Mittwoch, 25. November 2020

Sandro Magister - Krieg gegen die Religionsfreiheit in Zeiten der Pandemie

Sandro Magister kommentiert in seinem blog "Settimo Cielo" die augenblickliche Gefährdung der Kirche und der Religionsfreiheit durch die pandemiebedingten Restriktionen, die den Kirche auferlegt werden und analysiert dann einen Beitrag des Jesuiten Felix Körner aus La Civiltà Cattolica zum Thema Religionsfreiheit.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"GESCHLOSSENE KIRCHEN. WAS SICH IM KRIEG GEGEN DIE RELIGIONSFREIHEIT GEÄNDERT HAT" 

Die von den verschiedenen Regierungen wegen der Corona-Pandemie verordneten Einschränkungen für Messfeiern in Kirchen sind im Vatican nicht unbemerkt geblieben. Wenn Papst Franziskus zuzhustuimmen scheint, tut das Staatssekretariat das nicht. Am 16. November hat Erzbischof Paul Richard Gallagher, der Sekretär für die Beziehungen zu den Staaten, bei einem Treffen, an dem jährlich viele Repräsentanten zahlreicher Regierungen aus aller Welt teilnehmen, dem  "Ministerial zur Förderung des Religions-und Glaubensfreiheit", gesprochen, um wegen dieser Restriktionen, die "die Relgionsfreiheit gefährden" die Alarmglocken zu läuten. 

Für die katholische Kirche hat Gallagher erklärt, daß der Zugang zu den Sakramenten de facto nicht nur eine logische Folge der Versammlungsfreiheit darstellt, sondern ein unabdingbares Attribut des Rechtes auf Relgionsfreiheit ist. 

Mit dieser Behauptung steht Gallagher direkt auf einer Linie mit den beiden jüngsten, gelehrten Dokumentationen- eine davon zur Relgionsfreiheit-, die die Internationale Theologen-Kommission in diesem Jahr mit Zustimmung des Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal Ladaria Ferrer, und unter dem "wohlwollenden Blick" des Hl. Vaters Franziskus veröffentlicht hat. - gewidmet der "Gegenseitigkeit zwischen Glaube und Sakramenten"

Eine Reziprozität, die für die ersten Christen so unauflöslich war, daß sie das Martyrium wert war: "sine dominico non possumujs" - sagten die Märtyrer con Abilene zu ihren Verfolgern- was aber heute die Pointe eines Witzes für den neu ernannten Kardinal Mario Grech ist, der kürzlich in einem Interview mit "La Civiltà  Cattolica"jene Christen, die unter dem Fehlen der Eucharistie-Feier während der Lock-downs leiden, des "Spirituellen Analphabetismus" beschuldigte, er sagte, daß die Saktramente ausgelassen werden können, weil es "andere Wege gibt, zum Mysterium zu gelangen". 

Tatsache ist, daß das Verbot der Messe und die Schließung der Kirchen nur der letzte Akt - zu rechtfertigen nur in seltenen und vorübergehenden Notfällen- zu einer Welle von Beschränkungen der Religionsfreiheit gehört, die seit Jahren auf globaler Ebene ständig zunehmen. 

Fundstück

Hanna Brockhaus hat den zum Kardinal ernannten Prediger des Papstes für CNA interwviewt. Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel:

"EINFACHER PRIESTER DER KIRCHE" UND KARDINAL: DER PREDIGER DES PAPSTES IM INTERVIEW" 

beginnt der Artikel so- ZITAT:
  

"Seit über 60 Jahren predigt Pater Raniero Cantalamessa als Priester das Wort Gottes  – und er beabsichtigt, dies auch weiterhin zu tun. Er bereitet sich darauf vor, in der nächsten Woche den roten Hut des Kardinals zu erhalten.

"Mein einziger Dienst für die Kirche besteht darin, das Wort Gottes zu verkünden, deshalb glaube ich, dass meine Ernennung zum Kardinal eine Anerkennung der lebenswichtigen Bedeutung des Wortes für die Kirche ist, mehr als eine Anerkennung meiner Person", sagte der Kapuziner gegenüber der CNA . " (...)

Quelle: H. Brockhaus, CNA 




 

Was wir vom Papst nicht brauchen...

