Donnerstag, 7. März 2024

Fr. Hunwicke spricht...

bei liturgicalnotes heute  über Künstliche Intelligenz -auch wenn er keine genaue Vorstellung davon hat-und deren Auswirkungen auf biblische Texte bzw. Personen, wie z.B. den Hl.Paulus.  
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                              HOMOSEXUALISMUS 

Vor einer kleinen Weile stand auf der Literaturseite des Times die Besprechung eines neuen Buches über Homosexualität. Der Kritiker war Diarmaid McCulloch. 

Ich weiß nicht viel über diesen KI-Kram.aber mir scheint, daß eine ordentlich programmierte Maschine Ihnen, wenn Sie MacCulloch eingeben würden, genau das wiedergeben würde, was in dieser Besprechung steht. Alle unsere lieben alten Freunde, jetzt ältere Knaben. sind hier:  "

"Mürrische Bemerkungen des Paulus von Tarsus"  dem Hl.Paulus wurde sein Heilig genommen, so als hätte er ein Postamt schlecht geführt. Man sagt uns, daß es nicht "Homosexualität"  ist, die in der Christlichen Bibel  angeprangert wird. 

Für MacCulloch hatten "gleichgeschlechtliche  Beziehungen-so wie das im Leben Jacobs VI von Schottland und England keine körperlichen Elemente beinhalteten:das erscheint nicht plausibel."   Das erinnert am die Analyse,die in unserer Zeit bei den ideologisch Motivierten verbreitet ist, die argumentiert,daß jede Oppoisition gegen eine homosexuelle Agenda aus der eigenen verdeckten oder unterdrückten Homosexualität des Sprechers  stammt...eine nette These, die bedeutet, daß man sich nicht gegen Homosexualität aussprechen kann, ohne dem Gesprächspartner mit zusätzlichen Beweisen  für die These zu versorgen, der Sie widersprechen. 

Und er bezieht sich auf ein  "bizarres Viertel-Jahrhundert von Paranoia über Masturbation (nicht etwas,das die vorherigen Kulturen besonders beunruhigt hätte) " Jeder der auch nur eine oberflächliche Untersuchung der Andachtsformen für "Compline“ durchgeführt hat, wird wissen, daß das Zubettgehen als gefährlicher Moment für fromme Männer angesehen wurde (Dom Anselmo Lentini änderte den Text der Hymne Te lucis ante terminum). weil es „excultis nostris moribus non opportuna est, unde expunctam velimus“ ist.

Aber was mich verwirrt ... was mich dazu bringt, bei den Lesern Aufklärung zu suchen ... ist ein Satz am Anfang von MacCullochs Rezension. "Verlegene Historiker haben das Thema lange vernachlässigt; richtige Forschung musste auf die 1980er Jahre und die Bemühungen dreier schwuler Gelehrter warten: Michel Foucault, John Boswell und Alan Bray.“

Wirklich? Ist MacCulloch nicht die Figur von Sir Kenneth Dover (1920–2010), Präsident des Corpus Christi College dieser Universität, bekannt, der 1978 sein Buch "Griechische Homosexualität“ veröffentlichte? Als es veröffentlicht wurde, sorgte es für viel Aufsehen. Zwar handelt es sich bei dem derzeit besprochenen Band um das „"Europa der Frühen Neuzeit“ und nicht um die "alten Griechen“, aber MacCulloch selbst entscheidet sich dafür, das diskutierte Thema auf "drei Jahrtausende“ auszudehnen.

Ist hier unter den lieben alten Herren irgendein uraltes Odium Philologicum im Gange? Hat Dover etwas geschrieben oder getan, was MacCulloch immer noch übel nimmt

Weiss das jemand?"

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J. Hunwicke

Warum das Mittelalter nicht finster war...

