Dienstag, 7. März 2023

Fr. Hunwicke spricht...

bei liturgicalnotes heute über die Taufformel in Zeiten allfälliger Veränderungen altüberkommener liturgisch-sakramentaler Formeln. 
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"ICH TAUFE DICH ... IN WESSEN NAMEN?"

Arcic. Was macht die ARCIC (anglikanisch-römisch-katholische Kommission) ? 

Seit Jahrzehnten argumentiere ich jetzt, daß die ARCIC (wenn sie nicht geschlossen wird) neue oder bevorstehende Themen von Kontroversen und Dissens diskutieren sollte. Sie sollte das 16. Jahrhundert verlassen. Die Church of England hat eine Diskussion über die un-gegenderte Sprache in der Liturgie begonnen. Wir alle wissen, was das bedeutet...nämlich, daß es in absehbarer Zukunft legitim sein wird, im Namen von Schöpfer, Erlöser und Heiliger zu taufen. OK...das wird nur eine optionale Alternative sein. Na und? 

So eine Formel ist von den Körperschaften der Katholischen Kirche als nicht gültig befunden worden. 

Die Akzeptanz der einen allgemeinen Taufe steht im Zentrum des Ökumenismus des vergangenen Jahrhunderts. Die ARCIC sollte darüber diskutieren und dazu bald Dokumente zur Verfügung stellen.

Wenn man zuläßt, daß die Frage ins "hohe Gras gekickt" wurde, wird es einfach nicht genügen, die Finger in der Hoffnung gekreuzt zu halten, daß die Zeit die Große Heilerin sein wird... wie verlockend das auch für Anglikaner und Ökumenisten sein mag.

Die Krise wird kommen. Sie hat bereits ihre Fahrkarte gekauft und den Zug erreicht.

Sie wissen, wie man die Dinge managt. Es wird alle möglichen hysterischen, emotionalen Appelle geben...alle Arten ärgerlicher Proteste gegen Rigide Leute. 

Welchen Standpunkt soll in aller Welt die ARCIC einnehmen? "

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J. Hunwicke

 

Über die Zukunft der Traditionellen Messe...

OnePeterFive veröffentlicht die Gedanken, die sich Allan Ruhl über die Ziele des Vaticans bzgl. der Traditionellen Lateinischen Messe gemacht hat. 
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                 "WAS IST DAS ZIEL DES VATICANS?" 

Zitat Traditionis Custodes:  "Es obliegt dem Diözesan-Bischof, als Moderator, Förderer und Wächter des gesamten liturgischen Lebens der ihm anvertrauten Ortskirche, die liturgischen Feiern seiner Diözese zu regeln. Deshalb besitzt er die ausschließliche Kompetenz, zum Gebrauch des Römischen Missales von 1962 in seiner Diözese -gemäß der Richtlinien des Apostolischen Stuhls- zu autorisieren.

Wie das Dokument dann fortfährt, ist die einzige Sache, die klar festgestellt wird, daß die Genehmigung die Lateinische Messe zu feiern durch den Apostolischen Stuhl nur für Priester benötigt wird, die nach dem 16. Juli 2021 geweiht worden sind. Wenn man TC liest,  ist es schwer sich des Eindrucks zu erwehren, daß der Bischof für die Lateinischen Messen in seiner Diözese zuständig ist. Die Einleitung deutet auch die Tatsache an, daß die Macht den Bischöfen zurück gegeben wird, so daß sie die Lateinische Messe in ihrer Diözese abschaffen können. Papst Franziskus hatte den falschen Eindruck,. daß die Diözesan-Bischöfe einfach nur der Lateinischen Messe in ihrer Diözese ein Ende bereiten wollten und nun die Erlaubnis dazu haben. Aber die Säuberung fand nicht statt. Einige Lateinischen Messen verschwanden, aber die große Mehrheit der Menschen, die vor TC an der Lateinischen Messe teilnahmen, tun das auch weiter. Man muß sich über die Richtigkeit der angeblichen Konsultationen mit den Diözesan-Bischöfen fragen. Und wirklich- Diane Montagna hat diese Behauptung fast "gesprengt", 