Marco Tosatti veröffentlicht bei Stilum Curiae einen Brief den Luca Del Pozzo  dem Direktor der italienischen Tagespzeitung Il Foglio geschrieben hat.
Hier geht´s zum Original:  klicken

POZZO : "VOM PAPST BRAUCHEN WIR ALLES AUSSER VERWIRRUNG" 

Liebe Stilumcuriale. es erschein t uns interessant und nützlich, diesen Brief wiederzugeben, den Luca Del Pozzo an den Direktor von Il Foglio geschickt hat. Über das Thema, daß zur Zeit so viele Diskussionen auslöst.Gute Lektüre. P.S.; Der Artikel von vor einigen Tagen war in den dunklen Vorhöfen von S.C. vergraben; aber das Problem ist leider ein Evergreen....                

§§§ 

An den Direktor:  Beim offensichtlichen Versuch ihre Wirkung zu dämpfen und sie in einigen Fällen zu Nichtnachrichten zu erklären,  versuchen die meisten Kommentare zur päpstlichen Billigung ziviler gleichgeschlechtlicher Ehen zu versichern, daß -nein- die Doktrin sich nicht ändert und das Lehramt das gleiche wie immer bleibt. Das heißt, die Familie ist eine Sache- nämlich ein Vereinigung zwischen Mann und Frau- eine andere Sache ist alles, was man nicht Familie nennen kann. 

Kurz gesagt, nichts Neues unter der Sonne, wenn nicht eine weitere Bestätigung der Tatsache, daß jetzt der Schwerpunkt nicht auf die konkreten Bedürfnisse, die Akzeeptanz der Menschen und den Dialog mit ihnen gerichtet ist.

Aber mit diesen Begriffen zu diskutieren bedeutet, auf das Gesagte hinzuweisen, nicht in den Mond zu schauen. Weil, was hier auf dem Spiel steht, ist nicht die Ehelehre (zumindest nicht allein) sondern im Prinzip die Lehre über die Homosexualität. 

Und dann ist es schwer, zu glauben, daß sich das Lehramt der Kirche tatsächlich nicht geändert hat, als der Papst sagt, er befürworte, daß zwei Personem des gleichen Geschlechts dauerhaft zusammen leben können, weil eine solche Verbindung -wie wir uns vorstellen- nicht nur eine spirituelle sondern auch eine physische, fleischliche ist. 

Oder haben wir etwas übersehen? Nicht zufällig hat Vito Mancuso, ein Theologe, der keinerlei doktrinalen Rigidität oder des "Traditionalismus" verdächtig ist, gestern in "Repubblica" das, was der Papst sagte besonders mit Paragraph 2357 des Katechismus, der homosexuelle Handlungen als "in sich gestört" ,"denen man in keinem Fall zustimmen kann" -in Beziehung gesetzt, um zu unterstreichen, daß er glaubt, daß im Licht dieses Textes die explosive Neuheit der Worte von Franziskus klar ist, daß homosexuelle Personen "das Recht auf eine Familie haben". 

In der Tat. alles klar. Bleibt noch, zu verstehen ob es ein Zufall war, daß die Worte des Pontifex, von denen man sich leicht vorstellen konnte, daß sie ein planetarische Echo auslösen würden, auch wenn sie nur aus einem Dokumentarfilm stammen (und als solche für die Gläubigen, Laien -oder nicht -nicht bindend sind) mitten in den schönsten Skandalen veröffentlicht wurden-  den Skandalen rund um die Affäre Becciu und mit der deutschen Synode, deren Schlußfolgerungen bekanntermaßen häßliche Überraschungen für Rom bereithalten könnten.

Aber wenn die Worte des Pontifex auch als Mittel benutzt werden, um die Massen abzulenken oder als Olivenzweig gegenüber der stark schwankenden deutschen Kirche- muß noch beweisen werden, daß der Flicken nicht schlechter ist als das Loch  (umso mehr, als das Schicksal des Katholizismus in Europa nicht ganz oben auf der Agenda des aktuellen Pontifikates zu stehen scheint.)  

Und ohne die möglichen Auswirkungen- z.B, auf die Beziehung zu anderen Religionen zu vergessen - voran dem Islam, der eine -wie soll man sagen- eher rigide Vission zur Homosexualität u.ä. hat. Visionen, die kürzlich auch vom Groß-Imam von Al Azhar, Ahmed Al Tayyeb (ja, genau dem, mit dem Franziskus das Abu-Dhabe-Dokument unterzeichnet hat) bestätigt wurden und der in einem Interview zur Lesart des vergangenen 1. März ohne gemäßigte Worte sagte: "Der Islam ist gegen den, der die Ethik geringschätzt. Wenn das menschliche Gessetz Homosexualität erlaubt, ist das für den Islam nicht annehmbar") 

In einer bereits turbulenten und problematischen Phase des kirchlichen Lebens (ganz zu schweigen vom äußeren Kontext) brauchen die Gläubigen alles außer weitere Verwirrung." 

