Alessandra Ricciardi hat für "Italia Oggi" Sandro Magister interviewt:
hier geht´s zum Original: klicken
"BENEDIKT XVI HAT IN SEINER REGENSBURGER REDE ALLES VORAUSGESEHEN, ALS ER FÜR DEN ISLAM EINE AUFKLÄRERISCHE REVOLUTION VORSCHLUG"
Aber dann haben die Aktivitäten des Hl. Stuhls alle vorausschauenden Visionen verloren.
S. Magister.
Es war ein Irrtum der Kirche, dem Vorschlag Benedikts XVI einer aufklärerischen Revolution für den Islam nicht gefolgt zu sein. Sandro Magister, Vaticanist des L´Espresso geht wieder zur Regensburger Rede Papst Benedikts XVI im September 2006 zurück, um von ihr aus zu analysieren, welche Rolle die Katholische Kirche hatte oder hätte haben können, um der islamischen Gewalt entgegen zu treten,
Frage Ricciardi: "Ist nach dem Angriff auf die französische Satirezeitung das Risiko eines Attentates gegen den Vatican größer geworden?"
Antwort Magister: "Das Risiko ist real, aber die Kirche ist schon seit geraumer Zeit im Visier. Sich zu verteidigen, ist immer komplizierter, und es ist offensichtlich, daß die Attentate nicht einer globalen Strategie folgen, es gibt eine Zersplitterung der Initiativen, sie sind nicht vorhersehbar und werden von nur wenigen Personen ausgeführt."
"Welcher Rolle hatte die Kirche bei der Bekämpfung der islamischen Gewalt ?"
"Die letzten großen vorausschauenden Perspektiven des Hl. Stuhls endeten leider 2006, mit der erinnerungswürdigen Vorlesung Benedikts XVI in Regensburg, in der er auch für die Moslemische Welt eine Art aufklärerische "Revolution", wie die Christen die durchgemacht hatten, forderte- beginnend mit den Menschenrechten. Der vom Papst eingeschlagene Weg wurde aus dem Inneren der Kirche heraus unterbrochen,"
Freitag, 9. Januar 2015
Donnerstag, 8. Januar 2015
Odon Vallet: "Papst Franziskus hat 90% der Kurie gegen sich."
Der französische Professor Odon Vallet , ein in Frankreich sehr einflussreicher, liberaler Religionshistoriker, hat der Französischen Wochenzeitung "Le Journal du Dimanche" ein Interview gegeben.
Gefunden haben wir es bei rorate caeli: klicken und hier geht´s zum französischen Original: klicken
Er interpretiert die sehr harschen Worte des Papstes an die Kurie am 22. Dezember, als er 15 Krankheiten aufzählte, die den Hl. Stuhl in seinem Inneren befallen hätten (so spirituelles Alzheimer, existentielle Schizophrenie etc.)
"PAPST FRANZISKUS HAT 90% DER KURIE GEGEN SICH"
Journal du Dimanche: "Wie sind die harschen Wort von Papst Franziskus gegenüber den Mitgliedern der Kurie zu erklären?"
Odon Vallet:
"Seine Wort sind wirklich sehr harsch. Papst Franziskus spricht von mentaler Versteinerung innerhalb der Kurie. Nach der letzten Synode, sah der Papst, daß seine Gegner im Herzen der Regierung der Kirche zu finden sind. Im Einzelnen, ohne sie zu nennen, die amerikanischen, afrikanischen und italienischen Bischöfe."
"Drücken diese Worte Schwierigkeiten, die von ihm geplanten Reformen zu verwirklichen, aus?"
"Nichts erlaubt uns zu schließen, daß er in der Lage sein wird, seine Reformen zu vollenden. Ich sehe, daß seine Chance, sie zu vollenden unter 50% liegt. Die Reform des Konzils von Trient (16. JH) hat 18 Jahre gedauert und 6 Päpste gebraucht. Papst Franziskus ist 78 Jahre alt, sein Unterfangen die Kirche zu erneuern, wird sehr schwer werden. Sogar noch schwerer, weil 90% derKurie gegen ihn sind."
Aus gegebenem Anlass: die Regensburger Rede
Weil -wie sich an ihren Reaktionen zum Pariser Blutbad zeigte, manche unserer Mitbürger, Blogger und Kommentarschreiber die Zusammenhänge noch nicht ganz verstanden haben und diese so hellsichtige, ja prophetische Rede Licht ins Dunkel bringen kann, wird es wieder einmal Zeit, sie ins Gedächtnis zurück zu rufen.
Hier geht´s zum Gesamttext . klicken
DIE REGENSBURGER REDE VON 2006
(.....) "Der Kaiser begründet, nachdem er so zugeschlagen hat, dann eingehend, warum Glaubensverbreitung durch Gewalt widersinnig ist. Sie steht im Widerspruch zum Wesen Gottes und zum Wesen der Seele. „Gott hat kein Gefallen am Blut”, sagt er, „und nicht vernunftgemäß, nicht „σὺν λόγω” zu handeln, ist dem Wesen Gottes zuwider. Der Glaube ist Frucht der Seele, nicht des Körpers. Wer also jemanden zum Glauben führen will, braucht die Fähigkeit zur guten Rede und ein rechtes Denken, nicht aber Gewalt und Drohung… Um eine vernünftige Seele zu überzeugen, braucht man nicht seinen Arm, nicht Schlagwerkzeuge noch sonst eines der Mittel, durch die man jemanden mit dem Tod bedrohen kann...".
Hier geht´s zum Gesamttext . klicken
DIE REGENSBURGER REDE VON 2006
(.....) "Der Kaiser begründet, nachdem er so zugeschlagen hat, dann eingehend, warum Glaubensverbreitung durch Gewalt widersinnig ist. Sie steht im Widerspruch zum Wesen Gottes und zum Wesen der Seele. „Gott hat kein Gefallen am Blut”, sagt er, „und nicht vernunftgemäß, nicht „σὺν λόγω” zu handeln, ist dem Wesen Gottes zuwider. Der Glaube ist Frucht der Seele, nicht des Körpers. Wer also jemanden zum Glauben führen will, braucht die Fähigkeit zur guten Rede und ein rechtes Denken, nicht aber Gewalt und Drohung… Um eine vernünftige Seele zu überzeugen, braucht man nicht seinen Arm, nicht Schlagwerkzeuge noch sonst eines der Mittel, durch die man jemanden mit dem Tod bedrohen kann...".
Der entscheidende Satz in dieser Argumentation gegen Bekehrung durch Gewalt lautet: Nicht vernunftgemäß handeln ist dem Wesen Gottes zuwider Der Herausgeber, Theodore Khoury, kommentiert dazu: Für den Kaiser als einen in griechischer Philosophie aufgewachsenen Byzantiner ist dieser Satz evident. Für die moslemische Lehre hingegen ist Gott absolut transzendent. Sein Wille ist an keine unserer Kategorien gebunden und sei es die der Vernünftigkeit. Khoury zitiert dazu eine Arbeit des bekannten französischen Islamologen R. Arnaldez, der darauf hinweist, daß Ibn Hazm so weit gehe zu erklären, daß Gott auch nicht durch sein eigenes Wort gehalten sei und daß nichts ihn dazu verpflichte, uns die Wahrheit zu offenbaren. Wenn er es wollte, müsse der Mensch auch Götzendienst treiben...." (.....)
