Montag, 9. November 2020

Fr. Hunwicke spricht

bzw. hat gestern bei liturgicalnotes über das Ableben von Rabbiner Lord Sacks gesprochen.
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"RABBI LORD SACKS" 

"Die Nachricht vom plötzlichen Tod eines unserer vornehmsten Oberrabbiner hat mich tief getroffen. Lord Sacks war Engländer durch und durch. Er war ein Mann von hoher Kultur, der sich mit Leichtigkeit und Eleganz auszudrücken vermochte – eine seltene Fähigkeit. Weit über das billige Schlagwort vom "prominenten Intellektuellen“ hinaus war er ein Gelehrter.

Als einmal ein britisches Gericht sich anmaßte, eine Vorgabe des Jüdischen Gesetzes aufzuheben, das es als dem Gesetz dieses Landes untergeordnet betrachtete, formulierte er seinen Protest so: "Ein englisches Gericht hat diese Regelung als "rassistisch“ erklärt, und da es sich dabei um ein unverzichtbares Element des jüdischen Gesetzes handelt, erklärt es letzten Endes die jüdische Religion für rassistisch.“

Juden sind oft heftig dafür angegriffen worden, daß sie die Religion über die Nation stellen. Was für ein verdrehtes Herangehen. Gott und den Glauben an die erste Stelle zu setzen ist im Gegenteil ein Imperativ, den wir mit ihnen gemeinsam haben; für uns ebenso wie für sie hat die Treue zu unserem Glauben Vorrang – und zwar immer, in guten Zeiten wie während einer Seuche – vor jeder irdischen Treue und Loyalität.

Im Stundengebet der Lateinischen Kirche lasen wir vor kurzem die Geschichte der Maccabäischen Brüder, die unter den Christen ebenso wie unter den Juden als Märtyrer angesehen werden und deren kostbare Reliquien wir im Zentrum des  katholischen Rom verehren. Viele englische Priester werden gerade an diesem (Sonntag-)Vormittag bei ihrem Requiem für die Kriegsgefallenen die ebenso klare wie
schonungslose Lesung aus dem II. Buch der Makkabäer vorgetragen haben.

Wie uns diese Märtyrer durch ihr kostbares Zeugnis für das Gesetz der Torah, das zu ihrer Zeit noch nicht Fleisch geworden war, gelehrt haben, steht der Glaube und der Gehorsam, in dem er sich ausdrückt und Gestalt annimmt, über allen Verordnungen weltlicher Regierungen, 

Sehr sehr viel weiter darüber. Ich wollte, daß alle Katholiken das verstehen würden.

Oh, die Tiefe des Reichtums der Weisheit  und Kenntnis Gottes; wie unerforschlich sind seine Urteile und wie unergründlich seine Wege." 

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J. Hunwicke 

Fundstück

Stefan Baier hat für die Rubrik "5 vor 12" einen Artikel für "Die Tagespost" zum Vorgehen der Wiener Regierung gegen Islamisten nach dem Terroranschlag verfaßt.
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Unter dem Titel:

"KOMMENTAR UM "5 VOR 12" : WIEN VERSCHÄRFT KAMPF GEGEN ISLAMISTEN" 

beginnt der Artikel so- ZITAT:

"Der Terroranschlag als Weckruf. Mit Hausdurchsuchungen, Festnahmen, Moscheen-Schließungen, Razzien, Anzeigen gegen die radikalislamische Szene. Das Problem wird gesehen.

Der Terroranschlag vor einer Woche in Wien, bei dem vier unschuldige Menschen ermordet und zwei Dutzend verletzt wurden, wirkt wie ein Weckruf an die Politik. Binnen Stunden wurden dutzende Hausdurchsuchungen in drei Staaten durchgeführt und radikale Islamisten im Umfeld des Terroristen festgenommen. Kurz darauf wurden zwei Wiener Moscheen behördlich geschlossen. Am Montagmorgen nun gab es in Österreich eine Großrazzia gegen Muslimbruderschaft und Hamas. Gegen 70 Personen wird jetzt wegen Terrorfinanzierung und Geldwäsche ermittelt." (...)

