Dienstag, 9. Dezember 2014

Vor 150 Jahren: "Quanta Cura"

Am 8.12.1864, also gestern vor genau 150 Jahren, übergab der Sel.Papst Pius IX seine Enzyklika "Quanta Cura" dem Klerus und den Gläubigen der Katholischen Kirche. Sie beginnt so:



                                       "Ehrwürdige Brüder, Gruß und Apostolischen Segen!"
"Mit wie großer Sorge und pastoraler Wachsamkeit  haben die Römischen Päpste, Unsere Vorgänger, die ihnen von Christus, dem Herrn selbst, in der Person des seligsten Apostelfürsten, des hochheiligen Petrus, anvertrauten Aufgabe und Amtspflicht, die Lämmer und Schafe zu weiden, erfüllt, und niemals aufgehört, sorfältig die gesamte Herde des Herrn mit den Worten des Glaubens zu nähren, sie mit der heilsamen, unverletzten Lehre zu tränken und vertraut zu machen, und sie von vergifteten Weiden fernzuhalten, ist allen und besonders Euch, Ehrwürdige Brüder, wohlbekannt und offenkundig. 
Und wirklich, diese Vertreter und Verteidiger der erhabenen katholischen Religion, der Wahrheit und der Gerechtigkeit, Unsere Vorgänger, kannten in ihrer großen Fürsorge um das Heil der Seelen kein wichtigeres Anliegen, als mit ihren höchst weisen Hirtenbriefen und Konstitutionen alle Irrlehren und Irrtümer aufzudecken und zu verurteilen, die im Widerspruch zu unserem Göttlichen Glauben, zur Lehre der Katholischen Kirche, zur Reinheit der Sitten und zum ewigen Seelenheil der Menschen stehen, und die oft wütende Stürme entfesselt und sowohl Kirche als auch Staat auf elende Weise gequält haben. Deswegen haben unsere Vorgänger mit apostolischer (Seelen)Kraft stets den schändlichen Unternehmungen böser Menschen widerstanden, die wie tobende Meereswellen  aus ihrer eigenenVerwirrung heraus schäumten, Freiheit versprachen, obwohl sie Sklaven der Korruption sind, und die durch ihre trügerischen Meinungen und äußerst schädlichen Schriften versuchten, das Fundament der Katholischen Religion und der Zivilgesellschaft auszuradieren, jede Tugend und Gerechtigkeit unter den Menschen auszutilgen, die Menschen und besonders die unerfahrenen Jungen in die Schlingen des Irrtums zu führen und sie am Ende von der Katholischen Kirche loszureißen. (......)"




 

Montag, 8. Dezember 2014

Wir sind dabei

Am 28. Februar 2015:        TAG DES GEBETES FÜR BENEDETTO MIT BENEDETTO

Eingebetteter Bild-Link
gefunden bei LaVigna del Signore

Maria Immaculata

Hier der Text der Ansprache, die der Heilige Vater, Benedikt XVI, am 8.12. 2009 auf der Piazza di Spagna hielt:   klicken

                         
Er begann so:

"Im Herzen der christlichen Städte ist die sanfte und tröstliche Gegenwart Marias zu spüren. Einfühlsam schenkt sie Frieden und Hoffnung in den heiteren und traurigen Augenblicken des Lebens. In Kirchen, in Kapellen, an Häuserwänden ruft ein Gemälde, ein Mosaik, eine Statue die Gegenwart der Mutter in Erinnerung, die stets über ihre Kinder wacht. Auch hier auf dem Spanischen Platz steht Maria hoch oben, gleichsam als wache sie über Rom.
Was sagt Maria der Stadt? Was ruft ihre Gegenwart allen in Erinnerung? Sie erinnert daran, daß dort, »wo die Sünde mächtig wurde, die Gnade übergroß geworden« ist (Röm 5,20), wie der Apostel Paulus schreibt. Sie ist die Unbefleckte Mutter, die auch den Menschen unserer Zeit sagt: Habt keine Angst, Jesus hat das Böse besiegt; er hat es an der Wurzel besiegt und uns von dessen Herrschaft befreit." (.....)

