Freitag, 6. Januar 2017
Epiphanias
GOTT: "DIE LIEBE, DIE DIE SONNE UND DIE ANDEREN STERNE BEWEGT" FÜR DANTE UND BENEDETTO.
Papst Benedikt hat am 6.1.2007 eine wunderbare Predigt zum Lobe Gottes gehalten.
Über den Niveauunterschied, zu dem was heute im Petersdom gesagt wurde, schweigen wir.
Hier geht´s zum Gesamtext: klicken
"Die Epiphanie zeigt es uns auf dem »Pilgerweg«, das heißt auf einem Weg der Suche, die oft verwirrt ist, ein Weg, der schließlich seinen Zielpunkt in Christus hat, auch wenn der Stern manchmal verborgen ist. Gleichzeitig macht uns Gott deutlich, daß er seinerseits zum Menschen hinpilgert.Da ist nicht nur die Pilgerreise des Menschen hin zu Gott. Gott selbst hat sich auf den Weg hin zu uns gemacht: Denn wer ist Christus, wenn nicht Gott, der sozusagen aus sich herausgegangen ist, um der Menschheit entgegenzukommen? Aus Liebe ist er zur Geschichte in unserer Geschichte geworden; aus Liebe ist er gekommen, um uns den Keim des neuen Lebens zu bringen (vgl. Joh 3,3–6) und dieses neue Leben in die Ackerfurchen unserer Erde zu säen, damit es keime, blühe und Frucht bringe."
Quelle: La Santa Sede, LEV
Hl. Dreikönige
Fundstück zum heutigen Dreikönigstag - gefunden bei Marco Gallina auf dem Löwenblog -Danke!
Hier geht´s zum Original: klicken
Heilige Drei Könige bittet für uns!
Hier geht´s zum Original: klicken
| Paolo Veronese [Public domain], via Wikimedia Commons |
Heilige Drei Könige bittet für uns!
Kann Kardinal Müller zwischen dem Papst und den dubia-Kardinälen vermitteln?
Pater Mark Drew kommentiert für den Catholic Herald die Bemühungen Kardinal Müllers die Wogen zwischen dem Pontifex und den vier Kardinälen und ihren Unterstützern zu glätten.
Hier geht´s zum Original: klicken
"KARDINAL MÜLLERS BALANCEAKT"
"DER DOKTRIN-CHEF DES VATICANS MAG EIN HARTER ARBEITGEBER SEIN, ABER ER HAT DEN INSTINKT FÜR GEMEINSAMKEITEN. KANN ER DIE TEILUNG DER KIRCHE HEILEN?"
Während des letzten Jahres wurde die Aussicht, daß Papst Franziskus die Kirche auf eine ganz andere Flugbahn führen würde, als seine Vorgänger von einigen als neue Morgenröte bejubelt, während andere das entweder als unmöglich zurückwiesen oder als Betrug bezeichnet.
Amoris Laetitia schien eine seismische Verschiebung zu bestätigen und das Leugnen wurde durch oppositionelle Rührigkeit ersetzt. Die Polarisation in einer bereits geteilten Kirche hat sogar öffentlich das Kardinalskollegium erreicht.
In den vergangenen Wochen jedoch hat Kardinal G.Müller, Präfekt der Glaubenskongregation, ein Buch veröffentlicht, indem er darauf besteht, daß es keinen unversöhnlichen Gegensatz zwischen dem aktuellen Papst und seinem Vorgänger gibt.
"Benedikt und Franziskus: Nachfolger Petri im Dienst der Kirche" hat die Form von 4 Essays über innere Themen und äußere Herausforderungen, die den heutigen Katholizismus herausfordern.
Ein distinguierter Theologe- sogar schon bevor Papst Benedikt ihn 2012 auswählte, das frühere Sant´ Uffizio zu leiten. Müller ist in einer einzigartigen Position, um zu beurteilen, was auf dem Spiel steht und um das Ergebnis zu beeinflussen. Bevor wir seine Überzeugungen untersuchen, lohnt ein kurzer Blick auf Mann und Karriere
Müller, seit dem 31. Dezember 69 Jahre alt, wurde in eine Arbeiterfamilie in einem Vorort von Mainz im Rheinland geboren. Er besuchte die örtliche Schulen und dann als Seminarist die Universitäten von München und Freiburg, er erwarb seinen Doktorgrad unter Karl Lehmann, der später Kardinal und Führer der Deutschen Kirche wurde. Im darauffolgenden Jahr wurde Müller von seiner Heimatdiözese zum Priester ordiniert.
Nachdem er in mehreren Pfarrgemeinden als Vikar gearbeitet und in Schulen unterrichtet hatte, wurde er 1985 zum Professor ernannt. Im folgenden Jahr wurde er auf den Lehrstuhl für dogmatische Theologie an der Katholischen Ludwig Maximilian Universität berufen.
Müller geriet in Kardinal Joseph Ratzingers Dunstkreis, weil er 1998 Mitglied der Internationalen Theologen-Kommission wurde. Die beiden wurden Kollegen und auch Freunde.
Ratzinger war dabei als Müller 2002 zum Bischof von Regensburg geweiht wurde und es hat vielleicht eine Bedeutung, daß der neue Bischof als seinen Wahlspruch Worte Dominus Iesus wählte, den Titel des Meilenstein-Dokuments das durch Ratzingers Glaubenskongregation zwei Jahre zuvor formuliert worden war.
Nachdem er zum Papst gewählt worden war. wählte Ratzinger Müller dazu aus, seine Oper Omnia zu betreuen und zu veröffentlichen und 2008 wurde das Papst Benedikt XVI-Institut zu diesem Zweck in Regensburg gegründet.
Es war deshalb natürlich für Benedikt XVI Müller als Präfekten der Kongregation, die er selbst so lange geleitet hatte, als der bescheidene Amerikaner Kardinal William Levada im Juli 2012 von seinem Posten zurücktrat. Einige haben spekuliert, daß der Pontifex seinen Rücktritt schon im Sinn hatte, als er dieser ausgesprochen starken Landmanns für diese entscheidende Position auswählte
Auf alle Fälle wurde Müller innerhalb einiger Monate vom neuen Papst in seiner Stellung bestätigt und dann bei Franziskus´ erstem Konsistorium vom Februar 2014 in den Kardinalsrang erhoben.
