Dienstag, 6. Juni 2017

Marco Tosatti fragt sich anläßlich der Pfingstpredigt, ob die päpstlichen Worte und Taten übereinstimmen.

Marco Tosatti kommentiert bei Stilum Curiae die Pfingstpredigt von Papst Franziskus in Sankt Peter. Hier geht´s zum Original:  klicken


"DER PAPST UND DIE FORDERUNG AN DIE KATHOLISCHEN "TIFOSI".  
WORTE UND FAKTEN. STIMMEN SIE ÜBEREIN?  ES SCHEINT NICHT SO"

"Mir schienen die Worte, die der regierende Pontifex gestern am 4. Juni anläßlich des Pfingstfestes in Sankt Peter ausgeprochen hat, sehr interessant. Er hat sich an alle Katholiken gewandt, als er sagte:

..."Um das zu tun ist es gut, uns zu helfen, zwei wiederkehrende Versuchungen zu vermeiden. 
Die erste ist die "Diversität ohne Einheit" zu suchen. Die folgt, wenn man trennen will, wenn man eine Seite einnimmt und Parteien bildet, wenn wir starre und wasserdichte Positionen einnehmen, wenn wir in unseren eigenen Ideen und Handlungsweisen eingeschlossen sind, wenn wir vielleicht denken, daß wir besser sind als andere oder immer im Recht. 
Wenn das passiert, ziehen wir den Teil dem Ganzen vor und gehören zu dieser oder jener Gruppe noch bevor wir zur Kirche gehören..
Wir werden eifrige Unterstützer einer Seite anstatt Brüder und Schwestern in dem einen Geist.
Wir werden "rechte" oder "linke" Christen -statt auf der Seite Jesu zu sein, unbeugsame Wärter der Vergangenheit oder Avantgarde der Zukunft anstatt demütige und dankbare Kinder der Kirche.
Das Ergebnis ist Diversität ohne Einheit. 
Die gegenteilige Versuchung ist die Suche nach Einheit ohne Vielfalt.
Hier wird Einheit Uniformität, in der alle alles zusammen und auf die gleiche Weise tun und immer gleich denken müssen. 
Einheit endet dann als Homogenität und ist nicht länger Freiheit."

Ich dachte, daß es leichter wäre, diese Worte zu bewerten, wenn man einige Dinge weiß, die ich zufällig erfahren habe. Einige sind öffentlich bekannt, andere nicht.
Die öffentlich bekannten sind: z.B. die Entscheidung, nicht in einem offenen und sachlichen Dialog auf die Bitte nach Klarstellung zu antworten, wie die von den vier Kardinälen präsentierten und von vielen anderen Kardinälen, Bischöfen. einfachen Priestern, Gelehrten und Laien -auch in Petitionen und offenen Briefen unterstützen dubia.
Und anstatt ihnen zu antworten, beschreibt der Papst sie als rigide; und dann sind da alle anderen Beleidigungen, die wir in diesen letzten Jahren gehört haben.


Montag, 5. Juni 2017

Fundstück

Konsekrierung durch Kardinal Burke bei der Pontifikal-Messe in der Kathedrale von Chartres, heute.

Sandro Magister macht sich Gedanken über die medialen Pläne der Columbus-Ritter

Sandro Magister macht sich bei Settimo Cielo Gedanken über die Ziele der Knights Of Columbus, die über massive finanzielle Unterstützung diverser vaticanischer und katholischer Medien immer einflußreicher zu werden scheinen.
Hier geht´s zum Original:  klicken


"SOGAR DAS MEDIEN-IMPERIUM  DER COLUMBUS RITTER WIRD EIN BISSCHEN BERGOGLIANISCH"

                   

"Ende dieses Monats wird man sehen, ob die Columbus-Ritter in den USA "Vatican-Insider", dem religiösen Informationsportal, das Papst Franziskus durch seinen Kordinator Andrea Tornielli, einem Freund Jorge Mario Bergoglios lange bevor er Papst wurde, am engsten verbunden ist, der immer noch ein häufiger Besucher ist, ein weiteres Jahr 100.000 $ erlassen werden.

"Vatican Insider" ist eine Grüdnung der in Turin erscheinenden Zeitung, deren Vaticanist Tornielli ist und wird auf der web-Plattform dieser Tageszeitung veröffentlicht. Aber seit dem, 1. Juli 2014 wurde VI nur durch die jährliche Unterstützung mit 100.000$ durch die Columbus-Ritter am Leben erhalten, die bis jetzt immer erneuert wurde.

Der Mann, der die Schlüssel zu dieser Stiftung in Händen hält, ist Thomas Smith Jr., Executiv-Direktor der Columbus-Ritter und zweite Person in der Leitung dieser Organisation, direkt nach dem obersten Ritter Carl Anderson (Foto). Sie sind beide davon überzeugt, daß das am-Leben-erhalten von Vatican Insider dem direkten Wunsch von Papst Franziskus selbst entspricht und fühlen auch beide, die Notwendigkeit ihm sowohl ihren Gehorsam als auch ihre Hingabe zu zeigen.

