Freitag, 9. April 2021

Fr. Hunwicke spricht....

bei liturgicalnotes heute über Hans Küng R.I.P. , den Priester  
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"HANS KÜNG, PRIESTER" 

Küng war die genau definierten Ikone des heterodoxen und aggressiven Liberalismus. Er beschrieb sich selbst als Opfer der Inquisition, weil Rom ihm das Recht abgesprochen hatte, zu behaupten, daß seine Worte und Schriften authentische Katholische Lehre seien. Aber Rom hat seine kanonischen Rechte als Katholischer Priester nicht angetastet. Obwohl er die Anathemata des I. Vaticanischen Konzils förmlich mißachtete, wurde er- anders als der arme Döllinger- nie exkommuniziert, Er nahm eine weltliche Professur an. Natürlich haben die liberalen Medien auf ihre putzig-perverse Weise das als das "Zum-Schweigen-Bringen"  Küngs beschrieben. 

Dennoch hat er- natürlich- dagegen protestiert, daß die Exkommunizierung der Bischöfe der FSSPX zurückgenommen wurde! Naja, würde er doch - oder nicht?- wie ein berühmter Höfling einst sagte. 

Sogar einer seiner eigenen Bewunderer fühlte sich dazu bewegt, das Verhalten Küngs als das eines "zweiten Lehramts" zu beschreiben...und kommentierte, daß ihm ein Lehramt ausreiche. Wenn behauptet wird, Küng hätte Papst werden können, vergessen die Leute, daß die Grenzen und Beschränkungen, die dem Petrinischen Amt innewohnen, für ein so unverbesserlich arrogantes Individuum nie akzeptabel gewesen wären. 

Aber Küng war ein Mann, dessen gepanzerter Mangel an Selbstzweifeln bedeutete, daß er nie vergaß und nie vergab. Möge Gott ihm gewähren, daß er jetzt- endlich- vergeben kann, wenn ihm die volle Vergebung des Vaters bedingungslos angeboten wird. Und Ihnen, lieber Leser. 

Er war -wie ich- ein Mann, dessen Hände mit Öl gesalbt worden sind und der vor dem Altar des Herrn gestanden und das Opfer des Unbefleckten Lammes dargebracht hat.. Seine erste Heilige Messe feierte er am 11. Oktober 1954 in der Krypta des Petersdomes, am Fest der Göttlichen Mutterschaft der Theotokos. Damals leerte er den Kelch des Großen Opfers - wie auch ich das zu tun privilegiert bin, Möge Gott ihm seine Sünden vergeben-wie ich bete, daß Gott mir meine vergibt, die so zahlreich sind, so viele, fast unzählbar. Während wir hic in via das Licht der Auferstehung Christi feiern, betet ich dafür, daß Küng das glorreiche Gesicht der seligmachenden Vision kennen lernt und es erkennend, nicht hassen möge. 

Zu seinen zahlreichen Ehrendoktortitlen gehören auch die der Universitäten von Cambridge und Dublin. Glücklicherweise kann ich mich nicht erinnern, daß Oxford je so tief gesunken ist! Zu den Körperschaften, die ihn so ehrten, gehörte auch eine amerikanische Jüdische Institution, die ihre Mitjuden so fanatisch hasste... das heißt das orthodoxe Judentum...daß sie einmal ein Bankett oragnisierte, bei dem ein Gang nach dem anderen dazu bestimmt war, die Anhänger der Torah zu demütigen.

Wie Sie sehen beschränkt sich die niederträchtige Böswilligkeit des Liberalismus nicht auf eine Religion. Und offensichtlich vereinigt sie ihre Anhänger über die Grenzen der Konfessionen hinweg in  einer satanischen Ökumene. 

Aber je näher man einer anderen Person oder Gruppe steht, desto größer kann - so scheint es- der Hass auf sie werden. 

Ich bete, daß der Herr uns das nie wieder vergessen läßt. " 

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J.Hunwicke

Gebet für einen Freund...

Gian Guido Vecchi berichtet im Corriere della Sera über das Gebet des Papa emeritus für den verstorbenen  Freund (?) Hans Küng.
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"MÖGE ER IN FRIEDEN RUHEN": DAS GEBET VON RATZINGER FÜR DEN FREUND HANS KÜNG" 

Benedikt XVI ist sofort vom Tod des alten Kollegen unterrichtet worden, den er seit den Jahren des Konzils kannte. 