Das Ethos der Wissenschaftlichkeit ist im übrigen Wille zum Gehorsam gegenüber der Wahrheit und insofern Ausdruck einer Grundhaltung, die zu den wesentlichen Entscheiden des Christlichen gehört. Nicht Rücknahme, nicht negative Kritik ist gemeint, sondern um Ausweitung unseres Vernunftbegriffs und -gebrauchs geht es. Denn bei aller Freude über die neuen Möglichkeiten des Menschen sehen wir auch die Bedrohungen, die aus diesen Möglichkeiten aufsteigen, und müssen uns fragen, wie wir ihrer Herr werden können. Wir können es nur, wenn Vernunft und Glaube auf neue Weise zueinanderfinden; wenn wir die selbstverfügte Beschränkung der Vernunft auf das im Experiment Falsifizierbare überwinden und der Vernunft ihre ganze Weite wieder eröffnen. In diesem Sinn gehört Theologie nicht nur als historische und humanwissenschaftliche Disziplin, sondern als eigentliche Theologie, als Frage nach der Vernunft des Glaubens an die Universität und in ihren weiten Dialog der Wissenschaften hinein." (....)
"Nur so werden wir auch zum wirklichen Dialog der Kulturen und Religionen fähig, dessen wir so dringend bedürfen. In der westlichen Welt herrscht weithin die Meinung, allein die positivistische Vernunft und die ihr zugehörigen Formen der Philosophie seien universal. Aber von den tief religiösen Kulturen der Welt wird gerade dieser Ausschluß des Göttlichen aus der Universalität der Vernunft als Verstoß gegen ihre innersten Überzeugungen angesehen. Eine Vernunft, die dem Göttlichen gegenüber taub ist und Religion in den Bereich der Subkulturen abdrängt, ist unfähig zum Dialog der Kulturen. Dabei trägt, wie ich zu zeigen versuchte, die moderne naturwissenschaftliche Vernunft mit dem ihr innewohnenden platonischen Element eine Frage in sich, die über sie und ihre methodischen Möglichkeiten hinausweist. Sie selber muß die rationale Struktur der Materie wie die Korrespondenz zwischen unserem Geist und den in der Natur waltenden rationalen Strukturen ganz einfach als Gegebenheit annehmen, auf der ihr methodischer Weg beruht. Aber die Frage, warum dies so ist, die besteht doch und muß von der Naturwissenschaft weitergegeben werden an andere Ebenen und Weisen des Denkens – an Philosophie und Theologie. Für die Philosophie und in anderer Weise für die Theologie ist das Hören auf die großen Erfahrungen und Einsichten der religiösen Traditionen der Menschheit, besonders aber des christlichen Glaubens, eine Erkenntnisquelle, der sich zu verweigern eine unzulässige Verengung unseres Hörens und Antwortens wäre." ......"
„Nicht vernunftgemäß, nicht mit dem Logos handeln ist dem Wesen Gottes zuwider“, hat Manuel II. von seinem christlichen Gottesbild her zu seinem persischen Gesprächspartner gesagt. In diesen großen Logos, in diese Weite der Vernunft laden wir beim Dialog der Kulturen unsere Gesprächspartner ein." (.....)
Mittwoch, 7. Januar 2015
"Wenn der Krieg da ist, muß man ihn gewinnen." Neues aus Frankreich
Inzwischen wurde unter den Ermordeten noch ein fünfter Zeichner identifiziert:
Philippe Honoré, "Honoré"
Obwohl in Paris die höchste Terrorwarnstufe gilt, konnten sich dort heute Abend auf Aufforderung von Journalisten und Karikaturisten 35.000 Menschen versammeln zu stillem Protest, zu Solidarität mit den Opfern und ihren Angehörigen und zu stiller Trauer.
"Wenn der Krieg da ist, muß man ihn gewinnen " sagte heute der Direktor der Redaktionen des Figaro, Alexis Brézet, und ließ keinen Zweifel daran, daß er das aktuelle Geschehen für einen Krieg hält, einen wirklichen Krieg, auf Seiten der Angreifer nicht von Soldaten geführt werde, sondern von Mördern."
Lange habe man es nicht wahrhaben wollen.....
Nun, die FAZ meint dagegen, die Attentäter wären auf eine Stufe mit Pegida zu stellen, lediglich irregeleitete Fanatiker.....das mit den Scheuklappen und dem Brett vorm Kopf hat augenscheinlich schon sehr gut geklappt. Aber der Unterschied in der Einschätzung und der in Frankreich von links bis rechts einigen und einmütigen Reaktion zum Herumgeeiere, Schönreden, Verleugnen, das sich bei uns links der Mitte flächendeckend ausbreitet, ist schon erheblich, geradezu frappierend.
"Je suis Charlie"
Der Karikaturist von Le Monde sagte in einer Sendung des französischen Fernsehens:
"Die Zeichner sind stärker als die A........r ( ein nicht blogfreies Schimpfwort) von heute morgen. Die Zeichner, die gestorben sind, waren ganz große, sie wurden von Barbaren ermordet.(....) Das war ein 11. September der Gedankenfreiheit."
Das Ordinariat des Erzdiözese Paris kündigte an, daß morgen in Paris in allen katholischen Kirchen die Totenglocke läuten wird und bei den Messen für die Opfer und ihre Angehörigen gebetet werden wird. (Von Licht-aus-Aktionen wurde nichts bekannt).
Le Figaro berichtet, daß die Identität der 3 Täter geklärt sei, außerdem läuft seit 23:00 eine massive Polizeiaktion in Reims.
"Une opération de police avec le Raid est en cours à Reims"
Philippe Honoré, "Honoré"
Obwohl in Paris die höchste Terrorwarnstufe gilt, konnten sich dort heute Abend auf Aufforderung von Journalisten und Karikaturisten 35.000 Menschen versammeln zu stillem Protest, zu Solidarität mit den Opfern und ihren Angehörigen und zu stiller Trauer.
"Wenn der Krieg da ist, muß man ihn gewinnen " sagte heute der Direktor der Redaktionen des Figaro, Alexis Brézet, und ließ keinen Zweifel daran, daß er das aktuelle Geschehen für einen Krieg hält, einen wirklichen Krieg, auf Seiten der Angreifer nicht von Soldaten geführt werde, sondern von Mördern."
Lange habe man es nicht wahrhaben wollen.....
Nun, die FAZ meint dagegen, die Attentäter wären auf eine Stufe mit Pegida zu stellen, lediglich irregeleitete Fanatiker.....das mit den Scheuklappen und dem Brett vorm Kopf hat augenscheinlich schon sehr gut geklappt. Aber der Unterschied in der Einschätzung und der in Frankreich von links bis rechts einigen und einmütigen Reaktion zum Herumgeeiere, Schönreden, Verleugnen, das sich bei uns links der Mitte flächendeckend ausbreitet, ist schon erheblich, geradezu frappierend.
"Je suis Charlie"
Der Karikaturist von Le Monde sagte in einer Sendung des französischen Fernsehens:
"Die Zeichner sind stärker als die A........r ( ein nicht blogfreies Schimpfwort) von heute morgen. Die Zeichner, die gestorben sind, waren ganz große, sie wurden von Barbaren ermordet.(....) Das war ein 11. September der Gedankenfreiheit."
Das Ordinariat des Erzdiözese Paris kündigte an, daß morgen in Paris in allen katholischen Kirchen die Totenglocke läuten wird und bei den Messen für die Opfer und ihre Angehörigen gebetet werden wird. (Von Licht-aus-Aktionen wurde nichts bekannt).
