Donnerstag, 2. März 2023

Warum Schönheit und Erhabenheit zur traditionellen Messe gehört

M. Tosatti bespricht bei Stilum Curiae das Buch "Edle Schönheit und erhabene Heiligkeit" von Peter Kwasniewski- über die traditionelle Liturgie und die ihr innewohnende Schönheit. 
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"EDLE SCHÖNHEIT, ERHABENE HEILIGKEIT"  VON PETER KWASNIEWSKU. GLAUBE UND KULTUR."

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, ich biete Ihnen diese Empfehlung eines Buches an,  von Prof. Kwasniewski, das ich gerade lese, "Edle Schönheit, erhabene Heiligkeit", das Sie, wenn das Thema Sie interessiert, unter diesem Link kaufen können. Es geht um die Notwendigkeit, geistlich, aber nicht nur, in unseren Tagen eine Form der Messe zu leben, die traditionelle, die Fülle des Ritus. Nachfolgend finden Sie ein kurze Darstellung. Gute Lektüre.

§§§

Die traditionelle Liturgie der katholischen Kirche ist ein stark kodifiziertes Ritual, das nach klar definierten Gesten, Symbolen, Formeln und Liedern stattfindet. Obwohl viele sie seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil für den modernen Menschen als irrelevant angesehen haben, hat die lateinische Messe überlebt und ist uns in der heutigen katholischen Landschaft immer vertrauter geworden. Was sind die Gründe für dieses Erwachen, vor allem bei jungen Menschen? Und warum ist diese Entwicklung so wichtig für die Erneuerung des Katholizismus? Dieses Buch spricht von der Schönheit, Heiligkeit und Mystik der lateinischen Messe und zeigt, wie untrennbar dieser Schatz mit der Geschichte der Kirche und ihrem theologischen Wesen verbunden ist. Wenn es einen neuen Frühling in der Kirche gibt, kann der nur durch die Wiederherstellung der traditionellen Liturgie führen. "

Quelle: M.Tosatti, Stilum Curiae

Fr. Hunwicke spricht...

bei liturgicalnotes weiter über die verschwundenen Quatember-Bräuche der vorösterlichen Fastenzeit, dabei geht er von der Annahme aus, daß alle seine Leser des Lateinischen (zumindest des Kirchenlateins mächtig sind). Hier geht´s zum Original:  klicken

 "WOHIN ALSO SIND DIE QUATEMBERMESSEN DIESER WOCHE VERSCHWUNDEN?"

 SEPTUAGESIMA/SEXAGESIM /QUINQUAGESIMA

Wohin sind sie? Im Vatican Dokument von 1969 Calendarium Romanum, werden auf Seite 59 Gründe für die Abschaffung der Vor-Fastenzeit  angegeben- dann folgt aber dieses Versprechen: ""Textus proprii harum trium Dominicarum alibi ponentur in Missali romano".

"Werden im Missale Romanum woanders hin verlegt."

Wo also sind sie? 

 ROGATION - UND QUATEMBER-TAGE

Im selben vaticanischen Dokument wird uns gesagt, daß die Messen für diese Tage "non amplius in Proprio de Tempore, sed inter Missas votivas, locum habebunt."  
(Sie sollen ihren Platz nicht mehr im Proprium der Zeit haben sondern unter den Votiv-Messen) 

Ach ja? Und wo sind sie?

VATICAN II?

Als Sacrosanctum Concilium formuliert und dann als das erste der Konzils-Dekrete formuliert wurde, wußte niemand...sie waren nicht mit Kristallkugeln ausgerüstet worden...wie viel von dem Alten in weniger als einem Jahrzehnt-  einfach nur entsorgt und (wenn überhaupt) einfach durch glänzende neue Kompositionen ersetzt wurden. Vor diesem Hintergrund  werden die Historiker § 107 lesen. Der schreibt vor, daß das liturgische Jahr dahingehend revidiert werden müsse, so daß  "servatis aut restitutis sacrorum temporum traditis consuetudinibus et disciplinis ... ipsorum indoles nativa retineatur ...".
("die traditionellen Bräuche und Disziplinen der heiligen Zeiten gerettet oder wiederhergestellt werden ... ihr ursprünglicher Charakter sollte erhalten bleiben ...").

Treue und Rechte der Gläubigen gegenüber der Liturgie

Peter Kwasniewski veröffentlicht bei OnePeterFive  am Kirchenrecht orientierte Antworten auf die Frage, was man als gläubiger Katholik gegen liturgische Mißbräuche tun kann und soll.
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"TREUE ZUM LITURGIE-GESETZ UND DIE RECHTE DER GLÄUBIGEN" 

Ich wurde vor kurzem von einigen Leuten gefragt: "Wann sollte man auf liturgische Mißbräuche hinweisen und bemüht sein, sie zu korrigieren?" Meine Gesprächspartner waren wegen einiger spezieller Wahrheiten verwirrt. Schließen wir dann einige falsche Antworten aus.