Man kannte sich seit sechzig Jahren, beim Konzil waren sie die beiden jüngsten Periri, die Wunderkinder, die die berühmtesten Theologen ihrer Generation werden sollten. Joseph Ratzinger hat durch Erzbischof Georg Gänswein sofort vom Tod Hans Küngs erfahren: "Requiescat in pace" murmelte Benedikt XVI in Latein. Und der Papa emeritus - berichtete Gänswein dem Corriere- hat für den Freund und Feind eines ganzen Lebens gebetet. Es war Küng, der bereits Dozent in Tübingen war, der Ratzinger für den Lehrstuhl vorschlug. Mit den Jahren haben sich ihre Standpunkte immer weiter von einander entfernt. Küng hat nicht mit härtester Kritik gespart. So war das Treffen am 24. September 2005 epochal. Benedikt XVI war seit 5 Monaten Papst und hat Küng in Castel Gandolfo empfangen:  einig darüber, daß eine Diskussion über die Lehre keinen Sinn mache, haben sie über gemeinsame Fragen wie eine weltweite Ethik ("Weltethos") gesprochen.  Schließlich hatte ihre Forschung das Wesentliche gemeinsam, die Worte aus Psalm  27, die Ratzinger seinem Jesus von Narareth als Motto voranstellte: "Dein Antlitz o Herr, will ich suchen. Nicht verhülle dein Antlitz vor mir". 

Quelle: G.G.Vecchi, Corriere della Sera

Ein 11 Jahre alter Offener Brief als Nachruf ...

First Things haben quasi als Nachruf auf Hans Küng noch einmal den Offenen Brief vom 10. April 2010 von Hans Weigel an den Schweizer Theologen veröffentlicht.
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"EIN OFFENER BRIEF AN HANS KÜNG"

Dr. Küng: 

Vor eineinhalb Jahrzehnten hat einer Ihrer früheren Kollegen unter den jüngeren progressiven Theologen beim II.Vaticanischen Konzil mir von einer freundlichen Warnung erzählt, die er Ihnen am Anfang der zweiten Konzilssitzung zukommen ließ. Wie dieser ehrwürdige Gelehrte und Förderer der christlich-jüdischen Versöhnung diese berauschenden Tage sich erinnert, sind Sie in Rom in einem feuerroten Mercedes-Cabrio herumgefahren, der wie Ihr Freund annahm, eine Frucht des kommerziellen Erfolgs Ihres Buches "Das Konzil, Reform und Vereinigung" war. 

Diese Selbstdarstellung erschien Ihrem kollegen als unvorsichtige und unnötige Selbstwerbung, angesichts dessen, daß einige Ihrer eher abenteuerlichen Meinungen und Ihr Talent für das, was man später den "zweiten Biss" nennen ssollte, sorgten bereits für hochgezogene Augenbrauen und gesträubte Nackenhaare in der römischen Kurie, Also nahm Ihr Freund- wie man mir die Geschichte erzählte- Sie eines Tages beiseite und sagte- indem er einfranzösisches Wort benutzte, das Sie beide verstanden- "Hans, Sie werden zu  durchschaubar. "

Als Mann, der einhändig einen neuen globalen Personen-Typ erfand, den theologischen Dissidenten als internationalen Medienstar, waren Sie- so wie ich es verstehe- von der Warnung Ihres Freundes nicht allzu beunruhigt. 1963 waren Sie bereits entschlossen Ihren eigenen Weg zu gehen und Sie waren medien-erfahren genug, um zu wissen, daß eine Welt-Presse, die von Mann-beißt-Hund-Geschichten besessen ist- der Gescichte des dissidenten Priester-Theologen ein Megaphon für Ihre Meinungen geben würde. Sie waren- so glaube ich- unglücklich über die Versuche des verstorbenen Johannes Pauls II diese Lesart zu widerlegen indem er Ihren kirchliches  Lehrauftrag als Professor für Katholische Theologie aufhob. Ihre anschließende grollende  Abqualifizierung Karol, Wojtylas intellektueller Minderwertigkeit in einem Band Ihrer Memoiren galt bis vor kurzem als Tiefpunkt einer polemischen Karriere, in der Sie als Mann erkennbar wurden, der seinen Gegnern nur schwer Intelligenz, Anstand oder guten Willen zugestehen kann. 

