Samstag, 14. November 2020

Fr. Hunwicke spricht...

bei liturgicalnotes heute über einen Sinneswandel bei Massimo Faggioli und R. Mickens wegen der Nichterfüllung der Wünsche, die sie an Papst Franziskus hatten und über das kleine aber bedeutende Wort "aber".
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"LA SYNODALITÉ C´ EST MOI" 

So schreibt Massimo Faggioli jetzt in La Croix sarkastisch über PF, im Mr. Mickens kleinem Medium. Seit PFs Reaktion auf die Amazonas-Synode, die die Leute massenweise inadäquat fanden, scheint in einigen Kreisen das Gefühl aufzukommen, daß PF nicht mehr ganz das tut, was sie von ihm wollten und erwarteten. Wie Faggioli klarmacht, wurden strukturelle Veränderungen im Amt. einen verheirateten Klerus und die Weihe für Frauen erwartet. Statt dessen (und ich bin überrascht, daß dem so wenig Aufmerksamkeit gewidmet wurde) betonte PF stark die Notwendigkeit , daß das Weiheämter  nur für Männer zugänglich ist. Also- statt diesse Tür ein bißchen geöffnet wurde, ist sie noch fester zugeschlagen worden . Sollte ein imaginärer zukünftiger Papst solche Veränderungen wünschen, wäre er genötigt, einen Weg um die Statements des Hl. Pauls VI und des Hl. Johannes Pauls II herum zu finden, und auch um die von Papst Franziskus. Das ist für einige definitiv nicht das, Was Der Doktor Verschrieben Hat.

Nachdem sie dann als enthusiastische Ultrahyperpapalisten gedacht hatten, daß PF ihr biegsames Instrument sei, wurden diese Leute immer gereizter. 

Und ich vermute, daß da auch etwas Merkwürdiges im Hinblick auf die "Deutsche Synode" ist. Diese Initiative wurde von Bruder Teuton lauthals als "bindend" proklamiert. Das bedeutet, daß von Diözesan-Bischöfen erwartet wird. ihr zu gehorchen. Aber die Jurisdiktion, die von BEnedikt XVI und Müller unverändert gelassen wurde, betont das Prinzip, daß ein Diözesanbischof nicht von einer Bischofskonferenz überstimmt werden kann. Wenn es bei einer Bischofskonferenz Einstimmigkeit gibt, dann ist definitionsgemäß ihre Lehre die Lehre jedes individuellen Bischofs. Aber wenn ein Thema keine Einstimmigkeit erreicht,  muß die Sache dem Hl. Stuhl vorgetragen werden. Deshalb ist die "Bindende Synode" eine  krude, rüpelhafte Methode zu versuchen, die den Bischofskonferenzen auferlegten Beschränkungen zu umgehen.

Ökumene in Zeiten der Herausforderung durch Migration und Flüchtlingsströme

A. Gagliarducci kommentiert bei La Nuova Bussola Quotidiana die aktuellen Bemühungen des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen um Fortschritte in der Ökumene.  Hier geht´s zum Original: klicken

"ÖKUMENISMUS, DREI INITIATIVEN UND ZWEI DOKUMENTE IN ARBEIT" 

Der Päpstliche Rat zur Förderung der Einheit der Christen arbeitet an drei Initiativen und zwei Dokumenten, die die ökumenische Zusammenarbeit weiter entwickeln sollen.

Drei Initiativen des Lenkungsausschusses für den orthodox-katholischen Dialog, zwei Veröffentlichungen der Gemeinsamen Arbeitsgruppe zwischen der katholischen Kirche und dem Ökumenischen Rat der Kirchen: das sind die nächsten Schritte des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, um neue Brücken des Dialogs zu finden.

Der Lenkungsausschuss für den katholisch-orthodoxen Dialog der Pro-Oriente-Stiftung fand virtuell am 6. und 7. November 2020  statt. Die Katholische Kirche wurde bei dieser dritten Sitzung von Pater Hyacinthe Destivelle O.P. , Mitarbeiter der Orientabteilung des 2018 gegründeten  Pro-Oriente-Dicasteriums, repräsentiert. 

Das Komitée setzt sich aus 16 katholischen und orthodoxen Theologen zusammen und das Ziel ihrer Initiative ist eine katholisch-orthodoxe Wiederannäherung. Zur Zeit gibt es drei Arbeitsgruppen, die Projekte zur Annäherung der Katholischen und der Orthodoxen Kirche fördern. 

Die erste ist die Gruppe "Heilung der Erinnerung" . Dieser Gruppe beschäftigt sich besonders mit sensiblen historischen Fragen in der Beziehung zwischen Orthodoxen und Katholiken- mit besonderer Betonung auf einigen besonderen Situationen im Mittleren Osten, dem Balkan und Osteuropa. 

