Donnerstag, 6. Dezember 2018

Marco Tosatti über das bisher folgenlose "Süsse Leben der Gruppe Maradiaga in Honduras"

Marco Tosatti gibt in La Nuova Bussola Quotidiana die Übersetzung eines Artikels der Internetnachrichten-Website "Confidencial HM com. wieder, die sich mit den Vorkommnissen in der Diözese des engen Papstvertrauten Kardinal O.R. Maradiagas befaßt.
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DER SKANDAL

"LIEBHABER UND MISSBRAUCH, DAS SÜSSE LEBEN DER "GRUPPE" MARADIAGA "

"In der Diözese von Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga gibt es große Probleme, die sowohl auf sexuellen Missbrauch als auch auf das homosexuelle Verhalten seiner rechten Hand, Bischof Pineda, zurückzuführen sind. Der wurde entlassen, aber es wurde aber keine Untersuchung gegen ihn eingeleitet. Die Veröffentlichung eines Schnelldossiers ist ein beunruhigendes Szenario über den "Schützling" eines der Hauptmitarbeiter des Papstes."

Sowohl in der Diözese von Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga als auch in der Kirche Honduras´ gibt es große Probleme, die einerseits auf sexuellen Missbrauch und andererseits auf das homosexuelle Verhalten der rechten Hand Maradiagas, Bischof Pineda, zurückgehen, dessen Rücktritt akzeptiert wurde, aber gegen den keine kanonischen Maßnahmen getroffen wurden und gegen den es anscheinend auch keine Untersuchung gibt.
Ein Artikel vom 8. November bei  Confidencial HNcom., einer Nachrichtenseite in Honduras, berichtet über die Aussage eines Schlüsselzeugen und andere Dokumentationen; sie bestätigen nicht nur viele der Anklagepunkte gegen den in Ungnade gefallenen Weihbischof von Tegucigalpa, Juan José Pineda Fasquelle, sondern liefert auch wichtige Details zum Fall.

Im Juli hat Papst Franziskus den Rücktritt von Bischof Pineda angenommen, der beschuldigt wurde, Seminaristen sexuell mißbraucht zu haben. Viele von ihnen haben einen Brief geschrieben, um die Lage im Seminar zu beklagen. er ist auch beschuldigt worden, eine Reihe homosexueller Liebhaber gehabt und sich aus den Finanzen der Erzdiözese, derjenigen von Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga, dessen rechte Hand er war., bedient zu haben.  Maradiaga ist einer der Hauptberater der amtierenden Pontifex, eine Schlüsselpersönlichkeit  des C9, des Kardinalsrates, dem die Reform von Kurie und Kirche anvertraut wurde und er hat bei wichtigen Ernennungen eine Rolle gespielt, wie der von Kardinal Blase Cupich (zusammen mit McCarrick) in Chicago und des neuen Substituten des Staatssekretariates, Erzbischof Pena Parra.

Msgr. Pineda, 57 Jahre, hat oft die Diözese im Namen Kardinal Oscar Rodriguez Maradiagas geleitet, der sich häufig auf Auslandsreisen befindet. Der Bischof hat besonders im vergangenen Frühjahr die Erzdiözese angeführt, als der Kardinal aus Gesundheitsgründen abwesend war.


Mittwoch, 5. Dezember 2018

P.Archbold: Bereiten der Papst und seine Entourage ein Schisma vor?