Quelle: S. Baier, Die Tagespost 
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Transparenz?

In seiner montäglichen Kolumne bei Monday in the Vatican kommentiert A. Gagliarducci den Umgang des amtierenden Pontifex mit den aktuellen Problemen ders Hl. Stuhls und der Kurie -auch anhand des Transparenzversprechens von Papst Franziskus.
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"PAPST FRANZISKUS, IST DAS WIRKLICH TRANSPARENZ?" 

Wir wissen immer noch nicht, ob die 5 Vatican-Mitarbeiter, die während der Untersuchung wg. des Erwerbs einer Londoner Luxusimmobilie suspendiert wurden, Anklage erhoben wird oder nicht. Alles scheint nach einem Jahr nach den spektakulären Durchsuchungen und Beschlagnahmen beim Staatssekretariat und der Finanzaufsicht zum Stillsatnd gekommen zu sein. Andererseits sind die Vaticanmitarbeiter suspendiert worden oder haben ihren Job verloren oder wurden versetzt. Diese Unsicherheit ist merkwürdig - wenn man bedenkt, daß es genug Zeit für eine Voruntersuchung gab. 

Das ist jedoch nicht die einzige Situation im Vatican, die in der Schwebe ist. Die Freigabe des McCarrick-Berichts ist vor langer Zeit versprochen worden und er wird jetzt am 10. November veröffentlicht, 2 Jahre nach der Zusage.  Für diejenigen, die sich nicht an den Fall erinnern- McCarrick ist der emeritierte Erzbischof von Washington, ein Kardinal, den Papst Franziskus in den Laienstand zurück versetzt hat, nachdem das Mißbrauchs-Netzwerk (sowohl sexuellen als auch Machtmißbrauchs) des Erzbishofs bekannt wurde. McCarricks Netzwerk hatte in den Spitzenrängen viele Komplizen, die davon  wußten und nicht darüber sprachen. McCarrick hatte viele Unterstützer im Vatican: McCarrick genoß de facto hohes Ansehen- bis er in Ungnade fiel. 

Kardinal Angelo Beccius Fall ist ebenfalls in der Schwebe. Kardinal Becciu hat erlebt, wie sein Leben sich innerhalb von 20 Minuten aus dem Nichts heraus veränderte: der Papst forderte ihn auf, als Präfekt der Heiligsporechungskongregation zurückzutreten und auf seine Rechte als Kardinal zu verzichten. Kardinal Becciu wurde auch seines Amtes als Delegierter des Papstes beim Malteser Orden enthoben. Die Gründe, die den Papst dazu bewogen haben, Becciu diese Forderungen zu stellen sind offiziell unbekannt. Es ist sogar unklar, ob es eine Untersuchung gegen Kardinal Becciu gibt oder nicht. 

Immer häufiger hat Papst Franziskus sein Engagement in der Korruptionsbekämpfung unterstrichen, Er hat das kürzlich in einem Interview wiederholt. das er in letzter Zeit der italienischen Nachrtichtenagentur ADNKronos gegeben hat.

Papst Franziskus hat immer sein klares Engagement für Transparenz betont, sowohl bei finanziellen Belangen als auch beim Thema sexuellen Mißbrauchs Minderjähriger.

Der Papst hat als persönlicher Garant  für alle juristischen Angelegenheiten und Entscheidungen agiert. 

Vor dem Vatileaks-Prozess von 2015 hat der Papst darüber am Ende eines Angelus gesprochen und gesagt, daß er bereits von Informationen wisse, die in den Medien erscheinen und daß er bereits an Maßnahmen dagegen arbeite. 