Die zweite Arbeitsgruppe nennt sich "Verbindende Dialoge" und soll eine Datenbank einrichten, die Informationen und Dokumente zu den zwischen Katholiken und Orthodoxen in aller Welt begonnnen Dialogen sammelt und diese Dialoge zur Verfügung stellt. 

Die dritte Gruppe nennt sich "Rezeption und Inspiration". Diese Gruppe hat verschiedene Projekte vorgeschlagen, die die Rezeption der bei den Dialogen in der Gesesllschaft gesammelten Resultate erleichtern soll. 

Das sind drei sehr wichtige Arbeitsgruppen, die sich auf diese essentiellen Fragen konzentrieren. Vor allem in Osteuropa, wo die Orthodoxen Kirchen oft politisch genutzt und die Katholischen Kirchen auf dem Territorium sogar "absorbiert" wurden, ist das Thema der Heilung des Gedächtnisses von wesentlicher Bedeutung. Der bekannteste Fall ist der der Pseudosynode von Lemberg in der Ukraine. Die Erinnerung zu heilen bedeutet, den Holzwurm der Verfolgung beiseite zu legen und zur Ausgangssituation zurückzukehren, aber das sieht auch die Rückgabe der Kirchen an die Katholische Kirche vor, die später an die Orthodoxen gingen. Das wird nicht leicht werden. Darüber wird auf der vierten Sitzung des Ausschusses, die 2021 in Wien stattfinden soll, weiter gesprochen werden. 

Freitag, 13. November 2020

Fundstück

Barbara Stühlmeyer schreibt in "Die Tagespost" über die mögliche Eröffnung eines Seligsprechungsverfahrens für den Komponisten Anton Bruckner.

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Unter dem Titel:

"AUF DER TONLEITER IN DEN HIMMEL GELANGEN"

beginnt der Beitrag so- ZITAT:

"Die Eröffnung eines Seligsprechungsverfahrens für den Komponisten Anton Bruckner könnte gute Aussichten haben. Prominente Fürsprecher hat er schon.

Ich bin der Meinung, daß die Aufnahme Anton Bruckners in den Kreis der Seligen des Himmels gerechtfertigt wäre und daß es nötig ist, dasßjemand den Anstoß für eine solche Entscheidung gibt“, schrieb der kürzlich verstorbene Domkapellmeister Prälat Georg Ratzinger an Adelheid Geck, die seit vielen Jahren nicht nur ihr fachliches Wissen um die Tiefenschichten und die Wirkung der Werke Bruckners, sondern auch ihre ganz persönlichen Erfahrungen mit Anton Bruckner als Wegweiser in die himmlische Wirklichkeit teilt." (...)

Quelle: B. Stühlmeyer, Die Tagespost

Heute vor 45 Jahren

 am 13. November 1975 schrieb Papst Paul VI an den Ungarischen Präsidenten....

"Die Kirche verlangt für sich selbst die Freiheit, ihren spirutellen Dienst auszuüben und den Menschen ihre getreuen Dienste gemäß ihrer religiösen und moralischen Sendung anzubieten." 


S.Magister: Die drei Lektionen aus dem McCarrick- Bericht

Sandro Magister kommentiert bei Settimo Cielo den McCarrick-Bericht und findet drei Lektionen  darin. Hier geht´s zum Original:  klicken

"DIE DREI LEKTIONEN DES McCARRICK- REPORTS" 

Es gibt mindestens drei Lektionen, die in aus den am 10. November vom vaticanischen Staatsekretariat veröffentlichten 461 Seiten des Berichts über den Fall des früheren Kardinals Theodore McCarrick  finden kann. 

Die erste Lektion zeigt die Unangemessenheit der Antwort der Kirchenautoritäten- einschließlich der letzten drei Päpste auf die Anhäufung von Beschuldigungen gegen McCarrick. 

Diese Beschuldigungen erstrecken sich über den Zeitraum von Jahrzehnten. Aber erst im Juni 2017 -nach der ersten Veröffentlichung vom Mißbrauch eines Minderjährigen- kam es zum kanonischen Prozess und dem Urteil.

Alle vorherigen Beschuldigungen betrafen sexuelle Handlungen mit Jugendlichen und Erwachsenen- alle männlich. Handlungen, die McCarrick während seiner Zeit als Bischof von Metuchen und dann Newark an seiner Beute vornahm- werden - so liest ich der Bericht- in den USA als besodners  zwischen Pristern etwas Normales und Akzeptiertes betrachtet werden. 