Le Figaro berichtet, daß die Identität der 3 Täter geklärt sei, außerdem läuft seit 23:00 eine massive Polizeiaktion in Reims.
"Une opération de police avec le Raid est en cours à Reims"
Kardinal Barbarin twittert zum Tage:
Impressionnante foule aux Terreaux #Charlie pic.twitter.com/VFE7zAc6Zi
— CardBarbarin (@CardBarbarin) 7. Januar 2015
"Je suis Charlie"
Die 4 ermordeten Karikaturisten von Charlie Hebdo R.I.P.
Jean Cabut , "Cabu", wäre am 13. Januar 76 Jahre alt geworden
Bernard Verlhac "Tignous", 58 Jahre
Stéphane Charbonnier, "Charb", 50 Jahre
George Wolinski, 80 Jahre
es ist, wie sich inzwischen herausstellte, noch ein fünfter Zeichner unter den Toten:
Philippe Honoré, "Honoré"
Ganz Frankreich ist auf den Beinen, viele zeigen Spruchbänder mit der Aufschrift "ich bin Charlie"
"Je suis Charlie"
Quelle und cr Le Figaro
Natürlich gedenken wir auch der anderen Toten, mögen auch sie in Frieden ruhen. Einer der beiden regelrecht hingerichteten Polizisten ist Vater eines einjährigen Kindes,
.
Die Süddeutsche Zeitung will von derlei Slogans zur Meinungsfreiheit aber nichts wissen, dafür schreibt sie von antiislamischen Provokationen,die das Attentat auf Charlie Hebdo ganz verständlich erscheinen lassen, jedenfalls in den verdrehten, ideologiedurchtränkten Hirnen ihrer Redakteure.
Jean Cabut , "Cabu", wäre am 13. Januar 76 Jahre alt geworden
Bernard Verlhac "Tignous", 58 Jahre
Stéphane Charbonnier, "Charb", 50 Jahre
George Wolinski, 80 Jahre
es ist, wie sich inzwischen herausstellte, noch ein fünfter Zeichner unter den Toten:
Philippe Honoré, "Honoré"
Ganz Frankreich ist auf den Beinen, viele zeigen Spruchbänder mit der Aufschrift "ich bin Charlie"
"Je suis Charlie"
Quelle und cr Le Figaro
.
Die Süddeutsche Zeitung will von derlei Slogans zur Meinungsfreiheit aber nichts wissen, dafür schreibt sie von antiislamischen Provokationen,die das Attentat auf Charlie Hebdo ganz verständlich erscheinen lassen, jedenfalls in den verdrehten, ideologiedurchtränkten Hirnen ihrer Redakteure.
Christen fliehen auch aus den Kurdengebieten
Marta Petrosillo schreibt in La Nuova Bussola Quotidiana, daß viele Christen nicht mehr an eine Zukunft in den autonomen Regionen Kurdistans glauben. Hier geht´s zum Original: klicken
"Christen auf der Flucht auch aus Kurdistan"
"Es ist schon fast eine Gewohnheit. Seit einigen Jahre wird in Ankawa, einem Vorort von Erbil, der Hauptstadt des irakischen Kurdistans mit überwiegend christlichen Einwohnern, die Weihnachtsmesse in einem Zelt gefeiert, in dem mehrere tausend Menschen Platz haben. Das war nur ein anderer Raum, der einer größeren Zahl von Gläubigen ermöglichte, die Liturgie mitzufeiern. In den letzten Jahren ist die christliche Gemeinschaft im irakischen Kurdistan überraschend angewachsen-nachdem in der halbautonomen Region Tausende von Gläubigen ankamen, die vor den antichristlichen Gewalttaten in Basra, Bagdad und Mossul geflohen waren.
Dieses Jahr aber hatte das Zelt eine andere Bedeutung. Deshalb wollte der chaldäische Patriarch hier die Weihnachtsmesse feiern. In einem Zelt, dem selben Ort, in dem in den letzten Monaten zehntausende Christen gelebt haben. An der Liturgie nahmen der Premierminister Kurdistans, N. Barzani und andere Autoritäten der Region sowie zahlreiche Diplomaten aus verschiedenen Ländern teil. In Erbil sind in dieser Nacht 6 weitere Messen gefeiert worden.
Tausende von Gläubigen haben der Liturgie beigewohnt, auch wenn die Atmosphäre sicher keine festliche war.
"Es ist schwer Weihnachten zu feiern, während so viele unserer Brüder alles verloren haben"-erklärt ein chaldäischer Priester gegenüber La Nuova Bussola, der es vorzog anonym zu bleiben. "Dennoch erlaubt uns unser Glaube doch ein wenig Hoffnung zu bewahren." Auch für die, die in Kurdistan geboren sind oder dort schon seit Jahren leben, war Weihnachten dieses Jahr anders."Wir haben Leiden erlebt, die wir nie vergessen werden. Wir haben Christus gesehen, der arm und bedürftig unter uns geboren wurde."
Nicht allen 120.000 vor den Gewalttaten des IS geflohenen Christen ist es gelungen, eine würdige Unterkunft zu finden. Die Kirche, Dank der Unterstützung verschiedener Organisationen, konnte vielen Familien vorgefertigte Unterkünfte anbieten und hat u.a. das nötige Geld für die Errichtung von Wohnungen bereit gestellt. Nicht mehr als einige Zimmer, die von einer großen Zahl von Personen bewohnt werden, und dennoch eine Situation, die deutlich besser ist als für viele anderswo.
"Vor einigen Tagen habe ich das Flüchtlingslager von Mar Elia und Mar Shmouny besucht"-erzählt der Priester- "und ich habe gesehen, daß viele Flüchtlinge noch in Zelten leben trotz der strengen winterlichen Temperaturen." Zwischen den Zelten des Lagers Mar Elia, wo noch cirka 700 Flüchtlinge leben, gibt es auch das Zelt für die Krippe, eines der Zeltdächer trägt die arabische Aufschrift: "Das Zelt Jesu".
"Christen auf der Flucht auch aus Kurdistan"
"Es ist schon fast eine Gewohnheit. Seit einigen Jahre wird in Ankawa, einem Vorort von Erbil, der Hauptstadt des irakischen Kurdistans mit überwiegend christlichen Einwohnern, die Weihnachtsmesse in einem Zelt gefeiert, in dem mehrere tausend Menschen Platz haben. Das war nur ein anderer Raum, der einer größeren Zahl von Gläubigen ermöglichte, die Liturgie mitzufeiern. In den letzten Jahren ist die christliche Gemeinschaft im irakischen Kurdistan überraschend angewachsen-nachdem in der halbautonomen Region Tausende von Gläubigen ankamen, die vor den antichristlichen Gewalttaten in Basra, Bagdad und Mossul geflohen waren.
Dieses Jahr aber hatte das Zelt eine andere Bedeutung. Deshalb wollte der chaldäische Patriarch hier die Weihnachtsmesse feiern. In einem Zelt, dem selben Ort, in dem in den letzten Monaten zehntausende Christen gelebt haben. An der Liturgie nahmen der Premierminister Kurdistans, N. Barzani und andere Autoritäten der Region sowie zahlreiche Diplomaten aus verschiedenen Ländern teil. In Erbil sind in dieser Nacht 6 weitere Messen gefeiert worden.
