Samstag, 6. Oktober 2012

Das Urteil / up-date

Soeben- um 12:20  wurde Paolo Gabriele wie Gerichtspräsident Giuseppe Dalla Torre verkündete, zu 18 Monaten Haft und Zahlung der Gerichtskosten verurteilt.
Die Urteilsverkündung wurde live ins vaticanische Pressezentrum übertragen.
Strafmildernd gegenüber dem Antrag der Anklage auf 3 Jahre Gefängnis habe sich die -wenn auch irrige- Annahme des Angeklagten ausgewirkt, "zum Wohle der Kirche"  zu handeln.
Die Verteidigung hatte Freispruch oder die Minimalstrafe von 3 Tagen Haft gefordert.

Quelle Corrierre della Sera/Cronacha



in seinem Plädoyer hatte der Ankläger auch den Namen des bisher nur als "Giovanni" bekannt gewordenen Beichtvaters des Exbutlers genannt....

Strafantrag der Anklage im Vatileaksprozess

Der Vertreter der Anklage Nicola Picardi hat in seinem Schlußplädoyer eine 3- jährige Haftstrafe für P. Gabriele gefordert.
In seinem Schlußwort, bevor sich das Gericht zur Beratung zurückzog, sagte Gabriele :" Ich fühle mich nicht wie ein Dieb."
Das Urteil des vaticanischen Gerichts wird in Kürze erwartet .

Quelle: ANSA


Rosenkranznovene für Leben und Freiheit

Ab dem 14. Oktober wird in den USA in allen Dlözesen eine Rosenkranz-Novene für Leben und Freiheit gebetet.
Für diese Gebetsinitiative der US-Bischöfe gibt es mehrere Anlässe.
Weltkirchlich- das Jahr des Glaubens, der 50. Jahrestag des Konzilsbeginns und die Kanonisierung zweier amerikanischer Heiliger.
Gesellschaftspolitisch vor den anstehenden Präsidentschaftswahlen- Obamas Healthcare-Gesetz, das massiv in die Religionsfreiheit und das Recht der Kirche eingreift.


Freitag, 5. Oktober 2012

Was die Spatzen in Oltretevere von den Dächern pfeifen....

oder ist das Begnadigungsschreiben für den untreuen Exkammerdiener schon verfaßt?

Wenn man den Vaticanisti und deren Plaudereien in den Bars rund um die vaticanischen Mauern glauben kann, hat der Hl. Vater vor dem morgigen Urteil, das dem Angeklagten mehrere Jahre Haft in einem italienischen Staatsgefängnis einbringen kann, sein Begnadigungsdekret bereits verfaßt und unterschrieben.
Offen sei nur noch , wann es verkündet würde.
Und so wird weiter gemunkelt- es enthalte einige Bedingungen an den Exbutler , die wichtigste: Schweigen!
Keine Interviews, keine Erklärungen, keine Memoiren.

Quelle:Panorama.IT

Die feministische Revolution frißt ihre Töchter

Nun, da selbst die ideologisch verblendetsten Genderideologinnen und die Extremfeministinnen -auch in den Hochglanzjournalen-nicht mehr die Konsequenzen ihres jahrzehntelangen Wirkens (Verherrlichung von Pille & Abtreibung und Bindungslosigkeit) leugnen können - den Verlust der Kinder und den Vormarsch der Singlehaushalte- (Altersarmut und Alterseinsamkeit verdrängen sie noch, ist auch nicht sexy genug) - sollte man ja meinen, sie würden ein mea culpa zumindest denken oder vielleicht sogar publizieren.
Aber weit gefehlt- nein- sie setzen trotzig noch eins drauf und schreiben nun - angesichts der heraufdämmernden demographischen Katastrophe- "daß wir die Singlehaushalte dringend brauchen - je mehr desto besser und - daß von den Singles alles Heil der kommenden Welt ausgeht."
So heute beim Friseur in der "Brigitte"gelesen.
Konsequent zuende gedacht haben sie ihr Szenario vom rosigen Single-dasein allerdings nicht, das Alter wird komplett ausgeblendet .   Die Folgen für die sozialen Systeme ebenso - wie schon oben geschrieben: zu unsexy.
Das Frauenbild, das das Journal propagiert, ist diesem Zukunftsbild angepaßt:
eine junge, schöne, single-lebende Narzisstin, gern hochbegabt, - deren Hauptsorgen das Outfit, das perfekte Make-up & Alterungsverhinderung sind. Natürlich ist sie beruflich erfolgreich- sie steht nicht am Fließband, nicht im Supermarkt an der Kasse oder sitzt am PC in einem Großraumbüro - wenn nicht sowieso selbständig - steht sie nur in höheren Gehaltsklassen in Lohn und Brot.
Mann und Kind(er) kämen -wenn überhaupt- nur fremdversorgt als dekoratives Beiwerk-in Betracht, wenn sie sich denn in die Agenda einfügen.
Ob die Redaktion sich mit derlei Thesen schon auf ihre späteren Kundinnen, die Single-Seniorinnen in den Altersheimen einstellt?