                                         DER GHETTO APPROACH

Schaut man im nachhinein auf dieses Dokument, kann man einige Schlüsse ziehen. TC richtet sich gegen die Lateinische Messe in den Diözesen nicht gegen die früheren Ecclesia-Dei-Gemeinschaften.  Nimmt man im März 2023 an einer vom Bischof genehmigten TLM teil, ist das eine von zwei möglichen Messen. Die erste ist eine TLM, die von einem Priester aus einer Ex-Ecclesia-Dei-Gemeinschaft (EED) wie FSSP, ICKSP oder einer der verschiedenen anderen kleineren Gruppen zelebriert wird. Diese Gruppen mußten immer die Genehmigung des Bischofs haben, in einer Diözese zu wirken - sei es vor oder nach Summorum Pontificum von 2007. Die anderen vom Bischof zugelassenen Traditionellen Lateinischen Messen, an denen die Leute teilnehmen- werden von Diözesan-Priestern gefeiert. Das sind meistens Leute, die von dem großzügigen Angebot, das Summorum Pontificum ihnen angeboten hat, Gebrauch gemacht haben.

Die Vaticanischen Museen geben "ihre" Teile des Parthenon-Frieses an Athen zurück

Wie die Zeitung  "Neues Ruhrwort" berichtet, gibt der Vatican Teile des Parthenon-Frieses (u.a. einen Pferdekopf, den Kopf eines Knaben und eines alten Mannes) an Griechenland zurück, der Transport ist für den heutigen Dienstag vorgesehen. Andere Teile des Frieses -wie aus Heidelberg und Palermo- sind bereits an ihren Ursprungsort Athen zurückgekehrt. Somit weigert sich nur noch London, die sog. "Elgin-Marbles" im Britischen Museum an Athen und das dortige Akropolis-Museum, in dem die übrigen Teile restauriert und ausgestellt werden, heraus zu geben.  Lord Elgin, der britische Gesandte am Hof des Sultans in Konstantinopel, hatte 1801 von Sultan Selim III die Genehmigung erhalten,  "einige Steinblöcke mit Inschriften oder Figuren mitzunehmen", dann aber den gesamten Fries vom Parthenon herausbrechen lassen und nach England verschifft, unterwegs aber schon Teile davon verkauft ( so auch an den Kirchenstaat). Papst Franziskus läßt nun die Skulpturen aus den Vaticanischen Museen dem Orthodoxen Erzbischof von Athen Hieronymus II übergeben. 

Montag, 6. März 2023

Aggiornamento an den Zeitgeist: Afrika ist unruhig

Sandro Magister veröffentlicht bei Settimo Cielo nach der Afrikareise des Pontifex einen Kommentar zum Standpunkt der afrikanischen Katholischen Kirchen zu den in Europa modischen Segnungen gleichgeschlechtlicher Paare und ihrem Willen, den auch bekannt zu machen. Die negativen Reaktionen auf gleiches Vorgehen in der Anglikanischen Kirche sieht er als Warnung.
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"UNRUHE IN AFRIKA. NEIN ZUM SEGEN FÜR HOMOSEXUELLE PAARE,  JA ZUR TOLERANZ ZWISCHEN DEN STÄMMEN"

Papst Franziskus mag die Messe im kongolesischen Ritus sehr. Und es sei auch erfreulich, daß die kongolesische Gemeinde in Rom "von einer Nonne geführt wird, die befehligt, als wäre sie Bischof". Die Statistiken trösten ihn. Heute ist die Demokratische Republik Kongo das Land der Welt mit den dritt-höchsten Besucherzahlen in der katholischen Messe mit 37,5 Millionen regulären Praktizierenden, gefolgt von den Philippinen und Mexiko und mit vier weiteren afrikanischen Ländern unter den Top Ten: Nigeria, Uganda, Tansania, Angola. Alles vor Italien.

Afrika ist auch der einzige Kontinent, auf dem Katholiken heute mehr werden. Auf seiner jüngsten Reise in den Kongo und Südsudan wurde Franziskus von beeindruckenden Menschenmengen begrüßt. Begleitet wurde er bei seinem Besuch im zweiten Land vom Primas der Anglikanischen Kirche Justin Welby und dem Moderator der Presbyterianischen Kirche Schottlands, Iain Greenshields: Alle drei zusammen, um zu zeigen, daß die Menschen durch einen Bürgerkrieg das Gute eines Friedens zwischen Brüdern und Schwestern im Glauben trennen.

