Samstag, 8. September 2018

Fundstück

Dr. Markus Büning kommentiert für das "Christliche Forum"  die neue verbale Allzweckwaffe der höheren Kirchenhierarchie in Rom und andernorts: "Klerikalismus"
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"NICHT DER "KLERIKALISMUS" IST DAS PROBLEM, SONDERN OBERHIRTLICHE ABLENKUNGSMANÖVER"
"Seit Tagen müssen wir uns von unseren Oberhirten gebetsmühlenartig anhören, der Klerikalismus sei die Ursache der Missbrauchskrise  –  gemeint ist der sexuelle Missbrauch von Kindern und Jugendlichen durch Geistliche. 
Papst Franziskus gab mit seinem Schreiben an die Gläubigen hierzu den Aufschlag  ......

Quelle: Christliches Forum, Dr. M.Büning

Viganò-Gate, ein neuer Brief und die Folgen

Marco Tosatti kommentiert bei Stilum Curiae die neueste Entwicklung bei Viganò-Gate und insbesondere die neuen Behauptungen der päpstlichen Ausputzer, voran James Martin, die- zu Unrecht- hoffen, die Vorwürfe auf Johannes Paul II und Benedikt XVI umleiten zu können.
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"VIGANOGATE. EIN BRIEF VON SANDRI BESTÄTIGT DIE BESCHULDIGUNG DES EX-NUNTIUS. HAT DER PAPST ANGST DAVOR, DI NARDO ZU TREFFEN?"

Viganò-Gate -auch wenn etwas aus den italienischen Mainstreammedien verschwunden-die Angst haben, den Papst und den Vatican zu stören- läßt neue Entwicklungen erkennen.
Ein Brief vom Oktober 2006 - gescannt und dem Katholischen Nachrichtendienst übermittelt- bestätigt das, was von Erzbischof Viganò in seinem 11-seitigem Zeugnis über die Vertuschungen- in Rom und in den USA- und über die Komplizenschaft derer Theodore McCarrick- homosexueller Aggressor von Seminaristen und jungen Priestern- sich erfreute- enthüllt wurde.
Der ist zu Zeiten von Franziskus das Mastermind hinter den Bischofs- und Kardinalsernennungen in den USA geworden.

Der Brief ist vom damaligen Substituten des Staatssekretariates, Leonardo Sandri, heute Kardinal und Präfekt der Orientalischen Kirchen, geschrieben worden. Er bezieht isch auf einen Brief, der er im November 2000 von Pater Bonifacio Ramsey an Nuntius Gabriel Montalvo geschrieben wurde, in dem wegen des von McCarrick begangenen exuellen Mißbrauchs Alarm ausgelöst wurde.
Ramsey hat CNS gegenüber erklärt; "Ich beklage mich über die Beziehungen, die McCarrick mit den Seminaristen hat und daß er mit den Seminaristen schläft usw.; alle haben es gewußt."
Ramsey hat von 1986 bis 1996 am Seminar der Unbefleckten Empfängnis unterrichtet. Sandri hat 2006 an Ramsey geschrieben und ihn um Informationen über einen Priester gebeten, der für einen Posten imVatican vorgeschlagen wurde."
"Ich frage besonders in Beziehung zu einer Reihe von Fragen, die einige Studenten des Seminars des Unbefleckten Empfängnis betreffen, die Sie freundlicherweise vertraulich dem von Apostolischen Nuntius in den USA, Erzbischof Gabriel Montalvo mitgeteilt haben."

Seltsamerweise wird in der Botschaft Sandris nicht über McCarrick gesprochen. Das- weil nach Ramsey- die Vorwürfe gegen den Kardinal "zu sensibel waren. Mein Brief vom 22. November 2000 dreht sich um McCarrick und beschuldigte nicht die Seminaristen; er beschuldigte McCarrick."

Der Catholic News Service schreibt: "Der Brief von 2006 (von Sandri) bestätigt nicht nur frühere Mitteilungen von Ramsey sondern auch Teile des von Erzbischof Carlo Maria Viganò geschriebenen Dokumentes, der von 2001 bis 2016 Nuntius in den USA war."


Tweet zum Tage

Wir haben berichtet, als das Kloster der Hl.Thekla in Maaloula von Djihadisten zerstört wurde.
Jetzt ist es wieder aufgebaut worden. Ein Grund zur Freude.

