Und er hat Sandro Magister seine Überlegungen zu diesem Verbot zur Veröffentlichung bei Settimo Cielo anvertraut.
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"EXKLUSIV. KARDINAL SARAH BITTET DEN PAPST, DAS VERBOT DER PRIVATEN MESSEN IN SANKT PETER AUFZUHEBEN"
Seit einer Woche ist jetzt der Petersdom eine stille Wüste. Er wird nicht länger jeden Morgen von den vielen an den zahlreichen Altären gefeierten Messen geweckt. Und das alles auf Grund einer Anordnung, die am 12. März von der ersten Sektion des Staatssekretariates erlassen wurde, der Sektion, die durch ihren Substituten einen direkten Draht zum Papst hat- eine Anordnung, die alle privaten Messen untersagt und nur kollektive Messen zulässt- nicht mehr als vier am Tag und nur an vorgebenen Zeiten und Orten.
Die Anordnung steht auf Geschäftspapier, hat aber keine Unterschrift und keine Protokoll-Nummer. Auch ist sie nicht an den adressiert, der der natürliche Empfänger sein sollte, der Kardinalerzpriester der Päpstlichen Basilika, die am Ort des Martyriums und der Grabesstätte des Apostels Petrus errichtet wurde. Juristisch gesehen ist sie ein Entwurf.
Dennoch ist ist sie in Kraft getreten. Aber sie hat auch maßgebende Proteste ausgelöst.
Der folgende Text, der Settimo Cielo zur Verlöffentlichung anvertraut wurde, stammt von Kardinal Robert Sarah, der bis zum vergangenen 20. Februar Präfekt der Liturgie-Kongregation war und deshalb am meisten qualifiziert ist, über diese Angelegenheit zu sprechen.
Sein Protest endet mit einem Appell an Papst Franziskus.
"Ich bitte den Hl. Vater demütig, die Rücknahme der kürzlich vom Staatssekretariat formulierten Normen anzuordnen, denen es sowohl an Gerechtigkeit als auch an Liebe mangelt, die nicht mit der Wahrheit des Gesetzes übereinstimmen, die nicht das Decorum der Zelebration, der frommen Teilnahme an der Messe und die Freiheit der Kinder Gottes fördern sondern eher gefährden. "
Es bleibt abzuwarten, ob Franziskus antwortet und wie.
" BEOBACHTUNGEN ZU DEN NEUEN NORMEN FÜR DIE MESSEN IN SANKT PETER"
von Robert Kard. Sarah
Ich möchte meine Stimme spontan den Stimmen der Kardinäle Raymond L. Burke, Gerhard L.Müller und Walter Brandmüller hinzufügen. die bereits ihre Gedanken bzgl. der Vorkehrung vom 12. März formuliert haben, die das vaticanische Staatssekretariat getroffen hat, die private Feiern der Eucharistie an den Seitenaltären des Petersdoms verbietet.