Sonntag, 22. Februar 2026

Angelus

vaticannews veröffentlicht den Wortlaut der Katechese des Hl. Vaters beim heutigen Angelus auf dem Petersplatz in Rom. Hier geht´s zum Original:  klicken

                  "Liebe Brüder und Schwestern, einen schönen Sonntag!"

Heute, am ersten Fastensonntag, berichtet uns das Evangelium von Jesus, der, vom Heiligen Geist geleitet, in die Wüste geht und vom Teufel versucht wird (vgl. Mt 4,1-11). Nachdem er vierzig Tage gefastet hat, spürt er die Bürde seiner Menschheit: auf physischer Ebene den Hunger und auf moralischer Ebene die Versuchungen des Teufels. Er erlebt die gleiche Mühsal, die wir alle auf unserem Weg erfahren, und indem er dem Dämon widersteht, zeigt er uns, wie wir seine Täuschungen und Nachstellungen überwinden können

                                    Foto: ANSA

                   „Die Fastenzeit als einen Weg des Lichts betrachten“

Die Liturgie lädt uns mit diesem Wort des Lebens ein, die Fastenzeit als einen Weg des Lichts zu betrachten, auf dem wir durch Gebet, Fasten und Almosen unsere Zusammenarbeit mit dem Herrn bei der Verwirklichung des einzigartigen Meisterwerks unseres Lebens erneuern können. Es geht darum, ihm zu erlauben, die Flecken zu entfernen und die Wunden zu heilen, die die Sünde darin verursacht haben mag, und uns zu bemühen, es in seiner ganzen Schönheit zur bis zur Fülle der Liebe erblühen zu lassen, der einzigen Quelle des wahren Glücks. 

Natürlich ist dies ein anspruchsvoller Pfad und es besteht die Gefahr, dass wir uns entmutigen lassen oder uns von weniger anstrengenden Wegen zur Zufriedenstellung wie Reichtum, Ruhm und Macht verführen lassen (vgl. Mt 4,3-8). Diese Versuchungen, denen auch Jesus ausgesetzt war, sind jedoch nur armselige Ersatzmittel für die Freude, für die wir geschaffen sind, und lassen uns letztlich zwangsläufig und auf ewig unzufrieden, unruhig und leer zurück.

  (ANSA)

„Geben wir der Stille Raum; lassen wir die Fernsehgeräte, die Radios und die Smartphones ein wenig schweigen“

Aus diesem Grund lehrte der heilige Paul VI., dass die Buße, weit davon entfernt, unsere Menschlichkeit zu verarmen, sie bereichert, reinigt und stärkt auf ihrem Weg zu einem Horizont, dessen »Ziel die Liebe und die Hingabe an den Herrn ist« (Apostolische Konstitution Paenitemini, 17. Februar 1966, I). In der Tat macht uns die Buße zwar unsere Grenzen bewusst, gibt uns aber auch die Kraft, sie zu überwinden und mit Gottes Hilfe eine immer intensivere Gemeinschaft mit ihm und untereinander zu leben.

In dieser Zeit der Gnade wollen wir sie großzügig praktizieren, zusammen mit dem Gebet und den Werken der Barmherzigkeit: Geben wir der Stille Raum; lassen wir die Fernsehgeräte, die Radios und die Smartphones ein wenig schweigen. Betrachten wir das Wort Gottes, empfangen wir die Sakramente; hören wir auf die Stimme des Heiligen Geistes, der in unserem Herzen zu uns spricht, und hören wir einander zu, in unseren Familien, an unseren Arbeitsplätzen, in unseren Gemeinschaften. Widmen wir unsere Zeit denen, die allein sind, insbesondere den Älteren, den Armen, den Kranken. Verzichten wir auf das Überflüssige und teilen wir das, was wir einsparen, mit denen, denen es am Nötigsten mangelt. Dann wird, wie der heilige Augustinus sagt, »unser Gebet, das in Demut und Nächstenliebe, in Fasten und Almosen, in Mäßigung und Vergebung, im Geben von Gutem und Nicht-Vergelten des Bösen, im Sich-Abwenden von dem Bösen und im Tun des Guten« (Sermo 206, 3) gesprochen wird, den Himmel erreichen und uns Frieden schenken.

Der Jungfrau Maria, der Mutter, die ihren Kindern in der Prüfung immer beisteht, vertrauen wir unseren Weg in der Fastenzeit an."

Quelle: vaticannews

Hl.Messe

         
             

Pastoralbesuch in Sacro Cuore di Gesu


Silvia Kritzenberger berichtet für vaticannews  über den Pastoralbesuch des Hl. Vaters in der römischen Pfarrkirche "Sacro Cuore di Gesu". Text der päpstlichen Predigt im Wortlaut.                                         Hier geht´s zum Original: klicken

                       "PASTORALBESUCH IM ZENTRUM ROMS"

Liebe Brüder und Schwestern,

vor einigen Tagen sind wir mit dem Aschenritus in die Fastenzeit eingetreten. Die Fastenzeit ist eine intensive Zeit im Kirchenjahr, die uns die Gelegenheit bietet, den Reichtum unserer Taufe wiederzuentdecken, um dank der Menschwerdung, dem Tod und der Auferstehung Jesu als vollkommen erneuerte Geschöpfe zu leben. 

Die erste Lesung und das Evangelium, das wir eben gehört haben, treten miteinander in Dialog und helfen uns, das Geschenk der Taufe neu zu entdecken als eine Gnade, die unserer Freiheit begegnet. Der Genesis-Bericht führt uns zurück zu unserem Zustand als Geschöpfe, die nicht – wie oft angenommen wird – durch ein Verbot in Versuchung geführt werden, sondern durch eine Möglichkeit, die Möglichkeit einer Beziehung. Der Mensch ist also frei, das Anderssein des Schöpfers zu erkennen und anzunehmen, der seinerseits das Anderssein der Geschöpfe erkennt und annimmt. Um diese Möglichkeit zu vereiteln, suggeriert die Schlange die Anmaßung, jede Unterscheidung zwischen Geschöpf und Schöpfer aufheben zu können, und verführt Mann und Frau mit der Illusion, dass sie wie Gott werden könnten. Der Teufel drängt sie dazu, sich etwas zu nehmen, das Gott – wie er behauptet – ihnen vorenthalten wolle, um sie in einem Zustand der Unterlegenheit zu halten. Dieses Fresko aus der Genesis ist ein unvergleichliches Meisterwerk, das das Drama der Freiheit darstellt.

Die Freiheit, die sich durch das „Ja“ zu Gott verwirklicht

Das Evangelium scheint eine Antwort zu geben auf das alte Dilemma: Kann ich mein Leben in Fülle leben, indem ich „Ja“ sage zu Gott? Oder muss ich mich von ihm befreien, um frei und glücklich zu sein? 

