Marco Tosatti macht sich bei Stilum Curiae Gedanken über die jüngsten päpstlichen Ernennungen für den Bereich der vaticanischen Kommunikation.
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"WARUM DIE ERNENNUNG TORNIELLIS "AD NUTUM" (auf "einen Wink") DURCH DEN PONTIFEX EINE GUTE SACHE IST "
"Gestern hat- wie Sie wissen- der Papst zwei wichtige Ernennungen vorgenommen: die des neuen Direktors des "L´Osservatore Romano", Andra Monda, und als neuen Posten, der im Statut des Kommunikationssekretariates noch nicht vorgesehen war, die eines verantwortlichen Redaktionsdirektors, der Andrea Tornielli anvertraut wurde, der bis heute Koordinator bei "Vatican Insider" war, einer durch Inspiration durch den Leiter des derzeitigen ENI-Büros, Marco Bardazzi, auf Anregung des Direktors Mario Calabresi entstandenen journalistischen Schöpfung an der Seite von" La Stampa".
Diese Ernennungen scheinen mir eine positive Sache zu sein. Sei es wegen des professionellen Prestiges von Andrea Monda, sei es wegen der Klarheit, die uns so auf dem Gebiet der Information erreicht. Dank dieser außerordentlichen Nominierung - die man seitens des Pontifex als "Wink" definieren könnte -wie es im gegenwärtigen Regime häufiger vorkommt- in einem Augenblick in dem es sich um persönliche Rollen handelt, die in den Strukturen nicht vorgesehen sind, könnte der Kollege Tornielli eine Arbeit vollenden, von der viele in den vergangenen Jahren vermutet haben, es gehe um die Berichterstattung einer unabhängigen Zeitung und die Wiederherstellung von Unparteilichkeit in Bezug auf die Materie, mit der er sich beschäftigte. Eine Unparteilichkeit, deren Brüchigkeit diese Nominierung jetzt enthüllt hat.
Der Aufbruch Torniellis zu seiner neuen Aufgabe befreit mich von den Skrupeln, die ich bisher hatte-und von der Loyalität gegenüber einer Zeitung, für die ich gearbeitet habe, von einigen interessanten Episoden zu erzählen.
Die erste fand im Herbst 2014 statt. Damals - als Giulio Anselmi Direktor von "La Stampa" war-, war ich Autor eines viele Jahre zuvor entstandenen Blogs- "San Pietro e Dintorni" - Ich arbeitete sowohl mit La Stampa als auch mit Vatican Insider zusammen. Der blog war auf der home-page von Vatican Insider verlinkt; wie das auch auf andere Kollegen zutraf. Eines Tages habe ich gemerkt, daß es die Verlinkung nicht mehr gab und ich bat ihn um eine Erklärung.
Das geschah während der ersten turbulenten Familiensynode. Und Dank einiger Kontakte, die ich in der Synoden-Aula hatte, erschien bei "San Pietro e Dintorni" eine Wiedergabe der Arbeiten und Dynamik, die sich sehr von der Patina des offiziellen Zuckergusses unterschied. Tornielli kam nach Rom und sagte mir- im Wesentlichen- daß das, was ich schrieb, Schwierigkeiten mit dem Staatssekretariat verursachen würde (…)
Donnerstag, 20. Dezember 2018
Dienstag, 18. Dezember 2018
Offener Brief eines Priesters an Erzbischof Viganò
Rorate Caeli veröffentlicht heute den Brief, den der Priester R.G.Cipolla an Erzbischof Viganò geschrieben hat, in dem er ihn auffordert, aus dem selbstgewählten Exil zurückzukehren und sein Wissen über die Vorgänge in der causa McCarrick und den damit verbundenen Skandalen bekannt zu geben. Hier geht´s zum Original: klicken
"EIN BRIEF AN ERZBISCHOF VIGANÒ: TEMPUS ADEST- DIE ZEIT IST GEKOMMEN!"
"Lieber Erzbischof Viganò,
ich- als Priester der Römisch-Katholischen Kirche- schreibe Ihnen diesen Brief in der Adventszeit, in dieser Zeit des Wartens, der Erwartung, dieser Zeit der Farbe Lila, die uns auffordert, die Bedeutung des Kommens Jesu Christi in diese Welt der Sünde und des Todes zu bedenken, diese Dinge in der dunkelsten Zeit des Jahres zu bedenken, in der die Dunkelheit das Licht zu überwältigen scheint.
Es ist die liturgische Zeit, in der Johannes der Täufer seine Rolle als Vorläufer Christi so machtvoll annimmt. Es ist Johannes der Täufer, der sich auf diese Rolle vorbereitet, indem er in die Stille und die Wildnis geht, um sich selber in dieser Stille zu finden, in der Gott verweilt und dann flammend aus der Wüste kommt und Reue und Umkehr zum Herrn fordert, in einer Identifikation dessen, wer der Herr in der Person Jesu Christi ist.
Ich schreibe Ihnen diesen Brief, um Sie zu bitten, ihr selbstauferlegtes Exil zu beenden und aus der Wüste der Stille herauszukommen und direkt zu denen zu sprechen, die absichtlich die Wirklichkeit der Korruption in der Kirche ignorieren und ihren profanen Gebrauch des Schweigens bloßzustellen. das auf zynische Weise das Schweigen Christi vor Pontius Pilatus nachzuäfft.
Die Reaktion Roms war, Ihre Briefe zu ignorieren oder Sie persönlich anzugreifen und schließlich zur Antwort des Schweigens zu greifen.
Ihr Schweigen war ohrenbetäubend und ihr Bluff der Stille waren erfolgreich darin, alle Diskussionen nicht nur Ihrer drei Briefe, sondern auch die Diskussion des schrecklichen Unbehagens in der Kirche selbst zu blockieren.
Das den us-amerikanischen Bischöfen bei ihrem kürzlichen Treffen in Baltimore auferlegte, kastrierende Schweigegebot hatte die gewünschte Wirkung. Die Bischöfe konnten nicht einmal zustimmen, dem Papst die harmlose Bitte zu schicken, das Material zur Verfügung zu stellen, das Rom zum McCarrick-Skandal besitzt.
Debolezza triste, mancanza di corragio. (Traurige Schwäche, Mangel an Mut)
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Benedikt XVI Pontifex emeritus,
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Blick über den Tellerrand,
das Böse,
der tägliche Grusel,
Kardinäle,
Klartext,
Mißbrauch,
Ökumene
Breaking....
zwei Ernennungen im Vatican:
Papst Franziskus hat heute Prof. Andrea Monda als Direktor des "Osservatore Romano" ernannt.
Monda ist Autor des Buches "Gesegnete Demut. Die einfachen Tugenden Joseph Ratzingers" / Ed. Lindau.
Und Andrea Tornielli, "inoffizieller Sprecher des Pontifex" und Vaticanist, wurde zum Direktor des Kommunikations-Dikasteriums ernannt.
Catholic Sat. kommentiert das so: "Er hat versucht den früheren Nuntius Viganò zu diskreditieren, indem er juristische Streitigkeiten der Familie Viganò benutzte und so dessen Memorandum abzuweisen. Für diese Bemühungen ist er jetzt belohnt worden."
Kein schöner Gedanke, wohl aber ein realistischer....
Quelle: Catholic Sat , & La Vigna del Signore
Papst Franziskus hat heute Prof. Andrea Monda als Direktor des "Osservatore Romano" ernannt.
Monda ist Autor des Buches "Gesegnete Demut. Die einfachen Tugenden Joseph Ratzingers" / Ed. Lindau.
Und Andrea Tornielli, "inoffizieller Sprecher des Pontifex" und Vaticanist, wurde zum Direktor des Kommunikations-Dikasteriums ernannt.
Catholic Sat. kommentiert das so: "Er hat versucht den früheren Nuntius Viganò zu diskreditieren, indem er juristische Streitigkeiten der Familie Viganò benutzte und so dessen Memorandum abzuweisen. Für diese Bemühungen ist er jetzt belohnt worden."
Kein schöner Gedanke, wohl aber ein realistischer....
Quelle: Catholic Sat , & La Vigna del Signore
Tosatti zum Geheimprozess gegen Kardinal Pell
Marco Tosatti kommentiert heute in La Nuova Bussola Quotidiana den Geheimprozess gegen Kardinal G.Pell, der in Contea im Bundesstaat Victoria/Australien mit einem Schuldspruch gegen den Purpurträger endetet und ein sehr seltsames Licht auf das Rechtsverständnis der federführenden Staatsanwaltschaft wirft. und nicht nur ihn dazu veranlaßt, dem Prozess das Attribut "kafkaesk" zuzuschreiben.
Hier geht´s zum Original: klicken
"PELL VERURTEILT? DAS GEHEIMNIS EINES KAFKAESKEN PROZESSES"
"Die Hypothese, daß die Verurteilung von Kardinal George Pell ein beispielhafter Fall von juristischer Unmoral und antiklerikaler und antikatholischer Gefühle im Australien des 3. Jahrtausends ist, ist alles andere als Phantasie. Auch weil die Staatsanwaltschaft des Staates Victoria ein altes viktorianisches juristisches Instrument- das totale black-out- über den Prozess verhängt hat, wofür sie im ganz Land verurteilt wurde.
Es war unmöglich die Beschuldigungen zu erfahren, unmöglich die Beweise kennen zu lernen, unmöglich das eine oder andere zu diskutieren.
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"PELL VERURTEILT? DAS GEHEIMNIS EINES KAFKAESKEN PROZESSES"
"Die Hypothese, daß die Verurteilung von Kardinal George Pell ein beispielhafter Fall von juristischer Unmoral und antiklerikaler und antikatholischer Gefühle im Australien des 3. Jahrtausends ist, ist alles andere als Phantasie. Auch weil die Staatsanwaltschaft des Staates Victoria ein altes viktorianisches juristisches Instrument- das totale black-out- über den Prozess verhängt hat, wofür sie im ganz Land verurteilt wurde.