Tausende von Gläubigen haben der Liturgie beigewohnt, auch wenn die Atmosphäre sicher keine festliche war.
"Es ist schwer Weihnachten zu feiern, während so viele unserer Brüder alles verloren haben"-erklärt ein chaldäischer Priester gegenüber La Nuova Bussola, der es vorzog anonym zu bleiben. "Dennoch erlaubt uns unser Glaube doch ein wenig Hoffnung zu bewahren." Auch für die, die in Kurdistan geboren sind oder dort schon seit Jahren leben, war Weihnachten dieses Jahr anders."Wir haben Leiden erlebt, die wir nie vergessen werden. Wir haben Christus gesehen, der arm und bedürftig unter uns geboren wurde."
Nicht allen 120.000 vor den Gewalttaten des IS geflohenen Christen ist es gelungen, eine würdige Unterkunft zu finden. Die Kirche, Dank der Unterstützung verschiedener Organisationen, konnte vielen Familien vorgefertigte Unterkünfte anbieten und hat u.a. das nötige Geld für die Errichtung von Wohnungen bereit gestellt. Nicht mehr als einige Zimmer, die von einer großen Zahl von Personen bewohnt werden, und dennoch eine Situation, die deutlich besser ist als für viele anderswo.
"Vor einigen Tagen habe ich das Flüchtlingslager von Mar Elia und Mar Shmouny besucht"-erzählt der Priester- "und ich habe gesehen, daß viele Flüchtlinge noch in Zelten leben trotz der strengen winterlichen Temperaturen." Zwischen den Zelten des Lagers Mar Elia, wo noch cirka 700 Flüchtlinge leben, gibt es auch das Zelt für die Krippe, eines der Zeltdächer trägt die arabische Aufschrift: "Das Zelt Jesu".
Dienstag, 6. Januar 2015
"An Boff und die anderen Kritiker, die nicht gelesen haben"
Vittorio Messori antwortet im Corriere della Sera der vom selbsternannten Neo-Ökologisten Leonardo Boff angeführten Meute, die ihn zum Abschuss freigegeben hat.
Hier geht´s zum Original - klicken
"Boff und den anderen Kritikern, die nicht gelesen haben."
"Leonardo Boff, Führer der Befreiungstheologie à la Brasilienne, der mit der größten Nähe zum Marxismus, hat nach den Kontroversen mit Kardinal Joseph Ratzinger und nach den Ermahnung Johannes Pauls II erklärt, daß diese Kirche "unbewohnbar und unreformierbar" sei. Deshalb verließ er den Franziskanerorden und ging mit einer Gefährtin leben.
Dann -nach der überraschenden Implosion des Kommunismus-, wechselte er, wie es viele taten von rot zu grün, zum dogmatischsten Ökologismus, mit Aspekten eines pantheistischen Mutter-Erde-Kultes.
Er fährt allerdings fort, die Sakramente zu zelebrieren, mit eucharistischen und -Taufliturgien, die er selbst ausgearbeitet hat ( es fehlen dabei- wie man sagt- nicht die New-Age-Anklänge) mit Zustimmung des brasilianischen Episkopates. In einem Interview, das vor einem Jahr bei Vatican Insider erschien, hat er bestätigt, nicht nur ein gutes Verhältnis zu Papst Franziskus zu haben, wie bereits in Argentinien oit dem damaligen Erzbischof, sondern auch mit ihm auf dem Gebiete von Umweltthemen im Hinblick auf die vom Bischof von Rom angekündigte, kommende "grüne"Enzyklika zusammen zu arbeiten, die wie es aussieht, von ihm selbst vorgeschlagen worden sei.
Wir sagen das, weil in diesem überzeugten Bewunderer von Jorge Bergoglio sich wenig von der Zärtlichkeit, der Empfänglichkeit, vom Respekt vor dem anderen, der verzeihenden Barmherzigkeit die Papst Franziskus mit so viel Passion predigt, auszudrücken scheint. Sein gestern in dieser Zeitung veröffentlichte Kommentar zu meinem Artikel vom 24. Dezember hat nichts von der guten Art, die Bergoglio gegenüber allen zeigt, seien sie auch Gegner.
Pater Leonardo spricht mir "große Gedankenleere" zu, dürftigste Intelligenz, Ignoranz, bezeichnet mich als "schlecht Konvertierten", der-weil er ein respektables Alter erreicht habe, nun endlich seine Konversion zuende bringen müsse. Dann schleudert er mir das entgegen, was für ihn eine schwere Anschuldigung ist, für mich aber wie ein Kompliment: "Christomanie". Ich weiß nicht genau, was er damit sagen will, aber es mißfällt mir nicht, es freut mich.
Natürlich kann nicht alles, was ich schreibe, allen gefallen, ich weiß gut, wie diese intellektuellen Gebäude ( besonders die religiösen) konkret gebaut sind. Nein, das ist es nicht, was überrascht.
Das, was verbittern könnte, ist daß Boff.nicht gelesen zu haben scheint, was ich schreibe: vielleicht wegen nicht perfekter Italienischkenntnisse, vielleicht aus Hast, vielleicht wegen ideologischer Vorurteile. Das zeigt seine Reaktion, die so vehement wie konfus ist, die wenig oder nichts mit dem, was ich gesagt habe, zu tun hat.
Hier geht´s zum Original - klicken
"Boff und den anderen Kritikern, die nicht gelesen haben."
"Leonardo Boff, Führer der Befreiungstheologie à la Brasilienne, der mit der größten Nähe zum Marxismus, hat nach den Kontroversen mit Kardinal Joseph Ratzinger und nach den Ermahnung Johannes Pauls II erklärt, daß diese Kirche "unbewohnbar und unreformierbar" sei. Deshalb verließ er den Franziskanerorden und ging mit einer Gefährtin leben.
Dann -nach der überraschenden Implosion des Kommunismus-, wechselte er, wie es viele taten von rot zu grün, zum dogmatischsten Ökologismus, mit Aspekten eines pantheistischen Mutter-Erde-Kultes.
Er fährt allerdings fort, die Sakramente zu zelebrieren, mit eucharistischen und -Taufliturgien, die er selbst ausgearbeitet hat ( es fehlen dabei- wie man sagt- nicht die New-Age-Anklänge) mit Zustimmung des brasilianischen Episkopates. In einem Interview, das vor einem Jahr bei Vatican Insider erschien, hat er bestätigt, nicht nur ein gutes Verhältnis zu Papst Franziskus zu haben, wie bereits in Argentinien oit dem damaligen Erzbischof, sondern auch mit ihm auf dem Gebiete von Umweltthemen im Hinblick auf die vom Bischof von Rom angekündigte, kommende "grüne"Enzyklika zusammen zu arbeiten, die wie es aussieht, von ihm selbst vorgeschlagen worden sei.
Wir sagen das, weil in diesem überzeugten Bewunderer von Jorge Bergoglio sich wenig von der Zärtlichkeit, der Empfänglichkeit, vom Respekt vor dem anderen, der verzeihenden Barmherzigkeit die Papst Franziskus mit so viel Passion predigt, auszudrücken scheint. Sein gestern in dieser Zeitung veröffentlichte Kommentar zu meinem Artikel vom 24. Dezember hat nichts von der guten Art, die Bergoglio gegenüber allen zeigt, seien sie auch Gegner.
