Donnerstag, 5. Oktober 2017

Tweet zum Tage

Priester der Diözese Lyon angeführt von Kardinal Barbarin konnten Papst Benedikt XVI bei einem Gebet in den Vaticanischen Gärten treffen
Und der Papa emeritus zur Kirchenkrise

Roberto de Mattei schont die Kritiker der Correctio Filialis nicht

Auch Roberto de Mattei, der zu den Unterzeichnern gehört, kann sich der Ironie, die er bei Greg Burke diagnostiziert, in seinem Kommentar zur Correctio Filialis die mittlerweile 297 Unterzeichner hat, nicht enthalten.
Hier geht´s zuim Original bei corrispondenta romanaklicken

        "CORRECTIO FILIALIS, EINE ERSTE BILANZ"
"Am Morgen nach der Veröffentlichung der Correctio Filialis an Papst Franziskus hat der Pressesprecher des Vaticans, Greg Burke, die von ANSA verbreitete Nachricht, daß der Zugang zur website der Correctio vom Hl. Stuhl blockiert worden sei, mit süffisanter Ironie dementiert:
"sich vorzustellen, daß wir so etwas egen eines Briefes mit 60 Namen tun würden"
Der Direktor des Pressesaales, der eine Initiativen auf der Basis der Zahl ihrer "follower" beurteilt, könnte interessiert daran sein, zu erfahren, daß www correctiofiflialis.org. 8 Tage nach online-Stellung  weitere 180.000 einzelne Besucher und 330 besuchendes Seiten hatte,
Die Besucher kamen aus 200 verschiedenen Ländern der 5 Kontinente. Aus Italien und den USA führen die Liste der Zugänge an. Außerdem ist der Korrektur-Brief der 62 Gelehrten an den Papst bis zum 3. Oktober von weiteren 216 Theologen, Hirten, Professoren und Gelehrten aller Nationalitäten geteilt worden, deren Unterschriften auf der website zu sehen sind.
Zu ihnen kommen zigtausende Anhänger, die ihre Utnterschrift unter die offizielle Seite oder andere katholische Seiten, die aktiv die Initiative unterstützen, gesetzt haben, wie z.B. onepeterfive.com, lifesitenews.com, katholisches.Info.

Guido Mocellin mußte in der Avvenire-Ausgabe vom 27. September zugeben, daß in der "kirchlichen Blogospähre" -Dank einer modernen website in 6 Sprachen- die posts zur "correctio filialis"  Papst Franziskus, die wegen der Propagierung von Häresien in den letzten Tagen eingegangen sind, 30% aller Beiträge ausmachen, die man zwischen dem 24. und 26. September konsultieren konnte."

Wenn man auf der Ebene der Zahlen bleiben will, ist die Zahl der Stimmen der Kardinäle, Bischöfe und Theologen, die sich gegen die Correctio zur Verteidigung von Amoris Laetitia erhoben haben, irrelevant.
Sogar der Papst Franziskus am nächsten stehende Kardinal, Staatssekretär Pietro Parolin, hat einen Anhang -quasi in Äquidistanz hinzugefügt- in dem er erklärt, daß die Menschen, die nicht einverstanden sind, ihren divergierende Meinung äußern, aber in diesen Dingen müsse man versuchen, zu argumentieren und versuchen, zu verstehen."
Was vom Gewicht bis zur Zahl beim Versuch, der Correctio zu antworten, fehlt, ist die Substanz der Argumentation.

Die größte Anstrengung -bis hin zu  Akrobatik und Sophistereien- verdankt sich dem philosophischen Parlamentsabgeordneten Rocco Buttiglione bei Vaticaninsider vom 3. Oktober.
"Die von den Unterzeichnern der Corretio kritisierte zentrale Passage von Amoris Laetitia ist nach Buttiglione eine "absolut traditionelle Sache, die wir alle als Kinder in Katholischen Schulen im Katechismus gelernt haben, nicht nur injenem neuen des Hl. Johannes Pauls II sondern auch in dem des Hl. Pius X"

"Es ist wahr"- gibt Buttiglione zu- "daß es eine absolute Unmöglichkeit gibt, dem der sich in Todsünde befindet, die Kommunion zu spenden ( und diese Regel ist da Göttliche Recht und deshalb nicht hinterfragbar), aber wenn es -aus Gründen des Fehlens eines vollen Bewußtseins und freiwilliger Zustimmung- es keine Todsünde gibt, kann man aus Sicht des Moraltheologen auch einem wiederverheirateten Geschiedenen die Kommunion geben."


Don Nicola Bux zu Apostasie und Heiligkeit

Maike Hickson bei OnePeterFive gibt Don Nicola Bux Raum für einen Kommentar zur aktuellen Lage in Kirche und Lehre.
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"DON NICOLA BUX ZUR AKTUELLEN APOSTASIE UND ZUR HEILIGKEIT KARDINAL CAFFARRAS"

Msgr. Nicola Bux ist ein sehr respektierter Kirchenmann und früherer Beratwer der Glaubenskomgregation, der an Papst Benedikts Restaurierung der traditionellen Messe im JuliBuch 2007 beteiligt war. Er hat auch vor kurzem ein Vowort für ein Buch verfaßt, das Professor Ettore Gotti Tedeschi, der frühere Präsident des IOR (Vaticanbank)  geschrieben hat.
In jüngerer Zeit- im vergangenen Juni- hat er in einem Interview mit Edward Pentin seine Stimme zum Thema der aktuellen Kirchenkrise erhoben und den Papst gebeten eine Art öffentliches Glaubensbekenntnis abzulegen, um die Gläubigen zu beruhigen. Msgr. Bux sagte Folgendes:

"Wir befinden uns in einer vollen Glaubenskrise! Deshalb sollte der Papst um die Spaltung zu stoppen -wie Paul VI 1967 angesichts irriger Theorien, die kurz nach Ende des Konzils zirkulierten- eine Glaubensbekenntnis ablegen, bestätigen, was katholisch ist und jene zweideutigen und irrigen Worte und Handlungen korrigieren, seine eigenen und die der Bischöfe, die auf nichtkatholische Weise interpretiert werden."