Die Szene der Versuchungen Christi greift letztlich diese dramatische Frage auf. Sie führt uns dazu, das wahre Menschsein Jesu zu entdecken, der – wie die Konzilskonstitution Gaudium et spes lehrt – dem Menschen den Menschen selbst kund macht: „Tatsächlich klärt sich nur im Geheimnis des fleischgewordenen Wortes das Geheimnis des Menschen wahrhaft auf“ (GS 22). Tatsächlich sehen wir den Sohn Gottes, der uns, indem er sich den Fallstricken des alten Widersachers widersetzt, den neuen Menschen zeigt, den freien Menschen, die Offenbarung der Freiheit, die sich durch das „Ja“ zu Gott verwirklicht.


In illo tempore

In seiner heutigen Katechese behandelt Fr. J. Zuhlsdorf bei OnePeterFive die Bedeutung der Liturgie für den 1. Fastensonntag im Kirchenjahr. Hier geht´s zum Original:  klicken

           "IN ILLO TEMPORE: 1. FASTENSONNTAG"

Die heiligen Vierzig Tage beginnen in der römischen Kathedrale, der päpstlichen Erzbasilika des Allerheiligsten Erlösers und der Heiligen Johannes des Täufers und des Evangelisten im Lateran, der „Mutter und Haupt aller Kirchen der Stadt und der Welt“. Die römische Station verankert unsere Fastenzeit an einem konkreten Ort, wie sie es seit über einem Jahrtausend tut. An den Wochentagen dieser Zeit versammelten sich die Gläubigen einst in einer nahegelegenen Gemeinde und zogen mit Litaneien zur Station , wo das Opfer dargebracht wurde. Sonntags gab es in Rom keine Kollekte, weil der Sonntag kein Fastentag war. Der Lateran, die Kathedrale des Bischofs von Rom, steht als Schwelle und Maßstab für unseren Eintritt. Wir treten am ersten Sonntag vom Narthex des Aschermittwochs bis zum Samstag in den Leib der Kirche ein. Das Wort Narthex, abgeleitet vom griechischen Wort für Geißel, erinnert an jenen Ort, an dem einst Katechumenen und Büßer standen. Wir treten in die feierliche Anabasis der Fastenzeit ein in dem Bewusstsein, dass die Kirche uns durch eine jährliche Einhaltung reinigt.

                           

Die heiligen Vierzig Tage beginnen in der römischen Kathedrale, der pä pstlichen Erzbasilika des Allerheiligsten Erlösers und der Heiligen Johannes des Täufers und des Evangelisten im Lateran, der „Mutter und Haupt aller Kirchen der Stadt und der Welt“. Die römische Station verankert unsere Fastenzeit an einem konkreten Ort, wie sie es seit über einem Jahrtausend tut. An den Wochentagen dieser Zeit versammelten sich die Gläubigen einst in einer nahegelegenen Gemeinde und zogen mit Litaneien zur Station , wo das Opfer dargebracht wurde. Sonntags gab es in Rom keine Kollekte, da der Sonntag kein Fastentag war. Der Lateran, die Kathedrale des Bischofs von Rom, steht als Schwelle und Maßstab unseres Eintritts. Wir treten am ersten Sonntag vom Narthex des Aschermittwochs bis zum Samstag in den Leib der Kirche ein. Das Wort Narthex, abgeleitet vom griechischen Wort für Geißel, erinnert an jenen Ort, an dem einst Katechumenen und Büßer standen. Wir treten in die feierliche Anabasis der Fastenzeit ein in dem Bewusstsein, dass die Kirche uns durch eine jährliche Einhaltung reinigt.

Das Tagesgebet des Missale Romanum von 1962 ist von lapidarer Kürze:

Deus, qui Ecclesiam tuam
annua quadragesimali classificatione purificas:
praesta familiae tuae;
ut, quod a te obtinere abstinendo nititur,
hoc bonis operibus exsequatur.

O Gott, der du deine Kirche durch die jährliche vierzigtägige Fastenzeit reinigst, gewähre deiner Familie, dass sie das, was sie durch Enthaltsamkeit von dir zu erlangen sucht, durch gute Werke erreicht.

Das Lateinische berührt das Herz. „Nitor“ kann bedeuten, sich anzulehnen, sich auszuruhen, aber auch zu streben, zu arbeiten, sich anzustrengen. Unsere Enthaltsamkeit ruht auf Gott und strebt nach ihm. „Exsequatur“, zu Ende führen, ausführen, vollbringen, deutet auf eine Beharrlichkeit hin, die den Wettlauf bis zum Ziel vollendet. „Purificas“ und „purgatos“ hallen in den Sonntagsgebeten wider. Das Geheimnis vertieft die Disziplin.

Sacrificium quadragesimalis initii solemniter immolamus,
te, Domine, deprecantes:
ut, cum epularum stricte carnalium,
a noxiis quoque voluptatibus temperemus.

Samstag, 21. Februar 2026

Fundstück

Wie Herta Gurtner für vaticannews berichtet, ist gestern der Kreuzweg des Schweizer Künstlers Manuel A. Dürr eröffnet worden. Hier geht´s zum Original:  klicken

unter dem Titel:

"SCHWEIZER KÜNSTLER GESTALTET DEN KREUZWEG IM PETERSDOM"

beginnt der Bericht so-  ZITAT

"Für den Künstler Manuel Andreas Dürr ist es eine besondere Erfahrung, ausgewählt geworden zu sein, und seine künstlerische Arbeit, die 14 Stationen des Kreuzwegs, im Petersdom zeigen zu dürfen. An diesem besonderen Ort entfaltet der Bildzyklus eine eigene visuelle Grammatik im Dialog mit der umgebenden Architektur und ihren Materialien, insbesondere mit dem farbigen Marmor und der reichen Ausstattung des Raumes. Es geht hier nicht um die isolierte Präsentation im „White Cube“, also dem neutralen zeitgenössischen Museumsraum, sondern um eine bewusste Einbindung und Zusammenarbeit mit der bestehenden Umgebung."(...)

Quelle: H.Gurtner, vaticannews


Kardinal Müller zur Antwort der FSSPX an das Glaubensdikasterium

Kardinal Gehrard Müller kommentiert bei kath.net die Antwort des Generalrates der FSSPX an den Präfekten des Glaubensdikasterium zur Frage der Bischofsweihen und eines drohenden Schismas.  . Hier geht´s zum Original:  klicken

unter dem Titel:

DIE PIUSBRUDERSCHAFT UND IHRE EINHEIT MIT DER KIRCHE 
beginnt der Kommentar so - ZITAT 

"Der Generalrat der Priesterbruderschaft St. Pius X. hat am 18. Februar 2026 bei seiner Zusammenkunft in Menzingen ein Antwortschreiben an Kardinal Victor Manuel Fernández, den Präfekten des Dikasteriums für die Glaubenslehre, veröffentlicht.

Darin wird Bezug genommen auf den langen Weg des intensiven Dialogs des Heiligen Stuhls mit der Bruderschaft bis zum magischen Datum des 6. Juni 2017. Und dann folgt eine harsche Zuweisung der Alleinschuld am Ende dieses -in ihrer Sicht- hoffnungsvollen Dialogs mit der Behauptung: „Doch alles endete schließlich auf drastische Weise durch eine einseitige Entscheidung des Präfekten der Kongregation für die Glaubenslehre, Kardinal Müller, der auf seine Weise feierlich die notwendigen Mindestanforderungen für die volle Gemeinschaft mit der katholischen Kirche‘ festlegte, in die er explizit das gesamte Konzil und das ‚Nachkonzil‘ einschloss.“

Da es hier um das hohe Gut die Einheit der katholischen Kirche geht, die wir alle im Glauben bekennen, sollen persönliche Empfindlichkeiten zurückstehen. " (...)