Der Ruf der Columbus-Ritter entspricht de facto keineswegs den Neuigkeiten, die aus dem aktuellen Pontifikat kommen. Es sollte genügen, auf das jüngste Portrait der Ritter zu schauen, das der National Catholic Reporter, Anführer der progressiven amerikanischen Katholischen Medien, in dunklen, ultrakonservativen Tönen in einer Serie dokumentierter Artikel gezeichnet hat,  der hier -im letzten- zusammengefaßt ist: 

Editorial: Knights' monetary influence skews our church

Die Columbus-Ritter- Mitte des 19. Jahrhunderts von Irischen Immigranten gegründet- sind eine Macht, die unter den Katholischen Vereinigungen nicht ihresgleichen hat.
Sie verfügen über 2 Millionen Mitglieder, haben ein Vermögen von fast 2 Milliarden Dollars, managen ein hocheffektives Versichungsunternehmen, hatten sowohl 2014 als auch 2015 (die letzten zur Verfügung stehenden Zahlen) und haben mehr als 1,5 Milliarden $ für caritative Aktivitäten gegeben.
Ausgaben und Einnahmen sind-einschließlich der jährlichen Aufwandsentschädigung für ihre Spitzenmänner- für Anderson 2014 2.289.806 $  und 2015 1.277.232 $ und für Smith 2014 766.795$ und 2015 972.215$  - nach dem Gesetz dokumentiert,

Eine detaillierte und ausführliche Auflistung der Spenden der Columbus-Ritter der letzten Jahre können in einem anderen Artikel des NCR gefunden werden.

Knights of Columbus' financial forms show wealth, influence

Aber da sollte es genügen, nachusehen, was die Ritter auf dem Gebiet der Medien tun, sowohl in öffentlicher als auch in verborgener Form- präzise wie es bei Vatican Insider mit der Unterstützung der Fall ist, die in den offiziellen Konten unter der allgemeinen Formel "Spenden für Kommunikationsaktivitäten" verborgen ist.


London: Islam & Islamismus. Was können und müssen wir tun?

Gianandrea Gaiani kommentiert bei La Nuova Bussola Quotidiana nach dem Blutbad von London unser Verhältnis zum Islam und zum Djihadismus und der ihm innewohnenden Gewalt.
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"KEINER STRATEGIE WIRD ES GELINGEN, DEN DJIHDISMUS ZU SCHLAGEN. 
SOLANGE WIR NICHT VERSTEHEN, DASS DAS PROBLEM DER ISLAM IST"

Trotz der Verdammung durch die Organismus, die die Islamische Welt repräsentieren, bestätigt das dritte Attentat, das innerhalb von 2 Monaten Groß-Britannien trifft, alle Kritiken der Europäischen Länder gegenüber einem Terrorismus, der sich -unausweichlich- einer breiten Unterstützung durch den extremistischen Islamismus - unterstützt durch die sunnitischen Golfmonarchien und druch Kapillarströme gleichmäßig über Europa verteilt-erfreuen kann und so gut wie nie von den Staaten bekämpft, die ausdrücklich darauf verzichtet haben, die ausländischen Kämpfer, die aus dem Irak und Syrien zurückkehren, einzusperren und die vielen Prediger und Imame zu verfolgen, die die Gewalt und die Scharia lobpreisen.
                       

Wenn also Theresa May (wenn sie Premier bleiben sollte) die Strategie gegen den Terrorismus radikal verändern will, wie sie gestern sagte, müßte sie damit beginnen, den sich ausbreitenden islamischen Extzremismus und seine Finanziers von der Arabischen Halbinsel zu bekämpfen, die zugleich die größten Finanz-Investitoren der britischen Wirtschaft und an der Londoner Börse sind.
Der Plan sieht 4 Punkte vor:
die islamische Ideologie zu überwinden, um verständlich zu machen, daß die westlichen Werte "überlegen" sind, 
dem den Terroristen durch das Internet gebotenen "sicheren Raum" ein Ende bereiten,
die Militäraktionen gegen ISIS im Irak und in Syrien fortführen
längere Haftstrafen garantieren.
Wir werden sehen, ob es solche konkreten Entwicklungen geben wird.

Eine mehr als ausreichende Bewertung, der man zutimmen muß, ist nicht nur, daß das islamischer Terrorismus ist, sondern auch, daß der sich einer breiten Unterstützung durch die britische muslimische Gemeinschaft erfreut. Die Regierung Ihrer Majestät war sich dessen im Übrigen so bewußt, daß sie die Verbreitung der Ergebnisse der im vergangenen Jahr vom damaligen Premier David Cameron veranlaßten Untersuchung zur Finanzierung des Djihadismus in GB blockiert hat.
Ein Jahr vorher, im Februar 2015, hatte eine Umfrage des ComRes-Institutes für die BBC - zur Erforschung der Stimmung der auf 2,8 Millionen Mitglieder (4,4% der Gesamtbevölkerung) geschätzten Islamischen Gemeinschaft im Vereinigten Königreich -zwei Monate nach dem Djihadisten-Blutbad in der Pariser Redaktion von Charlie Hebdo ähnliche Resultate ergeben.
Mehr als ein Viertel (27%) der 1000 interviewten britischen Muslime "verstanden das Motiv hinter dem Angriff auf Charlie Hebdo, der am 7. Januar von den Brüdern Kouachi in Paris verübt wurde, während 11% überzeugt waren, daß jene, die Bilder von Mohammed veröffentlichen, es verdienten, angegriffen zu werden.