Aber dann gibt es die andere Seite des katholischen Afrikas, die für Papst Franziskus alles andere als beruhigend ist und nicht nur für ihn, zum Guten oder zum Schlechten.

Das erste Zeichen der Besorgnis zeigt das, was der anglikanischen Kirche unmittelbar nach der Reise in den Südsudan Anfang Februar widerfahren ist.

Kurz gesagt, die Kirche von England unter dem Vorsitz von Welby genehmigte unter dem Druck der nordatlantischen Komponenten des Anglikanismus  die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare, aber mit dem Widerstand derjenigen des Südens der Welt und insbesondere derjenigen Afrikas, die drei Viertel des Ganzen ausmachen.

Das Ergebnis war die Ablehnung des Gehorsams gegenüber dem anglikanischen Primas durch die Global South Movement of Anglicanism, deren Präsident der Erzbischof von Sudan und Südsudan, Justin Badi Arama, ist.

Im Wesentlichen hat es eine Spaltung gegeben. Arama sagte, Erzbischof Welby von Canterbury habe die anglikanische Kirche verraten und werde daher nicht mehr als Primas der gesamten Gemeinschaft anerkannt.

Heute vor 548 Jahren...

am 6. März1475 wurde Michelangelo Buonarotti in Caprese in der Toscana geboren. Als Maler, Bildhauer, Baumeister Stadt-und Festungsplaner eines der Universal-Genies der christlich-europäischen Kultur. Neben Florenz in Rom allein im Petersdom, im Vatican und der Sixtinischen Kapelle allgegenwärtig. Danken wir Gott für dieses Geschenk an die Menschheit. 

Wenn an den Zeitgeist angepaßte biblische Texte durch neue Übersetzungen zur Blasphemie werden...

Marco Tosatti veröffentlich bei Stilum Curiae den Kommentar eines Freundes R.S. zu den Änderungen der aktuell u.a. in der italienischen Kirche gebräuchlich gewordenen Übersetzungen des Vater-unser, speziell des anscheinend für so manchen Kleriker unerträglich gewordenen "und führe uns nicht in Versuchung" . zuerst wahlweise in "lasse uns nicht in der Versuchung" oder "verlasse uns nicht..." und zur Frage ob Gott der Vater, seine Kinder verlassen kann, die er als blasphemisch bezeichnet.   Hier geht´s zum Original:  klicken

"KANN GOTT DIE KINDER VERLASSEN?  BLASPHEMISCHE HYPOTHESE DES NEUEN VATER UNSER"

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, in einem der Artikel dieser Tage – fragt mich nicht, welcher... – hat  ein treuer Freund von Stilum, R.S., einen Kommentar veröffentlicht, den wir eurer Aufmerksamkeit und Meditation anbieten.

§§§

Heute war ich im Park und habe ein Eichhörnchen beobachtet, das durch die Blätter stöberte. An einem bestimmten Punkt stand es aufrecht, die Vorderpfoten auf der Brust vereint: Es schien, als würde es beten. Es blieb einige Sekunden in dieser Position und wurde von vielen anderen Menschen bemerkt; Einige haben es fotografiert.

Heute habe ich wenig gebetet, und der Herr hat mir geholfen, mich bei dieser für mich ungewöhnlichen Begegnung daran zu erinnern.
Beim Gehen sah ich einen alten Bekannten wieder, den ich längst aus den Augen verloren hatte. Unter anderem sprachen wir über das Gebet des Vaterunsers, das ihm auch in der neuen Version nicht gefällt, vor allem, weil der Sohn, der das Haus verlässt, sein Haus verlässt und seinen Anteil am Erbe beansprucht, als ob der Vater gestorben wäre. Als er dann, zur Besinnung kommend, erkennt, was er getan hat, und nach Hause zurückkehrt, umarmt ihn sein Vater wieder. Kurz gesagt: Das Problem ist, daß wir den Vater zum Zeitpunkt der Prüfung verlassen und nicht umgekehrt.

Peirasmos ist mehr ein Test, bevor es eine Versuchung ist.

Temptatio kommt vom Verb tempto, aus dem "sich prüfen" wird. Wir sprechen von Versuchen, Experimenten, Überprüfungen: also Tests! Weil wir unsere Unvorbereitetheit kennen, die uns für die Rolle ungeeignet machen könnte, bitten wir den Vater, uns nicht auf die Probe zu stellen, sondern uns vom Bösen zu befreien. Es ist eine Bitte, die jedoch immer auf den Moment verschieben würde, der zeigt, daß wir erwachsen sind ...