Pater Leonardo spricht mir "große Gedankenleere" zu, dürftigste Intelligenz, Ignoranz, bezeichnet mich als "schlecht Konvertierten", der-weil er ein respektables Alter erreicht habe, nun endlich seine Konversion zuende bringen müsse. Dann schleudert er mir das entgegen, was für ihn eine schwere Anschuldigung ist, für mich aber wie ein Kompliment: "Christomanie". Ich weiß nicht genau, was er damit sagen will, aber es mißfällt mir nicht, es freut mich.
Natürlich kann nicht alles, was ich schreibe, allen gefallen, ich weiß gut, wie diese intellektuellen Gebäude ( besonders die religiösen) konkret gebaut sind. Nein, das ist es nicht, was überrascht.
Das, was verbittern könnte, ist daß Boff.nicht gelesen zu haben scheint, was ich schreibe: vielleicht wegen nicht perfekter Italienischkenntnisse, vielleicht aus Hast, vielleicht wegen ideologischer Vorurteile. Das zeigt seine Reaktion, die so vehement wie konfus ist, die wenig oder nichts mit dem, was ich gesagt habe, zu tun hat.
Montag, 5. Januar 2015
Kirche auf den Kopf gestellt. "Warum sind die Feinde der Katholischen Wahrheit die Hauptverteiger von Papst Franziskus?"
So titelt rorate caeli zum Artikel von Matteo Carnieletto im Il Giornale" vom 3. Januar.
hier geht´s zu den Originalen: klicken und klicken
Church Turned Upside Down.- "Why are the enemies of Catholic Truth the main defenders of Pope Francis?"
und fährt dann fort: "Jene, die das Pontifikat von Benedikt XVI angriffen, finden sich jetzt als Verteidiger des Pontifikates von Franziskus wieder. Während Katholische Schriftsteller wie Messori und Socci von Avvenire (der Tageszeitung der Italienischen Bischöfe) verdammt werden."
"KIRCHE AUF DEN KOPF GESTELLT: WARUM SIND DIE FEINDE DER KATHOLISCHEN WAHRHEIT DIE HAUPTVERTEIDIGER VON PAPST FRANZISKUS?"
"Seien wir ehrlich: der progressivste Flügel der Kirche mag Franziskus. Das ist der Flügel, der während des Pontifikates von Benedikt XVI unaufhörlich den Papst angriff und nun als päpstliche Cheerleader verkleidet-immer zur Hand ist, um den Papst zu verteidigen, den Papst-der, bitte merken- Franziskus ist, nicht das Papsttum als Institution."
"Seit der Veröffentlichung von Antonio Soccis "Non e Francesco" , zögern die neuen Verteidiger der Kirche, "die arm und für die Armen ist" nicht, dem Papst zu Hilfe zu eilen, indem sie den Journalisten aus Siena hart attackieren,
Das selbe passierte nach der Publikation des Artikel vonVittorio Messori am vergangenen 24. Dezember im Corriere della Sera.
Tatsächlich hat Paolo Farinelli, Priester und Schreiber bei "Il Fatto Quotidiano", der das Ponitifikat Benedikts XVI als "Desaster für die Kirche" definierte, einen Appell lanziert, die Angriffe auf Papst Franziskus zu stoppen. Ist Farinelli zum orthodoxen Katholizismus konvertiert? Ganz und gar nicht. Er hat einfach nur in Franziskus ein ideales Mundstück gefunden.
hier geht´s zu den Originalen: klicken und klicken
Church Turned Upside Down.- "Why are the enemies of Catholic Truth the main defenders of Pope Francis?"
"KIRCHE AUF DEN KOPF GESTELLT: WARUM SIND DIE FEINDE DER KATHOLISCHEN WAHRHEIT DIE HAUPTVERTEIDIGER VON PAPST FRANZISKUS?"
"Seien wir ehrlich: der progressivste Flügel der Kirche mag Franziskus. Das ist der Flügel, der während des Pontifikates von Benedikt XVI unaufhörlich den Papst angriff und nun als päpstliche Cheerleader verkleidet-immer zur Hand ist, um den Papst zu verteidigen, den Papst-der, bitte merken- Franziskus ist, nicht das Papsttum als Institution."
Das selbe passierte nach der Publikation des Artikel vonVittorio Messori am vergangenen 24. Dezember im Corriere della Sera.
Tatsächlich hat Paolo Farinelli, Priester und Schreiber bei "Il Fatto Quotidiano", der das Ponitifikat Benedikts XVI als "Desaster für die Kirche" definierte, einen Appell lanziert, die Angriffe auf Papst Franziskus zu stoppen. Ist Farinelli zum orthodoxen Katholizismus konvertiert? Ganz und gar nicht. Er hat einfach nur in Franziskus ein ideales Mundstück gefunden.
Der Ton wird schärfer, der Stellvertreterkrieg in den italienischen Medien heftiger
Jetzt hat auch Antonio Socci im Krieg zwischen den Progressisten und Messori -um das Recht auf Kritik an Papst Franziskus- Stellung bezogen. Hier geht´s zum Original klicken
"Die Inquisition der entfesselten Kathoprogressisten gegen Messori, schuldig eine gewisse Ratlosigkeit bzgl. Bergoglios ausgedrückt zu haben."
Die wütende Reaktion der "progressistischen Inquisition", die dieser Tage gegen Vittorio Messoni entfesselt wurde, zeigt eine groteske Intoleranz, die das Kennzeichen des Bergoglio-Zeitalters ist.
Was ist also passiert?
Am vergangenen 24. Dezember hat Vittorio Messori im Corriere della Sera einen ganz gelassenen Kommentar geschrieben, in dem er, mit viel Respekt und Wohlwollen für den argentinischen Papst eine gewisse Ratlosigkeit bgzl. einiger seiner Gesten und Erklärungen zum Ausdruck brachte.
Der Verfasser hat so einem gewissen Unbehagen eine Stimme gegeben, das in der katholischen Welt immer mehr zunimmt, worüber aber von den laizistischen Medien nicht berichtet wird, die vollauf damit beschäftigt sind, Bergoglio jeden Tag Hosianna zu singen -mit einer Adolatrie blühenden lächerlicher Personenkultes.
Auch bei vielen Bischöfen und Kardinälen erzeugt ein derart übertriebener und verdächtiger Personalismus der ewigen Feinde der Kirche, die Bergoglio der Kirche gegenüber stellen, Übelkeit
VERBLÜFFUNG
Viele Katholiken sind von Papst Franziskus´ manischem Hunger nach Applaus um jeden Preis abgestoßen, des Papstes, der sich nicht um die verfolgten und massakrierten Christen kümmert, aber- um das mal so auszudrücken- sich statt dessen, nachdem er liebenswürdig mit Pannella telefonierte, das auch mit Benigni tat (den er in seiner Messe in Sankt Peter zitierte) gestern nach der Gesundheit des Arztes von Gino Strada erkundigte.
In der katholischen Welt zirkulieren sarkastische Bemerkungen über diese weltliche Spiritualität.
Messori dagegen hat jede Polemik und jede Härte vermieden.
Er hat nicht einmal das traumatische Februar-Konsistorium und die Oktober-Synode erwähnt, die zum ersten mal einen Papst sahen, der die heterodoxen Thesen von Kardinal Kasper unterstützte und befürwortete (die für jetzt von der Mehrheit der Bischöfe und Kardinäle gestoppt wurden).