Fundstück des Tages



Gefunden haben wir das, was der Hl. Don Bosco über Mohammed und den Islam klar ausdrückte, auf dem "Löwenblog" von Marco Gallina - Dank dafür!  
Hier geht´s zum Original mit dem Titel: "Mohammed ein Scharlatan und Betrüger" :  klicken

Quelle: Marco Gallina, Löwenblog

Sonntag, 4. Juni 2017

Father Hunwicke über die Abdankung eines Papstes in bewegten Zeiten.....

Anläßlich des Pfingstfestes erinnert Father Hunwicke bei  "liturgicalnotes" an den Jahrestag des letzten Papstrücktrittes vor 2013 und eine Zeit- im 15. Jahrhundert- in der es zur gleichen Zeit 3 Päpste gab: Gregor XII, Benedikt XIII und Johannes XXIII.
Hier geht´s zum Original: klicken

                      "PÄPSTLICHE ABDANKUNG"
"Heute ist- denke ich- sowohl das Große Pfingst-Fest-als auch der Jahrestag der letzten Gelegenheit vor 2013, bei der ein Römischer Pontifex abdankte. Im Juni 1415 verzichtete Papst Gregor XII, Angelo Correr auf den Stuhl Petri.

Er tat das zum Guten und für die Einheit der Universalen Kirche, die ernsthaft von einem Schisma bedroht wurde.
Das hatte z.B. bedeutet, daß wenn man als Priester die Mauern der Englischen Stadt Berwick verließ, um in der benachbarten Schottischen Grafschaft Berwickshire die Messe zu zelebrieren, mußte man sich daran erinnern  statt "una cum famulo tuo papa nostro Gregorio", "una cum papa nostro Benedicto" sagen mußte .
Außer ...ooops, den hatte ich vergessen.... man akzeptierte den dritten Papst, der kurz zuvor bei einem Konzil in Pisa gewählt worden war und sich Johannes XXIII nannte.  In eine fremde Sakristei zu gehen und nach Notizen mit der Aufschrift "Nomen Papae" zu suchen, muß für die reisenden Priester zahllose Überraschungen bereit gehalten haben. Vielleicht ist Gott nach allem ein "Gott der Überraschungen".

Verwirrende Zeiten. Beweise für diese Verwirrung sind immer noch in der Westmminster Cathedral zu sehen, wo eine bekannte Liste mit Papstnamen schamlos eine sehr ungewisse Haltung zur Frage, wer, wann und wo Papst in jenen sehr unterhaltsamen Tagen zu Beginn des 15. Jahrhunderts war, zur Schau stellt.

Uneinigkeit in der Ecclesia Militans Christi ist immer eine traurige Sache."

Quelle: liturgicalnotes, Father J. Hunwicke

Zu heutigen Festtag!

           
               ALLEN BEIBOOTLESERN EIN GESEGNETES PFINGSTFEST!

         
          

Das Problem mit den fehlenden Tonbandgeräten

Auch Pater A. Lucie-Smith spricht im "Catholic Herald" Klartext zu den Satanischen "Versen" des Ordensgenerals der Jesuiten Pater Sosa Abascal. Und beendet seinen Beitrag mit dem befolgenswerten Vorschlag den redseligen Jesuiten zukünftig von Mikrophonen fernzuhalten.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"SATAN EXISTIERT. EGAL WAS DAS OBERHAUPT DER JESUITEN DENKEN MAG"

Jesus selbst spricht vom Satan als einem gefallenen Engel und nicht von einem literarischen Konstrukt.

Vielleicht bekommt der kürzlich zum Ordensgeneral der Jesuiten gewählte Pater Arturo Marcelino Sosa Abascal  deswegen mehr Aufmerksamkeit als viele seiner Vorgänger jemals , weil der Papst ein Jesuit ist. Das ist so etwas wie ein "gemischter Segen" für die Kirche.

In seinem letzten Interview behauptet Pater Sosa, daß "Wir eine symbolische Figur wie den Teufel geschaffen haben, um das Böse auszudrücken." 

Es ist schwer seine Worte auf orthodoxe Weise zu interpretieren: betrachtet man sie, scheinen sie sowohl dem Katechismus der Katholischen Kirche als auch der Hl. Schrift, in denen Jesus selbst von Satan eher als gefallenem Engel als von einem literarischen Konstrukt spricht, zu widersprechen.

Da gibt es z.B. verschiedene Bezugnahmen auf Satan im Lukas-Evangelium (10,18; 11,18; 13,16; 22, 3 und 31), was sehr klar werden läßt, daß Jesus Satan als einen aktiven und gerissenen Gegner sieht, der versucht, die Erlösung der Menschheit-wo er kann, zu unterminieren.
Als ich ungefähr sechs Jahre alt war, wurde mir von meiner Lehrerin gesagt, daß jene, die denken, daß Satan nicht existiert, seine Aufgabe sehr viel leichter machen. Wie recht sie hatte!