Viganò-Gate und das Schweigen im Vatican

Die Bloggerin von BenoîtXVI-et-moi hat unter der Überschrift  "Warum Msgr. Viganò (wahrscheinlich) die Wahrheit sagt." und "Warum Benedikt XVI Schweigen bewahrt, die vernünftigen Hypothesen vom blog eines amerikanischen Philosophen mit einen Kommentar von Aldo Maria Valli"  zum Stand der Dinge bei "Viganò-gate" veröffentlicht. (Merci beaucoup!)
Hier geht´s zur französischen Übersetzung :  klicken und hier zum italienischen Original: klicken

"DIE KONFRONTATION BERGOGLIO / VIGANÒ: EIN PHILOSOPH SIEHT DAS SO" 

Valli beginnt seinen Kommentar mit folgenden Worten:

"Die Affäre um das Memorandum Erzbischof Carlo M.Viganòs beherrscht seit Tagen die Kommentare der wichtigsten Beobachter im Vatican und es ist nicht leicht, allem zu folgen. Auf alle Fälle scheint die intelligenteste Wertung (jedenfalls meiner Meinung nach) die des Philosophen Edward Feser, Professor am Pasadena City College, zu sein, der auf gewisse Weise eine Reihe von Gründen illustriert, aus denen man vernünftigerweise schließen kann, daß Viganò die Wahrheit sagt."

 Als ersten Grund gibt Feser das "ohrenbetäubende Sschweigen" des Papstes an -so Valli- der Ziel einer präzedenzlosen Attacke eines hochrangigen Klerikers, Erzbischofs, Nuntius in den USA war. Der habe sich, wie wir wissen, bis jetzt geweigert, zu antworten.
Und das "sei ganz einfacch nicht die Haltung, die man von jemandem erwartet, wenn gegen ihn erhobene Vorwürfe offensichtlich falsch sind" so urteilt Feser und man würde "im Gegenteil erwarten, daß der Betroffene massiv und sofort widersprechen würde."

Freitag, 7. September 2018

"Nein zur Interkommunion"

Hier ist eine an Papst Franziskus gerichtete Petition "Nein zur Interkommunion" mit dem Aufruf, die pastorale Handreichung der deutschen Bischöfe zur Interkommunion zu korrigieren.
Hier geht´s zur Petition und zur Unterschrift:   klicken

Noch ein Fundstück


Maike Hickson berichtet für die "Tagespost" über die Auswirkungen des Mißbrauchsskandals auf die us-amerikanischen Katholiken.
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             "Vom Zorn in Gottes eigenem Land"

Die Missbrauchskrise empört Gläubige und Hirten – Ein Blick in die Seele des katholischen Amerika.

Und hier ein Zitat daraus:

"In der katholischen Kirche in Amerika ist ein Sturm losgebrochen, der sich nicht so schnell wieder legen wird. Die Katholiken, die sich nach der Missbrauchswelle im Jahre 2002 der kirchlichen Hierarchie anvertraut hatten und dachten, diese habe das Problem unter Kontrolle bekommen, haben nun den Eindruck, leitende kirchliche Positionen der USA seien in der Hand von Wölfen im Schafspelz. In den Fall des inzwischen aus dem Kardinalsstand ausgeschlossenen emeritierten Erzbischofs McCarrick sind viele hochrangige Vertreter der Kirche verwickelt." (....)

Quelle: Die Tagespost, Dr.M.Hickson

Was Kardinal Sarah James Martin antwortet.

Marco Tosatti kommentiert bei LaNuova BussolaQuotidiana die Aussagen Kardinal Sarahs zu den Äußerungen, die Pater James Martin in einer Rede beim Weltfamilientreffen in Dublin gemacht hat.
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"SARAH: "LGBT-PERSONEN HABEN EIN RECHT AUF DIE WAHRHEIT"
"Der afrikanische Kardinal antwortet auf die Thesen von Pater Martin, der die Homosexualität "normalisieren" möchte und erinnert daran, daß die Liebe zu den Menschen nur in der Wahrheit echt ist. Und er schlägt Wege der Begleitung, die der "unveränderlichen Lehre" Jesu folgen, vor.
"Zuerst sind da die Personen selbst, die immer gut sind, weil sie Kinder Gottes sind. Dann ist da die Neigung zum gleichen Geschlecht, die noch keine Sünde ist, aber die im Gegensatz zur menschlichen Natur steht. und schließlich sind da die gleichgeschechtlichen Beziehungen, die für das Wohl derer, die daran teilnehmen, schwer sündhaft und schädlich sind.