„Um einen Missbrauch zu korrigieren, müssen Sie vollkommene Nächstenliebe und uneigennützige Motive haben.“

Niemand kann wissen, ob er vollkommene Nächstenliebe hat und niemand von uns hat völlig uneigennützige Motive - noch sollten wir das. Die Verehrung und Schönheit der Liturgie berührt direkt unser spirituelles Wohlergehen. Deshalb haben wir ein verbrieftes Interesse, daß sie richtig gemacht wird. Um eine brüderliche Korrektur anzubieten, braucht man Barmherzigkeit, d.h. die Liebe zum Nächsten -um Gottes Willen (das bedeutet das Wohl des anderen zu wollen -einschließlich des Wohls, sich an die Kirchendisziplin zu halten) und die Bereitschaft zu vergeben, auf keinen Fall muß man über vollkommene Nächstenliebe verfügen. Schon der Versuch, eine von der Kirche erkannte Abweichung zu korrigieren, ist ein Akt der Nächstenliebe.

Einige Mißbräuche sind natürlich schlimmer als andere und können weniger toleriert werden. Man muß sowohl Kenntnis des liturgischen Rechtes haben und einen gewissen Grad an Vorsicht um durch diese Situationen zu navigieren und wenn eines davon fehlt, sollte man nicht zögern, von anderen Rat zu suchen, bevor man sich zu irgendeiner Aktion entscheidet. Wenn man weiß, was korrigiert werden soll und wann und wie - ist das eine Sache der Diskretion, die der Hl. Benedikt "die Mutter aller Tugenden" nennt.

"Um einen Mißbrauch zu korrigieren muß man in einer Autoritäts-Stellung sein."

Auch falsch- weil jeder Laie laurt Canon 1883 des CIC das Recht hat,- und manchmal die Pflicht- seine Meinung auszudrücken, auf Probleme hinzuweisen und Lösungen zu verlangen. Jeder hat außerdem das Grundrecht, das Wort Gottes (offensichtlich nicht durch Häresie verzerrt) und die Sakramente (offensichtlich korrekt zelebriert) zu empfangen. 

Can. 212- §1  Im Bewußtsein ihrer Verantwortung sind die christlichen Gläubigen verpflichtet in christlichem Gehorsam diesen Dinge zu folgen, die die Hl. Hirten -insoweit sie Christus repräsentieren- die sie als Glaubenslehrer oder als Leiter einer Kirche erklären. 

2. Gläubige Christen sind frei, den Hirten der Kirche ihre Nöte, speziell spirituelle, und ihre Wünsche mitzuteilen. 

3. Gemäß dem Wissen, der Kompetenz und dem Prestige, das sie besitzen, haben sie das Recht und manchmal die Pflicht, den Hl.Hirten ihre Meinung in Angelegenheiten, die das Wohl der Kirche betreffen, und den übrigen Gläubigen ihre Meinung kundzutun, unbeschadet der Integrität des Glaubens und der Moral, mit Ehrfurcht gegenüber ihren Hirten und aufmerksam für den gemeinsamen Nutzen und die Würde der Menschen.

Mittwoch, 1. März 2023

Christliche Kunst

 "Die Heilige Dreifaltigkeit" 

Fundstück

kath.net  veröffentlicht Sigrid Grabners Erinnerungen daran, wie sie Papst Benedikt XVI- als damalige DDR-Bürgerin -zunächst noch als Kardinal Ratzinger kennen lernte. Besonders lesenswert ist ihre Beschreibung des Berlinbesuchs des Papstes 2011. 
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unter dem Titel:

                 "DER MANN MIT DER BASKENMÜTZE"

beginnt der Beitrag so- ZITAT:

"Auf dem Petersplatz in Rom Mitte der achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts: Meine Freundin macht mich auf einen Priester mit Aktentasche aufmerksam: ein schmaler Mann in Soutane, darüber ein Mantel, auf dem Kopf eine schwarze Baskenmütze. Zielstrebig überquert er den Platz. 
"Kardinal Ratzinger“, sagt die Freundin, „er geht in sein Büro.“ Dass die evangelische Oberstudienrätin aus Wuppertal Papst Johannes Paul II. verehrt, weiß ich, aber dass sie sich auch in der katholischen Kirchenhierarchie auskennt und die Büros der Würdenträger lokalisieren kann, ist mir neu.

Ich hatte für zehn Tage Ausgang ins „kapitalistische Ausland“ erhalten, um in Rom Recherchen für ein Buch über italienische Frauen des Mittelalters zu betreiben. Die Freundin hatte die Reise organisiert und finanziert, anders wäre sie nicht möglich gewesen. Nun stand ich auf dem Petersplatz, trunken von Rom, und schaute sie fragend an. Ich erfuhr, Ratzinger sei der ehemalige Erzbischof von München, ein kreuzgescheiter Theologe, weswegen ihn die Dummen in der Kirche nicht mochten und Ideologen ihn verunglimpften. Johannes Paul II. habe ihn gedrängt, das Amt des Präfekten der Glaubenskongregation zu übernehmen, bis er nicht länger ablehnen konnte."  (...)