Papst Franziskus und das Narrativ

In seiner heutigen Kolumne in Monday at the Vatican kommentiert A. Gagliarducci die jüngsten Entscheidungen und Schritte von Papst Franziskus in Regierungsangelegenheiten des Vaticans und der Kurie. Hier geht´s zum Original:  klicken

     "PAPST FRANZISKUS, HARTES DURCHGREIFEN?"

Während der 10. Jahrestag dieses Pontifikates näher kommt, hat Papst Franziskus eine weitere Entscheidung zu etwas getroffen, das er als ein Vatican- "System" erachtet. Mit einem Reskript, einem Dokument, das nach einer Audienz mit dem Papst geschrieben wird, blockierte er sowohl die mietfreien Apartments als Büros und die subventionierten Preise für die Vorsitzenden der Abteilungen. Kurz gesagt, keine Privilegien mehr. Oder zumindest ein Ende für das, was Papst Franziskus als Privilegien betrachtet. Das wurde zunächst nicht von den Medien verbreitet sondern nur innerhalb der Vaticans gepostet. Diese Anordnung ist nur die letzte in einer Serie von plötzlichen Maßnahmen, gemäß der Shock-an-awe-Technik, die Papst Franziskus charakterisiert, Kurz zuvor war ein anderes Reskript erschienen, das die Zulassung der Traditionellen Messe weiter einschränkt, obwohl das Reskript nicht vorhergesehene  Widersprüche enthält. 

Und sogar noch davor kam die plötzliche Ernennung des neuen Präfekten des Dicasteriums für die Bischöfe, Bischof Prevost, die seit langem erwartet worden war- und dennoch für fast zwei Jahre auf stand-by gehalten wurde. 

Und die Entscheidung, zu wiederholen, daß das Vermögen des Heiligen Stuhls nur dem Heiligen Stuhl gehört, um seine Reformen vor möglichen Ausnahmen zu schützen, die sich aus der Tatsache ergeben, daß einige Mitglieder der Vatikanverwaltung bei der Verwaltung ihres eigenen Vermögens Autonomie besaßen. In diesem zehnten Jahr seines Pontifikats fügt Papst Franziskus dem vatikanischen System die letzte Umdrehung der Schraube zu. Er hat geduldig gewartet, setzte einigen Abteilungsleitern Fristen, entfernte andere, wenn er es für richtig hielt, und wies Leute ab, wenn er das Vertrauen verlor. Jetzt hat der Papst begonnen, plötzliche Entscheidungen zu treffen, jeden internen Streit zu vermeiden und sich stattdessen darauf zu verlassen, daß er Papst ist.

Papst Franziskus ist ein Papst, der regiert. Aber es sieht fast so aus, daß er nicht will, daß das gesagt wird. Während seine Regierungsaktivitäten zunehmend unaufhaltsam werden, ergeht sich Papst Franziskus sich in Interviews und Interviewbüchern. Er baut das Narrativ selbst auf und versucht einige der Kritiken beiseite zu schieben. Als Ergebnis werden alle Klagen von Papst Franziskus ideologisch. Es ist nie vorgekommen, daß der Papst einen Irrtum bei der Beurteilunt zugegeben hat. Statt dessen sind es die anderen, die sich irren.

Zu den zahllosen Interviews der letzten Zeit ist eine neue Biographie gekommen, "Der Hirte" von Sergio Rubin und Francesca Ambrogetti, in denen Papst Franziska über die Jahre seines Pontifikates, seine Art zu verstehen, was in den letzten Jahren passiert ist und seine Weltsicht spricht.

Fr. Hunwicke spricht...

bei liturgicalnotes heute über den Gebrauch der Landessprachen in der Hl. Messe und das Urteil, das Papst Franziskus über die Anhänger des Lateins als liturgische Sprache -ohne historische Präzisierung- ausgesprochen hat. Hier geht´s zum Original: klicken

" PAPST FRANZISKUS GREIFT DIE HEILIGEN ENGLISCHEN MÄRTYRER AN"

Die Schriftlesungen bei der Messe in einer nicht-landessprachlicher Sprache ist -laut unserem  Hl.Vater, "als ob man über das Wort Gottes lacht". 