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Heute in Loreto- auf den Spuren Johannes´ XXIII

Wie vor 50 Jahren zum Beginn des II. Vaticanischen Konzils ist heute vor Beginn der Bischofssynode zur Neuevangelisierung der Bischof von Rom nach Loreto gepilgert, damals war es Johannes XXIII, der das Gelingen des Konzils der Fürsprache der Mutter Gottes anvertrauen wollte ( das Video zeigt auch einige alte Bilder vom damaligen Besuch), - heute war es Benedict XVI.


Im Schrein von Loreto sagte der Hl. Vater: "Hier in der Santa Casa fühlen wir uns zu Hause".
Der zunächst -auch nach einem unruhigen Flug -etwas müde und angegriffen wirkende Pontifex erholte sich zunehmend. Das Bad in der begeisterten Menge,der Zuspruch der Gläubigen, die ihm ihre Nähe und Unterstützung zeigen wollten, wirkten da sozusagen Wunder.
Die Distanz zu Rom zu den Giften und Intrigen von Vatileaks bekommt dem Hl. Vater sichtlich gut,beobachten sowohl die begleitenden Journalisten als auch die örtlichen Vertreter der Geistlichkeit.
"Es tut dem Hl. Vater gut, den Vatican zu verlassen" sagt einer der Mönche vor dem Schrein von Loreto.
Die Worte des Hl. Vaters zur derzeitigen Krisensituation auch der Region, wie z.B. der Satz  "Der Egoismus darf nicht über Solidarität und Liebe siegen, das Materielle nicht über die Werte"  sprachen sich wie ein Lauffeuer in der Stadt herum.


Hymne für das Jahr des Glaubens

"Bianco Padre", katholische Hymne  in einer der vielen Aufnahmen, die es bereits von ihr gibt.
" Qual falange di Cristo redentore, la gioventu cattolica in cammino..."" so beginnt der Text:
Diese Phalanx Christi, des Erlösers, die katholische Jugend ist auf dem Weg.....

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Mittwoch, 3. Oktober 2012

Der Hl. Vater in Loreto

Während die Medien sich einmütig auf den Vatileaksprozess stürzen -gehen im Vatican die Vorbereitungen für die Bischofssynode zur Neuevangelisierung weiter. Das ist das große spirituelle Thema dieser Tage und das ist es wohl auch, was den Hl. Vater mehr bewegt als die Finten und Ablenkungsmanöver seines Exkammerdieners- geht es doch um die Zukunft des Glaubens und der Kirche.
Vor Beginn der Bischofssynode und der Eröffnung des Jahres des Glaubens fährt der Hl. Vater-wie er heute bei der GA den Gläubigen verkündete- auf den Spuren Papst Johannes´ XXIII, der dort vor 50 Jahren zu Beginn des II.Vaticanischen Konzils betete, nach Loreto, um für das Gelingen beider Projekte und um die Fürbitte der Hl. Jungfrau zu beten.





Wir können in Loreto live dabei sein:

Ab 10.00 überträgt CTV live den Besuch in Loreto,
um 10:30 die Feier der heiligen Messe von der Piazza della Madonna di Loreto.

3. Prozesstag, die Gendarmen

Mit den Aussagen der 4 Gendarmen, die die Dokumente in Paolo Gabrieles Wohnung sicherstellten, ging die Zeugenbefragung am heutigen 3. Prozesstag zuende. Das Verfahren wird am Samstag mit den Plädoyers und der Urteilsverkündung abgeschlossen.
Gendarm Silvano Carli sagte: " Es waren zigtausende Dokumente, Fotokopien und Originale."  Sie hätten 82 Umzugskartons gebraucht, um die abzutransportieren. Es seien auch Schriftstücke dabei gewesen, die Persönlichkeiten aus der Politik beträfen.
Viele der Dokumente seien dann im Nuzzi-Buch "Sua Santita" aufgetaucht .

LaPresse berichtet über die Aussage von Stefano di Santis. Unter den bei Gabriele gefundenen Papieren seien auch geheimste Dokumente des Staatssekretariates gewesen, chiffrierte und mit der Aufschrift: vernichten!" versehene.
Man habe sowohl Fotokopien als auch Originale gefunden, darunter Briefe von Kardinälen an den Papst und dessen handschriftlich signierte Antworten. Wie der Korrespondent von LaPresser schreibt, habe Gabriele während der gesamten Zeugenanhörung einen festen, gesammelten Eindruck gemacht und habe "sarkastisch gelächelt".