Messori kommt schließlich dahin, zu schreiben, daß auf jede Weise der Papa emeritus den Aktivitäten von Franziskus volle Anerkennung zollt, während in Wirklichkeit Benedetto die hierarchische Anerkennung von Franziskus ausgedrückt hat, aber - das sollte man sich vergegenwärtigen- nie auch nur ein Wort der Anerkennung zu den Inhalten des Bergoglio-Lehramtes gesprochen hat.
So hat in jeder öffentlichen Erklärung der letzten beiden Jahre Ratzinger die Inhalte seines Pontifikates bestätigt, denen Bergoglio in seinen wichtigsten Punkten widerspricht.
Die Überlegungen Messoris sind gemäßigt und respektvoll. Aber für die Bergoglianischen Inquisitoren zählt das nicht. Es genügt, eine gewisse einfache Ratlosigkeit zu zeigen, um - in ihren Augen - der Sabotage und eines finsteren Komplotts verdächtig zu werden und auf dem Index zu landen.
Sandro Magister über die Ernennung der neuen Kardinäle
In seinem blog "settimo cielo" im L´Espresso titelt Sandro Magister:
hier geht´s zum Original: : klicken
" Die neuen Kardinäle. Alles wie Franziskus befiehlt, nur er."
D.Mamberti, Präfekt des Obersten Gerichtes der Apostolischen Signatur
M. J.M. do Nascimento Clemente, Patriarch von Lissabon
B. Souraphiel, Erzbischof von Addis Abbeba (Äthiopien)
J.A.Dew, Erzbischof von Wellington (Neuseeland)
E.Menichelli, Erzbischof von Ancona-Osimo
P.N.Van Nhon,Erzbischof von Hanoi
A.S.Inda, Erzbischof von Morelia ( Mexiko)
C.M.Bo, Salesianer, Erzbischof von Yangon (Myamar)
F.X.Kovithavanij, Erzbischof von Bangkok
F.Montenegro Erzbischof von Agrigento
D.F. Sturla Behouet, Erzbischof von Montevideo
R.B. Pérez, Erzbischof von Valladolid
J.L.L. Maesrtrojuán. Bischof von David, (Panama)
Al.G. Furtado, Bischof von Santiago di Cabo Verde (Kapverden)
S.P.P. Mafi, Bischof von Tonga
Als Folge dieser Ernennungen steigt die Zahl der wählenden Kardinäle auf 125, 5 mehr als die regulären 120. Aber im März werden die Kardinäle Naguib und Rigali das 80.Lebensjahr vollenden, im September De Paolis, und Abril y Castelló und im Februar 2016 Kardinal Mahony, wodurch innerhalb eines Jahres die vorgesehene Zahl an Wählern (die der Papst ändern kann, so wie es Johannes Paul II tat) wieder erreicht wird.
Dazu hat Papst Franziskus angekündigt, 5 Über-80-Jährigen den Purpur zu verleihen, die sich nach seinem Urteil im Dienst an der Kirche hervorgetan haben:
J.Rodriguez, em. Erzbischof von Manizales (Columbien)
L.de Magistris, em. Großpoenitentiar
K.J. Rauber, früherer apostolischer Nuntius in Belgien, (Deutschland)
L.V. Villalba, em. Erzbischof von Tucumán ( Argentinien)
J. Langa, em . Bischof von Xai-Xai (Mozambique)
hier geht´s zum Original: : klicken
" Die neuen Kardinäle. Alles wie Franziskus befiehlt, nur er."
Von der Unvorhersagbarkeit von Papst Franziskus wußte man. Aber die Liste der neuen Kardinäle , denen er beim Konsistorium am 14. Februar den Purpur verleihen wird, hat jegliche Vorhersagen zerkrümelt.
Dabei sind 15 unter 80-Jährige, also im Konklave Wahlberechtigte. Und der Papst hat sie in dieser Reihenfolge angekündigt:
Dabei sind 15 unter 80-Jährige, also im Konklave Wahlberechtigte. Und der Papst hat sie in dieser Reihenfolge angekündigt:
D.Mamberti, Präfekt des Obersten Gerichtes der Apostolischen Signatur
M. J.M. do Nascimento Clemente, Patriarch von Lissabon
B. Souraphiel, Erzbischof von Addis Abbeba (Äthiopien)
J.A.Dew, Erzbischof von Wellington (Neuseeland)
E.Menichelli, Erzbischof von Ancona-Osimo
P.N.Van Nhon,Erzbischof von Hanoi
A.S.Inda, Erzbischof von Morelia ( Mexiko)
C.M.Bo, Salesianer, Erzbischof von Yangon (Myamar)
F.X.Kovithavanij, Erzbischof von Bangkok
F.Montenegro Erzbischof von Agrigento
D.F. Sturla Behouet, Erzbischof von Montevideo
R.B. Pérez, Erzbischof von Valladolid
J.L.L. Maesrtrojuán. Bischof von David, (Panama)
Al.G. Furtado, Bischof von Santiago di Cabo Verde (Kapverden)
S.P.P. Mafi, Bischof von Tonga
Als Folge dieser Ernennungen steigt die Zahl der wählenden Kardinäle auf 125, 5 mehr als die regulären 120. Aber im März werden die Kardinäle Naguib und Rigali das 80.Lebensjahr vollenden, im September De Paolis, und Abril y Castelló und im Februar 2016 Kardinal Mahony, wodurch innerhalb eines Jahres die vorgesehene Zahl an Wählern (die der Papst ändern kann, so wie es Johannes Paul II tat) wieder erreicht wird.
Dazu hat Papst Franziskus angekündigt, 5 Über-80-Jährigen den Purpur zu verleihen, die sich nach seinem Urteil im Dienst an der Kirche hervorgetan haben:
J.Rodriguez, em. Erzbischof von Manizales (Columbien)
L.de Magistris, em. Großpoenitentiar
K.J. Rauber, früherer apostolischer Nuntius in Belgien, (Deutschland)
L.V. Villalba, em. Erzbischof von Tucumán ( Argentinien)
J. Langa, em . Bischof von Xai-Xai (Mozambique)
Sonntag, 4. Januar 2015
Heute vor 9 Jahren
"Christus hat für uns den unsichtbaren Gott sichtbar gemacht"
Bei der Generalaudienz am 4. Januar 2006 legte Papst Benedikt XVI für die anwesenden Gläubigen Zeilen aus dem 1.Kolosserbrief des Apostels Paulus aus.
hier geht´s zum deutschen Text der Katechese klicken
Hier ein Ausschnitt:
"An diesem Punkt öffnet sich der großartige, reiche Hymnus: Im Mittelpunkt steht Christus, dessen Vorrang und Werk sowohl in der Schöpfung wie in der Erlösungsgeschichte gepriesen wird (vgl. V. 15–20). Der Lobgesang geht also in zwei Blickrichtungen. In der ersten wird Christus als vor aller Schöpfung gezeugt, als »der Erstgeborene der ganzen Schöpfung« vorgestellt (V. 15). Er ist in der Tat das »Ebenbild des unsichtbaren Gottes«, und dieser Ausdruck enthält die ganze Ausstrahlung, die die »Ikone« in der Kultur des Ostens hat: Es wird nicht nur die Ähnlichkeit, sondern die tiefe Vertrautheit mit dem dargestellten Thema unterstrichen.