Luca Del Pozzo

Quelle: Stilum Curaie, M.Tosatti, L.Del Pozzo 
 
 
  





  

Dienstag, 24. November 2020

R.I.P.

Wie die Nachrichtenagenturen - so auch CNA- berichten, ist der ehemalige Kammerdiener von Papst Benedikt XVI Paolo Gabriele im Alter von 54 Jahren gestorben.
Hier geht´s zum Original :  klicken

Paolo Gabriele wurde berühmt-berüchtigt als eine Hauptfigur im 1. Vatileaks-Skandal, der zu einer Gefängnisdstrafe verurteilt und dann von Papst Benedikt XVI begnadigt wurde, der ihm auch verzieh.

Quelle: CNA 

Mozart am Abend

 

               

Fr. Hunwicke spricht

bei liturgicalnotes auf politisch sehr unkorrekte dafür aber umso anregendere Art über Sklaverei, Sklavenhalter und -befreier. Heilige und fehlende Denkmäler. Der Bezug zu den modernen Denkmalstürzern kann niemandem verborgen bleiben.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"SKLAVEREI ...FRAGEN"

1) ...ich thematisiere das...nicht als Agenda--nur aus Neugier....Welche Heilige, die wir kennen, waren Besitzer von Sklaven? Ich glaube mich zu erinnern- daß der Hl. Philemon im Byzantinischen Heiligenkalender steht. Und ich habe ein oder zwei vorsichtige Fragen:

2) Warum  gibt es kein großartiges Momument, das ins Auge fällt..für jene Küstenbewohner von Südwest-England, deren Dörfer von algerischen Korsaren überfallen und die gekidnappt und in die Sklaverei verkauft wurden? (Ich würde es Carn Brae nennen-erster und letzter Hügel- der Lands End überblickt; das würde der Tourismusindustrie von Cornwall helfen. Man könnte billige Repliken Arabischer Münzen aus der Sklaverei-Zeit verkaufen - zusammen mit anderen geschmacklosen Nippes der Art, die den niedrigeren Schichten so gefallen. "Entkomme deiner Arabischen Sklaverei"-Spiele, die lose auf dem Monopoly-Prinzip beruhen, wären ein großer Hit. Man könnte den Kindern Sklavenfesseln zum spielen schenken , "Sklaven-Peitschen" könnten exotischen Geschmäcker interessieren. Reichere Touristen aus Übersee würde gern Modelle von arabischen Sklavenschiffen kaufen und internet-Spiele. die es einem ermöglichen, hereinkommende Korsaren zu versenken-usw. usw. )

3) Gibt es bei Lepanto ein Denkmal, das an die glorreiche Befreiung der von den Türken ausgebeuteten christlichen (und anderen) Galeerensklaven erinnert? Wo könnt ich einen Video-clip finden, in dem Herr Erdogan sich für das Galeeren-Sklaven-System entschuldigt? (Was für eine Schande, daß Papst Montini-so ein dummer Mann- jene Lepanto-Banner am Bruder Türke zurück gab: sie hätten in Lepanto in einem Lepanto-Befreiungs-Schrein ausgestellt werden können.)

4) Ich bin sehr sicher, daß die Inkas und Azteken Sklaven hatten. Gehörten Sklaven zu denen, die lebend gehäutet und denen-bei lebendigem Leib- die Herzen herausgeschnitten wurden? Welche Monumente erinnern an die bewunderswerte Abschaffung dieser entsetzlichen indigenen Kulturen durch das Katholische Spanien, die mit der Befreiung ihrer Sklaven endete? 

5) Welche großen internationalen Studien gibt es über Afrikanische Stammeshäuptlinge, die Mitglieder geringerer Stämme versklavten und sie an die Händler verkauften, die sie an europäische Sklavenhändler weiterreichten? Welches ist die Sklaven-Connection der Benin Erz-Kultur? Wann werden die Erze geschmolzen und die Bronze für ein großes Denkmal benutzt- errichtet für die britischen Seeleute, die ihr Leben verloren, als sie den Sklavenhandel bekämpften? 