Steve Skojec kommentiert bei OnePeterFive die fünfteilige Serie von Patrick Archbold über ein drohendes Schisma in der Katholischen Kirche und mögliche Pläne von Papst Franziskus für Summorum Pontificum und die Lateinische Messe.
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"ARCHBOLD ÜBER DAS INGANGBRINGEN DES SCHISMAS" 
"Auf seinem Langzeitblog "Creative Minority Report" hat der Mitarbeiter von 1P5 und "The Remnant" Patrick Archbold eine fünfteilige Serie über das "Ingangbringen" des Schismas in der Kirche veröffentlicht. Einige von Ihnen werden das Ganze lesen wollen, aber ich würde gern eine Kurzversion als eine Art Einführung anbieten.
In der ersten Version beginnt Archbold mit einem Zitat das Papst Franziskus 2016 zugesprochen wurde- das wir hier besprochen haben- in dem -wie behauptet wird- er gesagt haben soll "Es ist nicht ausgeschlossen, daß ich als derjenige in die Geschichte eingehen werde, der die Kirche gespalten hat."
"Dieses Zitat" schreibt Archbold "entstammt dem "Spiegel". Aber es ist der Spiegel-Korrespondent in Italien, Walter Mayr, der diese Äußerung als selbstkritisch charakterisiert. Mich auf alle bisher verfügbaren Beweise stützend und auf das, was -wie ich denke- kommen kann, vermute ich, daß das eine Fehlinterpretation ist. Der Papst war nicht selbstkritisch, er hat uns den Plan erzählt."
Er hat euch den Plan erzählt.
Es scheint, daß viele katholische Kommentatoren bei dem  Versuch versagt haben, im aktuellen Papsttum einen Sinn zu erkennen und daß Entgleisungen, wohlbeabsichtigte Fehler, Deformitäten und sogar ausgesprochene Inkompetenz  nicht das Phänomen Franziskus erklären.
Vorsatz tut das.
Ich kann weder Herzen noch Gedanken lesen und sicher nicht in Seelen. Aber ich kann Ihnen sagen, worauf die Beweispunkte hinweisen. Und jeder Hinweis, den ich gesehen habe, zeigt, daß Jorge Mario Bergoglio im Geiste auf die Zerstörung und den Wiederaufbau der Katholischen Kirche schaut.
Als Ausgangspunkt benutzt Archbold die offensichtlichen Manipulationen der beiden Familien-Synodenund  dann auf den absoluten fait accompli der Jugendsynode im vergangenen Oktober.
Archbold schreibt:

Sie haben im Vorfeld nicht nur alle Regeln abgeschafft und die Synode biegsam gemacht, sondern tatsächlich ein Synoden-Dokument veröffentlicht das sich hauptsächlich mit einem Thema beschäftigte, das bei der Synode nicht einmal diskutiert wurde. Synodalität selber. Ihr müßt das diesen Leuten überlassen, sie sind die Honigdachse der Ketzerei, es kümmert sie einfach nicht. 

Archbold argumentiert, daß das Hochfahren der Synodenmanipulation eine direkte Reaktion auf die "treuen Katholiken" war, die sehr laut waren und ihnen mehr Probleme bereiteten, als zu akzeptieren bereit waren." (Ja, er spricht u.a. über Sie und über mich). Seine These lautet, daß die Kirche sich seit einiger Zeit im faktischen Zustand des Schismas befindet". Während aber diejenigen. die die Lehre der Kirche ablehnen und sich einfach weigerten zu gehen, jetzt die Verantwortung haben."
"Sie wollten keine eigene Kirche", schreibt er. „Sie wollten unsere. Jetzt haben sie die Kraft und nutzen die Kraft.
Die übergeordnete Frage, die sich hieraus stellt, lautet: "Wie befreien sie sich von den Katholiken, die gegen ihre Macht kämpfen? Oder mehr auf den Punkt gebracht: "Wie kann man ein De-facto-Schisma in ein echtes verwandeln?"

Fr. Hunwicke spricht.....

bei liturgicalnotes heute über Exkommunikation als kanonische Strafe.
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                            "EXKOMMUNIKATION" 
Manche Leute haben sich über die Existenz der Exkommunikation als im Kanonische  Recht vorhandene Strafe gewundert.

Ich kann sehen, warum diese Ängste entstanden sind. Während einer Periode kirchlicher Tyrannei -wie der gegenwärtigen- hat eine solche Strafe das Potential sehr gefährlich zu werden. Vielleicht ist es weniger wahrscheinlich, daß PF eine solche Strafe verhängt....immerhin könnte das sein sorgfältig entworfenes Image gefährden....als daß die theologisch-ungebildeten Speichellecker und Karrieristen,
die dieses Pontifikat freudig begleiten, das tun würden, um den Grad ihrer pathetischen Unterwerfung (ich benutze die von Kardinal Müller bewunderungswürdig frei und nützlich benutzte Terminologie von "theologisch" bis "Unterwerfung") zu beweisen.