Während dieses Interviews im Juni 2017 sprach Don Bux auch über die Apostasie, die jetzt in der Kirche stattfindet. In einem neuen Interview mit der italienischen Zeitung "La Verita" kehrt Don Bux zum Thema einer generellen Apostasie zurück. Wir verdanken es Giuseppe Nardi, der es am 27. September  am gleichen Tag in deutscher Überetzung veröffentlichte. klicken

Zu allerersr macht der Interviewer Francesco Agnoli klar, daß Don Bux vor 5 Jahren unter Papst Benedikt XVI selber zu den fünf Kandidaten für das Amt des Präfekten der Glaubenskongregation gehörte. Diese Tatsache allein zeigt, wie sehr er wegen seiner großen Kompetenz und Vielseitigkeit gesschätzt wurde.
Agnoli betont auch, daß Don Bux mit den Kardinälen Raymond Burke und Walter Brandmüller befreundet ist.

Father Hunwicke spricht

wie nun schon so oft über den derzeitigen Zustand der Kirche und speziell der Lehre und verbirgt seine Enttäuschung nicht.
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                           "TUCHO HAT ES SCHON GESAGT"
"In seiner Cuddesdon-Rede über die aktuelle Krise des Römischen Lehramtes- deren voller Text traurigerweise nicht zur Verfügung steht-, hat Father Aidan Nichols gerade festgestellt, daß die Morallehre von Amoris Laetitia - wenn sie nicht korrigiert wird- "zunehmend als zumindest akzeptable theologische Meinung angesehen werden wird. Und das wird einen größeren Schaden anrichten, als leicht zu reparieren wäre."

In der Tat hat diese aktuelle dominierende Tendenz kein Geheimnis daraus gemacht, daß das genau der Plan ist: ein Plan die Quellen der Lehre zu vergiften.
Wie Erzbischof Fernandez es öffentlich formulierte: "Es gibt keine Umkehr. Falls und wenn Franziskus nicht länger Papst ist, wird sein Erbe stark bleiben. Z.B: ist der Papst überzeugt, daß das was er schon geschrieben oder gesagt hat nicht als Irrtum verurteilt werden kann. Deshalb kann in Zukunft jeder diese Sachen wiederholen ohne sanktioniert zu werden."

Es hat in der Vergangenheit häretische Päpste gegeben, aber ich bezweifle, daß es oft einen Papst gegeben hat (der nach Aussage seiner engsten Mitarbeiter und Bewunderer), der schlau konspirierte, um heterodoxe Lehren unter seinen Nachfolgern entstehen und aufblühen zu lassen und auf diese Weise die Lehre zukünftiger Päpste zu unterminieren. Die wiederentstehende Orthodoxie zu ersticken, bevor sie die Chance hat, geboren zu werden, wenn Sie mir meinen Abstieg in die Rhetorik vergeben.

Hat sogar Papst Honorius I gewagt, das zu versuchen?

Übrigens....

...Dr. Geoffrey Kirk, der in seinen Vor-Ordinariats-Tagen Vikar von Lewisham war, schreibt einen hervorragenden und geistreichen blog, der vielleicht unter traditionellen Katholiken nicht so bekannt ist. Er schreibt einige sehr gute Zeilen, in denen er -durch geleakte Briefe von Untersekretär Screwtape - wie dieses Pontifikat im Pandaemonium-Club geplant und choregraphiert wurde.
Das ist eine must-be-Lektüre. klicken

Leser, die nicht wissen, wer Screwtape ist, sollte sich mit den Schriften Professor C.S. Lewis vertraut machen,einem der großen Anglikaner, den wir- auf Geheiß unseres lieben Papstes Ratzinger- in unserem Gepäck mitbrachten, als wir in die volle Kommunion mit dem Stuhl des Hl. Petrus eintraten. Ein weiteres Geschenk Oxfords  an die Katholische Kirche."

Quelle: liturgicalnotes. Fr.J.Hunwicke



Mittwoch, 4. Oktober 2017

Father Hunwicke spricht Klartext

über die Kritik Kardinal Müllers (mit der er sehr einverstanden ist) an AL, an der Theologie von Papst Franziskus und seiner lateinamerikanischen Entourage.
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"MÜLLER OBWALTET.... OK...."

"Es wird jeden Tag klarer, Papst Franziskus hat einen Trick versäumt, als er Gerhard Kardinal Müller von seinem Schreibtisch bei der Glaubenskongregation entließ und ihn auf eine wartende Welt losließ.

Nichts geht über die Freiheit; und Müller ist sehr wie in seiner besten Zeit. Ich hoffe, alle Leser werden die folgende Passage aus seiner kürzlich in Mannheim gehaltenen Rede sorgfältig bedenken.

"In Europa haben Theologen den exakten Konzilstext sofort zur Hand, wenn Worte wie "Glaube" oder "Barmherzigkeit" gebraucht werden. Diese Art Theologie, die wir kennen, gibt es in Lateinamerika nicht. Sie sind dort intuitiver.....Sie schauen auf einen Text, ohne ihn als Teil eines Ganzen zu betrachten. Wir müssen diesen Stil irgendwie respektieren und akzeptieren. Aber dennoch wünsche ich mir, daß-soweit es Lehrdokumente betrifft,- eine klare theologische Vorbereitung stattfinden muß."