Es war unmöglich die Beschuldigungen zu erfahren, unmöglich die Beweise kennen zu lernen, unmöglich das eine oder andere zu diskutieren.
Andererseits können die Staatsanwälte, wenn - wie im Fall von Pell - eine erste Jury ihn freigesprochen hat, um Wiederaufbereitung mit einer anderen Jury bitten, bis sie das gewünschte Urteil erhalten. Nachdem die Nachricht über ein schuldiges Urteil gegen den australischen Kardinal George Pell auf inoffizielle Weise aufgetaucht ist, wird in Australien und anderswo über die Integrität eines Prozesses, der unter dem Schleier eines journalistischen Blackouts stattfand, diskutiert.
Der Kardinal wurde am 11. Dezember in fünf Anklagepunkten wegen des sexuellen Missbrauchs von zwei Jungen verurteilt, die als Ministranten am Altar dienten, als er Ende der 1990er Jahre Erzbischof von Melbourne war.
Das einstimmige Urteil folgte auf einen früheren Prozess. Die katholische Nachrichtenagentur CNA behauptet, aus mehreren Quellen zu wissen, daß der mit 10 gegen zwei Stimmen mit einem "nicht schuldig" Urteil geendet habe. Der Staatsanwalt forderte jedoch sofort ein neues Gerichtsverfahren mit neuen Geschworenen. Im Februar 2019 wird es ein zweites Gerichtsverfahren geben, in dem der Kardinal, Staatssekretär für die Wirtschaft im Vatikan, sich wegen weiterer Missbrauchsvorwürfe aus den 70-er Jahren verantworten muß (er habe während eines Wasserballspiels die Genitalien eines Jungen berührt) Er war damals einfacher Priester in Ballarat.
Das Gericht von Contea im Staate Victoria hat eine Nachrichtensperre über den Prozess verhängt. Das heißt, daß weder das Geschehen bei den Anhörungen noch der Ausgang des Prozesses von den Ortsmedien abgedeckt werden konnte noch landesweit über elektronische Medien. Folge war, daß es keinerlei Diskussion über die Anklagepunkte noch über die Verteidigung Pells gab.
Wer diese Anordnung verletzte, konnte auf Anordnung wegen Missachtung des Gerichts verfolgt werden.
A. Gagliarducci zum Stand der Kurienreform
In seiner wöchentlichen Kolumne bei "Monday in the Vatican" analysiert und kommentiert A.
Gagliarducci den Stand der Dinge bei der Kurienreform und ihren offensichtlichen Stillstand.
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"PAPST FRANZISKUS - DIE REFORM AM SCHEIDEWEG"
"Es ist offiziell: das letzte Treffen des Kardinalsrates, wo wie Papst Franziskus ihn ursprünglich gestaltet hat, fand im September statt. Es gab eine Reihe von Hinweisen: in der letzten Pressseveröffentlichung des Treffens wurde vom "fortgeschrittenen Alter" einiger der Mitglieder und der Notwendigkeit weiterhin über die Zusammensetzung des Rates nachzudenken, gesprochen; die Ernennung von Msgr. Marco Mellino zum Bei-Sekretär des Rates; und die Schlußmitteilung, dieden Fortschritt der Reform zeigte.
Wie es in diesem Pontifikat üblich ist, wurde das Ende des "alten" Kardinalsrates nicht durch eine institutionelle Entscheidung getroffen, sondern durch eine innere Entscheidung. Der Kardinalsrat ist eine Tatsache und wird wahrscheinlich in die neue Apostolische Konstitution "Praedicate Evangelium" aufgenommen, die die Struktur und die Kompetenzen der Römisschen Kurie neu definieren wird. Ihre zukünftige Zusammensetzung aber muß erst noch festgelegt werden. Wird sie alle Kontinente repräsentieren? Wird es eine spezifizierte Quote von Kardinälen aus Rom geben, um einen kleinen Rat zu haben, der sich schnell versammeln kann, um in Kollegialität mit dem Papst Entscheidungen zu treffen? Werden die Kardinäle des Rates neun sein, oder wird die Zahl der Mitglieder erweitert? Bis jetzt ist nichts entschieden worden. Papst Franziskus hat einfach drei der Mitglieder des Kardinalsrates für die Arbeit gedankt, die bisher gemacht worden ist: Laurent Mosengwo Pasinya, der dieses Jahr auch als Erzbischof von Kinshasa zurückgetreten ist, weil er die Altersgrenze überschritten hat;
Gagliarducci den Stand der Dinge bei der Kurienreform und ihren offensichtlichen Stillstand.
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"PAPST FRANZISKUS - DIE REFORM AM SCHEIDEWEG"
"Es ist offiziell: das letzte Treffen des Kardinalsrates, wo wie Papst Franziskus ihn ursprünglich gestaltet hat, fand im September statt. Es gab eine Reihe von Hinweisen: in der letzten Pressseveröffentlichung des Treffens wurde vom "fortgeschrittenen Alter" einiger der Mitglieder und der Notwendigkeit weiterhin über die Zusammensetzung des Rates nachzudenken, gesprochen; die Ernennung von Msgr. Marco Mellino zum Bei-Sekretär des Rates; und die Schlußmitteilung, dieden Fortschritt der Reform zeigte.
Wie es in diesem Pontifikat üblich ist, wurde das Ende des "alten" Kardinalsrates nicht durch eine institutionelle Entscheidung getroffen, sondern durch eine innere Entscheidung. Der Kardinalsrat ist eine Tatsache und wird wahrscheinlich in die neue Apostolische Konstitution "Praedicate Evangelium" aufgenommen, die die Struktur und die Kompetenzen der Römisschen Kurie neu definieren wird. Ihre zukünftige Zusammensetzung aber muß erst noch festgelegt werden. Wird sie alle Kontinente repräsentieren? Wird es eine spezifizierte Quote von Kardinälen aus Rom geben, um einen kleinen Rat zu haben, der sich schnell versammeln kann, um in Kollegialität mit dem Papst Entscheidungen zu treffen? Werden die Kardinäle des Rates neun sein, oder wird die Zahl der Mitglieder erweitert? Bis jetzt ist nichts entschieden worden. Papst Franziskus hat einfach drei der Mitglieder des Kardinalsrates für die Arbeit gedankt, die bisher gemacht worden ist: Laurent Mosengwo Pasinya, der dieses Jahr auch als Erzbischof von Kinshasa zurückgetreten ist, weil er die Altersgrenze überschritten hat;
Javier Franciscco Errazuriz überwältigt vom Mißbrauchsskandal in Chile; und George Pell, der vor einem Jahr nach Australien zurückkehrte, wo er sich einem schwierigen Prozess stellt.
Kardinal Pell wurde an der Spitze des Wirtschaftssekretariates nicht ersetzt. Das ist ein Zeichen dafür, daß Papst Franziskus ihm vertraut. Kardinal Pell hat die Altergrenze überschritten, man hatte erwartet, daß er bis zum Alter von 77 Jahren im Amt bleiben würde, aber wahrscheinlich wird er nicht ersetzt, bevor nicht zumindest der erste Teil der juristischen Situation geklärt ist. Ihn jetzt zu ersetzen, würde bedeuten, daß der Hl. Stuhl an die Vorwürfe gegen ihn glaubt, oder sie zumindest als legitim akzeptiert. Am Ende zeigt der Papst Vertrauen in Kardinal Pell.
Montag, 17. Dezember 2018
Fr. Hunwicke spricht....
bei liturgicalnotes heute über "churchmanship", was man im weitesten Sinn auch mit Tradition übersetzen kann, in der Kirche des amtierenden Pontifex´. Hier geht´s zum Original: klicken
"CHURCHMANSHIP"
[nach der Reformation] wurde die Päpstliche Kommunion wegen der protestantischen Herausforderungen neu gestaltet, enger und selbstbewußter als in der spätmittelalterlichen Kirche; aber die Breite und der Reichtum des organischen Lebens ist immer noch möglich, zugelassen durch die Existenz starker theologischer Spannungen mit einer einzelnen kirchlichen Körperschaft, mit in solchen Spannungen enthaltener Spontaneität und Vitalität, die immer zu theologischem und kirchlichem Denken führen.
Die viel kleineren und theologisch homogeneren Protestantischen Gemeinden auf dem Kontinent- jede durch das Denken eines master-minds modelliert, haben keine derartigen inneren Möglichkeiten, wie die Stagnation des orthodoxen protestantischen Denkens nach cirka 1570 im Ausland gezeigt hat. In den seltenen Fällen, in denen solche strikt theologischen Spannungen zwischen Protestanten entstanden, führten sie üblicherweise zu weiteren Schismen....
"Es ist historisch offensichtlich, daß sie [die Kirche der Gegenreformation] diesen Grundvorteil dem Festhalten am Papsttum verdankte...."
Genau. Ein anderer Weg das auszudrücken...ein ziemlich englischer Weg... wäre zu sagen, daß die Lateinische Kirche eine sehr breite Kirche war und eine reiche Vielfalt des "churchmanship" enthielt.
Im Ganzen ist das bis zum aktuellen Pontifikat wahr geblieben. Man muß sich nur an die von Traddies gegen den Hl. Johannes Paul II und Benedikt XVI geäußerte Kritik wegen einiger Ernennungen erinnern. Tagle ein Kardinal ?!?!?!