Aber ich bin mit der Ansicht, daß die Exkommunikation deshalb abgeschafft werden sollte, nicht einverstanden. Sie ist ein essentielles (und biblisches) Konzept. Und im Hinblick auf einen besonderen Priester, der -Medienberichten zufolge- in der Erzdiözese Palermo exkommuniziert worden ist, würde ich eher keine Meinung äußern. Das kommt daher, daß ich nichts über den Fall weiß. Ich würde die Traddies daran erinnern, daß es gefährlich ist, irgendwen zum Helden zu machen....und daß es im "Tradditum" Idioten gibt, genauso wie (und das so reichlich) im "Trenditum".

Und sogar in so außergewöhnlichen Zeiten wie diesen, in denen die Wahrscheinlichkeit einer diabolischen Mitwirkung jeden Tag größer wird, sollte unsere Rückzugsposition Vertrauen in unsere Hirten in der Kirche sein, außer wir haben gute und klare Beweise, die rechtfertigen, es anders handhaben.
                               ABER
Aber da ist eine Reform, die ich als sehr und dringend nötig betrachte- sowohl was ein Urteil auf Exkommunikation angeht als auch die Versicherung, daß eine spezielle Person eine solche Strafe latae sententiae auf sich gezogen hat.

Eine sehr präzise Erklärung sollte öffentlich geäußert werden, sowohl in kanonischer als auch theologischer Hinsicht, -warum eine solche Strafe verhängt oder zuerkannt wird. Eine solche Erklärung sollte vorbereitet werden, um dem Risiko zu entgehen, zu lang oder zu technisch zu werden. Sie sollte vollkommen klar sein und  das häßliche Manager-Gebabbel und die bequeme Mehrdeutigkeit wie auch die herablassende klerikalistische Art vermeiden, die so oft mit der Gnade des Bischofsamtes zu kommen scheint.


Dienstag, 4. Dezember 2018

Tweet zum Tage

10 Jahre "Papst Benedikt XVI-Institut" in Regensburg. Kardinal Müller lobt Joseph Ratzinger als "Kirchenvater"
Wörtlich die Schriften des Papa Emeritus seien "das Geschenk eines Kirchenvaters von heute".

Und für "Die Tagespost" hat Regina Einig Bischof Voderholzer unter dem Titel-
               „Ein volkstümlicher Theologe“

Zehn Jahre Institut Papst Benedikt XVI. in Regensburg – Ein Gespräch mit Bischof Rudolf Voderholzer.  

zum Thema interviewt:    klicken

Fr. Hunwicke spricht....

heute bei liturgicalnotes über die Zwistigkeiten zwischen den Patriarchaten von Konstantinopel und Moskau und den Anspruch auf den Jurisdiktionsprimat Roms.
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                         ES IST EINE SCHLECHTE ANGEWOHNHEIT, 

über innere Angelegenheiten anderer Gemeinschaften zu lehren, deshalb wird man mit wohl nicht verzeihen, wenn ich die Ansicht äußere, daß bei der aktuellen Verwicklung zwischen Konstantinopel und Moskau Moskau klar im Vorteil ist.
Die Behauptung, daß Bartholomäus in die Häresie des "Papismus" verfallen ist, ist von einem bestimmten Gesichtspunkt aus verständlich ist- sogar überzeugend.

Dom Gregory Dix liebte es, schneidende Bemerkungen darüber zu machen, wie der unbedeutende kleine Sitz am Bosporus seine Beziehung zum Protoklitos (Erstberufener)  "geschmiedet" hatte.

Der Hl.Gregor der Große mochte- wenn ich mich nicht irre- die Ansprüche auf "ökumenische Primate" nicht. Und es fehlte ihm nicht an persönlichen Erfahrungen darin, wie Byzantinische Primate funktionieren können.

Wenn die Leute einen Universalen Primat wollen, gut, es gibt Biblische Texte, die zumindest plausibel machen können, wie die römischen Ansprüche entstanden (jajaja, es gibt unterschiedliche Interpretationen des Petrinischen Textes....bitte mühen Sie sich nicht, mir das zu erklären, weil ich das nicht zulassen würde) aber worauf kann- um Himmels Willen Konstantinopel seine Ansprüche begründen, außer auf den eher unattraktiven Cäseropapismus seiner Gründung und sein erstes Jahrtausend?