Quelle: Kardinal G.L. Müller, kath.net

Freitag, 20. Februar 2026

Geplante Ausstellung zum 100. Geburtstag Joseph Ratzingers

Birgit Pottler berichtet bei vaticannews, daß zum im nächsten Jahr bevorstehenden 100. Geburtstag Joseph Ratzingers im italienischen Pordenone eine Ausstellung vorbereitet wird. (Frage: hat man aus D schon etwas gehört?)  Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel

"GROSSER EUROPÄER" . AUSSTELLUNG AUF DEM WEG ZUM 100. GEBURTSTAG JOSEPH RATZINGERS" 

beginnt der Bericht so - ZITAT

"Nicht nur eine Sammlung von Erinnerungsstücken, sondern ein menschlich-intellektuelles Porträt Joseph Ratzingers: Eine Ausstellung will das Denken Joseph Ratzingers neu ins Gespräch bringen – als Theologe, Papst und „großer Europäer“. „An Benedikt XVI. erinnern. Auf dem Weg zum 100. Geburtstag“ („Ricordando Benedetto XVI. Verso il centenario della nascità“) ist vom 21. Februar bis 12. April im Diözesanmuseum für Sakralkunst im norditalienischen Pordenone zu sehen.

Die Ausstellung verbindet Chronologie und Persönliches und richtet den Blick auf den 100. Geburtstag Joseph Ratzingers (16. April 2027) – mit Fotografien, Kunstwerken, einem Videodokumentarfilm, liturgischen Gewändern und persönlichen Gegenständen. „Wir wollen ein langes und intensives Leben des Menschen darstellen – Priester, Professor, Bischof, Kardinal, Papst und emeritierter Papst“, erklärt Luca Caruso von der Stiftung „Joseph Ratzinger – Benedikt XVI.“ gegenüber den Vatikanmedien.(...)

Quelle: B. Pottler, vaticannews

Fundstück

Kath.net veröffentlicht einen Beitrag, in dem der Pastoraltheologe Prof. H. WIndisch über den aktuellen Stand des Synodalen Weges.  Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel und der Einleitung

                            "KIRCHE IM VERFALL"

Anmerkungen zum Synodalen Weg – „Kardinal Marx hätte nicht am Ende des Synodalen Weges sagen sollen: Ich will das nicht, sondern am Anfang: So geht das nicht“ – Gastkommentar von Prof. Hubert Windisch

beginnt der Beitrag so - ZITAT

"Eine kirchliche Reform besinnt sich immer auf den Ursprung der Kirche, sucht ihrer Herkunft gerecht zu werden, möchte Missstände in ihrer Lehre und Praxis abbauen und so das Christsein in der jeweiligen Zeit zu authentischem und glaubwürdigem Leben erwecken. In diesem Sinn ist der sogenannte Synodale Weg keine Reform, sondern im Gegenteil die rätemäßige Destruktion der katholischen Kirche, ja ein ekklesial-suizidaler Irrweg. Denn man hatte die sexuellen Missbrauchsfälle vor allem unter Klerikern eigentlich nur zum Anlass genommen, um bei den diversen Sitzungen mit ansteigender Verbissenheit die Axt an das Grundverständnis der katholischen Kirche zu legen: an die biblische Anthropologie, das sakramentale Priestertum und damit die heilige Eucharistie. Der sündhafte sexuelle Missbrauch von Klerikern wurde und wird für eine links-grün-woke Agenda missbraucht, die aus der Kirche eine gesellschaftlich und politisch genehme NGO mit religiösem Anstrich machen soll. Kirchliche Wahrheiten werden dabei in ständigen Prozessen immer neu (in Gremien) verhandelbar und dementsprechend unverbindlich. Im Pontifikat von Franziskus erlangte diese Methode, kirchlichen Wahrheiten ihre Kraft zu nehmen, beinahe lehramtliche Dignität. Und sie hat sich im Synodalen Weg strategisch verfestigt. Wegbereiter dazu ist u. a. auch seit Jahrzehnten eine oftmals intellektuell und spirituell unterbelichtete Theologie." (...)

Quelle: Prof. H. Windisch, kath.net

 

Donnerstag, 19. Februar 2026

Manfred Lütz: Die Kirche und die Weltgesundheit

Mario Galgano berichtet bei vaticannews darüber, was der Psychiater und Theologe MAnfred Lütz bei der Generalversammlung der Päpstlichen Akademie für das Leben zur Position des Hl. Stuhls zum Thema Weltgesundheit gesagt hat. Hier geht´s zum Original: klicken

"GLOBAL PLAYER DER ETHIK": M. LÜTZ ÜBER DIE ROLLE DES HEILIGEN STUHLS IN DER WELTGESUNDHEIT"

Nach der Generalversammlung der Päpstlichen Akademie für das Leben zieht das deutsche Mitglied Manfred Lütz eine positive Bilanz. Im Gespräch erläutert der Psychiater und Theologe, warum der Heilige Stuhl als unabhängiger Akteur in der Weltmedizin unverzichtbar ist – von der gerechten Verteilung von Medikamenten bis hin zum Widerstand gegen die Ökonomisierung des Sterbens.

Das Thema der diesjährigen Versammlung traf den Nerv der Zeit: Gesundheitsversorgung für alle, Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit. Manfred Lütz, der seit 28 Jahren Mitglied der Akademie ist, bezeichnete die Tagung als eine der spannendsten seiner Amtszeit. Besonders der Austausch mit Wissenschaftlern aus dem globalen Süden habe verdeutlicht, wie krass die Schere auseinandergeht. „Während wir hochkomplexe Medizin haben, reicht in Afrika manchmal ein Euro, um Unglaubliches für Menschen zu erreichen“, so Lütz.

Unabhängigkeit als höchstes Gut

Ein zentraler Punkt für Lütz ist die Autonomie des Vatikans gegenüber wirtschaftlichen Interessen. Im Gegensatz zu vielen medizinischen Kongressen werde die Arbeit der Akademie nicht von Pharmaunternehmen gesponsert. „Das ist ein Pfund, mit dem der Vatikan agieren kann: Er ist unabhängig. Man hört hier nicht das, was Pharmaunternehmen gerne hören wollen“, betont Lütz.

Diese Unabhängigkeit ermögliche eine fruchtbare Zusammenarbeit mit Organisationen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Weltärztebund. Besonders im Bereich der Prävention leiste die Kirche einen praktischen Beitrag: In Regionen Afrikas, in denen Misstrauen gegenüber westlichen Konzernen herrscht, sei die Kirche vor Ort eine Vertrauensinstanz, die etwa Impfkampagnen erst zum Erfolg führe.

