Sonntag, 19. Juli 2015

"Der tapfere Kardinal Pell bestreitet das Papst-Dogma vom Klimawandel"

So überschreibt Damian Thompson im "Spectator" seinen Artikel über den wackeren australischen Kardinal, den Helden der vergangenen Familien-Synode.  Hier geht´s zum Original  klicken

"DER TAPFERE KARDINAL PELL GREIFT DAS PAPST-DOGMA VOM KLIMAWANDEL AN"

"Die Kirche hat vom Herrn kein Mandat bekommen, sich zu Wissenschaftsthemen zu äußern," sagte er.
Mit diesem einen Satz legt Kardinal Pell seinen Finger auf das, was an Laudato Si´, der Umweltenzyklika von Papst Franziskus falsch ist.
In diesem Text hat sich Franziskus in einen Streit über Klimawandel und Umwelt eingemischt und Partei ergriffen. Mehr noch - er machte dabei den Eindruck, für alle Katholiken zu sprechen, als er das tat. Und falls das aus irgendeinem Grund nicht so sein sollte, sollten sich irrende Gläubige seiner Linie anschließen. In einem Interview mit der Financial Times vom vergangenen Donnerstag verließ der Präfekt des Wirtschaftssekretariates diese Linie. Es war ein mutiger Schritt, das zu tun.
Pells gesamte Reform der Vatican-Finanzen hat ihm viele Feinde eingebracht und jetzt ist er für Angriffe noch verletzlicher geworden.

Warum dieses Risikos auf sich nehmen? Ich vermute, daß Kardinal Pell "Laudato si´" für die schlechteste Enzyklika der modernen Zeit hält. Wie der Kolumnist der NYT, Ross Douthard es ausdrückte: "sie ist "katastrophistisch" - nicht nur in ihrer Klima-Wissenschaft sondern auch in ihrer Haltung zu modernen Technologien im Allgemeinen:

" ....ihr Katastrophismus macht diesen Papst für empirische Kritik anfälliger. Z.B. setzte er sich nicht ausreichend mit der Tatsache auseinander, daß weltweit die Armen unter genau jenem Weltsystem, das er beklagt - immer weniger arm geworden sind. Eine Tatsache, die die Bedingungen des Environmentalismus erschwert haben"

Aber bleiben wir beim Klimawandel. Wir haben uns glücklicherweise vorwärts bewegt seit den Tagen, als Klimaskeptizismus von statistisch ahnungslosen Kulturkriegern von rechtsaußen repräsentiert wurde, denen auf der anderen Seite wissenschaftliche Zeloten gegenüberstanden, die glücklich waren, ihre unpassenden Daten verbergen zu können, um ihre Sache zu beweisen. Aber die Wissenschaft ist nicht erweisen. Es ist nur, daß die Debatte raffinierter geworden ist.

Florenz: San Marco darf nicht sterben.

Schreibt Sandro Magister im L´Espresso.
Es ist das berühmteste dominikanische Kloster der Welt. Von Florenz aus war es für Jahrhunderte ein Leuchtturm der Heiligkeit, Kunst  und Kultur. Aber jetzt steht es davor aufgehoben zu werden - von niemand anderem als dem Orden des Heiligen Dominikus.
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                                              "SAN MARCO DARF NICHT STERBEN"

 

Annunciation San Marco Museum, Florence
Bildquelle: carulmare via Wikimedia commons


"Der endgültige Beschluss kann auch während der sommerlichen Ablenkung jeden Augenblick kommen.

Und er wird über Leben oder Tod des berühmtesten Dominikaner-Klosters der Welt entscheiden, des Klosters San Marco in Florenz.
Es ist unglaublich, was auf dem Spiel steht.
Etwa so, als wollten die Franziskaner das Kloster von Assisi schließen.

Und dennoch kann genau das passieren, auf Betreiben des Ordens des Hl. Dominicus selbst, wenn der Ordensgeneral Pater Bruno Cadoré den Beschluss des Kapitels der Ordensprovinz Zentralitalien, die sich nach der Hl. Catharina von Siena benennt, im Herbst 2013 getroffen hat, -in die Tat umsetzt: das heißt den Beschluss das Haus - also das Kloster San Marco- in Florenz zu still zu legen.