Es gibt viele Tragödien im aktuellen Pontifikat, aber es scheint mir, daß die beunruhigendste von ihnen die Verengung des Kirchenlebens ist, so daß nur zu einem "churchmanship" (ich hoffe, man verzeiht mir die anglikanische Terminologie) ermutigt wird;
Auf diesem blog neigte ich dazu, das Bergoglianismus zu nennen. Der wird sowohl bei Ernennungen
(d.h. der Kardinäle Cupich und Tobin in den USA) und dem Eifer bei der Annahme von Rücktritten von Bischöfen, die als abweisend wahrgenommen werden, im Gegensatz zu den Verzögerung bei der Ersetzung von "Bergoglianern" (z.B. Wuerl, der während ich dieses schreibe, immer noch die Diözese leitet) -wie kompromittiert sie auch immer sind.
Es ist anzunehmen, daß PF sich seiner eigenen Sterblichkeit bewußt ist und sich anstrengt, in der ihm gegebenen Zeit, zu tun, was er tun kann, um die Zukunft anzuordnen und einzugrenzen.
"Alte Männer in Eile, ihre liebsten Träume zu verwirklichen, können sehr kurzsichtig sein"*
Soviel hat einer seiner eigenen engen Mitarbeiter zu Beginn dieses Pontifikates zugegeben.
Aber PF verstehen, heißt nicht, ihn bei jedem großen Unglück zu entschuldigen, das er durch seine leichtfertige Brutalität und seine unverhüllte und enge Parteilichkeit über die lateinische Kirche bringt.
Der Römische Pontifex soll ein Vater - papa des Gottesvolkes- sein, nicht nur seiner eigenen Gefolgsleute.
*Das erste Zitat stammt aus dem Bericht "Katholizität" die dem Erzbischof von Canterbury 1947 von vierzehn Anglokatholiken einschließlich (der zukünftigen) Bischöfe Carpenter, Mortimer und Ramsay geschenkt wurde. Und TS Eliot! Der Report wurde von Dom Gregory Dix entworfen. Das zweite Zitat ist von Dix. "
Quelle: liturgicalnotes, Fr. J.Hunwicke
"CHURCHMANSHIP"
[nach der Reformation] wurde die Päpstliche Kommunion wegen der protestantischen Herausforderungen neu gestaltet, enger und selbstbewußter als in der spätmittelalterlichen Kirche; aber die Breite und der Reichtum des organischen Lebens ist immer noch möglich, zugelassen durch die Existenz starker theologischer Spannungen mit einer einzelnen kirchlichen Körperschaft, mit in solchen Spannungen enthaltener Spontaneität und Vitalität, die immer zu theologischem und kirchlichem Denken führen.
Die viel kleineren und theologisch homogeneren Protestantischen Gemeinden auf dem Kontinent- jede durch das Denken eines master-minds modelliert, haben keine derartigen inneren Möglichkeiten, wie die Stagnation des orthodoxen protestantischen Denkens nach cirka 1570 im Ausland gezeigt hat. In den seltenen Fällen, in denen solche strikt theologischen Spannungen zwischen Protestanten entstanden, führten sie üblicherweise zu weiteren Schismen....
"Es ist historisch offensichtlich, daß sie [die Kirche der Gegenreformation] diesen Grundvorteil dem Festhalten am Papsttum verdankte...."
Genau. Ein anderer Weg das auszudrücken...ein ziemlich englischer Weg... wäre zu sagen, daß die Lateinische Kirche eine sehr breite Kirche war und eine reiche Vielfalt des "churchmanship" enthielt.
Im Ganzen ist das bis zum aktuellen Pontifikat wahr geblieben. Man muß sich nur an die von Traddies gegen den Hl. Johannes Paul II und Benedikt XVI geäußerte Kritik wegen einiger Ernennungen erinnern. Tagle ein Kardinal ?!?!?!
Es gibt viele Tragödien im aktuellen Pontifikat, aber es scheint mir, daß die beunruhigendste von ihnen die Verengung des Kirchenlebens ist, so daß nur zu einem "churchmanship" (ich hoffe, man verzeiht mir die anglikanische Terminologie) ermutigt wird;
Auf diesem blog neigte ich dazu, das Bergoglianismus zu nennen. Der wird sowohl bei Ernennungen
(d.h. der Kardinäle Cupich und Tobin in den USA) und dem Eifer bei der Annahme von Rücktritten von Bischöfen, die als abweisend wahrgenommen werden, im Gegensatz zu den Verzögerung bei der Ersetzung von "Bergoglianern" (z.B. Wuerl, der während ich dieses schreibe, immer noch die Diözese leitet) -wie kompromittiert sie auch immer sind.
Es ist anzunehmen, daß PF sich seiner eigenen Sterblichkeit bewußt ist und sich anstrengt, in der ihm gegebenen Zeit, zu tun, was er tun kann, um die Zukunft anzuordnen und einzugrenzen.
"Alte Männer in Eile, ihre liebsten Träume zu verwirklichen, können sehr kurzsichtig sein"*
Soviel hat einer seiner eigenen engen Mitarbeiter zu Beginn dieses Pontifikates zugegeben.
Aber PF verstehen, heißt nicht, ihn bei jedem großen Unglück zu entschuldigen, das er durch seine leichtfertige Brutalität und seine unverhüllte und enge Parteilichkeit über die lateinische Kirche bringt.
Der Römische Pontifex soll ein Vater - papa des Gottesvolkes- sein, nicht nur seiner eigenen Gefolgsleute.
*Das erste Zitat stammt aus dem Bericht "Katholizität" die dem Erzbischof von Canterbury 1947 von vierzehn Anglokatholiken einschließlich (der zukünftigen) Bischöfe Carpenter, Mortimer und Ramsay geschenkt wurde. Und TS Eliot! Der Report wurde von Dom Gregory Dix entworfen. Das zweite Zitat ist von Dix. "
Quelle: liturgicalnotes, Fr. J.Hunwicke
"Vive le Christ, qui est roi des francs"- Rede Papst Pius X anläßlich der Seligspechung Johannas von Orléans.
Anläßlich des 110. Jahrestages Johannas von Orléans am 13. Dezember hat die Website "Ordo Die" die Rede veröffentlicht, die Papst Pius X vor einer französischen Delegation bei dieser Gelegenheit in Rom gehalten hat, veröffentlicht. Leider ist Frankreich- wie schon der Hl. Johannes Paul II bemerkte, seinem Taufversprechen trotz dieser päpstlichen Worte nicht treu geblieben.
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REDE VON PAPST PIUS X VOM 13. DEZEMBER 1908 AM TAG DER SELIGSPRECHUNG JOHANNAS VON ORLÉANS IN FRANKREICH
"Ich bin Ihrem großzügigen Herzen , dankbar, verehrter Bruder [Mgsr. Touchet, Bischof von Orléans], das sich wünscht, daß ich im Weinberg des Herrn arbeiten möge- immer im vollen Sonnenlicht, ohne Wolken und Stürme. Aber Sie und ich müssen die Entscheidungen der göttlichen Vorsehung bewundern, die die Kirche hier unten errichtet haben und ihr ermöglichen, auf ihrem Weg bedrohlichen Hindernissen jeder Art zu treffen.
Und der Grund dafür ist offensichtlich, weil die Kirche kämpferisch ist und deshalb in einem dauernden Kampf steht: einem Kampf, der die Welt zu einem lebenden Schlachtfeld macht und jeden Christen zu einem tapferen Soldaten, der unter dem Banner des Gekreuzigten kämpft; ein Kampf der- begonnen mit dem Leben unseres Allerheiligsten Erlösers- erst am Ende der Zeiten vollendet sein wird.
Und so müssen wir jeden Tag, wie die Krieger des Stammes Juda, die aus der Sklaverei zurück kehren, mit der einen Hand den Feind abwehren und mit der anderen die Mauern des Heiligen Tempels aufrichten; soll heißen, wir müssen an unserer Heiligung arbeiten.
Und diese Wahrheit wird uns durch diese Helden bestätigt, für die die Dekrete veröffentlicht wurden: Helden, die nicht nur dadurch zur Glorie gelangten- durch schwarze Wolken und Stürme- sondern auch durch den dauernden Widerstand und durch schwierige Versuchungen- bis zu dem Punkt ihr Blut und ihr Leben für den Glauben zu geben.
Ich kann jedoch nicht leugnen, daß ich sehr glücklich darüber bin, daß Gott mit der Glorifizierung so vieler Heiliger in Zeiten so großen Unglaubens und religiöser Indifferenz seine Barmherzigkeit manifestiert; daß in Zeiten so großer Charakterschwächen für unsere Nachahmung so großzügige Seelen präsentiert werden, die - in Bekräftigung ihres Glaubens- ihr Leben gegeben haben;
und daß diese Beispiele zum größten Teil- verehrter Bruder- aus Ihrem Land kommen, in dem zivile Herrscher offen das Banner der Rebellion entrollt haben und -koste es was es wolle- alle Verbindungen zur Kirche abbrechen wollten.
Ich bin glücklich, weil in einer Zeit, in der sich viele schämen, sich selbst Katholiken zu nennen, viele andere versuchen, Gott, Glauben, Offenbarung, Gottesdienst und Klerus zu zerstören, und alles mit höhnischer Pietätlosigkeit leugnen und es ins Lächerliche und Spöttische ziehen und nicht einmal das Heilige des Gewissens zu respektieren,
Angesichts dieser Manifestationen des Übernatürlichen jedoch, ist es- so sehr sie sich auch bemühen ihre Augen vor der Sonne, die sie erleuchtet, zu verschließen, unmöglich, daß ein göttlicher Strahl sie nicht durchdringt und - wenn sonst nichts- sie auf dem Weg der Reue zum Glauben zurückführt.