Ich finde, daß das eine bemerkenswerte Beleidigung unserer Englischen Märtyrer ist. 

Es ist eine gute Sache, daß ich vor einigen Jahren, nachdem ich den Hl, John Henry Newman über die Aufhebung der Funktion der Ecclesia docens gelesen hatte, schloß, daß wir gerade jetzt in einer solchen Periode der Aussetzung sein mußten. Ich kann nicht sehen, wie man sonst PF mit irgendeiner katholischen Ekklesiologie in Übereinstimmung bringen kann. 

Die frühesten der englischen Märtyrer waren dem Sarum-Ritus verbunden... der wie Fortescue erklärt-nicht wirklich ein Ritus sondern eine Arr Dialekt des Römischen Ritus war. Der Hl. John Fisher...die Hl. Karthäuser-Märtyrer...John Forest...die Seligen Benediktiner Äbte...der Sel.Thomas Plumtree, der den Sarum-Ritus in die Durham-Kathedrale zurückbrachte.... Laien wie die im Südwesten und in Oxfordshire zu Märtyrern gewordenen glorreichen Bauern und der Lord-Kanzler und Kardinal Poles Märtyrer-Mutter und Thomas Percy, Graf von Northumerland. (Es gibt immer noch ein süßes, kleines farbiges Glasfenster  mit ihm in der früheren Katholischen Kirche in Alnwick von 1820 , im Schatten seines Schlosses. Die säkularisierte Kirche ist jetzt ein Museum.)

Und die Lesungen im Sarum-Ritus wurden nicht in der Landessprache gemacht. 

Diese Märtyrer "lachten über das Wort Gottes"

Dann, 1576 in Douay begannen sie die jungen Männer den Tridentinischen Ritus zu lehre...junge Männer, die der Hl. Philip Neri in den Straßen Roms mit den Worten Salvete flores martyrum. Die letzten seliggesprochenen Märtyrer waren Fr. Thomas Thweng und William Howard, Viscount Stafford, 1680 wegen Verschwörung verurteilt. 

Und die Lesungen im Tridentinischen Ritus waren nicht in der Landessprache. 

Auch sie "lachten über das Wort Gottes."

Ich frage mich, ob es dieser besessenen Person jemals in den Sinn kommen wird, sich für seine Haß-Kampagne gegen katholische Gottesverehrung zu entschuldigen; gegen so viele heilige Priester, die die authentische Form des Römischen Ritus benutzt haben, einschließlich unserer Märtyrer. 

So viele heldenhafte Leben; so viel Blut. 

Und alles was wir vom Summus Fidei Magister gelehrt werden, so daß jene Märtyrer "über das Wort Gottes lachen" konnten. "

Quelle: litrugicalnotes, Fr. J. Hunwicke

Sonntag, 5. März 2023

Vivaldi am Abend


A. Vivaldi: Konzert für 4 Violinen in b-moll, Op. 3 Nr. 10 

             

Mexiko....

Rorate Caeli veröffentlicht einen Kommentar von Peter Kwasniewski zum Anliegen mexikanischer Bischöfe, indigene Maya- Riten, Tänze und Gesänge in die Hl. Messe einfügen zu dürfen.
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"MEXIKANISCHE BISCHÖFE WOLLEN DEN PAPST BITTEN, MAYA-RITEN IN DIE KATHOLISCHE MESSE EINZUFÜGEN": ZAIRE WAR ERST DER ANFANG..."

"Die Diözese von San Cristobal im Süden Mexikos will Papst Franziskus einen Vorschlag schicken, indigene Maya-Riten wie Tanz, Musik und die Teilnahme von Frauen in die Katholische Messe einzufügen. 

Das ist der zweite Vorschlag dieser Art, der aus der Katholischen Kirchengemeinschaft kommt; der erste zum Thema eingeborener Völker kam aus der Republik Zaire in Afrika. 

Kardinal Felipe Arizmendi Esquivel, der die Arbeit koordiniert, hat Mittwoch den EFE erklärt, daß dieser Vorschlag im April der Mexikanischen Bischofskonferenz  (CEM) präsentiert wird und im Mai vom Erzbischof von Puebla, Victor Sanchez, Präsident der Pastoralen Liturgie-Kommission,  in Rom überreicht wird.

