Stefanie Stahlhofen berichtet bei vaticannews:
"PAPST: DIE KIRCHE HAT DEN AUFTRAG KLARE WORTE ZU SPRECHEN UND VERKÜNDET SICH NICHT SELBST"
Papst Leo XIV. hat bei seiner Generalaudienz auf dem Petersplatz diesen Mittwoch genauer ausgeführt, was der Auftrag der Kirche ist: „Als Hüterin einer Hoffnung, die den Weg erhellt, ist sie auch mit der Aufgabe betraut, klare Worte zu sprechen, um alles abzulehnen, was das Leben beeinträchtigt und dessen Entfaltung verhindert, und Stellung zu beziehen zugunsten der Armen, der Ausgebeuteten, der Opfer von Gewalt und Krieg sowie all jener, die an Leib und Seele leiden."
Das erklärte das katholische Kirchenoberhaupt mit einem Zitat aus dem Kompendium der Soziallehre der Kirche (Nr. 159). Der Papst setzte seine Katechesereihe zu „Lumen Gentium (LG)“ fort, einem Lehrschreiben des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965), das sich mit der Kirche, ihrem Wesen und ihrer Sendung befasst. Leo XIV. blickte in diesem Kontext genauer auf die eschatologische Dimension - also auf das Ende der Zeit, Tod und Auferstehung. Der Papst erinnerte an das verkündete Reich der Liebe, der Gerechtigkeit und des Friedens (vgl. LG 5), weshalb alle aufgerufen seien, „die gemeinschaftliche und kosmische Dimension des Heils in Christus zu betrachten und unseren Blick auf diesen endgültigen Horizont zu richten, um alles in dieser Perspektive zu betrachten und zu beurteilen."
Universales Heilssakrament
Die Kirche ist „universales Heilssakrament“, heißt es in „Lumen gentium". Dazu erläuterte der aus Chicago stammende Papst in seiner von ihm wie immer selbst auf Englisch vorgetragenen Zusammenfassung seiner Katechese:
„Als pilgerndes Volk Gottes deutet die Kirche d Geschichte im Licht des Evangeliums und erhebt entschieden ihre Stimme gegen alles Böse. Gleichzeitig erkennt die Kirche die Notwendigkeit einer ständigen Umkehr an, damit sie ihren Auftrag angemessen erfüllen kann“
„Als ,allumfassendes Heilssakrament` ist die Kirche Zeichen und Werkzeug der Fülle der Verheißungen Gottes. Als pilgerndes Volk Gottes deutet die Kirche die Geschichte im Licht des Evangeliums und erhebt entschieden ihre Stimme gegen alles Böse. Gleichzeitig erkennt die Kirche die Notwendigkeit einer ständigen Umkehr an, damit sie ihren Auftrag angemessen erfüllen kann. Als Glieder desselben Leibes sind auch wir zur Erneuerung aufgerufen."
Kirche verkündet nicht sich selbst
Mit Blick auf die Umkehr und Erneuerug der Kirche rief Leo unter Berufung auf „Lumen gentium" alle dazu auf, in Gemeinschaft mit Christus und untereinander zu bleiben - und warb für den gemeinsamen Lobpreis Gottes in der Liturgie.
In seiner ausführlicheren Katechese auf Italienisch erklärte der Papst, die Kirche verkünde in Worten und Taten das Heil, „das Christus für die gesamte Menschheit verwirklichen will, sowie sein Reich der Gerechtigkeit, der Liebe und des Friedens. Die Kirche verkündet also nicht sich selbst; im Gegenteil, in ihr muss alles auf das Heil in Christus verweisen", betonte Leo XIV.
„Die Kirche verkündet also nicht sich selbst; im Gegenteil, in ihr muss alles auf das Heil in Christus verweisen“
Ständige Erneuerung nötig Im Sinne dieses Auftrags der Kirche gelte es, „demütig die menschliche Schwäche und Vergänglichkeit ihrer Institutionen anzuerkennen, die, obwohl sie im Dienst des Reiches Gottes stehen, das vergängliche Antlitz dieser Welt tragen", führte der Papst mit einem weiteren Verweis auf das Konzilsdokument aus (vgl. LG, 48). Er betonte: „Keine kirchliche Institution darf verabsolutiert werden; vielmehr sind sie, da sie in der Geschichte und in der Zeit leben, zu einer ständigen Umkehr, zur Erneuerung der Formen und zur Reform der Strukturen, zur ständigen Erneuerung der Beziehungen aufgerufen, damit sie ihrer Sendung wirklich gerecht werden können."
„Keine kirchliche Institution darf verabsolutiert werden; vielmehr sind sie, da sie in der Geschichte und in der Zeit leben, zu einer ständigen Umkehr, zur Erneuerung der Formen und zur Reform der Strukturen, zur ständigen Erneuerung der Beziehungen aufgerufen, damit sie ihrer Sendung wirklich gerecht werden können“
Quelle: vaticannews
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