Donnerstag, 26. März 2026

Ernennung

Wie Mario Galgano für  vaticannews berichtet, hat Papst Leo XIV heute den bisherigen Bischof von Hildesheim Heiner Wilmer zum Bischof von Münster ernannt. Hoffen wir, daß er ein würdiger Nachfolger des "Löwen von Münster" ist.  Hier geht´s zum Original:  klicken

"HEINER WILMER WURDE ZUM NEUEN BISCHOF VON MÜNSTER ERNANNT"

Papst Leo XIV. hat den bisherigen Bischof von Hildesheim und aktuellen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, zum neuen Bischof von Münster ernannt. Die Personalentscheidung wurde an diesem Donnerstag im Vatikan offiziell bekannt gegeben. Wilmer tritt damit die Nachfolge im flächenmäßig bedeutenden Bistum in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen an. 

Heiner Wilmer wurde am 9. April 1961 in Schapen im Bistum Osnabrück geboren. Sein Studium der Philosophie und Theologie absolvierte er in Freiburg und Paris. Er trat der Kongregation der Herz-Jesu-Priester (Dehonianer) bei und empfing im Jahr 1987 die Priesterweihe.

Nach weiteren Studien der Philosophie an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom sowie der Geschichtswissenschaft in Freiburg promovierte Wilmer in Theologie an der Universität Freiburg. Sein beruflicher Weg führte ihn unter anderem als Lehrer an katholische Schulen in Deutschland und New York. 1998 übernahm er die Leitung des Gymnasiums Leoninum in Handrup.

Führungserfahrung in Orden und Episkopat

Innerhalb seines Ordens bekleidete Wilmer bedeutende Führungspositionen. Von 2007 bis 2015 war er Provinzial der Deutschen Ordensprovinz der Herz-Jesu-Priester; von 2015 bis 2018 war er Generaloberer seiner Kongregation in Rom.


Am 6. April 2018 ernannte der damalige Papst ihn zum Bischof von Hildesheim; die Bischofsweihe folgte am 1. September desselben Jahres. Innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz leitete Wilmer die Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen. Seit Beginn des Jahres 2026 bekleidet er das Amt des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz.

Wechsel an die Spitze des Bistums Münster

Mit der Ernennung durch den amtierenden Pontifex wechselt Wilmer nun in eines der mitgliederstärksten Bistümer Deutschlands. Die Entscheidung erfolgt vor dem Hintergrund seiner langjährigen Erfahrung in der Bildungsarbeit sowie in der Leitung nationaler und internationaler kirchlicher Strukturen. Ein Termin für die feierliche Amtseinführung im St.-Paulus-Dom zu Münster steht zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht fest.

DBK-Vize gratuliert


Der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Michael Gerber, gratuliert dem neuen Münsteraner Bischof und schreibt in einem Brief: „Eine große Aufgabe liegt vor Dir und ich wünsche Dir die Kraft und den Beistand Gottes. Die Teams in Bonn und Münster werden dich tatkräftig unterstützen, damit Du Deine beiden neuen Ämter in guter Weise bewältigen kannst. Ausdrücklich schließe ich auch das Team in Hildesheim mit ein, das ich bei meinen Besuchen dort kennen- und schätzen lernen durfte und das Dich in dieser Phase des Übergangs begleiten wird.“


Es seien bewegte Zeiten für Gesellschaft und Kirche und nun auch für den neuen Bischof von Münster, so Bischof Gerber: „Flächenmäßig ausgedehnt, beherbergt das Bistum Münster nunmehr die größte Zahl von Katholikinnen und Katholiken in Deutschland. Ich bin davon überzeugt: Deine bisherigen Wegstationen haben Dir viel an Kenntnis und Erfahrung für diese neue Aufgabe mitgegeben. Ich wünsche Dir sehr, dass Du die Zeit findest, mit möglichst vielen Menschen zusammenzutreffen und bald in Münster heimisch zu werden.“ Es sei zu erahnen, was die doppelte Aufgabe – ein Bistum neu kennenzulernen und Vorsitzender der Bischofskonferenz zu sein – bedeutet. „Aber ich bin mir sicher, dass Du mit Perspektive und Geschick, mit Positionierung und klaren Worten, mit dem mutigen Blick nach vorne und dem gleichzeitigen Blick für das Ganze die vor Dir liegenden Aufgaben gut bewältigen wirst. Dazu biete ich Dir selbstverständlich meine ganze Unterstützung an. Wer Deine Wortmeldungen und Deine Veröffentlichungen studiert, der stellt fest, dass Dich eine tiefe geistliche Grundhaltung prägt. Das ist ein großer Schatz und ich bin überzeugt: Dies wird Deinen Weg in und mit dem Bistum Münster und mit unserer Bischofskonferenz entscheidend prägen“, so Bischof Gerber. Er fügt in seinem Brief hinzu: „Mit den Menschen zwischen Harz und Nordsee verbinden Dich viele prägende gemeinsame Erfahrungen der vergangenen Jahre. Oft waren es herausfordernde Zeiten, wenn ich an die Bewältigung der Corona-Pandemie denke oder an die Aufarbeitung des Umgangs mit sexuellem Missbrauch. Mit Umsicht und Weitsicht bist Du das angegangen und ich bin mir sicher, dass Du genau mit diesem Blick die Aufgaben angehen wirst.“


Quelle: M. Galgano, vaticannews

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