Widerstand gegen den „Absturz der Humanität

Ein Schwerpunkt des Gesprächs war die weltweit geführte Debatte über den assistierten Suizid. Lütz warnt davor, dass eine gesetzliche Erlaubnis zur Selbsttötung einen enormen moralischen Druck auf Alte und Behinderte ausüben könnte. Das habe bereits das ehemalige Akademiemitglied Professor Robert Spaemann erkannt: Wenn der Suizid zur staatlich begleiteten Option werde, entstehe für Kranke fast eine „moralische Pflicht“, die Gesellschaft und Angehörige durch das eigene Ausscheiden zu entlasten, zitiert Lütz den 2018 verstorbenen deutschen Philosophen und Theologen.

„Wenn dahinter immer steht: ‚Bist du eigentlich noch effektiv für die Gesellschaft?‘, dann ist das ein Absturz an Humanität“, warnt Lütz. Hier fungiere der Vatikan als „Global Player“, der ethische Prinzipien anmahne, die auch über den christlichen Bereich hinaus Gehör finden. Dass die Akademie heute auch jüdische und muslimische Mitglieder hat, unterstreiche diesen weiten, wissenschaftlich fundierten Horizont.

Brückenschlag zur Politik

Trotz der christlichen Fundamente gehe es in der Akademie nicht um „Beweihräucherung in einem Salon“, sondern um harte wissenschaftliche Ergebnisse. Papst Franziskus habe dafür gesorgt, dass die Türen weit offenstehen, um katholische Prinzipien in einer nicht-katholischen Welt zu kommunizieren.

Lütz schloss mit einem Verweis auf Papst Paul VI., für den Politik eine der höchsten Formen der Nächstenliebe war. „Wir müssen bei der Politik auch landen mit unseren Thesen und können die nicht einfach in der Sakristei lassen“, so Lütz. Nur so könne die Kirche dazu beitragen, dass Gesundheit nicht zum Privileg der Reichen wird."

Quelle: M. Galgano,vaticannews

Mittwoch, 18. Februar 2026

Die Tiara ist wieder da...

wo? Im  päpstlichen Wappen Leos XIV ! 

Die Tiara als Symbol der dreifachen Herrschaft ist ins päpstliche Wappen zurückgekehrt. Kleines Zeichen- große Bedeutung. 

Bußprozession auf dem Aventin

 Hl.Messe und Austeilung der Aschekreuze in Santa Sabina

               

                         ALLEN EINE GESEGNETE FASTENZEIT!

Katechese

 des Hl. Vaters bei der heutigen Generalaudienz im Wortlaut. Veröffentlicht bei vaticannews klicken

                   Liebe Brüder und Schwestern, guten Morgen!

Das Zweite Vatikanische Konzil, dessen Dokumenten wir diese Katechesen widmen, wollte bei der Beschreibung der Kirche zuerst erklären, woher sie ihren Ursprung hat. Dazu griff es in der dogmatischen Konstitution Lumen gentium, die am 21. November 1964 verabschiedet wurde, auf den Begriff „Geheimnis” aus den Briefen des heiligen Paulus zurück. Mit der Wahl dieses Wortes wollte es nicht sagen, dass die Kirche etwas Dunkles oder Unverständliches ist, wie man manchmal gemeinhin denkt, wenn man das Wort “Geheimnis” hört. Ganz im Gegenteil: Wenn der heilige Paulus dieses Wort vor allem im Brief an die Epheser verwendet, will er damit auf eine Realität hinweisen, die zuvor verborgen war und nun offenbart wurde

Es handelt sich um Gottes Absicht, die ein Ziel hat: alle Geschöpfe durch das Sühneopfer Jesu Christi zu vereinen, das sich in seinem Tod am Kreuz verwirklicht hat. Dies wird vor allem in der zur liturgischen Feier versammelten Gemeinde erfahrbar: Dort werden Differenzen relativiert, denn was zählt, ist das Zusammensein, weil man von der Liebe Christi angezogen wird. Er hat die Trennmauer zwischen Menschen und sozialen Gruppen niedergerissen (vgl. Eph 2,14). Für den heiligen Paulus ist das Geheimnis die Offenbarung dessen, was Gott für die gesamte Menschheit verwirklichen wollte, und es offenbart sich in einzelnen Erfahrungen, die sich allmählich ausweiten, bis sie alle Menschen und sogar den Kosmos umfassen.

Zustand der Menschheit

Der Zustand der Menschheit ist eine Zersplitterung, die die Menschen nicht beheben können, obwohl das Streben nach Einheit in ihren Herzen wohnt. In diesen Zustand fügt sich das Wirken Jesu Christi ein, der durch den Heiligen Geist die Kräfte der Spaltung und den Trenner selbst überwindet. Das gemeinsame Feiern, nachdem man an die Verkündigung des Evangeliums geglaubt hat, wird als Anziehungskraft des Kreuzes Christi erlebt, das die höchste Manifestation der Liebe Gottes ist; es ist das Gefühl, von Gott zusammengerufen zu sein: Deshalb wird der Begriff ekklesía verwendet, d. h. Versammlung von Menschen, die sich als zusammengerufen erkennen. So gibt es eine gewisse Übereinstimmung zwischen diesem Geheimnis und der Kirche: Die Kirche ist das Geheimnis, das wahrnehmbar gemacht wird.


Weil diese Berufung von Gott ausgeht, kann sie sich jedoch nicht auf eine Gruppe von Menschen beschränken, sondern ist dazu bestimmt, zur Erfahrung aller Menschen zu werden. Deshalb bekräftigt das Zweite Vatikanische Konzil zu Beginn der Konstitution Lumen gentium: ”Die Kirche ist ja in Christus gleichsam das Sakrament, das heißt Zeichen und Werkzeug für die innigste Vereinigung mit Gott wie für die Einheit der ganzen Menschheit.“ (LG 1) Mit der Bezeichnung „Sakrament“ und der daraus folgenden Erklärung soll zum Ausdruck gebracht werden, dass die Kirche in der Geschichte der Menschheit Ausdruck dessen ist, was Gott verwirklichen will; wenn man also auf sie schaut, erfasst man in gewisser Weise den Plan Gottes, das Geheimnis: In diesem Sinne ist die Kirche Zeichen. Zum Begriff „Sakrament“ kommt noch der Begriff „Werkzeug“ hinzu, um zu verdeutlichen, dass die Kirche ein aktives Zeichen ist. Wenn Gott in der Geschichte wirkt, bezieht er nämlich die Menschen, die Adressaten seines Wirkens sind, in sein Handeln mit ein. Durch die Kirche erreicht Gott sein Ziel, die Menschen mit sich zu vereinen und sie untereinander zu versöhnen.