"Ist es möglich, der Lehre der Kirche treu zu bleiben, ohne sich von MIllionen Menschen abzuwenden" das ist der Titel eines Leitartikels, den Kardinal Robert Sarah im Wall Street Journal vom 31. August geschrieben hat, um seine Meinung zu einer Äußerung der nach Dublin die Kirche zerreißt -und das ist die Frage homosexueller Peronen und der Art wie sie in der Kirche sein können.

Wie wir gesehen haben, hat der jesuitische LGBT-Aktivist die Medienszene beim Familientreffen mit einer extem kontroversen -und bestrittenen-  Rede "gekapert". Kardinal Sarah antwortet ausgewogen darauf, indem er an die Grundprinzipien erinnert.

"Die Katholische Kirche ist von vielen wegen ihrer pastoralen Antwort an die LGBT-Gemeinschaft  kritisiert worden- einschließlich von einigen der eigenen Anhänger. Diese Kritik verdient eine Antwort- nicht um die Praxis der Kirche zu verteidigen, sondern um festzulegen, ob wir als Jünger des Herrn wirklich effektiv eine Gruppe suchen, die in einem Zustand der Not ist. 

Die Christen müssen immer versuchen, das neue Gebot Jesu beim letzten Abendmahl zu befolgen: "Liebt einander wie ich euch geliebt habe." 

Aber -unterstreicht der Purpurträger-jemanden zu lieben - wie Christus uns liebt- bedeutet diese Person in der Wahrheit zu lieben." Und genau deshalb reflektiert der "Katechismus der Katholischen Kirche über das Bestehen auf der Ehrlichkeit und unterstreicht, daß die Botschaft der Kirche an die Welt "in aller Klarheit die Freude und die Forderungen des Weges Christi zu verkünden." 


Schon bei einer anderen Gelegenheit- wenn uns das Gedächtnis nicht täuscht- hatte Kardinal Sarah den amerikanischene Jesuiten daran erinnert, daß er nicht irgendwer sei, sondernein Priester und u.a. der Herausgeber der wichtigsten Zeitschrift der amerikanischen Jesuiten.


"Wer im Namen der Kirche spricht, muß den unveränderlichen Lehren Christi treu sein, weil die Menschen nur durch ein Leben in Harmonie mit dem Schöpfungsplan Gottes eine tiefe und dauerhafte Zufriedenheit  finden können." und er zitiert das Johannes-Evangelium und die Worte Jesu über die Freude. "Die Katholiken glauben, daß die Kirche durch die Leitung des Hl. Geistes ihre Lehren aus der Wahrheit der Botschaft Christi erhält." 



Fundstück

Helmut Hoping hat für die Tagespost einen Artikel die Reaktionen auf die Viganò-Doku verfaßt.
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Titel des Fundstücks:

               "IHR SÜNDERLEIN SCHWEIGET!"
      "Fragwürdige Äußerungen der Kardinäle Cupich und Maradiaga zum Vigano-Dossier."
Quelle: Tagespost, H.Hoping

Donnerstag, 6. September 2018

Tweet zum Tage

Benedikt XVI mit dem Schriftsteller Stefan Högl  (1.9.20189

R. Cascioli erinnert an den heute vor einem Jahr verstorbenen Dubia-Kardinal C. Caffarra

Riccardo Cascioli erinnert in La Nuova Bussola Quotidiana an den heute vor einem Jahr -am 6.9.2017- verstorbenen Kardinal Carlo Caffarra.
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"ER HAT UNS GELEHRT, WAS ES HEISST ZU SAGEN, "BEIM PAPST ZU BLEIBEN" 

"Ist es möglich, daß sich niemand um die Wahrheit kümmert?"
Diese beherzte Frage, die Kardinal Caffarra wenige Monate vor seinem Tod ausgesprochen hat, stellt man sich jetzt in der schweren Krise der Kirche mehr denn je. 

