Donnerstag, 5. November 2020

Gemeinschaft der Heiligen

Rorate Caeli hat die Gedanken Roberto De Matteis zu Allerheiligen und Allersseelen veröffentlicht. Hier geht´s zum Original:  klicken

"DE MATTEI: NOVEMBER DER MONAT DER GEMEINSCHAFT DER HEILIGEN" 

Der Monat November hat mit bedeutenden liturgischen Festen begonnen: Allerheiligen und Allerseelen.  

Am 1. November hat die Kirche das Fest Aller-Heiligen gefeiert- von denen die Apokalypse singt: "Danach sah ich eine große Menge, die ich nicht zählen konnte- aus allen Völkern, Stämmen und Sprachen- die vor dem Thron standen und vor dem Lamm, gekleidet in weiße Gewänder und Palmzweigen in den Händen [10] Und sie riefen mit mächtiger Stimme und sagten: "Die Rettung kommt von unserem Gott "(Apokalypse 7, 9-10) Das ist die Triumphierende Kirche im Himmel, die Kirche der Heiligen, unserer Vorbilder und Fürbitter. 

Am 2. November erinnert die Kirche an die Verstorbenen, von denen der Hl. Paulus sagt: "Und wir wollen euch, Brüder, über die Verstorbenen nicht im Unklaren lassen, damit ihr nicht trauert wie die anderen, die keine Hoffnung haben" (1 Thess. 4,12). Das ist die büßende Kirche der Seelen, die im Fegefeuer leiden und darauf warten, in den Himmel zu gelangen. Und der Glaube lehrt uns, daß die Befreiung von ihren Leiden in unserer Hand liegt-. durch das Gebet. 

Die Triumphierende Kirche im Himmel und die Büßende Kirche im Fegefeuer sind als Militante Kirche vereinigt- bestehend aus den Christen, die auf der Erde leben und gemeinsam die Eine Kirche bilden, den Mystischen Leibe Christi, die Gemeinschaft der Heiligen. 

(Volo mori, o Deus in Te.)



Jede dieser drei Kirchen, die Triumphierende, die Büßende und die Kämpfende wird nicht aus einzelnen Seelen gebildet, sondern bildet eine wahre und eigene Gesellschaft, einen Mystischen Leib, eingefügt in einen größeren Mystischen Leib- der die drei Kirchen vereint.

Die Seele im Paradies sind nicht nur außerordentlich glücklich, weil sie Gott kennen-von Angesicht zu Angesicht-aber sie sind auch glücklich, weil sie einander kennen; sie lieben einander glühend; jeder genießt das Glück und den Ruhm des anderen-als ob es sein eigener wäre. Liebe regiert als Höchstes in der himmlischen Gesellschaft. 

Die Seelen im Fegefeuer haben nicht nur Beziehungen zu den Gläubigen auf der Erde, sondern leben auch in einer Gesellschaft; sie kennen und lieben einander und helfen einander wie Geschwister. Unsere Lieben leben im Fegefeuer nicht isoliert, sondern erfreuen sich familiärer Beziehungen. Das Fegefeuer- sagen die Theologen- ist das Königreich der brüderlichen Liebe. 

Mittwoch, 4. November 2020

Fr. Hunwicke spricht...

bei liturgicalnotes heute über den 11. Jahrestag von Anglicanorum coetibus .
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"EIN GLORREICHER TAG - HEUTE" 

Der elfte Jahrestag von Anglicanorum coetibus, der ersten erfolgreichen Initiative auf dem Gebiet der Einheit der Christen seit- denke ich- der Ostkirchliche Ritus in Indien in den 1930-er Jahren in volle Gemeinschaft mit dem Hl. Stuhlk eintrat. (Orthodoxe können das natürlich anders sehen). Oder habe ich irgendwen vergessen....

Gott segne unseren früheren Hl. Vater Joseph Ratzinger; und ich bitte um Ihr Gebet für die drei Ordinariate. Und für alle, die auf dem Weg sind, sich ihnen anzuschließen. 

Und für jene, die darüber nachdenken, das zu tun. 

