Wie vaticannews berichtet, hat der Hl. Vater während der heutigen Generalaudienz an die 20 spanischen Geistlichen, die am vergangenen Samstag in Ibiza selig gesprochen wurden. Hier geht´s zum Original: klicken
Unter dem Titel:
"LEO XIV ERINNERT AN 20 SPANISCHE MÄRTYRER-PRIESTER"
beginnt der Bericht so - ZITAT
Papst Leo XIV. hat bei der Generalaudienz an diesem Mittwoch an die Seligsprechung von Juan Torres Torres und 19 weiteren Priestern von Ibiza und Formentera erinnert. Die Geistlichen waren im August und September 1936 während der religiösen Verfolgung im Spanischen Bürgerkrieg aus Hass auf den Glauben ermordet worden. Die Seligsprechung fand am vergangenen Samstag in der Kathedrale von Ibiza statt.
„Ihr Zeugnis ermutigt uns, unser Leben zu einer Gabe der Liebe an Gott und unsere Mitmenschen zu machen", sagte der Papst. Kardinal Marcello Semeraro, Präfekt des Dikasteriums für die Heiligsprechungsprozesse, hat die Feier am Samstag, 17. Oktober, im Auftrag des Papstes geleitet. (...)
domradio.de berichtet über den Wunsch des Papstes die Rolle der Kirche als Vermittlerin in den Konflikten der Welt zu stärken. Hier geht´s zum Original: klicken
Unter dem Titel:
"LASST UNS VERHANDELN"
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"Papst Leo XIV. setzt sich für den Frieden in der Welt ein und bietet dabei die Unterstützung des Vatikans an. Darüber hinaus möchte er auch innerhalb der Kirche vermitteln und die Ostkirchen mehr unterstützen.
Papst Leo XIV. will, dass der Vatikan sich in Kriegen und Konflikten als Vermittler stark macht. "Ich werde mich mit aller Kraft dafür einsetzen, dass dieser Friede sich ausbreitet", sagte der Papst am Mittwochmorgen bei einer Audienz mit Vertretern der katholischen Ostkirchen." (...)
Liebe Brüder und Schwestern, guten Morgen und herzlich willkommen!
Die Pastoralkonstitution „Gaudium et Spes“ (GS) des Zweiten Vatikanischen Konzils hat im ersten Teil die Würde des Menschen und seine Berufung in der Welt dargelegt und befasst sich im zweiten Teil „im Lichte des Evangeliums und der menschlichen Erfahrung“ mit einigen der dringlichsten Probleme unserer Zeit (vgl. GS, 46). Das Augenmerk richtet sich dabei in erster Linie auf die Ehe und die Familie, in der Überzeugung, dass „das Wohl des Menschen sowie der menschlichen und christlichen Gesellschaft eng mit einer glücklichen Situation der ehelichen und familiären Gemeinschaft verbunden ist“ (GS, 47).
Zu diesem Zweck werden nicht einfach nur deren Werte und Ziele bekräftigt, sondern es wird eine erneuerte Auffassung der Ehe als „innige Gemeinschaft des Lebens und der ehelichen Liebe“ (GS, 48) aufgezeigt. Unter Einbeziehung der rechtlichen Dimension der Ehe als Vertrag wird die Grundlage dieser Verbindung im „Ehevertrag“ erkannt, verstanden als „der menschliche Akt, durch den sich die Ehepartner gegenseitig hingeben und annehmen“ (ebd.). Die gegenseitige Hingabe von Mann und Frau, durch die „sie nicht mehr zwei sind, sondern ein Fleisch“ (Mt 19,6), begründet das Erfordernis der „vollkommenen Treue“ und der „unauflöslichen Einheit“ der Ehegatten und findet ihren lebendigen Ausdruck in der Zeugung und Erziehung der Kinder (vgl. GS, 48).
Als Spiegelbild der göttlichen Dreifaltigkeit wird die eheliche und elterliche Liebe durch das Sakrament der Ehe „von der erlösenden Kraft Christi gestützt und bereichert“, damit die Ehepartner einander so lieben können, „wie er selbst die Kirche geliebt und sich für sie hingegeben hat“ (ebd.). Nachdem „Gaudium et spes“ die Wirklichkeit der Ehe im Lichte der Liebe Christi, die die Wahrheit der menschlichen und göttlichen Liebe ist, beleuchtet hat, richtet es die Aufmerksamkeit auf die eheliche Liebe und die eheliche Fruchtbarkeit. Die eheliche Liebe beschränkt sich nicht auf die erotische Anziehungskraft, die sie zwar in sich vereint, sondern umfasst den gesamten Willen der Eheleute, belebt ihre seelischen Regungen und drückt sich durch Gefühle und Gesten der Zärtlichkeit aus (vgl. GS, 49).
Diese Liebe, die das Wohl der ganzen Person von Mann und Frau umfasst, die in ihrer Würde gleich sind, durchdringt das gesamte Leben der Ehegatten und findet ihren Ausdruck in den Handlungen, die ausschließlich der Ehe eigen sind (vgl. ebd.). Da sie die ganzheitliche Liebe von Mensch zu Mensch bedeutet, fördert die einzigartige Intimität der Ehepartner ihre gegenseitige Hingabe und bereichert ihre gegenseitige Freude (vgl. ebd.).
Die Fruchtbarkeit der ehelichen Liebe drückt sich zudem in der Zeugung von Kindern aus, „dem erlesensten Geschenk der Ehe“ (GS, 50). Indem sie das menschliche Leben, das niemals verworfen werden darf, weitergeben und erziehen, werden die Eheleute zu „Mitarbeitern der Liebe Gottes, des Schöpfers, und gewissermaßen zu deren Deutern“ (ebd.). Zu dieser menschlichen und christlichen Verantwortung berufen, sind sie verpflichtet, sich von einem rechten Urteil über das Wohl ihrer selbst und ihrer bereits geborenen oder noch ungeborenen Kinder leiten zu lassen.
Ein solches Urteil, das letztlich die Eheleute selbst vor Gott fällen müssen, erfordert, dass sich ihr Gewissen am göttlichen Gesetz ausrichtet, wie es vom kirchlichen Lehramt im Lichte des Evangeliums ausgelegt wird (vgl. ebd.). Die Wertschätzung der liebevollen Gemeinschaft und der Fortpflanzungsfruchtbarkeit in der Ehe veranlasst das Konzil auszuschließen, dass es „einen wirklichen Widerspruch zwischen den göttlichen Gesetzen, die die Weitergabe des Lebens regeln, und jenen, die die echte eheliche Liebe fördern“ (GS, 51) und stattdessen zu bekräftigen, dass „wenn es darum geht, die eheliche Liebe mit der Weitergabe […] des Lebens in Einklang zu bringen“, man „im Rahmen wahrer Liebe die gesamte Bedeutung der gegenseitigen Hingabe und der menschlichen Fortpflanzung bewahren“ muss (ebd.).