"Ist es möglich, daß keiner sich mehr um die Wahrheit kümmert?"
Ich glaube ihn noch vor mir zu sehen, Kardinal Carlo Caffarra, wenige Monate bevor er starb,  schmerzerfüllt wegen der Dinge, die in der Kirche passierten, wegen dieser Verwirrung, die nur ein Blinder nicht sehen würde." 
Nicht Hingabe, sondern Verzicht auf Frieden wegen der Unwissenheit vieler seiner Brüder, die angesichts der Orientierungslosigkeit der Gläubigen die Ruhe des politisch Korrekten als etwas für die Wahrheit zu riskieren. Dann war das Thema mit den Dubia verbunden,in denen -gemeinsam mit den Kardinälen Brandmüller, Meisner und Burke 

Nicht eine Hingabe, sondern Verzicht auf Frieden wegen der Unwissenheit vieler seiner Brüder, die angesichts der Orientierungslosigkeit der Gläubigen die Ruhe der kirchlichen Korrektheit bevorzugten, anstatt etwas für die Wahrheit zu riskieren. Dann wurde das Thema mit der Dubia verbunden, wo - zusammen mit Kardinal Brandmüller, Meisner und Burke - Caffarra den Papst bat, einige Punkte der apostolischen Ermahnung Amoris Laetitia zu klären, die pastorale Entscheidungen befürworteten, die der Doktrin widersprachen.

Was ihn zutiefst traaurig machte, war als einige Kirchenmänner und besonders einige Vaticanisti ihn als "Feind" des Papstes etikettierten oder "feindselig" gegenüber dem Papst. Gerade er, der sein Leben für den Papst gegeben hätte, und es im Grunde gegeben hat, hat dem Schmerz über das, was passiert ist und der Demütigung nicht standgehalten. "Aber es it die Pflicht der Kardinäle den Papst zu warnen, wenn er einen Fehler macht" sagte er. Und zwar auch zur Verteidigung des Papstes, seines Petrusamtes. Genau wie es Paulus mit Petrus getan hat.Der stellte sich der Frage nach den jüdischen Bräuchen, die Petrus den Heiden auferlegen wollte- in seinem Amt als Oberhaupt der Apostel.. Er hat ihn verteidigt.

Die Schwere der erhobenen Vorwürfe kann nicht durch formale Unterstützungserklärungen für den Papst aifgehoben werden. Zu versuchen, die Viganò-Frage auf eine traditionalistische Verschwörung gegen Papst Franziskus zu reduzieren, spielt nur denen in die Hände, die das Netz der Komplizenschaft und Unterstützung verdecken wollen, das seit Jahrzehnten sexuellen Mißbrauch jeder Art begangen hat - wie auch die Pädophilie zu verurteilen, während das wahre Problem die im Klerus verbreitete Homosexualität ist, mit einer schwulen Lobby, die in der Kirche eine beherrschende Stellung einnimmt. 

Jeder Katholik hat das Recht und die Pflicht sich dieser Strömung entgegen zu stellen.
Auf nichts zu zielen, Msgr. Viganò mit jeder Art von Verleumdung zu belästigen, jede Art die ernsthaften und wirklichen Fragen in seinem Memorandum zu stellen, bedeutet nicht "zum Papst zu stehen" oder zum Wohl der Kirche zu handeln. Es bedeutet vielmehr, einen Tumor zu bedecken, der auf diese Weise nur wachsen kann. Den Papst im Herzen zu haben, vor allem das Papsttum, verlangt im Gegenteil das starke Verlangen nach Wahrheit und das Boot in Ordnung gu bringen, bevor der Skandal alle und alles überwältigt."

Quelle: LNBQ R. Cascioli

Magister: "Was wäre gewesen, wenn..."

Heute erlaubt sich Sandro Magister bei Settimo Cielo eine kleine Spekulation, was passiert wäre, wenn das letzte Konklave nicht Jorge M. Bergoglio sondern Angelo Scola zum Papst gewählt hätte und zitiert dabei aus einem autobiographischen Interview des emeritierten Erzbischofs von Mailand.
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"FIKTION. WENN SIE AN STELLE VON BERGOGLIO KARDINAL SCOLA ZUM PAPST GEWÄHLT HÄTTEN"

Die explosive Anklageschrift des früheren Nuntius in den USA, Carlo Maria Viganò gegen Papst Franziskus hat die anderen kontroversen Punkte dieses Pontifkates überschattet, besonders die der Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen.