Offensichtlich waren für die kirchlichen Autoritäten die Schwere dieser Handlungen nicht so zu beurteilen, daß sie eine sofortige und gründliche Feststellung der Wahrheit der Anschuldigungen erforderten. 

Eine gegenteilige Position nahm Kardinal John J.O´Connor (1920-2000), Erzbischof von New York ein, der am 28. Oktober 1999 in einem Brief an die Autoritäten im Vatican die Alarmglocken wegen der Schwere der Beschuldigungen gegen McCarrick am lautesten läutete. 

O´Connors Brief erreichte Papst Johannes Paul II und hatte zur Folge, daß die Beförderung McCarricks zum Erzbischof von Washington blockiert wurde, wie es auch kurz vorher aus den selben Gründen und wieder auf Druck von O´Connor für die Bischofssitze von Chicago und New York passiert war. 

Aber im Jahr 2000 änderte Johannes Paul II  plötzlich seine Sichtweise und setzte McCarrick in Washington ein. Der Grund dafür war- ohne Zweifel- ein Brief McCarricks an den Sekretär des Papstes, Stanislaw Dziwisz,  in dem er schwor, daß er "nie sexuelle Beziehungen zu irgendeiner Person, männlich oder weiblich, jung oder alt, Kleriker oder Laie gehabt habe". Aber der Bericht stellt auch fest, daß es möglich erscheint, daß die Erfahrungen Johannes Pauls II mit falschen Beschuldigungen gegen Bischöfe in Polen- mit dem Ziel die Rolle der Kirche zu untergraben, ihn dazu bewogen, dem Leugnen McCarricks zu glauben." 

2001 wurde McCarrick auch zum Kardinal gemacht. Und er hatte für fast 6 Jahre Kevin Farrell als Generalvikar der Diözese Washington neben sich, der später sagte "er habe nie eine einzige unpassende Geste" seines Vorgesetzten gesehen, sondern nur "alte Gerüchte" gegen ihn gehört zu haben, die auf alle Fälle "keine sexuellen Aktivitäten betrafen." Und das trotz der Tatsache, daß während dieser Jahre- eine Nachricht, die ihm nicht entgangen sein konnte- die beiden Diözesen von Metuchen und Newark, deren Bischof McCarrick gewesen war, zig-tausende von Dollars bezahlt hatten, als Abfindung in Streitfällen mit früheren Priestern, die ihn des sexuellen Mißbrauchs beschuldigt hatten. Laut dem Bericht beteiligte sich McCarrick mit 10.000 $ an der Summe, die die Diözese von Metuchen bezahlen mußte.

Donnerstag, 12. November 2020

Fundstück

Beginnend mit der Apostolischen Sukzession denkt M Karger in einem Artikel in "Die Tagespost" über den Stellenwert der Tradition für Glauben und Kirche und über ihre Verfügbarkeit im sog. "ökumenischen Prozess",nach.
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Unter dem Titel: 

"TRADITION GIBT DER KIRCHE IHRE ORIENTIERUNG"

beginnt der Artikel so- ZITAT: 

"Was ist Tradition? Im Mutterland der Reformation bleibt die apostolische Überlieferung ein Streitobjekt. Dabei gibt es von Paulus bis Benedikt XVI. eine Fülle von Texten und Impulsen, um Schrift, Liturgie und Frömmigkeit miteinander stimmig in Beziehung zu setzen. (...).

Einer Zulassung von evangelischen und reformierten Christen zur Kommunion stehe nichts mehr im Weg. Dies behauptet das ökumenische Konsenspapier "Gemeinsam am Tisch des Herrn . Zwei bedenkliche Vorentscheidungen haben die Verfasser, darunter der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Georg Bätzing, dabei getroffen. Zuerst haben sie die angeblich uneinheitliche Vielgestaltigkeit der im Neuen Testament bezeugten "liturgischen Feiergestalten und ihrer theologischen Deutungen" zur Norm erklärt. Gegenüber solcher Beliebigkeit hat das an der Wende zum ersten Jahrhundert nachweisbare Weiheamt seine Verbindlichkeit verloren." (...)

Quelle: Die Tagerspost, M. Karger

Gagliarducci zum McCarrick-Bericht: mehr Fragen als Antworten?

A. Gagliarducci analysiert und kommentiert in einem Leitartikel für La Nuova Bussola Quotidiana den gestern im Vatican veröffentlichten McCarrick-Bericht.
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"McCARRICK, DIE SCHWULE LOBBY MACHT EINEN WEITEREN PUNKT" 

Der McCarrick-Report offenbart eine erhebliche Toleranz gegenüber homosexuellen Praktiken des Klerus, die nur dann angegriffen werden, wenn die Mißbrauchten minderjährig sind. Und er ignoriert, daß die causa McCarrick nur die Spitze des Eisbergs eines Machtsystems ist, das von der schwulen Lobby kontrolliert wird. 

