Sonntag, 8. November 2015

Fundstück: Lapsus Linguae - Größenwahn?

Der eifrige Verwerter gestohlener Dokumente Nuzzi hat -wohl unfreiwillig- Einblick in sein anscheinend grenzenloses und immenses Ego gegeben.
Wie Matteo Matzuzzi (Il Folgio) heute twittert, ist ihm, dem Kämpfer gegen vaticanische Phantome und Windmühlen, Gianluigi Nuzzi, der verräterische Satz entschlüpft : "Ich wollte am Konklave teilnehmen, aber sie haben es mir verboten."

Nuzzi: "Volevo partecipare al Conclave, ma mi è stato impedito". Lapsus che dice tutto

Postchristlich, Postrational, Posthalloween

"Ignatius his conclave" ist der vielversprechende Name eines englischen blogs, dessen  Autor CKIRKUK sich über das postchristliche, postrationale Amerika Gedanken gemacht hat, die man im Original hier lesen kann:     klicken
Wir bitten um Nachsicht, daß wir das leidige Thema Halloween noch einmal aufgreifen, wir sind erst jetzt auf diesen blog aufmerksam geworden.
                         

                  "DURCH DEN NAMEN GEHEILIGT"



"Hallowe´en -so sagte es uns der Daily Telegraph- ist in den USA jetzt größer als Weihnachten. Und das sollte sicher auch so sein. Die USA sind die Nation, die in der weißglühenden Hitze der Aufklärung geschmiedet worden ist und natürlich alle Wohltaten ihres verheißungsvollen Ursprungs teilt. Zu diesen Wohltaten zählt- natürlich- bodenloser Aberglaube.
Von jeher- seit Mr. Jefferson das Übernatürliche aus dem Neuen Testament heraus gerissen hat ( fast wörtlich, es war ein einfacher Scheren-und-Klebstoff-Job *)-suchen sie nach einem völlig sinnlosen, subtheologischen Fest. Nicht zufrieden damit die Inkarnation ausgeweidet zu haben ( demontiert in ein "schneebedecktes Winterfest"-"White Christmas") und den Tag der Versöhnung: Ostern ( wiedererfunden als Gelegenheit zu einer Modenschau -als "OsterParade"), hat Amerika sich seine eigene sinnlose Feier am Tag vor einem Ereignis, das jeder ignoriert, gemacht. 

Das ist ideal: es verbindet das Post-Christliche nahtlos mit dem Postrationalen.
Gott segne Amerika! (Wie sie zu sagen pflegten).


Ein amerikanischer Bürger feiert die religiöse Bedeutung von Hallowe´en
* Ich habe diese Operation zum Eigengebrauch selbst durchgeführt, Vers für Vers aus dem Buch ausgeschnitten, und dann nach der Reihenfolge geordnet, die offensichtlich die SEINE ist- die so leicht zu identifizieren ist, wie Diamanten in einem Misthaufen. Das Resultat ist ein Oktavheft von 46 Seiten, reiner und unverfälschter Lehre."


Quelle: "Ignatius his conclave", GKIRKUK, Father Hunwicke

Samstag, 7. November 2015

Noch´n Fundstück

oder- (seufz) das waren noch Zeiten...!
Gefunden bei charismatismus.wordpress : Erinnerungen an Erzbischof Johannes Dyba - geschrieben von Martin Hohmann, der ihn "ein Stück vom Felsen Petri"  nennt. Hier geht´ a zum Original : klicken

"...Axt Gottes“, diesen Titel verlieh man ihm in der Publizistik in Anspielung auf den hl. Bonifatius, der zu seiner Zeit die Donar-Eiche gefällt hatte und dessen Grab der Fuldaer Dom beherbergt. Als „Primas von Deutschland“ empfanden ihn nicht wenige Christen, weil er unbeugsam und unbequem die Glaubenswahrheiten unverkürzt in die moderne Welt hinausrief."....

Eine solche Axt Gottes fehlt der DBK-Kirche von heute.

Komplott? Business!