Ich bin glücklich, weil die Tugend dieser Helden die Schwachen und Ängstlichen in der Ausübung von -Lehre und Glaubens wiederbelebt und sie im Glauben stark macht. Mut hat de facto keine andere Daseinsberechtigung als auf einer Überzeugung zu beruhen. Wille ist eine blinde Kraft, wenn er nicht durch Intelligenz erleuchtet wird, auch kann man nicht sicherer durch die Dunkelheit gehen.
Aber die gegenwärtige Generation, die allen Unsicherheiten und Zweifeln eines Menschen, der mit der Dunkelheit kämpft aufweist, ist dieses ein kaltes Zeichen dafür, daß er das Wort Gottes nicht länger wertschätzt, das die Lampe ist, die unsere Schritte leitet und unsere Pfade erleuchtet," lucerna pedibus meis, verbum tuum et lumen semitis meis."
Sonntag, 16. Dezember 2018
Magister: Wie funktioniert das China-Vatican-Abkommen?
Sandro Magister analysiert und kommentiert bei Settimo Cielo die Auswirkungen des im September unterzeichneten, im Wortlaut bisher geheim gehaltenen Vatican-China-Abkommens - besonders auf die Chinesische Untergrundkirche, die sich vom Vatican verlassen fühlen darf.
Hier geht´s zum Original: klicken
"DAS CHINA-VATICAN-ABKOMMEN IST GEHEIM. NUR IN DER AKTUELLEN FORMULIERUNG. WIE ES FUNKTIONIERT."
Über das am 22. September unterzeichnete Abkommen zwischen dem Vatican du China ist nur gesagt worden, daß es die Ernennung von Bischöfen betrifft. Seine Inhalte wurden geheim gehalten.
Aber seither sind so viele Dinge passiert, daß nur allzu klar geworden ist, wie es funktioniert.
Kardinal Zen Ze-Kium, 88, ist extra von Hong-Kong nach Rom gereist, um Papst Franziskus persönlich einen leidenschaftlichen 7-seitigen Appell zur dramatischen Lage zu überreichen, in die die "Untergrund"-oder "Geheim"Kirche in China nach der Übereinkunft geraten ist.
Während für den anderen Teil der Chinesischen Kirche- die offizielle, von den Autoritäten in Peking anerkannte Seite alles den Weg des Regimes zu gehen scheint.
Die letzten 7 Bischöfe, die gegen den Willen Roms installiert wurden sind auch vom Papsrt anerkannt worden, der sie von der im Augenblick ihrer illegitimen Weihe in Kraft getretenen Exkommunikation befreit hat- ohne daß es ihrerseits irgendeine öffentliche Bitte um Vergebung gegeben hätte und trotz der Tatsache, daß zwei von ihnen Geliebte und Kinder haben.
Papst Franziskus ist sogar soweit eingeknickt, daß er die Eskommunizierung eines achten, im Januar 2017 verstorbenen Bischofs aufgehoben hat, der allein von der Regierung ernannt worden war, den Peking um jeden Preis rehablitiert sehen wollte.
Außerdem mußte der Papst die Entsendung keines anderen als der zuvor formal exkommunizierten B Bischofs, Guo Jincai, als Delegierter der Chinesischen Kirche zur Weltsynode im Oktober schlucken.
Die Ankündigung, daß er entsandt werden würde, wurde zuerst von der Chinesischen Regierung gemacht und erst hinterher hat der Papst ihn auf seine Gästeliste gesetzt.
Guo Jincai ist für das Regime seit Jahren der perfekte Mann. Er ist Mitglied der Chinesischen Volksversammlung, des Chinesischen Parlaments, vom Zentralkomitee der Kommunistischen Partei ernannt, und er ist Generalsekretär und Vizepräsident des Chinesischen Bischofsratesm, der Pseudo-Bischofskonferenz, die bis vor kurzem von Rom nie anerkannt wurde und die nur aus offiziell von der Regierung besteht und die gemäß des Abkommens dafür verantwortlich sein wird, den Papst mit den Namen aller zukünftigen Bischöfe zu versorgen, die vorher in demokratischer Wahl von den Repräsentanten der entsprechenden Diözesen gewählt werden und die alle von der Kommunistischen Partei vorgeschlagen und ausgebildet wurden.
Nach den Nachrichten vom China-Abkommen sagte Franziskus auf den Druck von Journalisten hin, daß der Papst m jedem Fall das letzte Wort haben will.
Aber nach dem, was bisher passiert ist ,stellt sich heraus, daß die, die das sprechen immer nur und ausschließlich die Chinesischen Autoritäten waren, während der Papst sich darauf beschränkte, jedesmal "Ja" zu sagen. Vielleicht sogar den Wünschen der anderen Seite zuvorzukommen , wie des mit der Errichtung der neuen Diözese von Chengde durch den Hl. Stuhl geschah, die am Tag der Unterschrift unter das Abkommen, bekannt gegeben wurde und ohne, daß irgendeine Erklärung dafür gegeben wurde.
Der Grund dafür wurde kurz darauf klar- mit der Übergabe dieser neuen Diözese an keinen andern als an Guo Jincai , den Entsandten des Regimes zur Synode. Die Grenzen dieser und er 96 anderen Diözesen wurden von Jahren von den Chinesischen Autoritäten in einseitiger Initiative festgelegt- durch eine Neukartierung der Grenzen der Provinzen und die "Verfütterung" der 137 Diözesen der Vatican-Karte an den Schredder.
Der Hl. Suhl hat das nie akzeptiert. Aber jetzt hat Papst Franziskus den ersten Schritt gemacht,
Das Ergebnis wird die Reduzierung der Zahl der Diözesen sein- mit dem schrittweisen Ausschluss der grob geschätzten 30 Untergrundbischöfe.
Auf die wurde nach Unterzeichnung des Abkommens der Druck sogar noch größer.
Einige von ihnen haben schon aufgegeben, wie der Bischof von Lanzhou, Han Zhuhai, dessen Akt der Unterwerfung zufällig mit seiner Beförderung zum Präsidenten der Örtlichen Patriotischen Chinesischen Vereinigung zusammen fiel, dem historischen Kontrollinstrument des Regimes über die Kirche, das bis vor kurzem vom Hl.Stuhl immer als mit der Katholischen Lehre unvereinbar beurteilt wurde, dem aber alle offiziellen Bischöfe zustimmen sollen.
Während andere widerspenstig bleiben, wie der Bischof von Wenzou, Shao Zhumin, der Mitte November von der Polizei verhaftet wurde, wegen "einer weiteren nutzlosen Indoktrinationsrunde an einem unbekannten Ort". Das ist das fünfte mal in den letzten zwei Jahren, daß er von den Chinesischen Machthabern verhaftet wurde, sodaß sogar die Deutsche Botschaft im Juni 2017 offiziell zu seiner Verteidigung protestiert hat.
Dieser Kirche des Widerstands hat Kardinal Zen mit seinem Appell an Franziskus eine Stimme gegeben, so daß dieser sich von Rom nicht verlassen fühlen muß. "
Quelle: Settimo Cielo, S. Magister
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"DAS CHINA-VATICAN-ABKOMMEN IST GEHEIM. NUR IN DER AKTUELLEN FORMULIERUNG. WIE ES FUNKTIONIERT."
Über das am 22. September unterzeichnete Abkommen zwischen dem Vatican du China ist nur gesagt worden, daß es die Ernennung von Bischöfen betrifft. Seine Inhalte wurden geheim gehalten.
Aber seither sind so viele Dinge passiert, daß nur allzu klar geworden ist, wie es funktioniert.
Kardinal Zen Ze-Kium, 88, ist extra von Hong-Kong nach Rom gereist, um Papst Franziskus persönlich einen leidenschaftlichen 7-seitigen Appell zur dramatischen Lage zu überreichen, in die die "Untergrund"-oder "Geheim"Kirche in China nach der Übereinkunft geraten ist.
Während für den anderen Teil der Chinesischen Kirche- die offizielle, von den Autoritäten in Peking anerkannte Seite alles den Weg des Regimes zu gehen scheint.
Die letzten 7 Bischöfe, die gegen den Willen Roms installiert wurden sind auch vom Papsrt anerkannt worden, der sie von der im Augenblick ihrer illegitimen Weihe in Kraft getretenen Exkommunikation befreit hat- ohne daß es ihrerseits irgendeine öffentliche Bitte um Vergebung gegeben hätte und trotz der Tatsache, daß zwei von ihnen Geliebte und Kinder haben.
Papst Franziskus ist sogar soweit eingeknickt, daß er die Eskommunizierung eines achten, im Januar 2017 verstorbenen Bischofs aufgehoben hat, der allein von der Regierung ernannt worden war, den Peking um jeden Preis rehablitiert sehen wollte.
Außerdem mußte der Papst die Entsendung keines anderen als der zuvor formal exkommunizierten B Bischofs, Guo Jincai, als Delegierter der Chinesischen Kirche zur Weltsynode im Oktober schlucken.
Die Ankündigung, daß er entsandt werden würde, wurde zuerst von der Chinesischen Regierung gemacht und erst hinterher hat der Papst ihn auf seine Gästeliste gesetzt.
Guo Jincai ist für das Regime seit Jahren der perfekte Mann. Er ist Mitglied der Chinesischen Volksversammlung, des Chinesischen Parlaments, vom Zentralkomitee der Kommunistischen Partei ernannt, und er ist Generalsekretär und Vizepräsident des Chinesischen Bischofsratesm, der Pseudo-Bischofskonferenz, die bis vor kurzem von Rom nie anerkannt wurde und die nur aus offiziell von der Regierung besteht und die gemäß des Abkommens dafür verantwortlich sein wird, den Papst mit den Namen aller zukünftigen Bischöfe zu versorgen, die vorher in demokratischer Wahl von den Repräsentanten der entsprechenden Diözesen gewählt werden und die alle von der Kommunistischen Partei vorgeschlagen und ausgebildet wurden.