6) Welches Stadium hat die Kampagne erreicht, Washington (und Washington) umzubennen? Gibt es irgendwelche Länder, die politisch so unkorrekt sind, daß sie Porträts des Sklavenhalters Washington auf ihren elenden Münzen haben? Könnten wir ihn posthum wegen Verrats anklagen und seine Überreste am Tyburn aufhängen? Warum haben wir kein jährliches Todesfest dieses berüchtigten Mannes- mit Lagerfeuern aus Kirschholz und mit Bildern von Washington in effigie darauf - ...Prozessionen...Straßenfeste...am Tag seines Todes?" 

Quelle: Fr. J. Hunwicke, liturgicalnotes

Montag, 23. November 2020

Gagliarducci: Finanzskandal, Verschwörung, Geldwäsche, Moneyval, ein (?) SÜndenbock...und die Kirche?

In seiner heutigen Kolumne in Monday in the Vatican analysiert und kommenteirt A. Gagliarducci den derzeitigen Stand der Dinge im vaticanischen Finanzs-Skandal und der causa Becciu und die möglichen -jetzt schon absehbaren-Folgen. Außerdem geht es auch um einen Pressekrieg in Italien. 
Hier geht´s zum Original:  klicken

"PAPST FRANZISKUS UND DIE VATICAN- VERSCHWÖRUNGEN"

Am Ende hat Kardinal Angeklo Becciu das italienische Magazin L´Espresso wegen einer Verleumdungskampagne gegen ihn  verklagt. Die Klage legt eine Setre von Details vor, die darflegen, daß es eine Veschwörung gegen den Kardinal gab. Das Wort "Verschwörung" wurde zuerst von Vittorio Feltri, dem Herausgeber der italienischen Zeitung Libero erwähnt. Feltri benutzt ausführliche Zitate aus den Klageschrift, um besser erklären zu können, was Kardinal Becciu  passiert ist.

Was war die Verschwörung? Feltri notiert die Theorie, daß während die Inspektoren von Moneyval ihren vor-Ort-Besuch im Vatican machten, wollte der Vatican einen bedeutednen Kopf auf dem Silbertablett servieren- um das ehrliche Interesse des Hl. Stuhls am Kampf gegen Geldwäsche zu betonen. 

Um die Geschichte zu verstehen, müssen wir sie zurück verfolgen. Am 24. September geht Kardinal Angelo Becciu zu einer regulären Audienz mit dem Papst. Nach 20 Minuten forderte der Papst ihn auf, von seinem Posten als Präfekt der Heiligsprechungskongregation zurückzutreten und auf seine Vorrechte als Kardinal zu verzichten., Die Nachricht von seinem Amtsverzicht wird vom Pressebüro des Hl.Stuhls veröffentlicht, bevor der Kardinal sie kommunzieren kann. In einer Pressekonferenz am nächsten Tag wird Kardinal Becciu erklären, daß der Papst ihm sagte, er könne ihm nicht mehr vertrauen, weil die Richter des Vaticans herausfanden, daß er angeblich zugunsten eines seiner Verwandten Gelder veruntreut habe. 

Noch in der gleichen Woche  veröffentichte L`Espresso einen investigativen Bericht über die angebliche Vetternwirtschaft Beccius gegenüber seiner Familie- indem er Gelder zweckentfremdete (oder bat darum ) an Unternehmen deren Besitzer oder Mizbesitzer seine Brüder waren. Während dieser Zeit war er noch Substsitut im Staatssekretariat. 

Von da an veröffentlichte L´Espresso fünf in die Tiefe gehende Artikel über Kardinal Beccius Aktivitäten. Der erste landete vor seiner Veröffentlichung auf dem Schreibtisch des Papstes. Maurizio Mollinari. Herausgeber der Repubblica (die Zeitung gehört zum selben Verlag wie L´Éspresso)sagte in einer Fernsehsendung daß im Büro am Tag von Beccius Rücktritt große Aufregung gehreescht habe. Weil sie im selben Gebäude und vom selben Verleger herausgebracht wird, wußten die Journalisten von Repubblica vom Espresso-Scoop. Aber sie wußten auch- fügte Molinari hinzu, daß einige bereits gedruckte Kopien, die bereit zhur Auslieferung an die GEschäfte waren, irrtümlicherweise ans Domus Sanctae Marthae geleifert wurden, in dem der Papst lebt. Laut Kardinal Becciu hielt der Papst eine Kopie des Magazins in den Händen, als er ihn aufforderte zurückzutreten.

