Sandro Magister kommentiert bei Settimo Cielo das gerade begonnene St. Josephs-Jahr.
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"DAS JAHR DES HL. JOSEPHS IST WIE DER PHOENIX. KEINER WEISS, WO ER IST"
Heute am 19. März ist das Fest des Hl. Josephs, eines Heiligen, den Jorge Mario Bergoglio seit seiner Jugend verehrt hat und dessen Statuette als Schläfer er immer noch in seiner Wohnung bewahrt. Er sagte, daß er kleine Botschaften mit seinen Problemen oder Schwierigkeiten darunter schiebt, "damit er nachts davon träumen und mir sagen kann, was ich tun soll."
Man kann also nicht ausschliessen, daß die kühne Entscheidung des Papstes von vor einigen Tagen, die Segnungen homosexueller Paare zu beenden, auf diese Weise mit Hilfe des Hl. Träumers in ihm entstand.
Umso mehr als das begonnene Jahr ein dem Hl. Joseph gewidmetes "besonderes Jahr " ist, mit ziemlich umfassenden Ablässen, wie im Dekret des Apostolischen Poenitentiars vom 8. Dezember 2020, dem 150. Jahrestag der Ernennung des Heiligen zum Kirchen-Patron formuliert wird.
Das Dekret wurde von Kardinal Mauro Piacenza, Groß-Poenitentiar, unterzeichnet und die Anordnung, daß ein spezielles Jahr des Hl. Josephs, die am 8. Dezember in Kraft trat, wurde Papst Franziskus persönlich zugesprochen
Alles klar? Überhaupt nicht. Ob der Papst wirklich dieses spezielle Josephs-Jahr ankündigte und wenn ja, wie-, bleibt bis heute ein Geheimnis.
Am gleichen 8. Dezember erschien zusätzlich zum Dekret der Poenitentiarie ein langer apostolischer Brief von Papst Franziskus "Patris corde" , der vollständig dem Hl. Joseph gewidmet ist-in dem sich jedoch nicht der kleinste Hinweis eines besondern Jahres des Heiligen findet.
Ebenso wie im Dekret der Poenitentiarie gab es keine Bezugnahme auf den päpstlichen Brief vom selben Tag.
Und das trotz der Tatsache, daß der Autor des apostolischen Briefes "Patris corde" kein anderer war als Kardinal Piacenza, wie Papst Franziskus in einer Rede vor der Poenitentiarie am12. März offenbarte.
"Der Kardinal- ich danke ihm für seine Worte- hat auf dem Hl. Joseph bestanden. Seit Monaten [sagte er mir] "schreib etwas über den Hl. Joseph, schreib etwas über den Hl. Joseph". Und der Brief über den Hl. Joseph ist zu großen Teilen sein Werk. Und deshalb- Danke."
Auf alle Fälle hat der Papst allerdings nach der Veröffentlichung von Patris corde das spezielle St. Joseph-Jahr vergessen, dessen Ausrufung ihm zugeschrieben wurde.
In den folgenden Monaten hat er es nie erwähnt-außer einmal in den Grüßen an die französisch-sprachigen Gläubigen am Ende der Generalaudienz am 13.Januar 2021 und ein weiteres mal am 18. März 2021, als er die Gemeinschaft des Päpstlichen Belgischen Kollegs, das nach dem Hl. Joseph benannt ist, in Audienz empfing.