So läßt sich kurz und knapp zusammenfassen, was Lorenzo Bertocchi bei  La Nuova Bussola Quotidiana über Vatileaks II und die neuesten progressistischen Verschwörungstheorien befindet.
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               "ABER WELCHES KOMPLOTT? DAS IST BUSINESS"
"Es ist nicht ganz klar, wer gegen wen intrigiert. Wenn über Vatileaks 2 gesprochen wird, hat die Version eines Komplotts viele Anhänger, ist aber nicht besonders passend.

Zeitungen und Fernsehen haben sich mit wenigen Ausnahmen entschieden, an der Hermeneutik der "Alten Garde" orientiert, die den Reformen des vom Ende der Welt gekommenen Papstes widersteht.
Liest man aber die beiden gerade veröffentlichten Bücher, erscheint Papst Franziskus als der große Sittenapostel für einen unwürdigen Hofstaat. Wenn das Phantom der Alten Garde zurück ist, entschlossen den Papst zu diskreditieren, dann glänzt das sicher nicht durch Scharfsinn.
Irgendwer übt sich in Verschwörungshermeneutik und bringt Vatileaks mit dem coming-out des Ex-Monsignores  Charamsa, dem Brief der 13 Kardinäle bei der Synode, Vatileaks 1 und vielleicht auch irgendeiner angenommener Krankheit des Papstes zusammen. Es ist banal, darauf hinzuweisen, daß es sich dabei um ganz verschiedene Dinge handelt.


Die beiden beschuldigten "Raben" erscheinen - während wir darauf warten zu verstehen, ob sie es wirklich sind - scheinen nicht irgendjemandes Spielsteine zu sein, auch wenn sie sicher für die  beiden veröffentlichten Bücher Glückstreffer waren. 
Nuzzi und Fittipaldi, die beiden Journalisten, die "Via Crucis" und "Avarizia" in die Druckerpresse gegeben haben, haben das Geschäft gewittert und sich wenig darum gekümmert, "dem Papst zu helfen", sie scheinen daran interessiert zu sein, im Trüben zu bleiben, was ihren Blick auf das schmutzige Geld angeht. Weil- man weiß, daß die Löhne manchmal mittelmäßig sind und sich die Kirche im großen Stil verkaufen läßt.






Der Inhalt der beiden Bücher enthüllt keine besonderen Neuigkeiten, sie bringen nur schwarz auf weiß zu Papier, worüber man zur Zeit spricht:  Nuzzi berichtet uns von Luxusappartements einiger Kardinäle (und stellt sie den 50 qm der Unterkunft des Papstes in Santa Marta gegenüber) während Fittipaldi vom Tabak-und Benzinverkauf im Vatican erzählt. Andere unumgängliche Scoops betreffen Reisen in der Business-Class, ein Waschbecken (sic!)von Kardinal Pell und die übertriebenen Ausgaben für die "Fabbricca dei Santi".  

Fundstück

Gefunden bei bellfrell : Karikatur und Kommentar zum Sterbehilfegesetz und der Diskussion zum Thema. Hier geht´s zum Fundstück:   klicken

"Interessant, daß bei fast allen Artikeln, welche über Euthanasie/Sterbehilfe , also das Töten von Menschen handeln, so gut wie immer Bilder aus dem Hospizbereich (Sterbebegleitung!), vorzugsweise das liebevolle Halten einer Hand, gezeigt werden. 
Es wäre sowohl ehrlicher als auch passender das Bild einer Spritze oder Infusion mit tödlichem Inhalt zu zeigen.  Oder wie es Klaus Stuttmann gestern gezeichnet hat:"

Wohl wahr!

Vatileaks II. Lüge und Heuchelei

Chefredakteur Riccardo Cascioli fällt heute in La Nuova Bussola Quotidiana sein Urteil über die beiden Vatileaks-II Bücher, "Via Crucis" und "Avarizia", die gestern der Öffentlichkeit übergeben wurden. Hier geht´s zum Original:   klicken