Ich sage jedoch "bis vor kurzem", weil Ihr Offener Brief vom 16. April an die Bischöfe der Welt , den ich zuerst in der Irischen Times gelesen habe, hat für diese spezielle Form des als odium theologicum bekannten Hasses und die Verdammung in gemeiner Gesinnung eines alten Freundes, der zu Beginn  seines Papsttums Ihnen gegenüber so großzügig war und Sie zu Aspekten Ihrer aktuellen Arbeit ermutigte. 

Donnerstag, 8. April 2021

Christliche Kunst

 "Joachims Opfer" Giotto Di Bondone  1306

Heute vor 16 Jahren

 am 8. April 2005 fand auf dem Petersplatz das Requiem für Papst Johannes Paul II statt. 

Fr. Hunwicke spricht...

bei liturgicalnotes heute noch einmal über die Art, wie der amtierende Pontifex sein Amt ausübt und über seinen "Ökumenismus". 
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"SUSPENDIERUNG DES LEHRAMTS UND DIE BEDEUTUNG DES "ÖKUMENISMUS"  BERGOGLIOS"

Die Leser werden sich daran erinnern, daß ich die Methode des Hl. John Henry Newman übernommen habe, um dieses Pontifikat zu analysieren. Der Römische Pontifex - hat, während er auf keine Weise seine gottgegebene Autorität oder einen Teil davon verloren hat, nach seinem eigenen freien Willen aufgehört, diese zu benutzen. Es schien- und scheint mir auch jetzt so- daß der Augenblick dieser Selbstverleugnung eintrat, als PF den Schrei der vier Kardinäle ignorierte, den Schrei: PETRUS LEHRE UNS!... in dem Moment, als er beschloss auf die formalen Dubia, die sie ihm vorgelegt hatten, nicht zu antworten.

Jetzt haben vier weitere Kardinäle gesprochen! Dieses mal ist ihr Thema das skandalöse Verbot privater Messen in der großen Basilika in der Nähe von Santa Marta. Wenn keine (zufriedenstellende) Antwort auf ihren Apell kommt, werde ich das persönlich als Bestätigung dafür betrachten, daß PF sein Oberstes Lehramt immer noch suspendiert hat. Wenn er andererseits etwas tut, um diese Krise zu bereinigen, werde ich das als ein Gutes Zeichen betrachten und weitere Hinweise darauf abwarten, daß er möglicherweise die Idee, den Dienst mit den numera, die ihm als Nachfolger des Hl. Petrus anvertraut sind, verbindet. Das alles betrachte ich als eine Art Lackmus-Test! 

Kardinal Sarahs Brief stellte eine Frage, die auch ich auf diesem blog erhoben habe und die diejenigen betrifft, die gewisse ihnen zugesichteret kanonische Rechte bzgl. des liturgischen Gebrauchs haben, die das jetzige Verbot verletzt.

Tosatti: Ein etwas anderer Nachruf auf Hans Küng

Marco Tosatti veröffentlicht bei Stilum Curiae die Gedanken, die Prof. Francesco Agnoli sich über das  Ableben und das geistige Erbe von Hans Küng gemacht hat.
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 "AGNOLI - DAS PROBLEM VON HANS KÜNG WAREN NICHT DIE PÄPSTE SONDERN DER KATHOLISCHE GLAUBE" 

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, Professor Francesco Agnoli hat uns diese Überlegung über Hans Küng, den kürzlich verstorbenen, berühmten deutschen Theologen, geschickt, für die wir ihm danken und die wir mit Ihnen teilen. Gute Lektüre. 

§§§

Der Tod von Hans Küng ist ein öffentliches Ereignis. Deshalb hat sich um ihn und seine Lehren eine große Diskussion entwickelt. Es handelt sich offensichtlich nicht darum., über das ewige Schicksal einer Persönlichkeit zu entscheiden, dieses Urteil steht Gott zu.
Aber über seine Ideen ja. Hans Küng war ein katholischer Priester, der sein Leben im Schatten der Kirche verbracht und die Lehre geleugnet, sich aber des Prestiges und der Stellung erfreut hat, die die Kirche ihm geboten hat.  Eine ziemlich moderne Art den Häretiker zu geben: sagen wir eine bequemere (und gleichzeitig gesichert durch die katholische Kanzel als auch durch die Laien-Medien unterstützt).
Die Zeitungen sprechen von seinen harten Konfrontationen mit Johannes Paul II und Benedikt XVI  und beleuchten sein Dogmna der päpstlichen Unfehlbarkeit. 