Hier geht´s zum Original: klicken
"KARDINAL MÜLLERS BALANCEAKT"
"DER DOKTRIN-CHEF DES VATICANS MAG EIN HARTER ARBEITGEBER SEIN, ABER ER HAT DEN INSTINKT FÜR GEMEINSAMKEITEN. KANN ER DIE TEILUNG DER KIRCHE HEILEN?"
Während des letzten Jahres wurde die Aussicht, daß Papst Franziskus die Kirche auf eine ganz andere Flugbahn führen würde, als seine Vorgänger von einigen als neue Morgenröte bejubelt, während andere das entweder als unmöglich zurückwiesen oder als Betrug bezeichnet.
Amoris Laetitia schien eine seismische Verschiebung zu bestätigen und das Leugnen wurde durch oppositionelle Rührigkeit ersetzt. Die Polarisation in einer bereits geteilten Kirche hat sogar öffentlich das Kardinalskollegium erreicht.
In den vergangenen Wochen jedoch hat Kardinal G.Müller, Präfekt der Glaubenskongregation, ein Buch veröffentlicht, indem er darauf besteht, daß es keinen unversöhnlichen Gegensatz zwischen dem aktuellen Papst und seinem Vorgänger gibt.
"Benedikt und Franziskus: Nachfolger Petri im Dienst der Kirche" hat die Form von 4 Essays über innere Themen und äußere Herausforderungen, die den heutigen Katholizismus herausfordern.
Ein distinguierter Theologe- sogar schon bevor Papst Benedikt ihn 2012 auswählte, das frühere Sant´ Uffizio zu leiten. Müller ist in einer einzigartigen Position, um zu beurteilen, was auf dem Spiel steht und um das Ergebnis zu beeinflussen. Bevor wir seine Überzeugungen untersuchen, lohnt ein kurzer Blick auf Mann und Karriere
Müller, seit dem 31. Dezember 69 Jahre alt, wurde in eine Arbeiterfamilie in einem Vorort von Mainz im Rheinland geboren. Er besuchte die örtliche Schulen und dann als Seminarist die Universitäten von München und Freiburg, er erwarb seinen Doktorgrad unter Karl Lehmann, der später Kardinal und Führer der Deutschen Kirche wurde. Im darauffolgenden Jahr wurde Müller von seiner Heimatdiözese zum Priester ordiniert.
Nachdem er in mehreren Pfarrgemeinden als Vikar gearbeitet und in Schulen unterrichtet hatte, wurde er 1985 zum Professor ernannt. Im folgenden Jahr wurde er auf den Lehrstuhl für dogmatische Theologie an der Katholischen Ludwig Maximilian Universität berufen.
Müller geriet in Kardinal Joseph Ratzingers Dunstkreis, weil er 1998 Mitglied der Internationalen Theologen-Kommission wurde. Die beiden wurden Kollegen und auch Freunde.
Ratzinger war dabei als Müller 2002 zum Bischof von Regensburg geweiht wurde und es hat vielleicht eine Bedeutung, daß der neue Bischof als seinen Wahlspruch Worte Dominus Iesus wählte, den Titel des Meilenstein-Dokuments das durch Ratzingers Glaubenskongregation zwei Jahre zuvor formuliert worden war.
Nachdem er zum Papst gewählt worden war. wählte Ratzinger Müller dazu aus, seine Oper Omnia zu betreuen und zu veröffentlichen und 2008 wurde das Papst Benedikt XVI-Institut zu diesem Zweck in Regensburg gegründet.
Es war deshalb natürlich für Benedikt XVI Müller als Präfekten der Kongregation, die er selbst so lange geleitet hatte, als der bescheidene Amerikaner Kardinal William Levada im Juli 2012 von seinem Posten zurücktrat. Einige haben spekuliert, daß der Pontifex seinen Rücktritt schon im Sinn hatte, als er dieser ausgesprochen starken Landmanns für diese entscheidende Position auswählte
Auf alle Fälle wurde Müller innerhalb einiger Monate vom neuen Papst in seiner Stellung bestätigt und dann bei Franziskus´ erstem Konsistorium vom Februar 2014 in den Kardinalsrang erhoben.
Fundstück. Kardinal Walter Brandmüller zum 88. Geburtstag
Ein (etwas seltsames) Interview, das Paul Badde 2014 für EWTN mit dem Kardinal geführt und das CNA , wo wir es gefunden haben, anläßlich dessen gestrigen 88. Geburtstages noch einmal veröffentlicht hat. Hier geht´s zum Original: klicken
AD MULTOS ANNOS EMINENZ!
Hier geht´s zum Original: klicken
Hier ein Ausschnitt:
(....)
"Aber haben Konservative nicht dennoch eher Angst, wo Liberale mutiger sind?"
"Woher das denn? Reden wir hier vielleicht von den Elefanten, die mutig in den Porzellanladen stapfen? Vorsicht im Umgang mit kostbarsten Gefäßen würde ich nie mit Ängstlichkeit verwechseln."
"Wie kamen Konservative denn in den Ruf, Dunkelmänner zu sein - im Gegensatz zu den liberalen Lichtgestalten?"
"Soll ich darüber lachen? Dunkelmänner sind Schießbudenfiguren aus der Mottenkiste sogenannter Aufklärer. Es sind Vorurteile, die jeder vernünftigen Begründung entbehren. Als Finsterlinge wurden schon vor über 200 Jahren alle verleumdet, die sich dem Fortschrittswahn und dem Zeitgeist widersetzten. Als Lichtgestalten haben sich hingegen damals schon die Jakobiner gern selbst stilisiert, als sie für den Fortschritt die Köpfe rollen ließen."
(....)
Quelle: CNA, Paul Badde
Hier geht´s zum Original: klicken
Hier ein Ausschnitt:
(....)
"Aber haben Konservative nicht dennoch eher Angst, wo Liberale mutiger sind?"
"Woher das denn? Reden wir hier vielleicht von den Elefanten, die mutig in den Porzellanladen stapfen? Vorsicht im Umgang mit kostbarsten Gefäßen würde ich nie mit Ängstlichkeit verwechseln."
"Wie kamen Konservative denn in den Ruf, Dunkelmänner zu sein - im Gegensatz zu den liberalen Lichtgestalten?"
"Soll ich darüber lachen? Dunkelmänner sind Schießbudenfiguren aus der Mottenkiste sogenannter Aufklärer. Es sind Vorurteile, die jeder vernünftigen Begründung entbehren. Als Finsterlinge wurden schon vor über 200 Jahren alle verleumdet, die sich dem Fortschrittswahn und dem Zeitgeist widersetzten. Als Lichtgestalten haben sich hingegen damals schon die Jakobiner gern selbst stilisiert, als sie für den Fortschritt die Köpfe rollen ließen."
