Freitag, 21. September 2018

Fundstück

Endlich sagt's mal einer.

Wenn es darum geht, den Glauben zu verteidigen und seine Wahrheit zu verkünden, können wir uns auf eine Bischof in Deutschland wirklich verlassen:

Bischof Voderholzer aus Regensburg tut und sagt, was wir auch von anderen Bischöfen erwarten.

Als einziger (!) Bischof wird er am "Marsch für das Leben" in Regensburg teilnehmen.

Sowas mögen die Grünen aber gar nicht und haben ihn deshalb heftig kritisiert.

Die Antwort von Bischof Voderholzer:

"... sieht in der Tat erschreckende Gewaltbereitschaft, Hass, Hetze und Beleidigungen .... Gegendemonstration, zu der u.a. Bündnis 90/Die Grünen (also die Partei von Herrn Schmidt) .... aufrufen."  


Den vollen Text kann man hier bei CNA nachlesen.

Touché!

Einmal mehr: Danke Bischof Voderholzer! Und einmal mehr sollte sich jeder Katholik in Bayern überlegen, ob die Grünen mit ihrer menschenverachtenden Ideologie tatsächlich eine Wahl für Katholiken sind.


Fr. Hunwicke spricht

heute bei liturgicalnotes unter dem griechischen Titel "aeiparthenos" in einem nicht unironischen  Dialog mit einem fiktiven Gesprächspartner mit dem sprechenden Namen Haereticus über die immerwährende Jungfräulichkeit Mariens.
Hier geht´s zum Original:   klicken


                                "AEIPARTHENOS" 
"Immerwährende Jungfrau was der Titel unserer Lieben Frau von frühesten Tagen an; er erscheint - nebenbei bemerkt- von den Dokumenten des Konzils von Chalzedon an. Und er kommt immer noch (confiteor; communicantes) im Novus Ordo vor; im klassischen Römischen Ritus eher noch häufiger; und sehr oft im Byzantinischen Ritus,
Er ist Teil des Marien-Dogmas der Kirche und wurde auch vom ARCIC* -Dokument -wenn auch eher ausweichend- respektvoll behandelt. Der große Tom Wright ist wegwerfend. Betrachten wir die Frage in einer Art sokratischem Dialog.

Haereticus: Die Evangelien machen ziemlich klar, daß Jesus Brüder hatte.

CatholicusTun sie nicht. "Adelphoi" kann auch Verwandte heißen, es bedeutet nicht "uterine" Brüder (aus der selben Gebärmutter stammend)

Das sagen Sie, Aber das ist die offensichtliche Bedetutung, wenn irgendwer in irgendeiner Sprache über "Jesu Brüder" spricht, oder? 

Überhaupt nicht. Markus- und Matthäus-Evangelium sprechen in ihren Kreuzigungsewrzählungen beide über "Maria die Mutter der Jacobus und Josephs". Wenn das sie selbe Mutter ist wie die Mutter Christi, wäre es sehr seltsam sie nicht auch Mutter von Jesus zu nennen. Das "offensichtliche"  und die natürliche Schlußfolgerung íst, die "Mutter von Jacobus und Joses"eine andere Maria ist als "Maria, die Mutter von Jesus".

Na und?

Naja, bei Markus 6:3 und Matthäus 13:55 -die Stellen an denen diese "Brüder Jesu " erwähnt werden liest sich der volle Text so: "Jesus, der Sohn von Maria und Bruder von Jacobus und Joses [oder Joseph]  und Judas und Simon". Wir haben gerade gesehen, daß dieser Jacobus und dieser Joses offensichtlöich die Sühne einer Maria waren, die nicht die selbe Maria, die Mutter Jesu, war. Und sie sind die beiden ersten auf der Liste. Die Liste zählrt also klar nicht Personen auf, die die "uterinen" Brüder Jesu waren.

Also ich denke immer noch, es ist offensichtlich, daß....

Wenn es so offensichtlich ist, müssen Sie einiges erklären. Im Verlauf des zweiten Jahrhunderts wurden die Evagelien zunehmend als "kanonisch" und maßgebend betrachtet. Wenn es also so offensichtlich ist, daß Jacobus und der Rest der Liste "uterine" Brüder Jesu waren, muß die Überleiferung, nach der Jesus der einzige Sohn Marias war lange bevor diese Evangelien als maßgebend betrachtet wurden, entsatnden sein. Sonst  hätte- wenn jemand anfing, zu sagen, "sie hatte keine weiteren Kinder" jemand, der die Evangeien gelesen hatte, sagen müssen "Aha, Sie haben Unrecht: hier ist eine Liste seiner Brüder". Wenn Sie also Recht haben, daß das so offenischtlich ist,  müssen Sie zugeben, daß die iimmerwährende Jungfräulichkeit Marias eine so frühe Tradition ist, daß die der Autoritätserlangung durch die vier Evangelien vorausgeht; was viele moderne Forscher spätestens in den Beginn des 2. Jahrhunderts datieren. Das eine oder das andere.

Das ist alles Kauderwelsch. Es ist offensichtlich.....

Das ist das Problem mit Euch Protestanten und Euch Liberalen. Ihr seid für Beweise und Vernunft unzugänglich. Natürlich seid Ihr das. "Die Vernunft ist die Hure des Teufels".
Das hat Martin Luther gesagt. Das ist offensichtlich."

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J.Hunwicke

* ARCIC= Anglican Roman Catholic International Commission

Donnerstag, 20. September 2018

Die Benedikt-Option, Papst Benedikt und die kontemplativen Orden....Sandro Magister kommentiert.

Sandro Magister setzt bei Settimo Cielo das Rod-Dreher-Buch "Die Benedikt Option"  in Beziehung zur Rede, die der Papa emeritus 2008 im Collège des Bernardins/ Paris  über die Bedeutung des frümittelalterlichen Mönchstums für die christliche europäische Zivilistation gehalten hat und stell sich und uns die Frage, ob dieses benediktinische Mönchstum nicht auch eine Chance für das zeitgenössichen Europa sein kann.
Hier geht´s zum Original: klicken

"QUAERERE DEUM" AUF DEN PUNKT GENAU VOR ZWÖLF JAHREN, AM 12. SEPTEMBER DER KIRCHE BENEDIKTS" 

Daß die "Benedikt-Option" sicher das "wichtigste Buch des Jahrzehnts über Religion" ist- wie David Brooks es in der "New York Times" vorhergesagt hat- ist jetzt über jeden Zweifel erhaben, wenn man sieht, welche Diskussion es ausgelöst hat, in die sogar die höchsten Ränge der Katholischen Kirchenhierarchie verwickelt sind.

Als er letzte Woche dieses Buch in der Abgeordnetenkammer der Republik Italien vorstellte, hst Erzbischof Georg Gänswein, Josph Ratzingers Sekretär vor und nach seinem Verzicht auf das Papsttum, auch wirklich nicht gezögert, die beiden letzten Päpste ins Spiel zu bringen, weil - so sagte er- sogar Benedikt XVI vom Augenblick seines Rücktritts an sich selbst als älteren Mönch gesehen hat, der seine Pflicht darin sieht, vor allem für die Mutter Kirche, seinen Nachfolger Franziskus und das von Jesus Christus selbst eingesetzte Petrinische Amt zu beten."

Natürlich ist der Benedikt der "Option"  im Buch des Amerikaners Rod Dreher, früher katholisch, jetzt orthodox, nicht Papst Benedikt, sondern der Hl. Benedikt von Norcia, der große Mönch des und fünften und sechsten Jahrhunderts, der dem Christlichen Glauben und der christlichen Kultur zu einer außerordentlichen Wiedergeburt in dem Chaos verhalf, das dem Zusammenbruch des Römischen Reiches folgte. Aber der andere Benedik,derPapst, hat am 12. September 2008 in Paris im Collège des Bernardins im Grunde in seiner denkwürdigen Rede, die es absolut wert ist, wiedergelesen zu werden, genau diese Wiedergeburt beschworen und vorgeschlagen, in der gegenwärtigen kritischen Situation der Zvilisation die Lehre des großen Benediktinischen Mönchstum wiederzubeleben.


Das allseitige Schweigen über den Besuch der us-amerikanischen Bischöfe beim Pontifex

Marco Tosatti kommentiert für La Nuova Bussola Quotidiana den derzeitigen Stand der Dinge  im us-amerikanischen Mißbrauchsskandal und der causa McCarrick. Zusammengefaßt: "zurück zum Februar dieses Jahres".
Hier geht´s zum Original: klicken

VATICANISCHE STRATEGIEN

"MISSBRÄUCHE, DAS SCHWEIGEN ZU DEN VORSCHLÄGEN DER US-AMERIKANISCHEN BISCHÖFE"

"Das Schweigen über das Treffen der Spitzen der us-amerikanischen Bischofskonferenz mit dem Pontifex erscheint einzigartig. Die amerikanische Delegation hat vielleicht eine positive Antwort
von Papst Bergoglio zu den drei vorgetragenen Voschlägen erwartet. Aber das Schweigen dieser Tage läßt an eine Strategie alter Art denken.

Die Strategie des Schweigens über die Begegnung der Spitzen der us-amerikanischen Bischofskonferenz mit dem Pontifex erscheint einzigartig. Die Kardinäle Di Nardo und
und O´Malley und die anderen Mitglieder der Delegation sind nach Hause zurückgekehrt und bis jetzt hat es keinerlei Comuniqué gegeben. Nur das Schweigen des Vaticans. Der Papst bleibt dabei, nicht auf die Fragen die Viganò zu McCarrick gestellt hat, zu antworten und alle, die eine Klarstellung fordern, als "Großen Beschuldiger" (soll heißen Satan) zu behandeln.
Um zu erfahren, ob der Mann, der auf dem Thron Petri sitzt, fünf Jahre lang einen homosexuellen Aggressor im Kardinalsrang gedeckt hat oder nicht. Unter anderem muß man feststellen, daß auch das letzte "ich trete zurück" in den USA eng mit Kard. McCarrick verbunden war, der Rücktritt von Michael J. Bransfield, Bischof von Charleston, im Anschluss an die Vorwürfe sexueller Beziehungen mit Erwachsenen. natürlich männlichen,

Das scheint zur Verteidigungslinie angesichts des schwersten Skandals zu gehören, der die Katholische Kirche auf allen Kontinenten, und jetzt auch die Person des Papstes berührt. Obstinates Schweigen wird als "evangelisches Verhalten" maskiert, angesichts der direkten Klarstellungen, Angriffe auf und Diffamierung der Kritiker, keine wirkliche Anklage bzgl. der Mechanismen, die besonders in den USA ein Netz von Kardinälen und homosexuellen Priestern haben entstehen lassen, um Nominierungen und Beförderungen zu erreichen -seit langer Zeit bekannt - seit Februar! - und einem Publikum, das so groß ist, daß es fast keine Wirkung hat. Die Synode der Bischofskonferenzen der Welt - das Studium der Probleme...vielleicht die Einsetzung einer Kommission, dann.....
Das alles, kurz gesagt- damit der Mechanismus der Macht nicht beeinträchtigt wird, ebenso wie die Kette der Freunde und der Protegés.

Nicht zufällig sind zusammen mit vielen der Getreuesten der Pontifex auch Persönlichkeiten wie Blaise Cupich von Chicago, Joe Tobin von Newark eingeladen worden, für die- auch das kein Zufall- die amerikanischen Bischöfe nicht direkt gestimmt haben und die direkt zu McCarricks Netzwerk gehören.

Ein Verhalten, das-hätten es die vorangegangenen Päpste gezeigt, sicher Kritik und Widerspruch provoziert hätte. Aber heute nicht- und das ist ein anderes Schlüsselelement der Situation- die Main Stream Medien in Italien und im Ausland eilen herbei, um aus Liebe, Interesse oder ideologischer Sympathie zu schützen.