Nach den Nachrichten vom China-Abkommen sagte Franziskus auf den Druck von Journalisten hin, daß der Papst m jedem Fall das letzte Wort haben will.
Aber nach dem, was bisher passiert ist ,stellt sich heraus, daß die, die das sprechen immer nur und ausschließlich die Chinesischen Autoritäten waren, während der Papst sich darauf beschränkte, jedesmal "Ja" zu sagen. Vielleicht sogar den Wünschen der anderen Seite zuvorzukommen , wie des mit der Errichtung der neuen Diözese von Chengde durch den Hl. Stuhl geschah, die am Tag der Unterschrift unter das Abkommen, bekannt gegeben wurde und ohne, daß irgendeine Erklärung dafür gegeben wurde.
Der Grund dafür wurde kurz darauf klar- mit der Übergabe dieser neuen Diözese an keinen andern als an Guo Jincai , den Entsandten des Regimes zur Synode. Die Grenzen dieser und er 96 anderen Diözesen wurden von Jahren von den Chinesischen Autoritäten in einseitiger Initiative festgelegt- durch eine Neukartierung der Grenzen der Provinzen und die "Verfütterung" der 137 Diözesen der Vatican-Karte an den Schredder.
Der Hl. Suhl hat das nie akzeptiert. Aber jetzt hat Papst Franziskus den ersten Schritt gemacht,
Das Ergebnis wird die Reduzierung der Zahl der Diözesen sein- mit dem schrittweisen Ausschluss der grob geschätzten 30 Untergrundbischöfe.
Auf die wurde nach Unterzeichnung des Abkommens der Druck sogar noch größer.
Einige von ihnen haben schon aufgegeben, wie der Bischof von Lanzhou, Han Zhuhai, dessen Akt der Unterwerfung zufällig mit seiner Beförderung zum Präsidenten der Örtlichen Patriotischen Chinesischen Vereinigung zusammen fiel, dem historischen Kontrollinstrument des Regimes über die Kirche, das bis vor kurzem vom Hl.Stuhl immer als mit der Katholischen Lehre unvereinbar beurteilt wurde, dem aber alle offiziellen Bischöfe zustimmen sollen.
Während andere widerspenstig bleiben, wie der Bischof von Wenzou, Shao Zhumin, der Mitte November von der Polizei verhaftet wurde, wegen "einer weiteren nutzlosen Indoktrinationsrunde an einem unbekannten Ort". Das ist das fünfte mal in den letzten zwei Jahren, daß er von den Chinesischen Machthabern verhaftet wurde, sodaß sogar die Deutsche Botschaft im Juni 2017 offiziell zu seiner Verteidigung protestiert hat.
Dieser Kirche des Widerstands hat Kardinal Zen mit seinem Appell an Franziskus eine Stimme gegeben, so daß dieser sich von Rom nicht verlassen fühlen muß. "
Quelle: Settimo Cielo, S. Magister
Freitag, 14. Dezember 2018
Fundstück
Paul Badde antwortet bei CNA auf die unsägliche aber klare Ansage des neu ernannten Bischofs von Hildesheim, daß der Mißbrauch in der DNA der Kirche verankert sei und diese nicht länger heilig. Als kleines Schmankerl setzte Wilmer noch hinzu, daß Eugen Drewermann ein Großer und ein verkannter Prophet sei....das läßt den staunenden Beobachter denken, daß wenn man durch sonst nichts glänzen kann, man am besten einen Eklat auslöst, Skandalöses, Kontroverses äußert und sich so die Aufmerksamkeit sichert.
Paul Badde will das Behauptete so nicht stehen lassen.
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Unter dem Titel:
Paul Badde will das Behauptete so nicht stehen lassen.
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Unter dem Titel:
"Einspruch, Herr Bischof, im Namen der Mutter!"
beginnt Paul Badde so:
"Heiner Wilmer, der vielversprechende neue Bischof von Hildesheim, hat der Mutter Kirche nun - im Interview mit dem "Kölner Stadt-Anzeiger" - bescheinigt, dass der Machtmissbrauch, wie er in den Missbrauchsfällen Minderjähriger zu Tage getreten sei, leider in ihrer DNA stecke, also in ihrer Desoxyribonukleinsäure, die all ihre Erbinformationen gespeichert hält. Das Böse in der DNA der Kirche!
Ja, sagt der Bischof. Deshalb dürfe sie auch nicht mehr länger als heilig verstanden werden. Aber das Böse in der DNA der "una sancta catholica et apostolica ecclesia", wie wir die Kirche seit dem Konzil von Nicäa im Jahr 325 verstehen, würde auch bedeuten, dass das Saatgut schlecht war. Demzufolge müsste also schon das Blut unseres Erlösers mit dem Bösen contaminiert gewesen sein, der die Kirche mit seinem Kreuzestod zur Vergebung der Sünden in die Menschheit eingepflanzt hat.
Das ist neu aus dem Mund eines Bischofs. (…)
Die Sache mit der DNA hingegen dürfen wir nicht stehen lassen, allein schon um der Muttergottes willen nicht, die an Weihnachten mit ihrem einzig geborenen, eingeborenen niederkam, dessen DNA wir den Worten des neuen Bischofs zufolge ja auch noch einmal ganz neu und kritischer begutachten müssten. (….)
Quelle: CNA, P. Badde
Ja, sagt der Bischof. Deshalb dürfe sie auch nicht mehr länger als heilig verstanden werden. Aber das Böse in der DNA der "una sancta catholica et apostolica ecclesia", wie wir die Kirche seit dem Konzil von Nicäa im Jahr 325 verstehen, würde auch bedeuten, dass das Saatgut schlecht war. Demzufolge müsste also schon das Blut unseres Erlösers mit dem Bösen contaminiert gewesen sein, der die Kirche mit seinem Kreuzestod zur Vergebung der Sünden in die Menschheit eingepflanzt hat.
Das ist neu aus dem Mund eines Bischofs. (…)
Die Sache mit der DNA hingegen dürfen wir nicht stehen lassen, allein schon um der Muttergottes willen nicht, die an Weihnachten mit ihrem einzig geborenen, eingeborenen niederkam, dessen DNA wir den Worten des neuen Bischofs zufolge ja auch noch einmal ganz neu und kritischer begutachten müssten. (….)
Quelle: CNA, P. Badde
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Sandro Magister in memoriam Robert Spaemann
Magister würdigt bei Settimo Cielo den Beitrag Robert Spaemanns zum zeitgenössischen Denken in der Kirche und seine Beurteilung der aktuellen Kirchenkrsie.
Hier geht´s um Original: klicken
"ROBERT SPAEMANN, DER LETZTE GROSSE KATHOLIASCHE PHILOSOPH"
"Er war der Philosoph, der Benedikt XVI, seinem Freund und Kollegen am nächsten stand. Er ist am 10. Dezember im Licht der Adventszeit im Alter von 91 Jahren gestorben.
Einige Zeilen weiter folgt ein Profil, das von einem seiner treuesten Schüler. Sergio Belardinelli, Professor für Soziologie der Kulturellen Entwicklung an der Universität Bologna und gelelehrter Koordinator des "Kulturprojekts" der Italienischen Bischofskonferenz in den Jahren der Präsidentschaft von Kardinal Camillo Ruini, skizziert wurde.
- Aber man muß festhalten, daß Spaemann sowohl Philosoph als auch Kirchenmann war, ein Katholik durch und durch, sehr streng mit den Tendenzen des aktuellen Pontifikates, besonders nach der Veröffentlichung von "Amoris Laetitia".
Sein letztes öffentliches Statement ragt aus seinen Urteilen über den derzeitigen Zustand der Kirche heraus.
"Papst Franziskus liebt die unzweideutige Klarheit nicht. Seine Antwort ist so mehrdeutig, daß jeder sie nach Gutdünken interpretieren kann und interpretiert. Er will nur Vorschläge machen.
"Aber Vorschlägen zu widersprechen, ist nicht verboten. Und meiner Meinung nach, sollte man ihnen energisch widersprechen."
"Papst Franziskus liebt es, jene, die seiner Politik kritisch gegenüberstehen, mit denen zu vergleichen, die auf dem Stuhl des Mose sitzen. Aber auf diese Weise kommt der Schuss zurück zu denen, die ihn abgefeuert haben. Das waren die Schreiber, die die Scheidung verteidigen und die Regeln darüber weitergeben. Die Jünger Jesu dagegen, waren über das strikte Verbot der Scheidung seitens des Meisters verstört."
"In der Kirche- von den Bischofskonferenzen bis zur letzten Pfarrei im Dschungel nehmen Unsicherheit, Ungewissheit und Verwirrung zu."
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"ROBERT SPAEMANN, DER LETZTE GROSSE KATHOLIASCHE PHILOSOPH"
"Er war der Philosoph, der Benedikt XVI, seinem Freund und Kollegen am nächsten stand. Er ist am 10. Dezember im Licht der Adventszeit im Alter von 91 Jahren gestorben.
Einige Zeilen weiter folgt ein Profil, das von einem seiner treuesten Schüler. Sergio Belardinelli, Professor für Soziologie der Kulturellen Entwicklung an der Universität Bologna und gelelehrter Koordinator des "Kulturprojekts" der Italienischen Bischofskonferenz in den Jahren der Präsidentschaft von Kardinal Camillo Ruini, skizziert wurde.
- Aber man muß festhalten, daß Spaemann sowohl Philosoph als auch Kirchenmann war, ein Katholik durch und durch, sehr streng mit den Tendenzen des aktuellen Pontifikates, besonders nach der Veröffentlichung von "Amoris Laetitia".