Daraus folgt sowohl, dass „das Leben, sobald es gezeugt ist, mit größter Sorgfalt geschützt werden muss“, wobei „Abtreibung so wie Kindermord“ zu vermeiden ist; als auch, dass „die spezifischen Handlungen des ehelichen Lebens, die der wahren Menschenwürde entsprechen, mit großer Wertschätzung zu achten sind“ (ebd.). Die Lehre von „Gaudium et spes“ über die eheliche und familiäre Gemeinschaft hebt somit die soziale Funktion der Familie hervor, die als „eine Schule reichhaltigerer Menschlichkeit“ und als „das Fundament der Gesellschaft“ bezeichnet wird (GS, 52), und ruft alle, die gesellschaftliche Verantwortung tragen, insbesondere im politischen und kulturellen Bereich, dazu auf, ihrer Pflicht nachzukommen, „wirksam an der Förderung von Ehe und Familie mitzuwirken“ (ebd.).
Meine Lieben, dieses Engagement ist dringender denn je. Die Kirche ist sich dessen wohl bewusst, wie die pastorale Sorge der Päpste zeigt, die seit dem letzten Konzil aufeinander folgten, bis hin zu den beiden von Papst Franziskus einberufenen Synodenversammlungen, zu denen in den vergangenen Tagen die Oberhäupter der katholischen Ostkirchen und die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen zurückgekehrt sind. Die Heilige Familie von Nazareth möge uns auf unserem Weg erleuchten und die Familien der ganzen Welt beschützen.
Kath.net veröffentlicht den Beitrag den der Norwegische Bischof Erik Varden für das Treffen der Bischofskonferenzen der Welt zum Thema 10 Jahre Amoris Laetitia verfaßt hat, in eigener Übersetzung". Hier geht´s zum Original: klicken
Unter dem Titel:
"DER NORWEGISCHE BISCHOF ERIK VARDEN ÜBER "LAETITIAE AMOR" UND "AMORIS LAETITIA"
beginnt die Dokumentation so - ZITAT
Am diesjährigen Fest des heiligen Josef kündigte Papst Leo XIV. seinen Wunsch an, alle Vorsitzenden der Bischofskonferenzen der Welt nach Rom einzuberufen, um die Auswirkungen von „Amoris Laetitia“ zehn Jahre nach dessen Veröffentlichung zu erörtern.
"Der Heilige Vater bat uns zu überlegen, wie wir das Evangelium den Familien wirksamer verkünden können.
Das einwöchige Treffen ging gestern zu Ende. Ein Bericht wird veröffentlicht, sobald der Heilige Vater von seiner Krankheit genesen ist – wir beten für eine baldige und vollständige Genesung –, doch Papst Leo XIV. hat die Teilnehmer gebeten, ihre Erfahrungen von diesem Treffen unverzüglich in ihren Bischofskonferenzen und Diözesen weiterzugeben.
Das Treffen folgte einem Rahmen, der auf fünf Hauptthemen basierte. Jedes dieser Themen bot Stoff für einen ganzen Tag des Austauschs. Im Folgenden lege ich meine persönlichen Überlegungen zu diesen Themen dar." (...)
A. Gagliarducci kann in seinem heutigen Beitrag für Monday-at-the-Vatican seine Ungeduld darüber nicht mehr verbergen, daß die Umstrukturierung der Kurie nicht schneller vorangeht. Krankheit und Operation des Papstes läßt er da nicht als Entschuldigung gelten. Hier geht´s zum Original:klicken
"LEO XIV : EIN PONTIFIKAT IM GLEICHGEWICHT"
Bis zur Bekanntgabe seiner Einlieferung ins Krankenhaus und der Lungenoperation, die letzte Woche zur Diagnose eines Adenokarzinoms führte, schien es der ganzen Welt, als obdas Pontifikat Leos XIV. ein weitreichendes sein würde, das sich über den Großteil von zwei Jahrzehnten erstreckte – ein Zeitraum, in dem der Papst die Gelegenheit haben würde, die Römische Kurie, die Bischöfe und die Kardinäle umzugestalten und sogar neu zu definieren.
Es stimmt, dass sich der Papst bereits als großer Meister der Geduld erwiesen hatte: Keine großen Reformen, kein Patronagesystem, nur wenige präzise Anpassungen bei einigen Themen (Formalitäten der Finanzreform, das Gesetz des Vatikanstaates), Kontinuität bei anderen (Synodalität und die Anwendung der synodalen Methode auf Konsistorien, weibliche Leiterinnen von Dikasterien) und noch weniger hochkarätige Ernennungen.
Bis zu seiner Einlieferung ins Krankenhaus stand das Pontifikat Leos XIV. kurz vor seiner Blütezeit.
Es wurde zudem inmitten eines Jubiläums eröffnet, was in der Geschichte erst einmal zuvor geschehen war, und es bestand die Notwendigkeit, Frieden und Einheit in eine Kurie und eine Kirche zu bringen, die nach einem spaltenden Pontifikat wie dem von Papst Franziskus gespalten waren.
Papst Leo veröffentlichte sogar in seinem eigenen Namen ein von Papst Franziskus verfasstes Dokument, das Apostolische Schreiben Dilexi Te . Leos Krankenhausaufenthalt erfolgte während der Feierlichkeiten zum zehnten Jahrestag eines weiteren umstrittenen Schritts seines unmittelbaren Vorgängers, des Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia.
Das Bischofstreffen zu Amoris Laetitia in dieser Woche hatte bereits den Charakter einer soziologischen Diskussion über die Familie angenommen. In seiner Antrittsansprache am 7. Oktober hatte Leo XIV. bereits zu einer mutigen Antwort auf die aktuellen Herausforderungen und einer erneuten Hinwendung zur Familie aufgerufen . Das Einladungsschreiben zum Treffen am 19. März betonte die Notwendigkeit, die tiefgreifenden Veränderungen zu berücksichtigen, die das Familienleben beeinflusst haben.
Kurz gesagt, mit Leo XIV. haben wir es weder mit einem Papst zu tun, der mit der Tradition der Kirche bricht, noch mit einem, der im Namen der Kontinuität umstrittene Interpretationen akzeptiert, die im vorherigen Pontifikat Einzug gehalten haben.
Wenn das Treffen über Amoris Laetitia als Wendepunkt angesehen wurde, müssen wir verstehen, wie sich diese Krankheit auf das Pontifikat auswirkt.
Auf Nachfrage von Journalisten ging Kardinal Pietro Parolin, vatikanischer Staatssekretär, am 15. Oktober sogar so weit zu sagen, das Pontifikat könne „umgestaltet“ werden. Später behauptete er, er habe sich dabei hauptsächlich auf die bevorstehende Reise nach Argentinien, Peru und Uruguay bezogen, die weiterhin stattfindet. Angesichts von Krankheit und Genesung ist es völlig normal, den eigenen Lebensstil und Zeitplan anzupassen. Wahrscheinlich bezog sich Kardinal Parolin genau darauf. Egal.