Am 9. November, Gedenktag von John Richards, dem ersten Bischof von Ebbsfleet, werde ich ein bißchen mehr über das Anglikanische Erbe schreiben. 

Quelle: liturgicalnotes, Fr.J.Hunwicke

Lügen & Diplomatie

R. Cascioli kommentiert bei La Nuova Bussola Quotidiana einen neuen Text von Msgr. Viganò zum aktuellen Vorgehen der vaticanischen Diplomatie.
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"WENN DIE DIPLOMATIE SICH VON LÜGEN NÄHRT" 

"Ein neues Statement von Msgr. Carlo Maria Viganò  wirft erneut ein Licht auf die außeroredntliche Karriere von Msgr. Edgar Pena Parra, die Nr. 2 des Staatssekretariates - gefolgt von Vorwürfen wg. Homosexualität, Mißbrauch und Korruption. Aber das Geschehen geht weit über den persönlichen Fall hinaus...

Msgr. Carlo Maria Viganò hat es noch einmal versucht: mit einem langen, italienischen Brief, den Aldo Maria Valli, Ex-Nuntius in den USA und großer Ankläger des Papstes in der causa McCarrick, auf seinem blog veröffentlicht, in dem er das Dossier über die Nr.2 des Staatssekretariates, den Venezuelaner Edgar Pena Parra, erneut vorlegt, der die Stelle von Kardinal Angelo Becciu übernommen hat, der jetzt in Ungnade gefallen ist. 

Wir haben gesagt, daß er sie uns erneut vorlegt, weil Viganòs Vorwürfe gegen Pena Parra- wg. Homosexualität, sexuellen Mißbrauchs und Korruption- auf die Zeit von Juni 2019 zurück gehen, als er detaillierte Aussagen dazu in einem Interviuew mit der Washington Post veröffentlichte. Die Zeitung beschloss, diesen Teil des Interviews nicht zu veröffenbtlichen, versprach aber das später, nach weiteren Untersuchungen zu tun. Etwas, was dann nicht passierte. Deshalb tat Msgr. Viganò das im folgenden Juli selbst, als er bei LifeSiteNews einen langen Artikel veröffentlichte. 

Obwohl die sehr detaillierten Anschuldigungen sehr schwerwiegend waren, wurden sie im Wesentlichen von den großen Zeitungen und insbesondere vom Hl. Stuhl ignoriert, Jetzt, -fast eineinhalb Jahre später- legt Msgr. Viganò sie erneut vor- dieses mal jedoch um das offizielle Narrativ des Hl. Stuhls- geschaffen von der vaticanischen Kommunikationsabteilung und von den großen säkularen Zeitungen gern übernommen- vom Papst-Superman, zu widerlegen, der allein gegen das Böse und die Korruption in der römischen Kurie kämpft. Eine Geschichte, die nach der causa Becciu im großen Stil neu aufgelegt wird, um diese Verurteilung ohne Prozess zu rechtfertigen und das Bild vom tyrannischen und launischen Papst -eher ein Peron als ein guter Hirte- zu korrigieren. 

Viganòs Zeugnis ist auch deshalb interessant, weil es direkt sowohl Staatssekretär Kardinal Pietro Parolin als auch Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga betrifft, - den Koordinator des Kardinalrates, der den Papst bei der Reform der Römischen Kurie unterstützt. Beide werden beschuldigt, den Aufstieg von Pena Parra begünstigt zu haben und - was Maradiaga angeht- bei seinen Vergehen Komplizen gewesen zu sein. 

Dienstag, 3. November 2020

Wenn Barbarei auf Kultur triftt.....

Die Besucher der Wiener Staatsoper durften gestern Abend aus Sicherheitsgründen die Oper nach der Vorstellung nicht verlassen. Die Wiener Philharmoniker entschlossen sich spontan, weiterhin zu musizieren & u.a. die Kaiserhymne aus Haydns Kaiserquartett zu spielen....