In einem geteilten Christentum- fühle ich- ist viel über die Ekklesiologie in diesen zwei bewundernswerten Dokumenten der Glaubenskongregation "Communionis notio" und "Dominus Iesus" zu sagen. Das ist:

Getrennte Bischofssitze mit gültigen Weihen und Sakramenten sind wahre wenn auch verwundete eigene Kirche. Man kann sie Schwesterkirchen nennen. 

Die Ausübung des Papstamtes kann- trotz der Unterstützung die es aus der Schrift und der Tradition ziehen kann, wie PF zur Zeit dramatisch demonstriert, Probleme bereiten. Und die könnte nicht viel unmittelbare praktische Hilfe dabei bieten, die essentiellen und mörderischen geopolitischen Probleme, die die Christen des Byzantinischen Ritus im post-sowjetischen Osteuropa erleben. 

Heilige Barbara


Heute feiert die Kirche die Hl. Barbara, die Schutzheilige der Bergleute.
Mehr zu dieser beliebten Heiligen und den Bräuchen rund um ihren Festtag kann man u.a. bei katholisch.de und bei domradio.de lesen klicken und klicken

                            HELIGE BARBARA BITTE FÜR UNS! 

Presse-Erklärung von Erzbischof Viganò zum Mailänder Urteil in den familiären Erbstreitigkeiten


Marco Tosatti hat bei Stilum Curiae die Presse-Erklärung veröffentlicht, mit der Erzbischof Viganò auf die Versuche interessierter Kreise sowohl aus der Kirchenhierarchie als auch der ihr verbundenen Presse antwortet, eine familiäre Erbstreitigkeit und ein Gerichtsurteil dazu gegen den Ex-Nuntius manipulativ zu instrumentalisieren und seine Glaubwürdigkeit in Sachen Vertuschung des sexuellen Mißbrauchs seitens US-amerikanischer Prälaten und der fragwürdigen Rolle des Pontifex in der Causa McCarrick massiv in Frage zu stellen. Andere gingen -wie wir lesen konnten- sogar so weit, seinen ererbten Reichtum als Ausschlußgrund für seine Eignung als Priester und als Ankläger heranzuziehen.
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                                              "PRESSEERKLÄRUNG"

"Im Licht der in letzter Zeit in vielen Zeitungen und anderen Medien-Veröffentlichungen erschienenen unfundierten Meldungen, eine angebliche Verurteilung wegen "Betruges" "Diebstahls" oder Unterschlagung von Geldmitteln zu Ungunsten seines Bruders Fr. Lorenzeo Viganò stellt Erzbischof Carlo Maria Viganò Folgendes fest:

1) Das Mailänder Gericht ordnete mit dem Urteil Nr. 10359/ 2018 vom 9. Oktober 2018 für Erzbischof Viganò -als Antwort auf eine rechtliche Forderung auf Teilung von Vermögenswerten und Bereinigung ihrer gegenseitigen Schulden und Kredite seinem Bruder Fr. Lorenzo Viganò die Gesamtsumme von cirka 1,8 Millionen  (im Gegensatz zu der ursprünglichen Forderung von 40 Millionen, einer mit dem aktuellen Wert des gesamten Besitzes der beiden Brüder äußerst unrealistischen Summe) zu zahlen.

2) Mit diesem Urteil, gegen das keine der beiden Parteien Revision einlegte und das somit rechtskräftig ist, hat das Mailänder Gericht alle anderen Forderungen von Fr, Lorenzo Viganò zurückgewiesen, der den Fall gegen seinen Bruder ins Rollen brachte, indem er jegliche Mediation durch die Familie ablehnte.

3) Erzbischof Viganò hat den durch das Urteil festgelegten Gesamtbetrag bereits zur Gänze bezahlt

4) Fr, Lorenzo Viganò hat als Ergebnis des Urteils im Wesentlichen das bekommen, was er auch erhalten hätte, hätte er den Ausgleichsvorschlag akzeptiert, den sein Bruder pro bono pacis im Verlauf der Angelegenheit gemacht hatte.