Mit der korrekten zeitlichen Einordnung des Mittelalter,  wenn es darum geht über das "finstere Mittelalter" -natürlich im Gegensatz zu unser leuchtend hellen Zeit- zu urteilen -ist das immer so eine  Sache. Da werden am Anfang schon mal einige Jahrhundert weggelassen, die dafür am Ende wieder drangehängt werden, wer wird denn da so pingelig sein...und Pisa (nicht der Turm) läßt freundlich grüßen. Anläßlich des Skandals um das Saltini-Gemälde in Carpi gibt Stefano Chiappalone diesbezüglich bei La Nuova Bussola Quotidiana eine hilfreiche Nachhilfestunde. 

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DAS ZEITALTER DER KATHEDRALEN

SALTINI FÜRCHTET DAS MITTELALTER.ABER ES IST  DIE KUNST, DIE DAS KLISCHÉE ENTLARVT. 

Der Künstler im Zentrum der Kontroverse um die Ausstellung im Diözean-Museum in Carpi fürchtet das sogenannte "dunkle Zeitalter" So dunkel, daß es Zeugnis anlegt über ein lebhafte Vorstellungskraft, die in der Lage war Vielfalt und Wahrheit zu kombinieren.

Am Ende antwortet Andrea Saltini, der Künstler im Zentrum der Kontroverse um die im Diözesan-Museum von Carpi ausgestellten kontroversen Werke auch auf die Kritiken, indem er das magische Wort ausspricht, das unweigerlich jedes mal auftaucht, wenn man nach einem negativen Bezug sucht:  das Mittelalter!   Im Interview in der  Gazzetta di Modena, sagte er: 

"Wir sind zurück im Mittelalter. Denken Sie nur an die  Künstler, die sokritisiert wurden, wie Caravaggio, dessen Werke wir an sakralen Orten finden."  Übersehen wir die Tatsache, daß Caravaggios Beispiel nicht das passendste ist, nachdem er 1571 geboren wurde, als das Mittelalter schon eine Weile zuende war. Um das weitverbeitete Klischée zu demontieren, würde es genügen, Historikerwie Régine Pernoud zu lesen ("Es ist die einzige unterenwickelte Zeit, die uns die Kathedralen hinterlassen haben") oder Marco Tangheroni ("Kommt her, auf den Platz der Wunder in Pisa, zwischen der Kathedrale,  Baptisterium und dem Schiefen Turm und den Friedhof und sagen Sie mir, daß das "dunkel" ist). Wenn es heute doch nur solche "Dunkelheit" gäbe! ) Aber zumindest, wenn es um Kunst geht, bringen Sie nicht das Mittelalter aus der Reihe der Beispiele.

Gerade die mittelalterliche Kunst vermittelt uns ein Bild von diesem geschmähten Jahrtausend, das alles andere als statisch und bedrückend ist. Noch heute sind wir fasziniert von der unerschöpflichen und ungeahnten Fantasie des mittelalterlichen Menschen, die die Miniaturen eines Kodex oder die unzähligen Symbole belebt, die wie Weinreben an den Fassaden von Kathedralen wachsen. Ein einziger beleuchteter Anfangsbuchstabe wimmelt von übernatürlichem und sogar natürlichem Leben: Ob phytomorph, zoomorph, historisiert, das grafische Zeichen ist mit pflanzlichen und tierischen Elementen, biblischen und historischen Charakteren angereichert und verwandelt die Seite in einen Mikrokosmos. Noch überraschender sind die Marginalien, die so genannt werden, weil sie auf die Ränder eines Kodex gemalt sind, wo wir sogar auf winzige Kaninchen in Rüstungen oder von Schnecken geführte Schlachten und andere Kuriositäten stoßen können (die Wissenschaftler mit einem bestimmten französischen Begriff definieren: drôlerie), die von einem Surrealismus ante litteram zeugen. Nicht schlecht für ein dunkles Zeitalter.