(....)
Quelle: CNA, Paul Badde
Donnerstag, 5. Januar 2017
Es ist mal wieder Zeit für ein bißchen Triumphalismus
Johann Sebastian Bach Kantate BWV 29 "Wir danken dir, Gott, wir danken dir"
Kardinal Brandmüller über Details zur Brüderlichen Korrektur
Claire Chretien läßt bei New Catholic Church und für LifeSiteNews Kardinal Brandmüller noch einmal zu den dubia und der möglichen "brüderlichen Korrektur" zu Wort kommen.
"KARDINAL BRANDMÜLLER SPRICHT ÜBER DETAILS EINER MÖGLICHEN BRÜDERLICHEN KORREKTUR DES PAPSTES"
Kardinal Walter Brandmüller, einer der vier Kardinäle der Papst Franziskus die dubia übermittelten, um zu fragen,ob Amoris Laetitia mit der Katholischen Morallehre vereinbar ist, sagte in einem Interview mit Vatican Insider, daß wenn die Kardinäle dem Papst die "formale Korrektur" erteilen müßten, das wahrscheinlich privat geschehen würde.
Die Kardinäle Raymond Burke, Joachim Meisner, und Carlo Caffarra haben zusammen mit Brandmüller die kurze Liste mit ja-oder-nein-Fragen übermittelt -genannt dubia. Das ist der formale Weg, den Papst um Klarheit über die Lehre zu befragen.
Als der Papst den Kardinälen nicht antwortete, haben sie ihre Sorgen veröffentlicht. Er muß immer noch antworten, obwohl viele Prälaten und päpstlichen Mitarbeiter die vier Kardinäle kritisiert haben.
Burke sagte, daß die Kardinäle eine "formale Korrektur" erwägen, wenn Papst Franziskus die Sorgen der Kardinäle nicht anspricht. Er hat dieses Versprechen im letzten Monat in einem Interview mit EWTN erneuert. Er sagte Raymond Arroyo, daß die Möglichkeit für eine formale Korrektur weiter besteht, weil es "das Standard-Instrument der Kirche ist, um auf eine solche Situation zu reagieren."
Burke deutete in einem folgenden Interview mit LifeSiteNews an, daß eine solche Korrektur "wahrscheinlich irgendwann" nach Weihnachten, Neujahr und Epiphanias stattfinden werde.
In einem Gespräch mit Vatican Insider sagte Brandmüller, daß eine solche Korrektur "in camera caritatis" vor sich gehen werden "im Raum der Barmherzigkeit" und nicht öffentlich.
Burke "sagte nicht" aber Brandmüller sagte, "daß eine mögliche brüderliche Korrektur- wie sie im Galaterbrief 2:11,14 zitiert wird-öffentlich geschehen müsse."
"Ich glaube, daß Kardinal Burke überzeugt ist, daß eine brüderliche Korrektur in erster Instanz in "camera caritatis" vorgenommen werden muß" also privat, sagte Brandmüller.
Er sagte, daß Burkes Kommentar zur formalen Korrektur nicht im Namen der vier Kardinäle gemacht wurde, auch wenn sie seine Gefühle vielleicht teilen. "Ich muß sagen, daß er [der Kardinal] seine eigene Meinung völlig unabhängig ausgedrückt hat, die natürlich von den anderen Kardinälen geteilt werden kann.
Brandmüller sagte, daß die Kardinäle "eine Antwort auf die dubia erwarte, weil das Ausbleiben einer Antwort von vielen innerhalb der Kirche als eine Ablehnung der klaren und ausdrücklichen Treue zur klar definierten Lehre gesehen werden würde."
Kritiker von Amoris Laetitia sagen, daß sie der Katholischen Morallehre widerspricht indem sie die Möglichkeit schafft, die sakramentale Praxis zu ändern und es aktiven und nicht bereuenden Ehebrechern erlauben, die Sakramente zu empfangen. Prälaten wie Kardinal Kasper sagen, daß AL tatsächlich eine solche Änderung erlaubt und daß eine solche Änderung eine gute Sache ist. Andere Bischöfe und Katholische Führer sagen, daß es keinen Weg für Papst Franziskus gäbe, eine derart revolutionäre Veränderung in einer Fußnote ins Werk zu setzen und daß der richtige Weg, "Amoris Laetitia" zu interpretieren ist, sie durch die Linse der Kirchenlehre zu Ehe, Familie, Sexualität und den Sakramenten zu lesen."
Quelle: Claire Chretien, LifeSiteNews, New Catholic Church
Fundstück
Günther Madlberger hat für die Sendung "Linzer Torte" im ORF ein Interview mit dem Präfekten des Päpstlichen Haushaltes und Privatsekretär des Papa emeritus, Erzbischof G. Gänswein geführt, das am 25.12. gesendet wurde.
Hier geht´s zum Original -und hier kann man das Interview auch nachhören klicken
"Wie er den spektakulären Rücktritt des bayrischen Papstes aus nächster Nähe erlebt hat, was ihn an Papst Franziskus am meisten überrascht, ob er sich bei Zölibat oder Frauendiakonat Änderungen erwartet und warum er sich irgendwie als Österreicher fühlt, darüber spricht der Erzbischof."
Hier geht´s zum Original -und hier kann man das Interview auch nachhören klicken
"Wie er den spektakulären Rücktritt des bayrischen Papstes aus nächster Nähe erlebt hat, was ihn an Papst Franziskus am meisten überrascht, ob er sich bei Zölibat oder Frauendiakonat Änderungen erwartet und warum er sich irgendwie als Österreicher fühlt, darüber spricht der Erzbischof."
Die Esoterik hält auf breiter Basis Einzug beim Osservatore Romano. Teil der Kurienreform?
Sandro Magister wundert sich über den Leitartikel des Osservatore Romano vom 4.1. und verleiht seiner Verwunderung ironisch und klar Ausdruck in einem Beitrag in Settimo Cielo.
Liest man, was der Leitartikler des Papstjournals zu den Kriegsursachen und dem Friedenprozess ind Syrien formuliert, kann man nur bänglich fragen: wie der Herr so´s G´scherr?