Pater Sosa ist leider erfahren darin, Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Schrift zu wecken. Während man nicht leugnen kann, daß Satan Teil des Weltengemäldes des Retters der Menschheit ist, hat Pater Sosa behauptet, daß die Evangelien die Worte Jesu vielleicht nicht  wiedergeben:"Man müßte viel darüber nachdenken, was Jesus wirklich gesagt hat. Zu der Zeit gab es keine Aufnahmegeräte, um seine Worte festzuhalten."
Nein, gab es nicht, aber das heißt nicht, daß die Schrift nicht eine authentische Quelle für die Lehre Christi ist.

Es passiert oft, daß wenn ein Mensch im späteren Leben berühmt wird, Peinlichkeiten aus der Vergangenheit aufgewirbelt werden. Pater Sosa macht da keine Ausnahme und wir haben alle gehört, daß Pater Sosa 1989 ein "Manifest" unterschrieben hat, in dem Fidel Castro warm gepriesen und in Venezuela Willkommen geheißen wird.

Naja. wir haben alle peinliche Dinge getan, als wir jünger waren, und wir haben auch dumme Dinge getan. Nichtsdestoweniger nimmt dieses Manifest in den Annalen menschlicher Peinlichkeiten einen hervorgehobenen Rang ein. Er mußte es nicht unterzeichnen.
Darüber hinaus- Castro zu lobpreisen, einen Diktator. Verfolger der Kirche und enthusiastischen Verfechter der Todesstrafe-  paßt nur schlecht zur Soziallehre der Kirche, obwohl es bei denen, die sich 1989 selbst für "progressiv" hielten die richtigen Tasten gedrückt haben mag. Man hätte ein Wort der Zurücknahme von Pater Sosa erwarten können, aber da ist keines gekommen.

Vielleicht widerrufen Jesuiten-Obere nicht. Aber vielleicht könnten seine Aufpasser ihn in Zukunft von Mikrophonen fernhalten?"

Quelle: Catholic Herald, Pater A. Lucie-Smith




  

Samstag, 3. Juni 2017

Ein bißchen Nostalgie

 
Die "Frecce Tricolori" , die Flugstaffel der Italienischen Luftwaffe ehrte nach der Hl. Messe zum Abschluß der Eucharistischen Kongresses in Ancona am 11. September 2011 Papst Benedikt XVI.

     

Ist der Teufel ein Produkt der menschlichen Psychologie? Der Ordensgeneral der Jesuiten glaubt das.

Auch Marco Tosatti sieht sich gezwungen, die aparte Interpretation des Teufels durch den Jesuiten-General Pater Sosa zu kommentieren. Er tut das bei Stilum Curiae und stellt sich und uns die Frage, was wohl der Hl. Ignatius von Loyola dazu sagen würde.
Hier geht´s zum Original:  klicken


"DER TEUFEL IST FÜR DAS OBERHAUPT DER JESUITEN EINE ERFINDUNG UND SYMBOLISCH. WENN DAS DER HL. IGNATIUS VON LOYOLA HÖREN WÜRDE....."

"Als ich sein Foto sah, habe ich gedacht: "Wow! Massimo hat sich zusammen mit Renzi der Brille entledigt und ein neues Leben bei den Jesuiten angefangen und weil er so tapfer war, haben sie ihn zum Vorsitzenden gemacht."

Der fragliche Massimo ist D´Alema, mein alter Banknachbar im klassischen Lyzeum Andrea Doria, als- wie wir im Scherz sagten- er schon beim Sekretariat der PCI eingeschrieben war. Die selben lebhaften Augen, voller Schlauheit, das selbe Lächeln, der selbe eitle und gut gepflegte Schnauzbart....und auch -ach je!- die gesagten Dinge sind nicht so unähnlich.

Die Person, über die wir sprechen, ist der neue Ordensgeneral der Jesuiten, Pater Arturo Sosa, der den Zeitungen schon wegen seiner Feststellung bekannt war, daß es zur Zeit Jesu keine Tonbandgeräte gab und wir also nicht wissen können, was er genau gesagt hat.
Eine Äußerung, die nicht aufhört, mich wegen ihrer stringenten inneren Logik zu erstaunen:
da ist ein Mann, von dem wir seit 2000 Jahren nicht genau wissen, was er genau gesagt hat, und ich beschließe, mein ganzes Leben in einer Vereinigung, die in seinem Namen gegründet wurde, zu verbringen.

Pater Sosa hat El Mundo ein Interview gewährt, das man hier finden kann.

Als Antwort auf eine Frage über die Frauen in der Kirche sagte er: "Jesus hat keine allgemeinen Normen für die Frauen seiner Zeit aufgestellt. Frauen haben ihn immer begleitet. Die Kirche kann ohne sie nicht existieren. Für mich sind sie die großen Übermittlerinnen des Glaubens. Es wird der Moment kommen, in dem ihre Rolle mehr anerkannt wird.
Die Kirche der Zukunft braucht eine andere Hierarchie, mit anderen Ämtern. Ich appelliere an die weibliche Kreativität , damit wir innerhalbv von 30 Jahren christliche Gemeinschaften mit anderen Strukturen haben. Der Papst hat die Tür des Diakonates geöffnet und eine Kommission gegründet. Danach könnten sich mehr Türen öffnen."

