Donnerstag, 1. Januar 2026

Ansprache des Hl. Vaters beim Neujahrs-Angelus

vaticannews veröffentlicht den Wortlaut des Ansprache des Hl. Vaters beim heutigen Angelus-Gebet.  
Hier geths zum Original:  klicken

WORTLAUT: PAPST LEO XIV BEI ANGELUSGEBET AM NEUJAHRSTAG

Hier finden Sie den Text der Ansprache, die Papst Leo XIV. am 1. Januar bei seinem Angelusgebet am Petersplatz gehalten hat, in ihrer offiziellen deutschen Fassung.

Liebe Brüder und Schwestern, ein gutes neues Jahr!

Während sich der Rhythmus der Monate wiederholt, lädt uns der Herr ein, unsere Geschichte zu erneuern und endlich eine Epoche des Friedens und der Freundschaft zwischen allen Völkern einzuleiten. Ohne diese Sehnsucht nach dem Guten hätte es keinen Sinn, die Seiten des Kalenders umzublättern und unsere Terminkalender zu füllen.

Das Heilige Jahr, das nun zu Ende geht, hat uns gelehrt, wie wir die Hoffnung auf eine neue Welt stärken können: indem wir unser Herz zu Gott bekehren, um Unrecht in Vergebung, Schmerz in Trost und gute Vorsätze in gute Taten zu verwandeln. Auf diese Weise wohnt Gott selbst in der Geschichte und bewahrt sie vor dem Untergang, indem er der Welt den Erlöser schenkt: Jesus. Er ist der eingeborene Sohn, der unser Bruder wird und das Gewissen der Menschen guten Willens erleuchtet, damit wir die Zukunft als ein gastfreundliches Zuhause für jeden Mann und jede Frau gestalten können, die zur Welt kommen.

„Die Zukunft als ein gastfreundliches Zuhause für jeden Mann und jede Frau“

In diesem Zusammenhang lenkt das Weihnachtsfest unseren Blick heute auf Maria, die als Erste das Herz Christi schlagen hörte. In der Stille ihres jungfräulichen Schoßes gibt sich das Wort des Lebens als Herzschlag der Gnade zu erkennen.

Seit jeher kennt Gott, der gute Schöpfer, das Herz Marias und unser Herz. Indem er Mensch wird, gibt er uns sein eigenes Herz zu erkennen: Deshalb schlägt das Herz Jesu für jeden Mann und jede Frau. Für diejenigen, die bereit sind, ihn aufzunehmen, wie die Hirten, und für diejenigen, die ihn nicht aufnehmen wollen, wie Herodes. Sein Herz ist nicht gleichgültig gegenüber denen, die kein Herz für ihre Mitmenschen haben: Es schlägt für die Gerechten, damit sie in ihrer Hingabe beharrlich bleiben, und für die Ungerechten, damit sie ihr Leben ändern und Frieden finden.

„An diesem Welttag beten wir alle gemeinsam für den Frieden: vor allem zwischen den Nationen, die von Konflikten und Elend heimgesucht sind“

Der Erlöser kommt in die Welt, indem er von einer Frau geboren wird: Halten wir inne, um dieses Geheimnis zu verehren, das in der Allerheiligsten Jungfrau Maria aufleuchtet und in jedem Ungeborenen widerscheint, indem es das göttliche Bild offenbart, das unserem Leib eingeprägt ist.

An diesem Welttag beten wir alle gemeinsam für den Frieden: vor allem zwischen den Nationen, die von Konflikten und Elend heimgesucht sind, aber auch für Frieden in unseren Häusern, in den Familien, die von Gewalt und Leid gezeichnet sind. In der Gewissheit, dass Christus, unsere Hoffnung, die Sonne der Gerechtigkeit ist, die niemals untergeht, bitten wir vertrauensvoll um die Fürsprache Marias, der Mutter Gottes und Mutter der Kirche.

Quelle: vaticannews

Hl. Messe zum Hochfest der Hl. Gottesmutter Maria

 im Petersdom

         

 

            ALLEN EIN GESEGNETES FROHES NEUES JAHR!