Kardinal Beccius Anwalt geht noch weiter und analysierte die Quell-codes der website des L´Espresso. So entdeckten sie, daß das Magazin den Text über Beccius Rücktritt bereits 8 Stunden vor dem geplanten Treffen Beccius mit dem Papst verfaßt und gepostet hatte. Das kann man  nicht erfinden- Quellen-codes sind präzise. 

Tweet zum Tage

 Kardinal Robert Sarah: 

"Ich lade Sie ein, für unserer Brüder in Armenien zu beten. für die Gläubigen, die Priester, die Mönche und Nonnen. Ich habe diese Märtyrer des Glaubens  jeden Tag in meinem Gebet- die von der Welt  einfach vergessen werden. Hab Mitleid- Jesus."

Sonntag, 22. November 2020

Heilige Caecilia bitte für uns!

In Zeiten, in denen in den Kirchen nicht gesunden werden darf....das Sanctus aus der Caecilienmesse von Gounod 


                

Assisi: Altbekannte Slogans, kein Christus

Riccardo Cascioli kommentiert bei La Nuova Bussola Quotidiana die drei Tage von Assisi und den dort beschlossenen Pakt.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"IM PAKT VON ASSISI IST KEIN PLATZ FÜR CHRISTUS" 

Die drei virtuellen, der "Wirtschaft von Franziskus" gewidmeten Tage von Assisi sind zuende gegangen- mit vielen Slogans und der Entscheidung, einen Prozess in Gang zu setzen, der neue Instrumente finden soll, um die wirtschaftlichen und sozialen Strukturen in der Welt zu überwinden. Eine ganz und gar horizontale Perspektive, auch in der abschließenden Video Botschaft von Papst Franziskus , die an die Vision einer integralen, menschlichen Entwicklung erinnert,- wie sie von Papst Paul VI sie in Populorum Progressio und vom Benedikt XVI in Caritas in Veritate definiert wurde. 

"EINFÜHRUNG DER NACHHALTIGEN ENTWICKLUNG"     von Maurizio Milano 

Zwischen der Einladung von einer glücklichen Zukunft mit einer "neuen" Wirtsvhaft zu träumen und den Lösungvorschlägen, die wir reichlich gehört haben, sind gestern die drei Tage der "Wirtschaft von Franziskus"  und die vom Papst gewollte -Begegnung von Assisi zuende gegangen, an der cirka 2000  junge Wirtschaftsfachleute- und Forscher aus 115 Ländern teilgenommen haben. Und es war Papst Franziskus, der diese Begegnung mit einer Videobotschaft beendete, in der er unterstrich, was man von dieser Begegnung erwartet hatte - die offensichtlich der Anfang eines Prozesses ist (vergessen Sie diesen Ausdruck nicht- einen Prozess anfangen- Wege verfolgen, Horizonte erweitern, Zugehörigkeit schaffen...) 

Die Zunkunft bauen, als ob sie ein weißes Blatt wäre, auf das man zeichnen soll. ist zweifllos der Leitfaden für die drei Tage gewesen, in denen man es für selbstverständlich hielt, daß man die egenwärtigen Welt abschaffen sollte, -tatsächlich steht sie bereits am Rand des Abgrunds -indem die aktuelle Pandemie wie Vorsehung erscheint, weil sie die nötigen Änderungen erleichtert, die bereits auf Grund des Klima-Alarms vorgesehen sind. 

Wir brauchen eine Veränderung, wir wollen eine Veränderung, wir suchen Veränderung" hat der Papst gesagt und seine Rede aus dem Jahr 2015 vor den Volks-Bewegungen zitiert. In Assisi wurden die Slogans wiederholt:Tod dem BIP, denken wir an das Glück, Kampf der Ungleicheit, Träumen ist ein Menschenrecht etc., und einige Vorschläge, die diejnigen wiederholen, die bereits beim Klima-Ökologismus, der Energiewende, grüner Wirtschaft usw. in Mode sind. "Null Kohlenstoffemission, keine Wohlstandskonzentration, keine Arbeitslosigkeit"- beschwört Muhammad Yunus, der "Bankier der Armen", Erfinder der Mikrokredite in Bangladesh. Und der unvermeidliche Jeffrey Sachs -mit einer Karriere als Ökonom bei den UN, heute Direktor des Earth-Institute an der Clumbia-Universität und Hauptberater des Hl. Stuhls - schlägt das Modell der nordeuropäischen Sozialdemokratien vor, die "glücklichen Gesellschaften"sind, weil sie die "geringste Ungleichheit haben" : hohe Steuern und viele Dienstleistungen für alle. 