Erzbischof Cordileone erinnert in Wort und Tat an vernachlässigte Märtyrer -

Der Erzbischof von San Francisco Salvatore Cordileone lenkt bei firstthings die Aufmerksamkeit auf die katholischen Märtyrer des Kommunismus. Was er über die Gründe und Entwicklung in den USA schreibt, trifft cum grano salis auch auf Europa und Deutschland zu. 
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         "MODERNE MÄRTYRER DES KOMMUNISMUS"

Bianca Jagger hat gerade eine donnernde Warnung vor den Menschenrechtsverletzungen in Nicaragua formuliert. "Genau wie es Castro.Regime während der 1960-er getan hat"  schreibt sie im britischen "Independent , hat Nicaragua harte Restriktionen gegen Religionsfreiheit,, Praktiken und Prozessionen eingeführt, Katholische Erziehung wurde verboten." Sie vergleicht die aktuelle Säberung der Katholischen Kirche sogar mit "Joseph Stalins Säuberung religiöser Institutionen in der Sowjet-Union":

Ihr Appell kommt nur einige Wochen nachdem der Menschenrechts-Held Nicaraguas, Bischof Rolando José Alvarez Danke   der Intervention von Papst Franziskus aus  dem Gefängnis entlassen und nach Rom abgeschoben wurde. Er ist einer von hunderten im letzten Jahr nicaraguanischer- gefangener und exilierter- Priester. Nicaragua folgt dem von Rußland, Kuba, China und andernorts vorgezeichneten Weg. Die Kirchen  schließen, weil sonst die Vergessenen und Verfolgen eine Stimme hätten. Auch protestantische Pastoren werden auch  verfolgt. 

Warum achten so wenige Amerikaner auf die Schrecken unter Regimes mit marxistischen Neigungen. Eine Frage, die mich noch mehr beunruhigt, ist: warum wissen Katholiken so wenig über die Märtyrer und Opfer der kommunistischen Brutalitäten? 

Ein nicht so offensichtlicher Grund könnte sein, daß die Katholische Kirche die Märtyrer traditionell nach ihrer nationalen Identität gelistet- z. B. chinesische Märtyrer. Dies Kategorisierung -die logisch ist-neigt dazu, zu vergessen, was diese Märtyrer gemeinsam haben: Diese Männer und Frauen sind Helden des Glaubens an, die gegenüber gottlosen, mörderischen, totalitären Ideologien aufgestanden sind, die sich im 20. und 21. Jahrhundert in der Welt verbreitet haben. In früheren Zeiten litten die Märtyrer meistens unter den Händen ihrer örtlichen Autoritäten; jetzt ist eine weltweite Ideologie unter verschiedenen Verkleidungen, die Verfolgerin.

EIn anderer -offenischtlicherer Grund, daß Katholiken unsere heroischen Märtyrer vergessen, ist, daß wir hauptsächlich von den säkularen Medien und Künstlern abhängig sind, die uns die Geschichte erzählen. Für Katholiken ist es historisch ungewohnt:  seit Jahrhunderten  hat die Katholische Kirche -mit Heilfe von Mäzenen- große Kunstwerke in Auftrag gegeben; Gemälde, Skulpturen und sakrale Musik für die Liturgie- die die Jahrhunderte überdauert haben und auch heute weiterhin  die Seelen lehren und erheben. Aber in den vergangenen 50 Jahren (ungefähr) ist - worauf der Dichter Dana Gioia in seinem wegweisenden Essay  -Der Katholische Schriftteller heute- hinweist, zu einem Rinnsal versiegt, In seinem jüngsten Buch "Christentum und Poesie" zeigt Dana auf, warum das für Christen wichtig ist:. "Poesie ist nicht nur für das Christentum wichtig. Sie ist ein essentieller, untrennbarer und notwendiger Aspekt des religiösen Glaubens und seiner Praxis " In der Bibel spricht Gott zu uns durch Poesie. Die Liturgie selbst ist eine Form von Poesie mit stark verdichteter Bedeutung. Der Katholizismus hat einmal verstanden, daß kognitive Argumentation allein nicht ausreicht, um die spirituelle Realität, einzufangen oder zu vermitteln, ein Verständnis, das wir mit unseren Schwesterkirchen der Östlichen Orthodoxie gemeinsam haben.

Mittwoch, 6. März 2024

Frankreich will sich selbst zerstören...