                     "VATILEAKS 2, EINE ÜBUNG IN LÜGE UND HEUCHELEI"
                        von Riccardo Cascioli
'Lüge und Heuchelei. Die Operation, die beiden Bücher von Gianluigi Nuzzi (Via Crucis) und Emiliano Fittpaldi (Avarizia) auf den Markt zu werfen, mit Dokumenten, die die Vatican-Finanzen betreffen - ist vor allem aber eines: eine große Lüge.
Weil das Bild, das sie vermitteln wollen, das einer Kirche im Rückwärtsgang ist, gegen die Papst Franziskus - als einsamer Held - stoisch kämpft.
Das paßt sicher zur Lesart, die die großen italienischen Zeitungen - eingebunden in ein Kartell (sie sagen alle das Gleiche auf die gleiche Weise), zur Zeit haben.
Aber diese Lesart ist eine Karikatur, eine geradezu diabolische, so hat Kardinal A. Bagnasco, Präsident der CEI, sie gestern definiert:  "Der Papst ist absolut nicht allein"- sagte Bagnasco - "er ist umgeben und wird herzlich und loyal unterstützt von allen Bischöfen. Deshalb habe ich keinerlei Sorge, wegen dieses Bildes einer Spaltung, das uns in der öffentlichen Meinung diskreditieren soll, um dann eine Desorientierung zu erzeugen."

Diese idyllische Bild von der Einheit der Kirche ist offensichtlich zu optimistisch, aber sicher ist - wie wir in den letzten Tagen und auch heute wiederholt erklärt haben, die Idee, daß da ein "Papst Superman gegen alle" sei, Phantasie und dient dazu, die klerikalen und ökonomischen Interessen einiger in und außerhalb der Kirche zu decken.
Außerdem wird dieses Bild nicht nur vom Kartell der italienischen Journalisten aufrecht gehalten, wenn wahr ist, daß die Worte Bagnascos klar das, was 2 Tage vorher Msgr. Nunzio Galantino. Sekretär der CEI, sagte dementieren:  "Sicher macht der Erneuerungsprozess, den Papst Franziskus vorantreibt- einigen Angst."

Aber in den beiden Büchern stehen außer vielen Dingen, die schon seit Jahren geschrieben werden und bekannt sind, auch spezifische Lügen, wie der gestern Abend vom Sekretariat für die Wirtschaft - dem vom Kardinal George Pell geleiteten Superministerium, veröffentlichte, ebenso präzise wie harte Kommentar zeigt.

Freitag, 6. November 2015

A. Socci: Hat der Schwanengesang schon begonnen?

Antonio Socci sieht bereits ein Scheitern des Pontifikates und der Bergoglio-Partei innerhalb des Vaticans. Er hat heute auf seiner webseite "Lo Straniero" darüber geschrieben.
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"HAT DIE KRISE DER BERGOGLIANER-PARTEI BEGONNEN? (DIE EINE ZERSTÖRTE KIRCHE HINTERLASSEN WIRD"

"Unwissend" auch Bergoglio wie Marino*? Vielleicht ist es mehr ein Witz als eine historische Rache: aber das Zusammenrücken des argentinischen Papstes mit dem sonderlichen Bürgermeister ist in diesen Tagen verführerisch.
Ich muß einige persönliche Worte vorweg schicken. 2012 habe ich eine Art Fantasy-Roman geschrieben "Die Tage des Sturms", in dem ich von einem neuen, ausländischen Papst erzähle, der 2015 kommen, die IOR schließen, verfolgte Christen in den Vaticanischen Palazzi beherbergen und sich am Ende in die Pfarrei von Torpignattara - im römischen Umland - zurückziehen wird. So sehr hat mir die Idee einer Erneuerung im Sinne des Evangeliums gefallen.

SCHEITERN
Leider muß man heute erkennen, daß Bergoglio in den vergangenen 3 Jahren nicht das getan hat, was man von ihm erwartete und was er angekündigt hatte. Er hat versucht, die Kurien-Maschinerie und die Wirtschaft in Ordnung zu bringen - aber mit Rückschritten und konfusen Resultaten, manchmal kontraproduktiv.
Er stürzte die Kirche außerdem in doktrinale Verwirrung, was viel ernster ist als alle Finanzskandale.

Die Schuld obskurer Gegner? Reden wir keinen Unsinn. Nur in Diktaturen werden die Fehler des Regimes mit der angeblichen Sabotage durch Gegner gerechtfertigt. Die argentinische Papst hat oft gesagt, er wolle das Chaos, weil er es für kreativ hält: er ist also zufrieden.