Ich denke, daß das die einschneidendste und wohlgezielteste Kritik ist, die ich bisher am aktuellen Regime, an Papst Bergoglio, an Tucho und seinen anderen Kumpanen und an Amoris Laetitia gehört habe. Kardinal Burke und seine "Dubia"-Kollegen kamen nicht mal eine Meile an diese schiere klinische Fertigkeit heran, das Stilett sauber zwischen dem fünften und sechsten Wirbel einzuführen.

Die sogenannten "Traddies", die seine Eminenz zu Unrecht beschimpften, als Papst Ratzinger ihn für die Glaubenskongregation ernannte, sollten jetzt sofort ihren eigenen bescheidenen und zerknirschten Kuchen mampfen."

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J.Hunwicke

Der Hl. Franziskus von Assisi - "Der Welt ist eine Sonne aufgegangen"

Heute feiern die Kirche und die Katholische Welt den Tag des Hl. Franziskus von Assisi.
Am 27. Januar 2010 hat Papst Benedikt XVI den Heiligen bei der Generalaudienz vorgestellt.
Hier geht´s zum Original seiner Katechese:  klicken

Sie beginnt so:

"Heute möchte ich euch die Gestalt des hl. Franziskus vorstellen: Er war ein echter »Gigant« der Heiligkeit, der noch immer sehr viele Menschen jeden Alters und jeder Religion fasziniert.
»Der Welt ist eine Sonne aufgegangen.« 
Mit diesen Worten spielt in der Göttlichen Komödie (Paradies, XI. Gesang) der große italienische Dichter Dante Alighieri auf die Geburt des Franziskus gegen Ende des Jahres 1181 oder Anfang 1182 in Assisi an. 
Franziskus stammte aus einer reichen Familie – der Vater war Tuchhändler –, verbrachte eine unbeschwerte Kindheit und Jugend und pflegte die Ritterideale seiner Zeit. Als Zwanzigjähriger nahm er an einem Kriegszug teil und geriet in Gefangenschaft. Er erkrankte und wurde befreit. 

Nach der Rückkehr nach Assisi begann in ihm ein langsamer geistlicher Bekehrungsprozeß, der ihn den aufwendigen Lebensstil, den er bis dahin gepflegt hatte, schrittweise aufgeben ließ. 
In diese Zeit fallen die berühmten Episoden der Begegnung mit dem Aussätzigen, bei der Franziskus vom Pferd herabstieg und ihm den Friedenskuß gab, sowie der Botschaft des Gekreuzigten in dem Kirchlein »San Damiano«. 
Dreimal ließ der gekreuzigte Christus seine Stimme hören und sagte zu ihm: »Franziskus, geh und stelle meine Kirche wieder her, die wie du siehst, ganz verfallen ist!« 
Dieses schlichte Ereignis des Wortes des Herrn in der Kirche »San Damiano« birgt einen tiefen Symbolgehalt in sich. 
Unmittelbar ist der hl. Franz dazu berufen, dieses kleine Kirchlein wieder aufzubauen, doch der Verfallszustand dieses Gebäudes ist Symbol für die dramatische und beunruhigende Situation der Kirche selbst in jener Zeit: mit einem oberflächlichen Glauben, der das Leben weder formt noch verwandelt, mit einem wenig eifrigen Klerus, mit dem Erkalten der Liebe; eine innere Zerstörung der Kirche, die mit der Entstehung häretischer Bewegungen auch eine Zersetzung der Einheit mit sich bringt."

Quelle: LEV, La Santa Sede

Antonio Socci zur derzeitigen Lage der Kirche nach AL und den dubia.

Er vergleicht auf seinem blog LoStraniero die aktuelle Situation in Rom mit der im 4. Jahrhundert, als die Kirche dem Arianismus gegenüber stand und sieht im Hl. Athanasius das Vorbild zur Lösung der Krise.
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"ALS DER HL ATHANASIUS FAST ALLEIN BLIEB, UM DEN KATHOLISCHEN GLAUBEN ZU VERTEIDIGEN, VERFOLGT UND EXKOMMUNIZIERT WURDE. ABER DANN..."

"Woran der große Blaise Pascal in seinen "Gedanken" über das Geschehen in der Kirche des 4. Jahrhunderts erinnert und wie er über seine Zeit denkt. Seine Gedanken gelten auch auf besondere Weise auch für unsere Zeit: wie man sieht, wird auch heute, derjenige, der die Integrität des Katholischen Glaubens verteidigt, isoliert, verfolgt, beschuldigt, die Kirche zu spalten und wie ein Hund behandelt. 
Aber die Lektion des 4. Jahrhunderts lehrt uns, was dann passiert: als  Gott die Christenheit zum wahren Glauben zurückführte, wurde Athanasius heilig gesprochen, Kirchenlehrer und Kirchenvater.
Und wer zu jener Zeit die Macht in der Kirche auf der Erde hatte und der Arianischen Häresie folgte, mußte sich dann vor dem Höchsten Richter verantworten.

"Es beunruhigt uns, die Vergangenheit der Kirche mit dem zu vergleichen, was jetzt geschieht, und dabei an den Hl. Athanasius, die Hl. Terese und andere mit Ruhm Gekrönte und ihre Richter als schwarze Dämonen zu denken.

Tatsächlich jetzt, wo die Zeit die Dinge klargestellt hat, scheinen sie uns so zu sein, aber zu der Zeit, als sie ihn verfolgten, war dieser große Heilige nur ein Mann namens Athanasius und die Heilige Terese nur ein Mädchen.