Quelle: S. Grabner, kath.net

Fr. Hunwicke spricht...

bei liturgicalnotes heute weiter über Quatembertage- und wochen innerhalb und außerhalb der Fastenzeit und ihre Ursprünge. 
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                          "QUATEMBER-WOCHEN" (2)

Die meisten Weihen in der Römischen Kirche finden in der Quatember-Zeit im Dezember statt. Die nächste Quatember-Zeit wäre dann im Juni sein. Das halbe Jahr hatte keine Weihe-Saison. Ich bevorzuge die Mutmaßung , daß die Frühlings-Quatember-Zeit, diese Woche aus der Notwendigkeit entstanden ist, diese Lücke zu füllen.

Es gibt Hinweise, die in diese Richtung weisen. Egbert von York, der Hl. Leo der Große und das Liber Pontificalis verbinden das Bußfasten mit Moses. Das tut z.B. ein kurzes, anonymes karolingisches Traktat, das von Dom Morin veröffentlicht wurde. 

Moses

Läßt das Ihre Ohren klingeln? MOSES!

Die Quatember-Messe vom Mittwoch bietet uns Exodus 24:12....in dem JWHJ Moses auf den Berg ruft und gibt ihm Steintafeln und ein Gesetz und Gebote. In der Lesung am Quatember-Samstag bringt Moses diese Torah hinunter zum Volk Israel.... und in der zweiten Lesung befiehlt er ihnen eifrig, sie einzuhalten. Und in der dritten Lesung " machte der Priester ein Gebet, während das Opfer verbrannte..."

Die Verbindung von Moses mit unserem Dienst ist einer der frühesten Teile unsere traditionellen Römischen Liturgie. Sie scheint sogar auf Clemens I zurückzugehen und auf den Bericht, wie Moses das Amt einrichtete. Ich muß die Leser im Priesteramt kaum daran erinnern, daß das Große Gebet (das bis jetzt überlebt hat) bei der Priesterweihe im Römischen Ritus gründet sich um die Erzählung, daß JHWJ  Moses Geist nahm und ihn unter 70 Ältesten verteilte. 

Und die letzte Lesung bei der Quatember-Messe ist der Bericht des Hl. Matthäus über die Transfiguration...in der Moses zusammen mit dem Herrn und Elias auf dem Berg der Transfiguration erscheint. 

Wir sein keine Marcionisten. Wir wissen, daß wir in einer ununterbrochenen Kontinuität mit der ersten Bundes-Beziehung zwischen JHWJ und seinem einzigen, seinem auserwählten Volk sind. Wenn wir das Privileg der Priesterweihe haben, das uns in die Ämter stellt, die Gott seit jeher, schon so lange der Menschheit gegeben hat.

Das zu leugnen ist, denke ich, praktischer liturgischer Antisemitismus. Der muß aus der Kirche verjagt werden!

Traurigerweise sind die Texte des Alten Testamentes, die uns während dieser Quatemberwoche an Moses und unser mosaisches Priestertum erinnern, von den post-konziliaren "Reformern" unbarmherzig aus den Lesungen ihrer neu zusammengestellten Unicus usus eliminiert wurden.

Dieser Vandalismus ist das, was die reiche Autorität von Arthur Roche "Bereicherung" nennt! 

Sogar noch schlimmer: als Dom Bottle und seine Kollegen ihre Hände am die Bischofsweihe legte, die große Teile der Parallele zwischen dem Christlichen Pontifex und dem Aaronitischen Hohen Priester ausmacht, haben sie unbarmherzig völlig zertrümmert. 

Was sie an seine Stelle setzten, besitzt zweifellos Gültigkeit. Es besitzt sogar Legitimität. Wir dürfen keinen dieser schlüpfrigen  Handelnden hat uns ins Unrecht gesetzt, indem er uns austrickste, das in Frage zu stellen. 

Aber....Auctoritas... die besitzen die neueren Riten sicher nicht. 

Kein Nanogramm. "

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J. Hunwicke

   

Bischof Athanasius Schneider zur Synode der Synodalität

Marco Tosatti veröffentlicht bei Stilum Curiae, was BischofAthanasius Schneider Info Vaticana/  LifeSiteNews in einem Interview über die Synodalitäts-Synode zu sagen hatte.
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"BISCHOF SCHNEIDER: DIE SYNODE,  EIN INSTRUMENT, UM VERWIRRUNG IN DER KIRCHE ZU STIFTEN"

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, wir bieten Ihnen in unserer Übersetzung diesen Artikel aus InfoVaticana, dem wir für seine Großzügigkeit danken, in dem Bischof Schneider Kritik und Ratlosigkeit über die Synode zur Synodalität zum Ausdruck bringt. Viel Spaß beim Lesen und Verbreiten.