Quelle: LaPresse

GA

Bei der heutigen Generalaudienz auf dem Petersplatz sprach der Hl. Vater über die Bedeutung des liturgischen Gebets für jeden einzelnen Christen und die Kirche. Es ist Teilnahme am Gebet Jesu Christi zum Vater.
Durch das Mitbeten dürfen auch wir Gott als unseren Vater betrachten und ansprechen.
Die Liturgie sei der "Kult des offenen Himmels".



und

Vatileaksprozess. Strategiewechsel der Verteidigung und was Ingrid Stampa zu den Andeutungen Gabrieles sagt

Wir wissen jetzt, warum Advocato Fusco nach einigen Monaten sein Mandat als Verteidiger des diebischen Kammerdieners niedergelegt hat- er hatte es ja schon angedeutet: Differenzen über die Verteidigungsstrategie.
Seit gestern ist die Katze aus dem Sack: Gabriele will sich als Folteropfer unmenschlicher Haftbedingungen in der Zelle der Gendarmeria Vaticana stilisieren.
Er will nun zwar nicht länger behaupten, unschuldig und ein passender Sündenbock für ganz andere zu sein, er hat zugegeben den H. Vater hintergangen und alles an Dokumenten, die sein "Instinkt" ihm als wichtig eingab, zu fotokopieren und- nach der vereidigten Aussage von Msgr. Gänswein- auch Originale mitzunehmen und an die Presse weiterzugeben, aber er sei in der Haft ganz unmenschlich behandelt, ja gefoltert worden.
Dem stehen die Aussagen und Protokolle der Gendarmerie gegenüber, die jetzt auch die medizinische Begleitakte, des betreuenden Arztes öffentlich zugänglich machen will. Dem Arzt gegenüber hatte Gabriele immer gesagt, es gehe ihm gut, er schlafe gut und habe Appetit....wenn das so stimmt, steht dem schlecht beratenen Exbutler eine weitere Anklage ins Haus-wegen Verleumdung.
Man fragt sich unwillkürlich, ob deiser Strategiewechsel etwas mit den dauernden Twitterkontakten zu Nuzzi zu tun hat
Bei der heutigen Verhandlung werden 4 weitere Gendarmen als Zeugen befragt.

Dienstag, 2. Oktober 2012

Update zweiter Prozesstag, Msgr. Gänsweins Zeugenaussage

Exkammerdiener Gabriele betonte, daß er keinerlei Bezahlung oder sonstige Vergünstigungen für die Weitergabe der gestohlenen/ fotokopierten Dokumente an den Journalisten Nuzzi gehabt habe, für ihn sei nur Negatives dabei herausgekommen und er habe das Buch "Sua Santita" sicher nicht gewollt.

Außer Gabriele wurden heute auch mehrere Zeugen gehört, unter ihnen auch Msgr. Gänswein.
Unter Eid sagte er in seiner etwa halbstündigen Aussage:
Er habe nie einen Verdacht gegen Gabriele gehabt- bis zu dem Tag als er in dem gerade erschienenen Buch " Sua Santita" 3 Briefe sah, die ausschließlich auf seinem Schreibtisch gewesen waren und die er u.a. am offiziellen Stempel erkannte.
( Ein Brief von Bruno Vespa, einer von einer Mailänder Bank und eine Terminabsprache mit Pater Lombardi zum Fall Orlandi ). Er habe deren Verschwinden zunächst nicht bemerkt gehabt.
Er sei dann von der Vaticanischen Gendarmerie gebeten worden, die Dokumente, die sie in der Wohnung des Exkammerdieners beschlagnahmt hatten, zu sichten und zu bewerten. Dabei habe er sowohl Originale als auch Fotokopien sowie Dokumente spätestens ab dem Jahr 2008, wohl auch frühere, gesehen.
Damit widersprach Gänswein der Aussage Gabrieles, erst 2010 mit dem Fotokopieren und Sammeln von Dokumenten begonnen- und keine Originale mitgenommen zu  haben.

Quelle ASCA

Zu den Beschuldigungen, die der Angeklagte bzgl seiner Haftbedingungen vorbrachte, die das Gericht mit der Einsetzung einer Untersuchungskommission beantwortete, hat die Gendarmeria Vaticana ad hoc ein offizielles Kommuniqué herausgegeben :
die Rechte des Angeklagte seien jederzeit gewahrt worden, es habe anfänglich nur die eine Zelle zur Verfügung gestanden, das Licht sei aus Fürsorge für den Angeklagte Tag und Nacht angewesen, dieser habe im Übrigen selbst darum gebeten, weil er sich dann besser fühle.Eine angebotene Schlafmaske habe er abgelehnt,er habe sich auf dem Sportplatz der Gendarmerie bewegen dürfen und sei permanent unter ärztlicher Aufsicht gewesen . Dabei habe er gesagt, er fühle sich gut, schlafe gut und sei bei gutem Appetit. Seine Familie habe unbegrenztes Besuchsrecht gehabt.