Sein letztes öffentliches Statement ragt aus seinen Urteilen über den derzeitigen Zustand der Kirche heraus.
"Papst Franziskus liebt die unzweideutige Klarheit nicht. Seine Antwort ist so mehrdeutig, daß jeder sie nach Gutdünken interpretieren kann und interpretiert. Er will nur Vorschläge machen.
"Aber Vorschlägen zu widersprechen, ist nicht verboten. Und meiner Meinung nach, sollte man ihnen energisch widersprechen."
"Papst Franziskus liebt es, jene, die seiner Politik kritisch gegenüberstehen, mit denen zu vergleichen, die auf dem Stuhl des Mose sitzen. Aber auf diese Weise kommt der Schuss zurück zu denen, die ihn abgefeuert haben. Das waren die Schreiber, die die Scheidung verteidigen und die Regeln darüber weitergeben. Die Jünger Jesu dagegen, waren über das strikte Verbot der Scheidung seitens des Meisters verstört."
"In der Kirche- von den Bischofskonferenzen bis zur letzten Pfarrei im Dschungel nehmen Unsicherheit, Ungewissheit und Verwirrung zu."
Fr. Hunwicke spricht....
heute bei liturgicalnotes über die Rolle von Ironie und Satire in der Katholischen Kirche und ihrer Mission. Er hält sie- wie die .hauptsächlich anglikanischen- Zeugen, die er benennt, für unerläßlich.
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"DAS ANGLIKANISCHE ERBE, DER SEL. JOHN HENRY NEWMAN UND DAS ARGUMENTUM AD HOMINEM"
Der Selige...wahrscheinlich bald Heilige...John Henry Newman, Patron unseres Englischen Ordinariates hat eine Beobachtung gemacht, die mir für das Ziel unseres Ordinariates von Bedeutung zu sein. Er lobte des Sel. Pius IX für die Wiederherstellung der Hierarchie 1850.
Aber ich denke, daß sie besonders für uns selbst zutreffen: "indem er uns eine eigene Kirche gibt, hat er den Weg bereitet für unsere Denkweise, unsere Art zu argumentieren, unseren eigenen Geschmack und unsere eigenen Tugenden, die so einen Platz und damit eine Heiligung in der Katholischen Kirche finden.
In seiner Besprechung von Ian Kers Biographie Newmans, nennt der absolute Meister der modernen anglikanischen Literatur, Henry Chadwick, Newman "den obersten Meister der Ironie und Satire unserer Literatur, wie es je einen gab". Es ist die große Gabe von Ironie und Satire, die Newman zuerst als Anglikaner entwickelte und dann in der Katholischen Kirche zur vollen Blüte gelangte, über die ich heute nachdenken möchte.
Die Fähigkeit Göttliches in der Form von Ironie und Satire zu tun, war keine Erfindung Newmans....man muß nur an den bewundernswerten Dean Swift denken....aber ich glaube, daß Newman sie sowohl formalisiert als auch in einer Form formuliert hat, die seitdem gute Dienste geleistet hat.
Sie ist vorrangig unter den Denkgewohnheiten, Denkweisen und Geschmäckern, die wir im Ordinariat in die volle Gemeinschaft mit Sankt Peter eingebracht haben. Sie ist ein Teil von uns; wir
nicht (nur) eine exzentrische Gruppe, der in seiner Güte der Hl.Stuhl eine ungewöhnliche Form des Römischen Ritus zugestanden hat
Wir haben eine Kultur, die uns niemand nehmen soll.
Uns auf eine Gemeinschaft zu reduzieren, die einfach eine bestimmte Liturgie ohne ihre damit verbundene Kultur hat, ist dieser Uniatismus, den die Orientalen zu Recht so wenig mögen und von den Katholischen Ökumenikern abgelehnt wird, die wissen wovon sie sprechen.
Der Sel. John Henry hat über seine kontroversen Gewohnheiten als junge Persönlichkeit geschrieben: "Ich war nicht unwillig einen Widersacher Schritt für Schritt an die Schwelle einer gewissen intellektuellen Absurdität zu ziehen und ihn dann sich selbst zu überlassen und zu sehen, ob er alein zurück findet...Ich benutzte Ironie in Unterhaltungen, wenn Tatsachen-Menschen nicht sehen konnte, was ich meinte."
Er beschreibt hier die ad-hominem-Argumentationsart im Streit, die von Locke als "einen Mann mit den Konsequenzen seiner eigenen Behauptungen oder Zugeständnisse zu drängen". Das war die Methode, die Origenes verwandte (nach dem Hl. Gregorius Thaumaturgus)
Sie (die Methode) wurde von einem anderen großen anglikanischen Ironiker und Satiriker, dem Anglo-Papistischen Benediktiner Dom Gregory Dix in den 1930-er Jahren zur Vollendung gebracht. Haben Sie gerade herausgefunden....Hurra!..., daß die frühen Päpste keine Jurisdiktion im modernen Sinn ausübten?
Dix wird Ihnen nicht widersprechen …. nicht so etwas Grobes. Er wird Ihnen zustimmen und dann seine Falle spannen: auch die Bischöfe taten das zu der Zeit nicht. Wenn Sie für die bischöfliche Jurisdiktion stimmen wollen, werden Sie die päpstliche nicht vermeiden können. Wenn Sie diese leugnen, haben Sie den bischöflichen Ast , auf dem Sie sitzen, absägen. Gestehen Sie- trottelig und widerstrebend zu, daß das I. Vaticanische Konzil den päpstlichen Primat in Worten des modernen kanonischen Rechts definiert hat, das es zur Zeit der Neuen Testaments nicht gab?
Dom Gregory wird Ihnen den Kopf tätscheln ...und dann fragen, wie Sie mit der Tatsache zurecht kommen, daß Nicäa die Natur Christi mit Worten der Griechischen Metaphysik definiert hat... für die es zu Zeiten des Schreiber des Neuen Testaments ebenfalls keinen Platz gab.
Dann war da- natürlich- Ronald Knox--der das Argument erforschte, daß Satire im Göttlichen Plan der Grund ist, warum uns Humor gegeben wurde: damit dem Pompösen die Luft herausgelassen werden konnte.
Hat es je eine Zeit gegeben, in der Satire in der Ecclesia Militans dringender benötigt wurde? "
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"DAS ANGLIKANISCHE ERBE, DER SEL. JOHN HENRY NEWMAN UND DAS ARGUMENTUM AD HOMINEM"
Der Selige...wahrscheinlich bald Heilige...John Henry Newman, Patron unseres Englischen Ordinariates hat eine Beobachtung gemacht, die mir für das Ziel unseres Ordinariates von Bedeutung zu sein. Er lobte des Sel. Pius IX für die Wiederherstellung der Hierarchie 1850.
Aber ich denke, daß sie besonders für uns selbst zutreffen: "indem er uns eine eigene Kirche gibt, hat er den Weg bereitet für unsere Denkweise, unsere Art zu argumentieren, unseren eigenen Geschmack und unsere eigenen Tugenden, die so einen Platz und damit eine Heiligung in der Katholischen Kirche finden.
In seiner Besprechung von Ian Kers Biographie Newmans, nennt der absolute Meister der modernen anglikanischen Literatur, Henry Chadwick, Newman "den obersten Meister der Ironie und Satire unserer Literatur, wie es je einen gab". Es ist die große Gabe von Ironie und Satire, die Newman zuerst als Anglikaner entwickelte und dann in der Katholischen Kirche zur vollen Blüte gelangte, über die ich heute nachdenken möchte.
Die Fähigkeit Göttliches in der Form von Ironie und Satire zu tun, war keine Erfindung Newmans....man muß nur an den bewundernswerten Dean Swift denken....aber ich glaube, daß Newman sie sowohl formalisiert als auch in einer Form formuliert hat, die seitdem gute Dienste geleistet hat.
Sie ist vorrangig unter den Denkgewohnheiten, Denkweisen und Geschmäckern, die wir im Ordinariat in die volle Gemeinschaft mit Sankt Peter eingebracht haben. Sie ist ein Teil von uns; wir
nicht (nur) eine exzentrische Gruppe, der in seiner Güte der Hl.Stuhl eine ungewöhnliche Form des Römischen Ritus zugestanden hat
Wir haben eine Kultur, die uns niemand nehmen soll.
Uns auf eine Gemeinschaft zu reduzieren, die einfach eine bestimmte Liturgie ohne ihre damit verbundene Kultur hat, ist dieser Uniatismus, den die Orientalen zu Recht so wenig mögen und von den Katholischen Ökumenikern abgelehnt wird, die wissen wovon sie sprechen.
Der Sel. John Henry hat über seine kontroversen Gewohnheiten als junge Persönlichkeit geschrieben: "Ich war nicht unwillig einen Widersacher Schritt für Schritt an die Schwelle einer gewissen intellektuellen Absurdität zu ziehen und ihn dann sich selbst zu überlassen und zu sehen, ob er alein zurück findet...Ich benutzte Ironie in Unterhaltungen, wenn Tatsachen-Menschen nicht sehen konnte, was ich meinte."
Er beschreibt hier die ad-hominem-Argumentationsart im Streit, die von Locke als "einen Mann mit den Konsequenzen seiner eigenen Behauptungen oder Zugeständnisse zu drängen". Das war die Methode, die Origenes verwandte (nach dem Hl. Gregorius Thaumaturgus)
Sie (die Methode) wurde von einem anderen großen anglikanischen Ironiker und Satiriker, dem Anglo-Papistischen Benediktiner Dom Gregory Dix in den 1930-er Jahren zur Vollendung gebracht. Haben Sie gerade herausgefunden....Hurra!..., daß die frühen Päpste keine Jurisdiktion im modernen Sinn ausübten?