Die manifestierte Verachtung der Vernunft und des Intellekts durch den Pontifex scheint jedenfalls befremdlich seltsame Blüten zu treiben und man weiß noch nicht, ob man lachen oder weinen soll.
Hier geht´s zum Original: klicken
"FRIEDEN MACHEN IN SYRIEN? KUHHÖRNER UND HIRSCHBLASEN"
Liest man, was der Leitartikler des Papstjournals zu den Kriegsursachen und dem Friedenprozess ind Syrien formuliert, kann man nur bänglich fragen: wie der Herr so´s G´scherr?
Die manifestierte Verachtung der Vernunft und des Intellekts durch den Pontifex scheint jedenfalls befremdlich seltsame Blüten zu treiben und man weiß noch nicht, ob man lachen oder weinen soll.
Hier geht´s zum Original: klicken
"FRIEDEN MACHEN IN SYRIEN? KUHHÖRNER UND HIRSCHBLASEN"
Man muß es lesen, um es zu glauben. Hier folgt der Anfang des Leitartikels auf der gestrigen Titelseite des "Osservatore Romano."
"Wir wissen, daß Aleppo nicht durch Bomben befreit werden kann. Aleppo und Syrien müssen von der Misere befreit werden, vom Klimawandel, der vor einigen Jahren Männer und Frauen dazu brachte, aus den ländlichen Gegenden auszuwandern, was das demographische Gleichgewicht destabilisierte und die ersten syrischen Aufstände auslösten und dann den Krieg."
Autor dieser irrsinnigen Analyse der Syrien-Krise ist Carlo Triarco. Aber den Lesern der päpstlichen Zeitung wird nicht gesagt, daß er Präsident der Vereinigung für Biodynamische Landwirtschaft ist, die auf einem Ritual homöopathischer Düngung beruhende Anbaumethoden fördert, die vor einem Jahrhundert vom österreichischen Esoteriker Rudolf Steiner (1861-1925). (Kuhhörner, Hirschblasen und ähnliches,) dazu erdacht wurde, spirituelle, kosmische und astrale Kräfte in den Planeten hinein zu kanalisieren und ihn zu kräftigen. Eine Methode, die im letzten November in einem offenen Brief an den italienischen Landwirtschaftsminister von fast allen wissenschaftlichen Organisationen, die auf dem Gebiet der Landwirtschaft arbeiten, nach der Konferenz von Neapel als "magisch" abgelehnt wurde, der Konferenz, die von niemand anderem als der Vereinigung, der Triarco vorsteht, veranstaltet wurde.
Anläßlich dieser Konferenz hatte der Osservatore Romano am 28. November nicht den Kritiken von Wissenschaftlern einen Platz eingeräumt sondern einem Selbstlob von Triarco, der in einem Artikel stolz behauptete, er habe im vergangenen Februar auch eine Konferenz über Laudato Si´, die Umweltenzyklika von Papst Franziskus, organisiert.
In einem anderen Artikel schrieb Triarco jubilierend, daß die Konferenz von Neapel von Hunderten Militanter dieser Volksbewegungen besucht wurde, die der Papst am 5. November im Vatican empfangen hatte und die sein Stolz und seine Freude sind, mit der Bestätigung, daß es "in der Welt eine große Bewegung der Erneuerung des gemeinsamen Hauses gibt."
Aber das war nicht genug. Anläßlich der Fusion von Bayer und Monsanto war es Triarco zu verdanken, daß der "Osservatore Romano" sich in einem Artikel der Sonntagsausgabe vom 18. September einem apokalyptischen Vorwurf zuwandte.
Kehren wir zur heutigen Ausgabe zurück, dieser unglaublichen Eröffnung folgt eine ganze Hymne auf die mirakulösen Vorzüge der biodynamischen Landwirtschaft. die " den Hunger beendet und die Voraussetzungen für eine ländliche Widerstandskraft gegen den Klimawandel schafft" und damit als Nachwirkung -auch gegen Migration und Krieg, nicht nur in Syrien sondern auch in anderen Ländern, die bereits-sagt der Leitartikel- durch diese Anbaumethode erreicht wurden: Jordanien, Iran, Ägypten, Algerien, Erithrea, Äthiopien und Yemen."
In wenigen Tagen, am 9. Januar wird Papst Franziskus eine Rede vor dem beim Hl. Stuhl akkreditierten Diplomatischen Corps halten, in der er seine geopolitische Vision und die Wege der Friedenssuche darstellen wird.
Von jetzt an ist zu hoffen, daß kein Botschafter den Eindruck bekommt, daß das Rezept der Kirche für den Frieden der heutige Leitartikel in der Papstzeitung ist."
Quelle: Settimo Cielo, Sandro Magister
Mittwoch, 4. Januar 2017
Hagia Sophia
In der Bing-Concerthall aufgenommene orthodoxe liturgische Gesänge- auf ihren Ursrpungsort projiziert.
Dienstag, 3. Januar 2017
Noch ein Fundstück....
Fortsetzung von "Amoris Laetitia, ein Ausblick" von Pater de Souza
Ansturm auf das "Nichturteilen"
Datiert am Fest des Hl. Josephs und dem Jahrestag der Inauguration von Papst Franziskus wurde Amoris Laetitia am 8. April veröffentlicht. Das ging sehr schnell. Obwohl es das längste päpstliche Dokument ist, das in der Geschichte der Kirche je veröffentlicht wurde, gelangte der erste Entwurf schon Anfang Dezember vom Päpstlichen Haushalt zur Glaubenskongregation, knapp 6 Wochen nach Beendigung der zweiten Synode.
Angesichts der Tatsache, daß solche postsynodalen apostolischen Exhortationen oft zwei Jahre nach der entscheidenden Synode erscheint, war die Eile ein so langes und so komplexes Dokument in die Druckerei zu bringen bemerkenswert. Es bedeutet, daß ausgedehnte Beratungen für den Entwurf vermieden wurde.
Was also sagt Amoris Laetitia? Papst Franziskus hat deutlich vorgeschlagen, daß das, was die Kirche in der Vergangenheit gelehrt hat, nicht länger gilt. Aber- dem Stil des Schlußdokumentes der Synode folgend lehrte es nicht ausdrücklich und erwähnte die Hl. Kommunion für "irreguläre Paare" nicht ausdrücklich.