Wien

 

Fundstück

"Die Tagespost" veröffentlicht die "correctio" die Kardinal R. Burke an den Papst gerichtet hat.
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Unter dem Titel:

"KARDINAL BURKE MONIERT DIE VERWIRRUNG DURCH DIE PÄPSTLICHE ERKLÄRUNG"

beginnt der Artikel so:

"Die Nachricht, Papst Franziskus habe erklärt, Menschen mit homosexueller Veranlagung hätten als Kinder Gottes „ein Recht auf eine Familie“ und  niemand solle „aus diesem Grund ausgestoßen oder unglücklich gemacht werden“, wurde in den internationalen Medien mit starkem Nachdruck als ein Kurswechsel bezeichnet. Außerdem schreiben sie, er habe erklärt: „Wir müssen eine eingetragene Lebenspartnerschaft schaffen. Auf diese Weise sind sie rechtlich abgesichert. Dafür bin ich eingetreten“. Diese Erklärungen wurden in einem Interview mit Evgeny Afineevsky geäußert, dem Regisseur eines Dokumentarfilms mit dem Titel „Francesco“, welcher am 21. Oktober 2020 anlässlich des Internationalen Filmfestivals in Rom („Festa del Cinema di Roma“) uraufgeführt wurde."  (...)

Quelle: Die Tagespost,  

Fr. Hunwicke spricht...

anläßlich von Allerheiligen bei liturgicalnotes heute über die Heiligenlisten des römischen Kanons und zitiert dabei den anglikanischen Autor Dudley Symon,
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                "DUDLEY SYMON ÜBER DEN MESSE-KANON"

"In den Heiligenlisten vor und nach der Konsekration sehen wir neben den 12 Aposteln eine Reihe von Namen lokaler römischer Heiliger und Märtyrer, deren Gedächtnis wir (neben dem unserer Lieben Frau) ebenfalls ehren. Manchmal erhebt sich Kritik daran, daß diese Heiligen tatsächlich von äußerst lokaler Bekanntheit sind und daß man doch eine repräsentativere Liste erstellen solle. Wenn man bedenkt, welche Probleme der Auswahl sich dabei stellen würden, ist es sicher nicht schlecht, daß niemand den Versuch unternimmt. Außerdem können diese Namen, einige sehr berühmte und andere eher von „unbekannten Soldaten“ in jedem Fall für ‚die große Menge, die niemand zählen kann‘ stehen, die nur zum Teil den Menschen, zum anderen aber nur Gott selbst bekannt sind.
Neun Fischer, ein Zeltmacher, ein Steuereinnehmer, drei Jungfrauen, drei verheiratete Frauen, ein römischer Patrizier, ein jüdischer Freigelassener, ein Kind mit 12 Geschwistern, ein Beamter, zwei Ärzte, ein Grundbesitzer und ein Rechtsanwalt – das gibt alles in allem doch einen schönen Querschnitt durch die Menschheit.
Und es ist wichtig, zur Kenntnis zu nehmen, warum sie erwähnt werden: Wir beten, "daß wir durch ihre Gebete und Fürbitten in allen Dingen DEINEN Schutz erfahren“ - das heißt, wir bitten nicht um Schutz oder Hilfe von den Heiligen direkt, sondern um ihr Gebet, daß Gott uns seine Hilfe gewähren möge ...    so einfach, so vernünftig, so ansprechend. " 

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J.Hunwicke, S.Symon

Montag, 2. November 2020

Gefährdet der Umgang mit dem aktuellen Finanzskandal die Unabhängigkeit des Hl. Stuhls?

In seiner heutigen Kolumne bei "Monday in the Vatican" analysiert und kommentiert A. Gagliarducci die Entstehung und mögliche Auswirkungen des aktuellen Finanzskandals im Vatican,  Hier geht´s zum Original:  klicken

"PAPST FRANZISKUS UND DIE UNABHÄNGIGKEIT DES HL. STUHLS" 

In der Becciu-Affäre gibt es ein Detail, das fast unbemerkt geblieben ist. Dennoch ist es ziemlich wichtig; der Vatican hat via Interpol die italienische Polizei gebeten, einen italienischen Staatsbürger zu verhaften. Der Vatican bittet den Italienischen Staat auch, diesen italienischen Staatsbürger an den Vatican auszuliefern. Der Auslieferungsantrag kann beträchtliche Auswirkungen auf den Vatican selber haben; er könnte die Beziehung zwischen Italien und dem Hl. Stuhl verändern und einen Präzedenzfall für andere, ähnliche Siuationen bilden. 