Die Vallejo- Chaouqui-Geschichte beschwört im Übrigen sicher nicht die "Konservatoren der Vergangenheit" herauf, sie scheint aber eher der Beginn der Auflösung der "Bergoglio-Partei" gewesen zu sein. Die Zeitungen, die von einem Krieg zwischen Bergoglio und der Kurie sprechen, vergessen zu sagen, daß es genau dieser Teil der Kurie ist, der Bergoglio erfunden und gewählt hat. 
Heute befindet sich diese Partei in der selben Lage, wie die PD (Dem.Partei) gegenüber Marino.  Bittere Reue über die Wahl. Weil Bergoglio "unfit" ist. Inadäquat. Es muß gehandelt werden.
Im New Yorker liest man, daß er in diesem Moment, von denen, die ihn im März 2013 gewählt haben, kaum noch 10 Stimmen bekäme.

Donnerstag, 5. November 2015

Papst versus Kirche?

Riskiert der Papst einen katholischen "Bürgerkrieg" wie Damian Thompson  vom New Spectator es für möglich hält?
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"PAPST VERSUS KIRCHE- ANATOMIE EINES KATHOLISCHEN BÜRGERKRIEGES"
Seine Schrotschuss-Reformen und wilden Statements lassen ihn in den Augen der einfachen konservativen Katholiken als außer Kontrolle erscheinen.
Letzten Sonntag brachte die italienische Zeitung La Repubblicca einen Artikel von Eugenio Scalfari, einem der meistgefeierten Journalisten, in dem er behauptete, daß Papst Franziskus ihm gerade gesagt habe, daß am Ende eines schnelleren oder langsameren Prozesses alle Geschiedenen, die darum bitten zur Kommunion zugelassen werden.
Die Katholische öffentliche Meinung war wie versteinert.
Der Papst hatte gerade die dreiwöchige Bischofssynode im Vatican geleitet, die über die Frage ob man den wiederverheirateten Geschiedenen den Zugang zur Kommunion erlauben solle oder nicht stark gespalten war. Am Ende stimmte man ab, ohne viel gesagt zu haben.
Montag sagte der Pressesprecher des Papstes, Pater Federico Lombardi, daß Scalfaris Bericht -"in keiner Weise zuverlässig sei" und "Nicht als das Denken des Papstes betrachtet werden kann."
Fair genug, denken Sie vielleicht. Scalfari ist 91 Jahre alt. Auch macht er während seiner Interviews keine Aufzeichnungen und er benutzt keine Tonmitschnitte. Natürlich ist er nicht "zuverlässig".

Aber das befriedigte die Medien nicht. Sie wiesen darauf hin, daß der Papst genau wußte, worauf er sich einließ. Es ist das vierte mal, daß er beschloss, einem Mann ein Interview zu geben, der sich auf sein 90-jähriges Gedächtnis verläßt. Bei ihrem letzten Treffen zitierte Scalfari die Worte des Papstes, daß 2% der Katholischen Priester pädophil seien, eingeschlossen Bischöfe und Kardinäle.
Der arme Lombardi mußte auch damals saubermachen. Bei der letzten Runde konzedierten die Katholiken Franziskus noch das Recht auf Zweifel. Jetzt sagen viele - "abgesehen von Scalfari - wie kann man dem, was der Papst sagt, noch trauen?"

Vatileaks II, neue Raben, alte Strategien

In der Affäre Vatileaks II ( Matteo Matzuzzi  nennt sie "Komplottchen") gibt es zwei Bühnen - die der Kirche und des Vaticans - und völlig losgelöst davon - die der Medien, Journalisten und Buchautoren.
Riccardo Cascioli teilt bei La Nuova Bussola Quotidiana seinen Lesern seine Meinung zum unstrittig unschönen Geschehen jenseits der Leoninischen Mauern samt ihren Breschen, die zur Dokumentenflucht einladen, mit. Cascioli fragt am Ende, ob das wahre Ziel des Komplöttchens nicht Kardinal Pell ist - als Chef des Wirtschaftsdikasteriums und als Rotes Tuch aller Adapter und Progressisten - klerikaler wie medialer Art seit Monaten Ziel unausgesetzter Attacken.
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                   "NEUE RABEN. ALTE STRATEGIEN"