Wie ich damals schrieb: "von den ersten Seiten von "Amoris Laetitia" bis zur letzten, müht sich die Exhortation darum, zu erklären, was sie nie erklärt: daß die Lehre über die Ehe und die Hl. Kommunion sich ändern können. Und de facto ist die kritischste Zeile zu dieser Frage in einer Fußnote versteckt, fast so, als ob die Herausgeber hofften, daß niemand sie bemerken würde.
Könnte es sein. daß die ausdrückliche Lehre der drei vorhergehenden apostolischen Exhortationen und des Katechismus durch eine Exhortation, die das Thema nicht ausdrücklich anspricht?
Wenn der Hl. Vater und andere darauf bestehen, daß keine noch so kleine Lehre vernünftigerweise durch Amoris Laetitia haben sie Recht. Daß der Hl. Vater die Lehre gern ändern würde, kann vernünftigerweise aus Amoris Laetitia abgeleitet werden, aber er lehrt das nicht und das Lesen der päpstlichen Gedanken reicht zur Etablierung einer neuen lehramtlichen Doktrin nicht aus.
Deshalb sagte Kardinal C.Schönborn, Lieblingsinterpret der Exhortation des Papstes bei der Pressekonferenz, bei der Amoris Laetitia vorgestellt wurde, daß die berühmte Fußnote 351 nichts verändern würde.
Sie spreche über "die Hilfe der Sakramente" aber beinhalte keine Veränderung von Familiaris Consortio .
Im darauffolgenden Monat hielt Kardinal Müller, Präfekt der Glaubenskongregation, eine große Ansprache in Madrid, in der er darauf bestand, daß alle Interpretationen von Amoris Laetitia strikt in der Kontinuität sowohl der drei vorhergehenden Exhortationen als auch des Katechismus bleiben müßten. Als Papst Franziskus während einer "fliegenden Pressekonferenz" nach der Fußnote 351 gefragt wurde, sagte er, er könne sich nicht an sie erinnern.
Selektive Fußnoten, fehlende Enzyklika
Amoris Laetitia ist ein seltsames Vorgehen des Herausgebers für ein Dokument von einer präzedenzlosen Länge. Es beginnt nicht direkt ein Streitgespräch und vermeidet eher eine direkte Diskussion.
Das wird offensichtlich durch die Verwendung von Fußnoten, die sowohl zweideutig als auch mißvertsändlich sind. Mehrere Fußnoten stützen de facto den Text nicht, zu dem sie gehören und zitieren nur Teile der Passagen, um deren einfache Bedeutung zu verdrehen.
Und dennoch ist die erstaunlichste herausgeberische Entscheidung bei Amoris Laetitia nicht die täuschenden Fußnoten, die auftauchen, sondern die Enzyklika die nicht kommt.
Es gibt weder im Haupttext oder auch nur in den Fußnoten einen einzigen Verweis auf Veritatis Splendor.
Die Enzyklika des Hl. Johannes Paul II von 1993 über die Grundlagen der katholischen Morallehre ist das Hauptlehrdokument über das Moralleben seit dem Konzil von Trient.
Veritatis Splendor zu ignorieren ist wie über die Natur der Kirche zu schreiben, und sich dabei nicht auf die dogmatische Konstitution des II.Vatianischen Konzils "Lumen Gentium" zu beziehen.
Der Grund für dieses beuruhigende Auslassen liegt auf der Hand.
Während es vielleicht möglich ist, den allgemeinen Zugang von Amoris Laetitia mit Familiaris Consortio in Einklang zu bringen (siehe die Buenos Aires-Leitlinien), steht der Zugang zum Moralleben, wie ihn Amoeris Laetitia vorschlägt mit der Lehre von Veritatis Splendor auf Kriegsfuß.
De facto warnt der dritte Teil von Veritatis Splendor mit dem Titel: "Damit das Kreuz Christi nicht seiner Macht entleert werde" genau vor der Ansicht, die Forderungen der Morallehre seien zu schwierig und könnten mit Hilfe der Gnade Gottes nicht gelebt werden.
Kapitel 8 von Amoris Laetitia scheint genau das zu sein, was der Hl. Johannes Paul II im Sinn hatte, als er Veritatis Splendor schrieb. Es scheint das Kreuz Christi seiner Macht zu berauben.
Die Ghostwriter von Amoris Laetitia haben Papst Franziskus überzeugt, daß es besser sei so zu tun, als sei Veritaris Splendor nie geschrieben worden. Das war ein Fehler (siehe die dubia)
Auf Anweisung des Pontifex geht die Säuberung im Vatican weiter. Zeichen tätiger Barmherzigkeit? Oder in der Kurie geht die Angst um.
Wie es aussieht, wendet Papst Franziskus gegen Kardinal Müller, den frank und frei zu entlassen wie Kardinal Burke, er wohl für inopportun (oder was bei Jesuiten wohl im Vordergrund steht- für nicht schlau) hält, die gleiche Taktik an wie bei Kardinal Sarah: die Demontage des Mitarbeiter-Teams.Wir haben den Artikel Tosattis, auf den Hickson sich bezieht, hier wiedergegeben: klicken
Maike Hickson hat sich auf onepeterfive darüber Gedanken gemacht.
Hier geht´s zum Original: klicken
"PAPST WEIST KARDINAL MÜLLER AN, DREI PRIESTER AUS DER GLAUBENSKONGREGATION ZU ENTLASSEN"
"Marco Tosatti, der gut informierte und sehr respektierte italienische Vatican-Spezialist hat eine weitere beunruhigende Entwicklung in Rom aufgedeckt.
Am 26. Dezember berichtete Tosatti auf seiner website Stilum Curiae, daß Papst Franziskus gerade den Präfekten eines Vatican-Dikasteriums angewiesen hat, drei seiner Priester von ihren Pflichten in ihrer Kongregation zu entbinden.
Meine eigenen Recherchen haben ergeben, daß dieser Vorfall sich in der Glaubenskongregation abgespielt hat und daß es Kardinal Müller selbst war, der jetzt dieser kategorischen Anordnung gehorchen muß. Außerdem konnte ich herausfinden, daß die drei betroffenen Priester ein Amerikaner slowakischer Herkunft, ein Franzose und ein Mexikaner sind (eine meiner Quellen ist ein Freund eines dieser Priester). Wie es aussieht, kann zumindest der Letztere dieser drei etwas länger auf seinem aktuellen Posten in der Kongregation bleiben.
Betrachten wir nun einige der spezifischen Details die Marco Tosatti selbst für uns gesammelt hat.