Was der Kardinalstaatssekretär sagte, als der Papst noch im Krankenhaus war, konnte zwangsläufig Debatten auslösen und Fragen aufwerfen.
Während seiner Ansprache nach dem heutigen Angelus hat Papst Leo XIV noch einmal für die Gebete gedankt, die ihn während seines Krankenhausaufenthaltes begleitet und gestärkt haben. Vaticannews berichtet.
„Habe eure Unterstützung gespürt“: Papst Leo dankt für Gebete
Ich möchte all jenen danken, die in den vergangenen Tagen für mich gebetet haben. Ich habe eure Unterstützung wirklich gespürt. Danke!“ Dies sagte der Papst an diesem Sonntag beim Angelus-Gebet am Petersplatz. Er war am Samstag aus dem Krankenhaus entlassen worden.
„Besonderen Dank richte ich an die Ärzte, das Pflegepersonal und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Policlinico Gemelli“, so Leo mit Blick auf seine Betreuung in der römischen Klinik. Er kündigt an, nach und nach wieder in den Alltag zurückzukehren.
„Diese Erfahrung hat mich die Nähe zu all jenen, die Krankheit und Gebrechlichkeit durchleben, auf besondere Weise spüren lassen. Nachdem diese heikle Phase nun überstanden ist – wie ihr wisst –, werde ich meine Tätigkeiten schrittweise wieder aufnehmen, stets mit der Hilfe Gottes und eurer Gebete. Nochmals danke! Danke an euch alle und einen schönen Sonntag!“
Nach und nach in den Alltag zurück
„Ich werde meine Tätigkeiten schrittweise wieder aufnehmen, stets mit der Hilfe Gottes und eurer Gebete!“
Leo XIV. war nach seinem Aufenthalt im Policlinico Gemelli am Samstagnachmittag in den Vatikan zurückgekehrt.Auch beim Verlassen der Klinik hatte er dem Arzt Stefano Margaritora gedankt, der den Eingriff an der Lunge durchgeführt hatte, wie auch dem gesamten medizinischen Personal, das ihn in den fünf Tagen seines Aufenthaltes in der Klinik betreut hatte.
Vorausgegangen war am Samstagvormittag die medizinische Entlassungserklärung des Ärzteteams der Gemelli-Klinik, die den Papst nach Auswertung der Blutanalysen, von Röntgenaufnahmen und Beurteilung des klinischen Gesamtbildes als entlassungsfähig eingestuften. Im Interview mit den Vatikanmedien hatte der Arzt, der den Papst operiert hat, gesagt, dass gegen die für November geplante Lateinamerika-Reise des Papstes in medizinischer Hinsicht nichts spreche. Der Aufenthalt des Papstes in der Klinik war aufgrund eines Eingriffs an der rechten Lunge erforderlich gewesen, aus der ein Tumor entfernt wurde.
Große Freude über Entlassung des Papstes
Die Freude der Pilger am Petersplatz war an diesem Sonntag groß. Es gab großen Jubel und strahlende Gesichter, als der Papst am Fenster des Apostolischen Palastes erschien. Auch Papst Leo strahlte."
"KATECHESE DES PAPSTES BEIM ANGELUS: TREUE ZU WAHRHEIT UND VERANTWORTUNG"
Mit einem bekannten Jesuswort aus dem Matthäusevangelium hat Leo XIV. an die Verantwortung gegenüber Staat und Gesellschaft erinnert. Beim Angelusgebet am Tag nach seiner Entlassung aus der Gemelli-Klinik warnte der Papst vor Heuchelei, Machtstreben und Eigeninteressen. Wer Verantwortung übernehme, dürfe sich nicht von persönlichen Vorteilen leiten lassen, sondern müsse Gottes Gerechtigkeit an die erste Stelle setzen:
Seit Dienstagvormittag war Papst Leo wegen seiner Krebsoperation in der römischen Gemelli-Klinik, am Samstagnachmittag wurde er entlassen. Zwar wurden alle Audienzen bis zum 20. Oktober abgesagt, den Engel des Herrn mit den Gläubigen auf dem Petersplatz hat der Papst diesen Sonntag aber doch gebetet – zur großen Freude der zahlreich auf dem Petersplatz versammelten Pilger und Menschen weltweit, die sich über TV, Radio und Internet zugeschaltet hatten.
Das Verhältnis zwischen weltlicher Verantwortung und Treue zu Gott
„Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört“: Mit diesen Worten aus dem Matthäusevangelium (22,15-21) hat Papst Leo diesen Sonntag das Verhältnis zwischen weltlicher Verantwortung und Treue zu Gott beleuchtet. Jesus habe damit auf eine Fangfrage der Pharisäer reagiert, die ihn mit der Frage nach der Steuerzahlung an den römischen Kaiser in Bedrängnis bringen wollten.
„Die Antwort des Meisters ist klug, denn sie bewahrt ihn vor der Falle und entlarvt die Heuchelei derer, die ihn zu Fall bringen wollen,“ so der Papst wörtlich. „Er bittet sie um die Münze für die Steuer, nämlich einen Denar. Sie geben sie ihm, und Jesus fragt: "Wessen Bild und Aufschrift ist das?" Sie antworten: "Des Kaisers." Da sagt er: "So gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört!".“
Jesus durchschaut also ihre Absicht und antwortet mit einem Satz, der bis heute Orientierung gibt: Die Verantwortung gegenüber dem Staat hebt die Verpflichtung gegenüber Gott nicht auf.
Ohne Kompromisse leben, frei von schlechten Ambitionen und ungerechten Interessen
Laut Papst Leo zeigt die Antwort Jesu auch, dass Gott mitten in der Geschichte gegenwärtig ist. Menschliche Ämter und gesellschaftliche Pflichten hätten ihren Platz, müssten aber an Wahrheit und Gerechtigkeit ausgerichtet sein. Persönliche Vorteile und Eigeninteressen dürften das Handeln nicht bestimmen.
„In Jesus sehen wir einen Gott, der die Geschichte nicht fürchtet, sondern in sie eintritt, um in ihr zu wohnen. Sein Reich hebt menschliche Ämter und Verantwortlichkeiten nicht auf. Es erfordert jedoch, dass man ohne Kompromisse lebt, frei von schlechten Ambitionen und ungerechten Interessen, und dass man dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit nichts vorzieht.“
Die Zugehörigkeit zu Gott müsse also unser Leben prägen und dem Streben nach Macht und Anerkennung Grenzen setzen, stellte das Kirchenoberhaupt fest.
Wahrhaftig sein, ohne Furcht und Heuchelei, frei für das Gute
Papst Leo lenkte den Blick auch auf die Pharisäer, die Jesus zwar als wahrhaftig loben, ihn jedoch in eine Falle locken wollen. Dieser Widerspruch verdeutliche, wie wichtig es sei, Wort und Tat miteinander in Einklang zu bringen, so der Pontifex.