Leider ist ein begründetes und fundiertes Denken in den Medien fast immer ausgeschlossen. Ein Katholik kümmert sich wenig um die Beziehungen eines Theologen zu den Päpsten. Es gibt so viele Heilige oder große Gläubige wie Dante, die die Päpste (metaphorisch gesprochen) aus gutem Grund "geohrfeigt" haben!
Dies hinderte sie nicht daran, von der Katholischen Kirche zu Heiligen erklärt zu werden.

Die untersuchenswerte Tatsache ist daher nicht der Kontrast eines Theologen zu einem oder zwei Päpsten, sondern seine Ablehnung einer oder mehrerer GLAUBENSWAHRHEITEN. 

Das Christentum ist eine OFFENBARTE RELIGION, das bedeutet, daß es einige Wahrheiten gibt, die der Vernunft entsprechen, aber nur der menschlichen Vernunft unzugänglich sind und die Gott den Menschen offenbart hat. Nimm oder lass es. 

Was Gott offenbart, kann der Mensch akzeptieren oder nicht. Das einzige, was er nicht tun kann, ist zu entscheiden, was er behalten, was er ablegen und was er ändern will. Das ist nicht nur ein Zeichen für mangelnden Glauben, sondern auch für geringe Intelligenz und  Spekulation. Große Genies wie Augustinus, Anselmo, Thomas usw.  haben ihr Leben damit verbracht, zu versuchenb, die offenbarten Wahrheiten zu verstehen und ihre Größe zu zeigen.

Sie haben sie zuerst akzeptiert, dann untersucht  und wussten genau, daß sich das Meer nicht in einem  Eimerchen sammeln läßt und wußten sehr wohl,. daß die offenbarte Wahrheit ein Geschenk ist,- kein Besitz.

Aus diesem Grund sind für die Kirche alle Sünden verzeihbar, außer der, sich an Gottes Stelle setzen zu wollen und sich zum Herrn der offenbarten Wahrheit  zu machen. 

Der Ketzer ist genau das: ein immens anmaßender, nicht allzu intelligenter Mensch, der beschließt, die offenbarte Wahrheit weder abzulehnen noch zu akzeptieren, sondern sich an Gottes Stelle zu setzen, um sie selber neu zu offenbaren.

Lächerlich,.

§§§

Quelle: Stilum Curiae, M.Tosatti, F. Agnoli


Aldo Maria Valli: Das II.Vaticanische Konzil, Amoris Laetitia und Papst Franziskus

Aldo Maria Valli erklärt in einem Interview mit  Radio Spada, das von Rorate Caeli veröffentlicht wurde, seine Ansichten zum II. Vaticanischen Konzil und zum aktuellen Pontifikat.  
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"ALDO MARIA VALLI: WIE AMORIS LAETITIA MIR DIE AUGEN ÜBER FRANZISKUS UND DAS KONZIL ÖFFNETE." 

Der Vaticanist Aldo Maria Valli (Rorate notiert: Valli war Vaticanist für den Hauptkanal der RAI) wurde am 27. Februar 2021 von Radio Spada interviewt)

Während deises Interviews erklärte er, wiwe er die Tradition entdeckte und die Auswirkungen des II.Vaticanischen Konzils auf das Leben der Kirche. Hier die wichtigsten Ausschnitte aus seinem mutigen Zeugnis. 

Radio Spada: Wenn Sie in wenigen Zeilen Ihre Meinung zu diesem historischen Ereignis zusammenfasssen müßten, das das II.Vaticanische Konzil und seine Konsequenzem fürt die kirche war, was würden Sie uns sagen? 

Aldo Maria Valli:  Ich habe für viele Akteure der Konzilssitzungen Bewunderung gehegt und die Vorsehung hat mir erlaubt, einige von ihnen persönlich kennen zu lernen. Ich habe immer ihre Leidenschaft und Liebe für die Kirche geschätzt. Nachdem ich in der postkonziliaren Kirche aufgewachsen bin ( in meinem Fall in Mailand),  habe ich lange Zeit nicht einmal für möglich gehalten, daß das Konzil die Saat für eine theologische und pastorale Evolution in sich tragen würde. und -sogar schlimmer noch- eine Abweichung von der Tradition und dem depostium fidei. 
Während der Jahre, in denen ich als Vaticanist die Pontifikate von Johannes Paul II und Benedikt XVI verfolgt habe, habe ich die Sicht der "Hermeneutik der Kontinuität" akzeptiert. 