Mittwoch, 19. September 2018

Was bedeutet die neue Apostolische Konstitution für die kommenden Synoden?

Steve Skojec kommentiert für OnePeterFive die neue Apostolische Konstitution "Episcopalis communio".
Hier geht´s zum Original:  klicken

"DIE NEUE APOSTOLISCHE KONSTITUTION SCHEINT DIE KAPERUNG DES SYNODEN-PROZESSES ZU FORMALISIEREN."
"Während die Augen der meisten Gläubigen, die der Kirche folgen auf den fast dauerhaften Trommelwirbel neuer Informationen über den Klerikalen Mißbrauchsskandel 2.0 gerichtet sind, ist ein neues päsptliches Dokument erschienen und darin- wahrscheinlich- eine Zeitbombe.

Gestern morgen hat Papst Franziskus die Apostolische Konstitution "Episcopalis Communio" promulgiert, deren Ziel die Reform des Synodenprozesses ist. Das Dokument, das bisher nur in italienischer Sprache zur Verfügung steht, sollte bei jedem, der die Synoden 2014 und 2015 verfolgt hat, mit ähnlicher Besorgnis erfüllen.
Aus dem gestrigen Kommentar von Chris Altieri  im Catholic Herald:

- Die Rolle des Generalsekretärs scheint sehr gestärkt und seine Machtbefugnis                      ausgeweitet zu sein- ebenso die des Generalsekretariates. Diese erweiterte Macht betrifft 
  vor allem die Leitung der Synodenvollversammlung, von ihrer frühen Organisation- durch
  die  bis hin zum Entwurf und der Approbation des Schlußdokuments- eigentlich                      alles Sitzungen Teil der Kompetenzen der Synoden-Versammlung. 

  Obwohl die Bischofs-Synode eine beratende Körperschaft bleibt, die neue Regel sieht        eine Art Ersatz der Lehrautorität der Körperschaft durch die des Pontifex vor. Artikel    18 § 2 liest sich so: "Wenn der Römische Pontifex dem Schlußdokument                           ausdrücklich zustimmt, wird es Teil des ordentlichen Lehramtes des Nachfolgers         Petri." 

   Rechtsgelehrte werden über daran herumdeuteln, was für eine Art Ersatz das ist, ebenso 
   wie sie über die Natur und das Ausmaß der Teilnahme diskutieren werden, die ein                 dermaßen approbiertes Dokument an der päpstlichen Lehrautorität haben kann.

Noch einmal, wir werden Zeugen eines Versuchs, den Umfang der P'äpstlichen Autorität gefährlich auszuweiten. Erinnern Sie sich an das Buch, das der Korrepondent des National Catholic Registers Edward Pentin "Das Trimmen einer Vaticanischen Synode" über die Manipulationen geschrieben hat, die hinter den Kulissen bei der Familien-Synode 2014 stattfanden. Diese Manipulation - zielte auf eine Änderung der Katholischen Lehre über die Sakramente für wiederverheiratete Geschiedene und eine Neuformulierung desStandpunktes der Kirche zu homosexuellem Verhalten ab- durchgeführt unter der Leitung des Generalsekretärs, Kardinal Lorenzo Baldisseri. 

Und die Dinge wurden bei der Synode von 2015 schlimmer. Die mangelnde Transparenz und die Manipulation nahm zwischen der ersten und der zweiten Sitzung signifikant zu. Baldisseri hat später enthüllt, daß die kontroversesten Teile der ersten Synode - die über Homosexualität, außereheliche Kohabitation und die Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenene, denen im Oktober 2014 die Zustimmung der Synodenväter verwehrt blieb, von Papst Franziskus persönlich bei der Synode 2015 auf dem Tisch gehalten wurde: 

  "Es war die Entscheidung des Papstes diese Punkte, die die 2/3 Mehrheit nicht erreicht 
  hatten einzufügen." antwortete Kardinal Baldisseri. "Der Papst sagte: " Diese drei
  Punkte haben eine absolute Mehrheit erzielt. Sie sind deshalb nicht mit einem Nein              abgelehnt worden, weil sie mehr als 50% Zustimmung erhielten.Sie sind deshalb Themen,
  die noch entwickelt werden müssen. Wir als Kirche wollen Zustimmung. Diese Texte
  können verändert werden, das ist klar. Wenn es einmal weitere Überlegungen gegeben
  hat, können sie verändert werden." 


Marco Tosatti macht sich Gedanken über die bevorstehende Jugend-Synode.

Marco Tosatti kommentiert in LaNuovaBussolaQuotidiana die Bischofsnominierungen und die Vorbereitungen für die bevorstehende Jugendsynode- im Licht des aktuellen Kirchenskandals.
Hier geht´s zum Original: klicken

"Diese enthüllenden Nominierungen für die Jugendsynode, man findet auch die Namen aus dem McCarrick- Spinnennetz"

"Man kann nicht vermeiden, angesichts gewisser päpstlicher Ernennungen für die Jugendsynode verblüfft zu sein. Die von Kardinal Cupich von Chicago, ein Mann aus dem Nominierungs-Spinnennetz McCarricks, der erklärt hat, daß der Papst wichtigere Dinge zu regeln hat als die Beschuldigungen von Msgr. Viganò.
Oder die von Joe Tobin, Erzbischof von Newark, Schüler und Erbe von McCarrick in dieser Diözese, der ganz offen zugibt, daß er den Gerüchten und Klagen über die Missetaten McCarricks kein Gewicht beigemessen habe, weil sie ihm unglaubwürdig erschienen. Und dann Kardinal Marx und Erzbischof Paglia und viele andere.....

Heute ist im Vatican die neue päpstliche Konstitution "Episcopalis Communio" über die Struktur der Bischofssynode präsentiert worden. Und die Eröffnung der Jugendsynode-ein Ereignis, das unzweifelhaft vom dramatischen Klima, das die Kirche derzeitig erlebt, überschattet werden wird, steht unmittelbar bevor.
Mit demTsunami an Enthüllungen zu sexuellem Mißbrauch und besonders wegen der negativen Konsequenzen der sich verbreitenden und aggressiven Homosexualität auf allen Ebenen des Klerus.
Bis zu dem Punkt, daß mehrere Bischöfe vorgeschlagen haben,   daß die Synode abgesagt  und durch eine außerordentiche Synode ersetzt wird, die genau das Mißbrauchsthema betrifft.

Wir werden sehen, was die neue Konstitution sagt. Aber es ist nach den beiden Familiensynoden von 2014 und 2015 und nach der Ankündigung der Amazonien-Synode 2019 klar, daß diese Art von Begegnungen sich auf subtile aber radikale Weise in Form und Ziel verändert hat.
War der  Zweck der Synoden in der prä-Franziskus-Zeit -auch auf das Risiko einer gewissen Streuung hin- viele Stimmen und vielleicht wenig bekannte Probleme hören zu lassen, wird seit der Familiensynode von Kardinal Baldisseri organisiert, vorbereitet und geleitet, und wir haben gesehen, daß diese Mega-Events einer sehr präzisen, von oben gewollten Agenda folgen. Und sie dienen am Ende des Tages als Grundlage um vorbereitete Dokumente zu kreieren- siehe Amoris Laetatia- bei denen die Zustimmung der Synodenväter rein kosmetisch erscheint.
Wie sollte man sich nicht an das naive Zutrauen Erzbischofs Fortes zu einer privaten Unterhaltung mit dem Papst erinnern?
Wenn wir ausdrücklich über die Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen sprechen- hat Msgr, Forte erzählt und sich dabei auf einen Scherz des Papstes bezogen- machst du dir keine Vorstellungen welchen Tumut wir auslösen. Alsosprechen wir nicht direkt darüber, stellen sicher, daß die Voraussetzungen stimmen und dann werde ich die Schlüsse ziehen," Nachdem er diese Begegenheit berichtet hatte, scherzte Forte selber- und sagte:" Typisch für einen Jesuiten"


Dienstag, 18. September 2018

Aus unbekannten Gründen

    ist mir heute so k&k mäßig nach dem Radetzky-Marsch....noch jemand?


           


Fundstück

Martin Lohmann kommentiert bei kath.net den aktuellen Mißbrauchskandal und die kontroversen Vorschläge zur Prävention und zur Bewältigung seiner Folgen.
Hier geht´s zum Original:   klicken

Und beginnt unter dem Titel :

"MISSBRAUCHSSKANDAL: WENN DER GLAUBE FEHLT, WIRD ALLES SCHRÄG" 

so: "Angstfreie Aufklärung ist jetzt alternativlos – „Verstöße gegen das freiwillig eingegangene Zölibats-Treueversprechen sind so wenig ein Grund für Zölibats-Abschaffung wie Ehebrecher für die Abschaffung der Ehe.“ 

Quelle: kath.net M.Lohmann

Bischof Laun hofft, daß der Papst sich zum Viganò-Bericht äußert......

Maike Hickson hat für LifeSiteNews mehrere Kommentare deutscher Katholiken zum Umgang des Pontifex und seiner Entourage mit dem Mißbrauchskandal übersetzt und kommentiert.
Hier geht´s zum Original: klicken

"ÖSTERREICHISCHER BISCHOF HOFFT DASS DER PAPST SICH ZUM VIGANÒ-BERICHT ÄUSSERN WIRD: "SCHWEIGEN WÄRE EINE FORM VON VERTUSCHUNG" 

Der österreichische Bischof Andreas Laun hat kurz und bündig Folgendes über den Viganò-Report und seine Behauptungen gesagt: "Ich hoffe, daß der Papst ein Statement abgeben wird" und hinzugefügt "Schweigen wäre eine Form von Vertuschung." Andere ähnliche Verlautbarungen in Europäischen Medien haben den Papst ebenfalls wegen seines Schweigens kritisiert.

Am 10. September hat Bischof Laun- der emeritierte Weihbischof von Salzburg bei kath.net einen Artikel veröffentlicht, in dem er unter anderen Themen den Viganò-Bericht anspricht. Er sagt, er selbst habe keinerlei persönliche Informationen zu den Behauptungen des italienischen Erzbischofs, daß er aber selbst dazu neige, seinen Freunden zu glauben, die ihm sagen, daß Viganòs Kritik korrekt sei.
"Außerdem" setzt Laun hinzu "hoffe ich, daß der Papst sich selber äußert oder einen seiner Vertrauten bittet, die einzelnen Punkte zu untersuchen."

"Ich kann mir nicht vorstellen", daß der Viganò-Bericht "ein Haufen Lügen ist" erklärt er. Im Hinblick auf die Antworten der Katholischen Kirche unter Papst Franziskus auf die Behauptungen Viganos , sagt Lau, daß nur mit Schweigen zu reagieren eine Art Vertuschung sei und der Kirche noch mehr Schaden zufügen würde als so schon geschehen. "

Außerdem sieht Bischof Laun jetzt in Österreich "die Tendenz in der Kirche, eine Akzeptanz der Homosexualität einzuführen" Er bezieht sich damit auf die Worte von Bischof Marian Eleganti von Chur/Schweiz, daß man zugeben solle, daß "wir es im Klerus seit Jahrzehnten mehrheitlich mit homosexuellen Kriminellen zu tun haben."  Laun begrüßt die Diskussion über dieses Thema "in der nichts vertuscht wird." Eleganti hat selber öffentlich geäußert, daß das Schweigen des Papstes ein "Nicht-Dementi" der Viganò-Behauptungen ist.

Viele andere Stimmen in Europa argumentieren auf der selben Linie wie diese beiden europäischen Bischöfe, die bisher die einzigen Prälaten aus Europa sind, die  Erzbischof Viganò öffentlich unterstützen.