Es gibt keinen Zweifel, daß es sich um eine Wahrheitsoperation handelt, wie es angekündigt wurde, oder eine "surreale Mystifizierungs-Operation" , wie Erzbischof Carlo Maria Viganòs sie sofort definiert hat, daß der gestern im Vatican präsentierte McCarrick-Bericht dazu führen wird, mehr Fragen aufzuwerfen, als zu beantworten. 

In Erwartung weiterer spezifischer Vertiefungen zum Geschehen um den Ex-Kardinal und Erzbischof von Washington Theodore McCarrick gibt es zwei Fragen, die ins Auge springen- die beide mit Homosexualität zusammenhängen: die erste betrifftt die Tolerierung homosexueller Praktiken-auch beim Klerus; die zweite die Vertuschung der Existenz einer schweulen Lobby und eines Systems, das die Karriere von Klerikern dieser Tendenz fördert. 

Was den ersten Punkt angeht: obwohl die Person McCarrick aus dem Bericht als Serientäter hervorgeht, kam es erst 2017 zu einer massiven Reaktion, als die ersten Beschuldigungen vom Mißbrauch Minderjähriger aufkamen. Das wird in mehreren Punkten im Bericht unterstrichen, aber auch durch die Daten, auf denen der Direktor der Vaticanischen Kommunikation, A. Tornielli in seinem Leitartikel besteht, der den auf den Nachrichtenportalen des Vaticans präsentierten Bericht vorstellt. Nach Jahren voller Gerüchte und anonymer Briefe und "unbegründeter" Anschuldigungen, die sich auf "unmoralisches Verhalten gegenüber Erwachsenen" beziehen- erklärt Tornielli- "änderte sich alles mit dem Auftreten der ersten Beschuldigungen wg. Mißbrauchs eines Minderjährigen. Die sehr ernste und beispiellose Anordnung der Entlassung aus dem Klerikerstand kam am Ende eines schnellen Kanonischen Gerichtsverfahrens. "

Mittwoch, 11. November 2020

St Martin

                                                HEILIGER MARTIN BITTE FÜR UNS!   

An einem Martinstag ohne Umzüge (man hätte sie vielleicht als Demo anmelden sollen?)  lesen wir bei jobos blog. in 12 Punkten, was es mit diesem Heiligen und seinem Festtag auf sich hat.  

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Unter dem Titel:

"HINTER DEM MANTEL" 

beginnt der Beitrag von Johannes Bordat so- ZITAT:

"Die Martinszüge und Martinsspiele mit der berühmten Mantelteilung fallen in diesem Jahr größtenteils den (notwendigen) Corona-Beschränkungen zum Opfer. Gelegenheit, sich die Frage zu stellen: Wer ist der Mann hinter dem Mantel? Zwölf Sankt Martins-Fakten." (...)

Quelle: jobosblog.

Am 11.11. 2007 hat Papst Benedikt XVI beim Angelus über den Hl. Martin gesprochen. Hier geht´s zum Originaltext:  klicken  der so beginnt- ZITAT:

"Die Kirche gedenkt heute, am 11. November, des hl. Martin, Bischof von Tours, eines der berühmtesten und am meisten verehrten Heiligen in Europa. Er wurde um 316 als Sohn heidnischer Eltern in Pannonien, im heutigen Ungarn, geboren und dann vom Vater für die Militärlaufbahn bestimmt. Bereits als Jüngling begegnete Martin dem Christentum; nach Überwindung vieler Schwierigkeiten schrieb er sich als Katechumene ein, um sich auf die Taufe vorzubereiten. Er empfing das Sakrament im Alter von ungefähr zwanzig Jahren, mußte aber noch lange Zeit im Heer bleiben, wo er von seiner neuen Lebensweise Zeugnis ablegte: er war allen gegenüber respektvoll und entgegenkommend; er behandelte seinen Leibdiener wie einen Bruder und mied niedrige Vergnügungen. Nach seiner Verabschiedung aus dem Militärdienst begab er sich nach Poitiers in Frankreich zum heiligen Bischof Hilarius. Dieser weihte ihn zum Diakon und Priester." (...)