Fabio Fuiano kommentiert bei Corrispondenza Romana die Aufnahme eines Rechtes auf Abtreibung in die französische Verfassung:  Hier geht´s zum Original:  klicken

"FRANKREICH WILL SICH DURCH DIE ABTREIBUNG IN DER VERFASSUNG SELBST ZERSTÖREN"

Am 4. März billigte die französische Nationalversammlung (die beiden Kammern vereint) mit überwältigender Mehrheit (780 Ja-Stimmen, 72 Nein-Stimmen) die Verfassungsänderung durch die Einführung einer "garantierten Freiheit“ für die Abtreibung. Es ist der erste Fall auf der Welt, in dem ein Land das Recht auf Abtreibung in seine Verfassung aufgenommen hat, da Abtreibung, obwohl es in mehreren Ländern der Welt eine positive Gesetzgebung ist, nie ausdrücklich an die Spitze des Rechtssystems gelangt ist.

Die Diskussion zu diesem Punkt war im Juni 2022 ausgelöst worden, nachdem das bahnbrechende Urteil Roe v. Wade zur Liberalisierung der Abtreibung in den Vereinigten Staaten aus dem Jahr 1973 aufgehoben worden war. Tatsächlich hatte die französische Nationalversammlung am 24. November 2022 bereits einen Verfassungsentwurf verabschiedet mit dem Ziel, Artikel 66 der Verfassung zu ändern, vorgelegt von der Abgeordneten Mathilde Panot. Es ist daher ein Aufschrei der Welt der Abtreibungsbefürworter, die sich um ihre Reste sammelt, wie eine Armee, die in einer belagerten Festung verschanzt ist. Zunächst lässt sich erkennen, daß die Abtreibungsbewegung Angst davor hat, das zu verlieren, was sie nach erbitterten Kämpfen erreicht hat, in denen es entschlossenen Minderheiten gelungen ist, laue Mehrheiten zu formen. Darüber hinaus haben sie alle den klaren Beweis erhalten, daß die so gefürchtete "Unumkehrbarkeit des historischen Prozesses“ in Wirklichkeit nichts weiter als ein Kunstgriff ist, der darauf abzielt, diejenigen zu entmutigen, die sich ihm mit aller Kraft widersetzen müßten.

Zweitens sind dies die letzten Versuche, den ungerechten Status quo aufrechtzuerhalten, zu dessen Entstehung dieser Kunstgriff beigetragen hat. Der revolutionäre Prozess, den Dr. Plinio Corrêa de Oliveira in seinem Aufsatz Revolution und Konterrevolution so gut beschrieben hat, zeigt seine letzten Karten, bevor er seine Erschöpfung erreicht. Und weil, wie der Philosoph schreibt, "die Quintessenz des revolutionären Geistes darin besteht, grundsätzlich und auf metaphysischer Ebene jede Ungleichheit und jedes Gesetz, insbesondere das moralische Gesetz, zu hassen“ (Revolution und Konterrevolution, übersetzt von Sugarco, Mailand 2009, S. 130) besteht die letzte Karte darin, ein Antiprinzip (d. h. daß die Begehung eines intrinsischen Übels wie Abtreibung ein "Recht“ oder ein Gut ist) zum höchsten modernen Ausdruck des positiven menschlichen Rechts herauszukristallisieren.
Andererseits bedeutet die Nichtanerkennung eines höheren Gesetzes für die relativistischen Revolutionäre, die Übertretung der natürlichen moralischen Ordnung zu einem Gesetz zu erheben, das von jedem Einzelnen beachtet werden muss. Dies ist ein echtes Anti-Gesetz, aber es widerspricht dem relativistischen und nihilistischen Postulat, wonach es kein Gesetz geben sollte. Dies war in der Tat die Bedeutung, die Friedrich Nietzsche (1844-1900) der letzten Metamorphose des Geistes in "Also sprach Zarathustra“ zuschrieb: Das Kind, die letzte Phase der Verklärung des Menschen, repräsentiert den Jenseitsmenschen, den jemand, der „über“ den christlichen Menschen (symbolisiert durch das Kamel) und den modernen Menschen (symbolisiert durch den Löwen) hinausgehen würde, indem er die Notwendigkeit überwinden würde, nach einem Prinzip, einer Logik zu leben.