Wahrheit und Gerechtigkeit dürften weder Angst noch Heuchelei geopfert werden. Die Aufforderung, Gott und dem Kaiser jeweils das Ihre zu geben, werde so zum Maßstab für persönliches und gesellschaftliches Handeln.
„Meine Lieben, eben dies ist das Profil derer, die „dem Kaiser geben, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört“: wahrhaftig sein, ohne Furcht und Heuchelei, frei für das Gute. Beten wir zum Herrn, dass er uns helfe, so zu sein,“ schloss Papst Leo seine kurze Katechese vor dem Angelusgebet an diesem Sonntag.2
Auch heute setzt Fr. John Zuhlsdorf bei OnePeterFive seine Katechese zur Bedeutung der Liturgie für die Sonntage im Kirchenjahr fort. Hier geht´s zum Original: klicken
"IN JENER ZEIT: 21. SONNTAG NACH PFINGSTEN"
Wenn der Oktober dem November weicht, erklingt in der Heiligen Kirche der Herbst. Das Ende (des Kirchenjahres) naht.
Im Vetus Ordo führen uns die verbleibenden Sonntage nach Pfingsten zur Abrechnung mit dem König, dem König über alles, nicht nur über den Himmel. Der König wird wiederkommen, die Bücher öffnen und abrechnen. Das Formular für die Heilige Messe am 21. Sonntag nach Pfingsten versetzt uns in einen Haushalt, auf ein Schlachtfeld und in ein Schuldgefängnis, wo wir jeweils von Gott beschützt, von Gott gestärkt und denen gegenüber barmherzig sein sollen, die wie wir bedürftig sind.
Das Kollektengebet, das bereits im alten Liber Sacramentorum Gellonensis zu finden ist , lautet:
Familiam tuam, quaesumus, Domine, Continua pietate custodi: ut a cunctis adversitatibus, te protegente, sit libera; in bonis actis te protegente tuo nomini sit devota.
Der Klang weist eine starke Assonanz mit dem „s“ und eine Alliteration mit dem „t“ auf. Gleich zu Beginn fällt auf, dass im Protasis (erster Teil) „familia tua“ vorangeht, eine andere Art, „Deine Kirche“ zu sagen und sie als Schlüsselbegriff der Rede hervorzuheben. In der thematischen Apodosis finden sich dann zwei parallele und symmetrische „ ut “-Sätze, in denen ein „cunctis adversitatibus“ durch „in bonis actis“ und „te protegente“ durch „tuo nomine“ ausgeglichen wird . Beide Cola schließen mit einem harmonischen Homoteleuton (gleiche Endungstrope).
DIE WÖRTLICHE ÜBERSETZUNG
Beschütze deine Familie, wir bitten Dich, o Herr, mit unaufhörlicher Barmherzigkeit, damit sie unter Deinem Schutz vor allem Unheil bewahrt werde und Deinem Namen in guten Werken geweiht sei.
Das einleitende Wort „ familiam“ verdient besondere Beachtung. Im Lateinischen umfasste „familia“ einen ganzen Haushalt, einschließlich der Bediensteten und Angehörigen. Letzten Sonntag hörten wir, wie der ganze Haushalt nach der Heilung des Sohnes des Beamten aus der Ferne zum Glauben fand. Da „familia“ hier auch auf die Kirche verweist, ist der Herr Vater und Herr des Haushalts, wie er es auch für jede menschliche Familie, ja für jede menschliche Institution sein sollte. Heutzutage wird diese soziale Königsherrschaft Christi nicht mehr so stark betont, aber sie sollte es. Wir sind seine Abhängigen, um einen Preis erkauft, und allein seine Barmherzigkeit (pietas) bewahrt uns. Das Wort „custodi “, „bewachen“, klingt wie ein militärischer Wachposten.
Wie Mario Galgano für vaticannews berichtet, haben die behandelnden Ärzte des Gemelli-Klinikums bekannt gegeben, daß der Hl. Vater noch heute Nachmittag aus dem Krankenhaus entlassen wird. Hier geht´s zum Original: klicken
Unter dem Titel:
"PAPST LEO XIV WIRD AUS DEM KRANKENHAUS ENTLASSEN"
beginnt der Bericht so - ZITAT
"Die Ärzte Luigi Carbone und Stefano Margaritora haben an diesem Samstagmorgen Informationen zum postoperativen Verlauf des Papstes mitgeteilt. Nach der Auswertung der morgendlichen Blutanalysen und einer Röntgenaufnahme des Brustkorbs sowie der Beurteilung des allgemeinen klinischen Bildes stufte das Ärzteteam den Papst als geeignet für die Entlassung ein. (...)
...Das Kirchenoberhaupt verlässt die Klinik am frühen Nachmittag und kehrt in den Vatikan zurück. Um 12:00 Uhr feiert der Papst noch eine Messe in dem eigens dafür hergerichteten Raum im zehnten Stock der Gemelli-Klinik. Für diesen Sonntag ist das Vortragen des Angelus-Gebets vom Fenster der päpstlichen Wohnung aus vorgesehen."
Wie vaticannews berichtet, hat der Ökumenische Patriarch Bartholomäus I. Papst Leo XIV in einem persönlichen Brief seine Genesungswünsche geschickt. Hier geht´s zum Original: klicken
ZITAT:
"PATRIARCH BARTHOLOMAIOS WÜNSCHT PAPST LEO SCHNELLE GENESUNG"
Der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. hat Papst Leo XIV. in einem persönlichen Brief seine Genesungswünsche übermittelt. Das Ehrenoberhaupt der Weltorthodoxie versichert dem Papst seine brüderliche Unterstützung und sein Gebet. Ende Oktober reist Bartholomaios nach Italien, wo ihm eine Ehrendoktorwürde verliehen werden soll. Auch eine Begegnung mit dem Papst war ursprünglich vorgesehen.
Wie der Informationsdienst der Stiftung „Pro Oriente“ am Freitag berichtet, wünscht Bartholomaios dem Papst in seinem Schreiben neue Kraft für die Fortsetzung seines kirchlichen Dienstes. „Mögen Ihre Kräfte zum Wohle des hohen Dienstes erneuert werden, der Ihnen anvertraut ist“, schreibt der Patriarch.
Patriarch hofft auf baldiges Wiedersehen
Bartholomaios hofft, dem Papst seine Genesungswünsche bald auch persönlich überbringen zu können. Am 23. Oktober will er nach Rom reisen, wo ihm im Rahmen eines Festakts an der Päpstlichen Universität St. Thomas von Aquin die Ehrendoktorwürde verliehen werden soll. Für die darauffolgenden Tage war ein Treffen mit Leo XIV. geplant. (...)
hat dankenswerterweise kath.net übernommen. In einem Bericht über die unglaubliche Entgleisung des sog. Comedians Böhmermann werden einige Ausdrücke erklärt, die der LGBTQ - und Satanisten-Szene entstammen. Hier geht´s zum Original: klicken
Zitat: "Jan Böhmermann hat in der Sendung ZDF Magazin Royale Jesus Christus als „genderfluiden, bi-neugierigen, halbnackten POC-Otter“ verhöhnt. Weiters sei er ein „Smoking, Hot Skinny Legend an einem auf dem Kopf stehenden Teufelssymbol“.