Die bekannte französische Zeitung "Le Figaro" fragt jetzt "wie lange wird die Schweigestrategie, die Papst Franziskus im Sexuellen-Mißbrauchsskandal verfolgt, andauern? "
Als Beispiel nimmt die Zeitung z.B. daß das Einzige, was die Kommunikationsabteilung des Vaticans bisher veröffentlicht hat- nach der "wichtigen Papst-Audienz für die Leiter der us-amerikanischen Bischofsskonferenz- war, sich mit der Publikation zweier Fotos [von diesem Treffen?] zufrieden zu geben.
Es hat hinterher nicht einmal ein Comuniqué von Seiten des Vaticans gegeben.

Kardinal Müller widerspricht Prof. Pfeiffer

Maike Hickson kommentiert bei LifeSiteNews die Antwort Kardinal Müllers auf Vorwürfe von Christian Pfeiffer, er sei 2013 einer der führenden Köpfe hinter dem Versuch, die Studie zu zensieren gewesen und gibt noch einmal das Pfeiffer-Interview mit dem Spiegel wieder.
Hier geht´s zum Original: klicken

"KARDINAL MÜLLER ANTWORTET AUF VORWÜRFE DER NACHSICHTIGKEIT GEGENÜBER DER VERTUSCHUNG VON MISSBRAUCHSFÄLLEN" 

"Kardinal Gerhard Müller hat auf die Behauptungen von Professor Christian Pfeiffer, dem Kriminologen, der früher die Untersuchung von sexuellem Mißbrauch und der Vertuschung in Deutschland leitete, und der behauptet hat, daß der Kardinal eine der treibenden Kräfte hinter dem Vesuch von 2013 seine Studie zu zensieren gewesen sei.

Kardinal Müller sagte gegenüber LifeSiteNews heute, daß es die DBK selber war, die den Studien-Auftrag an Prof. Pfeiffer änderte, der jetzt natürlich nach Sündenböcken für sein eigenes Versagen und die Scham, daß der Auftrag zurückgenommen wurde, sucht."

Pfeiffer behauptet in einem neuen Interview, daß die Kirche bis in die 90-er Jahre "durchgehend" die Mißbrauchsfälle unterdrückte und manchen Opfern sogar Schweigegeld bezahlte. Er nennt die Kardinäle Reinhard Marx und Gerhard Müller als die beiden treibenden Kräfte hinter dem Versuch von 2013, seine Studie zu zensieren. 

Pfeiffer hat sich selbst aus der Leitung der Studie über die Handhabung von Fällen klerikalen Mißbrauchs durch die deutschen Bischöfe zurückgezogen, "weil die Kirche sich das Kontrollrecht über die Ergebnisse der Studie vorbehalten habe- und unter gewissen Umständen sogar ihre Veröffentlichung verhindern wollte" so die New York Times.

Die Ergebnisse dieser Studie, der MFG-Studie, wurden zufällig letzte Woche geleakt. Die Studie hat 3677 Opfer klerikalen sexuellen Mißbrauchs Minderjähriger in Deiutschland in den Jahren 1946 bis 2014 gefunden. Sie war auch in der Lage viele Formen der Manipulation und Vertuschung von Seiten der deutschen Bischöfe zu zeigen.


Fr. Hunwicke spricht.....

heute bei liturgicalnotes über das Alter des regierenden Pontifex und das Lebensalter der vorangegangenen Päpste seit 1922 und was man daraus schließen könnte.

Hier geht´s zum Original: klicken

82 und das zählt.....
"Nachdem sich immer mehr Menschen GEdanken über die mentale Gesundheit machen, habe ich beschlossen, einen Text noch einmal zu veröffentlichen, den ich vor cirka 6 Monaten geschrieben habe.
Ich denke, daß PF bald 82 wird. Nachdem immer mehr Stimme weltweit über die Möglichkeit sprechen, daß das Pontifikat zuende geht, habe ich nach dem Todesalter vorhergehender Päpste geschaut. Nach den groben Stichworten, die ich auf einem alten Briefumschlag notiert habe, die bei meinem Computer lag, ist das das folgende Alter- einschließlich von Pius X ungefähr richtig [Johannes Paul I, den 1-Monate-Papst habe ich ausgeschlossen] : Pius XI 82, Pius XII 82, Paul VI 82, Johannes Paul II 85. [Benedikt XVI wurde im Alter von 78 gewählt worden und ist 5 Jahre später "auf dem Pilgerweg nach Hause"]

Es wäre interessant zu wissen, wie lange Päpste in früheren Zeiten lebten. A priori könnte man annehmen weniger lange, weil sie weniger Vorteile vom modernen medizinischen Fortschritt hatten. Aber ich habe nicht genug Briefumschläge....

Ich habe nicht vor, zu behaupten, daß PFs Tod bevor steht....obwohl er seinen eigenen Worten nach seiner Wahl zufolge erwartete, daß sein Pontifikat nur 4 oder 5 Jahre dauern würde, was zu der Annahme fühgren könnte, daß er auch die Rückseiten von Umschlägen benutzt, Nein, mein Ziel ist ein ganz anderes.

Überlegen Sie:
1) Konklaves scheinen willens zu sein, ziemlich alte Prälaten zum Papst zu wählen, Seltsam, wenn das Rückzugsalter für Bischöfe 75 ist, seltsamer noch , wenn man bedenkt, daß Bischöfe weniger Arbeit und weniger Stress hätten als Päpste,  aber naja.

2) Wir scheinen uns unter einer wachsenden Zal alter Leute zu befinden, die an seniler Demenz leiden. Ein schneller Blick ind Internet läßt vermuten, daß auf der Rückseite meines bescheidenen Umschlags vielleicht einer von sechs über 80- Jährigen an Demenz leidet. Das ist wirklich ziemlich viel.

Es sieht also so aus, daß wir wirklich Glück hatten mit der exzellenten mentalen Gesundheit der seit 1922 bis heute zum Papst Gewählten. Möge unser Glück lange anhalten!

Aber können wir es uns leisten, so behäbig zu sein? Nach solchen Statistiken führt, dabei zu bleiben, alte Männer zu wählen, früher oder später dazu, einen Papst mit Demenz zu haben.

Wenn ein Bischof beginnt verwirrende Symptome zu zeigen, haben der Nuntius,,,,sein Metropolitan....die Bischofskongregation..., der Papst selbst die Möglichkeit zu intervenieren. Aber was, wenn der Papst selbst.......

Gibt es keine kanonische Vorkehrung für diesen Fall? Wenn nicht, denke ich, daß es eine geben sollte. Und-wie Pater Aidan Nichols andeutete- auch Vorkehrungen für die Situation gibt, wenn ein Mann, der der vorhergehenden Papst war, Häresien verbreitete; warum also nicht für einen Papst, der -prima facie- Häresien verbreitet?

Mir scheint es tatsächlich so, als sollte es einen ganzen neuen Abschnitt im CIC geben- mit dem Titel "de Romano Pontefice semovendo". Die Times hat vor kurzem Oliver Wendell Holmes Jr mit der Bemerkung zitiert, daß man eine Konstitution erstellen sollte und dabei "den schlechten Mann" im Sinn haben, weil ein Staat oder eine Institution Strukturen braucht, die ihn/sie in die Lage versetzen nicht nur in normalen Zeiten komfortabel zurecht zu kommen, sondern auch einen Tyrannen, oder Soziopathen oder eine Niete zu überleben.....

Die Ecclesia Militans muß diesen Rat beherzigen. Ihr Überlebenwird von Gott garantiert, aber die gesamte Ökonomie des Glaubens ruht auf der Annahme eines Gottes, der mit und durch menschliche Synergie arbeitet. "

Quelle: liturgicalnotes, Fr.J.Hunwicke

Montag, 17. September 2018

Tosatti

Marco Tosatti kommentiert bei Stilum Curiae ein Video über die Handhabung der Mißbrauchsfälle, die dem argentinischen Priester der Diözese BuenosAires zu Zeiten Kardinal Bergoglios eine 15-jährige Gefängnisstrafe einbrachte und die kompromittierende Reaktion des Pontifex auf die diesbezüglichen Fragen.
Hier geht´s zum Original: klicken

"BERGOGLIO; DER FALL DES PÄDOPHILEN GRASSI UND EIN KOMPROMITTIERENDES VIDEO"

"Eine ausländische Website hat einen Artikel veröffentlicht- und außerdem noch ein sehr beunruhigendes Video. In dem sieht man den regierenden Pontifex sieht, der auf eine präzise Frage zum Fall Grassi, einen Priester der Diözese von Buenos Aires und leugnet jemals eine Gegen-Untersuchung zum Fall in Auftrag gegeben zu haben. Diese Untersuchung wurde von der argentinischen Bischofskonferenz in Auftrag gegeben, deren Vorsitzender damals Bergoglio war.
Julio Cesar Grassi wurd zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt, die ernoch absitzt. De facto ist das noch nicht so lange her: wir sprechen von 2010.

Der Ausschnitt, den wir präsentieren, ist Teil einer größeren, französischen Dokumentation mit dem Titel: "Sexueller Mißbrauch in der Kirche: der Schweigekodex"
Der Teil der den Pontifex betrifft, beginnt mit einer Behauptung die in seinem Interview-Buch enthalten ist. Darin behauptet Papst Bergoglio, daß es in seiner Diözese nie Mißbrauch gegeben hat.

Der Journalist, der diese Untersuchung gemacht hat, Martin Boudot ist nach Argentinien gereist. Eine Gruppe von Opfern leugnet den Wahrheitsgehalt der päpstlichen Behauptung (man sieht sie auf dem Foto). Im Video bekräftigt eine Frau bzgl. der Behauptung der Nichtexistenz von Mißbrauch in der Diözese zur Zeit als Bergoglio Erzbischof war " Er will, daß wir das glauben, aber das ist eine Lüge."

Wer hat versucht mit dem Erzbischof zu sprechen? fragt Boudot die Anwesenden. "Wer versucht hat mit ihm zu sprechen? Alle. Und es hat keine Antwort gegeben, " haben die Opfer der Reihe nach bestätigt. "Er hat alle Prominenten empfangen, wie Leonardo Di Caprio- sagte eine Frau- aber von uns nicht auch nur einen Buchhstaben um zu sagen, daß es ihm leid täte."


Fundstück



In einer wunderbaren Predigt hat Kardinal Müller am 15.9. bei einer Priesterweihe das Thema angesprochen, das die Katholiken derzeit am meisten bewegt:
Die Relativierung der Glaubenswahrheiten und die Abkehr der Menschen vom Glauben.
Die ganze Predigt ist bei kathnet zu finden.
Lesen lohnt sich!

Einfach zum freuen, dass es noch  Kardinäle gibt, die den Glauben und die Lehre der Kirche bewahren verteidigen. Das konnte ich auch am Freitag beim Abschluss-Gottesdienst des Frauendreißigers erleben: Der jetzt 90jährige Kardinal Wetter zelebrierte und forderte uns in einer sehr guten Predigt auf, das Christentum wieder zum Leuchten zu bringen, durch Festhalten am Wort Gottes, durch Glaubenstreue und durch Leben aus dem Glauben heraus!

Ist die aktuelle Krise eine Krise des Klerus?