Der Vatican hat um die Auslieferung von Cecilia Marogna gebeten, die früher einmal als Beraterin für das Vaticanische Staatssekretariat engagiert worden war und die angeblich Geld des Vaticans für persönliche Zwecke ausgegeben hat. Marognas Verhaftung ist Teil der Untersuchung des Vermögens des Staatssekretariates. Sie wurde auf Bitten des Vaticans verhaftet. Marogna war von Kardinal Angelo Becciu verpflichtet worden, als er Substitut im Staatssekretariat war. 

Es ist wert, sich zu erinnern, daß Becciu nach Aufforderung durch Papst Franziskus als Präfekt der Heligsprechungskongregation zurückgetreten ist und auf seine Vorrechte als Kardinal verzichtet hat. Der Vatican hat nicht bestätigt, ob es speziell gegen Becciu gerichtete Untersuchung gibt. Laut der Presse gibt es sie. 

Das Auslieferungsgesuch könnte die Beziehungen zwischen Italien und dem Hl. Stuhl beeinflussen, weil die beiden Staaten kein Auslieferungsabkommen haben. Der Lateran-Vertrag von 1929 besagt, daß der Vatican italienische Verbrecher verhaften und übergeben kann, die in den Vaticanischen Mauern Zuflucht suchen. Von Auslieferung wird nicht gesprochen. 

Die Angriffe auf Christen und Kirche und die Reaktion der Kirche

Stefano Fontana analysiert in La Nuova Bussola Quotidiana die Reaktionen der Kirche auf die aktuellen islamisctischen Angriffe auf Kirche und Christen -definiert sie als Angriff auf den Westen und erinnert an die Verteidigung des Westens durch den Papa emeritus.
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"NUR BENEDIKT XVI HAT DEN WESTEN VERTEIDIGT" 

Die islamistischen Gewalttaten der vergangenen Tage in Frankreich sind ein schwerer Angriff auf den Westen. Die Katholische Kirche, die weder den Islam noch den Islamismus anspricht, zeigt, daß sie den Westen nicht verteidigen will. Im Gegensatz zum Pontifikat von Benedikt XVI! 

Die schrecklichen islamistischen Gewalttaten die sich in den vergangenen Tagen in Frankreich ereignet haben sind ein schwerer Angriff auf den Westen und die Katholische Kirche, die dieser Ereignisse herunterspielt oder sie in die Kategorie Terrorismus -ohne Zusatz- einordnet, zeigt, daß sie den Westen nicht kmehr verteidigen will, das Bewußtsein für das tiefe Band verloren hat, das sie mit ihm verbindet. An dieser Front erleben wir dramatische Situationen. Der Westen wird in diesem Augenblick an allen Fronten angegriffen- einschließlich- wie es immer passiert- verläuft die innere Front "der Westen gegen den Westen" -wenn auch die Kirche ihn sich selbst überläßt-könnte das sein Ende sein. Sein Ende im Sinne des Westens onder auch im Sinne der Kirche? 

Benedikt XVI hat den Westen verteidigt. Nicht die ganze Kirche folgte ihm dabei....aber er hat den Westen verteidigt, Er hat ihn vor allem vor sich selbst verteidigt- vor dem Nichts, das ihn verschlingt, vor der Scham wegen der eigene3n Vergangenheit, vor dem Haß auf die eigene Identität, gegen das Mißtrauen gegen die westliche Vernunft, gegen den Sumpf des Relativismus, gegen die Neigung, sich für ein Linsengericht zu verkaufen, In Regensburg hat er ihn einersiets gegen die Säkularisierung - aus protestantischem Ursprung im Inneren und andererseit gegen den Islam: beide widersprechen-sagte er- der Beziehung zwischen Glaube und Vernunft, die eine der schönsten Früchte der westlichen Zivilisation ist, wenn sie auf die eigene Seele zurück geführt wird. Er hatte ihn gegen den Realtivismus verteidigt, als er dem deutschen Parlament erklärte, worauf sich die politische Autorität gründet und Europa dazu einlud, sich selbst wiederzufinden, eine Sache, die- wie es Macron will und wie es Conte wollte- nicht möglich ist, wenn die Kirchen schließen. Er hat sie gegen die generalisierte Immigration verteidigt, indem er das erste Recht der Menschen, nicht  emigrieren zu müssen, betonte und gegen den Ökologismus der Eliten unterstützte, indem er immer von der menschlichen Ökologie sprach, niemals nur von der Umwelts-Ökologie.

