Donnerstag, 3. Dezember 2015

Kardinal Burke: "Die Synode kann eine Tür, die es nicht gibt, nicht öffnen."

Raymond Kardinal Burke widerspricht in einem Beitrag  im National Catholic Register Msgr. A.Spadaro, Direktor von "Civiltà Cattolica", und dem, was er in der letzten Ausgabe der Zeitschrift über die Familiensynode und das Schlußdokument geschrieben hat.
Hier geht´s zum Original:    klicken

      "ES EXISTIERT KEINE ANDERE PASTORAL FÜR DIE GESCHIEDENEN" 
von R.L.Burke

"In der neuen Ausgabe der "Civiltà Cattolica" vom 28. November hat der Jesuitenpater Antonio Spadaro, Direktor der Zeitschrift und Synodenvater, eine Zusammenfassung der Arbeiten der 14. Ordentlichen Synode zur Berufung und Mission der Familie präsentiert.
Obwohl der Autor verschiedene Behauptungen über Natur und Arbeit der Synode aufstellt, die eingehendere kritische Kommentare an anderem Ort erforderlich machen würden, muß eine seiner Behauptungen sofort kommentiert werden, die der Autor wie folgt zusammenfaßt::

"Die Synode wollte besonders auf die verletzten Paare und Personen eingehen, um sie zu begleiten und in einem Prozess der Integration und der hindernislosen Versöhnung-zu heilen. Sie suchte nach dem Zugang für die wiederverheirateten Geschiedenen zu den Sakramenten, die Synode hat den Weg der Unterscheidung und des "forum internum" formuliert und so eine Tür geöffnet, die bei der vorhergehenden Synode verschlossen geblieben war."

Ich lasse die Tatsache beiseite, daß verschiedene Synodenväter in öffentlichen Äußerungen, das Gegenteil behaupten,-also daß die Synode die immerwährende Praxis der Kirche denen gegenüber, die in einer irregulären Beziehung leben, beibehalten hat.
Auch wenn die Texte der Paragraphen 84 und 85 es an Klarheit mangeln lassen, was die fundamentalen Glaubenswahrheiten, die Hl. Eucharistie und die Hl.Ehe angeht, so erscheint dieser Mangel an Klarheit jetzt auch in den öffentlichen Erklärungen der Synodenväter.




Tatsache ist, daß die Synode eine Tür, die es nicht gibt und nicht geben kann, nicht öffnen kann- besonders nicht die der Gewissens-Unterscheidung, die der Wahrheit über die höchste Heiligkeit der Allerheiligsten Eucharistie und der Unauflöslichkeit des ehelichen Bandes widerspricht
Die Synode-wollte- wie es die Kirche immer gelehrt und praktiziert hat- dem einzelnen Menschen, der sich in einer Situation befindet, die nicht mit der Lehre Christi und seiner Kirche übereinstimmt, Liebe zeigen.

Die christusgleiche Liebe zum Einzelnen jedoch bedeutet nicht "Integration und grenzenlose Versöhnung", weil sie auf der unersetzbaren Wahrheit von Natur und Gnade gegründet ist- zum Wohl des Einzelnen und der Gemeinschaft. Christusgleiche Liebe begleitet den Einzelnen auf seinem Weg zu Reue und Wiedergutmachung, damit er wieder fähig wird, Christus in den Sakramenten zu begegnen.
Auf dem "Weg der Unterscheidung" begleitet der Priester den Bereuenden, der in einer irregulären Beziehung lebt,  um sein Gewissen wieder mit der Hl. Eucharistie und der Wahrheit über die Ehe, an die er gebunden ist, in Einklang zu bringen.

Wie die Kirche unverändert gelehrt und praktiziert hat, wird der Bereuende in einem "forum internum" dahin geführt, keusch und treu zum bestehenden Ehebund zu leben, auch wenn er mit jemand anderem in einer ehelichen Verbindung zu leben scheint- um so wieder Zugang zu den Sakramenten zu erhalten- auf eine Weise, die keinen Skandal erzeugt.
Der Hl. Papst Johannes Paul II beschreibt die Kirchenpraxis des "forum internum" in "Familiaris Consortio" Nr. 84. Die "Deklaration des Päpstlichen Rates für Legislative Texte " vom 24. Juni 2000 illustriert diese Lehre von Familiaris Consortio Nr. 84.
Auf diese beiden Dokumente wird im Schlußrepüort der Synode Bezug genommen, aber leider auf eine irreführende Weise.

Um den Eindruck zu erwecken, daß es im "forum internum" eine andere Praxis gäbe, die es dem Einzelnen erlaubte, in einer irregulären Beziehung Zugang zu den Sakramenten zu haben, wird behauptet, daß das Gewissen mit der Glaubenswahrheit im Konflikt stehen darf. So eine Behauptung versetzt den Priester in die unmögliche Situation, - die Erwartung, daß er für den Beichtenden "eine Tür öffnen" könne, die es in Wirklichkeit nicht gibt und nicht geben kann.

Zuletzt und zum größten Schaden für die universale Kirche erweckt das den Eindruck, daß der Römische Pontifex eine Praxis gutheißen kann, die im Konflikt mit der Glaubenswahrheit steht.  Die Synode der Bischöfe - kann gemäß ihrer Natur und ihres Zwecks- nicht das Werkzeug für eine solche Erwartung sein."

Quelle: NCR, Kardinal R. Burke


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