In seiner montäglichen Kolumne bei "Monday in the Vatican" analysiert A. Gagliarducci die aktuelle Lage der Kirche und des Pontifikates nachdem der Mißbrauchsskandal wieder beherrschendes Thema wurde.
Hier geht´s zum Original:   klicken


"PAPST FRANZISKUS-IST DIE KIRCHENKRISE EINE KRISE DES KLERUS ?"
Papst Franziskus´ Entscheidung die Vorsitzenden aller Bichofskonferenzen der Welt nach Rom einzuberufen, um über die aktuelle Krise zu sprechen, ist präzedenzlos. Als Antwort auf das annus horribilis 2012 der Mißbrauchskrise hatte Benedikt XVI darauf gedrängt, daß alle Bischofskonferenzen Richtlinien zur Handhabung des Themas erlassen sollten. Nie jedoch wurdeb die Bischöfe nach Rom gerufen worden , um darüber zu sprechen.

Man kann Papst Franziskus´ Entscheidung von verschiedenen Standpunkten aus betrachten.
Zuerst, daß Papst Franziskus will, daß jeder sich der Situation bewußt ist. Er handelt als Garant, hört jedem zu und trifft dann persönliche Entscheidungen. Er zieht der Kollegialität eher vor, nach breit angelegten Konsultationen persönliche Entscheidungen zu treffen. De facto ist er ein Papst, der nicht allzu viel delegiert. Vielleicht weil er erlebt hat, daß Delegierte ihren Auftrag verraten.

Das erklärt einige Entscheidungen zu Beginn seines Pontifikates, wie die Beschäftigung externer Berater, was die Vatileaks-Welle unterhielt, die vorbei zu sein schien, oder daß er sich mit Menschen umgibt, denen er vertraut, bevor er Entscheidungen trifft- ohne auf irgendjemanden zu hören, bis zu dem Punkt, nicht über das Timing von Konsistorien zur Kreierung neuer Kardinäle zu sprechen,

Zweitens: Papst Franziskus trifft pragmatische Entscheidungen. Mit einer Krise konfrontiert, sucht er nach einer konkreten und sofortigen Lösung, wenn er die nicht haben kann, wartet er. Papst Franziskus glaubt nicht an kurzfristige Festlegungen. Er spricht immer von der Umkehr der Herzen. Aber diese Lösung wird oft durch die Umstände diktiert, durch die Notwendigkeit die Dinge zu erledigen.

Am Ende kann man sagen, daß Papst Franziskus keine großen Rahmen steckt, die die Reformen umrahmen. Er ist eher einer, der Reformen in einen vorgegebenen Rahmen einfügt. Das wird oft als "mangelnde Visionen" bezeichnet, obwohl Papst Franziskus vorzieht, es "Reformen im Gehen" zu nennen. So bleibt aber alles in der Schwebe und muß noch zuende geführt werden,

Drittens hat er das Befürnis, Themen sofort anzugehen, Papst Franziskus dazu gebracht, sich hauptsächlich auf dringende Themen zu konzentrieren. Die Verlautbarung zu seinem jüngsten Treffen mit dem Kardinalsrat, am 10. September, besagt, daß die Kardinäle den Papst gebeten haben, die Zusammensetzung der Gruppe zu überdenken. 

Vor dem Treffen gab es das Gerücht, daß es das letzte Treffen sein würde, wie wir es kennen, weil einige Kardinäe ausgetauscht, andere bestätigt werden sollen und ein Experte für kanonisches Recht rekrutiert werden soll, um die Vorschläge zur Kurienreform zu harmonisieren. 

Die Mißbrauchskrise hat diesen Plan verzögert und ein weiteres Treffen des Rates wurde für den 10.-12. Dezember geplant, während die letzte Verlautbarung nicht von irgendwelchen spezifischen Experten spricht, obwohl Experten konsultiert wurden. Am Ende werden die Treffen-die vorher angekündigt wurden, wie vorgesehen weitergehen und der Kardinalsrat wird seine Zusammensetzung behalten, obwohl einige der Kardinäle sehr alt sind- wie Kardinal Erraruriz, der in Chile in die Vertuschung des Mißbrauchs verwickelt war.


Sonntag, 16. September 2018

Benedikt Option

Langsam aber sicher zieht das Buch  von der Benedikt Option  ja seine Kreise und wenn ich auch zunächst dem Irrtum anheimgefallen war, unter dem Namen Benedikt Option das sich Zurückziehen von der Welt und allem was sich einbildet wichtig zu sein, nach dem Beispiel Benedikt XVI'ten  zum Gebet verstanden habe, so habe ich mittlerweile  gelernt, dass  es um weit mehr geht.

Ein bisschen stören tut mich an dem Wort von der Benedikt Option, dass bislang all die Leute die es geschafft haben, dass die Kirche in den vielen dunklen Zeiten, genau nicht untergegangen ist, genau das eigentlich gar nicht gewollt haben, sondern es sozusagen der Nebeneffekt war.
Und noch mehr stört mich, dass denkende Leute schon in den 20ern des letzten Jahrhunderts den Niedergang der Volkskirche gesehen haben und man immer so tat, als wären das einfach Idioten, wo doch alles immer besser wird.
Nun war es wohl auch  wirklich so, dass unmittelbar  nach dem 2. Weltkrieg die Leute wirklich frömmer waren als vorher, einfach weil man völlig fertig war und vor laute Not nicht ein und aus wusste. Es gibt völlig ergreifende Bilder von Messen in den Trümmern des Kölner Doms, Fronleichnamsprozessionen durch das zerstörte München und dergleichen.

Ein alter Priester hat mir mal erzählt wie im Bistum Köln nach dem im dortigen Dom das gröbste renoviert worden war, zur 700 Jahr Feier, des Doms auch die Bischöfe der Siegermächte vom damaligen Kardinal Frings eingeladen worden waren, zuerst gar nicht kommen wollten und dann doch ganz begeistert waren und die Kölner auch,  es war wohl wirklich das Gefühl eines großen Glaubensaufbruchs gewesen,
Allerdings prägte der gleiche Kardinal Frings im gleichen Jahr, also 1948, das Wort vom Missionsland Deutschland, wie man hier nachlesen kann. Zitat :

Trotz ermutigender Anfänge ab 1945 war der Bistumsleitung bewusst, dass die große religiöse Blütezeit ausbleiben würde und die Kirche vor neuen Herausforderungen stand.... Große Sorge bereitete der sehr geringe Sonntagsgottesdienstbesuch von Männern in Großstädten, aber auch die Entwicklung der Priesterzahlen, das Wort "Priestermangel" kursierte. Kaplanstellen wurden reduziert.

Heute Abend

können wir mal wieder das Klarinettenkonzert von W.A. Mozart hören....

            

Tosatti: Die MHG.Studie, die deutschen Bischöfe und der Vatican.....

Marco Tosatti kommentiert bei LaNuovaBussolaQuotidiana die Reaktion der DBK und des Vaticans, speziell Kardinal Maradiagas auf die offensichtlichen Konsequenzen der gerade veröffentlichten  MHG-Studie zum sexuellen Mißbrauch Minderjähriger in Deutschland.
Hier geht´s zum Original: klicken

"MISSBRAUCH- DEUTSCHLAND IST ÜBER DIE VIELEN VERSÄUMNISSE DER BISCHÖFE BETROFFEN."

Kaum ist der Bericht über klerikalen Mißbrauch in Deutschland erschienen, haben sofort die Aktionen der Ortskirche begonnen, den Beweisen widersprechend zu behaupten, daß Homosexualität nichts damit zu tun hat. Die Studie zeigt, daß es seitens der deutschen Bischöfe schwere Versäumnisse gab und daß die Untersucher Indizien dafür gefunden haben, daß Personalakten und andere Dokumente zerstört oder manipuliert worden sind. Die Mehrheit der beteiligten Priester ist homosexuell, aber die Weigerung der "liberalen" deutschen Kirche zeigt,  daß es eine Kampagne zur Normalisierung der Homosexualität gibt.

Der Bericht über klerikalen Mißbrauch in Deutschland ist erschienen, umgeben von Polemik, Vertuschung und Mystifizierung. Maike Hickson von LifeSiteNews hat den 8-Seiten langen Bericht, die MHG-Studie- bekommen, der in den vergangenen Tagen schon im voraus veröffentlicht worden war.
Und sofort wurde eine Aktion der Ortskirchen gestartet umd- entgegen der Beweise- zu sagen, daß dieses Drama nichts mit Homosexualität zu tun habe, oder nur wenig. Auch das eine Stellungnahme, die zu dem paßt, was im Vatican geschieht, wo mehrere Wochen seit der Veröffentlichung der Dokumentation über den Bericht der Grand Jury von Pennsylvania durch Erzbischof Viganó weder der Papst noch jemand, der ihm nahe steht- auch nur teilweise den Mißbrauch mit Homosexualität in Verbindung bringt. Das politisch Korrekte hat auch der Kirche seine Agenda aufgedrückt.

Das Hauptproblem, das sich stellt, ist die Komplexität und die Glaubwürdigkeit der Studie. Prof. Christian Pfeiffer, der Kriminologe, dem sie zuerst anvertraut worden war, der dann aber ausgeschlossen wurde, weil er sich weigerte, die Studie vor der  Veröffentlichung der Zensur seitens der deutschen Bischöfe unterziehen zu lassen, hat erklärt: "Der Bericht gibt keine vollständige Abbildung wieder und ist nicht völlig unabhängig."
Die Rechercheure haben keinen direkten Zugang zu den Akten der Kirche gehabt und sie mußten sich an das Kirchenpersonal wenden, das ihre Fragebögen ausgefüllt hat. Außerdem sind Akten, die den Mißbauch betrafen, zerstört oder mainpuliert worden. "Die Kirche wollte sich das Recht vorbehalten, die Ergebnisse der Studie zu kontrollieren und unter bestimten Umständen ihre Veröffentlichung zu verbieten."

Die Zusammenfassung der Studie weist auf schwere Versäumnisse seitens der deutschen Bischöfe hin. Die Rechercheure haben entdeckt, daß wenn es nicht eine spezielle Prozedur (2011etabliert) gegeben hätte, den Opfern Schmerzensgeld anzubieten, die Hälfte der Mißbrauchfälle nie ans Licht gekommen wäre -oder ihre Aufdeckung durch die Untersucher unmöglich gewesen wäre, weil die Mißbrauchsbeschuldigungen nie in den Akten der verantwortlichen Priester vermerkt wurden.

Samstag, 15. September 2018

Fundstück

Manfred Lütz diskutiert mit Oliver Maksan bei "Tichy´s Einblick"  sein Buch "Skandal der Skandale" und über Glaube, Gewalt & Geschichte des Christentums. Dabei kommt dem eloquenten Psychiater und Theologen sehr entgegen, daß sein Gesprächspartner alle gängigen Vorurteile und schwarzen Legenden über das Christentum vertritt.
Hier geht´s zum Original: klicken

Unter dem Titel:
"AUFKLÄRUNG ÜBER DIE GESCHICHTE DES CHRISTENTUMS IST DRINGEND NÖTIG"
beginnt Maksans Artikel so:
"Trotz Kreuzzügen und Inquisition . Das Christentum hat die Toleranz erfunden, ist Manfred Lütz überzeugt. Mit ihm spricht Oliver Maksan über Glaube, Gewalt und Geschichte."

Quelle: Tichy´s Einblick 

Fr.Hunwicke spricht....

heute über das bisher früheste bekannte Mariengebet und läßt uns an seinen außerordentlichen Kenntnissen teilhaben.
Hier geht´s zum Original: klicken

UNTER DEINEN SCHUTZ.... 

Das früheste bekannte Gebet zu unserer Lieben Frau wurde in einem Griechischen Papyrus aus dem Jahr 200 gefunden.

Der Lateinische Text, den die meisten Katholiken entweder in Latein oder einer landessprachlichen Übersetzung kennen kann hier angeboten werden: 

Wir fliehen unter Deinen Schutz, oh Heilige Mutter Gottes; verachte unsere Bitten in unserer Not nicht, sondern erlöse uns aus allen Gefahren, oh ruhmreiche,  gesegnete Jungfrau. 