„POC“ steht in der Identitätspolitik für „Person of Color“, also nicht-weiße Menschen. Offenbar ist damit die Abstammung Jesu als nichteuropäischer Jude aus Galiläa gemeint. In der schwulen Szene ist ein „Otter“ ein schlanker, behaarter Mann. „Smoking Hot“ meint „extrem attraktiv“, der Begriff „Skinny Legend“ bezeichnet eine gefeierte Persönlichkeit der Popkultur.".
Wie vaticannews berichtet, hat das Pressebüro heute ein weiteres Bulletin über den Genesungsverlauf des Hl. Vaters veröffentlicht. Hier geht´s zum Original:klicken
Unter dem Titel:
"PAPST NIMMT ARBEITSAKTIVITÄTEN IN DER KLINIK WIEDER AUF, GUTE ERHOLUNG DER OPERIERTEN LUNGE"
beginnt der Bericht so: ZITAT
"Nach Angaben des behandelnden Ärzteteams liegen die Ergebnisse der Kontrolluntersuchungen zwei Tage nach der Krebs-Operation von Leo XIV. im Normbereich. Im Krankenhaus hat der Papst inzwischen auch seine Arbeitsaktivitäten wieder aufgenommen.
Im Rahmen der Wiederaufnahme seiner Arbeitsaktivitäten hat Papst Leo diesen Donnerstag Nachmittag in der Gemelli-Klinik Erzbischof Paolo Rudelli empfangen, Substitut für Allgemeine Angelegenheiten des Staatssekretariats." (...)
Vaticannews berichtet über den Verlauf der postoperativen Genesung des Hl. Vaters. Hier geht´s zum Original: klicken
"WEITERE RUHIGE NACHT FÜR PAPST LEO"
„Der Papst hat die Nacht im Krankenhaus gut verbracht, er ist aufgestanden und hat gefrühstückt“, gab der Pressesaal am Donnerstagmorgen bekannt. Leo XIV. ist am 13. Oktober im Gemelli-Klinikum an der Lunge operiert worden. Die Operation sei wie geplant verlaufen, dem Papst wurde ein bösartiger Tumor entfernt, wurde anschließend mitgeteilt.
Am Mittwoch hatte das behandelnde Ärzteteam von Papst Leo XIV. bereits über den aktuellen Gesundheitszustand des Kirchenoberhaupts nach der 90-minütigen OP am Dienstag informiert. Die Ergebnisse der Blutanalysen sowie der Röntgenaufnahme des Brustkorbs lägen im Normbereich für diese Art von Eingriff, hieß es in der Mitteilung. Am Nachmittag hatte der Papst in einem eigens eingerichteten Raum im zehnten Stock des Krankenhauses auch die Messe konzelebriert - die Zimmerflucht mit Kapelle, die normalerweise für die Päpste zur Verfügung steht, wird derzeit renoviert.
Der Papst habe im Rahmen der Nachsorge bereits Atemphysiotherapie absolviert und sei im Zimmer umhergegangen, gaben die Ärzte in ihrer Mitteilung bekannt. Auch die postoperativen Untersuchungen am Mittwochmorgen, dem Tag nach der Operation, seien planmäßig durchgeführt worden, hieß es am Mittwoch. Zudem habe er wieder eine reguläre Nahrungsaufnahme begonnen. Der Genesungsprozess verliefe weiterhin wie vorgesehen, so die Einschätzung der Mediziner
Wie schon vor der Operation des Kirchenoberhauptes angekündigt wurde, werde mit einem Krankenhausaufenthalt von einer Woche gerechnet. Bis 20. Oktober wurden alle Audienzen abgesagt."
Roberto de Mattei denkt in einem bei Corrispondenza Romana über die Bedeutung der Erkrankung des Hl. Vaters für die Kirche und die Gläubigen und über die Zerbrechlichkeit des menschlichen Lebens nach. Hier geht´s zum Original: klicken
"DER 13. OKTOBER UND DIE HEILUNG UNSERER WUNDEN"
Der Historiker, der in fünfzig oder hundert Jahren den 13. Oktober 2026, den einhundertneunten Jahrestag der letzten Erscheinung Unserer Lieben Frau in Fatima, in einer Momentaufnahme festhalten möchte, würde sich vor diesem Gemälde wiederfinden.
Am 14. Oktober sollte Papst Leo XIV. die internationale Konferenz zum zehnten Jahrestag des Schreibens „ Amoris Laetitia“ von Papst Franziskus im Petersdom abschließen . Nachdem er jedoch am 11. Oktober während des Angelusgebets bekannt gegeben hatte, dass er einen Knoten in der Lunge habe, wurde der Papst am 13. Oktober ins Gemelli-Krankenhaus eingeliefert und noch am selben Tag operiert.
Die Absage der feierlichen Messe, die der Papst am Mittwoch in Anwesenheit von 250 Bischöfen aus aller Welt hätte feiern sollen, bestätigt einerseits die Dringlichkeit des Eingriffs, andererseits lässt sie die Ergebnisse des Treffens mit den Bischöfen in Ungewissheit.
Alle katholischen Gläubigen beten nun für die Gesundheit des Papstes. Doch das Bild eines energiegeladenen Mannes, der seinen anspruchsvollen Terminkalender mühelos bewältigt, steht im Kontrast zu dem eines Menschen, der von einer Krankheit geschwächt ist, deren Verlauf noch ungewiss ist. Diese Erkenntnis hat eine Bedeutung, die weit über die Gesundheitsnachrichten hinausgeht und uns an Wahrheiten erinnert, die die Welt vergessen hat. Die Kirche lebt von der Gnade Christi, und ihre Unfehlbarkeit hängt nicht von der Gesundheit des Papstes ab. Der Papst braucht die Gebete der Gläubigen gerade deshalb, weil ihn sein Amt nicht vor dem Leiden bewahrt, das – wie der Tod – eine Folge der Erbsünde ist. Doch Ereignisse wie eine plötzliche Krankheit helfen uns, über die Zerbrechlichkeit des menschlichen Lebens, über das Leben nach dem Tod und über die Existenz eines gnädigen Gottes in Zeit und Ewigkeit nachzudenken.