Vereinigung mit Gott

Die Vereinigung mit Gott spiegelt sich in der Vereinigung der Menschen wider. Das ist die Erfahrung der Erlösung. Es ist kein Zufall, dass in der Konstitution Lumen gentium in Kapitel VII, das dem eschatologischen Charakter der pilgernden Kirche gewidmet ist, in Nr. 48 erneut die Beschreibung der Kirche als Sakrament verwendet wird, wobei die Präzisierung „der Erlösung” hinzugefügt wird:”Christus hat, von der Erde erhöht, alle an sich gezogen (vgl. Joh 12,32 griech.). Auferstanden von den Toten (vgl. Röm 6,6), hat er seinen lebendigmachenden Geist den Jüngern mitgeteilt und durch ihn seinen Leib, die Kirche, zum allumfassenden Heilssakrament gemacht. Zur Rechten des Vaters sitzend, wirkt er beständig in der Welt, um die Menschen zur Kirche zu führen und durch sie enger mit sich zu verbinden, um sie mit seinem eigenen Leib und Blut zu ernähren und sie seines verherrlichten Lebens teilhaftig zu machen.”  

Dieser Text ermöglicht es, das Verhältnis zwischen dem vereinigenden Wirken vom Pascha Jesu, das ein Geheimnis der Passion, des Todes und der Auferstehung ist, und der Identität der Kirche zu verstehen. Gleichzeitig macht er uns dankbar dafür, dass wir zur Kirche gehören, dem Leib des auferstandenen Christus und dem einzigen Volk Gottes, das durch die Geschichte pilgert und als heiligende Präsenz inmitten einer noch immer zersplitterten Menschheit lebt, als wirksames Zeichen der Einheit und Versöhnung zwischen den Völkern."


Quelle: vaticannews


Generalaudienz

 auf dem Petersplatz

               

Dienstag, 17. Februar 2026

Historisches am "Katzentag"...

!7. 2. 1956: Igor Strawinsky füttert die Katzen, bevor er das Teatro La Fenice betritt,,,,

Wie Papst Leo sich einen guten Bischof vorstellt. Sandro Magister analysiert.

Sandro Magister analysiert bei diakonos/Settimo cielo die jüngsten Bischofs-Ernennungen durch Papst Leo XIV und leitet aus ihnen ab, wie der Pontifex sich einen guten Bischof vorstellt.                      Hier geht´s zum Original:  klicken

"LEO XIV: WAS IST EIN GUTER BISCHOF. EINE ANALYSE SEINER JÜNGSTEN ERNENNUNGEN" 

Am 6. Februar 2019 hat Ronald A. Hicks, der neue New Yorker Archivar, sein Amt in der St. Patrick-Kathedrale im Herzen von Manhattan, und hat auf der Kanzel sein Programm verkündet, perfekt in einer Linie mit Papst Leos Richtlinien: „Wir sind berufen, eine missionarische Kirche zu sein, ein Tempel, der katechisiert, evangelisiert und in die Praxis unserer Kirche einweiht. Eine missionarische Kirche, die ausschwärmt und andere zu Jüngern macht und den Glauben von einer Generation zur nächsten weitergibt. Eine Kirche, die sich um die Armen und Verwundbaren sorgt. Eine Kirche, die das Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod verteidigt, respektiert und unterstützt. 

Die Ernennung von Bischof Hicks durch Leo ist aber nicht die einzige, die den Weg der Katholischen Kirche in den nächsten Jahren prägen wird. Weil der Papst am vergangenen 19. Dezember, kaum 24 Stunden nach der Ernennung des neuen Erzbischofs von New York, eine weitere wichtige Ernennung vorgenommen hat - Manuel de Jesus Rodriguez für die Diözese Palm Beach in Florida.

In Palm Beach befindet sich auch das Anwesen Mar-a-Lago, die Lieblingsresidenz von Präsident Trump, dessen harte Migrationspolitik den einhelligen Protest der Bischofskonferenz der Katholischen Bischöfe der USA hervorgerufen hat. 

Der neue Bischof, Rodriguez, ist auch selbst Einwanderer. Er wurde in der Dominikanischen Republik geboren, empfing dort die Priesterweihe und war bis gestern Pfarrer einer Gemeinde im Bistum Brooklyn in New York City, deren 17.000 Gläubige überwiegend lateinamerikanischer Herkunft sind.

Aber Rodriguez ist keiner, der auf die Barrikaden geht. Über Trump sagte er nach seiner Ernennung: „Er tut auch Gutes für die Vereinigten Staaten und die Welt. Aber wenn es um Migranten und die Einwanderungspolitik geht, wollen wir ihm helfen.“ Er ist sowohl im Zivil- als auch im Kirchenrecht bewandert, ebenso wie Papst Leo, der diese juristische Expertise bei der Besetzung wichtiger Ämter sehr schätzt, beispielsweise die des Präfekten des Dikasteriums für die Bischofsernennungen in der Kurie, ein Amt, das er dem talentierten Kanonisten Filippo Iannone anvertraut hat.

Auch Hicks hat seine Fähigkeit unter Beweis gestellt, schwierige Situationen zu meistern, sowohl in Chicago, wo er von 2015 bis 2020 als Generalvikar und anschließend als Weihbischof unter Erzbischof Kardinal Blase Cupich tätig war, als auch später als Bischof von Joliet, Illinois, einem der Bundesstaaten, die in der Vergangenheit am stärksten von sexuellem Missbrauch betroffen waren. Nun, wo er in New York angekommen ist, wird er die Verantwortung für einen 300 Millionen Dollar schweren Entschädigungsplan für Opfer übernehmen müssen, den ihm sein Vorgänger, Kardinal Timothy Dolan, hinterlassen hat.

Fundstück

Dr. Thorsten Paprotny befaßt sich bei kath.net in einem sehr lesenswerten Artikel mit der in Glaubensfragen desorientierten deutschen Synodalkonferenz und empfiehlt die Orientierung an der Schrift und an Rom -unter dem Motto: "Ubi Petrus- ibi ecclesia".                                              Hier geht´s zum Original: klicken

Unter dem Titel: 

"RÖMISCHE ORIENTIERUNG STATT DEUTSCH-SYNODALE DESORIENTIERUNG" 

beginnt der Artikel so  - ZITAT

„Wohin soll ich mich wenden?“ So beginnt das Eröffnungslied der „Deutschen Messe“ von Franz Schubert. Die Antworten darauf sind einfach: Orientierung, im Leben und im Sterben, schenkt die Heilige Schrift. Orientierung im Glauben und in dieser Welt schenkt die Lehre der Kirche, schenkt der verbindlich gültige Katechismus. Orientierung schenkt die römisch-katholische Theologie, die an das Evangelium gebunden ist. Orientierung schenken die lichtvollen Konstitutionen und Erklärungen des Zweiten Vatikanischen Konzils. Orientierung schenken die Enzykliken der Päpste. Das alles fand auf dem deutschen Synodalen Weg keine Berücksichtigung, von Zitaten, die aus dem Kontext herausgelöst wurden, einmal abgesehen."  (...)