Das Griechische des Papyrus könnte so wiedergegeben werden: 
Wir fliehen unter Deine Barmherzigkeit, oh Mutter Gottes; sieh nicht über unsere Bitten in Not hinweg, sondern erlöse uns aus der Gefahr, oh einzig Keusche, einzig Selige.

Sie werden bemerken, daß "Schutz" ursprünglich "mitleidige Barmherzigkeit" war- eusplagnia. Die Wurzel ist hier ein Wort, das buchstäblich "Bauch" bedeutete- als Sitz des Mitgefühls gesehen. Die synoptischen Autoren baten manchmal ihre Konvertiten, sich gegenseitig "eusplagia" zu zeigen.
Und das Wort für "erlösen" ist das dasselbe, das wir am Ende des Vater unser finden.
Das Gebet ist mit anderen Worten von Grundauf biblisch in seiner Sprache und dem Schreiber ist klar mit der Lukas-Erzählung vertraut, in der Unsere Liebe Frau gesegnet wird- eulogemene.
Es ist interessant, festzustellen, wie es - lange vor  dem Konzil von Ephesus - netürlich scheint, sie Mutter Gottes zu nennen.

Es mag seltsam erscheinen die Hl. Jungfrau "die einzig (mone) Keusche" zu nennen. Und auch andere Frauen könnten als gesegnet bezeichnet werden. Ich nehme an, daß der Sinn ist, daß Maria in einer anderen Liga keuscher und gesegneter Frauen ist. Vielleicht ist der Punkt der, daß die Keuschheit der Hl. Jungfrau tief in ihr Sein hineinreicht und sie so vor sinnlicher Korruption durch den Feind schützt. Wenn das so ist, ist das ein Zeugnis für ihre unbefleckte Empfängnis.

Tatsächlich läßt die Erhebung zur Mutter Gottes den ersten Herausgeber des wiederentdeckten Textes das Datum dieses lieblichen Gebetes falsch interpretieren. "

Quelle: liturgicalnotes, Fr.J.Hunwicke

Kardinal Zen gibt ein Interview

EWTN interviewt Kardinal Zen zur Situation der Kirche in China und zum Vatican-Deal à la "Ostpolitik" mit dem chinesischen Regime.

            

Tosatti läßt Abt Faria zu Wort kommen.....

der -bzgl. des us-amerikanischen Mißbrauchsskandals und seiner Handhabung durch Rom kein Blatt vor den Mund nimmt. Hier geht´s zum Original bei Stilum Curiae : klicken


"ABT FARIA DONNERT: DAS SCHEINT DIE MAFIA ZU SEIN, NICHT DIE HEILIGE KIRCHE JESU CHRISTI..."

"Abt Faria ist aus seiner Gebirgs-Einsiedelei zurückgekehrt und hat dann den Kontakt zur Realität wieder aufgenommen. Zu einer.dramatischen Realität-  wie die Leser von Stilum Curiae sehr gut wissen- die sich jeden Tag durch neue Skandale zu verschlimmern scheint.
Vielleicht hat er auch das Foto gesehen, das wir vom Treffen zwischen dem Pontifex mit der Führung der us-amerikanischen Bischöfe veröffentlicht haben. Diese ganze Fröhlichkeit , während sie die verpfuschten Leben und eine verheerte Kirche besprachen-scheint uns etwas fehl am Platze.
Ein etwas ernsteres Foto zu veröffentlichen, wäre vielleicht besser gewesen. Sicher ist die Lage dramatisch. Und deshalb klingt der Schrei von Abt Faria wie die Klage eines biblischen Propheten.

"Die derzeitige Situation der Kirche gehört sicher zu den dramatischsten. Leider müssen wir feststellen, daß das Niveau des Klerus wirklich so ist. Als Priester muß ich anerkennen, daß das Niveau des Klerus selten so niedrig war. 
Aber was einen nachdenklich stimmt, ist das Ausmaß der Protektion dessen sich dieser Klerus seit Jahrzehnten erfreute. Man sollte nicht nur auf den schmutzigen Skandal schauen sondern auch auf die vielen anderen Fälle, wie den des Chors der Sixtinischen Kapelle, über dessen inneren Zustand-(und nicht nur den administrativen) viele lange Jahre berichtet und sich bei den zuständigen Autoritäten beklagt haben. Aber erst jetzt- nach Jahren- versucht man, etwas zu tun.
Mein Organist hat mir von seinem Staunen erzählt, daß eine Spannungssituation dieser Art, die er von seinen zahlreichen künstlerischen Besuchen kennt- auch in den anderen Sphären des Klerus (einschließlich vieler Bischöfe und Kardinäle) so lange Zeit  andauern konnte.  
Überlassen wir es der vaticanischen Justiz ihre Arbeit zu tun, aber in wievielen Situationen wie dieser erleben Mitglieder des Klerus den unverdienten Schutz- als seien sie Teil der Mafia anstatt der Heiligen Kirche Christi?"
Abt Faria

WIe aussagekräftig ist der- geleakte- Mißbrauchsbericht, den die deutsche Bischofskonferenz in Auftrag gegeben hat?

Dr. Maike Hickson kommentiert für LifeSiteNews den Mißbrauchsbericht, der im Auftrag der deutschen Bischöfe erstellt wurde und der etliche Fragen aufwirft.
Hier geht´s zum Original: klicken

"DER GELEAKTE DEUTSCHE MISSBRAUCHSBERICHT ZEIGT MANIPULATIONEN SOWOHL DURCH DIE BISCHÖFE ALS AUCH DURCH DIE WISSENSCHAFTLER"

"LifeSiteNews liegt eine 8-seitige Zusammenfassung der deutschen "MHG-Studie"  zum klerikalen sexuellen Mißbrauch Minderjähriger vor, der am 12. September geleakt wurde.  Die Zusammenfassung macht klar, daß die deutschen Bischöfe bei der Handhabung der Mißbrauchsfälle sehr nachlässig waren. Zur selben Zeit scheint der Bericht selbst auch seine eigenen Fehler zu haben, weil er das Problem vom Aspekt der priesterlichen Homosexualität wegzulenken versucht.

Kein anderer als Professor Christian Pfeiffer- der Kriminologe, der dieses gesamte Forschungsprojekt zuerst leitete, dann aber wegen seiner Weigerung, seine Ergebnisse vor der Veröffentlichung durch die deutschen Bischöfe bewerten zu lassen, ausgeschlossen wurde, hat sich am 12. September mit einigen kritischen Bemerkungen über den geleakten Bericht zu Wort gemeldet.  Im Gespräch mit der New York Times besteht Pfeiffer darauf, daß das Ausmaß des Mißbrauchsproblems immer noch unterschätzt wird.

"Der Bericht zeigt nicht das volle Bild und ist nicht völlig unabhängig" sagte er. Pfeiffer weist darauf hin, daß die Untersucher keinen direkten Zugang zu den Kirchenakten hatten und sich auf das Kirchenpersonal verlassen mußten, das die Fragebögen für sie ausfüllte. Der Bericht fand auch Beweise dafür, daß Akten, die den Mißbrauch Minderjähriger betreffen oft manipuliert oder zerstört wurden- wie Pfeiffer zeigt. Nach der New York Times beschloss Pfeiffer am Ende, sich zu weigern, an diesem Projekt teilzunehmen "weil die Kirche sich das Recht vorbehalten wollte, die Resultate der Untersuchung zu kontrollieren- und unter bestimmten Umständen sogar ihre Veröffentlichung zu verhindern." 

Diese Statement von Professor Pfeiffer macht klar, daß die deutschen Bischöfe - unter der Leitung sowohl des Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx als auch von Bischof Stephan Ackermann, dem für die Handhabung von Fällen sexuellen Mißbrauchs zuständigen Bischof - fälschlicherweie versuchten, das Ergebnis des Forschungsprojektes zu kontrollieren, für das sie bis zu 1,1 Million € bezahlten,

Die strikt vertrauliche Zusammenfassung des Mißbrauchsberichtes, die LifeSiteNews sich beschaffen konnte, zeigt, daß es von Seiten der deutschen Bischöfe schwere Versäumnisse gab, Z.B. sagt die Untersuchung, daß wenn es nicht eigene kirchliche rechtliche Prozeduren gegeben hätte, Mißbrauchsopfern Schmerzensgeld anzubieten (wie erst 2011 bestätigt) und eigene Akten,  50% der Fälle nicht aufgedeckt und den Forschern bekannt geworden wären, weil die Beschwerden über den Mißbrauch nie in den Personalakten der mißbrauchenden Priester auftauchten.

Wenn man "nur die Personalakten der mißbrauchenden Priester untersucht hätte", erklären die Untersucher, "wäre die Hälfte der Fälle nicht entdeckt worden." Für die Untersucher kann diese Tatsache allein Einsicht in "die Zahl unbekannter Fälle geben."

Zusätzlich zu diesen schwerwiegenden Versäumnissen, weisen die Untersucher auch darauf hin, daß die Bischöfe mißbrauchende Priester von 1946 bis 2014 oft in andere Gemeinden versetzten oder andere Diözesen, anstatt sie streng zu bestrafen. Solche Versetzungen geschahen signifikant häufiger ohne der Zielgemeinde ausreichende  Informationen über die Vorwürfe und die möglichen Risiken im Hinblick auf eine Wiederholung der Verbrechen zu geben."

Die Forscher fanden auch "Hinweise, daß Personalakten und andere Dokumente, die zu dieser Untersuchung führten, zu einem früheren Zeitpunkt zerstört oder manipuliert wurden." Wichtig ist auch die Tatsache, daß "alle Informationen über nachgewiesene Fälle sexuellen Mißbrauchs zuerst anonym weitergegeben wurden und erst dann vom Kirchenpersonal.

So - erklären die Untersucher- daß am Anfang ihrer Zusammenfassung die Information "durch die Perspektive dieser Personen, die mit den Daten umgingen, beinflußt wurden."

Außerdem "blieben alle Fälle und betroffenen Personen (Beschuldigte und Opfer) für das Untersuchungsteam anonym. "So kann dieses Fehlen eines direkten Zugangs zu den Mißbrauchsakten selber, die Ursache für die Ungenauigkeit dieser Untersuchung sein.

Freitag, 14. September 2018

Etwas Musik am Abend.....

 kann in Zeiten wie diesen nicht schaden....


            
 

Tosatti spricht über Wortverdreher und ihre Verteidigungstaktik

Marco Tosatti kommentiert für La Nuova Bussola Quotidiana den derzeitigen Stand der Dinge in der Behandlung des us-amerikanischen Mißbrauchsskandals  durch den Vatican.
Hier geht´s zum Original: klicken

"PAPST UND DIE MISSBRÄUCHE, WO STEHEN DIE WORTVERDREHER?"

"Es ist eine ganz einfache Sache-auf die es eine Antwort geben muß und von der die Glaubwürdigkeit des Papstes abhängt: hat Msgr. Viganò am 26. Juni 2013 den Papst wirklich über die Causa McCarrick informiert? Das zu erfahren, haben Millionen Katholiken ein Recht. Und die übliche Schar der Wortverdreher stellt sich diese Frage nicht, sondern versucht, die zu diskreditieren, die Fragen stellen und unterstellt ihnen zweite, dritte und vierte unedle Motive.

"Papst Franziskus wird vom  kommenden 21. -24. Februar alle Vorstizenden der Bischofskonferenzen treffen, um mit ihnen über die Prävention beim Mißbrauch Minderjähriger und "verletzlicher Erwachsener" zu sprechen. So Vatican News, die die Worte der Vizedirektorin des vaticanischen Pressebüros, Paloma Garcia Ovejero am Ende des Briefings des C9-Treffens der Kardinäle zur Kurienreform wiedergeben.