Montag, 1. Oktober 2012

Neues aus Rom

Heute vormittag ist der Hl. Vater nach rund 3 Monaten aus der päpstlichen Sommerresidenz in Castel Gandolfo in den Vatican zurückgekehrt, um das Hirtenamt des Nachfolgers Petri, die Leitung der Universalen Kirche  und des Kirchenstaates von dort aus weiterzuführen




Fackelzug
Am Abend des 11. Oktobers, dem Tag an dem auch das Jahr des Glaubens mit einem feierlichen Pontificalamt beginnt, findet aus Anlaß des 50. Jahrestages der Eröffnung des II.Vaticanischen Konzils in Rom ein Fackelzug vom Castel Sant´Angelo zum Petersplatz statt.
Veranstalter sind die Azione cattolica Italiana und die Diözese Rom. Der Hl. Vater wird von seinem Fenster aus ein Grußwort sprechen.

Quelle : Radio Vaticana

Heilige Theresia vom Kinde Jesu bitte für uns !

Heute feiert die Kirche den Gedenktag der Hl. Theresia vom Kinde Jesu.
Über sie sagte der Hl. Vater bei der Generalaudienz am 6.4.2011:
Sie trat im zarten Alter von 15 Jahren dem Karmelitinnenorden von Lisieux bei, ihr Ordensname " Theresia vom Kinde Jesu und dem Heiligen Antlitz " drückt das Zentrum ihrer Spiritualität aus. Heiligkeit und die Kontemplation von Gottes Liebe. In Nachahmung Christi versuchte sie, in allen Dingen klein zu sein und so zur Erlösung der Welt beizutragen.
Sie war die Liebe im Herzen der Kirche.
Heilige Theresia bitte für uns !





Theresia wurde am 2.1.1873 als Marie Francoise Martin geboren. Mit 15 trat sie ins Kloster in Lisieux ein.
Bereits mit 23 Jahren, am 30.9.1897 starb sie an Tuberkulose. Ihr Leiden opferte sie Jesus Christus auf, um ihm näher  kommen und ähnlicher werden zu können.
Sie wurde 1923 von Papst Pius XI selig und am 17.5.1925 heilig gesprochen. Am 14.12.1927 erklärte Papt Pius XI sie zur Patronin der Weltmission.
Am 19.9.1997 erhob Papst Johannes Paul II  Theresia vom Kinde Jesu zur Kirchenlehrerin.

Was Kardinal Kasper dazu sagt, und wo er die wahre Gefahr sieht

IlMattino/ S.DiSalva

"Paoletto ist ein sehr naiver Mensch, aber er hat das Briefgeheimnis des Hl. Vaters verletzt."
Der emeritierte Kurienkardinal W.Kasper hat dem Journalisten Di Salva von IlMattino ein Interview gegeben.

Frage IlMattino :
"Die schnellen Verdächtigungen, der Beginn der Verhandlung unter 1000 Vorsichtsmaßnahmen, die codierten Namen, ein gestern herausgekommenes "Instantbook"- sind die Geheimnisse des Vaticans so gewichtig?"

Antwort: Kard. Kasper:
"Ich werde nicht über Geheimnisse sprechen. Die Öffentliche Meinung ist reif genug, zu wissen, daß nicht alles für die Öffentlichkeit bestimmt und geeignet ist. Es gibt Probleme - in Familien und auch  in souveränen Staaten, die mit Intelligenz und Vorsicht gelöst werden müsssen."

F:  "Aber die Schäden sind groß?"

A: "Das ist wahr. Der Vorfall, den Ihr Journalisten dem "Raben" zuschreibt, ist sehr schmerzlich. Er hat der Kirche schwer geschadet. Nicht daß die veröffentlichten Dokumente wichtig sind, aber sie kommen vom Schreibtisch des Papstes. Stellen Sie sich vor, Sie schreiben dem Hl. Vater einen vertraulichen Brief und der wird veröffentlicht!"

F: "Glauben Sie an eine isolierte Tat des Kammerdieners oder gibt es ein Komplott mit größeren Dimensionen?"

A: "Ich weiß es nicht. Ich bewundere Eure Phantasie, aber kann nicht über Dinge sprechen, die ich nicht weiß. Ich höre, was Pater Lombardi sagt."

F: "Das genügt Ihnen?"

A: "Sicher. Bleibt zu sagen, daß auch ich verletzt bin, weil der Hl. Vater ein sehr sensibler Mensch ist."