§§§

Der Weihbischof von Astana, Athanasius Schneider, hat LifeSiteNews ein Interview gegeben, in dem er davor warnte, daß die aktuellen Trends der katholischen Kirche, insbesondere die Synode zur Synodalität, für den katholischen Glauben "gefährlich" seien und "spirituelle Gifte" seien.
Wie es für den kasachischen Prälaten charakteristisch ist, sprach er kraftvoll und unverblümt. Schneider war immer besonders kritisch gegenüber dieser Synode und warnte, daß die derzeitige Synode zur Synodalität "ein Instrument ist, das verwendet wird, um die Klarheit des katholischen Glaubens zunehmend zu verwässern, wie wir beobachten, und immer mehr Verwirrung und lehrmäßige Verwirrung in das Leben der Kirche gießt".

"Es ist ein schwerer Missbrauch der Institution der Synode, die die Kirche seit 2.000 Jahren verstanden hat", sagte er.
Schneider betonte, daß eine ordnungsgemäß ordinierte Synode klare Vorrechte habe: "Die Synode ist ein Instrument des Lehramtes, aber ihr erstes Ziel ist es, die Lehre eindeutig und zweifelsfrei zu klären."
Die zweite Aufgabe einer Synode sollte darin bestehen, "die Fehler der Zeit zurückzuweisen", aber Schneider warnte, daß die derzeitigen Maßnahmen der Synode die Verbreitung von "Giften, spirituellen Giften" ermöglichen.
Eine echte Synode sollte sich auch mit "disziplinären" Fragen befassen, um ein "Heilmittel gegen Missbrauch" zu schaffen, sagte er.
Stattdessen beschreibt er die Synode zur Synodalität als ein "weltliches Parlament", etwas, das "der ganzen Geschichte der Kirche und der ganzen Methode Gottes widerspricht. Es ist weltlich, es ist nicht einmal christlich."
 Erzbischof Schneider die Besonderheit der Aufmerksamkeit der katholischen Kirche für das "Zuhören" und nicht für das Lehren. "Die ganze Menschheit muss auf die Stimme Christi hören, nicht aufeinander", sagte er. Einander zuzuhören und nicht auf Christus, sei "gegen die Offenbarung", fügte er hinzu.

"Darum sagte Christus nicht zu allen Aposteln: 'Geht hin und hört auf alle Völker', sondern: 'Geht, lehrt und unterweist sie in dem, was ich euch gelehrt habe.' Das ist die Botschaft der Kirche: Kommt nicht, haltet keine parlamentarischen Sitzungen ab und hört den Menschen zu, sondern verkündet die Wahrheit, natürlich mit Klarheit und Nächstenliebe", fügte der Weihbischof von Astana hinzu.
Bischof Schneider warnte vor den Gefahren, die von den vielen Strömungen des modernen Denkens in der katholischen Kirche ausgehen, und ermutigte die Katholiken, den Glauben zu bewahren. "Studiert den katholischen Glauben", sagte er.
"Studieren Sie gut die alten Katechismen, in denen der unveränderliche Glaube zu finden ist".
Er erwähnte einige nachkonziliare Texte wie Humanae Vitae und Vertitatis Splendor, betonte aber vor allem, dass Katholiken den vorkonziliaren Lehren und Dokumenten für ihre Klarheit folgen müssen.
Der Weihbischof forderte die Katholiken auch auf, die heilige Eucharistie "zum Mittelpunkt ihres Lebens" zu machen. Er ermutigte dazu, die heilige Kommunion mit großer Ehrfurcht zu empfangen, kniend und auf der Zunge, "um jede Gefahr der Entweihung oder Minimierung der Ehrfurcht zu vermeiden".
Darüber hinaus sagte Schneider, ein überzeugter Anhänger der traditionellen Liturgie der Kirche, daß das Streben nach der traditionellen Messe eine "Geste der Liebe" für den Nächsten und ein Akt der "Treue zur Heiligen Mutter Kirche" sei."

Quelle: M.Tosatti, Stilum Curiae, LifeSiteNews

 

Ist Sant´ Anselmo der Urprung des Krieges gegen die Traditionelle Lateinische Messe?

Luisella Scrosati kommentiert in La Nuova Bussola Quotidiana kritisch den Umgang der Hl. Stuhls mit der Traditionellen Lateinischen Messe, deren Ursprung sie in Sant´ Anselmo verortet.  
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 "DIE CLIQUE VON ST. ANSELMO FÜHRT DEN KRIEG GEGEN DIE ALTE MESSE"

Von Sekretärin Viola über die Untersekretäre García Macías und Marcjanowicz bis hin zu Ravelli und Midili, die die päpstlichen Feierlichkeiten leiten: Sie alle kommen aus dem Athenaeum Sant'Anselmo und bewegen sich nur in ideologischer Blindheit und Blindheit gegenüber der Realität. Sie sind es, die gegen die Alte Messe Krieg führen.