Der Ordensgeneral hat sich Zeit gelassen. Im März des letzten Jahres besuchte er das Kloster, das vor der Schließung steht. Dann schrieb er einen Brief an die Dominikaner der fraglichen Ordensprovinz und bat sie darum, die Frage mit Hilfe von Experten von Grund auf neu zu überdenken. Ohne Erfolg.
Die Väter der Provinz der Hl. Catharina von Siena trafen sich Ende Juni erneut zu einem Kapitel und erneuerten den Antrag an den Ordensgeneral, das Kloster San Marco aufzuheben.

Wenn das passieren sollte, werden im Kloster und den von Fra Angelico so wunderbar freskierten Zellen (s.o.die Verkündigung) nicht länger Mönche leben, um zu beten. Aus der 1441 von Michelozzo entworfenen Bibliothek, der ersten der Neuzeit, die für das Publikum offen war, würden die Roben der Gelehrten verschwinden. Was für Jahrhunderte ein Zoenakulum gelehrter Männer, Künstler, Bischöfe und Heiliger war, würde einem trivialen Gästehaus weichen.

Samstag, 18. Juli 2015

Sandro Magister über die päpstliche Kommunikation. Man kann es auch Hermeneutik nennen.

Sandro Magister befaßt sich im L´Espresso mit der Kommunikationspraxis des Papstes und der Aufgabe, des neu geschaffenen Sekretariates für Kommunikation, die Zweideutigkeiten und Unklarheiten in päpstlichen Wortmeldungen zu glätten und zu erklären-. Er tut das anhand des aktuellen Artikels des Präfekten dieses Sekretariates im Osservatore Romano.
Dabei vergißt Präfekt Viganó, den peinlichen Fehler des Papstes zu erwähnen oder zu erklären, der den Präsidenten Paraguays fälschlicherweise und öffentlich beschuldigte,  einen Andersdenkenden gefangen zu halten, der aber seit über einem Jahr Gefangener einer linksextremen Terrororganisation ist, und um dessen Freilassung sich zu bemühen, die Menschen den Papst gebeten hatten.
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"VIGANO MACHT DIE HERMENEUTIK DES PAPSTES, VERGISST ABER DEN KOLOSSALEN PATZER"

Bei der Pressekonferenz auf dem Rückflug von Equador benutzte Franziskus ein für ihn ungewohntes Wort: "Hermeneutik".
Innerhalb einiger Minuten hat er es 11-mal wiederholt und aufgefordert, es auch auf ihn selbst anzuwenden und auf seine Worte, die häufig zu zwei-oder vieldeutigen Interpretationen Anlass geben.

                                     FRANZISKUS IM GLOBALEN DORF
Und siehe da- pünktlich, zwei Tage später-, erscheint im Osservatore Romano die erste öffentliche Erklärung von Msgr. Dario Viganó in seiner neuen Rolle als Präfekt des neuen Vaticansekretariates für Kommunikation, das zur Gänze mit dem "Kommunikationsstil Bergoglios zwischen Oralität und Konkretisierung" betraut ist.
Als Grundlage seiner Etüde zum Kommunikationsstil von Franziskus  nimmt er die Rede, die der Papst am Abend des 12. Juli vor der Jugend Paraguays gehalten hat: eine Stegreifrede- nachdem er den vorbereiteten Text verlassen hatte.

Viganó schreibt
"Ich glaube, dass der Schlüssel zum Verständnis der Kommunikationspraxis von Papst Franziskus im klassischen Studium der Beziehung von Oralität zum Geschriebenen zu finden ist.

Wenn Väter ihren Kindern peinlich sind...


Donald Trump und Papst Franziskus.... darüber hat sich John Zmirak in der National Review Gedanken gemacht. Hier geht´s zum Original    klicken

"DONALD TRUMP UND PAPST FRANZISKUS- WENN VÄTER IHREN KINDERN PEINLICH SIND"
Jedes mal, wenn Donald Trump den Mund aufmacht, um etwas Barsches und Provokatives zu sagen, dessen Scharfkantigkeit von dem kleinen Körnchen Wahrheit ablenkt, das er vielleicht begriffen haben könnte, stelle ich mir vor, wie seine Kinder sich fühlen müssen.
Zucken sie bei jedem Wort zusammen oder zwinkern sie und schauen weg?
Erklären sie ihren Freunden die Zitate und sagen, daß sie aus dem Zusammenhang gerissen oder wahrscheinlich falsch weiter gegeben wurden?