Franziskus hat nie auf die Dubia geantwortet, die von vier maßgebenden Kardinälen gegen ihn erhoben wurden. Ebenso wenig hat er je Interesse daran gezeigt, sie zu empfangen. Während er in der Zwischenzeit zugestimmt hat, daß die "liberale" Interpretation seiner postsynodalene Exhortation  "Amoris Laetitia" in die Praxis umgesetzt werden sollte.

In der vergangenen Wochen jedoch hat ein anderer Kardinal von größtem Kaliber das Schlachtfeld betreten, um das "Nein" zur Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen zu wiederholen - Angelo Scola, 77, der - wie die Gerüchte sagen - in der ersten Abstimmung die meisten Stimmen bekam - in dem Konklave, das am Ende Jorge Mario Bergoglio wählte.

Scola war von 2011 bis 2017 Erzbischof von Mailand, nachdem er zuvor Patriarch von Venedig gewesen war und davor Bischof von Grosseto, Rektor der Päpstlichen Lateranuniversität und Theologieprofessor in Fribourg - auf den Spuren des großen Hans Urs von Balthasar, außerdem war er Mitbegründer der internationalen, theologischen Zeitschrift "Communio"und in seiner Jugend Mitarbeiter von Fr. Luigi Cuissani, Gründer von Communione e liberazione.

Scolas Widerstand gegen die Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen ist geblieben und geht weit zurück. 2014 und 2015 hat er in zwei langen Artikeln für das Magazin "Il Regno" dagegen argumentiert. Er hat das wiederholt, nachdem "Amoris Laetitia" in seiner Diözese Mailand veröffentlicht worden war. Und jetzt schreibt er, daß er "auch mit dem Hl. Vater während einer Privataudienz darüber gesprochen habe."

Diese Enthüllung kann man - zusammen mit vielen anderen in dem autobiographischen Interview in Buchlänge finden, das Scola Mitte August veröffentlicht hat.

Angelo Scola, "Ich habe auf die Freiheit gesetzt. Autobiographie", Gespräche mit  Luigi Geninazzi, Solferino, Mailand, 2018.

Roberto De Mattei: Kanonische Strafe für den Whistleblower?

Roberto de Mattei kommentiert bei Rorate Caeli die Meldungen vaticanischer Quellen, daß der Papst erwägt, Erzbischof Viganò wegen seiner Dokumentation über den us-amerikanischen Mißbrauchsskandal und seine Vertuschung auch durch eine homosexuelle Lobby im Vatican, nach Kanonischem Recht zu bestrafen.
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"DE MATTEI: ERZBISCHOF VIGANÒ - BESTRAFT,
 WEIL ER DIE WAHRHEIT SAGTE?"

"Wird Erzbischof Carlo Maria Viganò, der Licht in die Existenz von Korruption im Vatican brachte und jene Schuldigen benannte- beginnend mit den höchsten Kirchenautoritäten, bestarft werden, weil er die Wahrheit sagte? Papst Franziskus untersucht diese Möglichkeit- wenn wahr ist, was mehrere Quellen bestätigen- daß er Kardinal Francesco Coccpalmerio und einige andere Kichenrechtler konsultiert hat, um die Möglichkeit zu untersuchen, kanonische Strafen über den Erzbischof zu verhängen, beginnend mit der Suspendierung a divinis.
Wenn diese Nachricht bestätigt wird, wäre das extrem schwerwiegend  und auch etwas surreal, angesichts dessen, daß der zur Sanktionierung von Msgr. Viganò befragte "Experte" ausgerechnet Kardinal Coccopalmerio wäre, der vom früheren Nuntius in den USA beschuldigt wird, Teil der "homosexuellen Lobby" zu sein, die über en Vatican herrscht.
Es darf auf keinen Fall vergessen werden, daß der Sekretär des Kardinals. Msgr. Luigi Capozzi in einen Fall einer homosexuellen Orgie verwickelt war, bei der die Position seines Vorgesetzten immer noch geklärt werden muß.