Und wir waren am 8. Dezember 2012 in Rom dabei, beim Angelus und nachmittags auf der Piazza di Spagna    klicken


        



                         



                         



                         

Sonntag, 7. Dezember 2014

Der Emeritus gibt der FAZ ein Interview

Nein, nicht der FAZ-Lehmann-Sprechpuppe Daniel Deckers , sondern Jörg Bremer. Überschrift:
"Ein Besuch bei Vater Benedikt"
Hier geht´s zum Original : klicken

Wie voll ist voll?

Oder wie man auf interessierter Seite  gezwungen ist, wegen eigener Vorgaben aus schwarz weiß und aus weiß schwarz zu machen......
Im nicht mehr so neuen Pontifikat gab und gibt es viel Neues, vom Amtsverständnis und Stil des Amtsinhabers, seiner Affinität zu Interviews mit Laienpresse & Atheisten, über das Engagieren außervaticanischer und außerkirchlicher Berater, PR-Manager und Fachleute der verschiedenen Art bis hin zum doch eher lässigen Umgang mit der Wahrheit gegenüber der Öffentlichkeit.
Auch in der Medienpolitik des Hl. Stuhls hat sich manches getan, während man zur Regierungszeit Benedikts XVI dazu neigte, wahrheitsgemäß zu infomieren, allerdings immer eher Erfolgreiches, Schönes, Positives herunterzuspielen. Bestes Beispiel: die immer falschniedrigen Teilnehmerzahlen bei den Generalaudienzen, da wurden nur die ausgegebenen Eintrittskarten gezählt-und Schluss.
Das hat sich jetzt grundlegend geändert.
Order an alles, was mit Medien zu tun hat: auf keinen Fall darf es auf dem Petersplatz leerer werden!
Dazu hat man sich schon allerlei wirklich Originelles einfallen lassen.
Eines aber ist ganz klar: jetzt rächt es sich, daß manche Medien und manche Vaticanisti oder andere Zeitgenossen, die sich dafür halten, die die -noch dazu gewohnheitsmäßig falsch niedrigen- Pilgerzahlen als Munition und zur gezielten Propaganda gegen Papa Benedetto einsetzten, die beweisen sollten, wie unpopulär er doch sei  (was wiederum als Bewertungsmaßstab für sein Pontifikat herhalten sollte)- jetzt stehen sie vor dem Phänomen abnehmender Teilnehmerzahlen, was ja eigentlich zur identischen Schlussfolgerung führen müßte- und deshalb jetzt auf Biegen und Brechen ignoriert, geleugnet, lügenhaft schöngeredet und manipuliert werden muß.
Wir haben kein Mitleid mit ihnen, diese Grube in der sie (z.B. die Herren Politi und Vatileaks-Nuzzi, der allerdings längst wieder in dem Nirwana verschwunden ist, aus dem er nie hätte auftauchen sollen, unsere deutschen Kommentatoren dieser Spezies erwähnen wir gar nicht erst, weil denen auch noch die geringsten Qualifikationen fehlen) jetzt herumzappeln, haben sie sich selber gegraben. Wohl bekomm´s!

Lesen wir was "Le cronache di Papa Francesco" dazu schreibt:    hier im Original   klicken
Hier in unserer Übersetzung:

                                            "Macht diesen Platz nicht leer!"
 "Die Medien können zurEvangelisierung genutzt werdem, aber sie können sich auch als sehr gefährlich erweisen, besonders, wenn sie vom Todfeind unseres Heils benutzt werden.
Es ist kein Zufall, daß Marschall McLuhan immer daran erinnert hat, daß der Fürst der Welt ein großer Kommunikator ist.
Es ist daher gut, zwischen medialer Popularität und der Verehrung durch das Volk zu unterscheiden.
Seit ungefähr einem Jahr hören die Unterstützer ("Tifosi") des Papstes nicht mehr auf, zu wiederholen, daß die Kritiken ungerechtfertigt sind, weil die Plätze voll sind. Nun gut, wir haben den Zustrom der Gläubigen zu den Mittwochs-Katechesen in den letzten beiden Jahren verfolgt und dabei mehrere interesssante Dinge entdeckt.

Einen gesegneten 2. Advent!