Quelle: La Santa Sede, LEV

 

Sandro Magister: Wie der Papst das Konklave vorbereitet....Fortsetzung

Fortsetzung von hier und hier

"Aber da ist mehr. Seit Jahren sind Gregory, Grech und mehr noch Semeraro aktive Unterstützer einer Änderung der Lehre und Praxis der Kirche in Sachen Homosexualität gewesen. In seiner Diözese Albano ist Semeraro Gastgeber des jährlichen Forums der italienischen LGBT-Christen. Und er hat das Vorwort für das neue Buch "Mögliche Liebe. Homosexuelle und die christliche Moral" von Fr. Aristide Fumagalli geschrieben, Professor an der Theologischen Fakultät Mailand und italienische Version des amerikanische  Jesuiten James Martin, einer noch berühmteren Muse der neuen homosexuellen Moral, den auch zu loben, Papst Franziskus nicht versäumt hat.

Aufmerksamkeit muß man auch den Aktionen widmen, die Franziskus in den vergangenen Wochen bzgl. einiger Kardinäle unternommen hat, die ihm nahe stehen. 

Das Beunruhigendste passierte am 5. Oktober mit der Ernennung von Kardinal Kevin Farrell zum Präsidenten des Vatican-Amtes zur Handhabung "vertraulicher Materie", was bedeutet, jener Dinge die aus dem Rahmen des Gewöhnlichen fallen und durch rigoroseste Geheimhaltung geschützt sind. 

Farrell, 73, in  Dublin geboren und später Bischof in den USA war in seiner Jugend Mitglied bei den Legionären Christi, seit 2016 Präfekt des Dicasteriums für Laien, Familie und Leben und seit Februar 2019 Camerlengo des Kardinalskollegiums, also derjenige, der die Kirche in der Periode zwischen dem Tod eines Papstes und der Wahl eines Nachfolgers leitet. 

Es ist klar, daß Papst Franziskus mit dieser Serie von Beförderungen Farrell -augenscheinlich sein Stolz und seine Freude- mit einer ungewöhnlichen Anhäufung von Macht betraut hat. 

Und das trotz der Schatten auf seiner Biographie als Kardinal, die bis heute ungeklärt sind. 

Seine nebulösesten Jahre sind die als Weihbischof und Generalvikar von Washington, er war engster Mitarbeiter und Vertrauter des damaligen Leiters der Erzdiözese, Kardinal Theodore McCarrick, mit dem er sich von 2002 bis 2006 auch eine Wohnung teilte. 

Während dieser Jahre zahlten die beiden Diözesen von Metuchen und Newark, wo McCarrick zuvor Bischof gewesen war, zigtausende Dollars- zur Begleichung der Rechtsstreitigkeiten mit früheren Priestern, die ihn beschuldigten, sie sexuell mißbraucht zu haben. Und McCarrick war bereits das Ziel weitergehender Beschuldigungen wegen Mißbrauchs, Beschuldigungen, die massiver wurden und an Glaubwürdigkeit gewannen- bis zu seiner endgültigen Verurteilung und Zurückversetzung in den Laienstand 2018.

Aber trotz dieser engen Nähe zu McCarrick hat Farrell immer behauptet, daß er während dieser Jahre nie "irgendeinen Grund für einen Verdacht" wegen illegitimen Verhaltens des Kardinals gehabt habe, der sein Chef, Mentor und Freund war. 

Im Oktober 2018 hat Papst Franziskus die Veröffentlichung eines Berichts versprochen, der Licht auf die Vertuschung und Komplizenschaft werfen sollte, deren sich McCarrick im Kirchenlager bis hinauf in die höchsten Ränge erfreut haben soll. 

Aber Farrells Ernennung zum Aufseher über die vertraulichsten Angelegenheiten stellt nicht sicher, daß dieser Bericht, dessen Veröffentlichung für morgen, 10. November angekündigt wurde- vollständige Klarheit schaffen wird. 

Als Präfekt für das Familiendicasterium hinterließ Farrell auch seinen Stempel, indem er 2018 den Jesuiten Martin zum Sprecher beim Weltfamilientreffen in Dublin machte, für dessen pro- LGBT-Buch "Eine Brücke bauen" er das Vorwort geschrieben hatte. 

Unser Platz auf dem Schlachtfeld....

Roberto De Mattei  hat sich Gedanken über die aktuelle Situation nach der Wahl in den USA und den Platz der Christen auf dem globalen Schlachtfeld  gemacht- veröffentlicht hat Rorate Caeli seine Gedanken. Hier geht´s zum Original - klicken

"DE MATTEI: UNSER PLATZ AUF DEM SCHLACHTFELD" 

Eine berühmte Zeile von William Shakespeares Stück "Wie es Euch gefällt" geht so: "Die ganze Welt it eine Bühne und alle Männer und Frauen nur Schauspieler" (Akt II, Szene VII) 

Es ist Weisheit in diesem Satz, aber wir könnten genauer sagen: "Die ganze Welt ist ein Schlachtfeld und alle Männer und Frauen sind in diesen Krieg verwickelt". 