"Elias war ein Mann wie wir und den gleichen Leidenschaften ausgesetzt wie wir." sagt der Hl. Petrus, um die Christen vor der falschen Idee zu bewahren, die uns das Beispiel der Heiligen als für unsere Lebensbedingungen unpassend zurückweisen läßt: "Sie waren Heilige" sagen wir, "sie waren nicht wie wir."

Was passierte also?
Der Hl.  Athanasius war ein Mann namens Athanasius, beschuldigt fast wie ein Hund, als solcher und wegen dieser oder jener Schuld bei diesem anderen Konzil verurteilt. Alle Bischöfe sind einverstanden, auch der Papst.

Was sagt man jenen, die widersprechen? Daß sie den Frieden stören, daß sie Schismatiker sind etc. 
Eifer, Licht. Vier Charaktertypen: Eifer ohne Wissenschaft, Wissenschaft ohne Eifer, weder Eifer noch Wissenschaft, Eifer und Wissenschaft. 
Die ersten drei verurteilen, die anderen sprechen ihn frei und werden von der Kirche exkommuniziert und retten doch die Kirche.

Quelle: LoStraniero, A. Socci

Dienstag, 3. Oktober 2017

Musik am Abend



         

Kardinal Müller : Klima der Angst in Rom

Maike Hickson veröffentlicht und zitiert in OnePeterFive aus dem neuen Interview, das Kardinal G.Müller Edward Pentin für den NCR über den aktuellen Zustand der Kirche nach AL gegeben hat.
Und eindrucksvoll kommentiert sie das Geschehen.
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"KARDINAL MÜLLER: LEUTE DIE IN DER KURIE ARBEITEN LEBEN IN GROSSER ANGST"

"Kardinal Gerhard Müller, der frühere Präfekt der Glaubenskongregation hat gerade Edward Pentin, dem Rom-Korrespondenten des National Catholic Registers ein ausführliches Interview gegeben.
Unter anderen wichtigen Aspekten dieses Berichtes, gibt Kardinal Müller zum erstenmal öffentlich zu, daß die Glaubenskongregation nicht die endgültige Version des päpstlichen Dokumentes "Amoris Laetitia" editiert hat und daß er nicht einmal weiß, wer die Schlußredaktion dieses Dokumentes besorgt hat. In diesem Interview vom 29. September enthüllt Kardinal Müller zum erstenmal, wie angsterfüllt die Atmosphäre in Rom jetzt ist. Er fordert auch weitere Diskussionen der dubia und verteidigt Kardinal Carlo Caffarra als moraltheologischen Experten.
Es folgen die wichtigsten Teile des langen Interviews, in dem er ausdrücklich über Menschen spricht, die ausspioniert werden und über den Vatican:

 "Karrieristen und Opportunisten sollten nicht befördert werden, und andere Leute, die kompetente   Mitarbeiter sind, sollten nicht grundlos aus der Kurie entlassen werden. Das ist nicht gut.
 Ich habe hier in einigen Häusern gehört, daß Leute in der Kurie in großer Angst leben: Wenn   sie nur ein kleines oder harmloses kritisches Wort sagen, werden einige Spitzel die   Kommentare direkt an den Hl. Vater weitergeben und die zu Unrecht beschuldigten Leute   haben keine Chance, sich selbst zu verteidigen. 
 Diese Leute, die böse Worte und Lügen gegen andere Personen asusprechen, stören und zerstören   den guten Glauben und den guten Namen der anderen, die sie Brüder nennen.

 Das Evangelium und die Worte Jesu gegen die, die ihre Brüder verraten und diese schlechte   Atmosphäre des Mißtrauens schaffen, sind sehr stark. Ich habe gehört, daß niemand spricht; jeder   hat ein bißchen Angst, weil er abgehört werden kann. Das ist nicht das Benehmen erwachsener   Menschen sondern das von Internatsschülern."


Professor Pierantoni, Co-Autor der "correctio filialis" berichtet von einigen Hintergründen

Maike Hickson gibt bei OnePeterFive einem der Autoren der "correctio filialis" Gelegenheit über einige Hintergründe zu berichten.
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"PROFESSOR PIERANTONI:  KARDINAL BURKE SCHEINT ERFREUT ÜBER DIE CORRECTIO FILIALIS"

Heute hat LifeSiteNews ein Interview mit Professor Claudio Pierantoni, einem der Unterzeichner der "Correctio Filialis" von Papst Franziskus. Professor Pierantoni ist ein italienischer Gelehrter, der jetzt in Chile lebt und lehrt.  Er hat vor kurzem eine erleuchtete und ausgezeichnete Verteidigung von Professor Seifert veröffentlicht, dessen Erzbischof ihn wegen seiner höflichen Kritik an Amoris Laetitia entließ- in dem er die Behandlung Professor Seiferts eine "Verfolgung der Rechtgläubigkeit" nannte.

In diesem neuen Interview- und wenn er über die Geschichte der "correctio filialis" spricht- verrät er, daß Kardinal Burke sogar über die correctio filialis- wie sie am 24. September veröffentlicht wurde erfreut zu sein scheint:

"Die formale Korrektur -wie Sie sich erinnern, wurde bereits im Januar versprochen. Aber im April, als wir eine Konferenz in Rom hatten, gab es noch keinen Hinweis, daß Kardinal Burke eine Korrektur verfassen würde. Deshalb haben wir in einer kleinen Gruppe begonnen düber eine Laien-Korrektur nachzudenken. Dann im Juli als unsere Korrektur ihre endgültige Form annahm und eine gewisse Anzahl von Unterschriften erreicht hatte, haben wir mit großer Freude gehört, daß Kardinal Burke wieder über eine Korrektur aus seiner Feder nachdenkt.[....]