Aber das Problem, das dahinter steht, ist ein anderes. Die Katholische Kirche -insofern sie ine sichtbare Gemeinde ist-ist mit einem Strafrecht ausgestattet- d.h. das Gesetz, das sie besitzt, um Gläubige zu bestrafen, die das Gesetz gebrochen haben. Im Hinblick darauf muß man zwischen Sünde und Verbrechen differenzieren.  Sünde betrifft die Verletgung der moralischen Ordnung; ein Verbrechen betrifft die Überschreitung des Kirchenrechts, das sich natürlich vom Staatsrecht unterscheidet. Alle Verbrechen sind Sünden, aber nicht alle Sünden sind Verbrechen.

Es gibt Verbrechen, die zivile Rechtsprechung und Kanonisches Recht gemeinsam haben, wie das Verbrechen der Pädophilie- während andere Vergehen nur das Kanonische Recht, nicht aber das staatliche Strafrecht betreffen. Homosexualität ind Kohabitation werden z.B. in den meisten Staaten nicht als Verbrechen angesehen werden,  bleiben aber für den Klerus, der sie begeht, schwere Vergehen, die duch das Kanonische Recht  sanktioniert werden.
Nicht jede äußere Handlung, die das Gesetz verletzt, sondern nur jene Art von Verletzung, für die bei Nichtbefolgung Sanktionen vorgesehen sind- nach dem Prinzip des nullum crimen nulla pena sind llege.

Der Kodex des Kanonischen Rechts - wie Pater Giovanni Scalese vor kurzem auf seinem blog "Antiquo Robore" feststellte- betrachtet nicht nur den Mißbrauch Minderjähriger als Verbrechen, sondern auch andere Sünden gegen das 6. Gebot : Kohabitation und ihre skandalöse Situation, was Homoxsexualität einschließt (Kanon 395 des Neuen Kodex`)  Diese Unterscheidung scheint Papst Franziskus nicht klar zu sein, der "Null-Toleranz" gegen zivile Vergehen, wie Pädophilie, proklamiert aber "Vergebung" und Barmherzigkeit für Jugendsünden wie Homosexualität beschwört, und das Vorhandensein dieses Verbrechens im Kirchenrecht vergißt.

Aber dann gibt es hier den Widerspruch: das Kichenrecht wird angerufen, nicht um den unmporalischen Klerus zu strafen sondern denjenigen, der die Unmoral des Klerus anklagt- Msgr. Carlo Mari Viganò, der in seinem Zeugnis nichst anderes getan hat, als der Linie der Kirchenreformer zu folgen, vom Hl. Peter Damian bis zum Hl. Bernardino von Siena, die großen Geißler der Sodomie.

Was ist der Grund für eine kanonische Bestrafung , die über den mutigen Erzbischof verhängt werden würde? Papst Franziskus könnte -mit der Fabel von Phaedrus antworten: Ich brauche keine Gründe zu nennen, ich strafe quia nominor leo, weil ich der Stärkste bin. Aber wenn Autorität nicht im Dienst der Wahrheit ausgeübt wird, wird sie zu Machtmißbrauch und das Opfer des Machtmißbrauchs erlangt eine Macht, die keiner ihm nehmen kann: die Macht der Wahrheit.
In diesen für die Kirche tragischen Zeiten ist das Erste, was nicht nur Katholiken, sondern die Öffentliche Meinung dder gesamten Welt von den Männern der Kirche verlangt "ohne Falschheit zu leben" um einen berühmtene Ausdruck Solschenyzins zu verwenden.
Die Zeit für sozialistische Diktaturen ist vorüber- die Wahrheit ist dazu bestimmt, sich selbst durchzusetzen."

Quelle: Rorate Caeli, R.De Mattei

  

Auch in Argentinien.....

Maike Hickson berichtet bei LifeSiteNews -anhand einer erneut ausgestrahlten Dokumentation des ZDFs über Fälle sexuellen Mißbrauchs in Buenos Aires und wie der damalige Erzbischof versuchte, die zu vertuschen.
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EINE DOKUMENTATION FINDET HERAUS: "FRANZISKUS HAT IN ARGENTINIEN MISSBRAUCH IGNORIERT UND VERTUSCHT, BEVOR ER PAPST WURDE."
Der öffentlich-rechtliche deutsche Fernsehkanal ZDF wiederholt eine im vergangenen Jahr erstellte Dokumentation, die behauptet, daß Papst Franziskus -als Erzbischof Bergoglio von Buenors Aires die Rufe nach Gerechtigkeit von Mißbrauchsopfern in seiner Diözese ignorierte.
Die Dokumentation gewinnt jetzt in der Nachwirkung des Memorandums von Erzbischof Viganò, der bezeugt, daß der Papst den Mißbrauch des ehemaligen Kardinals McCarrick vertuscht hat.