Sonntag, 8. November 2020

Fundstück

domradio.de berichtet über die Trauerfeier für die Terroropfer von Nizza.                                                Hier geht´s zum Original:    klicken

Unter dem Titel

"FRANKREICH GEDENKT TERROR- OPFER VON NIZZA

"RELIGIÖSE FEIER SEI KEIN VERGEHEN"

 beginnt der Artikel so - ZITAT: 

"In einer bewegenden Trauerfeier hat Frankreich der Opfer des Terroranschlags in der Basilika Notre-Dame von Nizza gedacht. Frankreichs Premierminister Castex sprach von einem Angriff auf Identität, Freiheit und Kultur.
Castex sagte bei der Feier am Samstag auf dem Schlosshügel der südfranzösischen Stadt, der Terrorismus greife "unsere Identität..., unsere Freiheit, unsere Kultur und schließlich unser Leben" an. Der Feind sei der radikale Islamismus, eine politische Ideologie, die die muslimische Religion entstelle. "Ein Feind, den die Regierung unerbittlich bekämpft, indem sie sich mit den notwendigen Mitteln ausstattet und täglich alle ihre Kräfte mobilisiert", so der Premierminister." (...)

Quelle: domradio.de

 

Die Malteser Ritter haben einen neuen Leutnant gewählt.

Wie ACI/Stampa berichtet, haben die stimmberechtigten Malteser-Ritter in Rom Fra´ Marco Luzzago zum neuen Leutnant gewählt.

"Fra´ Marco Luzzago ist heute morgen mit großer Mehrheit zum Leutnant der Großmeisters des Souveränen Malteser Ordens gewählt worden. Der vollständige Staatsrat - das Wahlgremium- hat sich am 7. und 8. November in Rom in der Villa Magistrale, einem der beiden institutionellen Amtssitze des Malteser Ordens, versammelt. Alle Phasen haben sich unter vollständiger Berücksichtigung der Anti-Covid-Maßnahmen abgespielt.  

Es waren 44 Teilnehmer- von 56 Stimmberechtigten- beim Staatsrat anwesend. Sie sind aus Argentinien, Peru, den USA, Libanon, Frankreich, Schweden Österreich, Deutschland, den Niederlanden, Spanien, Tschechien, Ungarn, Polen, der Schweiz, Malta und Italien gekommen. 

Der Neugewählte in der Leitung des Souveränen Malteser Ordens hat heute Nachmittag vor den Mitgliedern des Staatsrates und dem Delegierten des Papstes, dem zum Kardinal gewählten Silvano Maria Tomasi, den Eid abgelegt. 

Fra´ Marco Luzzago folgt auf Fra´ Giacomo Dalla Torre del Tempio di Sanguinetto, Fürst und 80. Großmeister, der am vergangenen 29. April verstarb. 

Papst Franziskus wurde inzwischen durch einen Brief von der Wahl verständigt. Der Reihe nach wurden alle Großpriorate, Unterpriorate und nationalen Vereinigungen des Souveränen Malteser Ordens in der Welt benachrichtigt- gemeinsam mit 110 Staaten, mit denen der Malteser Orden diplomatische Beziehungen unterhält. 

Der Leutnant des Großmeisters - der für ein Jahr im Amt bleibt- hat sich an die Mitglieder des Staatsrates gewandt und gesagt: "der Hl. Geist hat seinen Blick wohlwollend auf mich gerichtet. Ich danke jedem von euch, der sein Vertrauen in mich gesetzt und durch eure Anwesenheit hier und heute eine große Liebe und eine große Zuneigung für unseren Orden gezeigt hat.  Ich kann meinerseits nur meine maximale Entschlossenheit versichern, den Herausforderungen entgegen zu treten, die in den nächsten Monaten auf uns warten. Zuerst die Reform der Verfassungs-Charta und des Kodex - die von unserem verstorbenen Fra´ Giacomo, zu dem in diesem Augenblick meine Gedanken gehen, mit so viel Kraft vorangetragen wurde. 

1959 in Brescia geboren - hat Fra´ Marco Luzzago nach dem Abitur bei den Franziskaner-Brüdern- mehrere Jahre an den Universitäten von Padua und Parma Medizin studiert, bevor er gerufen wurde, die Familienaktivitäten zu leiten. Er hat viele Jahre lang Geschäfte in der Konsumgüterindustrie und im Großhandel gearbeitet.