Jeder Mensch, auch wenn er intellektuell unbegabt ist, ist in der Lage zu verstehen, daß der Kreuzzug, der gegen den alten Ritus unternommen wird, von Traditionis custodes bis zum jüngsten Rescriptum, nichts anderes ist als ein Wunsch nach Rache, eine blinde und bittere Wut. Das ist eine einfache Beobachtung: Die katholische Kirche findet sich fast blutleer wieder, mit Bischöfen, die die Homosexualität preisen, "verwöhnten" Priestern, die Nonnen missbrauchen und von den höchsten Sphären geschützt werden, Klöstern, die gewaltsam geschlossen werden, Kirchen und Seminaren, die immer leerer werden, Katholiken, die vor der Kirche fliehen.

Wenn wir Polen ausschließen, liegt die Teilnahme an der Messe in westlichen Ländern mindestens wöchentlich deutlich unter 50%: Italien liegt beschämend bei 34%, aber das scheint im Vergleich zu Spanien (27%), Österreich (17%), Deutschland (14%) und den beiden Nachzüglern, Frankreich und den Niederlanden, sogar einen guten Eindruck zu machen, wo nicht einmal einer von zehn Katholiken zur Sonntagsmesse geht.

Mit diesem Szenario gedenkt das Dikasterium des Gottesdienstes, Zeit und Ressourcen zu verschwenden, um auf diejenigen einzuhämmern, die zur Messe gehen, aber nach einem Ritus, der ihnen nicht sympathisch ist. In jedem Unternehmen wäre der Präfekt des oben genannten Dikasteriums, Monsignore Arthur Roche, auf der Stelle entlassen worden: nicht nur unfähig, den Markt wiederzubeleben, sondern auch inkompetent genug, um die wenigen gesunden Zweige zu sterilisieren.

Im Nachhinein ist das einzige Problem von Roche, der falsche Mann am falschen Ort zu sein, was keine leichte Aufgabe ist. Seine radikale liturgische Unvorbereitetheit ist kein Geheimnis; aber zu dieser Zeit war der einzige freie Ort, um geweihten Mitglieder zu platzieren, die Gottesdienst- Kongregation, der von Kardinal Sarah geräumt wurde; und so musste Roche dorthin gesetzt werden, wie ein Bootsmann, der dem Verband der Bergführer vorsteht.

Das Ergebnis ist, daß andere den Gottesdienst lenken; und diese anderen haben alle ein gemeinsames Merkmal: sie kommen aus dem Päpstlichen Athenaeum von Sant'Anselmo. Angefangen beim Sekretär, Msgr. Vittorio Viola, der dort seit 2000 Liturgie unterrichtete und immer noch als Professor für sakramentale Liturgie unterrichtet. Viola hat als Dozentin das Recht, am Schulrat teilzunehmen, ein Recht, das ein Problem des Interessenkonflikts aufwirft. Dann die beiden Untersekretäre, Msgr. Aurelio García Macías und Msgr. Krzysztof Marcjanowicz, beide mit Doktortitel in Liturgie von Sant'Anselmo; Macías ist immer noch Lehrer. Eine ausgesprochen ungewöhnliche Situation in einem Dikasterium der Römischen Kurie, wo die verschiedenen theologischen, philosophischen und liturgischen Schulen vertreten sein sollten und das stattdessen an der Spitze von der Clique von Sant'Anselmo abgeschottet wird. Durch seine ehemaligen Studenten und Professoren in Spitzenpositionen im Gottesdienst übt der Sant´ Anselmo einen einseitigen Einfluss auf die Liturgie weltweit aus und knüpft viel zu enge Beziehungen zur Kurie, fruchtbarer Boden für persönliche Eskalationen im Namen der "Dienste" für die heilige Kirche.

Aber die Invasion von Sant'Anselmo ist noch größer. Als Nachfolger von Msgr. Guido Marini, der zum Bischof geweiht und in die Leitung der Diözese Tortona berufen wurde, finden wir den Brianza-Monsignore Diego Giovanni Ravelli, ebenfalls mit einer Lizenz und einem Doktortitel in Sant'Anselmo. Und dann durfte das liturgische Amt des Vikariats Rom nicht fehlen. Seit 2011 Direktor und verantwortlich für die liturgischen Feiern der Diözese (seit 2019), ist der Karmeliter P. Giuseppe Midili, ein großer Freund von P. Marko Ivan Rupnik, ebenfalls Lizentiat und Doktor an der Universität, wo er ordentlicher Professor für Liturgische Seelsorge ist.