Aus Erbil 
Auch wenn viele von ihnen in Zelten leben- sie haben Kerzen davor gestellt-und sie wollen nicht auf eine Krippe verzichten-die sie auch in einem Zelt aufgebaut haben, "denn für sie war kein Platz in der Herberge". Ein Bild christlichen Glaubens und christlicher Hoffnung.

   
hier klicken und sich wirklich freuen


     




Samstag, 6. Dezember 2014

Kardinal Barbarin kehrt in den Irak zurück

Frankreich hat Kardinal Barbarin-und wir Kardinal Kasper (dazu Näheres von der Tiberente: klicken)

Die Website der Katholischen Kirche der Rhône-Region veröffentlicht folgenden Text    klicken


                                             
           "Warum wir wieder in den Irak aufbrechen"
Vom 5. bis 7.Dezember begibt sich eine Delegation aus Lyon, ungefähr 100 Personen, unter der Führung von Kardinal Barbarin im Rahmen der Partnerschaft der Diözesen Mossul und Lyon nach Erbil im Irak zu den Flüchtlingen und Vertrieben.

Hier die Botschaft Kardinal Barbarins:
"Am 5.Dezember brechen wir für 48 Stunden wieder in den Irak, nach Erbil auf. Es handelt sich um eine neue Etappe der Partnerschaft, die unsere Diözese im vergangenen Juli mit der Stadt Mossul begründet hat, weil die Zahl der Vertriebenen und Flüchtlinge sich immer noch in einer Zehntausender Größenordnung bewegt und der Winter härter wird...und weil der 8. Dezember und somit das Fest der Unbefleckten Empfängnis näher kommt.

Es ist eine sensible  und wichtige Reise, die ich dem Gebet aller anvertraue, besonders jenen religiösen Gemeinschaften, Pfarreien, Bewegungen und Vereinigungen unserer Diozese und auch allen, die es wünschen.
Wir werden mit ungefähr 100 freiwilligen Personen losfliegen, die sich der diözesanen Delegation anschließen oder sie begleiten wollen. Für jeden von ihnen erfordert das ein persönliches und finanzielles Engagement, weil alle ihre Kosten selbst tragen ( und die, die mehr bezahlen können, denen geben, die nicht soviel haben)

Wir werden beten. Nicht nur für unsere Brüder im Irak, weil das viele von uns schon seit den letzten Monaten tun, aber mit ihnen beten, zusammen, in einer Art Pilgerschaft, bei der wir Seite an Seite gehen.
Wir werden sehr bereichert werden- ich weiß es- durch die Teilnahme an ihrer Liturgie, ihrer Tradition, ihrer Spiritualität, und indem wir ihre Glaubenszeugnisse hören.

Freitag, 5. Dezember 2014

Aufdeckung der stillen Apostasie- die Mission von Papst Franziskus?

 "Ein Pontifikat, das die stille Apostasie zum Vorschein bringt? "
Unter diesem Titel hat Enrico Cattaneo  sich Gedanken gemacht zur Bilanz, die A. Riccardi im Corriere della Sera primär zur Türkei-Reise des Papstes und sekundär für sein bisheriges Pontifikat, insbesondere im Hinblick auf die Synode, zog.    
Hier geht´s zum Originaltext bei la Nuova Bussola Quotidiana :     klicken

Schloss A.Riccardi vom Corriere della Sera aus dem unvermuteteten Ausgang der -na sagen wir mal "stürmischen" Synode, daß "der Papst sich als europäischer Führer" (?) qualifiziert und daß "die Synode gezeigt habe, daß die christliche Lehre veränderbar sei, weil der Pontifex sicher keine zweiteilige Synode einberufen hätte, damit beim Thema Familie alles beim Alten bleibe, man werde trotz des Fehlschlages der Kasper-Thesen nie mehr so über Familie sprechen wie vorher...."alle erwarten eine Veränderung, eine Öffnung....",  kommt Enrico Cattaneo zu einem anderen Fazit.

