heute auf dem Petersplatz
Die Wunder Jesu seien keine Machtdemonstrationen, sondern sichtbare Zeichen seiner Liebe zu den Menschen, so der Papst weiter. Wenn Blinde wieder sehen und Taube wieder hören könnten, schenke ihnen Christus auch eine neue Perspektive: Sie dürfen die Frohe Botschaft hören und das Wirken Gottes erkennen.
Und besonders deutlich werde dies in der Erzählung von der Speisung der Fünftausend:
„Die Begebenheit der Brotvermehrung bedeutet, dass die Begegnung mit dem Herrn eine nährende Erfahrung ist. In der Wüste, also am Ort unserer Not, ist Christus das Brot des Lebens. Durch ihn ist das Lebensnotwendige im Überfluss vorhanden.“
Was geteilt wird, geht nicht verloren...
Jesus begegne den Menschen also in ihrer Bedürftigkeit und sorgt für sie. Doch die Brotvermehrung verweist auch auf eine wichtige Wahrheit: Was geteilt wird, geht nicht verloren. Im Gegenteil – es wird zum Segen für viele.
Trotz der Hitze in Rom war der Petersplatz gut besucht (@Vatican Media)
Den Urlaub zu einer Zeit der Geschwisterlichkeit werden lassen
Gerade in einer Welt, die von Konflikten, Ungerechtigkeit und Egoismus geprägt ist, lade Christus dazu ein, einen anderen Weg zu gehen. Sein Blick zum Himmel, das Dankgebet, das Brechen und Austeilen des Brotes seien bereits ein Verweis auf das Letzte Abendmahl, betonte Papst Leo, und gab abschließend noch folgenden Denkanstoß:
„Verkosten wir die Gnade der Eucharistie und bemühen wir uns dabei, deren Schönheit durch unsere alltäglichen Taten zu bezeugen – angefangen beim Tischgebet, wenn wir das Brot in der Familie und unter Freunden teilen. In der Gemeinschaft mit Jesus kann auch der Urlaub zu einer Zeit der Ruhe und Geschwisterlichkeit werden, indem wir diejenigen in unserer Umgebung berücksichtigen, die in Not sind.“
Quelle: vaticannews, Silvia Kritzenberger
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