5) Seit mehr als 10 Jahren ist Erzbischof Viganò Ziel seitens Fr. Viganòs einer juristischen Belagerung und veritablen Verleumdungskampagne in der Presse, während versäumt wurde die selbstgefälligen Journalisten darüber zu informieren, daß die Beschuldigungen durch Fr. Lorenzo Viganò in den bisherigen 10 Zivil-, Straf- und Verwaltungsprozessen zurückgewiesen wurden.

6) Dennoch hat Erzbischof Viganò solche Angriffe immer schweigend ertragen, um eine weitergehende Ausbeutung der rechtlichen Familien-Affären zu vermeiden, die nichts mit anderen wohlbekannten "institutionellen" Angelegenheiten, in die er verwickelt ist, zu tun haben.

7) Das Vermögen kam den beiden Brüdern als ungeteiltes Erbe ihrer Eltern zu, die industrielle Unternehmer waren.

8) Erzbischof Viganò hat den größten Teil seines Erbes Werken der Barmherzigkeit und Religion gewidmet, einschließlich dem Bau eines Seminars in Nigeria und eines Carmels in Burundi, und wird das auch weiterhin tun.

9) Was die schmerzliche persönliche Beziehung zu seinem Bruder angeht, liebt Erzbischof Viganò seinen  Bruder Fr. Lorenzo sehr und wird nie aufhören zu hoffen und dafür zu beten, daß sein Bruder Frieden mit ihm machen möge und die Beziehungen zu ihm wieder aufzunehmen, die er einseitig, völlig und überraschend im November 2008 abbrach, als er aus Mailand geflohen war und seinen Bruder, Erzbsichpf Viganò beschuldigte, ihn entführen zu wollen. Auch deshalb hat Erzbischof Viganò gegen das Gerichtsurteil keine Revision eingelegt, obwohl er es in vielerlei Hinsicht für falsch und ungerecht hält.

10) Erzbischof Viganò hat die Absicht seine Rechtsanwälte damit zu beauftragen, jeden Versuch, ihn zu verleumden, vor Gericht zu bringen."

Quelle: Stilum Curiae, M.Tosatti 

Mentalitätswechsel oder Kostenreduzierung? Worum geht es bei der Kurienreform?

In seiner montäglichen Kolumne kommentiert A. Gagliarducci bei "Monday in the Vatican" den derzeitigen Stand der Kurienreform.
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"PAPST FRANZISKUS,  GEHT ES BEI DER KURIENREFORM NUR UM KOSTEN?"
In Vorbereitung des  27. Treffens des Kardinalsrates, das vom10.- 12, Dezember stattfinden soll, hat Papst Franziskus einem Treffen mit den Leitern der Vaticanischen Dikasterien vorgesessen. 
Diese sogenannten "Interdicasterien-Treffen" sind periodische Versammlungen, die sich mit spezifischen Themen befassen. Dieses letzte Treffen hat sich vor allem mit den Ausgaben der Kurie beschäftigt. Und das ist seit Beginn des Pontifikates ein heißes Thema.

Bei den Prä-Konklave-Treffen sind eine Menge konkreter Themen angesprochen worden, einschließlich eines allgemeinen Überblicks über die Ausgaben des Vaticans. Diesen Überblick hatte Papst Franziskus im Sinn, als sein Pontifikat begann.
Das Projekt der Kurien-Reform ist das Ergebnis dieses Überblicks.

Die Kurienreform ist ein doppeltes Projekt. Einerseits das eines Mentalitätswechsels in der Kurie und eine bestimmte Art von Karrierismus zu stoppen. Andererseits ein harmonisiertes System reduzierter Kosten zu schaffen. 


Von Anfang seines Dienstes als Bischof von Rom an hat sich Papst Franziskus auf die Notwendigkeit eines Mentalitätswechsels fokussiert. Der Papst kam aus Buenos Aires mit dem Bild einer korrupten- oder zumindest selbstbezogenen- Kurie, die nicht offen genug war, um auf die Ortskirchen zu hören. Diese Ideen hatte Papst Franziskus wegen seiner persönlichen Erfahrungen, der Informationen, die er erhielt  und vor allem aus den Reden, die einige Kardinäle bei den Prä-Konklave-Treffen  gehalten hatten.