Ich denke, daß Kardinal Burke jetzt fortfahren und seine lange versprochene Korrektur formulieren muß. Wenn ich er wäre, würde ich sie eine "brüderliche Korrektur" (besser als formal) nennen. Er hat uns tatsächlich Hinweise gegeben, daß er unserer "filialen" Initiative  zustimmt und sich durch sie unterstützt fühlt und deshalb bin ich sicher, daß jetzt die Zeit für ihn gekommen ist, zu handeln.
Vielleicht werden zwei oder drei Kardinäleoder ein halbes Dutzend Bischöfe sich anschließen-. Vielleicht mehr, vielleicht weniger. Aber selbst wenn er der Einzige wäre, muß er die Korrektur bald formulieren, denke ich."


Die Kurienreform in ihrem Lauf.....

A. Gagliarducci kommentiert in Monday in the Vatican die Chinapolitik des aktuellen Pontifikates und die mit ihr verbundenen jüngsten Ernennungen.
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"PAPST FRANZISKUS: TEMPOWECHSEL IN DER VATICAN-DIPLOMATIE UND DER KURIENREFORM?"

"Die Ernennung von Erzbischof Savio Hon Fai Tai zum Apostolischen Nuntius in Griechenland durch Papst Franziskus ist vielleicht ein Zeichen dafür, daß ein oder zwei Dinge passieren.

Einerseits führt die Entscheidung, den aktuellen Sekretär der Kongegration für die Evangelisierung der Völker als Nuntius zu ernennen und so den zweiten Posten in der Kongregation zunächst vakant zu lassen dazu, daß man denkt, daß diese Kongregation reformiert werden soll. Aber zur gleichen Zeit zeigt die Entscheidung den höchstrangigen chinesischen Kurienmitarbeiter auf einen peripheren Posten zu versetzen den Willen, den Umgang mit China zu ändern.

Für beide Hypothesen gibt es Gründe, obwohl es schwerfällt zu denken, daß Papst Franziskus Erzbischof Hon mißtraut, weil er ihn zuvor als Apostolischen Administrator nach Guam geschickt hatte, um die schwierige Lage in Agana zu regulieren, dessen Ortsbischof des sexuellen Mißbrauchs beschuldigt wurde.

Das Thema der Kurienreform ist noch aktuell. Während des letzten Treffens des Kardinalsrates wurde die Möglichkeit einer Reform der Kongregation für die Evangelisierung der Völker -besser bekannt als "Propaganda Fide"- diskutiert. Ein Gedanke dabei ist, die Kongregation mit dem Päpstlichen Rat für die Förderung der Neu-Evangelisierung zu verschmelzen.

Diese Verschmelzung würde eine Rationalisierung des Managements der Katholischen Wallfahrtsstätten, die Papst Franziskus in einem motu propio kürzlich dem Päpstlichen Rat zur Förderung der Neuevangelisierung anvertraute, mit sich bringen.

Wenn das passiert, wird Propaganda Fide einem Strukturwandel unterzogen. Obwohl dieser Wandel die Führungspositionen nicht verändern würde. hat er bereits den Nummer-3-Posten des Dikasteriums - den von Tadeusz Wojda-betroffen, der zum Erzbischof von Bialystok in Polen ernannt wurde. Sein Posten ist seit dem 28. September vakant, als der Hl. Stuhl verkündete, daß Pater Ryszard Szmydki, Präsident des Päpstlichen Missionsgesellschaften, neuer Untersekretär wird.

Ist das Fehlen eines Sekretärs der Kongregation ein möglicher Hinweis auf Entscheidungen des Papstes oder stellt sie den Teil einer größeren Neustrukturierung des Missions-Dikasteriums dar?
Das wird sich zeigen.

Sicher ist es bemerkenwert, daß das Missionsdikasterium zwei seiner am China-Dialog beteiligten Hauptmitarbeiter verloren hat. Msgr. Wojda war Mitglied des Verhandlungsteams des Hl. Stuhls, das mit China über die Anerkennung der Bischöfe verhandelt und einige Beobachter stellen fest, daß sein Fehlen am Verhandlungstisch- was auch auf Msgr. Antonio Cammilleri, Vatikan-Untersekretär für Staatsbeziehungen zutrifft- dem Wunsch geschuldet ist, die regierende Kommunistische Partei Chinas nicht durch die Anwesenheit einesTeilnehmers aus Polen, einem Land, der früheren Sowjet-Sphäre, zu verärgern.


Unterschreiben oder nicht.....Father R. Blake zur "correctio filialis"

Father R. Blake hat sich auf seinem marymagdalenblog Gedanken über das Unterschreiben oder Nichtunterschreiben der "correctio filialis" gemacht.

Hier geht´s zum Original: klicken

"Ich habe mit einem Bruder im Priesteramt gesprochen, noch einem der sich schwere Sorgen um den Zustand der Kirche heute macht, die Schmähungen, die Abkehr von der klaren Lehre Jesu Christi  und der Schrift. Er sagte auch, er sei gebeten worden, die Correctio zu unterschreiben, was er nicht getan hatte, aus dem einfachen Grund, daß er keine Zeit hatte, Amoris Laetitia zu lesen.

Er sagte, daß obwohl der Hl. Johannes Paul einige lange Dokumente geschrieben hatte, Amoris Laeetitia so lang ist, wie alle zuvor existierenden  Päpstlichen Dokumente bis zum Pontifikat des Hl. Johannes Pauls. Das ist wahr. Ich habe mehr als zwei Wochen gebraucht, um AL zu lesen, während man "Humanae Vitae" in weniger als einer Stunde und "Pastor Aeternus" in der Hälfte dieser Zeit lesen konnte. Mein Freund, der sich der Notwendigkeit intellektueller Strenge zutiefst bewußt ist, sagte, er denke, daß größte Problem für ihn sei, daß Teile davon inkohärent sind."