Meine erste Überraschung geht auf die Mitte der 90-er Jahre des letzten Jahrhunderts zurück, als ich aus beruflichen Gründen von Mailand nach Rom zog. Es könnte paradoxerweise so aussehen, als ob es gerade in Rom war, wo ich Anzeichen für Verschlechterung fühlte, besonders liturgisch, die mich dazu brachten, mir selbst einige Fragen zu stellen. Dann im Jahr 2000 -während des großen Jubiläums (des Hl. Jahres) hatte ich zum erstenmal die Gelegenheit , die Priester der FSSPX während einer Pilgerfahrt  kennen zu lernen und ich war erbaut. Seitdem wurde meine Sicht auf das Konzil immer kritischer bis ich- und mit dem Pontifikat von Franziskus fing  ich an, alle inneren Widersprüche zu erkennen. Insgesamt glaube ich, daß die fundamentale Widersprüchlichkeit gegenüber der Tradition schon in der Eröffnungsrede von Johannes XXIII, Gaudet Mater Ecclesia, zu finden ist.  
In genau diesem Augenblick - wo er bekräftigt, daß es die Aufgabe des Konzils ist, eine sichere und unveränderliche Doktrin zu verteidigen und zu verbreiten. Der Papst sagt: "Im Augenblick zieht die Braut Christi es vor, eher die Arznei der Barmherzigkeit als die der Strenge einzusetzen."   
Darin liegt das Problem. Von einem christlichen Gesichtspunkt aus macht es keinen Sinn, Barmherzigkeit und Strenge gegeneinander  zu stellen. Im Gegenteil - Starre in der Verteidigung und Verbreitung der rechten Doktrin ist die höchste Form der Barmherzigkeit, weil sie auf die Rettung der Seelen abzielt. 

Mittwoch, 7. April 2021

Christliche Kunst

 Die Alba-Madonna, Raffael,  1510

Fr. Hunwicke spricht...

bei liturgicalnotes über die Verantwortlichkeit des einzelnen Bischofs der Katholischen Kirche für den weltweiten Episkopat.
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"IST DIESE AUSSAGE LEHRAMTLICH?" 

"Der Bischof von Portsmouth Philip Egan hat vor kurzem Themen zusammengestellt, in denen- wie er behauptet- PF nciht seinen Petrinischen Job macht und eine klare und orthodox katholische Lehre verkündet. Er ruft PF auf dazu auf, das zu tun
Bischof Philip schrieb:" Als Bischof bin ich nicht nur für die Kirche in meiner Diözese verantwortlich sondern auch für die universale Kirche." 
Ist er das? 

Das Dokument des II.Vaticanischen Konzils "Christus Dominus"(§ 6) lehrt diese kollegiale Verantwortlichkeit des Episkopates klar. Kollegialität und Vatican II sind natürlich zwielichtige Worte, wenn man auf einige sogenannte "Traditionalsiten" hört (wie sie es jedes jahr hassen müssen, wenn die Kollekte des Hl. Matthias kommt). Sie mißtrauen sowohl dem Komzept als auch dieser Quelle. haben sie Recht? 

Die Leser werden meine eigene Überzeugung kennen, daß das II.Vaticanum und alle Konzile außer denen, die strikte dogmatische Aussagen mit den begleitenden Anathemata gemacht haben. langsam in den Hintergrundgeräuschen der Katholischen Kirche untergehen. Besteht das Governatorato des Vatican-Staates darauf, daß alle jüdischen Besucher den David-Stern tragen müssen? Wieviele Bischöfe bestehen noch darauf, daß ihr Klerus das Hl. Offizium in Latein spricht- außer denen, die eine Sondererlaubnis bekommen haben, die Landessprache zu benutzen?