"Die Verhaftung von Msgr. Lucio A.Vallejo Balda und Francesca I. Chaouqui im Vatican, beschuldigt - Journalisten vertrauliche Dokumente, die die Vatican-Finanzen betreffen, übergeben zu haben, ist eine neue unerfreuliche Episode aus der Saison der "Raben". 
Es ist wahrscheinlich eine Episode, die nichts mit dem ersten Vatileaks zu tun hat - außer in der Vorgehensweise und der Tatsache, daß einmal mehr Personen, gerufen, dem Papst zu dienen, sein Vertrauen verraten haben. Tatsache ist, daß am 5. November zwei Bücher erscheinen, die aus gestohlenen und persönlich-vertraulichen Materialien zusammengeschrieben wurden.
Es muß klar sein, daß es nichts gibt, was solche Aktionen rechtfertigt, selbst dann nicht, wenn jemand glaubt, auf diese Weise dem Papst oder der Kirche etwas Gutes zu tun.

MERKWÜRDIGE ERNENNUNGEN
Nachdem das gesagt ist, gibt es einige Aspekte, die es verdienen, beleuchtet zu werden.
Der erste betrifft die Modalität der Ernennungen - durch informelle Kanäle, in diesem Pontifikat oft genutzt - einschließlich bei Bischofsernennungen.
Es ist wahr, daß die vaticanische Maschinerie, die übliche Prozedur der Ernennungen oftmals wirr wirkt und als "Geisel" der Bürokratie und der verschiedenen Seilschaften erscheint. Aber es ist auch wahr, daß die Ernennungen, die auf der Basis von Intuitionen oder durch Beziehungen von Freunden  - außerhalb des seriösen Auswahlprozesses - zahlreiche Risiken, wenn nicht Schlimmeres mit sich bringen.

Mittwoch, 4. November 2015

Sandro Magister erinnert anläßlich von Vatileaks II daran, daß Msgr. Ricca immer noch im Amt ist....

Er hatte es von Anfang an gewußt und geschrieben: Sandro Magister. Hatte die sehr zweifelhaften Charaktereigenschaften der Signora Chaouqui (die sie jetzt wirklich großzügig zu Schau stellt) und des Msgr. "Who-am-I-to-be-judged?"-Ricca durchschaut - aber die Neo-Hyperpapalisten der "neuen" Kurie und der MSM wollten davon nichts hören. Das Idyll von lind wehenden Frühlingslüften und einem neuen relativismus-kompatiblen Katholizismus sollte auf keinen Fall getrübt werden.
Heute kommentiert der Altmeister der Vaticanisti bei Settimo Cielo/ L´Espresso einige Begleiterscheinungen von Vatileaks II.
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         "BEIM VATICANISCHEN GEIZ HAT AUCH MSGR RICCA EIN PÖSTCHEN"
"Bei den Vorwegbesprechungen der beiden Bücher über die Mißwirtschaft im Vatican, kurz bevor sie in den Verkauf gelangen, haben die Zeitungen einen Beweis für einen befremdenden Geiz gefunden, beim "Fondo Sante Messe" (Fond für die Hl. Messen) des "Istituto per le Opere di Religione " vulgo IOR, eben der Bank des Hl. Stuhls.
Ein Fond mit einem Guthaben von 2,971 Millionen Euro, der nach der letzten, im vergangenen Frühling veröffentlichten Bilanz - für die Messfeiern des Jahres 2014 die Lappalie von 35.000.-€ ausgegeben hat.
Soviel ist wahr, Settimo Cielo hatte dieser Bilanz einen detaillierten Bericht gewidmet- mit dem Titel " IOR singt die Messe nicht mehr"
Will man den Beitrag erneut lesen, braucht es eine kleine, einleitende Notiz:
Die Kommission, die über die Spenden, die die Priester am Ende der Messe sammeln, entscheidet, setzt sich außer aus den Funktionären des IOR vor allem auch aus dem Prälaten desselben zusammen: Msgr. Battista Ricca.
Im engen Zirkel der engsten Mitarbeiter von Papst Franziskus, der sich seines Vertrauens erfreut, hat Msgr. Ricca eine absolut bedeutende Position, auch als Direktor von Santa Marta.