Wenn wir auf das Treffen von Assisi schauen fallen zwei fundamentale Fragen ins Auge:

Erstens -  daß wir in der schlechtesten aller Welten leben. "Das aktuelle Weltsystem ist unter diversen Gesichtspunkten nicht nachhaltig" sagte Papst Franziskus in seiner Videobotschaft und bezog sich dabei immer auf sich selbst- diesmal auf die Enzyklika Laudato Si ´ - bzgl, unserer Schwester Erde, die so schwer mißhandelt und ausgebeutet wird- wie auch so viele arme Ausgeschlossene. Das gehört zusammen: man beutet die Erde aus und es gibt viele arme Ausgeschlossene. 

Die vielen Sprecher bei diesen drei Tagen lagen alle auf der selben Wellenlänge. Das Problem liegt in den Industrieländern, den Sklaven eines perversen Produktions-Verbrauchs-Zyklus, die die Natur brutal ausbeuten, ihre Ressourcen plündern und so größere Armnut schaffen. 

Die realen Daten erzählen uns allerdings eine ganz andere Geschichte: die Umweltindikatoren sind in den industrialisierten Ländern deutlich besser, wo die Verschmutzung abnimmt, die Waldfläche wächst, die biologische Vielfalt besser geschützt wird.  Aber im Allgemeinen haben sich die Lebensbedingungen auf der ganzen Welt deutlich verbessert, und selbst die ärmsten Länder sind - mit wenigen Ausnahmen - weniger arm als vor 50 bis 100 Jahren. Ein Beweis dafür ist, daß wir seit vielen Jahrzehnten keine schweren Hungersnöte mehr erlebt haben. Dies bedeutet nicht, daß alles perfekt läuft, weit davon entfernt: Wir können den Skandal vieler Bevölkerungsgruppen, die immer noch unterernährt sind und keine angemessenen Lebensbedingungen haben, nicht ignorieren, wenn es heute mehr als genug Ressourcen, Nahrung und sonstiges für alle Bewohner des Planeten gibt.

Fundstück

Bernd Meuser befaßt sich in "Dir Tagespost" mit der Frage des Umgangs der Kirche mit Apostaten.Hier geht´s zum Original: klicken

Unter dem Titel:

"TAGESPOSTING: DAS SPIEL DER APOSTATEN" 

beginnt der Artikel so: 

"Wer sich als Arbeitnehmer öffentlich illoyal zum Arbeitgeber zeigt, wer als VW-Manager mit einem BMW erscheint, muss mit deutlichen Konsequenzen rechnen. In der Kirche hingegen leugnen Funktionsträger Teile der Lehre, Leben offen in Sünde oder wenden sich gar gegen die Schöpfungsordnung. Was haben Sie zu befürchten, außer als mutige Kritiker gefeiert zu werden?"

Quelle: B.Meuser, Die Tagespost

Samstag, 21. November 2020

Fr. Hunwicke spricht....

heute beim liturgicalnotes darüber, wer Ratzingers Jesus von Nazareth gelesen hat und wer nicht, Hier geht´s zum Original:  klicken

"DER PAPST, DIE RABBIS UND DER ANGLIKANISCHE BISCHOF"

Die BBC (Beeb) -die gute alte, gealterte Hure hat jeden Morgen auf dem Home Service eine süße kleine Religions-Sendezeit - mit Namen...nein, nicht "ein Prophetisches Wort" , nicht über "Wahrheit und Macht" ...sondern (wie very English) "Gedanken zum Tage". Vor kurzem machte das einer dieser lustigen anglikanischen Bischöfe, die froh sind, wenn sie sich ausdrücklich freiwillig verpflichten können, den Zeitgeist nicht anzugreifen.

Wie viele solche Leute, zelebrierte dieser Bischof den Tod einer bedeutenden Persönlichkeit mit einer  "Knuff- Wink-Ich habe ihn gekannt -Aktion " Er tat das, indem er auf den verstorbenen großen Rabbi Lord Sacks herabstieß..."der zu mir sagte: "James, weißt du, was die drei außergewöhnlichsten Worte Jesu sind?"