Über die HS-Ehe sagte er dagegen:

"Das allgemeine und das offizielle Denken sind eine Sache, das was in der Gemeinschaft passiert, eine andere. Meine Homosexualtität ist eine Sache, mein homosexueller Gefährte, der Teil meiner Familie und meines Umfeldes ist, eine andere. Im religiösen Leben gibt es Homosexuelle, sie werden nicht verfolgt und sind Teil der Gemeinde. Das Ehe-Sakrament ist ein anderes Thema, den zivilen Sratus anzuerkennen, damit sie nicht diskriminiert werden ist das eine und der theologische Aspekt ein andere. Die Sakramente sind so nicht entstanden."


Father Hunwicke & der Gehorsam

Father J.Hunwicke macht sich bei liturgicalnotes auf die ihm eigene schnörkellose Weise Gedanken über den Gehorsam und die Gehorsamspflicht des Papstes gegenüber der Kirche. Und er berichtet von einer Zeit, in der die Deutschen Bischöfe Vorreiter der korrekten Interpretation und Anwendung der Kirchenkonstitution waren.....
Hier geht´s zum Original: klicken


    "DER NOTWENDIGE GEHORSAM DES PAPSTES GEGENÜBER DER KIRCHE"
"Steht der Papst über der Kirche? Das kommt darauf an, was Sie denken. Es gibt -natürlich- keinen Zweifel, daß der Römische Pontifex der oberste Gesetzesgeber der gesamten Ecclesia Militans hier auf Erden. Aber er ist ein Mitglied -und somit in - der Kirche, Deshalb ist er auch Subjekt der Kirche. (Das bedeutet in der Tat, daß er als Jorge Bergoglio Subjekt der Kirche und somit des Papstes als oberstem Gesetzgebers  ist). Er ist nicht der einzige Mensch auf Erden, der "solutus ab omni lege" ist.

Ständige Leser werden sich an meine wiederholten Zitate Joseph Kardinal Ratzingers erinnern: "...das Erste Vaticanische Konzil hat den Papst keineswegs als absoluten Monarchen definiert. Im Gegenteil, es hat ihn als der Garanten des Gehorsams zum Offenbarten Wort dargestellt. Die Autorität des Papstes  ist an die Tradition des Glaubens gebunden......Die Autorität des Papstes ist nicht unbegrenzt; sie dient der Heiligen Tradition."

Auch ohne Fußnoten basiert dieser Text klar auf einer Feststellung der Deutschen Bischöfe nachdem Bismarck die Unfehlbarkeit, der das I. Vaticanische Konzil zugestimmt hatte, attackiert hatte. Bismarck hatte behauptet. daß daß das den Papst zu einem "absolutem Monarchen" mache. Die Deutschen Bischöfe antworteten, daß die Unfehlbarkeit des Papstes -als Teil der Unfehlbarkeit der Kirche- an die in der Hl. Schrift und die Tradition und an die bereits vom Kirchlichen Lehramt verabschiedeten Definitionen gebunden ist.
Der Papst- so erklärten sie- ist an diese Dinge gebunden (obstrictus), die Christus in seiner Kirche eingesetzt hat. Er kann die der Kirche von ihrem Göttlichen Gründer gegebene Konstitution  nicht ändern und die Konstitution der Kirche ist in allem auf die im göttlichen Arrangement (ordinatione) gegründet und ist von jedem willkürlichen menschlichen Eingriff frei (immunis).
Der Selige Pius IX hat diese Erklärung der Deutschen Bischöfe uneingeschränkt gepriesen.

Die Frage der Begrenzungen des Papstamtes kam beim II. Vaticanum wieder auf. In Lumen Gentium § 22 (am Ende) wollte der Selige Paul VI - löblich besorgt, daß die päpstliche Autorität unter seiner Ägide nicht weggegeben werden solle- die Worte uni Domino devinctus hinzufügen.
In der alten Abbott-Übersetzung wäre das Teil des letzten Satzes gewesen, der sich so liest: vorausgesetzt, daß der Papst selbst, der fest an den Herrn allein gebunden ist [oder  fest an den einen Herrn gebunden] sie zum gemeinsamen Handeln aufruft. "
Aber die Theologische Kommission des Konzils verweigerte die Bitte des Papstes, weil die eine äußerste  Vereinfachung (nimis simplificata) darstelle. "der Römische Pontifex ist daran gebunden, der Offenbarung selbst zu gehorchen, gebunden an die fundamentale Struktur der Kirche, die Sakramente, die Definitionen der vorangegangenen Konzile etc. Die können nicht alle gezählt werden." (Papa Montini gab nach).

Er ist es in der Tat. Und tatsächlich können sie nicht.

Jeder Papst ist fest an den Gehorsam gegenüber dem Lehramt gebunden- so wie Sie es sind. Er kann ebenso wenig eine Silbe davon ändern, wie ich es kann."