Benedikt XVI hat nicht alles im Westen verteidigt, aber einer Sache war er sich sicher, daß im Westen etwas Vorseherisches und deshalb wichtiges, vielleicht die Begegnung zwischen dem Christentum und er griechischen Metaphysik; weil diese Beziehung besonders  hier im Westen unterbrochen wurde, muß sie hier im Westen wieder hergestellt werden. Hier ist etwas passiert, auf das der christliche Glaube nicht verzichten kann und das kein afrikanisches oder asiatisches Christentum ersetzen kann, wenn es enden sollte. Das Christentum ist universal, aber im Westen ist tatsächlich etwas Universelles geschehen. Den Westen zu verteidigen bedeutet, nicht ein geopolitisches Gebiet zu verteidigen, sondern eine Zivilisation, einschließlich einiger Elemente, ohne die die Kirche nicht das sein kann, was sie ist. Giulio Meotti schreibt: "Ratzingers gesamtes Pontifikat war eine Verteidigung der westlichen Zivilisation oder einfacher des Westens. 

Papst Franziskus ernennt Erzbischof Tomasi zum päpstlichen Spezialdelegierten beim Malteser Orden

Hannah Brockhaus berichtet für CNA über die Ernennung von Erzbischof Tomasi zum Spezialdelegierten beim Malteser Orden.
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"PAPST FRANZISKUS NOMINIERT ERZBISCHOF TOMASI ALS DELEGIERTEN BEIM MALTESER ORDEN" 

Als Spezialdelegierter beim  Malteser Orden wird Erzbischof Tomasi mit dem neuen Großmeister zusammen arbeiten, der am 7. November in Rom gewählt wird. 

S.E. Erzbischof Silvano Tomasi, Ständiger Beobachter des Hl. Stuhls bei den UN in Genf, gehörte zu den eingeladenen Experten bei einer vom Britischen Botschafter beim Hl. Stuhl Nigel Baker am 8. März 2012 in Rom anläßlich des Internationalen Frauentag veranstalteten Diskussion.

Papst Franziskus hat am Sonntag nach dem Rücktritt von Kardinal Becciu Erzbischof Silvano Maria Tomasi als seinen Spezialdelegierten beim Malteser Orden ernannt. 

In einem Päpstlichen Brief vom 1. November sagt Papst Franziskus, er habe den Amtsverzicht von Kardinal Becciu als Delegierter angenommen und an seiner Stelle Erzbischof Tomasi ernannt.

Erzbischof Tomasi, 80, wird bei einem Konsistorium am 28. November zum Kardinal kreiert. 2016 ging er nach 13 Jahren als Ständiger Beobachter bei den UN und speziellen Organisationen in Genf in den Ruhestand. 

Kardinal Becciu war seit Febraur 2017 der päpstliche Delegierte beim Souveränen Malteser Orden, seit er damit beauftragt wurde, die "spirituelle und moralische" Erneuerung des fast 1000-jährigen Ordens zu beaufsichtigen, der sich in einer Phase innerer Reform befand.

Nach Berichten, die ihn beschuldigten Millionen Euro aus Caritas- Fonds des Vaticans für spekulative und riskante Investitionen benutzt zu haben, hatte Papst Franziskus Kardinal Becciu dazu aufgefordert, als Präfekt der Heiligsprechungskongregation zurückzutreten und auf seine Rechte als Kardinal zu verzichten.

Erzbischof Tomasis Ernennung kommt in einer für den historischen Orden ausschlaggebenden Zeit, der sich-seit Papst Franziskus 2017 den Rücktritt der früheren Großmeisters Fra´ Matthew Festing erzwang-, in einer schleichenden konstitutionellen Krise befindet. 