Tweet zum Tage

  Am 8. November hat der Malteser Orden  Fra´ Marco Luzzago zum Leutnant des Großmeisters gewählt

Fr. Hunwicke spricht....

bei liturgicalnotes heute über einige Antworten auf seine kürzlich vorgetragene Bitte, doch einen passenden Titel für das aktuelle Pontifikat zu finden - vielleicht auf - okratie oder -archie endend. 
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"EINIGE EXZELLENTE VORSCHLÄGE ALS ANTWORT AUF MEINEN ULTRAHYPER..."

....nachdem ich um einen neuen Begriff, der vielleicht auf  -okratie oder -archie endet, zur Beschreibung der "Bullies" gebeten habe. Aber nach Erzbischoif Viganòs letztem Text über PFs vielgeliebte Lavendel-Mafia - mit Namen, Daten und Fakten- sollten wir viellecht an einem einfachen, netten "Die Herrschaft der Evitas" festhalten.

Übrigens....Bobby Mickens erwartet nicht, daß der McCarrick-Report sauber darüber berichtet, was wer wann wußte. Ich bezweifle nicht, daß er Recht hat. Man hat uns nicht gesagt, wer von Kieran Conrys Womanizing wußt, als er für das Bischofsamt nominiert wurde. 

Die Archive der Regierung Ihrer Majestät werden nach 30 Jahren für die Forschung geöffnet...wenn die Archive von Westminster auch nach diesem Prinzip arbeiten, müssen wir noch weitere 10 Jahre warten."

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J.Hunwicke


 

Heute in Rom...

 wählt der Souveräne Staatsrat des Malteser Ordens den neuen Großmeister oder den Leutnant ad interim. 


Samstag, 7. November 2020

Musik am Abend

 G.P. Telemann - Konzert für 3 Trompeten und 2 Oboen in D-Dur

               

(Nicht ganz) Neues vom Malteser Orden: der Brandbrief eines Ritters

Am Tag der Wahl des neuen Großmeisters des Maltesder Ordens hat Marco Tosatti bei Stilum Curiae den Hilferuf in Briefform eines Maltese Ritters an den Papst veröffentlicht.
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"MALTA: EXTREMER APPELL EINES ITALIENISCHEN MALTESER-RITTERS AN DEN PAPST"

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, diejenigen, die uns folgen, wissen, mit welchem ​​Interesse wir seit Jahren die stürmischen Ereignisse beim Souveränen Militärorden von Malta verfolgen, der Ziel einer beispiellosen institutionellen Gewalt durch den amtierenden Papst wurde, in Übereinstimmung mit Personen, Interessengruppen und Mächten, die alles andere als transparent sind, unter Missachtung der Normen von Gerechtigkeit und Gesetzen, sowohl vatikanischer als auch internationaler. Eine beispiellose Arroganz, die diejenigen, die im Orden leben und glauben, zutiefst verletzt. Wir veröffentlichen heute den Appell eines italienischen Ritters der Ehre und Hingabe, der sich an den Papst wandte- in der - ich weiß nicht, wie begründeten- Hoffnung auf ein spätes Erwachen.  Gute Lektüre.                       

§§§

An Seine Heiligkeit den Papst
Vatican-Stadt

Rom, 21 Oktober 2020

betr. den Souveränen Militärordern von Malta


Beatissimo Padre, 
ich heiße Giuseppe Scammacca und diene dem Malteser Orden seit 1976, seit ich 19 Jahre alt war.
Der letzte Auftrag, den ich bekam, war die Einrichtung einer Kommission für die Reform der Verfassungs-Charta und des Kodex, an dem ich viele Monate offiziell und noch heute inoffiziell gearbeitet habe, im Interesse der Ritter des Rechts- mit denen ich in ständigem Kontakt stehe.
Aus diesem Grund bin ich in letzter Zeit Kardinal Becciu -in seiner Eigenschaft als Delegierter Eurer Heiligkeit für die Ordensreform- mehrmals begegnet. Ich glaube, daß ich Seiner Eminenz viele Informationen über die tatsächliche Funktionsweise der Malteser Strukturen und ihre Störungen gegeben habe, die bei der Auswertung der Untersuchungen der Kommission und allgemein bei der Verwaltung des Ordens entstanden sind. 