Er beginnt seinen Artikel mit einem Hinweis auf die übliche Maßregelung der Römischen Kurie in der Weihnachtsansprache von Papst Franziskus und legt den offensichtlichen Ärger des Papstes in dessen Worten und Gesten bloß. Bei seinem Blick auf die Kurie nimmt Tosatti etwas anderes wahr als einen erwiderten Ärger der Kurien-Mitglieder: " Da geht es nicht um Widerstand sondern um ihre Angst, ihre Unzufriedenheit und eine Art Gefühl, das in einen ganz anderen Zusammenhang gehört."
Tosatti bezieht sich dann auf eine glaubwürdige Quelle. die ihm über diverse Episoden berichtet hat, die kürzlich im Vatican passierten. Zwei davon scheinen sehr wichtig zu sein und könnten weiteren Einblick in die Papst Franziskus eigenen autoritären Methoden und seine teilweise indirekte Art, die Kirche zu leiten, gewähren. Aber wir sollten uns zunächst auf die neue Personalsache in der Glaubenskongregation konzentrierten, über die Tosatti selbst sagt, sie sei "entschieden trauriger".
Hier ist Tosattis Bericht:
"Der Leiter eines Dikasteriums hat den Befehl bekommen, drei seiner Mitarbeiter (die dort alle seit langer Zeit gearbeitet haben) und das ganz ohne Erklärung. Er [der Präfekt]hat diese offiziellen Briefe erhalten: "....ich fordere Sie auf, bitte .......zu entlassen." Die Anordnung war: senden sie ihn [jeden von ihnen] in seine Ursprungsdiözese oder den Orden, zu dem er gehört, zurück. Er [der Präfekt] war sehr überrascht, weil es um drei hervorragende Priester geht, die zu den beruflich fähigsten gehören. Zuerst hat er es vermieden, zu gehorchen und mehrmals um eine Audienz beim Papst gebeten. Er mußte warten, weil dieses Treffen mehrmals verschoben wurde, am Ende wurde er zu einer Audienz empfangen. Und er sagte: "Heiligkeit, ich habe diese Briefe bekommen, aber ich habe nichts getan, weil diese Leute zu den besten meines Dikasteriums gehören, was haben sie getan?"
Die Antwort war wie folgt: "Ich bin der Papst und ich muß für keine meiner Entscheidungen eine Erklärung abgeben. Ich habe beschlossen, daß sie gehen müssen und sie müssen gehen."
"Er stand auf und streckte die Hand aus, um anzuzeigen, daß die Audienz beendet sei. Am 31. Dezember werden zwei der drei Männer das Dikasterium verlassen, für das sie seit Jahren gearbeitet haben- und das, ohne zu wissen warum. Für den dritten scheint es eine Art Aufschub zu geben. Aber dann ist da noch eine Implikation, die- falls es wahr ist- noch unerfreulicher ist.
Einer der beiden hatte frei über gewisse Entscheidungen des Papstes gesprochen. vielleicht ein wenig zu frei. Eine bestimmte Person, ein enger Freund des Papstes, hörte das und gab es weiter. Das Opfer erhielt einen sehr harschen Telefonanruf von Nummer Eind [dem Papst]. Und bald darauf kam die Entlassung."
Maike Hickson hat sich auf onepeterfive darüber Gedanken gemacht.
Hier geht´s zum Original: klicken
"PAPST WEIST KARDINAL MÜLLER AN, DREI PRIESTER AUS DER GLAUBENSKONGREGATION ZU ENTLASSEN"
"Marco Tosatti, der gut informierte und sehr respektierte italienische Vatican-Spezialist hat eine weitere beunruhigende Entwicklung in Rom aufgedeckt.
Am 26. Dezember berichtete Tosatti auf seiner website Stilum Curiae, daß Papst Franziskus gerade den Präfekten eines Vatican-Dikasteriums angewiesen hat, drei seiner Priester von ihren Pflichten in ihrer Kongregation zu entbinden.
Meine eigenen Recherchen haben ergeben, daß dieser Vorfall sich in der Glaubenskongregation abgespielt hat und daß es Kardinal Müller selbst war, der jetzt dieser kategorischen Anordnung gehorchen muß. Außerdem konnte ich herausfinden, daß die drei betroffenen Priester ein Amerikaner slowakischer Herkunft, ein Franzose und ein Mexikaner sind (eine meiner Quellen ist ein Freund eines dieser Priester). Wie es aussieht, kann zumindest der Letztere dieser drei etwas länger auf seinem aktuellen Posten in der Kongregation bleiben.
Betrachten wir nun einige der spezifischen Details die Marco Tosatti selbst für uns gesammelt hat.
Er beginnt seinen Artikel mit einem Hinweis auf die übliche Maßregelung der Römischen Kurie in der Weihnachtsansprache von Papst Franziskus und legt den offensichtlichen Ärger des Papstes in dessen Worten und Gesten bloß. Bei seinem Blick auf die Kurie nimmt Tosatti etwas anderes wahr als einen erwiderten Ärger der Kurien-Mitglieder: " Da geht es nicht um Widerstand sondern um ihre Angst, ihre Unzufriedenheit und eine Art Gefühl, das in einen ganz anderen Zusammenhang gehört."
Tosatti bezieht sich dann auf eine glaubwürdige Quelle. die ihm über diverse Episoden berichtet hat, die kürzlich im Vatican passierten. Zwei davon scheinen sehr wichtig zu sein und könnten weiteren Einblick in die Papst Franziskus eigenen autoritären Methoden und seine teilweise indirekte Art, die Kirche zu leiten, gewähren. Aber wir sollten uns zunächst auf die neue Personalsache in der Glaubenskongregation konzentrierten, über die Tosatti selbst sagt, sie sei "entschieden trauriger".
Hier ist Tosattis Bericht:
"Der Leiter eines Dikasteriums hat den Befehl bekommen, drei seiner Mitarbeiter (die dort alle seit langer Zeit gearbeitet haben) und das ganz ohne Erklärung. Er [der Präfekt]hat diese offiziellen Briefe erhalten: "....ich fordere Sie auf, bitte .......zu entlassen." Die Anordnung war: senden sie ihn [jeden von ihnen] in seine Ursprungsdiözese oder den Orden, zu dem er gehört, zurück. Er [der Präfekt] war sehr überrascht, weil es um drei hervorragende Priester geht, die zu den beruflich fähigsten gehören. Zuerst hat er es vermieden, zu gehorchen und mehrmals um eine Audienz beim Papst gebeten. Er mußte warten, weil dieses Treffen mehrmals verschoben wurde, am Ende wurde er zu einer Audienz empfangen. Und er sagte: "Heiligkeit, ich habe diese Briefe bekommen, aber ich habe nichts getan, weil diese Leute zu den besten meines Dikasteriums gehören, was haben sie getan?"