Diese Entscheidung wurde getroffen, nachdem Fra´ Festing seinerseits 2016 den Rücktritt des Großkanzlers Albrecht Freiherr von Boeselager durchsetzte, nachdem bekannt geworden war, daß bei einem Hilfsprojekt des Ordens in Myanmar tausende von Kondomen verteilt worden waren. Boeselager bestand darauf, daß er nichts von der Verteilung der Kondome gewußt und daß er die beendet habe, sobald er davon erfuhr.

2017 wurde Boeselager als Großkanzler wieder eingesetzt und Kardinal Becciu als persönlicher Delegierter des Papstes ernannt, um die Reformen des Ordens zu beaufsichtigen - und so Kardinal Eaymond Burke in seiner Rolle als Kardinal-Patron zu verdrängen, der nur dem Namen nach auf seinem Posten blieb.

Kardinal Becciu sollte mit Fra´Giacomo Dalla Torre zusammen arbeiten, der zum Nachfolger von Festing gewählt worden war- zuerst vorübergehend und später dauerhaft - als der Orden sich auf eine Revision seines Regierungskodex und seiner Verfassung zubewegte- einschließlich der Revision der Rollen und Rechte der drei Ebenen der Ritter rund um die Welt. Dalla Toor starb dann im Mai. 

Am 7. November werden die Ritter des Souveränen Militärordens mit Profess ein Konzil des vollständigen Staatsrates abhalten, ein Treffen der Repräsentanten aus allen Provinzen und Rängen des Ordens , bei dem sie einen neuen Großmeisgter wählen werden. 

Im vergangenen Monat sagte Boeselager gegenüber CNA, daß "der päpstliche Delegierte nicht Teil der Ordensstruktur ist. Er ist der Repräsentant des Hl. Vaters, aber er ist nicht direkt in die  Leitungsarbeit des Ordens eingebunden." 

Sonntag, 1. November 2020

SANCTUS

    

                   

Fundstück

Domradio de./ KNA berichten, daß der Papa emeritus Benedikt XVI auf des Erbe seines Bruders verzichtet.
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Unter dem Titel: 

"ERINNERUNG IM HERZEN" 

beginnt der Beitrag so- ZITAT:

"Der emeritierte Papst Benedikt XVI verzichtet einem Medienbericht zufolge auf das Erbe seines im Juli gestorbenen Bruders. Der Nachlass von Georg Ratzinger gehe nun an den Heiligen Stuhl.Dies sei im Nachsatz seines Testaments so geregelt, sagte der Dekan des St.-Johann-Stifts, Johannes Hofmann, der "Bild am Sonntag". (...) 

Quelle: domradio.de, KNA

R.I.P.

Der gestern schwer verletzte griechisch-orthodoxe Priester Pater Nikolaos Kavelakis ist heute in Lyon  verstorben. R.I.P.!

Heute vor 10 Jahren

 "Das Fest Allerheiligen lädt uns dazu ein, unseren Blick zu Gott zu erheben und über die Fülle des göttlichen Lebens, das uns erwartet, zu meditieren"  Papst Benedikt XVI beim Angelus am 1.11.2010

Nizza - das Leben der Opfer

Benedetta Frigerio berichtet für LaNuovaBussolaQuotidiana über das Leben der drei Opfer von Nizza. Hier geht´s zum Original:  klicken

DREI GESCHICHTEN

"DIE LEBEN DER MÄRTYRER VON NIZZA UND WAS EUROPA RETTEN KANN" 