Die Antwort ist: "Ich aber sage ..." (Mt. 5:21,27,31,33,38,44) Warum ich diesen Wortwechsel interessant finde, ist daß genau diese Wahrnehmung ziemlich ausführlich in Joseph Ratzingers "Jesus von Nazareth" diskutiert wird, wo der Autor mit Rabbi Neusner über die Bergpredigt debattiert.. 

Natürlich gibt es solche Komplikationen wie einen möglichen Zufall. Aber ich bin ziemlich sicher, daß Sacks den Ratzingerr gelesen hat...und der Bischof nicht.

Und weiter...denke ich, daß Lord Sacks, der nicht dumm war, wußte, daß der Bischof Ratzinger nicht gelesen haben würde!! 

Ho- was denken Sie- hoho- ich denke das auch. " 

 Quelle: liturgicalnotes, Fr-J.Hunwicke

Der McCarrick-Bericht: 4 Schurken und ein Held ????

So lautet die knappe Zusammenfassung des McCarrick-Berichts von P. Stravinskas im Catholicworldreports. 
Hier geht´s zum Original:  klicken

"DER McCARRICK-BERICHT: 4 SCHURKEN, EIN  HEILIGER UND VIELE UNBEWANTWORTETE FRAGEN"

Auf gewisse Weise ist der Bericht hilfreich, aber sündigt auf andere Art durch Auslassung. Seine allgemeine Richtung und sein Hauptziel aber sind klar und das ist, Papst Franziskus für vollkommen untadelig zu erklären. 

Vor einigen Monaten wiesen unbestätigte Gerüchte darauf hin, daß der lange erwartete McCarrick-Bericht 600 Seiten stark sein würde. Wie sich jetzt herausstellt, umfaßt der englische Text 449 Seiten. Eine sehr nachdenklicher Person im Vatican hat die Medien mit einer 14-seitigen Zusammenfassung versorgt. Ich möchte noch gütiger sein und unseren Lesern ein Zusammenfassung in zwei Sätzen präsentieren. Es gibt 4 Schurken und einen Heiligen. Die Schurken sind Karol,Wojtyla, Stanislaw Dziwicz, Jodeph Ratzinger und Carlo Maria Viganò, der Heilige ist Jorge Mario Bergoglio. 

Das Dokument liest sich trotz seiner legalistischen Struktur wie ein Roman, tatsächlich wäre ich überrascht, wenn nicht schon jemand einen Film plante. Die Gesamtlänge und die 1410 Fußnoten würden einen schließen lassen, daß er umfassend und völlig transparent ist. Näheres Hinschauen spricht gegen eine solche Interpretation. Schauen wir etwas näher hin . 

Jedem fair Denkenden  ist klar, daß Theodore McCarrick - ob schuldig oder unschuldig- von Papst Franziskus als persönliche "Trophäe" benutzt wurde, mit der er vor den Bischöfen, die am Vatican-Gipfeltreffen 2018 über sexuellen Mißrauch teilgenommen haben, herumwedelte. "Die Laisierung McCarricks ist ein Beweis, daß ich (Franziskus) dieses Thema ernst nehme." Aber ist es das, was der McCarrick-Report enhüllt?

Die Zeugnisse- von mindestens einer der Mütter und eines der Priesters sind seltsam und nach keinem Standard glaubwürdig. Hat man ihnen deshalb so viel Platz im Bericht eingeräumt? Um (subtil) anzudeuten, daß die meisten möglichen Zeugen für McCarricks Mißbrauch nicht die überzeugendsten sind und deshalb die Autoritäten wegen ihres Nichthandelns zu diskreditieren? Ich würde einem solchen Gedanken nicht widersprechen. Nachdem das alles gesagt ist- mit Spielraum für die Zeugnisse, -warum sind wir nicht mt der Zeugenaussage McCarricks vor demTribunal der Erzdiözese New York vertraut gemacht worden? 

Die angenommene Grundlage für die Versetzung McCarricks in den Laienstand war der Mißbrauch Minderjähriger (und Angebote während des Bußsakramentes). Warum sind diese Aussagen nicht enthalten, wo doch die beiden Beschuldigungen so öffentlich vorgebracht wurden? Weil diese Geschichten de facto nicht sehr glaubwürdig sind (worauf  viele Psychologen und Strafvollzugsmitarbeiter hingewisesn haben) McCarricks modus operandi war nicht auf Kinder gerichtet, sein Interesse galt jungen Männern. Die Beschuldigung wegen der "Angebote"ist angesichts dessen bizarr: wenn McCarrick einen so leichten Zugang zu  potentiellen Opfern gehabt hätte, warum mußte er dann das Bußsakrament prostituieren? Einer der Priester, der Mißbrauch angibt, sagt, daß er Zeuge war, wie McCarrick und ein Priester miteinander sexuell aktiv waren und dann zur Beichte - der eine jeweils beim anderen- gingen (und so eine automatische Exkommunikation auslösten) wobei McCarrick gegenüber dem angenommenen Zuschauer scherzte, daß er eines Tages vielleicht einem Bischof die Beichte abnehmen müsse! Über alle Maßen bizarr.