Das ist immer wahr, aber besonders heute. Man kann es nicht leugnen. 

Die Wahlen in den USA sind gerade vorbei. Aber sind sie wirklich vorüber? Der amtierende Präsident ist bis zum 20. Januar offiziell Donald Trump, der den Sieg seines Feindes nicht anerkannt hat, der von den Mainstream-Medien bereits inthronisiert wurde. Was wird von jetzt an bis zum 20. Januar passieren?  Zusätzlich zu den juristischen Schlachten ist Amerika in zwei politische Hälften geteilt, die zu zwei Ansichten der Welt geworden sind, für die es schwer sein wird, einen Grund für einen Kompromiss zu finden. Das Wahlergebnis hat wahrscheinlich einen Sieg für Biden ergeben, aber Trump erschien solider und Biden schwächer, als jeder erwartet hat. Das politische System der USA -das seit den Zeiten von Alexis de Tocqueville es in "Demokratie in Amerika"(1831) beschrieben hat, als Vorbild betrachtet wird, hat seine ganze Anfälligkeit gezeigt und ein Bürgerkriegs-Szenario (mehrmals vom britischen Historiker Neil Ferguson angesprochen) erscheint weniger weit hergeholt, als es zuerst scheinen mag. 

Aber die Aussicht auf einen Bürgerkrieg wird Europa nicht verschonen. Von Nizza bis Wien sind die Straßen und Plätze in Europa die Theaterbühne eines religiösen Konfliktes, der - laut des vom Journalisten Laurent Obertone in seiner Novelle "Guerilla: die Zeit der Barbaren" (Ring, paris 2019) beschriebenen dramatischen Bildes- über Nacht die Außenbezirke der großen Städte einbeziehen könnte. Neben einem asymmetrischen Krieg, der durch eine plötzliche Revolte an den urbanen Rändern ausgelöst werden könnte, sehen die Analytiker auch eine Rückkehr des "symmetrischen Konflikts" voraus, mit der Möglichkeit von Kriegen von Staat gegen Staat. 

So hat die Pariser Regierung z.B. eine zunehmend konfliktreiche Beziehung mit Erdogans Türkei, aber auch mit China - besonders nach dem, was in Neu-Kaledonien passierte, als am 4. Oktober in einem Unabhängigkeitsreferendum das Volk dafür stimmte, bei Frankreich zu bleiben und einen Beitritt zur chinesischen Sphäre ablehnte. Aber das kommunisitsche China wird nicht auf seinen Expansionismus im Pazifik verzichten und es könnte die chaotische Situation in den USA ausnutzen, um eine Invasion Taiwans zu versuchen- wenn nicht des ganzen Territoriums der Insel Taiwan- dann zumindest auf einzelnen Inseln, die unabhängig sind. Wie würden Joe Biden oder Donald Trump antworten? 

Aber die Welt ist auch im Krieg gegen einen unsichtbaren Feind, der zu Beginn des Jahres 2020 auftauchte: ein biologischer Krieg folgt dem politischen, kulturellen und psychologischen. Die Pandemie destabilisiert den Westen und könnte seinen sozialen Kollaps herbeiführen. 

Dienstag, 10. November 2020

Fr. Hunwicke spricht...

bei liturgicalnotes über die Lübecker Märtyrer, die am 10.11.1943, heute vor 77 Jahren in Hamburg durch das Fallbeil hingerichtet wurden. Wir wundern uns vielleicht ein wenig darüber, daß ein Engländer darüber berichten muß. Hier geht´s zum Original:  klicken

"10. NOVEMBER 1943: DIE GUILLOTINIERTEN PRIESTER VON LÜBECK" 
Am 10. November 1943 wurden drei Katholische Priester aus Lübeck einer nach dem anderen aus ihren Zellen geholt und in die Hinrichtungskammer gebracht und innerhalb von zwei oder drei Minuten guillotiniert. Sie waren für schuldig befunden worden, die deutschen Kriegsbemühungen zu sabotieren; mindestens einer von ihnen war beobachtet worden, wie er gegenüber Juden freundlich war. Zu ihren Verbrechen zählte auch die Lektüre der Predigten des Sel. Graf Clemens von Galen, Bischof und Bezeuger, in denen er bemerkte. daß angesichts der Politik seiner Regierung gegenüber den Behinderten Deutschland es nicht verdiene, den Krieg zu gewinnen. 