Besonders heute gibt es viele Prozeduren, die nicht mit den Regeln der Kirche und des Kanonischen Rechts übereinstimmen- sowohl hinsichtlich der Wahl (de facto Ernennung) der Mitglieder des kommenden vollständigen Staatsrates, die den nächsten Großmeister oder Leutnant des Großmeisters wählen sollen, als auch bei der Ausübung außerordentlicher Aktionen- wenn der derzeitige Leutnant ad interim diese Befugnisse nicht besitzt.
Wir haben mit Seiner Eminenz Becciu speziell über die Rechtmäßigkeit und die völlige Einbeziehung der geweihten Ritter gesprochen, weil sie die geistige und historische Essenz des Ordens darstellen und der Kardinal, der die Mängel des Ordens jetrzt sehr gut kennt, hat immer besonders auf diesen beiden Punkten bestanden- auch und besonders in seinen Mittielungen an den Leutnant ad interim und den Souveränen Rat.

Heiligkeit, ich bitte Euch von ganzem Herzen, den jetzt von einer Gruppe von Rittern des Gehorsams stattfindenden Laisierungsprozess zu beenden, dessen Ziel die Abschaffung der Seele des Ordens - also der Klasse der Religiösen- der Ritter des Rechts- ist. Es genügt, festzustellen, daß von 2011 bis heute die Zahl der Fra´ von 67 auf 45 zurück gegenangen ist- viele Religiöse mit einfacher Profess wurden in diesen Jahren gezwungen, den religiösen Weg zu verlassen und in den Laienrang zurück zu kehren.
Jetzt geschieht alles hinter den Kulissen und jede Entscheidung wird von einer sehr kleinen Gruppe von Rittern getroffen, die jedoch nicht mehr den Orden, sondern sich selbst vertreten. Viele von ihnen leben dank des Ordens und haben kein anderes Einkommen als das, das sich aus denr Appanage ergibt, die sie erhalten. Und das bei völligem Fehlen an Kommunikation und Transparenz.

Freitag, 6. November 2020

Tweet zum Tage

Heute vor 10 Jahren, am 6. November 2010 sagte Papst Benedikt XVI in Santiago de Ceompostella : "Es besteht eine enge und nötige Verbindung zwischen Wahrheit und Freiheit. Dei ehrliche Suche nach der Wahrheit, das Streben nach ihr, ist die Voraussetzung für eine wirkliche Freiheit."

Gilt das Legalitätsprizip noch im Vatican?

Marco Tosatti kommentiert bei Stilum Curiae das neue motu proprio zum Recht der Bischöfe in ihren Diözesen eigenständig Institute Geweihten Lebens zu errichten.
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"SO NIMMT EIN AUTOKRATISCHER PAPST DEN BISCHÖFEN FREIHEIT" 

Liebe Freunde von Stilum Curiae, diese Nachricht ist zum Schweigen der großen Presse vorüber gegangen, wurde aber von den für Kirchliches Sensiblen wahrgenommen. Wir hatten ein langes Gespräch mit einem alten Freund innerhalb der Kurie und haben einige Punkte dieser Unterhaltung gewählt, die bestätigen, daß dieses Pontifikat- entstanden unter dem Zeichen von Autokratie und Voreingenommenheit-unverdrossen auf diesem Weg weitergeht. Darunter leiden die wirklich, die an die Katholische Kirche als einen Ort der Freiheit und Gerechtigkeit glauben. Gute Lektüre

§§§

 "DER PAPST ÄNDERT WIEDER  DEN CODE. ALTERNATIVE LESARTEN" 

Heute am 4. November hat uns der Papst der Barmherzigkeit - weil , wie Sie wissen die anderen alle scheußlich und schelcht waren- eine weitere Perle seiner sehr persönlichen Sicht des Kirchenrechts, die sich fast an den antijuristischen Tendenzen zu orientieren scheint, die sie Jahre unmittelbar nach dem II. Vaticanischen Konzil befallen hatten, aber teilweise von Paul VI, vor allem aber von Johannes Paul II gebremst wurden, der 1983 den neuen Kodex des Kanonischen Rechts promulgierte. Wir sagen "scheint",weil wir bezweifeln, daß der Oberste Gesetzgeber sich dieser Theorien voll bewußt ist, weil seine  eigene Sicht eine rein irnstumentelle. auf klassisch südamerikanischer Kurzsichtigkeit basierende ist. 