Donald Trump, Wladimir Selenskyj, Xi Jinping und alle anderen Mächtigen der Welt befinden sich in derselben Ungewissheit wie der Papst heute, ausgesetzt wie jeder Mensch Leid und Tod. In Washington nimmt diese Fragilität derzeit eine politische Form an. Präsident Trump geht mit dem Gefühl einer schweren Niederlage in die Zwischenwahlen am 3. November, nachdem seine Friedensversprechen für die Ukraine und den Nahen Osten erneut durch die Realität widerlegt wurden. Der Wahlausgang ist noch offen, doch das Bild eines Präsidenten, der jede Krise aus eigener Kraft lösen kann, ist verblasst.
Maria Galgano berichtet bei Vaticannews, was das Ärzteteam der Gemelli-Klinik zurm Heilungsverlauf des Hl. Papstes bekannt gegeben hat. Hier geht´s zum Original: klicken
"DAS ÄRZTETEAM BESTÄTIGT EINEN REGULÄREN GEGENUSNGVERLAUF BEI PAPST LEO"
"Das behandelnde Ärzteteam von Papst Leo XIV. hat über den Gesundheitszustand des Kirchenoberhaupts nach dessen chirurgischem Eingriff in der Gemelli-Klinik informiert. Die Ergebnisse der Blutanalysen sowie der Röntgenaufnahme des Brustkorbs liegen nach medizinischen Angaben im Normbereich für diese Art von Eingriff.
In einer gemeinsamen Mitteilung gaben Luigi Carbone und Stefano Margaritora bekannt, dass die postoperativen Untersuchungen am Morgen planmäßig durchgeführt wurden.
Der Papst habe im Rahmen der Nachsorge bereits Atemphysiotherapie absolviert und sich eigenständig im Zimmer fortbewegt. Zudem habe er wieder eine reguläre Nahrungsaufnahme begonnen. Der Genesungsprozess verläuft nach Einschätzung der Mediziner weiterhin wie vorgesehen.
Wie nachmittags weiter bekannt wurde, habe sich der Papst guter Laune gezeigt."
Der Bericht der Ärzte ergänzt den zunächst vom Presseamt des Hl. Stuhls veröffentlichten Bericht über den Verlauf der Operation, bei der dem Hl. Vater ein Lungenlappen entfernt wurde. SalvatoreCernuzio und Mario Galgano berichten für vaticannews. Hier geht´s zum Original: klicken
"PAPST LEO IM GEMELLI-KLINIKUM: ERFOLGREICHER EINGRIFF- ENTFERNUNG DES UNTEREN LAPPENS DER RECHTEN LUNGE"
Die etwa 90-minütige Operation des Papstes, die mit einer videoassistierten Technik durchgeführt wurde, verlief ohne Komplikationen und mit gutem Ergebnis. Der am Abend veröffentlichte medizinische Bericht besagt, dass „die histologische Untersuchung die Diagnose eines Lungenadenokarzinoms bestätigt hat, wie es bereits aufgrund der präoperativen Untersuchungen vermutet wurde“. Leo ist wie erwartet aufgewacht und wurde „nach einer kurzen Beobachtungsphase“ wieder auf sein Zimmer verlegt:
Der medizinische Bericht
Im von Luigi Carbone, Direktor der Direktion für Gesundheit und Hygiene des Staates der Vatikanstadt, und Stefano Margaritora unterzeichneten Bericht heißt es: „Am Nachmittag des heutigen Tages wurde der Heilige Vater wie geplant dem thoraxchirurgischen Eingriff unterzogen.“ Um den Eingriff vollständig zu gestalten, wurde der untere Lappen der rechten Lunge mit videoassistierter Technik entfernt. Die feingewebliche Schnellschnittuntersuchung bestätigte die Diagnose eines Lungenadenokarzinoms, wie es bereits durch die präoperativen Untersuchungen vermutet worden war.“
Operation von etwa drei Stunden
Der Heilige Vater“, so informiert die Mitteilung weiter, „befand sich für etwa 3 Stunden im Operationssaal, die Dauer des Eingriffs betrug etwa 90 Minuten. Der Eingriff ist gelungen und es gab keine Komplikationen.“ Nach dem Eingriff ist Leo XIV. „regulär aufgewacht und nach einer kurzen Beobachtungsphase in sein Zimmer im zehnten Stock zurückgekehrt“.
Das Ärzteteam
Stefano Margaritora wurde von Elisa Meacci, Maria Teresa Congedo und Leonardo Petracca Ciavarella unterstützt. Das Anästhesieteam bestand aus Massimo Antonelli sowie Giovanni Punzo und Giuseppe Bello.
Untersuchungen und Krankenhausaufenthalt
Nach Angaben von Vatikan-Sprecher Matteo Bruni zeigte sich das Kirchenoberhaupt sofort wach sowie orientiert und bat nach der Rückkehr auf sein Zimmer um das Abendessen. Vor Ort wird er von seinem gewohnten Betreuungsteam aus der päpstlichen Wohnung begleitet.
Für den Krankenhausaufenthalt ist nach aktuellem Stand ein Zeitraum von etwa einer Woche eingeplant. Das Presseamt des Heiligen Stuhls kündigte für diesen Mittwoch weitere Informationen zum Verlauf der Nacht sowie zu ersten Untersuchungsergebnissen an."
Wie Vaticannews berichtet hat das Presseamt des Hl. Stuhls die erfolgreiche Durchführung der Operation des Hl. Vaters mitgeteilt. Hier geht´s zum Original: klicken
"PAPST IN DER GEMELLI-KLINIK: EINGRIFF ERFOLGREICH ABESCHLOSSEN"
Das Presseamt des Heiligen Stuhls gibt bekannt, dass die Operation von Leo XIV. zur Entfernung eines Knotens in der Lunge „in der vorgesehenen Zeit und Weise“ abgeschlossen wurde und teilte anschliessend mit: „Der Heilige Vater ist in sein Zimmer zurückgekehrt.“
„Der Eingriff wurde erfolgreich und in der vorgesehenen Zeit und Weise abgeschlossen.“ Dies teilt das Presseamt des Heiligen Stuhls über seinen Telegram-Kanal bezüglich der Operation mit, der sich der Papst an diesem Dienstagnachmittag im Policlinico Gemelli unterzogen hat, um einen „begrenzten Knoten in der Lunge“ zu entfernen. „Der Heilige Vater ist in sein Zimmer zurückgekehrt“, berichtet das Presseamt weiter und erklärt, dass „weitere Informationen folgen werden“.
Wie vaticannews berichtet, wird der Kardinalvikar des Bistums Rom, Kardinal Baldo Reina, heute um 18:00 in der Gemelli-Klinik-Kapelle den Rosenkranz für Papst Leo XIB beten. Hier geht´s zum Original: klickenSchließen wir ihm uns an!