Die Antwort war wie folgt: "Ich bin der Papst und ich muß für keine meiner Entscheidungen eine Erklärung abgeben. Ich habe beschlossen, daß sie gehen müssen und sie müssen gehen."
"Er stand auf und streckte die Hand aus, um anzuzeigen, daß die Audienz beendet sei. Am 31. Dezember werden zwei der drei Männer das Dikasterium verlassen, für das sie seit Jahren gearbeitet haben- und das, ohne zu wissen warum. Für den dritten scheint es eine Art Aufschub zu geben. Aber dann ist da noch eine Implikation, die- falls es wahr ist- noch unerfreulicher ist.
Einer der beiden hatte frei über gewisse Entscheidungen des Papstes gesprochen. vielleicht ein wenig zu frei. Eine bestimmte Person, ein enger Freund des Papstes, hörte das und gab es weiter. Das Opfer erhielt einen sehr harschen Telefonanruf von Nummer Eind [dem Papst]. Und bald darauf kam die Entlassung."
Fundstück: vor 525 Jahren
gefunden bei Marco Gallina klicken
Gestern vor 525 Jahren, am 2.1.1492, kapitulierte das letzte muslimische Königreich auf der iberischen Halbinsel. Granada wurde den Königreichen von Aragon und Kastilien übergeben.
"Der Fall Granadas besiegelte die Vertreibung des Islams aus Westeuropa" schreibt Marco Gallina.
Quelle: www.marcogallina
Gestern vor 525 Jahren, am 2.1.1492, kapitulierte das letzte muslimische Königreich auf der iberischen Halbinsel. Granada wurde den Königreichen von Aragon und Kastilien übergeben.
"Der Fall Granadas besiegelte die Vertreibung des Islams aus Westeuropa" schreibt Marco Gallina.
Quelle: www.marcogallina
Montag, 2. Januar 2017
Auch Vaticanist Aldo Valli hat ein Buch über Papst Franziskus geschrieben
"Benoît XVI-et-moi" bietet einige Überlegungen zum neuen Buch des Vaticanisten von TG1 Aldo M.Valli über den Papst an, das den Titel trägt
" 266. JORGE MARIO BERGOGLIO FRANCISCUS P.P"
Sie gibt zunächst dem Verleger Gelegenheit, das Buch vorzustellen und fügt dann die Rezension von Giuseppe Rusconi bei "Rosso Porpora" an. Einleitend bemerkt sie, daß das Buch umso mehr Wert hat, als man Aldo M Valli, der ein aufmerksamer Beobachter ist, im Gegensatz zu den Kritikern Maurizio Blondet oder Antonio Socci nicht zu den Frontkonservativen und anderen Liebhabern von Weihrauch, Rüschen, dem Paternoster und Lateinischen Messen, die der Papst verabscheut, zählen kann. Die dem Titel des Buches vorangestellte 266 bezeichnet die Stellung des Pontifex in der Reihe der Päpste.
Hier geht´s zum Original: klicken
Erteilen wir also zunächst dem Verleger das Wort:
"Am 13. März 2013 zum ersten lateinamerikanischen und jesuitischen Papst gewählt, hat Jorge Mario Bergoglio, der 266. Papst in der Geschichte der Katholischen Kirche mit den progressistischen und laizistischen Kultur sofort eine Beziehung von tiefer Sympathie geknüpft. Seine Art sich zu präsentieren, Demut, Einfachheit und Armut zu lehren , hat gefallen. Genauso wie seine Bereitschaft zu Interviews, die Stockschläge für Priester und Bischöfe, sein Auftrag an die Hirten, den Geruch der Schafe anzunehmen, seine Intoleranz gegenüber der Marktwirtschaft, die Ausrichtung (besonders in der Enzyklika Laudato Si´)auf einen modischen Ökologismus gefallen haben.
Mit dem gleichen Enthusiasmus wurde sein Vorschlag zu einer "barmherzigen Kirche" begrüßt, die bereit ist allen zu vergeben und willens, nicht zu urteilen.
Gleichzeitig jedoch ist es genau diese Linie, besonders und explizit in der apostolischen Exhortation "Amoris Laetitia", die bei denen Verwunderung ausgelöst hat, die darin eine Hinwendung an den Weltgeist, einen gewissen moralischen Relativismus und einen Populismus -der aus einem Slogan entstand. der sich als leer wenn nicht zweideutig erwiesen hat.
Und es ist genau die Lektüre von "Amoris Laetitia" ist zu einer Frage berechtigt: was hält die meisten im Herzen der (sog,) Franziskus-Kirche? Das Heil der Seele oder das emotionale und psychologische Wohlgefühl des Volkes?
Man kann also sagen, daß es außer dem Erfolg, dessen Bergoglio sich erfreuen zu können scheint, einen ernsthaften "Fall Franziskus" gibt, über den man sich fragen muß.
Eine Debatte, die bereits unter Teilnahme der Kardinäle, Theologen und berühmten Philosophen stattfindet und sogar das Wort Schisma heraufbeschwört."
Und es ist genau die Lektüre von "Amoris Laetitia" ist zu einer Frage berechtigt: was hält die meisten im Herzen der (sog,) Franziskus-Kirche? Das Heil der Seele oder das emotionale und psychologische Wohlgefühl des Volkes?
Man kann also sagen, daß es außer dem Erfolg, dessen Bergoglio sich erfreuen zu können scheint, einen ernsthaften "Fall Franziskus" gibt, über den man sich fragen muß.
Eine Debatte, die bereits unter Teilnahme der Kardinäle, Theologen und berühmten Philosophen stattfindet und sogar das Wort Schisma heraufbeschwört."
Sonntag, 1. Januar 2017
Amoris Laetitia, ein Ausblick
Pater Raymond de Souza hat für den NCR, dessen Herausgeber er ist, eine neue Analyse und einen Ausblick zur Debatte über Amoris Laetitia verfaßt. Lesenswert!