Enrico Cattaneo dazu:
"Man hört ihn (Riccardi) sagen, der Papst habe nicht zwei Familien-Synoden einberufen, damit das "Bestehende wiederholt werde" , alle würden "eine Veränderung  und Öffnungen" erwarten.
Was ist "dieses Bestehende" ?
Wenn das Bestehende die Doktrin sein soll, -da haben alle gesagt und es auch wiederholt, daß "an die Doktrin nicht gerührt wird". Dann ist also das Bestehende die Praxis. Aber es ist  kein Geheimnis, daß seit "Humanae Vitae" von Papst Paul VI (1968) die Akzeptanz des Lehramtes, sei es durch die Theologen oder die Hirten, schwierig geworden ist und die Praxis sich von der Doktrin entfernt hat.
Erinnern wir uns, daß es bereits während des Pontifikates von Johannes Paul II eine Familiensynode gab (1980)-der die apostolische Exhortation "Familiaris Consortio " folgte. Danach gab es 1983 eine "Charta der Rechte der Familie" und 1984 einen Brief an die Familien.

Heute hat die vor der Synode verschickte Umfrage eine sicher nicht beruhigende Situation abgebildet.
Es gibt eine faktische Spaltung zwischen der Moraldoktrin der Kirche und ihrer effektiven Rezeption.
Das meiner Meinung nach Beunruhigenste ist nicht so sehr die mangelnde Befolgung der Doktrin ( es war immer ermüdend, den Normen der Moral Folge zu leisten), sondern sie als etwas zu betrachten, das man in positivem Sinn neu bedenken könne. 

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Stand der Kommandant der Schweizer Garde den falschen Leuten im Wege?

Eine Frage, die sich manch einer stellt. Um vielleicht etwas Licht  ins merkwürdige Halbdunkel dieser neuen vorweihnachtlichen Personalentscheidung, deren Begründung: "zu rigide" so gar nicht zum sonst alles verzeihenden  "who am I to judge?" des regierenden Pontifex passt, könnte vielleicht ein Interview, das sein Vorgänger Elmar Mäder im Januar dieses Jahres der "Schweiz am Sonntag" gab, nützlich sein.
The Tablet und das blog rorate caeli machen sich auch so ihre Gedanken:          klicken

So schreibt Hanna Roberts in The Tablet
                    "Pope calls time on 'rigid' Swiss Guards chief"
"Der Papst hat dem Kommandanten der Schweizer Garde den Marschbefehl erteilt.
Hauptmann Daniel R. Anrigs 5-Jahres-Dienstzeit war im August 2013 verlängert worden, läuft aber jetzt am 31. Januar aus.
Man glaubt, daß Franziskus mißfallen habe, daß Kommandant Anrig beschloss, in ein großes Apartment über der Kaserne zu ziehen.
Auch wolle Franziskus, daß Truppe weniger militärisch, aber die Gardisten würden ihren Anführer als zu rigide einschätzen."

Soso, das Apartment,"warum war die Tatsache, dass er zu rigide sei, ein Problem?" fragt sich rorate caeli und wir mit ihnen. Da es bisher keine wirklich überzeugende Begründung für diesen Schritt gibt, kann man sich natürlich auch fragen, ob Kommandant Anrig- wie sein unmittelbarer Vorgänger Elmar Mäder- mit seinen strengen Manieren und seiner Rigidität einigen mächtigen Gruppen-besser gesagt einer mächtigen Gruppe im Wege stand."

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Die Orthodoxen: "Schöne Gesten, kein Schritt vorwärts"


Isabelle de Gaulmyn kommentiert im blog "la croix" die Demutsgeste des Papstes und seine Bitte um den Segen des Patriarchen. Hier geht´s zum Original     klicken

"Warum der Patriarch von Konstantinopel Papst Franziskus  nicht segnen wollte"
Warum bloß wollte der Patriarch von Konstantinopel den Papst nicht segnen?
Viele haben zwar diese unglaubliche Geste des Bischofs von Rom gesehen hat, der sich niederbeugt und um den Segen bittet, aber nur wenige haben bemerkt, daß der Patriarch sich in Wirklickeit weigerte und statt dessen in einer gefühlvollen Geste seinen Kopf küßte.