Zwei, die nicht davonliefen...

George Weigel berichtet bei firstthings über zwei Männer, die vor ihrem zu erwartendem Schicksal nicht davon gelaufen sind . Hier geht´s zum Original: klicken

               "ZWEI, DIE NICHT GEFLOHEN SIND" 

Seine Nachbarn im Oklahoma der 1940-er Jahre hätten es schwierig gefunden, sich den Jungen, den sie als Stanley Francis Rother kannten, als einen zukünftigen Märtyrer und den ersten amerikanischen Gemeindepfarrer vorzustellen. Der junge Stanley war einigermaßen gut in der Schule, hatte Spaß an der Arbeit auf dem Bauernhof und am Sport, fuhr mit zehn Jahren einen Traktor und war ein begabter Mechaniker. Wechseln Sie die Szenerie von "vorstädtisch“ zu "ländlich“, und Stan Rother hätte mit seinen Grundschul- und Highschool-Fotos direkt aus der Besetzungsliste von "Leave It to Beaver“ heraustreten können: ein typisches amerikanisches Kind.

Aber mit einem Unterschied. Stanley Rother besaß eine tiefe Frömmigkeit, wie man sie weder bei Theodore "Beaver“ Cleaver noch bei seiner Familie sah. Diese Frömmigkeit führte dazu, daß Rother ins Priesterseminar kam, wo er Probleme mit seinem Studium hatte und irgendwann entlassen und nach Hause geschickt wurde. Er hielt jedoch durch und fand schließlich seine akademische Laufbahn am historischen Mt. St. Mary’s Seminary in Emmitsburg, Maryland. Er wurde 1963 zum Priester geweiht und verbrachte die ersten Jahre seines Priestertums in Oklahoma, bevor er sich freiwillig für den Dienst in Lateinamerika meldete.

Seit über einem Jahrzehnt arbeitete Pater Dr. Rother – bei den indigenen Völkern war er als "Padre Francisco“ bekannt – in den äußersten Randbereichen des katholischen Lebens in einem kleinen Dorf in der Nähe des Atitlán-Sees in Guatemala. Und mit "Arbeit“ meine ich nicht einfach den Betrieb einer sakramentalen Tankstelle. Ja, er feierte die Sakramente, evangelisierte und katechisierte sein Volk. Aber er verrichtete auch schwere Handarbeit und nutzte dabei die Fähigkeiten, die er sich auf dem Bauernhof seiner Familie angeeignet hatte. Fr. Stanley Rother ging diesen Weg und demonstrierte mit seinem Schweiß, daß sein Beispiel eine kraftvolle Form des Zeugnisses und ein wirksames katechetisches Werkzeug war. Und der frühere Seminarist, der große Schwierigkeiten mit Latein hatte, beherrschte sowohl Spanisch als auch die schwierige lokale Muttersprache Tz’utujil, um das Messbuch und das Neue Testament in die Muttersprache seines Volkes zu übersetzen.

Guatemala war über drei Jahrzehnte lang ein politisches Irrenhaus, weil das Land zwischen 1960 und 1996 von einem Bürgerkrieg zerrissen wurde. Als Stanley Rother 1980 im Urlaub nach Hause kam, wurde er gewarnt, nicht in seine guatemaltekische Gemeinde zurückzukehren, weil er dort mit Sicherheit zum Ziel der Terroristen werden würde, von Todesschwadronen, die die indigenen Völker ungestraft ermordeten. Aber er hielt nichts davon. "Der Hirte kann nicht beim ersten Anzeichen einer Gefahr davonlaufen“, war seine berühmte Antwort. Also kehrte er nach Santiago Atitlán zurück, wo ihn am 28. Juli 1981 drei maskierte Männer töteten – aber nicht bevor er offenbar einen heldenhaften Nahkampf gekämpft hatte, um die Mörder von den in der Pfarrei lebenden Ordensschwestern abzulenken.