Die Dokumenataton behauptet auch, daß der damalige Erzbischof Bergolgio. bevor er Papst wurde, an der erfolglosen Verteidigung eines Priesters teilnahm,, der ndes Mißbaauchs beschuldigt wurde. .Jener Priester, der jetzt eine 15-jährige Gefängnisstrafe absitzt, nachdem er des sexuellen Mißbrauchs von Kindern für schuldig befun den wurde.

Jetzt- im Licht des Viganò-Reports ist die dokumentation von Martin Boudot erneut ausgestrahlt worden und macht die Runde in der deutschspracchigen Welt.  Die Dokumentation mit dem Titel "Das Schweigen der Hirten" hat 2017 den Preis als beste europäische Dokumentation gewonnen.
Sie steht in den USA unter dem Titel "Sexueller Mißbrauch in der Kirche: der Schweigekodex".zur Verfügung.

Die Dokumentation befindet, daß viele Priester. die des sexuellen Mißbrauchs beschuldigt wurden, von ihren  Bischöfen einfach in andere Länder versetzt wurden, um eine Verfolgung zu vermeiden.
Die zweite Hälfte der Dokumentation beleuchtet das Verhalten von Erzbischof Jorge Bergoglio selbst   in Buenos Aires.


Der Film zitiert ein Buch aus dem Jahr 2000, mit dem französischen Titel "Sur la terre comme au ciel" (Wie im Himmel so auf Erden) , der von Jorge Bergoglio und Rabbi Abraham Skorka gemeinsam gesschriben wurde. In diesem Buch stellt Bergoglio fest - so der Film- , daß in es in seiner Diözese keine päsdophilen Priester gegeben habe.


Mittwoch, 5. September 2018

Father Hunwicke spricht.....

bei liturgicalnotes heute über "Viganogate" klicken



                     "DIESESMAL IST ES ANDERS"

"Die Dubia....die "Filial Correction".....wie schüchtern der Klerus war, sich diesen Initiativen anzuschließen.
Aber mit Viganogate- war eine Anzahl von Bischöfen sehr wohl willens, eine ordentliche Untersuchung zu fordern. 

Warum diese Änderung?  

Natürlich ist der größte Unterschied, daß PF durch die Aufweichung des Zeugnisses der Kirche gegen Ehebruch sich in die Richtung der modernen Annahmen der Welt bewegt hat. Der größte Teil der Medien wäre üerwältigend für einen solchen "modernisierenden" Standpunkt. Das ist wohl auch wahr für den Standpunkt der KIirche zur Homosexualität. PFs Ansichen zur Todesstrafe passen eshr gut  zum liberalen westlichen Zeitgeist.

In diesen Dingen, wurde er leicht als einer gesehen, der sich auf der Linie eines weichen Konsens bewegt. Und man muß zugeben, daß die sogenannten "Modernisierenden" Ansichten von vielen Katholiken geteilt werden.

Jetzt ist ds Problem der sexuelle Mißrauch Minderjähriger oder Abhängiger, begleitet von einer wahren  Vertuschungs-Industrie durch Prälaten. Das sind keine Themen, bei denen sie Medien sich wohlfühlen und entspannt sind. Ebenso wenig ist der Mißbrauch von Kindernfür die Laien annährend so akzeptabel und zustimmungsfähig.  "Menschen eine zweite Chance zu geben, deren erste Ehe gescheitert ist,"....das erschien freundlich, barmherzig und modern. Sexueller Mißbrauch, Vertuschung, Schweigegeldzahlungen und Verschweigen dagegen nicht. 

Und in der säkularen Welt ist es für den "investigativen Journalismus" allgemein üblich, "Vertuschungen" und "Heuchelei" zu verfolgen. Das Viganò-Ereignis gehörte zu dieser Kultur und diesen Annahmen. 