Bei der Generalaudienz am 4. Januar 2006 legte Papst Benedikt XVI für die anwesenden Gläubigen Zeilen aus dem 1.Kolosserbrief des Apostels Paulus aus.
hier geht´s zum deutschen Text der Katechese klicken
Hier ein Ausschnitt:
"An diesem Punkt öffnet sich der großartige, reiche Hymnus: Im Mittelpunkt steht Christus, dessen Vorrang und Werk sowohl in der Schöpfung wie in der Erlösungsgeschichte gepriesen wird (vgl. V. 15–20). Der Lobgesang geht also in zwei Blickrichtungen. In der ersten wird Christus als vor aller Schöpfung gezeugt, als »der Erstgeborene der ganzen Schöpfung« vorgestellt (V. 15). Er ist in der Tat das »Ebenbild des unsichtbaren Gottes«, und dieser Ausdruck enthält die ganze Ausstrahlung, die die »Ikone« in der Kultur des Ostens hat: Es wird nicht nur die Ähnlichkeit, sondern die tiefe Vertrautheit mit dem dargestellten Thema unterstrichen.
Christus stellt auf sichtbare Weise den »unsichtbaren Gott« wieder in unsere Mitte. In ihm sehen wir das Angesicht Gottes durch die gemeinsame Natur, die sie verbindet. Durch diese seine erhabenste Würde hat Christus nicht nur wegen seiner Ewigkeit, sondern auch und vor allem durch sein vorausschauendes Schöpfungswerk »in allem« den Vorrang: »Denn in ihm wurde alles erschaffen im Himmel und auf Erden, das Sichtbare und das Unsichtbare […]; in ihm hat alles Bestand« (V. 16–17). Ja, alles ist auch »auf ihn hin geschaffen« (V. 16). Und so weist uns der hl. Paulus auf eine sehr wichtige Wahrheit hin: Die Geschichte hat ein Ziel und eine Richtung. Die Geschichte geht auf die in Christus geeinte Menschheit und damit auf den vollkommenen Menschen, auf den vollkommenen Humanismus zu. Mit anderen Worten, der hl. Paulus sagt uns: Ja, es gibt Fortschritt in der Geschichte. Es gibt – wenn wir so wollen – eine Evolution der Geschichte. Fortschritt ist all das, was uns Christus und damit der geeinten Menschheit, dem wahren Humanismus annähert. Und daher verbirgt sich in diesen Hinweisen auch eine Weisung für uns: Wir sollen für den Fortschritt arbeiten, was wir ja alle wollen. Wir können es dadurch tun, daß wir für die Annäherung der Menschen an Christus arbeiten; wir können es tun, indem wir uns persönlich Christus angleichen und auf diese Weise in die Richtung des wahren Fortschritts gehen.(.....)"
Quelle und cr LEV
Benedetto : ein Porträt in Glas, ein Fundstück
Bei Benoit-et-moi
haben wir diesen schönen Beitrag gefunden. Hier das Original : klicken
ursprünglich
stammt die Information von hier: klicken
"Ein Porträt von Benedetto in Glas"
für eine römische Kirche vom österreichischen Künstler Hans Weyringer verwirklicht.
![]() |
| Bildquelle: Screenshot von hier |
Aus dem
"Kurier" vom 13.12. 2014:
"Der
Maler und Bildhauer Hans Weyringer hatte die große Ehre, ein Werk für eine Renaissance-Kirche
in Rom zu schaffen und hat Benedikt während einer 50-minütigen Sitzung
porträtiert.
Der 65
jährigen Künstler hat ein Glasfenster mit dem Porträt Papst Benedikts XVI für
die Kirche Santa Maria dell´ Anima (die Kirche der Deutschen in Rom)
angefertigt. In der Sakristei stehen die Büsten von 6 Päpsten deutscher
Sprache, der letzte in der Reihe war Hadrian VI. Es gab keinen Platz für eine
Büste von Benedetto. in der Art wie sie Xaver Brandmayer, der Rektor von Santa
Maria dell´Anima bei Weyninger in Auftrag gegeben hatte, deshalb beauftragte er
als Mitglied der Bruderschaft den Künstler damit, eine Alternative zu finden.
Dieser
schlug dann vor, ein Porträt für ein Glasfenster anzufertigen, dessen farbiges
Licht in die Kirche fällt, aber Weyringer hat diesen Auftrag nur unter der
Bedingung angenommen, dass er Benedikt bei einer persönlichen Begegnung
zeichnen konnte. Es hat Monate gedauert, bis der Brief, der ihm die Gewährung
einer Audienz verkündete, im November 2013 ankam.
Diese
Begegnung fand dann am 12. Mai 2014 im Kloster in dem Benedikt im Vatican lebt,
statt,
"Er
strahlt eine unglaubliche Liebenswürdigkeit und Intelligenz aus. Die Chemie
zwischen uns stimmte sofort"- sagte Weyringer. Die Begegnung war ein
Jahrhundertereignis für ihn. Er hat 50 Minuten mit seinem Skizzenblock dem
ehemaligen Papst gegenüber gesessen. Sie sprachen über die Kunst und Benedikt
gab zu, selbst ziemlich modern zu sein, berichtet Weyringer: er sagte, die
Kirche sei noch zu sehr im Barock verhaftet und dass er moderne Kunst sehr
schätzt.
Papst
Benedikt hat nicht an der offiziellen Einweihung des Fensters im Oktober
teilgenommen. Aber man hat ihm ein Bild des Fensters geschickt und er war
hingerissen.
Hier
mehr infos zum Fenster: klicken
Das 3 Meter breite Fenster zeigt
Benedikt XVI in zwei Posen: die erste mit einer weißen Taube auf der
Zentral-Loggia des Petersdomes nach seiner Wahl zum Papst 2005. Das zweite
dagegen zeigt Joseph Ratzinger als Individuum, und nicht mehr als öffentliche
Person, für dieses Porträt hat sich Weyringer nach Rom zum Emeritus begeben:
"ich wollte eine persönliche Begegnung, weil ich nur so die
Persönlichkeit, die ich porträtieren soll, spüren kann. Während der Sitzung,
die 3 mal länger dauerte als die vorgesehenen 15 Minuten, im Kloster Mater
Ecclesiae haben sie über den Glauben, die Kirche und die Kunst gesprochen, am
Ende hat Weyringer die ersten Skizzen angefertigt.
Für das 400
kg schwere Fenster hat der Künstler mit einer Gruppe von Spezialisten zusammen
gearbeitet. Jeder Handgriff mußte separat ausgeführt, jede Farblage separat
aufgetragen werden. Der Charme des Werkes resultiert aus dieser Kombination
verschiedener Stile und Techniken.
Quellen:
benoît-et-moi, Kurier, facebook Papst Benedikt
Samstag, 3. Januar 2015
Sandro Magister: "Die spirituelle Kommunion, eine unbekannte Größe"
Die spirituelle Kommunion, eine unbekannte Größe
von Sandro Magister hier geht´s zum Original: klicken
"Bei der Synode wurde sie den wiederverheirateten Geschiedenen vorgeschlagen, die nicht an der Kommunion teilnehmen können. Aber jeder sieht das auf seine eigene Weise und die Konfusion ist groß. Bei "Nova et Vetera" verfolgt ein Theologe die Kontroverse.