Aber das II. Vaticanum war ein Ökumenisches Konzil und kann deshalb als solches zitiert werden. Traddies jedoch, die das Vor-Vaticanum II-.Lehramt bevorzugen, möchte ich auf den Paragraphen "Procul dubio" aus Fidei donum hinweisen: "unusquisque Episcopus portionis tantum gregis sibi commissae sacer pastor est, tamen qua legitimus Apostolorum successor ex Dei institutione et praecepto apostolici muneris Ecclesiae una cum ceteris Episcopis sponsor fit etc..".

Deshalb ist es für mich gut genug, daß Bischof Egan die selben Worte benutzt wie Pius XII (und frühere römische Pontifices). Der Bischof von Portsmouth  hat wirklich eine Verantwortung für die ganze Kämpfende Kirche ebenso wie für seine Diözese. Er verdient Lob dafür,  daß er seine lehramtliche Aufgabe anerkennt und ausübt.

In der Osterwoche 2019 haben 19  (zu denen später noch mehr kamen) von uns einen Offenen Brief an die Bischöfe der Katholischen Kirche geschrieben. Darin haben wir den weltweiten Episkopat aufgerufen, seine Autorität bzgl. einiger Züge dieses Pontifikates einzusetzen. Natürlich werden Sie dieses Dokument (auf Seite 127)  in Defending the Faith ...Arouca Press, finden. Die Zahl der Unterzeichner war kleiner als die derer, die unsere früheren Dokumente unterschrieben haben...aber es gab einen bonus: Fr. Aidan Nichosls O.R. war dabei. Nichols, einer der gelehrtesten anglophonen Theologen, Lehrer sowohl in Oxford als auch in Cambridge, Autor vieler Bücher, war nicht oft in der Öffentlichkeit, nachdem er einige Jahre vorher eine schöne These vertreten hatte, die dann zu seiner Knebelung geführt hatte.

Es war gut, seinen Kopf wieder aufauchen zu sehen. 

Wie steht es also um das Statement seines Bischofs? 

Seit er ausdrücklich seine Verantwortlichkeit im Hinblick auf die gesamte Kirche erwähnte, ist klar, daß diese Worte nicht eine leichtherzige inoffizielle Bemerkung waren, die eine Perrson in ihren eigenen  Medien lanziert. Ja, Bischof Egans Worte sind (durch seinen eigenen Hinweis auf seine Mitgliedschaft im Universellen Episkopat) garantiert lehramtlich! 

Nicht viele Diözesanbischöfe unterhalb des Pensionsalters haben einen so mutigen Schritt getan! SIe denken: nur ein Bischof in der Legion der Scheigenden? 

Nein! Falsche Haltung ! Nunc est bibendum, nunc pede libero pulsanda tellus!!"  

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J.Hunwicke

Dienstag, 6. April 2021

Heute vor 501 Jahren

am 6. April 1520 starb in Rom Raffaelo Sanzi - der uns so wunderbare Gemälde hinterließ. 

Die Geopolitik von Papst Franziskus stößt an ihre Grenzen

Sandro Magister kommentiert bei Settimo Cielo  die Probleme der Migrations-und Integrationspolitik des amtierenden Pontifex und veröffentlicht den Beitrag des muslimischen Gelehrten Wael Rafouq zum Thema Islam und Terrorismus in Europa.
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" FRATELLI TUTTI. ABER MIT DEN MUSLIMEN IST DAS FÜR FRANZISKUS ALLES KOMPLIZIERTER."

Brüderlicher Dialog zwischen allen Religionen und offene Türen für Immigranten jeglichen Glaubens. Das sind die beiden Hauptwege der religiösen Geopolitik des Pontifikats von Jorge Mario Bergoglio. 

Ersterer wurde bei der Reise des Papstes in den Irak vom 5. bis 8. März auf die Probe gestellt. Die hatte ihren Höhepunkt in Franziskus´ Besuch beim schiitischen Groß-Ayatollah Al-Sistani und dem Treffen in Ur zwischen den Söhnen Abrahams.

Aber in Ur fehlten die Juden, auf Grund eines Vetos der muslimischen Regierungen in Bagdad und in Teheran. Und trotzdem waren die Meinungen über die Reise des Papstes in den Arabischen Ländern, im Iran und in der Türkei.vorwiegend negativ -aus Gründen die sowohl auf dem historischen Gegensatz zwischen Sunniten und Schiiten als auch der Spaltung der Sunnitenlagers in die Bewegung von Al-Azhar und der Muslimischen Bruderschaft und des Schiitischen Lagers zwischen Khomeinis Theokratie und Al Sistanis "Quietismus" beruhen- mit dem Vorwurf; daß Franziskus Partei für eine der Seite ergriffen habe. 