Quelle: Dr. T. Paprotny, kath.net 

Pressekonferenz

 der Sala Stampa  im Vatican

             

Montag, 16. Februar 2026

Fundstück

In seinem wie immer sehr lesenswerten Montagskick erklärt Peter Winnemöller bei Kathnet das, was er den "Tod der Theologie" nennt. Wie wir z.B schon während des gesamten Pontifikates von Papst Benedikt XVI sehen konnten, haben sich die deutschen Theologischen Fakultäten nie von der wie festzementierten 68-er-Mentalität lösen können, deren politisierte, soziologisierte Theologie bei der jungen Generation keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervorlockt.  
Hier geht´s zum Original:  klicken 

Unter dem Titel: 

       "DER TOD DER THEOLOGIE IN DEUTSCHLAND" 

beginnt der Montagskick so ZITAT

"Jetzt bekommen die deutschsprachigen Fakultäten die Quittung für das Niveau, auf dem gelehrt wird. Wer sich auf ein Theologiestudium einlässt, will nun einmal den Glauben der Kirche studieren und nichts anderes.  

Glaubst Du noch oder hast Du schon Theologie studiert? Diese Frage ist in Deutschland mehr als berechtigt. Die katholischen theologischen Fakultäten und Institute (kleinere akademische Einrichtungen für die Lehrerausbildung) stehen im Ruf alles Mögliche zu lehren, aber keine ernstzunehmende katholische Theologie. Alle aufrechten Dozenten und Professoren – Akademische Räte einmal ausgenommen – wissen längst: in Münster macht man das Kleine Häretikum, in Tübingen das Große. Polemik hin, Polemik her, auch die Fakultäten holt irgendwann die Wirklichkeit ein. Begonnen hat es längst. 

Die jüngsten Studentenzahlen zeigen, die Fakultäten leeren sich. Wo die Leere der Lehre weicht, muss die Frage nach dem Fortbestand gestellt werden."  (...)

Quelle: P. WInnemöller, kath.net

Papst Leo XIV und die Krisen

In seiner heutigen Kolumne für Monday at the Vatican  kommentiert A. Gagliarducci wie Papst Leo XIV mit den Krisen umgeht, die er von seinem Vorgänger geerbt hat.                                                  Hier geht´s zum Original:  klicken

                      LEO XIV ABSORBIERT DIE KRISEN

Die angekündigte Begegnung zwischen dem Präfekten des Dikasteriums für die Glaubenslehre, Kardinal Victor Manuel Fernández , und dem Generaloberen der Priesterbruderschaft St. Pius X., Bruder Davide Pagliarani, wurde mit großer Spannung erwartet .

Im Vorfeld des Treffens war ihnen jedoch klar, daß ihr Gespräch das erste von vielen sein würde. Es bleibt abzuwarten, wie Leo XIV. eine der ersten Krisen seines Pontifikats bewältigen will.

Es gibt noch viele ungelöste Probleme aus dem Pontifikat von Franziskus – man denke nur an den Fall des Jesuitenbruders Marko Rupnik oder die andauernde Gerichtsverhandlung im Vatikan über die Verwaltung der Gelder des Staatssekretariats – aber die Angelegenheit mit der Priesterbruderschaft St. Pius X. ist die erste „frische“ kirchliche Krise der Leo-Ära.

Die Krise der Traditionalisten ist nichts Neues.

Jeder Papst seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil hat sie übernommen, und sein Generalplan ist ein Überbleibsel einer Debatte, die seit vielen Generationen überholt ist .

Paul VI. geriet in einen heftigen Dialog mit dem Gründer der Priesterbruderschaft St. Pius X., Erzbischof Marcel Lefebvre . Papst Johannes Paul II. musste sich mit der Frage des durch unrechtmäßige Priesterweihen entstandenen Schismas auseinandersetzen, und Benedikt XVI. bot eine liturgische Öffnung an, verlangte aber von der Bruderschaft die Unterzeichnung einer doktrinären Präambel, die die Bruderschaft St. Pius X. nicht akzeptieren konnte (oder zumindest nicht akzeptierte). Franziskus gewährte den Priestern der Bruderschaft Befugnisse und andere Zugeständnisse, unternahm aber nie wirklich Schritte zur Lösung der zugrundeliegenden Probleme.

Leo XIV. muss seinen Weg finden.

Das Treffen am 12. Februar endete erwartungsgemäß mit dem Versprechen auf Dialog und der Drohung, den Dialog zu verweigern. Das Dialogversprechen bezieht sich auf einen theologischen Prozess, der bestimmte Fragen des Zweiten Vatikanischen Konzils, darunter auch jene der Priesterbruderschaft St. Pius X., klären und die grundlegenden Mindestvoraussetzungen für die volle Kirchengemeinschaft definieren soll.

Bei näherer Betrachtung ist dies etwas weniger als die doktrinäre Präambel, deren Unterzeichnung Benedikt XVI. verlangte.

Benedikt XVI. konnte die Auffassung der Priesterbruderschaft St. Pius X. nicht akzeptieren, daß das Konzil ein historisches, aber lediglich pastorales Ereignis gewesen sei und seine Entwicklungen daher angezweifelt oder ignoriert werden könnten . Dies lag nicht daran, daß Benedikt XVI. ein Progressivist war, sondern daran, daß er das „Konzil der Väter“, dessen Unterschied zum „Konzil der Medien“ und die Notwendigkeit, es trotz der veröffentlichten Meinung zu verteidigen, verstand.

Sonntag, 15. Februar 2026

Juditha Triumphans

Jetzt wollen wir das Oratorium aber auch hören...das Antonio Vivaldi unter der Werknummer RV644 komponiert hat.*

          

* habe inzwischen die Aufnahme gegen eine andere, angemessener barocke ausgetauscht

Pastoralbesuch des Hl. Vaters in einer Pfarrgemeinde in Ostia

Silvia Kritzenberger berichtet bei vaticannews. über den heutigen Pastoralbesuch des Hl. Vaters in der Gemeinde "Maria Regina Pacis" in Ostia. Hier geht´s zum Original:  klicken

"PFARREIBESUCH IN OSTIA: DIE PREDIGT DES PAPSTES"

Liebe Brüder und Schwestern

es ist mir eine große Freude, hier zu sein und mit eurer Gemeinschaft die Bedeutung der Geste zu feiern, der der „Sonntag“ seinen Namen verdankt. Er ist „der Tag des Herrn“, weil der auferstandene Jesus in unsere Mitte kommt, uns zuhört und zu uns spricht, uns nährt und uns aussendet. So verkündet uns Jesus im Evangelium, das wir heute gehört haben, ja auch sein „neues Gesetz“: nicht nur eine Lehre, sondern die Kraft, sie auch umzusetzen. Es ist die Gnade des Heiligen Geistes, die sich unauslöschlich in unser Herz einschreibt und die Gebote des Alten Bundes zur Vollendung führt (vgl. Mt 5,17–37).

Durch die Zehn Gebote hatte Gott nach dem Auszug aus Ägypten den Bund mit seinem Volk besiegelt und ihm einen Lebensplan und einen Weg des Heils angeboten. Die „Zehn Worte“ sind also Teil eines Wegs der Befreiung, durch den eine Gruppe getrennter und unterdrückter Stämme zu einem geeinten und freien Volk wird. So erscheinen diese Gebote auf dem langen Weg durch die Wüste wie ein Licht, das den Weg weist; und ihre Einhaltung wird weniger als formale Erfüllung von Vorschriften verstanden und vollzogen, sondern vielmehr als ein Akt der Liebe: als dankbare und vertrauensvolle Antwort auf den Herrn des Bundes. Das Gesetz, das Gott seinem Volk schenkt, steht also nicht im Widerspruch zu seiner Freiheit; vielmehr ist es die Voraussetzung dafür, dass diese Freiheit aufblühen kann.