Diese liturgischen Anpassungen zielen darauf ab, die Gemeinden zu einen, indem man ihre Werte respektiert und die Kultur der indigenen Völker berücksichtigt" sagte der Bischof von San Cristobal, Rodrigo Aguilar Martinez.

Die religiösen Führer haben diese Woche ein Treffen in Chiapas beendet, an dem auch Msgr. Aurelio Garcia Macias, Untersekretär des vaticanischen Dicasteriums für Gottesdienst und Sakramenten-Disziplin sowie indigener Priester und Katechist teilgenommen hat.

Die Diözese San Cristobal sagt, man sei sehr stolz, weil ein weiterer wichtiger Schritt gemacht wurde, nach der Übersetzung der Bibel in vier indigene Sprachen des Landes : Tzeltal, Tzotzil, Chol und Tojolabal.

Aguilar Martinez fügte hinzu, daß "es diese Feiern in Tzeltal und Tzotzil bereits gibt". 

"Aber sie wurden vom Bischof und der Gemeinde approbiert und jetzt wollen wir eine Zustimmung von Rom, vom Apostolischen Stuhl für die Universale Kirche" setzte er hinzu. 

Nutznießer dieser liturgischen Fortschritte sind mehr als 2,2 Millionen Einwohner und unter ihnen geschätzt 70-75% Indigene. 

Tzeltal wird in diesem südlichen Mexikanischen Staat von fast einer halben Million Menschen gesprochen; Tzotzil  von 350.000 und Tojobal 50.000, laut Informationen von der Diözese San Cristobal de Las Casas. 

Rorate kommentiert; Maya-Tänze, Musik und neue Rollen für Frauen---alle offenbar mit dem Ziel, kleine ethnische Gruppen, die seltene Dialekte sprechen, anzusprechen. Was ist mit der winzigen Minderheit Katholischer Traditionalisten. die so zelebrieren möchten, wie es einst die gesamte Kirche tat? Oder ist die Traditionelle Lateinische Messe nicht ausreichend exotisch um die Zustimmung der heutigen Multikulturalisten zu gewinnen? "

Quelle: P. Kwasniewski, Rorate Caeli

Katholische Kirche in England: Spaltung durch das Roche-Rescriptum

Nico Spuntoni kommentiert bei La Nuova Bussola Quotidiana die Reaktion der RKK im Vereinigten Königreich auf das Reskript zu Traditionis Custodes von Kardinal Roche. 
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"LATEINISCHE MESSE, EIN ENGLISCHER KARDINAL GEGEN SEIN VOLK"

Die weiteren Beschränkungen des alten römischen Ritus sorgt für Unbehagen und Erwartungen im Vereinten Königreich, wo die Lateinische Messe sehr populär ist. In der Tat ist der Präfekt für den Gottesdienst, Kardinal Roche, Engländer und wird von seinen Brüdern zu Hause nicht geliebt, Alle Augen sind jetzt auf Westminster gerichtet, wo auf die Nachfolge von Kardinal Nichols gewartet wird, La Nuova Bussola Quotidiana interviewt Damian Thompson.

Wenn wahr ist, daß das Vereinigte Königreich Heimat des Mannes ist, der als der in Erinnerung bleiben wird, den Liturgie-Krieg gegen die sog. Tridentische Messe geführt zu haben, dann ist auch wahr, daß das UK eine der blühendsten Gemeinschaften ist, die daran gewöhnt ist, die Messe in der außerordentlichen Form des Römischen Ritus zu zelebrieren. Wenig mehr als eine Woche nach der Veröffentlichung des Rescriptum, durch das zum dritten mal in weniger als zwei Jahren Restriktionen gegen die von Benedikt XVI  gewünschte Liberalisierung in Kraft gesetzt wurde, warten die britischen Gläubigen darauf, ob ihre Bischöfe die von Rom auferlegten Maßnahmen  befolgen werden.

Einige erste Antworten - entmutigend für die Leute von Summorum Pontificum- beginnen einzutreffen, gerade aus der Diözese Leeds, die einmal von Kardinal Arthur Roche, dem aktuellen Präfekten des Dicasteriums für Gottesdienst und Sakramenten-Disziplin-geleitet wurde. Bischof Marcus Stock hat de facto vor kurzem verkündet, daß er die Dispensierungen widerrufen hat, denen zuvor erlaubt wurde, in Gemeindekirchen gemäß dem Römischen Missale von 1962 zu zelebrieren.