Inwzwischen sind wir an einen peinlichen Grad legaler Flexibilität gewöhnt...nicht nur bei den DPCM (den nationalen Covid-19-Einschränkungsmaßnahmen der ital. Regierung) sondern auch bei motu proprio. Und in der Welt des Vaticans lehrt man uns durch die Legalismen als "liebende Mutter" [motu proprio vom 4. Juni 2016] oder Ihr seid das Licht der Welt [motu proprio von 7. Mai 2019], das seit Jahrhunderten garantierte Gesetze sprengte und jene sakrosankten Rechtsprinzipien erschütterte, die die Kirche in der Vergangenheit die Welt gelehrt hatte. Es braucht nur einen Federstrich und das Gesetz wird nach Bedarf des Fürsten umgestaltet- mit allem Respekt für das Legalitätsprinzip - wie der Historiker Roberto De Mattei in seinem Artikel vom Juli 2019 "Stirbt das Legalitätsprinzip in der Kirche?"  in Erinnerung ruft.

Und so hat er heute ein neues motu proprio veröffentlicht- Authenticum charismatis- durch das der Text von Kanon 579 des Kodex des Kanonischen Rechts reformiert wird, der bisher so lautete: "Diözesanbischöfe -jeder auf seinem Territorium- können durch förmlichen Erlass Institute des Geweihten Lebens errichten, sofern der Hl. Stuhl zuvor konsultiert wurde" (Episcopi dioecesani in suo quisque territorio Instituta vitae consecrate formali decreto eritere possunt. Dummodo Sedes Apostolica consulta fuerit) .
Jetzt heißt es: Diözesanbischöfe- jeder auf seinem Territorium- kann nach vorheriger Genehmigung durch den Apostolischen Stuhl - formal Institute geweihten Lebens errichten. (Episcopi dioecesani in suo quisque territorio instituta viate consecrata formali decreto valid erigere possunt- praevia licentia Sedis Apostolicae scripto data.)

Festgeläut für Kardinal Pell...

So beginnt der Artikel von Sandro Magister bei Settimo Cielo über die neuesten Anordnungen des Papstes für das Staatssekretariat und die Veröffentlichung eines Briefes durch das vaticanische Pressebüro dazu.
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"FESTGELÄUT FÜR KARDINAL PELL. UND TOTENGLÖCKCHEN FÜR DAS STAATSSEKRETARIAT" "Vaticanische Angelegenheiten. Pells Rache am Staatssekretariat "  das war der Titel eines Beitrags von Settimo Cielo vom vergangenen 11. Juni. 

Aber heute läuten wegen dieser Rache die Festglocken. Weil der Pressesaal des Hl. Stuhls den Text eines Briefes von Papst Franziskus veröffentlicht hat, der den Verantwortlichen im Staatssekretariat den Gnadenstoß gibt, die 2017 die Reformpläne des australischen Kardinals abgelehnt und herabgewürdigt  hatten. (Für die Chronik - das war der selbe Papst Franziskus, der George Pell die Vollmacht zur Reform der Vaticanfinanzen gegeben hatte und sie dann schnell zum Vorteil von dessen Gegnern widerrief- um sie dann heute- in einer erneuten Wende-wieder zur Unterstützung des Kardinals zu verwenden)

Der Gesamttext des Briefes von Franziskus an Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin steht auch auf Seite 7 der heutigen Ausgabe des Osservatore Romano - mit Hinweis auf der 1. Seite. 

Der Brief trägt das Datum vom 25. Augsut und endet damit, die darin angegebenen Änderungen für den 1. November festzulegen. 

Offensichtlich hat man sich aber im Staatssekretariat nicht mit der erforderlichen Sorgfalt ans Werk gemacht, angesichts dessen, daß gestern am 4. November - wie der Pressesaal der Hl. Stuhls informierte-  Kardinal Parolin und die übrigen Amtsinhaber sich beim Papst zu einem ersten Treffen für die Umsetzung dieses Unterfangens versammelt haben.