Midilis Fall wirft auch Fragen über die Einhaltung der Statuten von St. Anselmo selbst auf, die nach Veritatis Gaudium, 29, vorsehen, daß "um 'stabil' zu sein [...] Die Lehrkräfte müssen von Aufgaben frei sein, die mit ihren Forschungs- und Lehraufgaben unvereinbar sind." Um ehrlich zu sein, gibt es auch andere Persönlichkeiten, von denen kaum gesagt werden kann, daß sie dieses Prinzip respektieren: P. Francesco De Feo, Abt des Klosters Grottaferrata, P. Stefano Visentin, Abt von Praglia und S.E. Msgr. Manuel Nin, Apostolischer Exarch von Griechenland und Bischof von Carcabia.

Für diese Herren von Sant'Anselmo muss die Liturgie etwas sehr Theoretisches gewesen sein, denn sie können der Realität, die unsere Kirchen heimsucht, nicht ins Auge sehen; und auch etwas sehr Ideologisches, angesichts der blinden Wut auf Jugendliche, Kinder, Familien, die in ihren Köpfen alle unter dem Etikett "Gegner des Konzils" landen, nur weil sie den alten Ritus lieben.

Christophe Dickès, französischer Historiker und Journalist, Bruder des Dichters Damien, versucht, diese Schreibtischliturgiker zurück zur Realität zu bringen, mit einem großartigen Artikel, der in den Kolumnen von Le Figaro erschien. Dickès weist darauf hin, daß das Problem dieses Pontifikats die kleine traditionalistische Welt zu sein scheint, die in Frankreich, wo sie besonders weit verbreitet ist, etwa 4% der Katholiken ausmacht; Daher "eine Minderheit innerhalb einer Minderheit". Eine Minderheit wird offensichtlich als subversiv angesehen, weil diejenigen, die Teil davon sind, gefährlicherweise "ihren Kindern Katechismus beibringen, indem sie die zehn Gebote und Gebete lernen, die Katholiken kennen müssen", und mit erheblichen Opfern versuchen, ihre Kinder vor der "Cancel Culture" zu bewahren, indem sie sie auf Privat- oder Elternschulen schicken, die selbst finanziert werden müssen.

Diese Familien lieben es, zur Alten Messe zu gehen. Alles snobistisch? Alles antikonziliar? Alle Lefebvristen? In der Tat wollten diese Personen nach den Priesterweihen von 1988 "ihre Treue zum Heiligen Stuhl zeigen und ihre geistlichen Bedürfnisse bekunden, wie es das kanonische Recht erlaubt (Can. 212 § 2)". Treue, die heute mit soliden Ohrfeigen zurückgezahlt wird.

Aber was finden sie in der Messe im alten Ritus? Dort, räumt Dickès ein, gibt es "eine Vertikalität und Heiligkeit", die in dem von Paul VI. gebilligten Ritus weniger offensichtlich ist. Darüber hinaus ist es entschieden ein "weniger klerikaler Ritus", ein Ritus, in dem jeder "Personalismus" verboten ist: Die Gläubigen beten von Angesicht zu Angesicht mit Gott", ohne daß der Priester behauptet, ihre Schnittstelle zu sein.

Es ist in der Tat merkwürdig, daß gerade während des Pontifikats, das die Synodalität zu seinem Fixpunkt gemacht hat - unter dem Motto "Vergrößert den Raum eures Zeltes"! - und Antiklerikalismus dessen Uniform ist,  sie betroffen sein sollen. Und das ohne jede Gnade. Niemand dachte daran, eine Delegation zu empfangen, um ihre Bitten anzuhören, um ihre Bedürfnisse zu befriedigen, wie es die Pflicht der Hirten ist. Nichts. Nur zwei Vertreter der St. Petrus-Bruderschaft wurden empfangen. "Was die Laien betrifft, so wurden die Mütter der Priester im Alter von 50 bis 65 Jahren, die 1500 km von Paris nach Rom gelaufen sind, um dem Stellvertreter Christi ein Bittgebet zu Füßen zu legen, nur 3 Minuten lang empfangen. 1500 Kilometer für eine Handvoll Sekunden".

Ein Verhalten, das die falsche Rhetorik offenbart, die jetzt in Rom zur Regel geworden ist: Es wird gesagt, daß jeder einen Platz in der Kirche finden muss, aber nicht die "Tridentiner"; es ist die Rede davon, die Laien zu schätzen, aber nicht diejenigen, die zur alten Messe gehen; sie drücken sich gegenseitig die Ellbogen, um zu zeigen, wie sehr Familien und Kinder geschätzt und geliebt werden, aber nur diejenigen, die zur "neuen Messe" gehen oder vielleicht nicht einmal einen Fuß in die Kirche setzen. Kein Willkommen, keine Gnade, kein Zuhören für diejenigen, die jede Woche den "Exerzitien" zuhören; in Bezug auf die lateinische Messe scheint es nur ein Gebot zu geben: "Erziehe sie um. Im Guten oder im Schlechten. Synodalität scheint in Mode zu sein, aber 'sie' haben nur ein Recht: das Recht, schweigend zu leiden", schließt Dickès.