Es ist keine Geheimnis, daß das die Absicht hinter dem Reskriptum ist, mit dem Präfekt Roche das Mißfallen des Hl. Stuhls mit der Art ausdrückt, wie die Bischöfe Traditionis Custodes bis heute  umgesetzt haben. Der Fall Leeds ist für das Ergebnis der Entscheidungen, die Dispensierungen in Rom zu zentralisieren anstatt sie an die Bischöfe zu delegieren. Die tridentinische Messe wird jedoch nicht ganz aus der Diözese in Yorkshire verschwinden, weil Monsignore Stock die Erlaubnis erteilt hat, sie in einer Nicht-Gemeindekirche in Bradford zu feiern. Es kann nicht ausgeschlossen werden – wie gemunkelt wird –, daß dieses Zugeständnis, das in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des Motu Proprio vom Juli 2021 gemacht wurde, ein zaghaftes Zeichen der Bereitschaft gegenüber den treuen Anhängern der außergewöhnlichen Form ist, die der amtierende Bischof gemacht hat, der sich unfreiwillig in der Lage befindet, die zwingende Bestimmung seines Vorgängers zu respektieren, der das Dikasterium für den Gottesdienst leitet.

Salböl für die Krönung: ein Fundstück

Wie katholisch.de berichtet, wurde das Salböl für die Krönung des englischen Königs Charles III im kommenden Mai in Jerusalem herstellt und in der Grabeskirche geweiht- nach biblischer Rezeptur aber ohne tierische Bestandteile. Hier geht´s zum Original:  klicken

Unter dem Titel:

"REZEPTVORSCHLAG AUS DER BIBEL: CHARLES III WIRD MIT VEGANEM ÖL GESALBT"

beginnt der Bericht so- ZITAT: 

König Charles III. von Großbritannien wird bei seiner Krönung in drei Monaten mit veganem Öl gesalbt. Wie der Buckingham Palast am Freitagabend mitteilte, haben der griechisch-orthodoxe Patriarch von Jerusalem, Theophilos III., und der anglikanische Erzbischof Hosam Naoum das heilige Öl nun in der Jerusalemer Grabeskirche geweiht. Es enthalte jedoch nicht mehr die früher üblichen Duftstoffe Ambra, eine Substanz aus dem Verdauungstrakt von Pottwalen, sowie das aus den Analdrüsen der Zibetkatze gewonnene Zibet, hieß es. (...)

Quelle: katholisch.de

Samstag, 4. März 2023

Musik am Abend

 J.B. Lully  "Chaconne des Scaramouches"

             

Fr. Hunwicke spricht...

bei liturgicalnotes heute, darüber, daß das Wort "sehr" inzwischen durch "unglaublich" ersetzt wurde und wann das dann auch in den liturgischen Texten passiert. 
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                                  "VERE VIX CREDIBILE"             
                                                                 "wirklich kaum zu glauben"