Quelle:liturgicalnotes, Father J. Hunwicke 


Freitag, 2. Juni 2017

Antonio Socci; Warum Bergoglio den Papa emeritus angreift....oder das kolossale Eigentor


Zu Beginn seines Kommentars lädt Antonio Socci dazu ein, diesen Leitartikel von Matthew Schmitz bei "First Things" zu lesen.
Hier geht´s zum Original bei Lo Straniero:  klicken


                           "WARUM BERGOGLIO BENEDIKT XVI ATTACKIERT"



"Der weiß gekleidete Bischof" (wie Bergoglio sich in Fatima definiert hat) hat vorgestern Papst Benedikt XVI frontal angegriffen, der - um bei der Vision des "Dritten Geheimnisses" zu bleiben - sehr einem anderen Protagonisten dieser Prophezeiung ähnelt "Der Hl. Vater halb zitternd, mit wackeligem Schritt, erfüllt von Schmerz und Leid"

DER ANGRIFF
Während der Predigt von Santa Marta - jener, in der er Botschaften, Blitze und Ankündigungen lanzierte - hat Bergoglio auf eine Lesung in der Messe Bezug genommen, in dem vom Abschied  des Hl. Paulus von der Gemeinde von Ephesus gesprochen wird, um dem "Hirten, der sich nicht verabschiedet und sich im Zentrum der Geschichte glaubt - etwas entgegen zu schleudern. So hat Radio Vatican es wiedergegeben.
Und "Vatican Insider" - eine ultrabergoglianische Website - hat ebenso getitelt: "Ein Bischof muß sich verabschieden können, er ist nicht das Zentrum der Geschichte". Untertitel: "Der Papst in Santa Marta: "der Hirte muß sich gut verabschieden - nicht nur halb"... und ohne sich der Herde zu bemächtigen"
"Vatican Insider" hat den Artikel mit einem Foto illustriert, auf dem man Bergoglio im Hubschrauber sieht: das ist eine ausdrückliche Erinnerung an den Hubschrauberflug, mit dem Benedikt XVI  am 28. Februar 2013 nach seinem Rücktritt den Vatican in Richtung Castelgandolfo verließ.

Die beiden Titel geben die sehr harte Predigt gut wieder, in der im Endeffekt der argentinische Papst  (ohne ihn zu nennen) sich mit Ratzinger anlegt, "dem Hirten, der es nicht lernt, sich zu verabschieden".
Bergoglio zeigt am Beispiel des Hl. Paulus. der "seine Herde nicht unterschlagen hat". Wie der Apostel - sagt Bergoglio - soll man sich nicht "im Zentrum der Geschichte wähnen, der großen oder kleinen Geschichte" sondern nur als "ein Diener".

Warum hat er Benedikt XVI so hart angegriffen? Bei anderen Gelegenheiten hatte er besonders das Schweigen des Papa emeritus als Beispiel für Distanz und Diskretion zitiert. Aber in diesen Tagen hat Benedikt XVI gesprochen. Deshalb ist er zur Zielscheibe geworden.
Tatsächlich spricht das Ende der bergoglianischen Predigt für sich: "wir beten für die Hirten, unsere Hirten, für die Pfarrer, für die Bischöfe, für den Papst, damit sie nicht glauben, im Zentrum der Geschichte zu stehen  und es lernen. Abschied zu nehmen."

EIGENTOR
Diese Predigt ist ein kolossales Eigentor. Weil Bergoglio immer Kirchensessel erobert hat, ohne sie je zu verlassen und hat sogar das (als Jesuit) abgelegte Gelübde gebrochen, keine Ämter anzunehmen.
Und schließlich, wenn es einen Papst gibt, der sich "im Zentrum der Geschichte" glaubt (jedenfalls bei seinem Ehrgeiz die Kirche auf "irreversible" Weise zu verändern), dann ist er das und sicher nicht der bescheidene und demütige Benedikt.
Und so läßt das Bild vom Hirten, der "sich der Herde bemächtigt" an Bergoglio selbst denken, der sich auf sich selbst fokussiert.
Außerdem sagt uns die Episode des Hl. Paulus, auf die er sich bezogen hat, wenn man sie gut liest- etwas der bergoglianischen Botschaft Entgegengesetztes.


Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der Dümmste im ganzen Kirchenland?....oder "haltet die Hitze hoch!"

Bei "Peter-One-Five" macht sich Steve Skojec Gedanken über den Intelligenzgrad Kardinal Maradiagas.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"KARDINAL MARADIAGA: DER DÜMMSTE SCHURKE DES VATICANS"

"Wenn dein Gegner temperamentvoll ist, versuche, ihn zu irritieren." Sun Tzu- "Die Kriegskunst"

Ich  versuche an eine Filmszene zu denken, um meine Meinung zu illustrieren, aber ich greife nach einem Strohhalm. Es ist ein so allgemeines Thema: der Underdog, der es schafft, sich trotz aller Widrigkeiten durchzusetzen, der überlegene Feind, der mit einer speichelsprühenden Tirade des Unglaubens die geballten Fäuste schüttelt- die Demaskierung des Schurken, der davongekommen wäre, wenn sich diese Kinder nicht eingemischt hätten.

Das klingt absurd und das ist es. Wie ich vor einigen Wochen bei twitter sagte:
"Kardinal Maradiaga spricht wie ein Cartoon-Schurke. Das ist völlig unpassend."