Stanley Francis Rother wurde am 23. September 2017 zum Märtyrer erklärt und sein Leichnam ruht nun in einem prächtigen Schrein im Süden von Oklahoma City – einem neuen Wallfahrtsort im US-amerikanischen Katholizismus, der im ersten Jahr von Zehntausenden besucht wurde. Das Herz des seligen Stanley bleibt jedoch auf Wunsch der Menschen, für die er sowohl als Priester als auch als Märtyrer sein Leben gab, in der Kirche von Santiago Atitlán,

Es war vielleicht eine Vorsehung, daß ich an dem Tag, an dem ich vom Tod von Alexej Nawalny, dem jüngsten Opfer der mörderischen Autokratie Zar Putins, erfuhr, im Blessed Stanley Rother Shrine betete. Denn hier war ein weiterer Märtyrer, wenn auch von anderer Art. Den Aussagen seiner Freunde zufolge war Stanley Rother völlig unpolitisch; er starb in odium fidei, "im Hass auf den Glauben“. Alexei Nawalny, ein politischer Führer der edelsten Art, starb in odium libertatis, "im Hass auf die Freiheit“ – die Freiheit und den Anstand, die er seinem geliebten russischen Volk wünschte.

Von echten und falschen Hirten...

Marco Tosatti veröffentlicht bei  Stilum Curiae einen Beitrag von R.S. über die Aufgabe des Papstes als stellvertretender Hirte, die Lämmer und Schafe des Herrn zu weiden und  zu hüten. 
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"VON HIRTEN (ECHTEN UND FALSCHEN...), SCHAFEN UND WÖLFEN UND LÄMMERN"

 

Liebe StilumCuriale, ein treuer Freund unserer webssite R.S.bietet Ihrer Aufmerkssamkeit diese Überlegung  zur zentralen Rolle der Kirche und des Stellvertreters Christi an.  Gute Lektüre und Weitergabe.  

§§§

       WEIDE MEINE LÄMMER,  WEIDE MEINE SCHAFE 

Der Stellvertreter Christi muss eine fundamentale Aufgabe erfüllen, die er direkt von Jesus empfangen hat: es geht darum die Herde zu hüten, über ihr Wohl zu wachen.

Diese Rolle findet innerhalb der Kirche statt, die Christus (als seine Braut) gehört: der Papst ist in der Kirche nicht über ihr. De facto repräsentiert Christus, wahrer Gott und wahrer Mensch, Gottes Weg sich selbst zum Wohl der Geschöpfe zu positionieren, sich selbst seiner Privilegien zu entäußert und das, um sie an sich zu ziehen. 

Der Stellvertreter-Hirte ist treu, wenn er in der Welt ist, ohne von der Welt zu sein, d.h. wenn er sich bewußt ist, daß das Königreich, das zählt und dem er zustrebt nicht von hier unten ist, sondern sich zum Vater erhebt, von dem er herabsteigt. Der Hl. Geist greift  ein, um wegen jeder Not,die auf dem Weg kommt, zu trösten, aber auch um im unausweichlichen Kampf gegen das Böse Kraft und Weisheit zu geben, d.h. die Logik die die Wölfe dazu inspiriert, um die heilige Weide herum zu schleichen. 

Der Vater, der Sohn (das in der Hypostase inkarnierte Wort) und der Hl. Geist sind ein Gott und diskutieren nicht untereinander, was zu tun ist, vielleicht gemäß der Zeit vorherrscht: bei Gott ist alles EWIG. In der Zeit der Geschöpfe jedoch nicht. 

Der wahre Vikar Christi, möglicherweise heilig, hört von Gott genau, was Jesus, der Sohn, vom Vater hört. Der Hl. Geist wurde von Gott gesandt, um diese Treue zu bestätigen und im Gericht zu trösten. 