Vere vix credibile ... axion kai dikaion se hymnein ...; Dignum et iustum est ... Hos alethos axion estin kai dikaion, prepon te kai opheilomenon ... Alethos gar axion esti kai dikaion ... So beginnen die eucharistischen Gebete in (jeweils) den Riten des Hl. Johannes Chrysostomos; des mozarabischen Ritus; der Riten des Hl. Jacobus und des Hl. Markus In unserem lieben römischen Ritus: vere dignum et iustum est, aequum et salutare ... Und für uns vom anglikanischen liturgischen Erbe ist es sehr gerecht, richtig und unsere Pflicht ... Seltsamerweise wird "vere" (nach Angaben von Sr. Ellebracht) in den römischen Kollekten nicht verwendet. Vielleicht werden solche Superlative tatsächlich am besten für den Moment aufbewahrt, in dem sich der Priester dem Mysterium tremendum nähert. Oder wenn der Osterdiakon in sein Exsultet geschleudert wird. Obwohl er ein böser alter Zwinglianer war, scheint Cranmer als Autor liturgischer Formeln so oft das Ziehen früherer und lateinisch-katholischer Formeln gespürt zu haben. (G. J. Cuming ist diesbezüglich in seinem Buch A History of Anglican Liturgy besonders sensibel.) Angesichts der Übersetzung von vere dignum et iustum est gewann das dominierende Echo des Lateinischen die Oberhand, und Cranmer schrieb It is very meet, right, and unsere Pflicht ... Für viele von uns ist es wohl eine unserer frühesten kirchlichen Erinnerungen, den Vikar diese Worte zu ihren alten Melodien intonieren zu hören. Erst später wird uns klar geworden sein, daß sehr hier als Synonym für wahrlich, wahrhaftig fungieren muss. Aber wir leben in einer Zeit, die einer solchen Sprache feindlich gesinnt ist. vere verschwindet aus den meisten "modernen“ Übersetzungen. Und jetzt verschwindet es endlich auch aus unserer Umgangssprache. Wann haben Sie es zuletzt gehört? "Heute ist es sehr sonnig"? Nein, gelehrter Leser. Sie als moderner Mann oder moderne Frau, die modernes Englisch sprechen, werden sagen: "Heute ist es unglaublich sonnig“. "Dieser Zeitungsbericht ist unglaublich gewöhnlich". Sprache macht so viel Spaß, oder? Ich kann das nicht beweisen, aber mein Eindruck ist, daß der endgültige Rückgang des Gebrauchs von sehr mit der Pandemie zusammenfällt. Wir hatten so viele Superlative, die sich uns boten ... Superlative über die neue und schreckliche Krankheit selbst; Superlative über ihre sozialen Folgen; Superlative über die Helden und Heldinnen in den medizinischen Berufen, die in der Schlacht gegen die Krankheit kämpften ... Da schien es... irgendwie ... nicht mehr angemessen zu sagen, daß das Vindaloo sehr heiß war; Wir hatten nur dann das Gefühl, genug gesagt zu haben, daß es unglaublich heiß war. Politiker durften sich nicht länger in einer untertriebenen Kategorie der sehr Korrupten ausruhen ... NEIN? Sie denken, ich bin schon wieder albern? Versuchen Sie, einigen Journalisten zuzuhören und zu zählen. Ich schlage nicht vor, daß wir etwas dagegen tun können oder sollten.

Aber wenn Sie die Vikarin in der Kirche sagen hören: es ist unglaublich gerecht, richtig, und unsere Pflicht ... , denken Sie bitte daran, daß es dieser Blog war, der Ihnen die Neuigkeiten zuerst überbracht hat. Wenn der Dekan der Kathedrale als Kopf seines Briefpapiers drucken läßt "Der unglaublich hochwürdige Frances Arabin" ... genug gesagt ...
(Habe ich jemanden "Übertreibung" murmeln gehört? Wie unglaublich anmaßend ...)"

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J. Hunwicke


Fundstück

Gott muß draußen bleiben...

Alexander von Schönburg veröffentlicht in "Die Tagespost" einen Kommentar zur postmodernen Wiederkehr der "Inquisition". 
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unter dem Titel:

"EIN BISSCHEN UNTERGRUND TUT GUT"

beginnt der Artikel so  - ZITAT

"Die Inquisition ist wieder da, diesmal in der postmodernen Variante: Wer bei den Interrogationen als Christ erkennbar ist, verspielt damit jede Chance auf ein öffentliches Amt. Schottland erlebt dies gerade eindrücklich. Die Farce: Die linke Sezessions-Partei SNP sucht nach einem neuen Chef und Spitzenkandidaten. Die beliebteste unter den Kandidaten ist Kate Forbes. Ihr Manko: Sie ist Christin, gehört der evangelikal angehauchten Calvinist Free Church of Scotland an. Seit dem Tag, an dem sie eingestand, dass aus ihrer persönlichen Sicht Sex außerhalb der Ehe keine gute Idee ist und sie auch kein Fan forcierter Geschlechtsumwandlungen ist, steht sie im medialen Stahlgewitter. Kurioserweise ist ihr Konkurrent um den Spitzenposten in der SNP ein praktizierender Muslim. Aber der hat bereits – ohne dass er gefragt wurde, denn bei Muslimen ist man da zaghafter – seinen Kotau vor der postmodernen Zeitgeist-Revolution vollzogen und alles gutgeheißen, was die Postmoderne so zu bieten hat und damit prophylaktisch Angriffen vorgebeugt."

Quelle: A.v. Schönburg, Die Tagespost