Ich brauche hier keinen Mitleids-Run, weil ich ganz genau dasselbe fühle. Jedesmal wenn Papst Franziskus über politische oder wirtschaftliche Themen spricht.
Meine Freunde hier werden einspringen und sagen, daß ich sowohl Franziskus als auch Trump gegenüber unfair bin- das hängt vom jeweiligen Freund ab, aber die Analogie stimmt genau.

Wie eines von Trumps Kindern fühle ich bis ins Mark eine tiefe Aversion dagegen, den Papst anzugreifen. Sogar dann, wenn ich feststelle, daß er sein Wissen und seine Autorität überschreitet.
Ich sorge mich um die Glaubwürdigkeit seines Amtes, das vor ihm weisere Männer innehatten und eines Tages erben werden.
Ich denke an alles das, was ich von früheren Päpsten gelernt habe und erinnere mich daran, daß der Respekt vor Vätern (spirituellen und leiblichen ) eine tiefgehende und heilige Sache ist.
Einer der ersten Flüche in der Bibel wird Ham aufgelegt, weil er sich über seinen Vater Noah lustig machte, der betrunken war  und nackt über das Feld lief.
Seither ist die "Nacktheit Noahs" immer ein Begleitwort der Pflicht der Kinder geblieben, die Würde ihrer Eltern zu beschützen, sogar wenn sie etwas Lächerliches sagen oder tun.
Man soll so handeln wie Shem und Japheth und den Vater still bedecken.

Laudato No : Preise nicht Papst Franziskus´ krude Ökonomie!  Wenn das unser einziger Imperativ wäre, könnten wir nur darauf hinweisen, daß das, was unsere Väter sagten, wahr ist.

Nicht so die Gottlosen, nicht so!

Psalm 1

Selig der Mann, der nicht folgt dem Rat der Bösen,
der nicht auf dem Weg der Sünder geht,
noch sitzt im Kreis der Spötter;
Der aber Freude hat am Gesetz des Herrn
und sinnt darüber bei Tag und bei Nacht.
Er gleicht einem Baum, gepflanzt am Rande der Wasser,
der Früchte trägt zu der Zeit und dessen Blätter nicht welken:
ja, alles gelingt ihm.
Nicht so die Gottlosen, nicht so!
Sie sind wie Spreu, die im Wind verweht.
So werden die Gottlosen nicht bestehen im Gericht
noch die Sünder in der Gemeinde der Frommen.
Denn der Herr  behütet den Weg der Gerechten,
doch der Weg der Sünder führt in den Abgrund.

Freitag, 17. Juli 2015

Pater Hunwicke und das nächste Pontifikat

Im blog "Liturgical Notes" hat sich Pater John Hunwicke Gedanken über das nächste Pontifikat gemacht. Dabei geht er auch auf die Gefahren ein, die sich daraus ergeben, daß sich besonders die Kirchenfeinde aller Art des aktuellen Pontifikates bemächtigt haben, um die Kirche -möglichst für immer-auf ihr Niveau herunterzubringen.
Hier geht´s zum Original:    klicken

                                   "DAS NÄCHSTE PONTIFIKAT"
"Um ehrlich zu sein, es gibt Elemente im öffentlichen Auftreten von Papst Franziskus, die nicht so nach meinem persönlichen Geschmack sind, wie es der (sehr unterschiedliche) Stil seiner beiden Vorgänger war.

Aber mein Geschmack ist irrelevant. Kein Papst ist je nach jedermanns Geschmack; und Katholiken sind nicht dazu gezwungen,  herumzugehen und etwas anderes vorzuspielen.

Die Katholische Kirche ist keine stalinistische Diktatur, in der welcher auch immer gerade regierende Parteigeneralsekretär bedingungslos zum Idol gemacht werden muß, wo alle alten Fotographien retuschiert wurden und selbst Clio*  eine Gesichtstransplantation hatte.

Was mich beunruhigt ist etwas Substantielleres.