Dann nahm Papst Franziskus die klerikale Mentalität ins Visier. Der Kampf gegen den Klerikalismus und besonders gegen "Staatsdiener" wurde zum Leitmotiv des Pontifikates. Nicht zufällig hat der Papst in seiner ersten Rede vor der Kurie- anläßlich der Weihnachtsgrüße- die 15 Kurien-Krankheiten aufgezählt. Die Rede des folgenden Jahres handelte dann von den Heilmitteln für die Krankheiten.

Viele der Initiativen von Papst Franziskus müssen durch die Brille des Kampfes gegen den Klerikalismus gelesen werden. Z.B. war der Brief von Oktober 2013, in dem er ankündigte, er werde Fr. Vergez in den Rang eines Erzbischofs erheben, reich an Bezugnahmen auf die pastorale Aufgabe der Nr.2 in der Verwaltung des Vaticans.


Montag, 3. Dezember 2018

Sandro Magister über die demographische Entwicklung in Italien

Sandro  Magister kommentiert und interpretiert bei Settimo Cielo die neueste Statistik zu Eheschließungs- und Geburtenzahlen in Italien
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"KOLLAPS DER GEBURTEN UND RELIGIÖSEN EHEN IN ITALIEN NACH ZWEI FAMILIENSYNODEN."
Am selben Tag, an dem die Päpstliche Universität eine der polnischen Heldenfamilie Ulma gewidmete Ausstellung eröffnete "diese große Familie! sagt Papst Fanziskus,die während des ZWieten Weltkrieges von den Nazi-Deutschen erschosse wurde, weil  sie Juden versteckt und ihnen geholfen hatten, hat in Italien das Nationale Statistik-Institut die Geburten-und Eheschließungszahlen für 2017 bekannt gegeben. 
Alles andere als "große Familien" wie die dieser polnischen Märtyrer oder vieler in Italien vor 100 Jahren. Der Zusammenbruch der Geburtenrate hier hat 2017 ihr Allzeit-Tief erreicht. 
In einem Land mit 60,5 Millionen Einwohnern wurden im vergangenen Jahr gerade 458.151 Kinder geboren und für 2018 werden mit rund 440.000 noch weniger vorhergesagt, etwas weniger als 7 auf je 1000 Einwohner, 30% unter dem Durchschnitt in der Europäischen Union, die sowieso schon die Region mit der geringsten Geburtenrate der Welt ist.

Wenn man bedenkt, daß die "totale Fruchtbarkeitsrate" , die ein 0-Wachstum garantiert, also einen ausgewogenen Bevölkerungsumsatz  - 2,1 Kinder pro Frau beträgt, lag die Zahl in Italien seit Jahrzehnten dramatisch darunter und sank 2017 auf 1,32, mit  einigen wenigen  Regionen, mit noch weniger Geburten, wobei Sardinien sogar auf 1,06 abfiel.

Das sind Zahlen, die schon einen unaufhaltsamen Marsch eines Volkes hinweisen.

Noch bemerkenswerter sind die Zahlen, die die Ehe betreffen. 2016 gab es 203.000, die fielen 2017 um 6% auf 191.000 in einem einzigen Jahr, ein Abfall der nur vom strukturellen von 1975 übertroffen wurde. dem Jahr, das der Zulassung der Scheidung in Italien folgte.


Sonntag, 2. Dezember 2018

Heute ....

vor 11 Jahren: Papst Benedikt XVI besucht am 2.12. 2007 das Malteser-Krankenhaus San Giovanni Battista die Hl. Messe zum 1. Advents-Sonntag und präsentiert in dieser Zeit der Hoffnung seine zweite Enzyklika "Spe Salvi".