Eugenio Scalfari: "Das Papst-Interview", die Dritte

Pete Baklinski von der website lifesitennews berichtet über das dritte "Interview" , das der atheistische Herausgeber der Repubblicca mit Papst Franziskus geführt haben will- dem er die Sprengkraft einer Bombe attestiert. Jemand schockiert? Hier geht´s zum Original :  klicken

"ITALIENISCHER JOURNALIST: PAPST FRANZISKUS HAT MIR GESAGT, ALLE WIEDERVERHEIRATETEN GESCHIEDENEN, DIE DARUM BITTEN, WERDEN ZUR KOMMUNION ZUGELASSEN" 

"Der italienische Atheist Eugenio Scalfari hat ein weiteres Interview mit Papst Franziskus - mit der Sprengkraft einer Bombe veröffentlicht, und diesesmal behautpet er, der Papst habe ihm gesagt, daß alle Geschiedenen, die darum bitten, zur Kommunio zugelassen werden."

Nach den Schlußfolgerungen aus der letzten Familien-Synode befragt, sagte der Papst angeblich zu Scalfari, daß die Familie "sich fortwährend verändert" und die Art, wie "sie in der modernen Gesellschaft konzipiert werde, einige positive Aspekte beinhalte und einige negative."
"Er sprach dann weiter über die Situation der wiederverheirateten Geschiedenen und den Empfang der Hl. Kommunion: "Was die Zulassung der Geschiedenen zu  den Sakramenten angeht,  bestätigt die Meinung der Bischöfe , im Schlußdokument daß dieses Prinzip von der Synode akzeptiert wurde.
Das ist das Endresultat, de-facto wird es den Beichtvätern überlassen, aber am Ende des schnelleren oder des langsameren Weges - werden alle Geschiedenen, die darum bitten, zugelassen werden." - schreibt er in der Sonntagsausgabe der Repubblicca

Vaticansprecher Lombardi allerdings sagt dazu, daß Scalfaris Geschichte ungenau sei:
"Offensichtlich ist Herrn Scalfaris Bericht nicht richtig!" sagte er zu Lifesitenews "wie es bereits in der Vergangheit war, fügt Scalfari manchmal den genauen Worten des Papstes - in Anführungszeichen andere Worte als Zitat hinzu, die der Papst nie gesagt hat - sondern die seine eigene Interpretation sind. Er hat öffentlich erklärt, daß er die Aussagen der von ihm interviewten Personen niemals aufzeichne, was die Italienische Presse sehr gut weiß.....Deshalb können die Worte in Scalfaris Artikel absolut nicht als die Meinung des Papstes betrachtet werden."


Montag, 2. November 2015

Father Hunwicke zur Macht der Laien in der Katholischen Kirche u.a.

Father J. Hunwicke schreibt heute auf seinem blog liturgicalnotes über die Macht der Laien in der Römisch Katholischen Kirche und die Rätsel, die das aktuelle Pontifikates dem Klerus aufgibt. Hier geht´s zum Original:   klicken


                                                        "LAIENMACHT"
"Zwei Sachen sind mir in den letzten Monate aufgefallen: zuerst wie groß der Anteil an der Wut über die Fixierung der Synode war, der von Laien formuliert wurde.
Sie denken vielleicht, das käme daher, daß Priester oft zu ängstlich sind, ihre Köpfe über die Brustwehr zu erheben; ich habe die Ansicht gehört, daß den  Bischöfen in der Katholischen Kirche mehr Wege zur Verfügung stehen, Druck auf Kleriker auszuüben, die sie nicht mögen als den lieben, zahnlosen Alten, die den Episkopat der Church of England stellen. Möglich.
Aber ich neige mehr dazu, zu denken, daß es daran liegt, daß die orthodoxen und traditionalistischen Bewegungen in der Katholischen Kirche überwiegend und substantiell von Laien geleitet und dominiert werden.
Etwa so wie die Laien-Warte und Brüder in den großen Gilden des Mittelalters. Sie sind die mächtigen Leute, die den Klerus dazu aufrufen, für sie die essentiellen Dinge zu tun, die nur der Klerus tun kann.... und wie altmodische Diener, dankbar von den Blaublütigen der "oberen Sechs"  bemerkt zu werden, zupfen wir an unserer Stirnlocke und stürzen uns hinein.
Sie sitzen eben eindeutig auf dem Fahrersitz. Der nackte, unreformierte Klerikalismus blüht und gedeiht eher immer noch in den eher liberalen Ecken des Mainstreams, wo Mitglieder der "plebs sacra Dei" von allwissenden, ignoranten Klerikern herumgeschubst werden, die ihre "Kicks" daraus beziehen, es endlos über "Das Konzil" zu desinformieren.