So laden uns die erste Lesung aus dem Buch Sirach (vgl. 15,16-21) und Psalm 118, mit dem wir auf die Lesung geantwortet haben, dazu ein, in den Geboten des Herrn kein unterdrückendes Gesetz zu sehen, sondern seine Pädagogik für die Menschheit, die sich nach einem Leben in Fülle und Freiheit sehnt.

„Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi“

In diesem Zusammenhang finden wir am Anfang der Pastoralkonstitution Gaudium et spes einen der schönsten Texte des Zweiten Vatikanischen Konzils, in dem man gleichsam das Herz Gottes durch das Herz der Kirche schlagen spürt. So sagt das Konzil: „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi. Und es gibt nichts wahrhaft Menschliches, das nicht in ihren Herzen seinen Widerhall fände“ (Vat. Konzil II, Past. Konstitution Gaudium et spes, .


Diese Heilsverheißung kommt in der Predigt Jesu überreich zum Ausdruck, die am Ufer des Sees von Galiläa mit der Verkündigung der Seligpreisungen beginnt (vgl. Mt 5,1-12) und sich weiter entfaltet, indem sie den wahren und vollen Sinn des Gesetzes Gottes aufzeigt. Der Herr sagt: „Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten; wer aber jemanden tötet, soll dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein; und wer zu seinem Bruder sagt: Du Dummkopf!, soll dem Spruch des Hohen Rates verfallen sein; wer aber zu ihm sagt: Du Narr!, soll dem Feuer der Hölle verfallen sein“ (Mt 5,21-22). So verweist Jesus als Weg zur Erfüllung des Menschen auf eine Treue zu Gott, die auf Achtung und Sorge um den anderen in seiner unverletzlichen Würde gründet – eine Haltung, die noch vor Taten und Worten im Herzen heranreifen muss. Denn dort entstehen die edelsten Regungen, aber auch die schmerzhaftesten Entweihungen: Verschlossenheit, Neid, Eifersucht. Wer schlecht über seinen Bruder denkt und böse Gefühle gegen ihn hegt, der hat ihn in seinem Innersten gleichsam schon getötet. Nicht umsonst sagt der heilige Johannes schließlich auch: „Jeder, der seinen Bruder hasst, ist ein Menschenmörder“ (1 Joh 3,15).


Wie wahr sind doch diese Worte! Und wenn wir andere auch verurteilen und verachten, so sollten wir uns doch daran erinnern, dass das Böse, das wir in der Welt sehen, genau dort seine Wurzeln hat, wo das Herz kalt und hart wird, keine Barmherzigkeit mehr kennt.

Kriminelle Organisationen, die Menschen ausbeuten...


Das erlebt man auch hier in Ostia, wo leider ebenfalls Gewalt herrscht, die verletzt und um sich greift – bisweilen unter jungen Menschen und Jugendlichen, vielleicht angeheizt durch den Konsum von Drogen, oder durch kriminelle Organisationen, die Menschen ausbeuten, indem sie sie in ihre Verbrechen verwickeln, und mit illegalen und unmoralischen Methoden unlautere Interessen verfolgen.


Hl. Messe

 in der Kirche Santa Maria Regina Pacis in Ostia, heute zelebriert von Papst Leo XIV. 

               

Vivaldis Oratorium "Juditha Triumphans" - Der letzte Sieg der Serenissima

Marco Gallina stellt bei italo.substack.com in einem sehr lesenswerten Beitrag Vivaldis Oratorium Juditha Triumphans vor, das den Sieg der See-Republik Venedig über die Osmanen vor Korfu feiert - eigentlich das Scheitern der türkischen Belagerung, die mit dem erfolglosen Abzug der türkischen Flotte endet. Hier geht´s zum Original: klicken  

unter dem Titel:

"JUDITHA TRIUMPHANS: VIVALDIS ORATORIUM  VOM LETZTEN SIEG"

hier ein wichtiger Ausschnitt aus den Beitrag: ZITAT

(...) "Die Verteidigung von Korfu markiert einen Wendepunkt im achten Türkenkrieg zwischen Osmanen und Venezianern. Die venezianische Flotte erhält Verstärkung aus Spanien, der Toskana, vom Malteserorden und dem Kirchenstaat. Selbst Genua, der alte Rivale, entsendet Schiffe, um Venedig gegen die Osmanen beizustehen. Diese ziehen ihre Flotte angesichts des christlichen Bündnisses zurück. Kurz darauf erreichen die Venezianer die Nachricht, dass die Österreicher, die den Osmanen wenige Wochen zuvor den Krieg erklärt hatten, unter Eugen von Savoyen bei Peterwardein einen herausragenden Sieg errungen haben.

Die Serenissima lässt es sich natürlich nicht nehmen, ihren Triumph propagandistisch zu inszenieren. Der Sieg fesselt die Öffentlichkeit und bestätigt den Mythos der ewigen christlichen Republik. Antonio Vivaldi, die musikalische Verkörperung der venezianischen Musik, komponiert zu diesem Anlass ein Oratorium: Juditha triumphans . Vivaldi – selbst einst Priester – verarbeitet darin das Material aus dem Buch Judith, das seit dem Mittelalter eine bedeutende Rolle in der westlichen Geistesgeschichte spielt. Die jüdische Witwe Judith rettet ihre Heimatstadt vor der Belagerung, indem sie General Holofernes überlistet und ihn anschließend enthauptet."(...)

Quelle: M. Gallina, italo.substack.com

Angelus

vaticannews veröffentlicht den Wortlaut der Katechese des Hl. Vaters beim heutigen Angelus-Gebet.  

"PAPST LEO BEIM ANGELUS AM 15. FEBRUAR - DER WORTLAUT"

Liebe Brüder und Schwestern, einen schönen Sonntag!

"Auch heute hören wir aus dem Evangelium einen Teil der „Bergpredigt“ (vgl. Mt 5,17-37). Nachdem er die Seligpreisungen verkündet hat, lädt uns Jesus ein, in die Neuheit des Reiches Gottes einzutreten, und um uns auf diesem Weg zu führen, offenbart er uns die wahre Bedeutung der Gebote des mosaischen Gesetzes: Sie dienen nicht dazu, einem äußerlichen religiösen Bedürfnis nachzukommen, um sich vor Gott gerechtfertigt zu fühlen, sondern dazu, uns in eine Liebesbeziehung mit Gott und unseren Brüdern und Schwestern eintreten zu lassen. Deshalb sagt Jesus, dass er nicht gekommen sei, um das Gesetz aufzuheben, »sondern um zu erfüllen« (V. 17).

