Martin Grichting kommentiert in einem Gastbeitrag für kath.net das Apostolische Schreiben Amoris Laetitia und seine Wirkung und fordert Papst Leo auf, AL zu korrigieren.
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Unter dem Titel:
"AMORIS LAETITIA" ODER DAS LEHRAMT, DAS SICH SELBST ABSCHAFFT"
und dem Untertitel:
"Leo XIV muss das Schreiben seines Vorgängers lehramtlich korrigieren, wenn er die Einheit der Kirche erhalten wird."
beginnt der Kommentar so - ZITAT
"Das Apostolische Schreiben «Amoris Laetitia» (AL) ist ein Kunststück. Dieses besteht darin, die Lehre der Kirche in der Theorie beizubehalten, sie aber in der Praxis abzuschaffen. Denn es steht nun Priestern und anderen «Begleitern» zu, im eigenen Namen betreffend Menschen, die im Ehebruch leben, «pastorale Unterscheidungen» vorzunehmen. Wenn es gute Gründe gibt, dürfen dann solche Personen die Sakramente der Eucharistie und der Busse empfangen, ohne an ihrer Praxis, welche die Ehe bricht, etwas zu ändern. Das Wort Gottes und die Lehre der Kirche werden durch «pastorale Unterscheidungen» in tausend unvergleichbare Einzelfälle pulverisiert. Und jeder, der mit seiner Lebenspraxis gegen die Lehre der Kirche anlebt, wird einen verständnisvollen «Begleiter» und «Unterscheider» finden, der vertretbare Gründe anerkennt, die es im konkreten Fall ermöglichen, das zu tun, was man nicht tun darf. Der Willkür ist Tür und Tor geöffnet. Die Kirche weiss seit der Publikation von AL nicht mehr, was geschieht. Und sie will es auch nicht mehr wissen.
Das AL-Kunststück wird nicht zum ersten Mal aufgeführt. Es waren bereits Jesuiten, die im 17. Jahrhundert mit dem Trick des begründeten Einzelfalls gearbeitet haben. Der einzige Unterschied zu heute besteht darin, dass diese Jesuiten nicht Päpste waren (...)"
Quelle: M. Grichting, kath.net
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