Dann haben wir einen Leitartikel von Avvenire gelesen, in dem Stefania Falasca empfiehlt "um nicht durch die Wortverdreher verwirrt zu bleiben, die zur Zeit die Kirche belagern" und daran zu gesunden, dem "ordentlichen Lehramt des Nachfolgers Petri zu folgen. Der Papst ist keine Persönlichkeit. In seinem Predigen spricht er nicht von sich."
Falasca bestätigt, daß die "die Symptome eines Übels vermehren, wie eine kollektive neurasthenische Krise, bei der alles geleugnet und finster interpretiert wird bis dahin es für normal und legitim zu halten, den Rücktritt des Papstes zu fordern, als ob er Vorsitzender eines Unternehmens oder einer Partei sei."

Die Wortverdreher. Während wir also diese Sätze lasen, dachten wir an McCarrick, an Tegucicalpa, an Boston und sein Seminar und so viele andere Fällt in Deutschland, Chile, den USA und auch in Italien, auch wenn bei uns bisher die Anschuldigungen nur anonym erhoben wurden. 
Eine Krise, die -wie von mehreren Seiten bestätigt wurde- die "allgegenwärtige Homosexualität" des Klerus und der Bischöfe betrifft, über die die Institution aber nicht spricht.
Auch das Komuniqué zum Treffen im Februar (Februar! Jetzt haben wir September...) mit den Bischofskonferenzen spricht nicht darüber, auch der Papst hat in seinem Brief an die chilenischen Bischöfe oder in anderen Verlautbarungen nicht darüber gesprochen und die offiziellen Quellen sprechen ebenfalls nicht darüber. Warum? 
Was will man uns nicht sagen? Sind wir böse, wenn wir denken, daß es "Wortverdrehen" durch vorsätzliches Auslassen gibt? Um irgendwen oder irgendetwas zu decken? 


"De Mattei: Die Kirche und die Männer der Kirche"

Roberto de Mattei hat sich bei Rorate Caeli Gedanken über die aktuelle Kirchen-Krise gemacht und weist darauf hin, daß man zwischen der Kirche des Herrn und den Menschen in der Kirche differenzieren muß. Hier geht´s zum Original:  klicken

"DE MATTEI: DIE KIRCHE UND DIE MÄNNER DER KIRCHE"


"Die mutige Aufdeckung des Kirchenskandals durch Erzbischof Carlo Maria Viganò hat die Zustimmung vieler gefunden aber auch das Mißfallen anderer, die überzeugt sind, daß alles, was Vertreter der Kirche diskreditiert durch Schweigen verdeckt werden sollte.
Dieser Wunsch die Kirche zu schützen ist verständlich, wenn der Skandal eine Ausnahme ist, Es gibt die Gefaht des Verallgemeinerns-indem man das Verhalten weniger auf alle überträgt. 
Ganz anders liegt der Fall, wenn Unmoral die Regel oder zumindest als Norm eine weitverbreitete Lebensweise ist. In diesem Fall ist die öffentliche Denunzierung der erste Schritt zur notwendigen Reform der "Moral". Das Schweigen zu brechen ist Teil der Pflichten eines Hirten, wie der Hl. Gregor der Große mahnt: "Was ist die Angst des Hirten, die Wahrheit festzustellen, wenn nicht mit seinem Schweigen dem Feind den Rücken zuzuwenden. Wenn er dagegen kämpft , um seine Herde zu verteidigen, baut er eine Festung für das Haus Israel gegen seine Feinde. Deshalb ermahnt der Herr durch den Mund Jesajahs:  "Rufe aus vollem Hals, halte nicht zurück! Erhebe deine Stimme wie eine Trompete" (Jes 58,1) 

Zu Beginn eines schuldigen Schweigens gibt es oft einen Mangel an Differenzierung zwischen der Kirche und den Menschen der Kirche, seien sie einfache Laien, Bischöfe, Kardinäle oder Päpste. Einer der Gründe für diese Verwirrung ist genau die Prominenz der in die Skandale verwickelten Autoritäten. Je größer ihre Würde, umso eher die Tendenz, sie mit der Kirche zu identifizieren,  undifferenziert dem einen und dem anderen Gutes und Böses zuzuschreiben. In Wirklichkeit ist das Gute die einzige Aufgabe der Kirche, während das Böse auf die Menschen zurückzuführen ist, die sie repräsentieren.
Deshalb kann die Kirche nicht als sündig definiert werden: "Sie" - schreibt Pater Roger T.Calmel, OP (1920-1998) -"bittet den Herrn um Vergebung nicht für Sünden, die sie  begangen hat, sondern für Sünden, die ihre Kinder begangen haben, insofern sie nicht auf sie als ihre Mutter hören." (Breve apologia della Chiesa di sempre. Editrice Ichtys, Albano Laziale, 2007, S. 91)

Alle Mitglieder der Kirche -ob im lehrenden oder dem lernenden Teil- sind Menschen mit ihrer eigenen Natur, verwundet durch die Ursünde. Weder macht die Taufe die Gläubigen fehlerlos, noch die Heiligen Weihen die Mitglieder der Hierarchie. Der Papst selbst kann sündigen und dem Irrtum verfallen, außer bei dem, was unter das Charisma der Unfehlbarkeit fällt.


WIe es in der us-amerikanischen Mißbrauchsaffäre weitergeht.....

Rorate Caeli hat für seine Leser den derzeitigen Stand der Dinge in der us-amerikanischen Mißbrauchsaffäre zusammengefaßt.
Hier geht´s zum Original: klicken


     "ALLE WEGE FÜHREN NACH WASHINGTON D.C."

Unsere Zusammenfassung für die, die sich für die neuesten Nachrichten interessieren

1) Bischof Michael Bransfield ist zurückgetreten und sein Rücktritt wurde angenommen. Bransfield hat 24 Jahre lang im Nationalen Schrein der Unbefleckten Empfängnis in Washington D.C. gedient, die meiste Zeit als Rektor.

2) Erzbischof William Lori, der in den 90-er Jahren die Erzdiözese Washington leitete, wird die Vorwürfe gegen Bischof Bransfield untersuchen. Während Bransfields Zeit an der Basilika des Schreins war Lori Bransfields Vorgesetzter. (So legt z.B. die Washingtoner Kanzlei fest, welche Bischöfe- und sogar Kardinäle- von der Spendung der Sakramente in der Basilika ausgeschlossen werden, eine Praxis, die noch in Gebrauch ist)

3) All das sind Folgen des Skandals um Theodore McCarrick, des früheren Erzbischofs von Washington, der persönlich Donald Wuerl als seinen Nachfolger asuwählte. Die beiden Männer führten  die Bewegung an, Politikern, die offen von der Lehre der Kirche abwichen, die Kommunion zu spenden.

4) Kardinal Donald Wuerl hat angekündigt, in den Vatican zu fahren, um seinen Rücktritt zu  diskutieren, was vermuten läßt, daß derr von Papst Franziskus blad angenommen werden wird. Noich nicht erwähnt wurde Wuerls Mitgliedschaft in der Bischofskongregation des Vaticans, wo Papst Franziskus ihn nachdem er 9 Monate im Amt war, als Ersatz für Kardnal Raymond Burke ausgewählt hatte. Zwei Amerikaner sitzen sehr prestigeträchtigen Kongregationen vor, die alle neuen Bischöfe auswählen- Kardinal Blaise Cupich ist der andere.

5) Der Austauch von Krdinal Wuerl wird das nächste Stück in dieser Saga sein. Es wird angenommen, daß Kardinal Wuerl in seiner Position in der Bischofskongregation seinen Nachfolger schon ausgewählt hat.

6) Kardinal Daniel DiNardo, Vorsitzender der us-amerikanishen Bischofskonferenz mit Sitz in Washington, sieht sich selbst mit Vorwürfen priesterlicher Versetzungen und Vertuschungen in seiner Diözese konfrontiert.

7) Kardinal diNardo und drei weitere US-Kirchenführer haben sich heute mit Papst feranziskus getroffen, um den Skandal zu diskutieren. Wie AP im Hinblcike auf die vier amerikanischen Repräsentanten clever bemerkte: "Unter den vier war (Bischof) Bransfields Cousin, Msgr. Brian Bransfield, Generalsekretär der us-amerikanischen Bischofskonferenz."

8) Papst Franziskus hat eine Gruppe von Bischöfen für den Februar einberufen, um über sich selbst zu recherchieren.

Die Erzdiözese ist über viele Jahre von der Mitte-Links-Jurisdiktion einer fest verbundenen Mafia kontrolliert worden. Überqueren Sie die Mitte nach links, wie die Jesuiten in Georgtown und Sie werden toleriert, bis Rom spricht. Überqueren Sie die Mittellinie nach rechts und Sie werden suspendiert, versetzt, entlassen, in den Ruhestand versetzt oder sogar außer Landes geschickt. Viele der Hirten großer Gemeinden waren Sekretäre der Erzbischöfe oder aus andere Weise extrem loyal gegnüber dem jeweiligen Kardinal- auch wenn -in einem offenen Geheimnis- Grausamkeiten begangen wurden, wie wir jetzt erfahren haben. Das wird auch unter dem neuen Erzbischof von Washington so weitergehen, es sei denn, es würde eine massive Säuberungsaktion von der Kanzlei abwärts durhgeführt.

Als einer, dem vor mehreren Jahren nach erfolgreichen Interviews und hochrangigen Empfehlungen ein Job in der Kanzlei der Erzdiözese Washington verweigert wurde (Deo gratias!) - ausdrücklich unter dem Code eines mafiaähnlichen Trusts -auf den ich nicht zählen konnte- garantiert der Schreiber dieser Zeilen, daß sih noichts ändern wird, bis alle Ebenen des Stabs- Priester und Laien- bestenfalls erneut überprüft oder schlechtestenfalls versetzt werden. Sond wird die Mafia mit ihren Geheimnissen und Vertuschungen einfach unter einer neuen Führung weitermachen."

Quelle: Rorate Caeli

Fr Hunwicke spricht (scherzt).....

klicken

"ÜBER DEN SEHR HEILIGEN GEHEIMDIENST SEINER HEILIGKEIT"

Es gibt Internet-Berichte, daß der Geheime Sicherheitsdienst des Vaticans als wichtigste aktuelle Operation damit beauftragt wurde, S.E. Erzbischof Carlo Maria Viganò  aufzuspüren.
Diese Beriche gewähren uns einen neuen Einblick in das Leben der Stadt der Heiligen.

"Mein Name ist Bond.....Giacomo Bond...." 

Aber vielleicht ist Erzbischof Viganò nicht in großer Gefahr. Als diese unartigen Plakate, die PF angriffen,  rund um das Zentrum Roms auftauchten, wurde uns gesagt, daß der Sicherheitsdienst die Schuldigen sehr bald finden und bestrafen würde....bisher scheinen aber noch keine sehr extremen Maßnahmen ergriffen worden zu sein....


Oder vielleicht gehen die Vorräte des Hl.Stuhls an Novichoc zuende...

Ich nehme diese Gelegenheit wahr, um absolut klarzustellen, daß abolut gar nichts wahr ist, an dem Gerücht, daß Msgr. Viganò unter dem Schutz der Ordinariate steht; oder an irgendwelchen Berichten, er werde innerhalb dieser Ordinariate von einer konspirativen Wohnung zur anderen gebracht - "Raketenwerfer" Parolins Eingreiftruppe immer nur einen Schritt voraus.

