ist in Deutschland immer noch virulent und hat wenige Tage nach dem Reformationstag in der DBK einen erneuten Ausbruch ausgelöst. Wie aus Agenturmeldungen zu erfahren ist, hat Bischof Bätzing es für angebracht gehalten, den Hl. Vater offen zu kritisieren und in nicht ganz neuer Selbstüberschätzung belehren zu wollen. Hier ein Ausschnitt aus der Stellungnahme des ehemaligen Vorsitzenden der DBK im Bistumsblatt der Diözese Limburg, in der der Monsignore seine Irritation manifestiert.
Veröffentlicht u.a hier
"Auszüge aus der Stellungnahme des Bistums:
„Wir wissen heute sehr viel darüber, wie sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche möglich wurde, warum er über Jahrzehnte vertuscht werden konnte und welche kirchlichen Strukturen ihn begünstigt haben. Dieses Wissen verdanken wir vor allem den Betroffenen, die trotz aller Widerstände ihre Stimme erhoben haben. Und wir verdanken es unabhängigen wissenschaftlichen Untersuchungen, die schonungslos offengelegt haben, wie sehr individuelles Versagen und institutionelle Bedingungen miteinander verwoben waren. Hinter diese Erkenntnisse dürfen wir nicht zurückfallen. "Umso mehr haben mich Äußerungen von Papst Leo XIV. irritiert. Auf dem Rückflug von seiner Frankreichreise wollte er der Aussage von Betroffenen nicht zustimmen, er habe den systemischen Charakter sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche anerkannt. Er bevorzuge eine andere Formulierung, sagte der Papst. Bei seinem Gespräch mit Betroffenen in Lourdes habe er von bestimmten Organisationen innerhalb der Kirche gesprochen, die zuweilen als System missbräuchlich gehandelt hätten. Zugleich erklärte er: ‚Sexueller Missbrauch ist in erster Linie ein menschliches Problem.‘ (…) Die Frage nach systemischen Ursachen ist keine sprachliche Spitzfindigkeit. Sie entscheidet darüber, ob wir die richtigen Konsequenzen aus den Verbrechen der Vergangenheit ziehen. (…) Eine Kirche, die glaubwürdig das Evangelium verkünden will, muss bereit sein, auch ihre eigenen Strukturen kritisch zu hinterfragen. Sie darf ihre institutionellen Interessen nicht über die Würde des Menschen stellen. Und sie muss akzeptieren, dass geistliche Autorität niemals von Rechenschaft und Kontrolle entbindet. Wer Missbrauch wirksam verhindern will, muss deshalb mehr verändern als das Verhalten Einzelner. Er muss auch die Strukturen verändern, die Missbrauch begünstigen. Daran muss sich unsere Kirche messen lassen – in Deutschland, in Rom und überall auf der Welt."Quelle: X, J. Kraschel OFM
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