Cardinal Maradiaga speaks like a cartoon villain. Which is entirely appropriate. @Pontifexhttps://cruxnow.com/vatican/2017/05/19/cardinal-watch-maradiaga-bashes-burke-benedict-lauds-sarah/ 
Ich bezog mich dabei-natürlich- auf die sehr öffentliche und sogar noch lächerlichere Beschimpfung von Kardinal Burke. Hier ein Ausschnitt aus der in meinem Tweet zitierten Geschichte: 
"Der amerikanische Kardinal Raymond Burke wurde kürzlich als "enttäuschter Mann" abgetan, verwirrt über seinen Machtverlust an den Mitkardinal Oscar Rodriguez Maradiaga von Honduras, Koordinator des C9-Rates der beratenden Kardinäle von Papst Franziskus. [...]
Im neuen Interview teilt Maradiaga aus:
"Dieser Kardinal, der dieses unterstützt" sagte Maradiaga- sich auf Amoris Laetitia beziehend- ist ein enttäuschter Mann, der Macht wollte und sie verlor Er dachte, er sei die höchste Autorität in den USA.
"Er ist nicht das Lehramt", sagte Maradiaga mit Bezug auf die Autorität öffentlich zu lehren. "Der Hl. Vater ist das Lehramt und er ist es, der die gesamte Kirche lehrt. Dieser andere spricht nur seine eigenen Gedanken aus, die keinen weiteren Kommentar verdienen. Es sind Worte eines armen Mannes" sagte Maradiaga.
Maradiaga kritisierte auch konservative Denkschulen des Katholizismus, als deren Symbol Burke oft gesehen wird. "Diese Strömungen der katholischen Rechten bestehen aus Personen, die die Macht und nicht die Wahrheit suchen und es gibt nur eine Wahrheit," sagte er. "Wenn sie behaupten in den Worten Franziskus´ eine Häresie zu finden, machen sie einen großen Fehler, weil sie nur wie Menschen denken und nicht wie der Herr es will. Welchen Sinn soll es haben, Schriften gegen den Papst zu veröffentlichen, die nicht ihm schaden, sondern die einfachen Menschen? Was erreicht ein rechter Flügel, der sich auf einige Punkte konzentriert? Nichts!


Donnerstag, 1. Juni 2017

"Der Klang der Stille" -oder Aufruhr um ein Vorwort des Papa emeritus zum "Buch der Stille" von Kardinal Sarah

A. Gagliarducci  kommentiert bei "Monday in The Vatican" die auffällig aufgeregten Kommentare zum Vorwort des Papa emeritus für Kardinal Sarahs Buch "Die Macht der Stille".
Hier geht´s zum Original:   klicken 

                                "Papst Franziskus: Der Klang der Stille"

Die Veröffentlichung des Vorworts Benedikts XVI für die deutsche Ausgabe des jüngsten Buches von Kardinal Robert Sarahs hat einenaufruhr verursacht, der auf gewisse Weise an das Klima während seines Pontifikates erinnert.

Im Vorwort lobt Benedikt die Wahl von Papst Franziskus, Kardinal Sarah zum Präfekten der Liturgiekongregation zu ernennen. Dieser Satz allein entzündete eine völlig grundlose Kontroverse.
Benedikts Worte wurden als politisches Statement gegen Papst Franziskus gelesen.
Tatsächlich wird Kardinal Sarah von vielen als in der von ihm geleiteten Kongregtaion isoliert angesehen, angesichts dessen, daß die Zusammensetzung der Kongregation vor kurzem erneuert wurde und die neuen Mitglieder werden als "der anderen Seite angehörend" angesehen.

Diese Art Benedikts Worte zu interpretieren ist ein Zeichen der Zeit. Keine Geste wird in gutem Glauben interpretiert und alles wird nur durch eine ideologische und politische Linse gelesen. Die Tatsachen sollten jedoch für sich selbst stehen. Nur dann können die Dinge mit Klarheit bedacht werden.
Mit der Beschäftigung mit Tatsachen meine ich Benedikts Vorwort ohne ideologisches Vorurteil zu lesen.
Der Papa emeritus schreibt einen sehr persönlichen Text, der auf Überlegungen aus seiner Jugend basiert. Er einnert uns daran, daß Jesus die Nächte allein "auf dem Berg verbrachte, um zu beten" und daß "seine Rede, sein Wort aus seinem Schweigen resultiert, weil sie nur dort erblühen konnten".

Benedikt gibt zu, daß es "um Jesu Worte zu interpretieren, historische Kompetenz, das Verstehen seiner Zeit und das Kennen der Sprache jener Zeit erfordert,"
Er fügt jedoch hinzu, daß diese Kompetenz "ausreicht, die Botschaft des Herrn in ihrer ganzen Tiefe zu erfassen."
Und am Ende stellt er fest,daß die Kommentare, "die immer länger werden", einen oft enttäuschen, weil am Ende das Gefühl bleibt, daß in dieser Überfülle an Worten etwas Wesentliches fehlt."