Erinnern Sie sich daran, was nach dem II. Vaticanischen Konzil passierte?
Eine Idee vom Konzil erstand, manchmal "Geist des Konzils" genannt. Diese Idee hatte wenig- nein Korrektur- hatte keine Beziehung zu dem, was das Konzil wirklich gelehrt und beschlossen hatte.
Aber es gibt Leute, es gibt Journalisten, die die Akten den Konzils niemals gelesen haben- die etwas anderes glauben.
Vor Kurzen informierte das Wallstreet-Journal, daß das Konzil gelehrt habe, daß der Alte Bund nicht durch Christus nicht ersetzt worden sei. Einfache Katholiken werden Ihnen erzählen, daß die Anbetung in der Landessprache stattfinden müsse und die Heiligen Stätten neu organisiert werden müssen und derlei mehr.

Hat der Vatican die Lehre Johannes Pauls II schon vergessen?

das fragt George Weigel in der National Review. Hier geht´s zum Original :   klicken

Dieser partielle Kurzzeitgedächtnisverlust im Vatican fällt besonders auf, wenn man den Bolivien-Besuch von Papst Franziskus mit den Polenreisen des Hl. Johannes Pauls II in den Jahren 1979 und 1983 vergleicht.
Da möchte man Psalm 137 intonieren.

       "HAT DER VATICAN DIE LEHRE JOHANNES PAULS II SCHON VERGESSEN?"
"Es liegt vielleicht daran, daß ich in den letzten zweieinhalb Wochen in der Stadt, die Johannes Paul II "mein geliebtes Krakau" nannte, gelebt habe, aber es verblüfft mich (und nicht nur mich), daß der gegenwärtige Vatican einige der fundamentalen Lektionen der Lehre und Diplomatie des Heiligen vergessen hat, der aus Krakau nach Rom kam und dessen Pontifikat das folgenreichste der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde.

Beginnen wir mit der Diplomatie- oder besser gesagt- mit dem Bischof von Rom als dem führenden öffentlichen Zeugen der Katholischen Kirche.
Die pastorale Pilgerreise von Johannes Paul  II nach Polen 1979 wird zu Recht als einer der Schlüssel zur Wende im Kalten Krieg angesehen, weil er die Revolution der Gewissen auslöste, die die Revolution von 1998 in ihrer einzigartigen Form ermöglichte.

Aber hier in Krakau haben viele  auch noch lebhafte Erinnerungen an Johannes Pauls zweiten Pastoralbesuch in seinem Heimatland 1982, der unter sehr schwierigen Bedingungen stattfand.
Es herrschte Kriegsrecht, der polnische Staat unter General Jaruzelski benahm sich weiterhin wie eine Besatzungsarmee, die die polnische Zivilgesellschaft knebelte, die große Hoffnung auf die "Solidarität", eine Bewegung zugleich der nationalen als auch der gewerkschaftlichen  Erneuerung  schien in Schutt und Asche zu liegen.
Als Johannes Paul II am 16. Juni 1983 in Polen ankam, umarmte er weder General Jaruzelski noch irgendeine andere polnische Staatsautorität, sondern- hatte während der gesamten Begrüßungszeremonie den Blick gesenkt, Kummer und Sorgen auf seinem ausdrucksvollen Gesicht.
Eine ältere Frau, die ihn so sah, sagte: "Sehen Sie? Er versteht. Er ist traurig."
Als Johannes Paul II sich unter 4 Augen mit Jaruzelski traf, hörten die, die vor der Tür warteten-wie sie später berichteten- eine Faust, die auf den Tisch zwischen den beiden Männern schlug.
Johannes Paul eröffnete- wie berichtet wurde- die Unterhaltung mit dem Satz: "Ich habe den Eindruck, daß dieses Land ein großes Konzentrationslager ist" ( eine Anspielung auf die Polnische Erfahrung unter der Nazibesatzung, die sehr einschneidend gewesen war) .

Dann gab es die päpstlichen Reisen nach Chile 1987 und Paraguay 1988.
Zwei kulturell katholische Länder, besetzt von Militärdiktatoren.
Die Konfrontationen mit General Pinochet und General Arturo Stroessner fanden hinter verschlossenen Türen statt.
Aber weniger als 2 Jahre nach dem Besuch des Papstes stimmte Pinochet einem Plebiszit zu, in dem sein Volk ihn von der Macht abwählte. In Paraguay ging die Entwicklung sogar noch schneller. als Stroessner , zu der Zeit der langlebigste Diktator der Welt- 1989 nach 35 Jahren der Herrschaft die Macht verlor.