Sonntag, 1. November 2015

"Willkommen auf dem Schlachtfeld!

Ross Douthat hat den katholisch-akademischen Briefschreibern  die ihn mundtot machen wollten öffentlich in seiner Kolumne in der New York Times geantwortet. Hier geht´s zum Original: klicken

                    "BRIEF AN DIE KATHOLISCHE AKADEMIE"

Meine lieben Professoren,
mit Interesse lese ich Ihren auf breiter Basis publizierten Brief von dieser Woche an meine Herausgeber, in dem Sie meinem Bericht über die Römisch Katholischen Kontroversen widerprechen, sich beschweren, daß ich unbegründete Häresievorwürfe (gleichzeitig "subtil" und "offen"!) erhebe und die Bereitschaft dieser Zeitung bedauern, jemandem dem theologische Titel fehlen, zu ermöglichen, seine Meinung in einer Debatte innerhalb unserer Kirche auszudrücken.

Ich war angemessen beeindruckt von den Dutzenden akademischer Namen, mit denen der Brief auf der website von "Daily Theology" unterschrieben ist und den distinguierten Instituten (Georgetown, Boston College, Villanova) auf der Liste.
Ich habe größten Respekt vor Ihrer Berufung. Lassen Sie mich versuchen, zu erklären und zu provozieren.
Das erstere verlangt, dem Leser bekannt zu machen, was in der aktuellen Kontroverse auf dem Spiel steht und warum es einen Augenblick ihrer kurzen Aufmerksamkeitsspanne verdienen könnte.
Das zweite erfordert, bei dieser Kontroverse klar Position zu beziehen, und besser die Gefühle (Solidarität, Erregung, blinde Wut) zu erzeugen, die Menschen dazu bringen, zu lesen, zurückzukommen und das Abonnement wieder zu unterschreiben.

Ich hoffe, wir können uns darauf einigen, daß die aktuellen Kontroversen im Römischen Katholizismus nach einer Erklärung schreien. Und nicht nur für Katholiken: die Welt ist fasziniert -wie sie es sein sollte - von den Bemühungen von Papst Franziskus unsere Kirche umzugestalten. Aber die Hauptparteien in den Kirchenkontroversen haben Motive, herunter zu spielen, was auf dem Spiel steht.
Konservative Katholiken wollen nicht zugeben, daß eine zerreißende Änderung überhaupt möglich ist.
Liberale Katholiken wollen nicht zugeben, daß der Papst die Kirche in eine Krise führen könnte.

Rechtsgelehrte, Pharisäer und der Geist des ein oder anderen Konzils

Pater R. Blake fragt sich in seinem marymagdalen-blog,  wer eigentlich diese Rechtsgelehrten sind..... und geht auf die Douthat-Kontroverse bei der NYT ein.
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                 "RECHTSGELEHRTE UND DER GEIST VON TRIENT"
Als ich über den Gebrauch des Terminus Rechtsgelehrte ("doctors of the law") durch den Hl. Vater nachdachte, habe ich mich gefragt, wer sie sind.
Das ist nicht ohne Zusammenhang zu dem Gedanken, der immer mehr Form annimmt, daß eine der signifikantesten Veränderungen nach Vatican II die Entziehung der Glaubensbelehrung der Kinder durch ihre Eltern oder die größere Familie ist. Das geht auf eine Erfahrung zurück, die ich vor mehr als 30 Jahren machte. Als ich ein junger Diakon war, wurde mir die Aufgabe übertragen, eine Gruppe von Kindern irischer "Traveller" auf die Hl. Erstkommunion vorzubereiten.