Es scheint, daß es in Rom eine einzigartige Version des Gleichnisses vom verlorenen Sohn gibt, wo der Vater seinen älteren Sohn verjagt, weil er es leid ist, ihn immer bei sich zu haben."

Quelle: L. Scrosati, LNBQ

Dienstag, 28. Februar 2023

Musik am Abend

 "Einzug der Königin von Saba"  G.F. Händel

             

Fundstück

Peter Winnemöller berichtet für Die Tagespost über die Mahnung, die Nuntius Eterovic in Form einer Gruß-Botschaft den deutschen Bischöfen aus dem Vatican überbracht hat. 
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unter dem Titel:

"NUNTIUS ZEIGT BISCHÖFEN EINEN WEG DER UMKEHR"

Undiplomatische Klarheit prägte das Grußwort. Jedes „Weiter-so“ würde einen schismatischen Akt darstellen, den niemand wollen kann. 

beginnt der Bericht so:  ZITAT

"Das gestrige Grußwort des Nuntius an die Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz war undiplomatisch deutlich. Zwei Punkte enthielt das Grußwort, in denen es kein Ausweichen vor der Wirklichkeit der katholischen Kirche mehr geben dürfte. Da war zum einen die Betonung der Gültigkeit von "Ordinatio sacerdotalis", was alle bischöflichen Phantasien hinsichtlich der Möglichkeit der Priesterweihe für Frauen beenden sollte. Dem provokativen Versuch von Bischof Gerhard Feige, als Bischof einen Synodalen Rat für sein Bistum einzurichten, wurde nicht nur eine von höchster Stelle beauftragte Absage erteilt, es wurde auch erneuert, dass es niemandem erlaubt ist einen Synodalen Rat einzurichten."  (...)

Quelle: P. Winnemöller, Die Tagespost

Heute vor 10 Jahren...

Fr. Hunwicke spricht...

bei liturgicalnotes heute über die Quatember-Tage in der ersten Fastenwoche und ihre Ursprünge.  
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                           "QUATEMBERTAGE?"  

Diese erste volle Fastenwoche ist also eine Quatember-Woche!
Aber was bedeutet das?
Ursprünglich gab es nur drei Bußfasten-Zeiten: um Pfingsten, im September , im Dezember. Sie sind (vermute ich immer noch) aus den alten heidnischen Römischen Erntefesten entstanden. bzw. der Ernte von Korn, von Wein und von Öl. Es gab innerhalb dieser drei Wochen spezielle Messen an den Mittwochen, Freitagen und Samstagen

Aber ungleich zu neueren Erntefesten, waren das klar ernste Angelegenheiten. Die Gemeinde fastete! 

Das Fasten scheint zur Verbindung der Weihen mit den Quatember-Wochen geführt zu haben, weil es angemessen ist, sich dem Weihesakrament mit Gebet und Selbstverleugnung und sogar Exorzismen zu nähern. Die aktuellen Weihen sollen während der ganznächtlichen Vigil zwischen Samstag und Sonntag stattgefunden haben. Die niedrigen Weihen -gefolgt von den höheren Weihen wurden nacheinander in den Pausen zwischen den Lesungen verliehen. 

TRIA TEMPORA

Wie kommt es also, daß wir jetzt in dieser Zeit des Jahres eine Quatember-Woche haben? Wie verwandelten sich die Tria Tempora in Quattuor Tempera? [Drei Zeiten in vier Zeiten] . Immerhin sind der Februar und der März in unserer Nördlichen Hemisphäre keine Monate, die man sofort mit Ernte verbindet! 

Um das abzuschließen, habe ich versucht, einen Weg durch die Daten zu finden, die hauptsächlich der große Anglikanische Liturgist, Student und Bewunderer des Klassischen Römischen Ritus, Fr, G.G. Willis [Essays über die Frühe Römische Liturgie, 1964] bereitgestellt wurden. Und ich habe meine eigenen  wenigen Schlußfolgerungen gezogen ...Ich finde Talley nicht überzeugend."

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J. Hunwicke

 

Gedanken zum ersten Sonntag der Fastenzeit

Fr. J. Zuhlsdorf veröffentlicht bei OnePeterFive Gedanken zur Fastenzeit und zum ersten Sonntag dieser Zeit. Hier geht´s zum Original:  klicken

"DER ERSTE SONNTAG DER FASTENZEIT:  EINE WEGGABELUNG DER STRASSE EURES LEBENS"

Wie Pius Parsch in "Kirchenjahr der Gnade" schrieb:

Die nächsten sechs Wochen können gut die wichtigste Zeit des Jahres sein. 

Warum  könnte das so sein? 

Heute sind wir ungeschliffene Rekruten, Ostern werden wir erprobte Soldaten sein.

Wie kommen wir von hier nach da? Indem wir in der Einheit Christi bleiben. Parsch gibt uns ein hilfreiches Bild, das auf dem Evangelium dieses Sonntags basiert.

