Donnerstag, 20. Juli 2017

Zufall?

Auch Steve Skojec stellt sich bei OnePeterFive diese Frage, die man wohl nur mit nein beantworten kann, dazu ist die Koinzidenz zu offensichtlich und zu passend..
Den Originalartikel kann man hier lesen:  klicken

"FÜR DEN PAPST EMERITUS, EINE SELTSAME ART VON ZUFALL"

"Trotz dessen, was manche Leute sagen mögen, handeln wir nicht mit Verschwörungstheorien.( ....)

Lassen Sie mich einige Punkte aufzählen und schauen, ob ein Bild entsteht. 

"Am vergangenen Samstag hat der Papa Emeritus Benedikt XVI eine Botschaft vor denen, die bei der Beerdigung des verstorbenen Kardinal Meisners anwesend waren, vorlesen lassen. Darin sagte er etwas, das große Ausmerksamkeit erregte:

   "Was mich in den letzten Gesprächen mit dem heimgegangenen Kardinal besonders beeindruckt 
    hat, das war die gelöste Heiterkeit, die innere Freude und die Zuversicht, zu der er gefunden hatte.     Wir wissen, daß es ihm, dem leidenschaftlichen Hirten und Seelsorger, schwerfiel, sein Amt zu             lassen, und dies gerade in einer Zeit, in der die Kirche besonders dringend überzeugender Hirten       bedarf, die der Diktatur des Zeitgeistes widerstehen und ganz entschieden aus dem Glauben leben       und denken.

    Aber umso mehr hat es mich bewegt, dass er in dieser letzten Periode seines Lebens loszulassen         gelernt hat und immer mehr aus der tiefen Gewissheit lebte, dass der Herr seine Kirche nicht               verlässt, auch wenn manchmal das Boot schon fast zum Kentern angefüllt ist."

Einíge Deutschsprechende haben seither darauf hingewiesen, daß der letzte Satz etwas mehr im Konditional steht als in unserer Übersetzung. Dass das Wort "manchmal" vor "das Boot"gehört (...)
Aber ich finde, daß diese Präzisierung keinen Unterschied macht. Wie viele andere, hatte ich, als ich das las, den deutlichen Eindruck, daß der Papst eine Botschaft morste- vielleicht unterbewußt- vielleicht absichtlich- nichtsdestoweniger eine Botschaft,

Als ich sie las, war mein erster Gedanke: "Hier spricht er über sich selbst. Daß er sich selbst auch las "leidenschaftlichen Hirten und Pastor sieht, dem es schwerfiel, seinen Posten zu verlassen" der aber "lernte loszulassen und in der tiefen Überzeugung zu leben, daß der Herr Seine Kirche nicht verläßt."
Auch dann wenn das Boot aussieht, als ob es untergeht.





Ob es eine Selbstbeschreibung ist oder wirklich nur eine Überlegung über seinen verstorbenen Freund aus Deutschland- es ist mehr als schwierig, darin nicht eine Kritik zu lesen

Auch wenn das Boot aussieht, als ob es untergeht.
Dieser Eindruck wird noch verstärkt, wenn wir uns erinnern, daß er den fünf neuesten Kardinälen vor wenigen Wochen - ziemlich geheimnisvoll - sagte: "der Herr siegt am Ende."

Natürlich ist es keine Überraschung, daß alle über diese Kommentare sprechen. Und es ist deshalb auch keine Überraschung, daß der frühere persönliche Sekretär, Erzbischof Georg Gänswein, jetzt die üblichen Pfade verlassen hat, um zu leugnen, daß es in Benedikts Worten irgendeine derartige Bedeutung gäbe.

Erzbischof Georg Gänswein hat Spekulationen zurückgewiesen, Benedikt XVI. habe Papst Franziskus in seinem Grußwort zum Begräbnis von Kardinal Meisner kritisieren wollen. 


Benedikt XVI (2005-2013) hatte in seiner Botschaft geschrieben, Meisner habe in seiner letzten Lebensphase immer mehr aus der tiefen Gewissheit gelebt, "dass der Herr seine Kirche nicht verlässt, auch wenn manchmal das Boot schon fast zum Kentern angefüllt ist". Dies war von einigen Kommentatoren als Kritik an Papst Franziskus gedeutet worden. Denn wenn Benedikt XVI. das Bild vom gefährdeten Boot, das er bereits 2005 gebraucht hatte, erneut vor großem Publikum aufgreife, liege die Vermutung nahe, dass er die Lage der Kirche 2017 nicht für stabiler hält als unter seiner Führung.

Gänswein hatte die Botschaft Benedikts am Samstag in Köln verlesen. Benedikt XVI. habe über die Situation der Kirche von heute und in der Vergangenheit gesprochen und sie mit einem Boot verglichen, das nicht in stillen Gewässern fährt, sagte Gänswein weiter. "Das sagt auch Franziskus".


"Unsinn" sagte Gänswein" Der emeritierte Papst ist willkürlich instrumentalisiert worden, mit diesem Satz, der auf nichts Konkretes anspielt, er hat von die Lage der Kircche von heute aber auch von früher 
als von einem Boot gesprochen, das nicht in ruhigen Wassern segelt. Das sagt Franziskus auch. Ich verstehe, daß das zu falschen Schlüssen führen kann, aber hinter diesen Worten ist kein Angriff."

Gänswein wie auch Behauptungen zurück, die in den dümmeren Teilen des internets zu finden waren, daß der Papst seine Worte nicht selbst geschrieben habe. Er hat die Botschaft "allein geschrieben" sagte Gänswein, "vom ersten bis zum letzten Buchstaben -mit eigener Hand und niemand hat ihm geholfen."

Aber ganz klar hat seine Äußerung weltweit Eindruck gemacht. Viele,viele Katholiken sahen den Kommentar als Schuss vor den Bug. Als einen Mann, der in eine ....gezwungen wurde, der verzweifelt versucht, zu vermitteln, daß die Dinge in der Kirche in seinen Augen nicht so gut stehen, wie es den Eindruck macht.

Und das ist es, vielleicht, warum wir es äußerst merkwürdig finden, daß gerade heute, drei Tage nachdem die Worte des früheren Papstes ihren viralen Lauf im Internet begannen- ein neuer Bericht veröffentlicht wurde, der vom angeblichen Mißbrauch von Mitgliedern des Knabenchors der Regensburger Domspatzen in Deutschland, dem der 93-jährige ältere Bruder des früheren Papstes als Leiter diente. Der Report der 2016 verfaßt wurde ging von 213 Opfern aus, die neue Geschichte behauptet, es seien mindestens 547 Opfer gewesen. Der ursprüngliche Vorwurf des Mißbrauchs kam 2010 auf. 

Nun ist das natürlich vielleicht nur ein Zufall. Die Untersuchung hat den größeren Teil des Jahrzehnts gedauert. Vielleicht sollte diese Bericht schon die ganze Zeit in dieser Woche herauskommen. Aber das timing ist sicher interessant- ein früherer Papst spricht auf eine Weise , daß die Welt es als  Kritik an einem Pontifikat interpretiert, das für seine autokratische und kontrollierende Art bekannt ist und innerhalb von 3 Tagen machten Schlagzeilen einer internationalen Nachtrichtenstory, in der sein älterer Bruder in sexuellen Mißbrauch verwickelt ist, die Runde um die Welt.

Wenn das keiner als Hebel verwendet, um den früheren Papst zum Schweigen zu bringen, sind die Gewinnquoten einfach faszinierend. Machen Sie daraus, was Sie wollen."

Quelle: OnePeterFive, Steve Stojec

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