Dix wird Ihnen nicht widersprechen …. nicht so etwas Grobes. Er wird Ihnen zustimmen und dann seine Falle spannen: auch die Bischöfe taten das zu der Zeit nicht. Wenn Sie für die bischöfliche Jurisdiktion stimmen wollen, werden Sie die päpstliche nicht vermeiden können. Wenn Sie diese leugnen, haben Sie den bischöflichen Ast , auf dem Sie sitzen, absägen. Gestehen Sie- trottelig und widerstrebend zu, daß das I. Vaticanische Konzil den päpstlichen Primat in Worten des modernen kanonischen Rechts definiert hat, das es zur Zeit der Neuen Testaments nicht gab?
Dom Gregory wird Ihnen den Kopf tätscheln ...und dann fragen, wie Sie mit der Tatsache zurecht kommen, daß Nicäa die Natur Christi mit Worten der Griechischen Metaphysik definiert hat... für die es zu Zeiten des Schreiber des Neuen Testaments ebenfalls keinen Platz gab.
Dann war da- natürlich- Ronald Knox--der das Argument erforschte, daß Satire im Göttlichen Plan der Grund ist, warum uns Humor gegeben wurde: damit dem Pompösen die Luft herausgelassen werden konnte.
Hat es je eine Zeit gegeben, in der Satire in der Ecclesia Militans dringender benötigt wurde? "
Donnerstag, 13. Dezember 2018
Kardinal Müller: "Es kann für Priester und Laien eine Pflicht zum Ungehorsam geben"!
Marco Tosatti gibt heute bei Stilum Curiae Ausschnitte aus einem weiteren Interview, wieder, das Kardinal G.Müller Maike Hickson für LifeSiteNews gegeben hat
Hier geht´s zum Original: klicken
"MÜLLER : EIN PRIESTER DARF DEM BISCHOF, DER ETWAS ANORDNET, DAS DEM EVANGELIUM WIDERSPRICHT, NICHT GEHORCHEN. KOMMUNION FÜR NICHTKATHOLIKEN."
Kardinal Gerhard Müller- früherer Präfekt der Glaubenskongregation hat in den vergangenen Tagen LifeSiteNews ein wichtiges Interview gegeben und darüber hat in Italien heute La Nuova Bussola Quotidiana berichtet. Es scheint uns interessant, es noch einmal zu veröffentlichen und zu unterstreichen, weil es in einem Augenblick extremer Konfusion in der Kirche ein Element der Klarheit darstellt.
Der Purpurträger bezieht sich vor allem auf die überstrapazierte Frage der Kommunion für nichtkatholische Ehepartner von Katholiken; ein Problem, das nach Rom kam und von Rom gelöst zu sein schien, es aber vielleicht nicht war und nicht ist, weil ein guter Teil der deutschen Prälaten darauf drängen, allen und jedem die Eucharistie geben zu können.
Wir empfehlen Ihnen die Lektüre bei LifeSiteNews oder La Nuova Bussola Quotidiana, wenn sie die ganze Erklärung Müllers kennen lernen wollen. Aber er erscheint uns nützlich, einige Sätze wiederzugeben.
Über die Kommunion für Nicht-Katholiken:
"Die Bischöfe würden ihre Autorität zu unterminieren, sollten sie Gehorsam bei der Verletztung des natürlichen Moralgesetzes und der falschen Lehre in doktrinalen und moralischen Fragen verlangen.
Offensichtlich verlangte der frühere Erzbischof von Washington, McCarrick, von Seminaristen und Priestern unmoralische Handlungen indem er seine Macht mißbrauchte, um Personen zu bestrafen oder zu belohnen. Das ist nur eine Facette des Mißbrauchsskandals. Da ist auch eine grundlegende Unfähigkeit mit dem umzugehen, so wie man seine Quelle im Niedergang der Sexualmoral nicht sehen will und man sich weigert, diesen Sumpf trocken zu legen."
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"MÜLLER : EIN PRIESTER DARF DEM BISCHOF, DER ETWAS ANORDNET, DAS DEM EVANGELIUM WIDERSPRICHT, NICHT GEHORCHEN. KOMMUNION FÜR NICHTKATHOLIKEN."
Kardinal Gerhard Müller- früherer Präfekt der Glaubenskongregation hat in den vergangenen Tagen LifeSiteNews ein wichtiges Interview gegeben und darüber hat in Italien heute La Nuova Bussola Quotidiana berichtet. Es scheint uns interessant, es noch einmal zu veröffentlichen und zu unterstreichen, weil es in einem Augenblick extremer Konfusion in der Kirche ein Element der Klarheit darstellt.
Der Purpurträger bezieht sich vor allem auf die überstrapazierte Frage der Kommunion für nichtkatholische Ehepartner von Katholiken; ein Problem, das nach Rom kam und von Rom gelöst zu sein schien, es aber vielleicht nicht war und nicht ist, weil ein guter Teil der deutschen Prälaten darauf drängen, allen und jedem die Eucharistie geben zu können.
Wir empfehlen Ihnen die Lektüre bei LifeSiteNews oder La Nuova Bussola Quotidiana, wenn sie die ganze Erklärung Müllers kennen lernen wollen. Aber er erscheint uns nützlich, einige Sätze wiederzugeben.
Über die Kommunion für Nicht-Katholiken:
"Die Bischöfe würden ihre Autorität zu unterminieren, sollten sie Gehorsam bei der Verletztung des natürlichen Moralgesetzes und der falschen Lehre in doktrinalen und moralischen Fragen verlangen.
Offensichtlich verlangte der frühere Erzbischof von Washington, McCarrick, von Seminaristen und Priestern unmoralische Handlungen indem er seine Macht mißbrauchte, um Personen zu bestrafen oder zu belohnen. Das ist nur eine Facette des Mißbrauchsskandals. Da ist auch eine grundlegende Unfähigkeit mit dem umzugehen, so wie man seine Quelle im Niedergang der Sexualmoral nicht sehen will und man sich weigert, diesen Sumpf trocken zu legen."
Sandro Magister über den Kampf der Orthodoxen Kirchen
Sandro Magister kommentiert bei Settimo Cielo den Stand der Dinge im Streit der Orthodoxen Patriarchate und Kirchen.
Hier geht´s zum Original: klicken
"KRIEG DER RELIGION. WEIL IN DER UKRAINE DIE GRIECHISCHEN KATHOLIKEN AM ÖKUMENISCHSTEN SIND"
Im Kieg, der in der Orthodoxen Welt zwischen den Patriarchaten von Konstantinopel und Moskau stattfindet, ersteres für und letzteren gegen die Schaffung einer unabhägnige und vereinten Ukrainisch-Orthodoxen Kirche- gibt es ein drittes Rad, das der Grieschisch Katholischen Kirche der Ukraine mit ihren 4 Millionen Gläubigen.
Auf welche Seite diese sich im Konflikt stellt, ist kein Geheimnis. Die Konstantinopels. Wie ihr oberster Erzbischof, Svjatoslav Shevchuk wiederholt erklärt hat, zuletzt im Oktober in einem ausführlichen Interview mit John Allen und Inés San Martin für die amerikanische Website "Crux".
"Ukrainischer Prälat sagt: Orthodoxe Unabhängigkeit ist “Bestätigung ihrer Rechte"
Aber indem sie diesen Standpunkt einnimmt, wird die Ukrainisch-Griechisch Katholische Kirche von Moskau verdächtigt, ein ehrgeizigeres Ziel anzustreben: die werdende Ukrainisch-Orthodoxe Kirche sowohl in die Einheit mit den Griechischen Katholiken und so zum Gehorsam gegenüber der Kirche von Rom zu führen.
Der Außenminister des Moskauer Patriarchates, Metropolit Hilarion von Volokolamsk, hat gegenüber Franziskus diesen Verdacht wiederholt ausgesprochen. Und der Papst hat ihm Verständnis und Solidarität gezeigt. Am vergangenen 30. Mai hat er- nachdem er Hilarion im Vatican empfangen hatte, den Griechischen Katholiken befohlen, sich nicht in die inneren Angelegenheiten der Russisch Orthodoxen Kirche einzumischen und das "Banner des Uniatismus, das nicht länger funktioniert, als vorbei" beschimpft.
Uniatismus ist für die Orthodoxen das Unerträglichste, das es gibt. Es steht für die Nachahmung derer, die für sie in allem - in der Byzantinischen Liturgie, in Gebräuchen, im Kalender, dem verheirateten Klerus Ähnlichkeit zeigen aber auch dem Papst in Rom gehorchen und wollen, daß auch andere das tun- mit der Vortäuschung einer falschen Wiederherstellung der Einheit zwischen den Kirchen.
Und das ist genau der sehr abfällige Vorwurf, den das Moskauer Patriarchat systematisch der Griechisch-Katholischen Kirche der Ukraine macht. So systematisch, daß er in die gemeinsame Erklärung einging, die Papst Franziskus und der Russische Patriarch Kyrill am Tag ihrer Umarmung, am 12. Februar 2016 in Havanna unterschrieben haben.
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"KRIEG DER RELIGION. WEIL IN DER UKRAINE DIE GRIECHISCHEN KATHOLIKEN AM ÖKUMENISCHSTEN SIND"
Im Kieg, der in der Orthodoxen Welt zwischen den Patriarchaten von Konstantinopel und Moskau stattfindet, ersteres für und letzteren gegen die Schaffung einer unabhägnige und vereinten Ukrainisch-Orthodoxen Kirche- gibt es ein drittes Rad, das der Grieschisch Katholischen Kirche der Ukraine mit ihren 4 Millionen Gläubigen.