Ich vermute, daß viele unserer Hirten, sogar Kardinäle, dieses Dokument einfach nicht gelesen haben und dennoch das, was "sie von der Aussage des Dokumentes verstanden zu haben glauben, verbreiten oder was ihre Bischofskonferenz dazu sagt, oder ihre katholische Lieblingszeitung, oder -Gott bewahre- der lauteteste Journalist. Das ähnelt der Bemerkung Benedikts über die beiden Konzile -das Konzil der Medien und das wahre Konzil.

Der Papst ermutigt diese Nachlässigkeit, indem er die Leute, die die Bedeutung in Frage stellen, an Kardinal Graf von Schönborn oder Tucho oder irgendeine obskure Bischofskonferenz, wie die von Malta, verweist. Es hilft der Situation nicht, wenn es aussieht, als ob der Papst selbst nicht versteht oder nicht studiert hat, was für ihn geschrieben wurde und was die Probleme sind-so wie als er zu der kontroversen Fußnote gefragt wurde, und sagte er könne sich nicht daran erinnern. Ich würde gern einige Prälaten zum Thomismus des Dokumentes befragen.

Ich bin sicher, daß alle Unterzeichner der Correctio Filialis AL gelesen haben, ich frage mich, ob alle die die sich für oder gegen sie ausgesprochen haben, das getan haben oder auch nur eine Kopie besitzen.
Ich kann verstehen, daß viele ohne besondere theologische Ausbildung sich wegen der politischen, theologischen intellektuellen oder sogar stylischen Richtung in die der Papst deie Kirche führt, unwohl fühlen- das sollte  nicht auf die leichte Schulter genommen werden, es ist Teil des sensus fidelium - dem Bauchgefühl der Kirche, das oft ignoriert wird (leere Kirchen, Klöster und Seminare beweisen das).


Montag, 2. Oktober 2017

Ist Europa in vier Jahren muslimisch?


Marco Tosatti kommentiert bei Stilum Curiae die Voraussagen des französischen Ökonomen Charles Gave über die demographische Entwicklung in Frankreich und Europa- und das vorhersehbare Überwiegen des Islams.
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"EUROPA IN 4 JAHREN MUSLIMISCH? NACH EINEM FRANZÖSISCHEN WIRTSCHAFTSFACHMANN JA. ABER ES GIBT AUCH WELCHE, DIE ANDERER MEINUNG SIND"

"Im Rahmen von 40 Jahren -auf der Basis der aktuellen demographischen Tendenzen, nimmt die Basis der ansässigen Bevölkerung in Frankreich und in anderen europäischen Ländern auf so dauerhafte Weise ab, daß es eine muslimische Mehrheit geben wird. Und dies ist die Schlußfolgerung -natürlich mit Spielraum für Diskussion und Dissens, wie immer in Fällen langfristiger Projektionen, eines französischen Gelehrten und Ökonomen, Charles Gave, der sie für seinen think-tank "Libertés" veröffentlichte. Gave spricht von einem allmählichen "Verschwinden der europäischen Bevölkerung" angesichts robuster muslimischer Geburtenraten.

Gave ist der Präsident von Gavekal Research. Sein Artikel mit dem Titel: "Die weiße Pest" ist gefährlich bestätigt er für "meine persönliche Würde und für meine Möglichkeit von unserer schönen Demokratie gehört zu werden".
Gave hat seine Schlüsse gezogen, indem er die Geburtenraten der französischen Frauen: 1,4- mit denen der muslimischen Frauen: 3,4- verglich. Nach Gave sind von den 67 Millionen Franzosen cirka10 Prozent- das sind 67 Millionen- Muslime. Die Geburtenrate eruopäischer Frauen liegt um 1,6.

Hier die Schlußfolgerungen von Charles Gave: "Im Verlauf der nächsten 40 Jahre ist es so gut wie sicher, daß die Mehrheit der Bevölkerung in Österreich, Deutschland, Spanien, Italien, Belgien und den Niederlanden muslimisch sein wird. Das sind keine Vorhersagen sondern Berechnungen und sie beinhgalten noch nicht die neuen Immigranten."
Der Prozess könnte sich sogar noch beschleunigen, wenn die Einwanderung von Muslimen in Frankreich und anderen europäischen Staaten so weiter geht. "Unser Staat wird enden, wenn die Demographie sich ändert, einfach weil wir eine Minderheit in unseren eigenen Ländern sein werden und die Mehrheit sich nicht auf die alten Jeremiaden der 68-er achten wird, deren Autoren alle gestorben oder in Pension sein werden."

Und er fährt fort: "Die große, immense Nachricht der nächsten dreißig oder vierzig Jahre wird so das Verschwinden der europäischen Bevölkerung sein, deren Vorfahren die moderne Welt geschaffen haben. Und mit dieser Bevölkerung  werden auch die verschiedenen und gegensätzlichen europäischen Nationen verschwinden, die den immensen Erfolg des alten Kontinents seit mehr als 500 Jahren ermöglicht haben."

Gave erteilt keine religiöse Lektion, eher einbe agnostische zu dem, was ein islamisches Europa  zur liberalen Demokratie  und der Redefreiheit sagen würde: "Ich sage nicht, daß das schlecht oder gut ist. Ich sage nur, daß das notwendigerweise Einfluß auf unser politisches System haben wird."