So hat PF ganz plötzlich sie PR-Initiative verloren, die jetzt zu seinen Kritikern überging. Das ist sicher der Grund für diese ....Wut bei seinen Anhängern. Sie sind plötzlich in eine unbekannte und unbequeme Stellung geraten. Auf der Welle von Franziskus´ Barmherzigkeitskampagne zu reiten hat Spaß gemacht. Gefragt zu werden, warum der Papst bei der Beantwortung der Fragen über einen schrecklichen sexuellen Skandal so zurückhaltend und unwillig ist, war überhaut nicht das, was sie im Sinn hatten.

Und es ist leichter für Bischöfe "Transparenz" zu fordern und "vollständige Klarstellung" als es für sie ist "Haare auf dem Gebiet der Moraltheologie zu spalten" und die feineren Punkte der Lehre der "Entwicklung" zu diskutieren. In Amoris Laetitia und bei seinen Synoden verfolgte PF seiner erklärten Philosophie "Chaos anzurichten" andere dazu zu bringen, Fakten zu schaffen, die man dann interpretieren und vorantreiben konnte. Diese so zivilisierte Politik von Papst Franziskus Häresien vorzubringen, steht jetzt nicht zur Verfügung, wo es PR-Imperativ ist, PF vom sexuellen Mißbrauch und den Vertuschungen zu distanzieren. PF und sein Pack von verschlagenen Opportunisten befinden sich mit ddem Rücken zur Wand: da ist kein Raum zum Manövrieren.

In dieser akuten Krise werden schmalziges Wiener Lächeln und der herablassende Ratschlag nach Hause zu gehen und Newman zu lesen, wird das Problem einer wütenden (angeblich heuchlerischen) Welt oder beunruhigter und hochgradig betroffener Laien nicht lösen.

(Vielleicht wäre das jetzt nicht der Moment für Erzbischof Fernandez eine zweite Ausgabe seines Handbuchs über das Küssen, durch ein empfehlendes Vorwort von PF erweitert, herauszubringen).

Dennoch sind die Lehre, die man in Amoris Laetitia und der von Erzbsichof Viganòs "Zeugnis" enthüllten Unmoral im Grunde das selbe. Die völlig und radikal fehlerhafte nachsichtige und laxe ehtische Kasuistik, die zur Beruhigung deutscher Ehebrecher-perfekt logisch und fair-  vorgeschlagen wurde,  wird von Pädophilen zu Hilfe gerufen. Schließlich habe es menschliche Gesellschaften gegeben, in denen Päderastie und Ephebophilie sozial akzeptsabel war und öffentlich sichtbar.
Sie haben ihre eigene ausführliche und ausgesprochen romantische Literatur 
Ich und meine Leser werden solche Ideen und Kulturen natürlich mit organischem Ekel und begründeter Verachtung betrachten. Aber das Viganò-Zeugnis hat PF und seine Fraktion "ohne ein Bein, auf dem sie stehen könnten" hinterlassen.

Vielleicht wird Hesiod in Arhgentiniens Schulen nicht gelesen; vielleicht hat der junge Jorge nie von Pandora und ihrer Büchse gehört. Aber es wird so schwer werden wie eh und je, das Übel in die Büchse zurückzubringen. 

Wir werden viel vom charakteristischen bergoglianischen Toben bekommen. Vielleicht sehen wir wieder die Art von Einschüchterung die nach der "Correctio" ihr häßliches Haupt erhob- sogar in so zivilisierten Ländern wie Österreich und England.

Das aber muß doch...sicher...wenn nicht der Anfang vom Ende dann doch mindestens das Ende des Anfangs sein. 

Weil -endlich- ein bisher eher schweigender Episkopat Anzeichen dafür zeigt, widerspenstig und hörbar zu werden. Extreme Maßnahmen, sogar eine exreme Sprache gegen Bischöfe, die Fakten und Verantwortlichkeit verlangen und die herrausfinden wollen, Wer Wann Was wußtem würden kaum die öffentliche Meinung besänftigen."

Quelle: liturgicalnotes, Fr.J.Hunwicke
 

 
 

Dienstag, 4. September 2018

Auch heute brauchen wir ein bißchen Musik am Abend ......

   Antonio Vivaldis Konzert für 2 Blockflöten, 2 Oboen, 2 Violinen und Fagott in d-moll RV 566