                             

Eine vergebliche Bitte
Ist es Schüchternheit? Ist es  Zurückhaltung? Nein, ohne jeden Zweifel war der Patriarch von dieser Bitte überrascht. Die war übrigens vergeblich: und sie wurde zu einer Gelegenheit für den Nachfolger Roms (Konstantinopel) fast 1000 Jahre nach dem Großen Schisma von 1054 zu zeigen, daß er sich weigert, sich anderen christlichen Kirchen unterzuordnen und zu glauben, daß einzig die römisch- katholische Kirche, die volle Wahrheit besitzt. Wir erinnern uns an Papst Paul VI, der in einer unvorhergesehenen Geste vor dem Abgesandten des Patriarchen Dimitrios, dem Metropoliten Meliton, niederkniete und ihm die Füße küßte.

Dienstag, 2. Dezember 2014

Der Fall "Team Bergoglio" & das Konklave 2013, die Geschichte geht weiter.

Die bemühten Versuche der Sala Stampa, das Thema " Lobbying beim Konklave 2013" aus der Öffentlichkeit verschwinden zu lassen, wollen nicht gelingen.
Marco Tosatti in La Stampa zum Thema Konklave 2013     klicken

DER FALL "TEAM BERGOGLIO" 
"Etliche Websites der angelsächsichen Welt haben in den vergangenen Tagen einen "Fall" veröffentlicht, der sich auf die von Austen Ivereigh geschriebene Papst-Franziskus-Biographie, bezieht, die in Italien bei Mondadori unter dem Titel "Zeit der Barmherzigkeit. Leben des Jorge Mario Bergoglio" erscheint.
Hier also die Geschichte dieses merkwürdigen Falles, in dessen Zentrum die Wochen vor dem Konklave 2013 stehen.

Im Buch wird bekräftigt, daß eine bestimmte Gruppe von Kardinälen, die der Autor "Team Bergoglio" nennt, sofort nach dem Rücktritt Benedikts XVI damit begann, ein Netz zu spinnen, um den Erzbischof von Buenos Aires auf dem Thron Petri zu installieren.

Diese Sache wurde vom Daily Telegraph veröffentlicht und in der Folge von diversen Web-Sites übernommen.
Prämisse: beim Konklave von 2005, das zur Wahl Benedikts XVI führte, hatte ein Teil der Kardinäle für Bergoglio gestimmt, der möglicherweise so viele Stimmen auf sich vereinigte, daß er die Wahl Ratzingers hätte verhindern können. Eben dieser Bergoglio habe dann gebeten, aufzuhören für ihn zu stimmen.

Austen Ivereigh ist kein "Herr Niemand" in der katholischen Welt. Er hatte bedeutende Posten in der katholischen Zeitung "Tablet" inne, war Pressereferent eben des Kardinals Murphy O´Connor und arbeitet jetzt mit Jack Valero bei "Catholic Voices", einer Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, in GB, Spanien und Mexiko wahrheitsgemäße Informationen über die Katholische Kirche zu verbreiten.

Was da im Daily Telegraph geschrieben wurde, bringt ein Problem mit sich: es widerspricht den Regeln des Konklaves, bekräftigt durch "Universi Dominíci Gregis", Nr. 81.

Die Parabel vom Rücktritt und den Freunden, die keine waren


rorate caeli beschäftig sich noch einmal mit Dr. Austen Ivereighs in seinem Buch ("The Great Reformer. Francis and the Making of a Radical Pope") veröffentlichten Thesen- zum Ende des Pontifikates Papst Benedikts XVI, zur Sedisvakanz und dem Verlauf von Praekonklave und Konklave 2013.
Hier geht´s zum Originaltext    klicken

 Die im Buch aufgestellten und vom Daily Telegraph aufgegriffenen Behauptungen einer schon sehr früh einsetzenden, intensiven Lobby-Arbeit zugunsten Kardinal Bergoglios durch eine wohlorganisierte Gruppe von Kardinälen haben natürlich großes Aufsehen erregt, zumal sie zeitnah zum Socci-Buch-das die Rechtmäßigkeit der Bergogliowahl bestreitet- veröffentlicht wurden.
Dass die im Buch genannten Purpurträger ein solches Tun bestreiten, wundert nicht wirklich,  aber es stellt sich die Frage nach ihrer Glaubwürdigkeit. Daß Kardinal Kasper glatt lügt, wenn er es für erforderlich oder opportun hält, hat er kürzlich anläßlich der Afrika-Affäre & dem Audio-Mitschnitt dazu eindrucksvoll bewiesen, für die Herren Daneels und Lehmann, möchte man wohl auch die Hände nicht bedingungslos ins Feuer legen.
rorate meint, nun wäre die Stunde guter Rechercheure gekommen....
Hier der rorate-caeli Text:

"Ein Mangel an investigativem Journalismus über den Rücktritt und das Konklave und eine sehr  wichtige Parabel, um unsere Freunde in den Medien zu erleuchten"

"Die allerneueste Geschichte, daß die Bergoglio-Lobby bereits 2005 während des Konklaves sehr aktiv, eine Operation der sanften Überzeugung im Präkonklave 2013 durchführte, zeigt, wie einseitig die Mainstream-Medien das aktuelle Pontifikat betrachten, was sie daran hindert, sich dafür zu engagieren, was sie am besten können, weil sie dafür das nötige Personal und die entsprechenden Ressourcen haben: investigativen Journalismus betreiben!
Ja, es ist wahr und wohlbekannt, wie Dr. Austen Ivereigh in seinem neuen Buch behauptet, daß das Team Bergoglio vor dem Konklave in voller Aktion war, angeführt von mehreren stark mit den Wünschen des verstorbenen Kardinals Martini verbundenen Personen, der Bergoglio 2005 als liberalen Fahnenträger vorgestellt hatte


Montag, 1. Dezember 2014

Kardinal Walter K. macht eine Szene

Der italienische blogger von "papale-papale", eng vernetzt u.a. mit Vaticanisti wie Tosatti und dem Kulturphilosophen Colafemmina und als Gesprächspartner vieler Priester und Prälaten bestens informiert über das Tun und Sprechen in Oltretevere,  hat in seiner Internet-Zeitung  "Qelsi" noch eine kleine Episode aus der Synode nachgetragen:
Einen Auftritt der besonderen Art, der Kardinal Kasper fast bühnenreif gelang.
Es geht noch einmal um die Kontroverse Kasper-Burke über die Wahrheit und die Sakramente in der Synodenaula und das unselige Video vom noch unseligeren Kasper-Interview, in dem er seine Meinung über die afrikanischen Bischöfe kund tat.
Was trug sich also in der Synodenaula während einer Sitzungspause zu ?

Kardinal Kasper macht eine Szene

"Während Kardinal Burke mit den anderen Mitbrüdern zusammen sitzt, geht Kardinal Kasper vorbei, wendet sich ihnen wütend zu und sagt zu Burke: "Haben Sie das Video in Umlauf gebracht?" 
Burke dreht sich um und antwortet eiskalt: "Eminenz, Sie haben dieses Interview gegeben"
An diesem Punkt explodiert Kaspers Zorn und man weiß - in vino veritas- so auch im Kindermund "Das werde ich ihnen zeigen! Das werden Sie bezahlen! Das werde ich Bergoglio sagen"
Dieses "das werde ich Bergoglio sagen",- er sagt nicht Heiliger Vater, er sagt Bergoglio. Als ob er sagt: meinem Freund, einer der unseren... cosa nostra. Ja, es ist alles ihre cosa nostra, auch die Kirche scheint eine Art Immobilie in ihrem Besitz geworden zu sein, wie die Sakramente, die Wahrheit: und sie behandeln sie nach ihrem Gutdünken. Und besonders in Deutschland- nach Bezahlung."

Und dann fügt der blogger mit Blick auf Kasper hinzu, daß man wohl anderen das zutraut, was man selber tut, und dass man im Vatican immer gemunkelt habe, er, Kasper, sei es gewesen, der damals das Williamson-Video so zeitgerecht in die Öffentlichkeit lanciert habe.
Quelle :www.qelsi.it,  Antonio M.Mastino

Heute vor 7 Jahren : Advent 2007 - "Der Mensch ist die einzige freie Kreatur"

am 30.11..2007  Vigil zum 1. Advent:  

                             