Die Erfüllung des Gesetzes ist die Liebe, in ihr findet es zu seinem tiefsten Sinn und seiner letzten Bestimmung. Es geht darum, eine „größere Gerechtigkeit” (vgl. V. 20) zu erlangen als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, eine Gerechtigkeit, die sich nicht auf die Einhaltung der Gebote beschränkt, sondern uns für die Liebe öffnet und uns zur Liebe anhält. Jesus untersucht nämlich einige Gebote des Gesetzes, die sich auf konkrete Fälle des Lebens beziehen, und verwendet eine sprachliche Formel – die Antinomien –, um den Unterschied zwischen einer formalen religiösen Gerechtigkeit und der Gerechtigkeit des Reiches Gottes aufzuzeigen: Auf der einen Seite heißt es: »Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist«, und auf der anderen Seite erklärt Jesus: »Ich aber sage euch« (vgl. V. 21-37)

Diese Grundausrichtung ist von großer Bedeutung. Sie sagt uns, dass das Gesetz dem Mose und den Propheten gegeben wurde als Anfang eines Weges zu einem tieferen Verständnis Gottes und seines Plans für uns und die Geschichte, oder – um einen Ausdruck des heiligen Paulus zu verwenden – als Erzieher, der uns zu ihm geführt hat (vgl. Gal 3,23-25). Nun aber ist er selbst, in der Person Jesu, in unsere Mitte gekommen – in ihm, der das Gesetz erfüllt und uns so zu Söhnen des Vaters gemacht hat und der uns die Gnade geschenkt hat, mit ihm als Söhne und Töchter und untereinander als Brüder und Schwestern in Beziehung zu treten

Brüder und Schwestern, Jesus lehrt uns, dass wahre Gerechtigkeit Liebe ist und dass wir in jedem Gebot des Gesetzes ein Erfordernis der Liebe erkennen müssen. Denn es reicht nicht aus, einen Menschen nicht physisch zu töten, wenn ich ihn dann mit Worten töte oder seine Würde nicht respektiere (vgl. V. 21-22). Ebenso reicht es nicht aus, formal dem Ehepartner treu zu sein und keinen Ehebruch zu begehen, wenn in dieser Beziehung gegenseitige Zuwendung, Zuhören, Achtung, Fürsorge und das gemeinsame Voranschreiten in einem gemeinsamen Projekt fehlen (vgl. V. 27-28.31-32). Zu diesen Beispielen, die Jesus selbst uns gibt, könnten wir noch weitere hinzufügen. Das Evangelium vermittelt uns diese wertvolle Lehre: Es reicht nicht aus, ein Mindestmaß an Gerechtigkeit zu üben, sondern es bedarf einer großen Liebe, die durch die Kraft Gottes möglich ist.

Lasst uns gemeinsam die Jungfrau Maria anrufen, die der Welt Christus geschenkt hat, denjenigen, der das Gesetz und den Heilsplan erfüllt: Möge sie für uns Fürsprache einlegen und uns helfen, in die Logik des Reiches Gottes einzutreten und seine Gerechtigkeit zu leben."

Quelle: vaticannews

In illo tempore

In seinem heutigen Beitrag für OnePeterFive zur Bedeutung der Sonntage im Kirchenjahr befaßt sich Father John Zuhlsdorf mit der Liturgie des Quagesima-Sonntags Hier geht´s zum Original:  klicken

IN ILLO TEMPORE: DER QUINQUAGESIMA SONNTAG

Der Kontext ist wichtig. Wir befinden uns in der „Gesima“-Zeit, der Vorfastenzeit, einer Zeit der Vorbereitung auf Ostern. Die Heilige Kirche erinnert uns mit dem nüchternen mütterlichen Realismus einer, die die menschliche Natur kennt, daran, dasß Verpflichtungen fällig werden. Nach diesem „Sonntag im Fünfzigsten“, Quinquagesima, kommt in drei Tagen der Aschermittwoch und der Beginn der „Vierzigsten“, der Fastenzeit oder Quadragesima. Die Fastenzeit kann den aufmerksamen Christen nicht überrumpeln. In der Vorfastenzeit können wir spüren, wie die Heilige Kirche die Schnürsenkel festzieht, die Riemen überprüft, uns die Feldflasche reicht und mit einem Finger, der nicht zittert, auf die Karte zeigt. Der Gipfel ist Jerusalem, und jenseits von Jerusalem das Pascha

Diese Zeit ist seit Langem als Fastnacht bekannt, abgeleitet von „vergeben“, also beichten und von Todsünden befreit werden. Die Sprache spiegelt Gewohnheit wider. „Fastnacht“ wurde nicht nur mit der Absolution, sondern auch mit Festlichkeit in Verbindung gebracht, da der Begnadigte nun frei war, sich zu freuen. Daher rührt auch der sinnlichere Name „Karneval“, abgeleitet von „ carne-vale“ . Lateinisch „ vale“ bedeutet „Abschied“. Karneval heißt also „Fleisch ade“. In einer Zeit, in der die Fastenzeit als Verzicht auf Fleisch und tierische Fette während der gesamten Fastenzeit verstanden wurde, leerten die Haushalte ihre Vorräte. Am „Fastmontag“ wurde der Speck verzehrt. Am „Fastdienstag“, auch „Fetter Dienstag“ oder Mardi Gras genannt , wurden Butter und Fett für Pfannkuchen verbraucht. Es ging nicht um Genuss um seiner selbst willen, wie es Mardi Gras heute weithin ist, sondern vielmehr um den geordneten Abschluss einer Lebensweise und die bewusste Vorbereitung auf eine neue. 

Die Pädagogik der Kirche bleibt bestehen, auch wenn sie dem modernen Empfinden widerspricht. Die Fastenzeit hat begonnen. Das ist angesichts der Vorfastenzeit keine Überraschung. Die Beichte ist zwar Pflicht , aber eigentlich auch keine Option, oder? Geh zur Beichte. 

Die Kirche kennzeichnet diese vorbereitenden Sonntage mit unmissverständlichen Zeichen. Das „Halleluja“ verschwindet aus der Liturgie und kehrt erst in der Osternacht wieder. Violette Bußgewänder schmücken den Altarraum. Der Kreuzweg verortet die Sonntage geografisch, historisch und pädagogisch. Am Septuagesima begibt sich die Gemeinde nach St. Laurentius vor den Mauern, zum Grab des Diakons Laurentius, der auf einem Rost verbrannt wurde. Am Sexagesima versammelt sie sich in St. Paul vor den Mauern, wo der Apostel nach seinem Martyrium durch das Schwert ruht. 

An Quinquagesima überquert sie den Tiber und steigt den Vatikanischen Hügel hinauf zum Grab des Petrus, der kopfüber gekreuzigt wurde, nahe dem Circus des Caligula. Diese Messformeln lassen sich mindestens bis zu Gregor dem Großen († 604) zurückverfolgen. Sie entstanden in Zeiten von Pest und Invasionen. Sie sind nüchtern und auf Erfahrung beruhend, nicht auf einer künstlich zusammengebastelten Theorie von Liturgiewissenschaftlern. Die Kirche führt uns zu den Gebeinen derer, die bis zum Tod treu blieben, damit unsere Fastenzeit nicht in Abstraktion versinkt. Zumindest tut sie dies im Vetus Ordo: Die Kreuzwegandachten wurden aus dem nachkonziliaren Missale Romanum entfernt.