           

Hier geht´s zum deutschen Predigt-Text:   klicken
und der beginnt so:

"Zum Haus des Herrn wollen wir pilgern«. Diese Worte, die wir im Kehrvers des Antwortpsalms wiederholt haben, bringen sehr gut die Empfindungen zum Ausdruck, die unser Herz heute, am 1. Adventssonntag, erfüllen. Der Grund, warum wir voll Freude vorangehen können, wie uns der Apostel Paulus aufgefordert hat, liegt in der Tatsache, daß das Heil uns bereits nahe ist. 
Der Herr kommt! In diesem Bewußtsein beginnen wir den Weg des Advents und machen uns bereit, gläubig das außerordentliche Ereignis der Geburt des Herrn zu feiern. 
In den nächsten Wochen wird die Liturgie uns Tag für Tag Texte des Alten Testaments zur Betrachtung anbieten, die jene tiefe und beständige Sehnsucht in Erinnerung rufen, die im jüdischen Volk die Erwartung der Ankunft des Messias wachhielt. 
Wachsam im Gebet wollen auch wir unser Herz bereit machen, den Heiland aufzunehmen, der kommen wird, um uns seine Barmherzigkeit zu erweisen und sein Heil zu schenken. "

Quelle: LEV, La Santa Sede

ADVENT

                 
 
                                            

"5 Jahre Kontinuität der Ruptur". Roberto De Mattei analysiert kritisch das Pontifikat von Papst Franziskus. Fortsetzung.....

Fortsetzung von hier und hier
"Die Hermeneutik der Kontinuität war 35 Jahre lang der Polarstern der Pontifikate von Johannes Paul II und Benedikt XVI , von 1978 bis 2013.
Aber in diesen 35 Jahren konnte -trotz der Bemühungen von zwei Päpsten, die sich auf der selben Linie bewegten- die Hermeneutik der Kontinuität den Prozess der Selbstzerstörung der Kirche nicht aufhalten, den Paul VI zuerst vor 50 Jahren beklagte. Sie konnten ihn nicht aufhalten, weil man einen historischen Prozess nicht mit Diskussionen über Hermeneutik aufhalten kann.
Wenn die Vertreter der Hermeneutik der Kontinuität in den letzten 50 Jahren nicht siegten, sondern eher jene, die eine Hermeneutik der Diskontinuität vertreten, ist der Grund dafür, daß Erstere sich selbst darüber täuschten, daß sie glaubten, sie könnten die Diskussion auf die hermeneutische Ebene, die Ebene der Interpretation von Dokumenten, begrenzen, während Letztere, d.h. die Progressiven, die Dokumente ignorierten und auf das Gebiet der Praxis vorrückten und dabei den Geist von Vatican II beibehielten, der den Primat der Pastoral behauptete, d.h. den Primat der Praxis über die Lehre.
Die Essenz des II.Vaticanischen Konzils war der Triumph der Pastoral über die Lehre, die Umwandlung der Pastoral in eine Theologie der Praxis und die Applikation der Philosophie der Marxistischen Praxis auf das Leben der Kirche.

Der Verzicht Benedikts XVI auf sein Pontifikat am 11. Februar 2013, stellt meiner Meinung nach, das Fehlschlagen seines Versuchs dar, die postkonziliare Praxis vom II.Vaticanischen Konzil zu trennen und seine Texte von der Geschichte zu isolieren.

Papst Franziskus verkörpert die entgegengesetzte These zu der Ratzingers. Er interessiert sich weder für die theologische Debatte noch für eine hermeneutische. Papst Franziskus repräsentiert das Ausspielen von Vatican II und -in seiner Person- den Triumph der Pastoral über die Theologie.  Deshalb gibt es keine Ruptur zwischen dem II.Vaticanischen Konzil und Papst Franziskus sondern eher eine historische Kontinuität- Papst Franziskus repräsentiert die reife Frucht von Vatican II.

Papst Franziskus´ Pontifikat stellt sicher einen "Paradigmenwechsel" dar, wie Ureta zu Recht bemerkt, aber der wahre große Wendepunkt dieser 5-Jahres-Periode ist meiner Meinung nach nicht das Pontifikat von Papst Franziskus sondern die Reaktion, die dieses Pontifikat in aller Welt bei den Katholiken hervorgerufen hat. Papst Franziskus´ Pontifikat hat- gerade weil es katastrophal ist, das Bestehen der Krise der Kirche beleuchtet, die sonst ignoriert worden wäre.