Freitag, 20. November 2020

Musik

 

               

Tosatti: Msgr. ICS fragt sich, warum die Repubblica Scalfari immer noch schreiben läßt- aus Respekt oder aus Tücke?

M. Tosatti veröffentlicht bei Sitlum Curiae einen Kommentsr von Msgr. ICS zum neuesten Versuch Eugenio Scalfari in eiem Artikel in La Repubblica Papst Franziskus gegen imaginäre Feinde zu verteidigen.Hier geht´s zum Original:  klicken

"MSGR ICS: SCALFARI WILL DEN PAPST VERTEIDIGEN, VERGISST ABER WOVOR" 

Am dritten Tag hintereinander hat Msgr. ICS die Repubblica gekauft und gelesen. Aber dieses mal gab es ein warum...und welches warum, sagt er uns selber. Gute Lektüre. 

§§§

"Repubblica: "Warum den Papst verteidigen" von Eugenio Scalfari. Aber warum sagt er nicht: 

Lieber Tosatti, ich habe mich geopfert, Ich habe die Repubblica gekauft und ich habe sie gelesen. Aber ich habe keine Erklärung von Scalfari dafür gefunden, warum er Papst Franziskus verteidigt:

Meiner Meinung nach hat Scalfari angefangen zu schreiben und dann vergessen, was er sagen wollte, Er beginnt damit, das internationale Prestige Bergoglios zu loben und gibt sofort zu verstehen, daß es Bergoglio ist, der den Ruf der Jesuiten aufwertet. Aber er erklärt nicht. warum er ihn verteidigt, außer weil er sein Freund ist. 

Außerdem schenkt er uns eine realistischere Hypothese: man muß Bergoglio verteidigen, weil er religiösen Synchretismus macht, weil er einen einzigen und vor allem nicht christlichen Gott propagiert. (Pachamama?)

Aber das sagt er seit Jahren. Dann verliert Scalfari sich ein bißchen und erklärt, daß wir ihn auch unterstützen müssen, weil der arme Papst Franziskus wegen Covid-19 nicht dahin reisen kann, wohin er möchte ("er ist gezwungen im päpsltichen Apartamento zu bleiben").

Ich habe mich gefragt, warum sie ihn noch schreiben lassen, den armen Eugenio. Aus Respekt oder aus Tücke? 

Das bewunderswerte Alter des Gründers der Repubblica sollte Respekt verdienen, auch von der Repubblica, oder nicht? 

Einen Artikel zu veröffentlichen, ohne Anfang und Ende- der von einer Person mit Problemen wg. ihres senilen Alters geschrieben worden zu sein scheint, scheint mir eine implizite Trennung zu bedeuten-  zwischen der neuen Repubblica und ihrem alten, mißhandelten Gründer, der Papst Franziskus verteidigen will, aber vergessen hat warum. Dramatisch.

Als ich den Titel las, habe ich etwas ganz anderes erwartet- etwa "wir mssen Papst Franziskus vor mehreren Feinden verteidigen, nicht nur vor den üblichen vier unterbewerteten alten Traditionalisten (mit  Zahnersatz) sondern auch ganz anderen. 

Wir haben sehr wohl verstanden, daß Xi Jinping ihn nicht schätzt und ihn benutzt. Wir wissen, daß Biden an einer Politik des Wirtschaftswachstums arbeitet, die jene Wirtschaft von Franziskus verleugnet. Merkel und Macron ignorieren ihn und beziehen ihn nicht in ihre Überlegungen ein.

Die jüdische Welt liebt ihn nicht, die islamische auch nicht, trotz seiner Versuche, sich bei ihnen einzuschmeicheln, 

Nicht einmal die Jesuiten schätzen ihn. Wahrscheinlich sind die einzigen, die ihn unterstützen, die Fratelli Freimaurer. Aber die von der "Wegwerf-Gesellschaft"...

Quelle: Stilum Curiae, M. Tosatti, Msgr. ICS