Hier geht´s zum Original: klicken
"DEBATTE ÜBER ´AMORIS LAETITIA´: Ein Ausblick"
Papst Franziskus hält seit seinem allerersten Angelus im März 2013, vier Tage nach seiner Wahl, an Kardinal Kasper als Modell-Theologen fest. Im Februar 2014 lud er Kardinal Kasper dazu ein, eine Rede vor dem Kardinalskollegium zu halten, in der Kasper für eine Änderung der Kirchenpraxis warb.
Hier geht´s zum Original: klicken
"DEBATTE ÜBER ´AMORIS LAETITIA´: Ein Ausblick"
EINE NEUE ANALYSE
Pater Raymond de Souza
"Offiziell war es das Barmherzigkeitsjubiläumsjahr, mit den Begleitgnaden. Aber 2016 war mehr das "Jahr von Amoris Laetitia". Seine fortgesetzte Rezeption kann auch im beginnenden Jahr zunehmend Verbitterung und Teilung produzieren,
In den 1990-er Jahren berief der Hl.Johannes Paul II mehrere Synoden ein, um das Große Jubiläum 2000 vorzubereiten. Die nachfolgenden apostolischen Exhortationen trugen die Titel "Ecclesia in Africa", "Ecclesia un America" und "Ecclesia in Oceania" etc. Als die letzte "Ecclesia in Europa" 2003 veröffentlicht wurde, scherzte ich, daß man sie vielleicht als Box unter dem Gesamttitel "Ecclesiam ad Nauseam" (Kirche bis zum Erbrechen) zusammenfassen könne.
"Amoris Laetitia" ist noch kein Jahr alt und dennoch hat bereits ein gewisser Überdruss eingesetzt. In den letzten Monaten dieses Jahres hat sich die Debatte über Amoris Laetitia zunehmend aufgeheizt. Wie kann es dazu? Und was kann für 2017 erwartet werden?
Das Thema
Der umstrittenste Teil von "Amoris Laetitia" ist Kapitel 8, das sich mit der pastoralen Betreuung jener, die in "irregulären Situationen" leben, genauer also mit den Katholiken befaßt, die sakramental verheiratet waren, zivilrechtlich geschieden wurden und entweder in Kohabitation leben oder zivilrechtlich wiederverheiratet sind.
Der umstrittenste Teil von "Amoris Laetitia" ist Kapitel 8, das sich mit der pastoralen Betreuung jener, die in "irregulären Situationen" leben, genauer also mit den Katholiken befaßt, die sakramental verheiratet waren, zivilrechtlich geschieden wurden und entweder in Kohabitation leben oder zivilrechtlich wiederverheiratet sind.
Sie leben ein eheliches Leben. während sie gültig mit jemand anderem verheiratet sind. Die traditionelle pastorale Praxis der Kirche war, daß solche Paare im Sakrament der Beichte keine Absolution erhalten konnten, es sei denn sie waren willens, die eheliche Beziehung zu beenden-entweder durch Trennung oder - wenn das als unmöglich erachtet wurde- durch Verzicht auf eine eheliche Beziehung. Ohne zumindest den Vorsatz das zu tun, hätte das erforderliche Ziel der Veränderung oder sogar die Reue gefehlt.
Ohne sakramentale Absolution konnte man- schuldig der außerehelichen Beziehung, die objektiv immer eine schwere Sünde ist- die Kommunion nicht empfangen.
Dazu kommt, daß das Empfangen der Hl. Kommunion eine hochzeitliche Dimension hat- Christus der Bräutigam bietet sich selbst seiner Braut, der Kirche, in absoluter und unauflöslicher Treue dar- der wiederverheiratete Geschiedene gibt ein der Kommunion von Christus und der Kirche entgegengesetztes Zeichen.
Dazu kommt, daß das Empfangen der Hl. Kommunion eine hochzeitliche Dimension hat- Christus der Bräutigam bietet sich selbst seiner Braut, der Kirche, in absoluter und unauflöslicher Treue dar- der wiederverheiratete Geschiedene gibt ein der Kommunion von Christus und der Kirche entgegengesetztes Zeichen.
Seit mindestens der 1970-er Jahre hat es-besonders in der deutschsprachigen Welt- anhaltende Anstrengungen gegeben, die pastorale Praxis der Kirche zu ändern und solchen Paaren zu erlauben. Absolution und Kommunion zu empfangen-ohne die erforderliche Absicht ihre Situation zu ändern.
Am prominentesten mit Kardinal Walter Kasper verbunden, wurde der Vorschlag mit Autorität von Johannes Paul II und Papst Benedikt XVI als mit der Lehre der Kirche unvereinbar abgelehnt -und das wurde so auch im Katechismus der Katholischen Kirche zum Ausdruck gebracht.
Familien-Synoden 2014, 2015Papst Franziskus hält seit seinem allerersten Angelus im März 2013, vier Tage nach seiner Wahl, an Kardinal Kasper als Modell-Theologen fest. Im Februar 2014 lud er Kardinal Kasper dazu ein, eine Rede vor dem Kardinalskollegium zu halten, in der Kasper für eine Änderung der Kirchenpraxis warb.
Als die Kardinäle Kaspers Vorschläge strikt als mit dem Katholischen Glauben unvereinbar ablehnten, kam der Hl. Vater selbst dem umkämpften Kardinal zu Hilfe und wies darauf hin, daß das Thema auf der Agenda der beiden Familien-Synoden im Oktober 2014 und 2015 stehen würden.
Im August 2015 deutete Papst Franziskus auf obskure Weise an, daß er nicht an der klaren Lehre des Hl. Johannes Paul II von "Familiaris Consortio" (1981) und "Reconciliatio et Paenitentia" (1984) -zusammen mit Papst Benedikts "Sacrametnum Caritatis" (2007) festhalten wolle.
Er zitierte die relevanten Texte ließt aber absichtlich ihre abschließende Lehre und die fraglichen Punkte aus.
Unterstützer von Kardinal Kaspers Position versuchten, die Synode von 2015 dazu zu bringen, eine Modifizierung der geltenden Lehre zu stützen. Die Synodenväter weigerten sich, das zu tun.
Ihnen wurde die Gelegenheit verweigert, darüber abzustimmen, ob die Lehre des Hl. Johannes Paul II in Gänze gültig bleibe. Statt dessen stimmten sie über den mehrdeutigen Wunsch ab, solche Paare "in eine vollere Teilnahme am Leben der Kirche" einzuschließen.
In den relevanten Abschnitten des Schlussberichtes der Synode kommen die Worte "Sakrament" und "Heilige Kommunion"nicht vor.
Abonnieren
Posts (Atom)