Die Schlußfolgerungen von Charles Gave werden vom Gatestone-Institut nicht geteilt, nach dessen Überzeugung dieser Prozess viel länger dauern könnte.
Und man weiß nicht, was in Europa in 10 Jahren aus dem Islam geworden sein wird. Dreu Godefridi, Analyst bei Gatestone, erinnert daran, daß Europa vor nur zwei, drei Generationen noch christlich war und von dieser religiösen Glut sehr wenig übrig geblieben ist. Godefridi erinnert daran, daß 2015 in Frankreich -Dank der legalisierten Abtreibung- 204.000 Kinder nicht geboren werden konnten- gegenüber 760.421 Geburten.

"Brutale Botschaft ist, daß die Europäer nicht genug Kinder haben. Und das hat nichts mit dem Islam zu tun: diese "Krankheit ist ganz selbstgemacht." Erst vor wenigen Tagen gab es eine Nachricht, daß im dritten Jahr in Folge der häufigste Name neugeborenener Briten Mohammed ist."

Quelle: Stilum Curiae, M. Tosatti





AL- eine unendliche Geschichte und ihre Folgen. Robert Spaemann spricht Klartext. Lesen!

Maike Hickson hat für OnePeterFive Professor Robert Spaemann, den bekannten deutschen Katholischen Philosophen und das frühere Mitglied des Päpstlichen Rates für das Leben interviewt.
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"ROBERT SPAEMANN ÜBER JOSEF SEIFERT, AMORIS LAETITIA UND DAS WAHRHEITZEUGNIS"

Maike Hickson (MH): 
"Professor Josef Seifert ist einer Ihrer früheren Studenten, der seine Habilitationsarbeit unter Ihrer Leitung geschrieben hat. Deshalb kennen Sie ihn und seine Arbeit persönlich. Also - Sie beide haben die Stimme zu einer höflichen Kritik des päpstlichen Dokuments Amoris Laetitia erhoben. Wie haben Sie auf die Entscheidung des Erzbishofs von Granada reagiert, Professor Seifert wegen seiner Kritik an Amoris Laetitia zu entlassen?"

Robert Spaemann (RS): 
"Zunächst einmal : Professor Seifert ist nicht mein Student sondern der von Dietrich von Hildebrand. Er ist an der Philosophischen Fakultät der Universität München habilitiert worden. Was die Entlassung Seiferts durch den Erzbischof von Granada betrifft, war ich schockiert. Ich wußte nichts über Seiferts eigene Äußerung. Unsere Reaktionen auf die Entscheidung des Erzbischofs waren völlig unabahängig von einander."

MH
"Wie reagieren Sie auf den Vorwurf Erzbischofs Javier Martinez´, daß Professor Seifert mit seinen kritischen Fragen zu "Amoris Laetitia"  "die Kommunion der Kirche beschädigt, den Glauben der Gläubigen verwirrt und Mißtrauen gegen den Nachfolger Petri sät?"


RS
"Wie gesagt, ich war schockiert. Der Erzbischof schreibt, daß er sicher stellen muß, daß die Gläubigen nicht verwirrt werden, weil Seifert die Einheit der Kirche unterminiert.
Die Einheit der Kirche basiert auf der Wahrheit. Wenn die Katholische Kirche einem gläubigen Professor einen Lehrauftrag erteilt, dann weil sie dem unabhängigen Lehren traut. Solange seine Philosophie nicht der Lehre widerspricht, gibt es ein weites Feld für sein Lehren.

Das Mittelalter war hier Beispiel. Damals gab es äußerst lebhafte und tiefgehende Meinungsverschiedenheiten. Bei diesen Debatten zählte das Argument - nicht die autoritäre Entscheidung. Und es wäre niemandem in den Sinn gekommen, zu fragen, ob ein philosophischer Gedanke  mit der Meinung des damals regierenden Papstes überseinstimme."

MH
"Welches Signal sendet ein solches bischöfliches Urteil im Hinblick auf die akademische Freiheit im Allgemeinen sondern auch auf die Freiheit eines gut ausgebildeten Gewissens des einzelnen Katholiken im Speziellen aus? Kann ein Katholischer Akademiker immer noch Päpstliche Äußerungen auf kritische Weise diskutieren und sollte das möglich sein?"

RS:
"Im Licht des Urteils des Erzbischofs muß sich jetzt jeder Philosoph, der in einer kirchlichen Institution arbeitet, selbst fragen, ob er dort weiterhin arbeiten kann.
Auf jeden Fall ist das Eingreifen des Erzbischofs nicht mit dem  Respekt vor der akademischen Freiheit vereinbar.
Was Seifert kritisiert ist der Bruch mit der fortwährenden Lehre der Kirche und den audrücklichen Lehren der Päpste Pauls VI und Johannes Pauls II. Der Heilige Johannes Paul hat einmal in Veritatis Splendor ausdrücklich betont, daß es keine Ausnahme des Auschlusses wiederverheirateter Geschiedener von den Sakramenten gibt. Papst Franziskus widerspricht der Lehre von Veritatis Splendor ebenso ausdrücklich."


Die Brüderliche wird eine Öffentliche Korrektur....

Marco Tosatti kommentiert bei Stilum Curiae die "andere" öffentliche Korrektur -nachdem die der Dubia-Kardinäle ausblieb.
Hier geht´s zum Original:  klicken 

BRÜDERLICHE KORREKTUR : DIE UNTERSTÜTZUNG HAT SICH FAST VERVIERFACHT: TAUSENDE ÖFFENTLICHE UNTERSCHRIFTEN 
PAROLIN: DEN DIALOG SUCHEN.......