Auf welche Seite diese sich im Konflikt stellt, ist kein Geheimnis. Die Konstantinopels. Wie ihr oberster Erzbischof, Svjatoslav Shevchuk wiederholt erklärt hat, zuletzt im Oktober in einem ausführlichen Interview mit John Allen und Inés San Martin für die amerikanische Website "Crux".
"Ukrainischer Prälat sagt: Orthodoxe Unabhängigkeit ist “Bestätigung ihrer Rechte"
Aber indem sie diesen Standpunkt einnimmt, wird die Ukrainisch-Griechisch Katholische Kirche von Moskau verdächtigt, ein ehrgeizigeres Ziel anzustreben: die werdende Ukrainisch-Orthodoxe Kirche sowohl in die Einheit mit den Griechischen Katholiken und so zum Gehorsam gegenüber der Kirche von Rom zu führen.
Der Außenminister des Moskauer Patriarchates, Metropolit Hilarion von Volokolamsk, hat gegenüber Franziskus diesen Verdacht wiederholt ausgesprochen. Und der Papst hat ihm Verständnis und Solidarität gezeigt. Am vergangenen 30. Mai hat er- nachdem er Hilarion im Vatican empfangen hatte, den Griechischen Katholiken befohlen, sich nicht in die inneren Angelegenheiten der Russisch Orthodoxen Kirche einzumischen und das "Banner des Uniatismus, das nicht länger funktioniert, als vorbei" beschimpft.
Uniatismus ist für die Orthodoxen das Unerträglichste, das es gibt. Es steht für die Nachahmung derer, die für sie in allem - in der Byzantinischen Liturgie, in Gebräuchen, im Kalender, dem verheirateten Klerus Ähnlichkeit zeigen aber auch dem Papst in Rom gehorchen und wollen, daß auch andere das tun- mit der Vortäuschung einer falschen Wiederherstellung der Einheit zwischen den Kirchen.
Und das ist genau der sehr abfällige Vorwurf, den das Moskauer Patriarchat systematisch der Griechisch-Katholischen Kirche der Ukraine macht. So systematisch, daß er in die gemeinsame Erklärung einging, die Papst Franziskus und der Russische Patriarch Kyrill am Tag ihrer Umarmung, am 12. Februar 2016 in Havanna unterschrieben haben.
Mittwoch, 12. Dezember 2018
M. Tosatti: "Kardinal Pell ist für schuldig befunden worden. Vielleicht."
Marco Tosatti berichtet bei Stilum Curiae von einem möglichen Schuldspruch eines Gerichtes in Melbourne/ Australien gegen Kardinal G.Pell wegen Mißbrauchs. Da das Gericht eine "gag order" erlassen hat, d-h- eine Nachrichtensperre, der Prozess also unter Geheimhaltung stattfindet, ist das schwer zu verifizieren.
Hier geht´s zum Original: klicken
"PELL WEGEN MISSBRAUCHS VERURTEILT. VIELLEICHT."
"Laut Nachrichten aus Australien soll Kardinal George Pell für schuldig befunden worden sein, zwei Chorknaben mißbraucht zu haben, als er Erzbsichof war, nachdem eine frühere Jury nicht in der lage war, ein Urteil zu finden.Von der ganzen Angelegenheit ist nur sehr wenig bekannt, außer daß der Kardinal alle Vorwürfe bestreitet und daß der Prozess im Rahmen einer gewissen Feindseligkeit gegenüber der Katholischen Kirche stattfindet; daß eine Jury vorher nicht in der Lage war, ein Urteil zu fällen- wohl wegen der mangelnden Glaubwürdigkeit der Anschuldigungen, die mehrere Jahrzehnte zurückgingen; und daß der Richter während der Gerichtsverhandlung im Juni eine "gag order" erließ, d.h. einen "Knebelerlass", der jede Berichterstattung über den Prozess verbietet.
Der Schuldspruch nach dreitägiger Debatte ist also nur auf Umwegen bekannt geworden.
Der Prozess, der unter dem Namen "Prozess der Kathedrale" bekannt ist, ist aus einer Anzeige von zwei damaligen Jungen hervorgegangen, die behauptet haben, daß Pell sie mißbraucht habe, als sie in den 90-er Jahren zum Chor der Kathedrale San Patrizio in Melbourne gehörten. Pell hat mehrmals erklärt- u.a. gegenüber dem "Guardian" -, "jede dieser Beschuldigungen vehement zu leugnen."
Angesichts der Geheimhaltung, die den Prozess umgibt, ist es schwer, sich eine Vorstellung von der Ernsthaftigkeit der Anschuldigungen zu machen : und man kann den Verdacht nicht vermeiden, ob hinter alledem nicht wirtschaftliche, politische und ideologische Interessen stehen.
Was man tun kann, ist diesen exzellenten Artikel von Julia Yost in der amerikanischen Zeitschrift "First Things", der eine akkurate Beschreibung des Kontextes, der Lage Pells und dessen, was damals passierte, als er Erzbischof von Melbourne war. Aber es ist offensichtlich. daß das generelle Klima - mit den Nachrichten von Mißbrauchsfällen, die von überall kommen, sich nicht auch in Australien schwerwiegend auswirkt.
George Pell wurde am 13. April 2013 von Papst Franziskus zum Mitglied des Kardinalsrates ernannt, der ihn bei der Leitung der Universalen Kirche beraten und den Plan zur Reform der Römischen Kurie zu studieren soll- der sog. 2C9.
Am 24. Februar 2014 wurde er zum ersten Präfekten für das Wirtschaftssekretariat ernannt, dessen Amtsinhaber er immer noch ist, auch denn der Pontifex ihm erlaubt hat, nach Australien zurück zu kehren, um sich gegen die Anschuldigungen zu verteidigen. "
Quelle: Stilum Curiae, M. Tosatti
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"PELL WEGEN MISSBRAUCHS VERURTEILT. VIELLEICHT."
"Laut Nachrichten aus Australien soll Kardinal George Pell für schuldig befunden worden sein, zwei Chorknaben mißbraucht zu haben, als er Erzbsichof war, nachdem eine frühere Jury nicht in der lage war, ein Urteil zu finden.Von der ganzen Angelegenheit ist nur sehr wenig bekannt, außer daß der Kardinal alle Vorwürfe bestreitet und daß der Prozess im Rahmen einer gewissen Feindseligkeit gegenüber der Katholischen Kirche stattfindet; daß eine Jury vorher nicht in der Lage war, ein Urteil zu fällen- wohl wegen der mangelnden Glaubwürdigkeit der Anschuldigungen, die mehrere Jahrzehnte zurückgingen; und daß der Richter während der Gerichtsverhandlung im Juni eine "gag order" erließ, d.h. einen "Knebelerlass", der jede Berichterstattung über den Prozess verbietet.
Der Schuldspruch nach dreitägiger Debatte ist also nur auf Umwegen bekannt geworden.
Der Prozess, der unter dem Namen "Prozess der Kathedrale" bekannt ist, ist aus einer Anzeige von zwei damaligen Jungen hervorgegangen, die behauptet haben, daß Pell sie mißbraucht habe, als sie in den 90-er Jahren zum Chor der Kathedrale San Patrizio in Melbourne gehörten. Pell hat mehrmals erklärt- u.a. gegenüber dem "Guardian" -, "jede dieser Beschuldigungen vehement zu leugnen."
Angesichts der Geheimhaltung, die den Prozess umgibt, ist es schwer, sich eine Vorstellung von der Ernsthaftigkeit der Anschuldigungen zu machen : und man kann den Verdacht nicht vermeiden, ob hinter alledem nicht wirtschaftliche, politische und ideologische Interessen stehen.
Was man tun kann, ist diesen exzellenten Artikel von Julia Yost in der amerikanischen Zeitschrift "First Things", der eine akkurate Beschreibung des Kontextes, der Lage Pells und dessen, was damals passierte, als er Erzbischof von Melbourne war. Aber es ist offensichtlich. daß das generelle Klima - mit den Nachrichten von Mißbrauchsfällen, die von überall kommen, sich nicht auch in Australien schwerwiegend auswirkt.
George Pell wurde am 13. April 2013 von Papst Franziskus zum Mitglied des Kardinalsrates ernannt, der ihn bei der Leitung der Universalen Kirche beraten und den Plan zur Reform der Römischen Kurie zu studieren soll- der sog. 2C9.
Am 24. Februar 2014 wurde er zum ersten Präfekten für das Wirtschaftssekretariat ernannt, dessen Amtsinhaber er immer noch ist, auch denn der Pontifex ihm erlaubt hat, nach Australien zurück zu kehren, um sich gegen die Anschuldigungen zu verteidigen. "
Quelle: Stilum Curiae, M. Tosatti
Fundstück
In memoriam Robert Spaemann- publiziert CNA heute noch einmal einen Text, über das Christentum als die wahre Religion, der 2010 im Vatican-Magazin veröffentlicht wurde. Lesen !
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O CRUX AVE SPES UNICA
und der beginnt so:
"So singen wir Christen. Wir besingen das Paradox: "Regnat a ligno Deus" - vom Holz herab regiert Gott." (…)
Es ist die einzige Religion, die nicht ins Paradox vertrickt ist...sie denkt, was sich kein Mensch hätte ausdenken können." (…)
Quelle: CNA
Hier geht´s zum Original: klicken
O CRUX AVE SPES UNICA
und der beginnt so:
"So singen wir Christen. Wir besingen das Paradox: "Regnat a ligno Deus" - vom Holz herab regiert Gott." (…)
Es ist die einzige Religion, die nicht ins Paradox vertrickt ist...sie denkt, was sich kein Mensch hätte ausdenken können." (…)
Quelle: CNA
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