Unter dem Titel:
"PAPST-OP: KARDINAL REINA LEITET ROSENKRANZ-GEBET IM GEMELLI"
beginnt der Bericht so - ZITAT
"Kardinal Baldo Reina, der Kardinalvikar des Papstes für das Bistum Rom, wird am Dienstag um 18 Uhr in der Kapelle des Gemelli-Klinikums in Rom einen Rosenkranz für die Gesundheit von Leo XIV. leiten. Alle Pfarreien der Stadt sind eingeladen, sich zur gleichen Zeit im Gebet zu verbind
Kardinal Baldo Reina, der Kardinalvikar des Papstes für das Bistum Rom, wird am Dienstag um 18 Uhr in der Kapelle des Gemelli-Klinikums in Rom einen Rosenkranz für die Gesundheit von Leo XIV. leiten. Alle Pfarreien der Stadt sind eingeladen, sich zur gleichen Zeit im Gebet zu verbinden." (...)
Auch Nico Spuntoni kommentiert in La Nuova Bussola Quotidiana die dem Hl. Vater bevorstehende Operation. Hier geht´s zum Original: klicken
BEIM ANGELUS
„Ich habe einen knoten in der lunge, ich werde operiert.“ Der Papst lässt alle den Atem halten.
Überraschung über die beim Angelus-Gebet gemachte Ankündigung: Er wird sich im Laufe der Woche im Krankenhaus Gemelli einer Operation unterziehen; die Genesungszeit dürfte eine Woche betragen. Anteilnahme kommt von Bischofskonferenzen aus aller Welt sowie von italienischen Institutionen.
Leo XIV. muss sich wegen eines Knotens in der Lunge einer Operation unterziehen. Das gab er selbst vom Fenster des dritten Stocks des Apostolischen Palastes aus nach dem sonntäglichen Angelus-Gebet bekannt. „Kürzlich haben die Ärzte bei Untersuchungen einen umschriebenen Knoten in meiner Lunge festgestellt“, sagte er mit ruhiger Stimme. Prevost fügte hinzu, die Ärzte hielten einen Eingriff für ratsam; er wolle ihrem Rat folgen und habe sich daher entschieden, den Knoten operativ entfernen zu lassen.
Der Eingriff findet im Policlinico Gemelli statt – dem Krankenhaus der Päpste – und ist für die ersten Tage dieser Woche angesetzt. Voraussichtlich wird Leo zwischen morgen und übermorgen in der zehnten Etage jenes Gebäudes aufgenommen, das Johannes Paul II. als „Vatikan III“ bezeichnete. Die Nachricht kam überraschend; offenbar hatte Prevost vor der Ankündigung auf dem Platz nur mit seinem engsten Umfeld darüber gesprochen. Niemand hatte damit gerechnet, so bald – anderthalb Jahre nach der Erkrankung und dem Tod von Franziskus – erneut einen Papst im Krankenhaus zu sehen. Zumal es sich um diesen Papst handelt: Er wurde mit noch nicht einmal siebzig Jahren gewählt, ist sportbegeistert und weist eine Krankengeschichte ohne nennenswerte Vorerkrankungen auf. Seitens des Presseamts des Heiligen Stuhls hieß es lediglich, die Genesung nach der Operation werde voraussichtlich etwa eine Woche in Anspruch nehmen.
Tatsächlich hat der Papst zu erkennen gegeben, dass er nach dem Eingriff nicht pausieren will; während des Angelus-Gebets begrüßte er eine Gruppe peruanischer Pilger und bestätigte seine Absicht, die für November geplante Reise in seine Wahlheimat anzutreten. Dies ist ein anspruchsvolles Vorhaben, da die Apostolische Reise nach Lateinamerika zwölf Tage dauern und neben Peru auch Uruguay und Argentinien umfassen wird.
Zu den nächsten Terminen des Papstes gehört auch ein Besuch in Assisi am 27. Oktober anlässlich der Abschlussfeier einer von der Gemeinschaft Sant’Egidio initiierten Veranstaltung; diese erinnert an den 40. Jahrestag jenes Welttreffens der Religionen, an dem Johannes Paul II. teilgenommen hatte.
Die Nachricht von Prevosts gesundheitlichen Problemen ging um die ganze Welt. Es gab eine Welle der Anteilnahme, angefangen bei den italienischen Institutionen: Ministerpräsidentin Giorgia Meloni äußerte sich „ermutigt“ durch die Ruhe und Gelassenheit, mit der der Papst beim Angelus-Gebet über seinen Eingriff sprach. Staatspräsident Sergio Mattarella sandte dem Papst eine Botschaft, um ihm zu versichern, dass das italienische Volk an seiner Seite steht.
Aus der ganzen Welt trafen Bekundungen der Verbundenheit ein: Der Vorsitzende der US-Bischofskonferenz, Monsignore Paul Coakley, äußerte die Hoffnung, dass „die Hand der Chirurgen von Jesus Christus, dem göttlichen Arzt, geführt werde“. Auch Kardinal Matteo Maria Zuppi, der Vorsitzende der italienischen Bischofskonferenz, veröffentlichte eine Erklärung, in der er bekundete, dass sich „die Kirchen in Italien in kindlicher Verbundenheit“ um den Papst scharen. In einer Botschaft rief der US-amerikanische Kardinal Raymond Leo Burke dazu auf, für die Gesundheit des Papstes zu beten. Insbesondere wandte sich der emeritierte Präfekt des Obersten Gerichtshofs der Apostolischen Signatur an die Pilger des Heiligtums Unserer Lieben Frau von Guadalupe in La Crosse sowie an alle Freunde des Heiligtums mit der Bitte, „auf die Fürsprache Unserer Lieben Frau von Guadalupe für die Gesundheit Seiner Heiligkeit zu beten und darum zu bitten, dass der Heilige Geist die Hände der Chirurgen bei seiner Behandlung lenke“.
Prevost ist nicht der erste Papst, der kurz nach seiner Wahl erkrankt: Es gibt zum Beispiel das Beispiel Leos XII., der nach seiner Wahl im Jahr 1823 fast umgehend gesundheitliche Probleme bekam, diese jedoch überwand und noch fünf weitere Jahre regierte."
WIe vacticannews berichtet, verbringt der Hl. Vater den heutigen Montags vor der anstehenden Operation als normalen Arbeitstag. Hier geht´s zum Original: klicken
Unter dem Titel:
"PAPST LEO: NORMALER ARBEITSTAG AM MONTAG, GENESUNGSWÜNSCHE"
beginnt der Bericht so - ZITAT
"Leo XIV. erreichen weiter Genesungswünsche aus aller Welt. Der Papst nahm seine Audienzen an diesem Montag wahr, seine Lungen-OP steht in diesen Tagen an.
Normaler Arbeitstag am Montag
Aus der Lunge des 71-Jährigen soll ein „begrenzter Knoten“ in einem „frühen Stadium“ entfernt werden, wie der Papst beim Mittagsgebet am Sonntag präzisierte. Vatikansprecher Matteo Bruni ergänzte dazu an diesem Montag, der Knoten in der Lunge des Papstes sei bei einer Routineuntersuchung festgestellt worden.(...)