Seliger Johannes Prassek bitte für uns
Seliger Eduard Müller bitte für uns
Seliger Hermann Lange bitte für uns

Sie waren junge Priester,  das Introibo ad altare Dei, ad Deum qui laetificat juventutem meam war frisch auf ihren Lippen. Das war der wunderbare Holocaust ihres jungen Priestertums, ihr Blut, das den Boden bedeckte, war das Blut des Juden, der auf dem Altar an einem Kreuz starb. 

Und in ihrer Gesellschaft befand sich ein älterer lutheranischer Pastor, ihr Freund, der sein Blut mit dem ihren vermischte. 

Seliger Friedrich Stellbrink bitte für uns

Der Bischof von Osnabrück besuchte die Priester und tat, was er konnte, um ihre Hinrichtung zu verhindern. Die Lutherische "Kirche" verleugnete den Pastor und entfernte ihn aus seinem Amt. 

Ich bin sicher, daß das genau das ist, was der vulgäre Juden-hassende Gründer der Lutheraner sich gewünscht hätte." 

Quelle : liturgicalnotes,  Fr. J. Hunwicke

Sandro Magister: Wie der Papst das Konklave vorbereitet....

Sandro Magister analysiert und kommentiert bei Settimo Cielo die Kardinalsernennungen der jüngsten Zeit im Hinblick auf das kommende Konklave.
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"WIE FRANZISKUS DAS KONKLAVE VORBEREITET,  MIT SEINEN FAVORISIERTEN KARDINÄLEN" 

Es ist nicht länger eine Hypothese sondern eine Gewißheit. Wir wissen jetzt, daß Papst Franziskus seine GEdanken "vor allem anderen" darauf fixiert "was nach mir kommt"- das bedeutet auf das zukünftige Konklave, ob es früher oder später kommt. Das hat er selber vor einigen Tagen in einem Interview mit der Nachrichtenagentur ADN Kronos gesagt, in dem er son sich selbst sagte "Wir sind auf einer Mission von Gott" von den Blues Brothers- und zwar mit diesen Worten:

"Ich fürchte nichts, ich handle im Namen und im Auftrag Unseres Herrn. Bin ich verrückt? Etwas unvorsichtig? Ich weiß nicht, was ich sagen soll, mein Führer ist der Instinkt und der Hl. Geist." 

Im Endeffekt scheinen seine letzten Beförderungen und Entlassungen von alten und neuen Kardinälen genau darauf abzuzielen, ein Konklave nach seinem Geschmack vorzubereiten. 

Um anzufangen- Franziskus hat auf brutale Weise am 24. September ohne zu zögern einen Kardinal wie Giovanni Angelo Becciu beseite geschoben- ihn demontiert, der in einem Konklave -wenn nicht als Kandidat für die Nachfolge- sicher ein Großwähler gewesen wäre, fähig Dank seiner acht Jahre als Substitut im Staatssekretariat- im täglichen Kontakt mit dem Papst und dem Griff am Steuer der Weltkirche- eine eigene Rolle zu spielen.

Seiner Rechte als Kardinal entkleidet, kann Becciu nicht einmal am Konklave teilnehmen- auch wenn eiin Kirchenhistoriker wie Alberto Melloni das Gegenteil behauptet. 

Die Ursache dafür, daß er in Ungnade gefallen ist, soll die Zweckentfremdung von Geldern des Staatssekreatriates und des Peterspfennigs sein. Aber Becciu weiß auch, daß weder der Papst noch sein eigener persönlicher Vorgesetzter, Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, behaupten können. nichts mit den Vergehen zu tun zu haben, die ihm vorgeworfen werden. Tatsächlich soll ein Dokument der vaticanischen Magistratur, das jedem zugänglich ist, zeigt, daß Msgr. Becciu den Papst von seinen Anlagen- selbst die riskantesten- informiert habe und daß Letzterer ihnen zugestimmt habe und ein jüngster e-mail-Austausch zwischen Kardinal Parolin und der selbsternannten Geheimdienstexpertin Cecilia Marogna - vor Jahren von Becciu als eine der öffentlichen Angestellten rekrutiert- die jetzt beschuldigt wird, ihr anvertrautes Vaticanisches Vermögen sorglos unterschlagen und zweckentfremdet zu haben. 

Fundstück

Paul Badde berichtet bei CNA über sein neues Buch "Abendland"
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Unter dem Titel:

"DER NEUNTE NOVEMBER UND DIE APOKALYPSE" 

beginnt er Artikel so:

"Es gibt einen Schlüssel zum Geheimnis Europas. Das ist die Apokalypse des Sehers Johannes aus Patmos, die allen Umwälzungen unseres Erdteils durch Raum und Zeit in der einen oder anderen Weise, positiv oder negativ, geheimnisvoll wie ein Code zugrunde liegt. Es ist ein kurzer Text im letzten Buch der vielen Bücher der Bibel, wo es gegen Ende heißt: "Ich, Johannes, sah die Heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott her aus dem Himmel herabkommen."  (...)