Diese Rationale ist an der Basis des gesamten theologischen Überlegungen Joseph Ratzingers/ Benedikts XVI. Seine "Jesus von Nazareth"-Trilogie, die darauf beruht, wie Jesus in den Evangelien überliefert wird, ist nicht zufällig seine letzte akademische Arbeit.
Darüber hinaus hat Benedikt eine seiner Botschaften zum Welttag für Soziale Kommunikation der Stille gewidmet.  klicken
Schließlich hat Benedikt den lauten Weltjugendtagen auch den Rhythmus des Schweigens auferlegt, indem er Perioden eucharistischer Anbetung am Ende der Vigil ansetzte, die mit einem stillen Segen endeten: der Papst verschwand. Jesus trat ein.

Benedikts Überlegung-mit seinem Lob für Kardinal Sarah- muß in diesem Kontext gesehen werden. Er preist den Kardinal, weil seine Spiritualität der Liturgie einen Wert hinzufügen kann. Die Liturgie ist auch eines der Kernthemen, die Benedikts Herz nahestehen.


Father Hunwicke bricht eine Lanze für Kardinal Müller

Father J.Hunwicke hat am 29. Mai in seinem blog "liturgicalnotes" eine Lanze für Kardinal G.Müller gebrochen. Hier geht´s zum Original: klicken

KARDINAL MÜLLER
Ich glaube, daß Gerhard Müller viel mehr ganzherzige Sympathie und Unterstützung durch die orthodoxen Katholiken verdient, als er wirklich häufig bekommt.
Zu einer Zeit in der Seine Eminenz darum kämpft,im Herzen eines nicht wohlgesonnenen Regimes die Rechtgläubigkeit aufrecht zu erhalten, kann er es sich nicht leisten deshalb angegriffen zu werden, weil er verfehlt habe bei seinem Umgang mit der FSSPX die lehramtlichen Dokumente des II. Vaticanums zu verteidigen. Wie bei bei seiner derzeitigen Praxis eher die de-facto-Versöhnung Schritt für Schritt festzumachen als öffentliches Aufsehen zu erregen. Seine Exzellenz Bischof Fellay wurde die Möglichkeit gegeben,mit einem in die Irre gegangenen Priester der Piusbruderschaft nach kanonischem Recht zu verfahren; Priester der Bruderschaft können unangefochten die Absolution erteilen; die kürzlich erlassenen Eheregeln erlauben es auf eine etwas gewundene Art den Priestern der Bruderschaft erlaubt, Trauungen durchzuführen, die von den Diözesamgerichten nicht so leicht annuliert werden können; und (seit jüngster Zeit) ist es den Bischöfen der Bruderschaft erlaubt "illegitim" zu weihen ! (Die so die Macht haben, Klerus von außen zu ordinieren, was ein wertvoller nächster Schritt sein könnte). Zu dieser Annäherung ist viel zu sagen.

Sicher ist das "Schritt für Schritt" auch eine Politik. die den Vorteil besitzt, den inneren Zusaammenhalt der Bruderschaft zu erhalten. Nimmt man die Bedeutung dieser bewundernswerten Bruderschaft ist das Evangelisierungswerk, keine geringzuschätzende Überlegung. Und solange es keine formale kanonische Versöhnung gibt, gibt es keine Beschränkungen darin, die Bruderschaft daran zu hindern, in den Diözesen zu missionieren, in denen ein obstruktives Ordinariat sie nicht haben will.

Im Hinblick auf Amoris Laetitia hat Müller klargemacht, daß eine Änderung der Lehre und Praxis der Kirche die "wiederverheirateten Geschiedenen" angehend so momumental wäre, daß sie nicht durch in Fußnoten eingebettete Einschübe vorgenommen werden könne sondern ausdrücklich verkündet werden müsse. Wie ich schon mehrmals erklärt habe, gibt es mehr als einen Weg "eine Katze zu häuten."
Müller hat die katholische Rechtgläubigkeit aufrecht gehalten, auch wenn sein Weg das zu tun, niht der weg ist, der einigen anderen als der Beste erscheint.

Und Seine Eminenz ist ein resoluter Verteidiger der wichtigen dogmatischen Tatsache, daß Bischofskonferenzen und ihre Vorsitzenden keinen doktrinalen, ekklesiologischen Status besitzen: ein Bestehen auf er elementar wichtigen Ratzingerianischen Lehre über die Ontologische Priorität der Universalen Kirche. Diese Lehre ist unser großes Bollwerk gegen "Kasperismus" und seinen Schüler, wie Kardinal Marx. Ohne diesen Nachdruck, der eines der wichtigsten Monumente der Ratzinger-Jahre ist, würde die Katholische Kirche-rein menschlich gesehen- sich dem selben Erdrutsch in die spalterische Heterodoxie gegenüber sehen, die die einst stolze Anglikanische Gemeinschaft zerstört hat.

Und nicht zuletzt hat Kardinal Müller vor kurzem öffentlich darauf hingewiesen, daß die gegenwärtige Leitung nicht einmal auf der Höhe ihrer eigenen PR-Maschine ist.....wie bei der Sache mit der unfairen Behandlung Vaticanischer Angestellter, die nicht ohne ein ordentliches und dezentes Verfahren gefeuert werden sollten. Das zu tun, ist die Handlungsweise eines Absoluten Monarchen und eines Renaissance-Hofes.


Quelle: Liturgicalnotes, Father J. Hunwicke