Diese demokratische Verschiebung- hatte- wie alle derartigen Ereignisse- komplizierte Gründe.
Aber es machte sicher einen Unterschied, daß Johannes Paul II bei seinen Besuchen die Unausweichlichkeit autoritäter Herrschaft nicht anerkannte (Pinochet gegenüber bestand er darauf, daß  das Volk ein  Recht auf Freiheit habe, sogar wenn sie diese mißbrauche).
Und vielleicht noch wichtiger, er handelte so, daß er in beiden Ländern der demokratischen Opposition neuen Mut und neue Hoffnung gab.

Schönes zur Ehre Gottes

         
                                            GLORIA IN EXCELSIS DEO

                      

Donnerstag, 16. Juli 2015

Getroffen! Oder unser Beitrag zur Inklusion

Unser vorgestriger Beitrag "Noch´n Fundstück. Die Erde ist keine Scheibe" hat in den Kreisen der angesprochenen Ecclesiophobiker eingeschlagen wie die sprichwörtliche Bombe.
Sie haben sich daraufhin zusammengesetzt und- viribus unitis- in kollektiver Anstrengung ihrer Pool-Intelligenz einen Kommentar dazu verfaßt und gepostet, den wir hier gern veröffentlichen wollen, weil wir ehrliches Bemühen immer für anerkennungswürdig erachten und überdies Anhänger der Inklusion sind.
Daß Ausdrucksvielfalt nicht unbedingt zu ihren Stärken gehört, sollten wir ihnen nachsehen, zumal zu hohe Ansprüche leicht zu Überforderung führen.
Wir halten es also nicht wie eine unserer liebsten Mit-Bloggerinnen, die angesichts ähnlicher Fan-Post schrieb: "Haltet die Einzeller von den Tastaturen fern!"- auch wenn wir sie verstehen können.
Auf der nächsten Seite nun-als ein Beipiel für alle- das poetische Sammelwerk  aus der Troll-& Ecclesiophobiewerkstatt zum Thema "Die Erde ist keine Scheibe" :

Ein neues Fehlbarkeits-Dogma?

In seinem blog CRUX  schreibt Vaticanist John Allen über ein eigenes Fehlbarkeitsdogma von Papst Franziskus. Hier geht´s zum Original:   klicken


"UNTER FRANZISKUS GIBT ES EIN NEUES DOGMA: DIE PÄPSTLICHE FEHLBARKEIT"   
Als das I. Vaticanische Konzil 1870 förmlich das Unfehlbarkeitsdogma verkündete, wurde die Unfehlbarkeit sehr sorgfältig umschrieben.
Nach der Formulierung des Konzils wird ein päpstliches Edikt nur dann als unfehlbar angesehen, wenn es:

1. Glauben und Moral behandelt

2. der Hl. Schrift und der Göttlichen Verkündigung nicht widerspricht

3. für die gesamte Kirche gelten soll

Wie Benedikt XVI es im Juli 2005 ausdrückte: "Der Papst ist kein Orakel. Er ist nur bei sehr seltenen Gelegenheiten unfehlbar."
Er verstärkte das noch, als er bei der Veröffentlichung seines Buches "Jesus von Nazareth" die Menschen dazu ermutigte, ihm zu widersprechen.

Von der breiten öffentlichen Meinung jedoch werden diese Grenzen oft nicht wahrgenommen. Viele glauben, daß Katholiken alles, was ein Papst sagt, als evangelische Wahrheit akzeptieren müßten, wenigstens führt das zu größeren Peinlichkeiten, wenn ein Papst eines Irrtums überführt wird.


Mittwoch, 15. Juli 2015

Wer jetzt neugierig geworden ist,

den ganzen Vortrag zu hören, den Prof. Thomas Stark über das Denken & Theologie Walter Kaspers in Wien gehalten hat, kann das mit diesem Video von gloria tv  tun:


Noch´n Fundstück. Nein, die Erde war keine Scheibe,

aber diese von ihnen so heiß geliebte Behauptung, zusammengefaßt im Kleinen Handbuch des Atheisten und Ecclesiophobikers, gehört fest zum Wissensschatz der Kirchenhasser, deren sehr überschaubarer IQ -selbst in der Summe- je nach Standpunkt eher zu Mitleid oder Besorgnis anregt.
Dieses Erdscheiben-Dogma kann man ihnen nicht einfach durch Widerlegung anhand beweisbarer und jederzeit zur Verfügung stehender Fakten (siehe Jobo) wegnehmen, es ist schließlich ihre Krücke und Stütze, ohne die weder freies Gehen noch auch Denken ( naja) zumutbar wären....
Die ständige Wiederholung ihrer kollektiven Selbstversicherung, wie klug und aufgeklärt sie doch seien gehört eher in die Reihe der Autotherapieversuche.
JoBo72 hat dazu einen schönen Beitrag geschrieben, den man hier lesen kann:   klicken

Und wo wir schon mal dabei sind, können wir uns gleich einem Kapitel  zuwenden, anhand dessen man nachprüfen kann, wie die Ahnen unserer wackeren "Vernunfts"jünger es mit einer vernünftigen Mitmenschlichkeit hielten. (JoBo72 hat auch über deren andere Krücke- die Hexenverbrennungen- das Richtige gesagt)
Gestern jährte sich wieder mal der 14. Juli 1791 - die Vernunft wurde bald zur anzubetenden Göttin gemacht und widerstrebende Nichtvernünftige der Kollektivbehandlung durch die Guillotine unterzogen.
Bei messa in latino wurde dazu dieser Beitrag veröffentlicht: klicken

In der Vendee kam es zur Probe auf´s Exempel, wie ernst die Vernunftsjünger es mit der Liberté, Freiheit, des Denkens und der Fraternité, Brüderlichkeit meinten ( ihr Gleichheitsideal hatten sie ja schon als eines der kollektiven Kopflosigkeit realisiert)

Sandro Magister, der arabische Phoenix & das Instrumentum Laboris

Vaticanist ohne Akkreditierung (wg. Bruchs eines Nichtembargos) Sandro Magister hat den aus "Cosi fan Tutte"  bekannten "arabischen Phoenix" auch im Instrumentum Laboris der kommenden Synode ausgemacht.
Wer oder was ist der "araba fenice" Lorenzos DaPontes und Mozarts? Auf alle Fälle etwas, worüber jeder spricht, das aber keiner kennt- Don Alfonso aber vergleicht die Treue der Frauen mit diesem geheimnisvollen, mythologischen Vogel, den noch nie jemand sah......( ein musikalisches Schmankerl dazu am Ende diese langen Textes)
Hier geht´s zum Original    klicken


"SYNODE. DER ARABISCHE PHOENIX IM INSTRUMENTUM LABORIS"
Jeder sagt, dass es einen gibt, was er ist, weiß niemand. Es ist der "Weg der Buße" hin zur Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen. Der Dominikanertheologe Thomas Michelet legt die Widersprüche bloß.

 


Aus der Theologischen Fakultät Fribourg,Schweiz, ruft der französische Theologe Thomas Michelet OP, zur Aufmerksamkeit für eine obskure Passage im Instrumentum Laboris für die kommende Familiensynode auf.

Diese obskure Passage findet sich in § 123 des Instrumentum Laboris.
Es fängt damit an, daß als sicher vorausgesetzt wird, dass viele Synodale dem Vorschlag zustimmen werden, daß ein Weg der Versöhnung oder Buße unter Aufsicht des Ortsbischofs von den wiederverheirateten Geschiedenen, der ihnen die Wiederzulassung zur Hl. Kommunion ermöglicht, gegangen werden könne.

Zuerst weist Michelet darauf hin, daß nicht bekannt ist, wie und wann festgestellt wurde, daß viele zustimmen werden.
Dann bemerkt er daß dieser vorausgesetzte Konsens alles andere als eindeutig ist, wenn man sieht, wie das Instrumentum darüber spricht: wie über den Arabischen Phönix in Mozarts Cosi fan Tutte. "Jeder sagt, dasß es ihn gibt, aber was er ist, weiß keiner."

Dieser Mangel an Klarheit -warnt Michelet- würde auch dazu führen, die Schlußvorschläge der Synode zweideutig zu machen und den Weg zu pastoralen Praktiken zu öffnen, die so verschieden sind, daß sie die Einheit der Doktrin bzgl. der Unauflöslichkeit der Ehe unterminieren würden, selbst wenn mit Worten beteuert werde, diese sei unangetastet.