"Die anfänglich 40 Unterschriften von Gelehrten, Theologieprofessoren und Klerikern unter die dem Papst am 11. August in Santa Marta überreichte "Correzione Filiale" sind am vergangenen Sonntag veröffentlicht worden, nachdem sie keine Antwort erhalten haben.
Zur Zeit haben sich ihnen 156 Gelehrte angeschlossen.
Der Initiative, die wie wir wissen von Menschen mit einem gewissen akademischen oder theologischen Niveau ausging, haben sich andere unterstützend angeschlossen. Life Site News hat  gestern weitere 5000 Unterschriften (5025 um genau zu sein) beigetragen.
Während die Initiative von Steve Skojec auf One Peter Five mehr als 10.000 Unterschriften erbrachte (10624).
Ich weiß von anderen Unterschriftensammlungen zur öffentlichen Unterstützung der "Correzione Filiale" -kann aber im Augenblick nichts Genaueres sagen.
Und man muß sich daran erinnern, daß in den letzten Monaten eine "Supplica Filiale"("Kindliches Flehen") an den Pontifex- immer zum selben Thema- es in der ganzen Welt auf Hunderttausend Unterschriften brachte.
Es handelt sich also um völlig freie und unabhängige Initiativen im Hinblick auf die von den vier Kardinälen, von denen zur Zeit nur noch Brandmüller und Burke leben, gegenüber dem Papst und der Glaubenskongregation vorgebrachten "Dubia.
Und es ist nicht unwahrscheinlich, daß es an dieser Front in kurzer Zeit Neuigkeiten geben könnte.

Es wird immer offensichtlicher, daß es sich nicht um eine folkloristische Initiative handelt, wie die hyperpapistischen Propagandisten es mehr oder weniger geschickt und raffiniert glauben lassen wollen. So wie die Verweigerung einer Beschäftigung mit konkreten Themen und das Schweigen des Pontifex immer unglaubwürdiger wird.
Da genügen einige Scherze über den Hl.Thomas - begierig von den Papstfans aufgegriffen- nicht, um die Verwirrung zu zerstreuen und eine Situation maximaler Konfusion zu bereinigen, die Amoris Laetitia zur Explosion gebracht hat.

Darüber versuchen verschiedene Personen, isch auf verschiedene Weise klar zu werden.
Bezeichnend dafür ist ein Satz des Staatssekretärs, Kardinal Parolins
Am Rande einer Begegnung mit Kirche in Not wurde ihm eine Frage zur Correzione Filiale gestellt.
Der "rechte Arm" des Pontifex sagte: "Es ist wichtig auch im Inneren der Kirche Dialoge zu führen".
Und die Person, die bis vor wenigen Monaten auf dem Gebiet der Theologie die wichtigste Rolle im Vatian spielte, Kardinal Müller, hatte in einem Interview für Edward Pentin vom National Catholic Register gesagt:  "Die Kirche braucht keine Polemik und Polarisierung" sondern im Gegenteil "mehr Dialog und gegenseitiges Vertrauen".
Müller hatte die Idee einer Kommission aus mehreren, vom Papst ernannten Kardinälen vorgebracht, die die kontroversen Textpartien von Amoris Laetitia mit den Verfechtern der Dubia und Korrektur disktuieren sollten. Vielleicht kann man die Erklärung des Staatssekretarriates auch im Licht dieses Vorschlags lesen.

Wir wollen jetzt die Worte des einzig unterschreibenden Bischofs wiedergeben, René Henry Gracida, 94 Jahre, Emeritus von Corpus Christi, der seine Gründe so erklärte: "Einige Freunde -schreibt Gracida- haben mich nach den Motiven gefragt, warum ich am vergangenen Sonntag beschlossen habe, die "Correzione Filiale" zu unterschreiben. Mich wundert es wirklich, warum jemand das fragen muß, weil die Antwort einfach ist und -wie ich hoffe- offensichtlich: ich liebe die Kirche.
Ich liebe die Kirche als Mystischen Leib Christi. Ich liebe die Kirche als Gemeinde von gläubigen Männern und Frauen, jungen und alten, liberalen und konservativen.
Es gefällt mir nicht, zu sehen, wie Menschen leiden, wie auch ich leide, wegen der Krise die die Kirche betrifft."
Die "Correzione Filiale"  sei so gut geschrieben, so respektvoll, so vollkständig, so detailliert", daß der Prälat erwartet hatte, daß "viele seiner Brüder im Bischofsamt glücklich sein würden, sie zu unterschreiben. Vielleicht naiv- habe ich gedacht, daß meine Unterschrift andere Bischöfe ermutigen könnte, auch ihre Gesichtspunkte öffentlich zu machen, aber viele sind schüchtern und fürchten Vergeltung aus Rom."

Einer der jüngsten Unterschriften ist die von Don Andrew Pinsent, 50 Jahre alt, aus Brighton, Direktor des Forschungszentrum Iam Ramsey von Oxford für Religionswissenschaft, Priester, Theologe (an der Gregoriana graduiert) und Philosloph: darüber hinaus Wissenschaftler mit einem Physik-Diplom.
Pinsent glaubt, daß die letzte Synode "auf lächerliche Weise manipuliert wurde" (und wer diesen blog liest, und San Pietro e Dintorni gelesen hat, weiß, welche Beweise wir in dieser Richtung hatten) erinnert sich, daß den Bitten um Klarheit an den Pontifex ausgewichen wurde und wie "Professor Seifert vor kurzem sagte, bevor er wegen seiner Stellungnahme entlassen wurde,  befinden wir uns vor der Gefahr der totalen Zerstörung der Morallehre der Katholischen Kirche. In dem Augenblick in dem ich mein Leben dem Priestertum  und der Rettung der Seelen geweiht habe, mußte ich meinen Namen unter die Korrektur setzen."

Quelle: Stilum Curiae, M. Tosatti