Die Kinder kamen manchmal zur Schule- wobei da dann ein Dutzend Schulen innerhalb eines Jahres zusammen kommen konnten, ihre Eltern waren mehr oder weniger Analphabeten und unter den Kindern konnten die Mädchen meistens besser lesen als die Jungen, die, sobald sie stark genug waren, mit ihren Vätern zusammen arbeiteten. Die Religion schien matriarchal zu sein, er gab den Familienrosenkranz, an dem die Männer sich beteiligten, aber er wurde von der Großmutter vorgebetet.
Die Großmutter war auch die Chef-Katechetin, sie hatte sich selbst das Lesen beigebracht, konnte aber den größten Teil des Penny-Katechismus auswendig. Die Kinder, die sie unterrichtete, kannten den Katechismus oder hatten ihn eher auswendig gelernt. Ihre Katechese-Methode war einfach, die Kinder saßen um sie herum und wurden gefragt.
"Wer hat dich gemacht?",  war die Antwort richtig, bekam das Kind eine Süßigkeit aus der Schüssel auf ihrem Schoß, war die Antwort falsch gab es einen leichten Schlag auf den Arm mit dem hölzernen Löffel- den sie auch auf ihrem Schoß bereit hielt.

Ross Douthat über Sieger und Besiegte bei der Synode

Ross Douthat, Kolumnist der NYT, dessen Kopf die Liberalen und Progressisten, vor allem aber Theologen, zur Zeit wegen seiner Kommentare zur gerade zuende gegangenen Synode in Rom vehement fordern, fragt in einem neuen Beitrag nach dem Sieger des synodalen Kräftemessens.
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                               "WER HAT DIE SYNODE GEWONNEN?"
"Natürlich niemand - weil es keine zwei "Seiten" oder Lager oder (der Himmel helfe uns) Fraktionen oder irgendetwas so Häßliches wie all das gab. Es war alles Dialog, ein Moment der Begegnung und der Unterscheidung, eine Öffnung zum Heiligen Geist hin, der die Römische Kirche frei setzte, eine neue Kirche für das dritte Jahrtausend zu sein. Es war der Beginn einer Ouvertüre, das erste Kapitel einer neverending story, der erste Schritt bei einer permanenten Reise, weil wir alle zusammen unterwegs sind.

Wie der Hl. Athanasius sagen würde, LOL. Nein, sehen Sie, was wirklich passiert ist, ist daß die Konservativen das gewonnen haben, was wahrscheinlich der knappste Sieg war, auf den sie hoffen konnten, wenn man bedenkt, daß 1. der Papst gegen sie war und 2. der Papst die leitenden und schreibenden Komitees und die Ränge der Wähler auffüllte- und habe ich schon erwähnt daß 3. der Papst gegen sie war?

(Leute die immer noch behaupten, daß der Papst betont neutral war, daß er nur den Dialog wollte, oder daß man seine Ansichten nicht kennt, sollten sich hinsetzen und die Standpauke lesen, die er in seiner Abschlussrede den Konservativen hielt - und im Kontrast dazu, wie er auf sehr viel ausgeglichenerer Weise die Synode des vergangenen Herbstes beendete - als der konservative Widerstand gegen die Ziele der Synode viel weniger organisiert war.)
Soll heißen, sie haben ein Dokument verfaßt, in dem so unmoderne Worte wie "Unauflöslichkeit" bei der Rede über die Ehe vorkommen, das Thema Homosexualität fast komplett vermieden wird. Und das einige wenige dichte - manchmal undeutliche aber leicht - undurchdringliche Paragraphen über das Willkommenheißen und die Begleitung der wiederverheirateten geschiedenen Katholiken anbietet, ohne den Weg zur Kommunion ohne eine Annullierungserklärung zu öffnen oder die Frage der nationalen Bischofskonferenzen weiterzuentwickeln, wie es die Deutschen Bischöfe und der Rest der progressiven Clicque bei der Synode ganz klar wünschten.

So haben die Journalisten, die über das Synodendokument als "Rückschlag für die Innovatoren" (und weil er sie "erhöht" hat, auch für den Pontifex) berichteten, fast Recht - betrachtet man ihre zwiespältige Annäherung.
Aber deshalb - auf gewisse Weise - auch die Journalisten, die es als eine Art von "Türöffnung zur Erneuerung" beurteilen, weil die Konservativen nicht die Stimmen oder die Macht hatten, jede Zweideutigkeit im Zaum zu halten.