Quelle: CNA, P. Badde

Rémi Brague zum islamischen Terrorismus gegen Christen in Europa

Lorenza Formicola hat für La Nuova Bussola Quotidiana Professor Rémi Brague zu den sich häufenden islamistischen Terroranschlägen gegen Christen in Europa interviewt. Rémi Brague ist Islamologe und emeritierter Professor für Mittelalterliche Arabische Philosophie. Papst Benedikt XVI stand während seines Pontifikates mit ihm im Dialog. 
Hier geht´s zum Original: klicken

"DIE ANGRIFFE AUF CHRISTEN, DAS PROJEKT EINES PRIMITIVEN ISLAMS"

Es ist das Christentum auf das gezielt wird. Die Terroristen fühlen sich als Vorkämpfer eines primitiven Islam, dem Mohammeds und der ersten Kalifen: einer Periode in der das Blut in Strömen floss. Aber die Muslime sehen ein chrislticheres Europa ale es sich selbst sieht." La Bussola im Dialog mit dem Islamologen Rèmi Brague: "Der Islam ist vor allem ein juristisches Projekt, sein Ziel ist, daß das islamische Recht (die Scharia) in der ganzen Welt Geltung erlangt." "Niemand ist mit den Christen solidarisch, wenn sie angegriffen werden." "Der Westen kann nur gerettet werden, wenn er die Realität akzeptiert, daß in ihm Gutes gibt." 

Es wird immer schwieriger aufrecht zu halten, daß diese Attentate im Namen Allahs nichts mit dem Islam zu tun haben, wie einige immer wiederholen. Und es ist das Christentum als solches, das ins Visier genommen wird. In diesem Interview mit Rèmi Brague - Professor em. für Mittelalterliche Arabische Philosophie an der Pariser Pantheon-Sorbonne Universität und Inhaber des Romano-Guardini-Lehrstuhls an der Ludwig-Maximilian-Universität München- versucht La Bussola den Rahmen dieses historischen Augenblicks  zu definieren. 

"Europa ist dem Islam ausgesetzt und in der Falle der Islamophobie. Frankreich und Österreich wurden als christliche Nationen ins Visier genommen- auch wenn keiner das zugibt und man immer noch von Fanatismus spricht. Erleben wir eine Krise der Weitergabe unseres Erbes?" 

"Es wir immer schwieriger, zu behaupten, daß diese Attentate, die im Namen Allahs verübt wurden, nichts mit dem Islam zu tun hätten, wie manche immer wieder behaupten. Und tatsächlich ist es das Christentum, das als solches ins Visier genommen wird. Die Ermordung von Pater Hamel und die Massakrierung der drei Menschen in Nizza - schuldig in einer Katholischen Kirche gewesen zu sein.- sind nur einige Beispiele. Sicher, die Terroristen fühlen sich als Vorkämpfer eines Islam-der nicht weniger authentisch ist als der der muslimischen Intellektuellen, die im Westen leben. "

"In welchem Sinn?"

"Von etwas, das dem primitiven Islam näher ist, dem von Mohammed und den ersten Kalifen: eine Periode, in der das Blut in Strömen floss. Die Muslime betrachten Europa als christlicher als Europa sich selbst sieht,  Es gibt einen praktizierenden Juden, der in New York lebt, Rechtsanwalt Joseph H.Weller, der u.a. in italienischer Sprache ein exzellentes kleine Buch geschrieben hat, das die christliche Identität Europas zeigt und verteidigt. Wenn ein Jude das schreibt, wird es vielleicht Zeit, daß Christen oder Ex-Christen die Lektion lernen."

"Der Islam ist mehr ein politisches als ein religiöses Projekt. Weiß die politische Klasse das nicht, oder fingiert sie die Ignoranz? "

"Der Islam ist nicht nur ein politisches Projekt, Er ist vor allem ein legislatives Projekt- Sein Ziel ist, zu garantieren, daß das islamische Recht (die Shari´a) in der ganzen Welt in Kraft tritt. Das Feld der Politik ist dabei nur ein Mittel zum Zweck. Zugunsten des Barmherzigkeitsprinzips ziehe ich es vor, zu denken, daß unsere Regierenden im Sinne einer Passiven Ignoranz unwissend sind, nicht absichtlich. Aber diese Ignoranz ist immer weniger entschuldbar." 

Montag, 9. November 2020

Musik

 Lullys große Motetten....Barockmusik in Versailles.