Samstag, 1. Dezember 2018

Musik am Abend....

Jean Philippe Rameau  "L´ Egyptienne" heute mal von Mie Miki auf dem Akkordeon gespielt.....

         

Fundstück

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Unter dem Titel
"Rom hat nur einen Schuss"
schreibt Guido Horst in "Die Tagespost" über das für Februar geplante Treffen der Vorsitzenden der Bischofskonferenzen der Welt in Rom- zum Thema Mißbrauchsskandal.

Zitat:
"Viele haben sich gefragt, warum Rom nach der Aufregung und Verunsicherung, die im Sommer mit der Entlassung des emeritierten Erzbischofs von Washingtons, Theodore McCarrick, und den Anklageschriften des ehemaligen Nuntius Carlo Maria Vigano ihren ersten Höhepunkt gefunden hatten, fünf Monate verstreichen lässt, bis man bei dem Bischofstreffen mit dem Papst Aufklärung und Gegenmaßnahmen bespricht...." 

Quelle: G.Horst, Die Tagespost 

"5 Jahre Kontinuität der Ruptur". Roberto De Mattei analysiert kritisch das Pontifikat von Papst Franziskus.

LifeSiteNews gibt die Rede wieder, die Roberto de Mattei bei einer Konferenz mit dem Titel "Papst Franziskus 5 Jahre später: Kontinuität der Ruptur in der Kirche" am 29. November in Rom gehalten hat. Was er dabei über die italienische Gesellschaft und die italienischen Katholiken sagt, gilt - vielleicht cum grano salis- auch für Deutschland. Lesen! 
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"Roberto de Mattei: Wie man Papst Franziskus´ Paradigmen- wechsel widersteht." 
"Wir sind hier, um über ein Thema  von enormer  Wichtigkeit zu sprechen und ich danke den Organisatoren für die Einladung. 
Im Allgemeinen lieben wir es, über unsere Hauptsorge zu sprechen. Eine Mutter will von Natur aus über ihre Kinder sprechen, weil sie für sie das Kostbarste sind und wenn sie nicht über sie spricht, sind sie nie weit weg von ihren Gedanken. 

Es gibt die, die nur an ihre eigene Gesundheit denken und über sie sprechen - gemeint ist die körperliche Gesundheit, weil wir vergessen haben, daß wir eine Seele haben. 
Dann sind da die, die nur über das Essen sprechen, weil man am Ende das ist, was man ißt und Essen der letzte Horizont des Interesses wird. 
Das sind allgemein die Hauptthemen von Unterhaltungen, zusammen mit Fußball, dem üblichen Weg für Italiener der Realität zu entfliehen. 
Über Politik wird nicht mehr mit der gleichen Leidenschaft geredet wie früher, weil wir den Sinn für das Allgemeinwohl verloren haben.

Und nichts oder wenig wird über die Kirche oder ihre Probleme gesagt. In Italien ist der Durchschnittsbürger solchen Themen abgeneigt; sie langweilen ihn und manchmal ärgern sie ihn, weil er in einen praktischen Atheismus eingebettet ist. 

Das Zeitalter des militanten Atheismus und des hitzigen Antiklerikalismus ist vorbei. Durch die von der neuen Gramsci-Linken implementierte Säkularisierung der Gesellschaft ist der Atheismus in unseren Kreislauf eingedrungen und fließt durch unsere Adern.

Aus diesem Grund gratuliere ich den Förderern dieser Konferenz, die die  Existenz eines Restes in Italien beweist, der immer noch immun gegen den Säkularismus und sehr lebendig ist. Durch unsere Anwesenheit zeigen wir, daß wir spirituell und kulturell leben, daß wir nicht durch das giftige Miasma der Säkularisierung erstickt worden sind und das ist ein Grund zur Hoffnung für unsere Zukunft. Eine Zukunft, die zu erhellen ,das Buch von José Antonio Ureta "Papst Franziskus´ Paradigmen-Wechsel" hilft. Aus zwei fundamentalen Gründen schätze ich Ihr Werk.