Und soviel ich weiß, ist es einfach nicht wahr, daß Viganò sich einen Leserausweis für die Bodleian Bibiliothek besorgt hat und immer am dritten Pult links, wenn man den Patristiker-Raum betritt, sitzt. Noch halte ich es für wahrscheinlich, daß die Krone ihn für eine Regius-Professur für Kirchengeschichte benennen wird.

Man sollte nicht alles glauben, was man hört,"




One should not believe everything one hears.

Donnerstag, 13. September 2018

Sandro Magister über einen Papst, der das eine sagt und danach das Gegenteil davon...

Sandro Magister  analysiert bei Settimo Cielo das Handeln und Sprechen des amtierenden Pontifex  im aktuellen McCarrick-Skandal und anhand ausgesuchter Beispiele und kommentiert es im Sinne einer Studie des päpstlichen Charakters.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"FRANZISKUS, EIN PAPST DER DAS EINE SAGT UND DANACH DAS GEGENTEIL" 

"Wie die Tage ins Land gehen, wird die Kontroverse, die durch die Anklage des früheren Nuntius in den USA, Carlo Maria Viganò  gegen den Papst erhoben wg. des Skandals um Ex-Kardinal Theodore McCarrick immer lebhafter. Und es gibt ein weiteres Aufflammen durch die Explosion der causa Kim Davis, christliche Standesbeamtin in Kentucky, die im Sommer 2015 für eine Woche in Haft war, weil sie sich - aus Gewissensgründen und auf Grund der Religionsfreiheit - geweigert hatte - homosexuellen Paaren Heiratsurkunden auszustellen und die am 24. September des selben Jahres von Franziskus in der Vaticanischen Nuntiatur in Washington empfangen worden war.

Bei Kim Davis´ Fall gibt es mindestens zwei Elemente, die man näher betrachten muß und die bisher von den Kommentatoren übersehen wurden. Und beide werfen ein Licht auf das "Mysterium" der Persönlichkeit von Papst Franziskus.

Das erste ist die Antwort, die der Papst Terry Moran von ABC-News auf dem Rückflug nach Rom gab, als das Treffen mit Kim Davis gerade erst ein paar Tage zuvor bekannt geworden war.

Der Journalist erwähnt Davis nicht namentlich. Aber er spielt unmißverständlich auf sie an. So daß Franziskus an sie dachte, als er antwortete.
Hier ist das offizielle Transskript von Frage und Antwort zwischen Journalist und Papst.

Frage;
"Hl. Vater - unterstützen Sie jene Personen - einschließlich staatlicher Standesbeamter, die sagen, daß sie nicht guten Gewissens - ihres eigenen, persönlichen Gewissens - manche Gesetze befolgen oder ihre Pflichten als Regierungsbeamte erfüllen können, wie z.B. gleichgeschlechtlichen Paaren eine Heiratslizenz auszustellen? Unterstützen Sie dieses sich - berufen auf Religionsfreiheit?"

Antwort:
"Ich kann nicht alle Fälle, die es Weigerung aus Gewissensgründen gibt, im Kopf haben,. Aber ja, ich kann sagen, daß die Weigerung aus Gewissensgründen Teil jedes Menschenrechts ist. Es ist ein Recht. Und wenn ein Mensch anderen nicht erlaubt, aus Gewissensgründen zu widerstehen, verweigert er ihm dieses Recht. Widerstand aus Gewissensgründen muß in jedem Rechtssystem möglich sein, weil es ein Recht ist, ein Menschenrecht, sonst würden wir damit enden, auszuwählen, was ein Recht ist und sagen "dieses Recht hat sich bewährt, jenes nicht." Es (Widerstand aus Gewissensgründen) ist ein Menschenrecht.  Es bewegt mich immer, wenn ich lese - und ich lese es oft - wenn ich also das Roland-Lied lese, wie alle vor dem Taufbecken oder dem Schwert stehen. Und sie mußten wählen. Widerstand aus Gewissensgründen war ihnen nicht gestattet. Es ist ein Recht und wenn wir Frieden wollen, müssen wir alle Rechte respektieren."


Fr. Hunwicke spricht....

-wie es der Zufall will - bei liturgicalnotes heute ebenfalls  über die Worte, die Erzbischof Gänswein bei der Vorstellung des Buches "Die Benedikt-Option" von Rod Dreher in Rom gesprochen hat.
Hier geht´s zum Original: klicken


                       "ERZBISCHOF GÄNSWEIN" 
"Ich denke, es wäre ein Kategorie-Fehler die schöne Rede des Erzbischofs in der Hoffnung zu lesen, dort eine codierte Kritik am aktuellen Regime zu entdecken. Ich glaube, daß es seine Absicht war, uns auf die lehramtlichen Dokumente Benedikts XVI zurück zu verweisen- zum Verständnis, daß Papst Benedikt sehr differenziert die Zeichen der Zeit erkannte- sowohl im Hinblick auf die Kirche als auch auf die Welt.


In der aktuellen Krise  sollten wir uns selber für die Zukunft wappnen, indem wir noch einmal von der Weisheit Papst Ratzingers  trinken. Das ist klar.


Ich vermute, daß es da die Implikation gibt, daß wir aus den Dokumenten dieses Pontifikates nicht viel Hilfe oder Ermutigung finden können; und vielleicht könnte PF denken, daß G nicht allzu sehr "auf Sendung" ist. Aber G- da bin ich mir sicher-gibt uns einige richtungsweisenden Hinweise, indem er uns zeigt, wo die Quellen sind, die uns über das gegenwärtige Pontifikat helfen werden.  Und das ist genau das, was wir  brauchen.

Ich denke, wir sollten diese Rede sehr ernst nehmen, besonders die Benedikt-Zitate."

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J.Hunwicke



Zur Rede von Georg Gänswein über die Benedikt Option

Georg Gänswein hat eine wirklich sehr gute Rede gehalten.

Es scheint nun so zu sein, dass endlich die Botschaft von der  Krise der Kirche im Westen  nach Rom vorgedrungen ist, und von dort auch thematisiert wird.
Das ist ein bisschen zynisch gemeint, weil die Krise nicht neu ist, und von wirklichen Berühmtheiten wie Romano Guardini schon im Jahre des Herrn 1951 in seinem Buch "das Ende der Neuzeit" thematisiert wurde, aber und das ist wohl das Problem, es wurde gesehen als Problem das da ist, das aber einen selber nicht trifft, nicht treffen kann, nichts angeht, oder wie auch immer man das beschreiben möchte.
Sagen wir es mal so, es gab zu JPII Zeiten schon wilde Gerüchte über die Zustände im amerikanischen Klerus, immer wieder tauchte der Bericht auf, dass JPII beim Anflug auf Rom einmal länger kreisen musste und dabei auch über das Dach des amerikanischen Seminars kreist und was er da zu sehen bekam, lies ihn den zuständigen Rektor einbestellen.
Seit einigen Jahren jagt nun ein Missbrauchsskandal den nächsten, ich sage nur Pater Marcial, Irland, Australien, Domspatzen, und immer ist es schrecklich,
Georg Gänswein sagt dazu, und das fnde ich schon ein gelungenes Bild

Zuletzt aber fühlte ich mich an manchen Tagen in die Tage meiner Kindheit versetzt – zurück in die Schmiede meines Vaters im Schwarzwald, wo die Hammerschläge auf den Amboss kein Ende nahmen, doch ohne meinen Vater, dessen sicheren Händen ich wie den Händen Gottes vertraute.

Gebildete Katholiken erinnern sich an den Hammer und Amboß Vergleich des seligen Graf von Gaalen, der den Nazis noch im Bewusstsein, trotz allem in Gottes Hand zu sein, zurufen konnte:

Wir sind Amboß und nicht Hammer! Aber seht einmal zu in der Schmiede! Fragt den Schmiedemeister und laßt es euch von ihm sagen: Was auf dem Amboß geschmiedet wird, erhält seine Form nicht nur vom Hammer, sondern auch vom Amboß. Der Amboß kann nicht und braucht nicht zurückzuschlagen; er muß nur fest, nur hart sein. Wenn er hinreichend zäh, fest, hart ist, dann hält meistens der Amboß länger als der Hammer. Wie heftig der Hammer auch schlägt, der Amboß steht in ruhiger Festigkeit da und wird noch lange dazu dienen, das zu formen, was neu geschmiedet wird.

Mittwoch, 12. September 2018

Heute vor 335 Jahren....

am 12.September 1683 besiegte das christliche Heer- dem die polnischen Reiter unter ihrem König Ian III Sobiesky neue Kräfte verliehen- die Türken vor den Bastionen Wiens. Vorangetragen wurde den christlichen Soldaten am Kahlenberg das Banner mit der Schutzmantelmadonna.

Papst Innozenz XI setzte den Festtag Mariae Namen für die ganze Kirche fest und Papst Pius X verlegte es später auf den 12. September, den eigentlichen Siegestag.

        Hl. Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes! 

Interview mit George Neumayer zum Mißbrauchsskandal in den USA

Dr. Maike Hickson hat für Lifesitenews den Autor und Journalisten George Neumayr interviewt, der stark an der medialen Aufarbeitung der aktuellen Mißbrauchskrise teilnimmt- und in der Diözese Washington, der Diözese Kardinal Wuerls, zur persona non grata geworden- mit Hausverbot in der Kathedrale von Washington -quasi steckbrieflich dokumentiert. Für noch nicht  Abgehärtete: cavete_ das Interview enthält ziemlich schockierende Details.
Hier geht´s zum Original: klicken

"GEORGE NEUMAYER: KARDINAL WUERL DECKT SOGAR JETZT  EINEN PRIESTER, DER EINEN TEENAGER IN EINEM WHIRLPOOL MISSBRAUCHTE."

In einem vor kurzem geführten Telefoninterview hat der Journalist und Buchautor George Neumayer viele Details über seine laufende Untersuchung über die Korrpution Kardinal Donald Wuerls und Kardinal Theodore McCarricks, Wuerls Vorgänger, enthüllt.

Neumayr, Autor von "Der Politische Papst" hat mit vielen Insidern der Erzdiözese Washington D.C. gesprochen, die über das Verhalten ihres Erzbischofs entsetzt sind.

In diesem Interview zeigt Neumayr, daß er persönlich die Bestätigung aus Quellen, die Kardinal Wuerl nahe stehen, erfahren hat, daß Kardinal Wuerl genau über das Beuteverhalten McCarricks gegenüber Seminaristen informiert war."

Er berichtet auch, daß es Quellen gibt, die behaupten, daß Kardinal Wuerl selber homosexuell ist.

Außerdem deckt Neumayr auf, daß Wuerl aktuell Fr. Betasso, einem 2011 wegen der Belästigung eines 18-Jährigen- als er nackt mit ihm im Whirlpool eines Country-Clubs saß- Verurteilten, Unterschlupf in seiner Erzdiözese gewährte.

"Wuerl versteckt sich jetzt hinter verlogenem Legalismus und leugnet jede Verantwortung dafür, seine Herde vor "Pater Whirlpool" zu beschützen, sagt Neumayr und fügt hinzu. "Ich weiß aus Quellen, daß prominente Mitglieder der Kanzlei über das Problem dieses "Pater Whirlpools" alarmiert waren und nichts dafür getan wurde, ihn aus der Erzdiözese zu entfernen."


Dienstag, 11. September 2018

Father Hunwicke spricht....