Eine ausführliche Formulierung dieser Kritiken kann man in englischer Übersetzung in diesem Essay von Professor Ozcam Hidir von der Sabathattin-Universität in Istanbul, einem Spezialisten für Islam und Beziehungen zwischen Judentum und Christentum, lesen.

"Analyse : Theopolitik der Papstreise in den Irak!"

Aber der zweite Hauptweg von Franziskus´ Geopolitik, der des Willkommens und der Integration von Immigranten, besonders muslimischer,in Europa ist auch in ernster Gefahr. 

Der wunde Punkt ist nicht so sehr das Willkommen, das Franziskus unermüdlich predigt, sondern die Integration, die auf breiter Ebene fehlt oder versagt, wg. falscher Politik und angesichts einer verzerrten Wahrnehmung der realen Empfindlichkeiten und Erwartungen der einwandernden Muslime in Europa, gar nicht zu sprechen, von der völligen Abwesenheit ihrer (nicht mal versuchten) Evangelisierung. 

Eine aufmerksame Analyse dieser gescheiterten Integration- auch auf dem Gebiet der Feldforschung- ist von dem ägyptischen, muslimischen Gelehrten, Wael Farouq, in der jüngsten Ausgabe von "Vita e Pensiero", der Zeithschrift der Universität Mailand, veröffentlicht worden. 

Farouq ist Professor für Arabische Sprache und Kultur an dieser Universität, aber er hat auch an der Universität New York und der Amerikanischen Universität in Kairo gelehrt. 2017 hat Settimo Cielo seine ausdrückliche Verurteilung der grundlegenden Verbindung zwischen dem islamischen Terrorismus und "einer bestimmten Doktrin" des Islams unterstrichen. 

"Es mußte ein Muslim sein, der sagt, was für Papst und Bischöfe tabu ist-"

Auch am Ende dieses anderen Artikels- der hier in seinen wesentlichen Passagen wiedergegeben wird, weist Farouq auf die Verbindung zwischen Terrorismus und den "heiligen Texten des Islam" hin. Aber der Hauptteil seiner Analysen dreht sich genau um die Frage der Integration, die weit davon entfernt ist, gelöst zu sein. Die Gründe dafür identifiziert und erklärt er. 

Wie Papst Franziskus auf institutionelle Krisen antwortet....

In seiner montäglichen Kolumne kommentiert A. Gagliarducci bei "Monday in the Vatican" das päpstliche Tun während der Karwoche und seinen Umgang mit schwerwiegenden Problemen der Institution Hl. Stuhl & Vatican. 
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"PAPST FRANZISKUS´ GESTEN ALS ANTWORT AUF DIE INSTITUTIONELLE KRISE" 

Am vergangenen Gründonnerstag haben sie in der Paul VI-Halle auf Papst Franziskus gewartet.Dort warteten KInder, die in der Arzneimittelausgabe von Santa Marta versorgt wurden und einige der Obdachlosen, die im Vatican geimpft worden waren. Statt dessen ging er Karfreitag dort hin. Papst Franziskus, der Gründonnerstag immer dem Besuch einer " Existenz an der Peripherie" gewidmet hat, feierte statt dessen die Messe in der Wohnung von Kardinal Angelo Becciu

Für diejenigen, die sich nicht erinnern, Kardinal Becciu verzichtete auf Anordnung von Papst Franziskus auf seine Vorrechte als Kardinal, so daß er nicht mehr in einem Konklave wählen, an Konsistorien teilnehmen, oder weiterhin als Kardinal in Kongregationen dienen kann, wie alle anderen Kardinäle. Außerdem hatte Papst Franziskus Kardinal Becciu in gerade mal  20 Minuten aufgefordert von seinem Amt als Präfekt der Heiligsprechungs-Kongregation zurückzutreten. Der Kardinal -gehorsam- gehorchte. Die Nachricht von seinem Rücktritt wurde einem hastigen Bulletin des Hl. Stuhls hinzugefügt, formuliert als er noch auf dem nach-Hause-Weg war, wobei der die Abkürzung vom Domus Sanctae Marthae, wo der Papst lebt, zum Palazzo des Sant´ Uffizio nahm, wo der Kardinal lebt. 