"Man scheint sie durch die Gassen von Nizza spazieren gehen zu sehen, ihren Krückstock fest umklammernd - wie sie trotz des französischen Semi-Lockdowns und der verrückten Corona-Angst die Kathedrale Notre Dame erreicht.,Sie, eine behinderte 70-Jährige, die zur gebrechlichsten (aber oft mutigeren und vertrauenswürdigeren) Kategorie älterer Menschen zählt, hatte gedacht, es sei das Risiko wert, zu ihrem Herrn zu beten. Um uns Westliche mit dem Fetisch Gesundheit und Kontrolle, daran zu erinnern, daß es etwas gibt, das mehr wert ist als das Leben. Und daß es einen Ort gibt, der sicherer ist als jedes Zuhause. Während sie sich in Gefahr begab, um bei ihrem Gott, persönlich anwesend im Tabernakel, zu sein, wurde sie vom 21-jährigen Tunesier Brahim Aouissaoui mit dem Schrei "Allahu akbar" enthauptet und mit solcher Gewalt verwundet, daß diejenigen, die die Fotos ihrer Leiche sahen. erschauerten. So hat also diese alte Dame, die ging, um Erlösung zu suchen, den Tod gefunden. Ein schönes Pradoxon in einer Welt, die nicht mehr weiß, was das Martyrium ist. 

Besonders weil  Simone Barreto Silva in ihrer Nähe war (auf dem obigen Foto), eine 44-Jährige brasilianische Mutter, die seit 30 Jahren in Nizza wohnte, die nur eine Kerze anzünden wollte, vielleicht auf ihrem Weg zur Arbeit, nachdem sie ihre drei kleinen Kinder geküßt und an sich gedrückt hatte, die erwarteten, sie am Nachmittag wiederzusehen.  

Mit der Erwartung, die nur eine Mutter jeden Tag mit einer Intensität erleben kann, und die im Gegensatz zu anderen menschlichen Gefühlen und Neigungen kaum abnimmt. Eine christliche Mutter wie viele andere, die schon in jungen Jahren Kinder hat und so schnell wie möglich in die Kirche geht und ihre Lieben vor Jesus oder vor Unsere Liebe Frau in ihrem Herzen trägt, um um Schutz zu bitten. Um zu bitten, daß sie ihm gehören mögen, wie es Silva auf seinem Facebook-Profil getan hat, wo das Titelbild das Gesicht Jesu mit den Worten "Ich bin derjenige, der dich liebt" ist und wo in einem Beitrag Jeremias 1:19 zitiert wird: "Sie werden Krieg gegen dich führen, aber sie werden dich nicht gewinnen, weil ich bei dir bin, um dich zu retten. Spruch des Herrn “. Der christliche Gott, der Leben gibt, scheint jedoch ein Verlierer gegen die Kinder des islamischen Gottes zu sein, der den Tod will. 

Und was ist mit dem Sakristan der Kathedrale, Vincens Loques (auf dem Foto links), einem 54-jährigen Vater von zwei Töchtern, der vom Pfarrer als jemand beschrieben wurde, der „die Kirche liebte, in der er arbeitete? Er versuchte ständig, sie zu verschönern. Er war mitten in den Vorbereitungen für Allerheiligen und bereitete sich darauf vor, wie jedes Jahr eine großartige Krippe zu schaffen." In Le Figaro sprach Pater Gil Florini, Pfarrer der Kirche Saint-Pierred'Arène, von ihm als "einem gewöhnlichen Mann im guten Sinne des Wortes: gutaussehend, offen", und ein Gemeindemitglied erklärte in Le Parisien: "er hat dem Pfarrer, der alt ist, viel geholfen." Soll das der Lohn Jesu für die sein, die ihm dienen? 

Sicher hat der Westen Verantwortung. Man kann die Frage nicht vermeiden, wie wir dahin gelangt sind, daß man Gefahr läuft, in der Kirche abgeschlachtet zu werden (und das wegen des eigenen Glaubens) - im Frankreich des Laizismus- wie in einer Antwort auf den zügellosen und gewalttätigen Islamismus.  Und man kann sie nicht umgehen, weil an ihrer Stelle jemand anderes hätte sein können. der genug Glauben hat, um den Herrn zu besuchen. An ihrer Stelle hätte unsere Mutter, der Sakristan der Kirche unserer Stadt, hätten wir sein können. Und sicher wird es an ihrer Stelle andere Christen geben, wenn wir weiterhin glauben, daß durch das politische Verschweigen der Gewalt der Anhänger Mohammeds, diese ihre Waffen friedlich niederlegen werden. Die einzige Antwort auf den Islam ist tatsächlich die dieser drei Märtyrer. Das heißt, das bekennende Christentum.