Das Unterfangen besteht vor allem aus dem, was das Staatssekretariat bisher immer zu tun verweigert hat: die Übergabe seines gesamten beweglichen und unbeweglichen Vermögens an die Zentralbank des Vaticans- die APSA- unter der Kontrolle des Wirtschaftssekretariates", d.h. dem ursprünglich von Kardinal Pell geleiteten Amt.

Aber der Papst sagt noch mehr in seinem Brief.

Er bezieht sich ausdrücklich auf die in "London durchgeführten Investitionen" und den berüchtigten "Centurion-Fond" - aus dem- so ordnet er es an- sie schnellstmöglich aussteigen, oder zumindest damit so umgehen sollen, daß alle Risiken für die Reputation azúsgeschlossen werden. 

Das Staatssekretariat wird über seine gewöhnlichen Einnahmen und Ausgaben Rechenschaft ablegen und die Zustimmung dazu einholen müssen. Auch seine geheimen Aktivitäten müssen von der Kommission "für vertrauliche Angelegentheiten" geprüft werden, die vor kurzem unter der Führung von Kardinal Kevin Farrell eingerichtet wurde.

Das Staatssekretarit wird jetzt sehr viel weniger vorgeben können, die wirtschaftlichen und finanziellen Aktivitäten irgendeiner Einheit der Hl. Stuhls zu überwachen. 

Insgesamt- und "wenn man bedenkt, daß das Staatssekretariat das Patrimonium weder verwalten noch handhaben kann, wäre es angebracht, seinen eigenen administrativen Auftrag- oder seine Existenzberechtigung neu zu bewerten. "

Das vom Papst für diese Enteignung festgelegte Datum "terminus ad quem" war wie gesagt der 1. November, das Fest Allerheiligen. 

Vielleicht wäre der 2. November, der Tag der Toten, angemessener gewesen." 

Quelle: S. Magister, Settimo Cielo 

Donnerstag, 5. November 2020

Fundstück

domradio.de berichtet über den Gedenkmarsch von Religionsvertretern nach dem Mordanschlag von Wien. Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel:

"AUFSTEHEN GEGEN HASS, HETZE UND GEWALT" 

beginnt der Artikel so - ZITAT

"Mit einem Gedenkmarsch durch die Wiener Innenstadt zu den Orten des Terroranschlags vom Montag haben Spitzenvertreter der Religionen am Donnerstag ihre Verbundenheit und ihren Zusammenhalt zum Ausdruck gebracht.

An dem stillen Gedenken für die Opfer der islamistischen Anschläge nahmen neben dem Initiator, Wiens Gemeinderabbiner Schlomo Hofmeister, Kardinal Christoph Schönborn, der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft Ümit Vural, der orthodoxe Metropolit Arsenios (Kardamakis) und der evangelisch-lutherische Bischof Michael Chalupka teil."  (...)

Quelle; domradio.de


Fr. Hunwicke spricht....

bei liturgicalnotes heute über einen von ihm selbst geprägten Begriff für das aktuelle Pontifikat. 
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"ULTRASUPERHYPERUEBERPAPALISMUS" 

Am 4. November ein guter Text bei Fr. Zed über den jüngsten imperialen Griff zur Macht im Vatican, der die Autorität der Diözesan-Bischöfe weiter beschneidet. 

Die Säkularen Medien interessieren sich nicht für Details, Sie werden - kretinhaft- weiter unter dem Eindruck stehen, daß PF "liberal" ist und dem "II. Vaticanum folgt".

Wo hat PF die Subsidiarität in den Vaticanischen Gärten begraben? In der Nähe des Pachamama-Baumes? 

Wir brauchen einen neuen Ausdruck.- auf Basis des Griechischen- eine "-archie" oder eine "-okratie"- für die Herrschaft der "bullies",  um dieses immer gruseligere Pontifikat zu benennen. 

Inzwischen können die FFI beantragen, ins Guiness-Buch der Rekorde aufgenommen zu werden- als die Religiöse Institution, die am längsten unter "besonderer Behandlung " steht. 

Quelle. liturgicalnotes, Fr. J. Hunwicke