A. Gagliarducci kommentiert bei Monday at the Vatican die Ernennung von Erzbischof Vittorio F. Viola zum Erzpriester der Peters-Basilika als weiteren Schritt des Übergangs zwischen den Pontifikaten. Hier geht´s zum Original: klicken
"LEO XIV UND DIE NEUE GENERATION"
Mit der Ernennung von Erzbischof Vittorio Francesco Viola zum Erzpriester des Petersdoms und von Kardinal Luis Antonio Tagle zum Dekan des Kardinalskollegiums markierte Leo XIV. den Übergang zu einer neuen Generation und – wahrscheinlich – zu einer neuen Ära für die Kirche.
Nicht nur diese beiden Personalentscheidungen kamen weitgehend unerwartet; dies galt letztlich für alle Entscheidungen, die Leo XIV. bislang getroffen hat. Diese beiden Ernennungen zeigen, dass das Problem nicht einfach darin besteht, den Papst mit alten Kategorien zu deuten. Vielmehr liegt es in der Annahme, dass diese alten Kategorien nach wie vor Gültigkeit besitzen.
Letztlich ist Leo XIV. selbst ein Papst der neuen Generation. 1982 geweiht, hat er die heftigen Auseinandersetzungen um das Zweite Vatikanische Konzil nicht mehr unmittelbar miterlebt. Er ist ein Priester, der einer soliden Liturgiepraxis verpflichtet ist, wenngleich er aus dem Geist des Konzils hervorgegangen ist; er hat nie die überlieferte Liturgie gefeiert oder auch nur eine Neigung dazu verspürt. Leo XIV. ist kein progressiver Papst im Sinne der Definitionen, die in den letzten Jahren für diese Strömung geprägt wurden. Ebenso wenig ist er ein „Papst der Dritten Welt“, ungeachtet seiner Erfahrungen in der Mission. Doch offensichtlich liegen die Sympathien und Neigungen dieses Papstes bei einer neuen, anderen Generation mit anderen Prioritäten – einer Generation, die völlig außerhalb der Debatten um das Konzil steht.
Inwiefern bestätigen diese beiden Ernennungen durch den Papst diese Einschätzung?
Beginnen wir mit der Ernennung des neuen Erzpriesters der Petersbasilika, der zugleich als Generalvikar des Papstes für den Staat der Vatikanstadt fungiert. Vittorio Francesco Viola trat sein Amt als Sekretär des Dikasteriums für den Gottesdienst mit dem Ruf eines progressiven Priesters an, der die von traditionalistischen Kreisen scharf kritisierte Liturgiereform Annibale Bugninis befürwortete. Damit verkörperte er jenen Bischofstypus, den Papst Franziskus bevorzugte, um all jene zum Schweigen zu bringen, die weiterhin die Liturgie im alten Ritus – also in der Form vor der Reform durch Paul VI. – feiern wollten.
Im Anschluss an das heutige Angelus-Gebet hat der Hl. Vater bekannt gegeben, daß er sich in den nächsten Tagen einer Operation -der operativen Entfernung eines Knotens in der Lunge-unterziehen muß, und die Gläubigen um ihr Gebet gebeten.
Vaticannews veröffentlicht den Wortlaut der Katechese des Hl. Vaters beim heutigen Angelus. Hier geht´s zum Original: klicken
"Liebe Brüder und Schwestern, einen schönen Sonntag!"
Heute spricht Jesus im Evangelium von der Hochzeit, die ein König seinem Sohn ausrichtete (vgl. Mt 22,1–14).
Die Hochzeit eines Sohnes ist für jede Familie ein besonderer Anlass, und dieser glückliche Vater möchte seine Freude mit allen teilen. Er gibt ein Festmahl und lädt viele Menschen ein. Der heilige Thomas von Aquin sagt dazu, dass das Gute von Natur aus dazu neigt, sich auszubreiten: „Bonum dicitur diffusivum sui“ (Summa theologiae, I, q. 5 a. 4, ad 2), und auch das Bild unserer Erzählung spricht in einem konkreten Lebenskontext von dieser Wirklichkeit. Wenn etwas Gutes geschieht, entzündet sich ein Licht, das dazu führt, dass man andere an seinem Glück teilhaben lässt.
„Angesichts der Ablehnung sagt der König die Hochzeit nicht ab und lässt die Feierlichkeiten nicht ausfallen“
Angesichts eines so schönen Angebots ziehen sich die Eingeladenen jedoch, anstatt sich dem Fest anzuschließen, zurück und ziehen es vor, sich weiterhin um ihre eigenen Angelegenheiten zu kümmern. Einige sind vielmehr verärgert, beschimpfen die Boten des Königs und töten sie sogar. Auch das kommt leider vor: Nicht immer wird das Gute, das wir anbieten, verstanden, anerkannt und geschätzt; vielmehr wird es manchmal missverstanden und abgelehnt. Doch das darf uns nicht entmutigen. Angesichts dieser Ablehnung sagt der König die Hochzeit nicht ab und lässt die Feierlichkeiten nicht ausfallen; vielmehr weitet er seinen Aufruf auf eine noch größere Zahl von Menschen aus und sendet seine Diener aus, um sie auf den Straßen einzuladen, damit die Freude des Brautpaares ein Geschenk für alle sei.
An dieser Stelle fragen wir uns: Wen verkörpern die Hauptfiguren dieser Geschichte? Der heilige Hieronymus identifiziert den König mit dem Vater im Himmel, den Bräutigam mit Jesus und die Braut mit der Kirche (vgl. Kommentar zum Matthäusevangelium, Buch III, Kap. 22). Zu diesen Protagonisten gehören also auch wir, die vom Herrn auserwählt wurden, um unsere Existenz mit ihm zu teilen und gemeinsam mit ihm Träger des Lebens zu sein. Das Hochzeitsfest ist das unsere und der Festsaal sind unsere Kirchen, unsere Häuser, die Orte, an denen wir leben und an denen der Sohn des Königs, Jesus Christus, jeden Tag wiederkehrt, um uns seine Liebe zu bekunden und auf unser „Ja“ zu warten. Dort begegnen wir ihm, gekleidet wie die Braut im weißen Kleid der Taufe und angetan mit dem Schmuck der guten Werke, die uns Gott und einander näherbringen.
„Schön wie die Gesichter der Menschen, denen wir begegnen“
Die Freude, die wir verkünden, ist also nicht künstlich, sondern tief, konkret, real, schön wie die Gesichter der Menschen, denen wir begegnen, wahr wie die Arbeit, das Lächeln, die Tränen, die Händedrücke und die guten Taten in unserem Alltag. Und sie ist ein Geschenk Gottes für das Heil der Welt.
Bitten wir daher Maria, die Mutter des Herrn, dass sie uns helfe, in dieser Freude zu wachsen und sie immer und überall, auch dort, wo sie nicht verstanden wird, mit Großherzigkeit, mit Mut und mit Glauben zu verkünden."