In der Lesung zum 1. Sonntag der Fastenzeit hören wir die Perikope darüber, wie der Feind Christus nach den 40 Tagen in der Wüste dreimal versucht. Versuchungen und ihre Zurückweisungen durch den Herrn, den neuen Adam, rekapitulieren die Elemente der Versuchung unser Voreltern im Garten, die Wurzeln aller anderen Sünden, die der Johannes als die "Lust des Fleisches, die Lust der Augen und den Stolz des Lebens" zusammen faßt. Die Frucht im Gartens war zu gut zu essen, ein Entzücken für die Augen und sie würde sie so weise machen, als ob sie Gott seien. Sie wurden versucht und sie fielen darauf herein und wollten ihren Appetit stillen, Besitz ergreifen von dem, was sie sahen und voller Stolz sein auf das, was sie getan hatten. 

Zurück zu Parsch: 

"Das Evangelium zeigt und Christus in einer doppelten Rolle, als Büßer und als Krieger. Zuerst folgen wir ihm als dem Büßer par excellence in die Wüste der Selbstverleugnung, um mit ihm für vierzig Tage zu fasten. Unser Fasten wird spirituelle fruchtbar sein, wenn wir es in Einheit mit ihm halten, wenn es eine Erweiterung seines Fastens ist...

Das Fasten Christi bildet einen Teil Seines Erlösungswerkes; auch für uns  trägt die vierzigtägige Bußzeit zu Seiner Mission, das Königreich Gottes auf Erden zu errichten, bei. Di nächsten sechs Wochen können sehr wohl die wichtigsten des Jahres sein. 

Unser Erlösergeht als Krieger vor uns her. Wir sehen den Göttlichen Helden an drei Fronten siegreich. Zwei Fürsten stehen sich gegenüber, der Fürst dieser Welt und der König in Gottes Königreich. Der Fürst dieser Welt bietet seine ganze Armee auf: die Welt und ihren Glanz, die Hölle, das Ego mit seiner unersättlichen Wünschen. Aber Christus geht als Sieger hervor. 

Die antiken Römischen Katechumenen hörte das oben erwähnte Evangelium in ihrer Kathedrale, San Giovanni in Laterano, auch bekannt als Basilika des Heiligen Erlösers. 

Montag, 27. Februar 2023

Christliche Kunst

Mosaik in der Basilika Santa Maria Maggiore in Rom

Fr. Hunwicke spricht...

bei liturgicalnotes heute über die Salbung und das Salb-Öl bei englischen Krönungen...
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               KRÖNUNGEN....ENGLISCHE SALBUNG

Legg wieder..."In den Tagen der Englisch-Französischen Rivalität war der Ruhm der Könige von Frankreich, die mit diesem vom Himmel gesandten Öl [von Clovis] gesalbt wurden, eine Quelle großer Eifersucht für den König von England und wir finden Spuren einer Rivalitätsgeschichte unter Edward II, die unter Richard II in der detaillierten Legende mündete, daß die Hl. Jungfrau dem Hl, Thomas von Canterbury - während er im Exil war- eine Phiole mit Öl für die Krönung des Königs von England gab. Es soll so aussehen, als habe Richard den Gedanken gehabt habe mit dem Öl aus dieser Phiole ein zweites mal gesalbt zu werden, die wundersamerweise und opportun im Tower gefunden wurde, aber vor seiner Absetzung wurde nichts derartige getan.  Für Heinrich IV war die Entdeckung der Phiole ein Gottesgeschenk. Angesichts der Schwäche seines Anspruchs auf den Thron, hätte er im Verbleich zu Richard großes Prestige gewonnen, wenn er hätte sagen können, daß er mit dem Öl aus der Ampulle des Hl. Thomas gesalbt wurde, sein Rivale dagegen nicht. Die Phiole wurde deshalb in einem goldenen Adler deponiert..."

Ich frage mich ob dieses Öl auch bei den Krönungen  von Bullen (Boleyn) und der bei Tudors beiden Töchtern verwendet wurde. Gegenstände, die mit Bischof Bekyt verbunden waren, mögen sich in den Jahren zwischen 1532 und 1552  sich großer Beliebtheit erfreuten. Vielleicht wurde einfaches Chrisam benutzt. 

Nach der Großen Rebellion schlossen die Königsmörder die adlerförmige Ampulle in die Entsorgung der bei Krönungen benutzten Gegenstände ein (deshalb mußte während der Restauration ein neuer Adler hergestellt werden.)

Heutzutage weihen die meisten Anglikanischen Diözesanbischöfe die üblichen Öle und wahrscheinlich Chrisam bei den Krönungen. Oder vielleicht fahren sie mit der früheren Anglikanischen Sitte fort, am Morgen der Krönung das Öl speziell von einem Bischof weihen zu lassen, der Mitglied des Westminster Kapitel ist. 

Weiß das jemand? "

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J. Hunwicke