Daraus ergibt sich die Dringlichkeit zu klären, was mit "Weg der Buße" gemeint ist, an dessen Ende der Zugang zur Eucharistie für die wiederverheirateten Geschiedenen wieder eröffnet würde, der ihnen weiterhin verwehrt bleibt.

Im angesehenene Magazin "Nova & Vetera" der Theologischen Fakultät Fribourg war Pater Michelet bereits im vergangenen Frühjahr mit dem Vorschlag hervorgetreten, den antiken Weg des ordo paenitentium wieder zu beleben-für all jene. die sich in dauerhaftem Zustand des Widerspruchs zum Gesetz Gottes befinden, aber den Weg der Umkehr ernsthaft beschreiten wollen, der viele Jahre dauern kann oder sogar das Leben lang.

Aber jetzt kommt Pater Michelet auf das Thema zurück, indem er ins Dickicht der synodalen Diskussion eindringt. Nach seinem Urteil ist der Vorschlag von Walter Kasper und seinesgleichen, sie zur Kommunio zuzulassen, obwohl sie lebenslang in ihrem Zustand bleiben, nicht die Gwährung der Barmherzigkeit Gittes sondern deren Verweigerung.

Und nicht nur das. Diese Konzession würde eine zweite zivile Ehe zur einzigen Sünde machen, für die man Vergebung erlangen könne,  ohne zuvor auf diese Sünde zu verzichten- und sie würde die Wurzeln der wirklichen Bedeutung des Ehesakramentes, der Eucharistie und der Buße untergraben.

Fundstück. Aber lieber nicht!

Gefunden bei Denzinger Katholik : klicken
Titel: "Luther komm bald wieder..."
Eigentlich haben wir doch schon genug Luther-Epigonen in den eigenen Reihen......

Dienstag, 14. Juli 2015

Thomas Stark erklärt Edward Pentin (und uns) Kardinal W. Kasper, II

Fortsetzung

Frage: 
"Paßt das zur Enzyklika von Papst Pius X von 1907 zur Lehre der Modernisten- "Pascendi Dominici gregis" ? In der Enzyklika spricht er über den Agnostizismus als Beginn des Modernismus."

Prof. Stark
"Ja, genau. Was Pius X über den Modernismus schrieb,  ist von herausragendem Wert, um diese Männer zu verstehen. Das ist genau das, genau das, was er sagt."

Frage:
Würden Sie so weit gehen, zu sagen, daß Kasper Agnostiker ist?"

Prof. Stark
"Ich würde sagen, Kasper ist ein Modernist, was eine Art Agnostizismus einschließt."

Frage
"Würden Sie soweit gehen, das Apostasie zu nennen?"

Prof. Stark
"Das ist ein starkes Wort, aber ich kann mir nicht vorstellen, wie diese Art zu denken- objektiv gesehen, nicht zur Apostasie führen kann.
Was sonst soll ich über jemanden denken, der schreibt, daß Dogmen überholt und wertlos werden können, oder daß sie sogar dumm sein können? Und doch ist es das, was ich heute zitiert habe,
Oder über jemanden, der sagt: "Einer der Effekte des Historizismus - den er offen akzeptiert- ist,  daß antike Heilige Texte ihre Gültigkeit verlieren." ?
Ich weiß nicht, was Leute, die so etwas sagen, wirklich glauben, aber meiner Meinung nach, ist das, was sie glauben, nicht das, was ein Katholik glaubt,
Ich meine, es tut mir wirklich leid das zu sagen, - und ich beeile mich hinzuzufügen, daß ich, als ich anfing meinen Vortrag zu schreiben, mir Mühe gegeben habe. jedem Zweifel zum Positiven Raum zu geben. Ich habe wirklich versucht, mich dem Werk Kaspers neutral anzunähern, weil ich mir sehr wünsche, ihn zu verstehen.
Aber als ich tiefere Einsicht bekam,  sah ich mich einem System gegenüber- wenn da denn eines ist-  und Ideen, die so schockierend sind, daß ich wirklich nicht erkennen kann, wie jemand, der so argumentiert, der so redet-  noch als Katholik betrachtet werden kann.
Es tut mir wirklich sehr leid, das sagen zu müssen, aber das ist die einzige Schlussfolgerung, die ich ziehen kann und die basiert nicht nur auf meinen Gedanken sondern auf Kaspers eigenen Worten."