Hier der deutsche Predigtext. klicken

"Der Advent ist die Zeit der Hoffnung schlechthin. Jedes Jahr erwacht diese grundlegende Geisteshaltung im Herzen der Christen, die – während sie sich auf die Feier des hohen Festes der Geburt Christi, des Heilands, vorbereiten – die Erwartung seiner glorreichen Wiederkunft am Ende der Zeiten lebendig werden lassen. Der erste Abschnitt des Advents betont gerade die »parousia«, das letzte Kommen des Herrn. Die Antiphonen dieser Ersten Vesper sind alle mit verschiedenen Nuancen auf diese Perspektive hin ausgerichtet. Die kurze Lesung aus dem ersten Brief an die Thessalonicher (5,23–24) bezieht sich ausdrücklich auf das endgültige Kommen Christi, indem sie gerade den griechischen Begriff »parousia«, benutzt (Vers 23). Der Apostel ermahnt die Christen, sich unversehrt zu bewahren, vor allem aber ermutigt er sie dazu, auf Gott zu vertrauen, der »treu ist« (Vers 24) und es nicht daran fehlen lassen wird, die Heiligung all jener zu erwirken, die seiner Gnade entsprechen." (.....)

Quelle:La Santa Sede, crLEV

Einen Tag vorher hatte er der Kirche und der Welt die Enzyklika "Spe salvi facti sumus" übergeben, die mit ihrer Hoffnungsthematik natürlich gut in die Adventszeit paßte.
Hier der Text der Enzyklika:   klicken

Unbehagen im italienischen Klerus. Nicht nur im italienischen...!

Wer wie wir viel in den italienischen blogs und bei den italienischen Vaticanisti mitliest, hat es schon bemerkt: im italienischen Klerus hat sich eine immer stärker zunehmende Unruhe und zunehmendes Unbehagen ausgebreitet. Aber das Situationsbild, das die so aktive und lebendige Priesterschaft der Appenninhalbinsel zeigt, trifft auch auf viele andere Ländern zu- ist In Italien vielleicht nur ausgeprägter, weil die Kirche in Italien immer noch einen ganz anderen Stellenwert hat als beispielsweise in DBK-Deutschland, wo der Maßstab die Zustimmung und der Applaus der Medien und bestimmter Lobbys ist, dem dann notfalls auch die Lehre und die Tradition untergeordnet werden. Was Cascioli schreibt, gilt auch für die Katholische Kirche der anderen Länder.
Die Synode war wohl eine Art Wendepunkt. Der offene Aufruhr der Bischöfe in der Synodenaula war wie ein Startsignal dafür, daß seither im gesamten Klerus der Appenninhalbinsel über das sich ausbreitende Unbehagen am aktuellen Pontifikat, speziell der permanenten Priesterschelte, gesprochen wird- vorher traute man sich nicht. Da ist von Verwirrung, Desorientierung und Demotivierung die Rede,..... ratsuchend schriftlich und mündlich weitergegeben

Riccardo Cascioli  in einem Artikel bei La Nuova Bussola Quotidiana zur augenblicklichen Stimmungslage des italienischen Klerus.  Hier geht´s zum Original:   klicken
Beitrag vom 28.11.2014

" Die sogenannten Straßenprediger - langsam greift das Einheitsdenken um sich."

"Vor einigen Tagen haben wir über die Magenschmerzen des italienischen Episkopates gesprochen, aber heute sieht es so aus, als habe sich die Malaise auf den gesamten Klerus ausgeweitet. Und ja, wegen einer gewissen Malaise bei vielen ihrer Mitbrüder, ob der in den letzten Tagen mit lauten Fanfarenstößen angekündigten Meldung, daß die 4 sogenannten Straßenpriester, Don L.Ciotti, Don V. Albanesi, Don G.Rigoldi, Don M. Patriciello  im TV-Sender RAI in der Sendung "Nach seinem Bilde"  Bibeltexte kommentieren und interpretieren werden. Neid?
Sicher nicht: außer für diese 4 und wenige andere, ist es nämlich so, daß normalerweise Priester nicht den dringenden Wunsch haben, im Fernsehen aufzutreten. Weil sie an der Würde ihres Priestertums festhalten.

Und dann stellen wir uns vor, was die tausenden von Priestern empfunden haben müssen, die 20, 30 oder 50 Jahre Hl. Messe hinter sich haben, die niemals die Straßen oder "Peripherien" gesucht haben, sondern in ihren Straßen und in ihrer Umgebung geblieben sind, wo sie das Volk Gottes mit Herz und Verstand- und nach Anweisung ihrer jeweiligen Bischöfe- begleitet haben.