über das Schweigen des Papstes, seinen Vergleich mit Jesus Christus und die Lesungen
Hier geht´s zum Original: klicken

          "FRAGEN NICHT BEANTWORTEN"

"Einige Autoren im Internet haben festgestellt, daß PF seit seiner meisterlichen Handhabung der Frage eines Reporters im Flugzeug nach Viganògate, ziemlich mit biblischen Assoziationen zum Schweigen beschäftigt war. Viel ist on diesen ziemlich strengen Schreibern gesagt worden, die denken, daß PF ziemlich kühn war, sich selbst mit dem Herrn zu vergleichen, der schweigend hinausgeführt und wie ein Lamm geopfert wurde. Andere haben sarkastisch auf den Kontrast zwischen seinem kürzlichen stratosphärischen Schweigen und der endlosen Geschwätzigkeit hingewiesen, die die ersten sorglosen Jahre seines Pontifikates charakterisierten. 
Persönlich frage ich mich, ob er in ein Trainingslager gehen wird, bevor er sich auf den Mount Athos zurückzieht, um sich selbst in die Hesychia* der palamitischen Mönchstradition zu stürzen (vergessen Sie nicht, das dort zuerst zu lesen).

Aber an diesem vergangenen Sonntag (XVI post Pentecostem) hat PF die gute Gelegenheit versäumt, seiner wachsenden Sammlung bibelgeprüfter Texte über das Goldene Schweigen etwas hinzuzufügen.
Wenn PF- wie ich kühn vermute- eher nach dem Novus Ordo als nach der Messe aller Zeiten zelebrierte, hat er die Gelegenheit verpasst (wie auch der Rest von uns) eine Passage aus Lukas Kapitel 14 zu lesen und darüber zu predigen. Das umfaßt die Verse 2-6, in denen der Herr eine Frage (oder wie wir heute sagen würden - er "formulierte ein dubium") an die nomikoi kai pharisaioi (Torah-Experten und Pharisäer) richtet, ob es gestattet ist, am Sabbat zu heilen oder nicht.

Hoi de hesychasan (aber sie schwiegen).Wie sehr, wie genau so wie der neue und ausweichende PF!!
Sie sind nicht das Risiko eingegangen, Fragen zu beantworten, die sie bloßstellen könnten. Sie waren nicht gestern geboren worden. Man kommt nicht dahin, wo sie waren, indem sie trickreiche Fragen beantworteten.

Ich weiß, daß einige von Ihnen sagen: "Hier spottet Fr. H. wieder über den Novus Ordo, Wie vom II.Vaticanischen Konzil geboten, steht jetzt eine viel größere Auswahl biblischer Lesungen zur Erbauung der Gläubigen zur Verfügung. Das nächste liturgische Jahr ist C im Kreis, was bedeutet, daß wir bald das ganze Jahr über ohrenfüllend vom Hl. Lukas hören werden, wozu dann zweifellos auch diese fünf besonderen Verse  gehören werden, auf die H(unwicke) so erpicht ist .
Ich beweise das...warten Sie nur ein bißchen, bis ich die Sonntage per annum durchgeblättert habe... hier haben wir es schon...Jahr C...sehen Sie sichd as an!....22, Sonntag im Jahr... da ist es,,,Lukas Kapitel 14...hier, ach je, hier ist es nicht..... Die Lesung des Evangeliums schient direkt von Vers 1 zu Vers 7 zu springen ... ähm..."

Tatsächlich, "Scheint zu springen" stimmt. [Jene, die täglich zur Messe gehen, aber werden diese Verse am Freitag der 30. Woche hören]. Den meisten Katholiken und in der Tat den meisten Bischöfe und Päpsten, die dem Novus Ordo folgen, werden diese Verse in den Sonntagsmeesen ihres ganzen Lebens erspart bleiben! (Eine ähnliche Situation gibt es in der Kirche von England, wo die, die das 3-Jahres-Lektionar benutzen, diese Verse nie hören werden, während das Book of Common Prayers bewundernswerterweise an Trinität 17 die unveränderte tridentinische Lesung anbiete.)

Diese Art Lesungsdetails können in ungefähr 12,5 Sekunden überprüft werden, indem man den außerordentlich handlichen Index Lectionem von Matthew P. Hazell benutzt. Jeder sollte einen besitzen."

Quelle: liturgicalnotes, Fr.J.Hunwicke

*Hesychia: das personifizierte Schweigen 

Fundstück

Erzbischof Georg Gänswein hat bei der Vorstellung von Rod Drehers Buch "Die Benedikt-Option" in Rom zur aktuellen Situation der Kirche Klartext geredet und den Mißbrauchsskandal als das 9/11 der Kirche bezeichnet. Gefunden haben wir das Statement des Erzbischofs bei CNA.
Hier geht´s zum Original:  klicken  mit dem Titel

"Erzbischof Gänswein über das "Nine-Eleven" der katholischen Kirche und die Benedikt-Option"


Quelle: CNA, EB G.Gänswein

NIne-eleven

auch wenn es so aussieht, noch ist der 11. September nicht ganz und nicht bei allen vergessen.
Der Tag, an dem der Islam der westlichen Welt hochmütig den Krieg erklärte.

Am 11. September 1565 hatten übrigens die Hospitaliter-Ritter die türkische Belagerung Maltas siegreich beendet. Morgen jährt sich dann die Schlacht am Kahlenberge zum 335 mal.

Mögen die Opfer von Ground Zero und den anderen Orten des Anschlags in Frieden ruhen!

Hier geht´s zum Gebet, das Papst Benedikt XVI am 10. April 2008 während seiner Apostolischen Reise in die USA am Ground Zero betete:  klicken

Quelle: LaSantaSede, LEV

Tosatti

M. Tosatti kommentiert für LaNuovaBussolaQuotidiana die aktuelle Situation in Rom nach Veröffentlichung des GrandJury-Reports und des Viganò-Zeugnisses  und fragt sich, warum der Pontifex den Vorsitzenden der us-amerikanischen Bischofskonferenz di Nardo nicht empfangen will.
Hier geht´s zum Original: klicken

DIE FRONT IN DEN USA WEITET SICH AUS
"EINE DEM MISSBRAUCH GEWIDMETE    BISCHOFSSYNODE WÄRE NÜTZLICH"

"Nach Chaput und anderen Prälaten wird die Front der Bischöfe, die den Papst auffordern, die Jugendsynode abzusagen und statt dessen eine Synode einzuberufen, die dem klerikalen Mißbrauch gewidmet ist, größer. so Bischof Strickland: "Diese Krise muß angegangen werden" Die Bitte des Vorsitzenden des us-amerikanischen Bischofskonferenz um eine Audienz beim Papst ist immer noch ohne Antwort.

Das Schweigen des Papstes auf die -dramatischen- Fragen- die das Zeugnis von Erzbischof Viganò aufwerfen, ist nicht das einzige außerordentlich und beunruhigende Element in diesem Geschehen.
Das die Prätorianer Bergoglios in web und Presse es auf eine lokale Ebene reduzieren wollen, das nur die amerikanische Kirche angeht, aber das im Gegenteil ein Zyklon ist, der die gesamte Kirche angeht- von Australien über Chile nach Honduras- um nicht von Belgien oder Groß-Britannien zu reden. Erwartet wird, daß weitere Eiterbeulen platzen und andere Tatsachen ans Licht kommen.

Die Versuchung für die vaticanischen Spitzen scheint zu sein, so vorzugehen, als sei nichts geschehen, als ob es wichtigere Dinge gäbe (Klima, Migranten- dagte Kardinal Cupich vor einigen Tagen) als festzustellen, ob das Oberhaupt der Katholischen Kirche freiwillig und bewußt einen Kardinal, ein homosexuelle Raubtier, rehabiltitiert und ihn de facto zu seinem Hauptberater bei den Ernennungen und Beförderungen in den USA gemacht hat.
Das ist eine dramatische Frage und wird so in den USA erlebt, vor allem, aber nicht nur.
Es ist etwas, das die persönliche Glaubwürdigkeit von Jorge Mario Bergoglio betrifft, schon brüchig durch die unglücklichen Erklärungen über den chilenischen Mißbrauch (in extremis abgerufen) und die Unterstützung für Kardinal Maradiaga, der im Mittelpunkt eines Finanz.- und Verwaltungsskandals seiner Diözese steht mit dem Rücktritt seiner reehten Hand für Fragen der Homosexualität im Seminar.  Und es ist etwas, das die Glaubwürdigkeit der Kirche und der Person des Stellvertreters Christi betrifft.


Kardinal Schönborn stellt sich hinter den Papst

Dr.Maike Hickson gibt für LifeSiteNews die Äußerungen von Kardinal Schönborn, Paul Zulehner und der Bischöfe Stefan Oster und Felix Glenn zur Mißbrauchskrise wieder, kommentiert sie und versucht einen Grund für das anhaltende Schweigen der Mehrheit der deutschen Bischöfe zum Mißbrauchsskandal zu finden.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"KARDINAL SCHÖNBORN: PAPST FRANZISKUS´ HANDHABUNG DER MISSBRAUCHSKRISE IST "SO ÜBERZEUGEND"." 

"Der österreichische Kardinal und Papstberater Christoph Schönborn verteidigte Papst Franziskus gegen Rücktrittsforderungen im Licht von Vorwürfen, daß er einen sexuellen Mißbraucher gedeckt habe- das geht aus einem Bericht von Katholisch.de , der website der DBK hervor.

Schönborn hat in einer Kolumne vom 7. September in der Zeitung Heute auch gesagt, daß der Papst Ziel verschiedener "Kreise" geworden sei, die "ihn loswerden wollen".

Der Kardinal hat den Papst dafür gepriesen, daß die Art und Weise "so überzeugend" sei, in der der bisher die Mißbrauchskrise handhabte. Bisher haben nur wenige deutsche Bischöfe den Papst verteidigt.

Franziskus "hat jetzt schwierige Tage, weil seine offene Art die Dinge beim Namen zu nennen ("einen Spaten einen Spaten zu nennen") nicht immer auf Sympathie trifft"- so der Prälat.
Solche Opposition findet man auch im Vatican selbst."
Schönborn fuhr fort: "Ich danke Gott für diesen Hirten, der so überzeugend ist. Danke Papst Franziskus!"

Einige Kritiker fragen jetzt: "Hat er nicht die Dinge nur ungenügend aufgedeckt? Selbst einige vertuscht?" Franziskus habe jedoch selber zugegeben, Fehler gemacht zu haben, sagte Schönborn in einer indirekten Bezugnahme auf die päpstliche Reise nach Chile, nach der der Papst sich persönlich bei den Mißbrauchsopfern wegen der Worte entschuldigte, die er zuvor benutzt hatte. Der Kardinal betonte, daß es entscheidend sei, aus seinen Fehlern zu lernen: "Das hat Papst Franziskus gezeigt."

Als Kardinal Jorge Mario Bergoglio vor 5 Jahren zum Papst gewählt wurde, brachte er nach Schönborn "frischen Wind in die Kirche". Für ihn ist der Papst "ein Kämpfer gegen Ungerechtigkeit und Ausbeutung und für den Schutz der Umwelt" und er hat ein "Herz für die Armen und die Menschen am Rand der Gesellschaft - wie Flüchtlinge und Migranten."

"Und er bewegt sich mit großer Entschlossenheit gegen sexuellen Mißrauch in der Kirche" setzt Schönborn hinzu.

Katholisch.de weist darauf hin, daß diese Kommentare zur Verteidigung von Papst Franiskus aus einem am Vorabend des 3. August gemachten Statement der Theologie-Professors Paul Zulehner aus Wien stammen, der dei mangelnde Unterstützung seitens der europäischen Bischöfe beklagt: "Die Bischöfe in Österreich, Deutschland, in der Schweiz- also alle unsere Europäischen Bischofskonferenzen schweigen" sagte er tadelnd. Das ist nicht das erste mal, daß Zulehner den Papst verteidigt., Er selbst hat 2017 die "Pro Papst Franziskus-Initiative" gegründet.