in mehr oder weniger großem Maße von der Revolution für seine Legitimität abhängig war und der Heilige Stuhl bisher alles vermieden hat, was die jeweilige Regierung verärgern könnte . Doch 2017 wurde der Fall von Ludwigs Schwester, Madame Elisabeth , die am 10. Mai 1794 von den Revolutionären ermordet worden war, wieder aufgenommen.