Das war am 23. September. Es ist nie geklärt worden, was den Papst zu diesem plötzlichen Vertrauensverlust in seinen engen Mitarbeiter bewegte, der u.a. dauernden Kontsakt zum Papst hatte, sowohl in seiner vorherigen Stellung als Substitut des Staatssekretariates Funktion als auch als Präfekt der Heiligenkongregation. In den Tagen, die seinem Rücktritt vorangingen, war der Kardinal Ziel einer wilden Presse-Kampagne, in der er der Günstlingswirtschaft und bei der Verwaltung der Gelder des Staatssekretariates der Unterschlagung beschuldigt wurde. 

Dann kamen die Geschichten über Cecilia Marogna, die sogenannte "Dame von Becciu“, die verhaftet wurde und Gegenstand eines Rechtshilfeersuchens des Vatikans wegen missbräuchlicher Verwendung von Geldern des Staatssekretariats war, die sie angeblich für Vermittlungsarbeiten erhalten hatte. Cecilia Marogna verbrachte zwei Wochen im Gefängnis, bevor ein italienisches Gericht den Antrag der vatikanischen Richter ablehnte und sie befreite.

Das war zuerst eine Reihe von symbolischen Ohrfeigen für das Vaticanische Gericht, das an den Recherchen zu den Vermögenswerten des Staatssekretariates beteiltigt war, die dann geradewegs zum Erwerb einer Luxus-Immobilie in London führte. Diese Untersuchung führte zur Suspendierung von sechs Vatican-Mitarbeitern, (von denen fünf vorzeitig in den Ruhestand traten oder deren Amtszeit nicht verlängert wurde)- aber immer noch kein Prozess. 

In der Praxis haben die Richter in drei Verfahren den Vatikan wegen eines „Motivationsvakuums“ in den Anträgen kritisiert, selbst wegen Lücken in den Ermittlungen und sogar wegen Zweifeln an der Rekonstruktion der Staatsanwälte des Vatikans. Das jüngste dieser Urteile, das die Zahlungen an  den  Makler Gianluigi Torzi  wieder aufwärmte, hat alle Grenzen des vatikanischen Justizsystems aufgezeigt.

Das vatikanische Justizsystem ist das Justizsystem einer absoluten Monarchie, und das ist unbestritten. Gleichzeitig soll es ausgewogen sein und die Ermittlungen auf fairste Weise durchführen, um die Glaubwürdigkeit des Heiligen Stuhls nicht zu beeinträchtigen. Es ist der Heilige Stuhl, der die internationalen Verträge zur Korruptionsbekämpfung und zu den Menschenrechten unterzeichnet. Der Heilige Stuhl garantiert, daß alle Menschen auch innerhalb der Grenzen des vatikanischen Staates fair behandelt werden.

Fundstück

nachträglich zu Ostern - ein Gruß von Rudolf Gehrig bei CNA an die armen Heiden vom "Spiegel".
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Unter dem wunderbaren Titel

"HALLELUJA IHR HEIDEN"

beginnt sein Grußwort so -ZITAT:

"Wer glaubt denn sowas", fragt der "Spiegel" in der aktuellen Osterausgabe auf seinem Titelblatt. Das Magazin erschien noch vor den Anschlägen in Sri Lanka.  
Zu sehen ist eine Person, die vermutlich Jesus Christus darstellen soll, der zwischen den Wolken schwebt und selig-entrückt gen Himmel schaut. Es soll vermutlich die Auferstehung zeigen, auch wenn es eher nach Himmelfahrt aussieht. Auch seltsam: Jesus trägt keine sichtbaren Wunden.

Jetzt, nachdem in Sri Lanka bei Terroranschlägen hunderte Menschen ihr Leben lassen mussten, weil sie sich zu Christus bekannten, trifft derartiger Spott besonders tief. 

Aber mir geht es um einen ganz bestimmten, ganz persönlichen Punkt. Der Untertitel beim Spiegel stellt eine vermeintlich gewagte Behauptung auf: "Warum selbst Christen keinen Gott mehr brauchen".

Was "Dinner for One" für die jährlichen Silvesterabende ist, sind derartige Storys, die mit verlässlicher Konstanz an den kirchlichen Hochfesten Weihnachten und Ostern jährlich im "Spiegel" auftauchen"(...) 

Quelle: CNA, R. Gehrig