"In der Schluss-Relatio der Synode beinhalten die 3 Paragraphen, die nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit der Stimmen der Synodenväter erhielten, auch den Vorschlag der spirituelle Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen. Es ist § 53 der Relatio, der besagt:
"Einige Synodenväter stellen fest, daß wiederverheiratete geschiedene Personen, und solche, die zusammen leben, fruchtbringend auf die spirituelle Kommunion zurückgreifen könnten. Andere stellten die Frage, warum sie nicht Zugang zur sakramentalen Kommunion erhalten könnten. Als Ergebnis verlangten die Synodenväter ein weitergehendes Studium des Problems, um die unterschiedlichen Züge der beiden Formen und ihre Verbindung zur Theologie der Ehe klar zu machen.
Dieser Paragraph erhielt 112 mal das Placet und 64 mal das Non Placet. Im Interview, das er am 7. Dezember "La Nacion" gab, erklärte Jorge M. Bergoglio das Scheitern dieses Paragraphen so::
"Sagen Sie mir, ist es nicht notwendig, in der Gnade Gottes zu sein, um die spirituelle Kommunion zu empfangen? Das ist der Grund, warum die "spirituelle Kommunion" in der Relatio Synodi die wenigsten Stimmen bekam, weil es für keine der beiden Seiten eine Übereinstimmung gab. Nicht unter denen, die sie unterstützen. Weil es zu wenige waren, stimmten sie dagegen, Und nicht unter denen, die sie nicht unterstützen, weil sie die andere (sakramentale Kommunion) wollen und weil sie keinen Wert hat."
Abgesehen von dieser Ungenauigkeit in den Fakten ( am wenigsten Zustimmung mit 104 Ja-Stimmen erhielt nicht dieser Paragraph, sondern der zur sakramentalen Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen) hat Papst Franziskus sehr anschaulich die Konfusion, die überall über das Konzept der spirituellen Kommunion herrscht, ausgedrückt.
Kardinal Marx, die Reformation und rorate caeli
Seit der Synode und den Kasperiaden hat man seitens der Katholiken in den englischsprachigen Ländern den deutschen Episkopat kritischer im Blick. Jetzt ist man dort auf Kardinal Marx aufmerksam geworden:
Hier geht´s zum Original : klicken
Unter dem Titel.
"Neues Jahr, alter Wahnsinn: Kardinal Marx sagt: Katholiken können "von Luther lernen."
informieren sie ihre Leser über die neuesten Erkenntnisse von Kardinal "Bling", der "in seinen Kirchensteuermillionen ertrinkt", zur Reformation und zitieren dabei aus dem von seiner Eminenz höchstpersönlich verfaßten Welt-Artikel "Einssein in Christus. Inwieweit sind die Konfessionen bereits "eins"?".
Hier geht´s zur Quelle : klicken und hier klicken (Seite 12)
Der Jahrestag der Reformation 2017 ist nach Kardinal Marx, dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, auch für die Katholische Kirche ein wichtiges Ereignis,
"Luther" sagt er "wollte die Kirche mit seinen Rufen nach Reformen nicht spalten, sondern die Aufmerksamkeit auf die Mißstände lenken, die die Botschaft des Evangeliums verdunkelten... nach 50 Jahren gemeinsamen ökumenischen Dialogs ist es für einen Katholischen Christen möglich, Texte Luthers mit Anerkennung zu lesen und daraus zu lernen"
rorate caeli meint dazu : "... nun, nach dem was man jeden einzelnen Tag liest, ist-wie es aussieht- der deutsche Oberhäretiker selbst am Ende seine Lebens immer noch "rechtgläubiger" gewesen, als ein Großteil der heutigen deutschsprachigen Bischöfe und Kleriker, die an gar nichts mehr zu glauben scheinen. Vielleicht ist es das, was der Kardinal mit "von Luther lernen" meint?"
Wer weiß.
Quelle: rorate caeli, Die Welt
Freitag, 2. Januar 2015
31.12.2005, ein Rückblick
Silvester und Neujahr sind zwar schon vorbei, aber für einen Rückblick ist es vielleicht doch noch nicht zu spät. Hier geht´s zum deutschen Text der Predigt, die Benedikt XVI am 31. Dezember 2005 hielt :klicken Die Predigt begann so:
"Liebe Brüder und Schwestern!
"Liebe Brüder und Schwestern!
Am Ende eines Jahres, das für die Kirche und die Welt außergewöhnlich ereignisreich gewesen ist, haben wir uns an diesem Abend versammelt, um eingedenk der Weisung des Apostels Paulus: »Lebt … und haltet an dem Glauben fest …Hört nicht auf zu danken!« (Kol 2,6–7) gemeinsam Gott, dem Herrn der Zeit und der Geschichte, einen Dankeshymnus zu singen. Meine Gedanken gehen mit tiefer geistiger Ergriffenheit zurück zu dem Abend vor zwölf Monaten, als der geliebte Papst Johannes Paul II., wie wir heute, zum letzten Mal im Namen des Gottesvolkes dem Herrn für die zahlreichen, der Kirche und der Menschheit gewährten Wohltaten dankte. In demselben eindrucksvollen Rahmen der Vatikanischen Basilika fällt es nun mir zu, den Lobpreis und das Danklied, die am Ende des Jahres 2005 und am Vorabend des Jahres 2006 aus allen Teilen der Erde zu Gott aufsteigen, gedanklich aufzunehmen. Ja, es ist außer einem Bedürfnis des Herzens auch unsere Pflicht, Ihn zu loben und Ihm zu danken, dem Ewigen, der uns in der Zeit begleitet, ohne uns je zu verlassen, und der stets mit treuer und barmherziger Liebe über die Menschheit wacht.
Wir können wohl sagen, daß die Kirche lebt, um Gott zu loben und Ihm zu danken. Sie selbst ist eine »Danksagung«, durch alle Jahrhunderte hindurch die treue Zeugin einer Liebe, die nie vergeht, einer Liebe, die die Menschen aller Hautfarben und Kulturen einschließt und in fruchtbringender Weise Grundsätze des wahren Lebens unter ihnen verbreitet. Wie das Zweite Vatikanische Konzil in Erinnerung ruft, »betet und arbeitet die Kirche zugleich, daß die Fülle der ganzen Welt in das Volk Gottes eingehe, in den Leib des Herrn und den Tempel des Heiligen Geistes, und daß in Christus, dem Haupte aller, jegliche Ehre und Herrlichkeit dem Schöpfer und Vater des Alls gegeben werde« (Lumen gentium, 17). Getragen vom Heiligen Geist, schreitet sie »zwischen den Verfolgungen der Welt und den Tröstungen Gottes auf ihrem Pilgerweg dahin« (Augustinus, De Civitate Dei, XVIII, 51,2) und erhält ihre Kraft aus der Hilfe des Herrn. Auf diese Weise besiegt sie »ihre Trübsale und Mühen, innere gleichermaßen wie äußere, durch Geduld und Liebe« und enthüllt das Mysterium des Herrn »wenn auch schattenhaft, so doch getreu in der Welt…, bis es am Ende im vollen Lichte offenbar werden wird« (Lumen gentium, 8). Die Kirche lebt aus Christus und mit Christus. Er schenkt ihr seine bräutliche Liebe und führt sie durch die Jahrhunderte; und sie begleitet mit der Fülle ihrer Gaben den Weg des Menschen, damit diejenigen, die Christus annehmen, das Leben haben und es in Fülle haben. ......"
Quelle: La Santa Sede, cr LEV
Quelle: La Santa Sede, cr LEV
Abonnieren
Posts (Atom)