Fundstück

Christoph Münch berichtet in "Die Tagespost" über Papst Nikolaus V (1397- 1455) als Gründer der Vaticanischen Bibliothek. Hier geht´s zum Original: klicken 
Unter dem Titel:

Nikolaus V.: Der erste Humanisten-Papst

beginnt der Artikel so-  ZITAT

"In den unzähligen Bibliotheken der Welt wird auf beeindruckende Weise deutlich, was der Mensch als kulturelles Wesen zu leisten imstande ist. Daher verwundert es nicht, daß bereits im sechsten vorchristlichen Jahrhundert erste Bibliotheken entstanden. In Alexandria wurde bereits zu Beginn des dritten Jahrhunderts vor Christus eine Bibliothek gebaut, die bis heute wohl als die berühmteste Bibliothek der Antike gilt."  (...)

Quelle: C. Münch, Die Tagespost

Synodalität: eine göttliche Eingebung oder fixe Idee des Papstes? "L´église c´est moi" ?

Diese Frage stellt Joachim Heimerl in den Raum - veröffentlicht von Marco Tosatti bei Stilum Curiae. Hier geht´s zum Original: klicken

"DIE FRANZISKUS-SHOW DARF NICHT WEITERGEHEN"

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, Joachim Heimerl, dem wir von ganzem Herzen danken, stellt Ihnen diese Überlegungen zum Schaden, den Jorge Mario Bergoglio der Kirche zugefügt hat, zur Verfügung. Viel Spaß beim Lesen und Teilen.

§§§

Die Franziskus-Show darf nicht weitergehen.

11 Jahre nach der Papstwahl ist die Kirche tief gespalten.

von Joachim Heimerl

Als Papst Franziskus sagte, Christus würde von der Kirche heute „Synodalität“ erwarten, habe ich mich gefragt, woher der Papst das wissen will. Hat er eine Privatoffenbarung empfangen und hat Christus zu ihm gesprochen? – Wohl nicht und dies umso weniger, als das, was Franziskus unter „Synodalität“ versteht, dem Evangelium ebenso unbekannt ist wie der Kirchengeschichte. Mit anderen Worten: „Synodalität“ ist eine fixe Idee des Papstes, aber sie ist keine „göttliche“ Empfehlung und sie ist auch nicht ernstzunehmen. Franziskus nimmt sie nicht einmal selber ernst.

Daß das so ist, war am 18. Dezember zu sehen, als der Papst überraschend die „Segnung“ wiederverheirateter und homosexueller Paare gestattete. Das entsprechende Dokument wurde aus heiterem Himmel veröffentlicht, ohne daß Franziskus eine Empfehlung der Weltsynode abgewartet hätte, die ja erst im kommenden Herbst beendet sein wird.

„Synodalität“ entpuppte sich damit als Potemkinsches Dorf, als Kulisse, hinter der sich nichts verbirgt; und bis heute weiß niemand zu erklären, was der Papst unter "Synodalität“ genau versteht. Der Begriff schwankt zwischen allem und nichts  – Lassen Sie es mich so sagen: "Synodalität“ ist die große Franziskus-Show, die nur ein Ziel verfolgt: Sie soll verschleiern, daß der Papst die Kirche nach seinen Vorstellungen umkrempeln will. Franziskus steht auf dem – falschen – Standpunkt: "Die Kirche, das bin ich“, und Wehe dem, der dies in Abrede stellt.

Traditionis Custodes, die FFSP und der Papst

Chefredakteur T. S. Flanders analysiert und kommentiert bei OnePeterFive das, was über das Treffen der FSSP mit Papst Franziskus in der letzten Woche bekannt geworden ist. 
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   "DIE FSSP LEIDET UM DES LANGEN ATEMS WILLEN"

Die Augen der Traditionellen Welt waren letzte Woche auf  Rom gerichtet, wo der  Hl. Vater mehrere leitende klerikale Führungsmitglieder  der Priesterbruderschaft des Hl. Petrus,einschlieeßlich Fr. Andrzej Komorowski, Superior des Distrikts Frankreich und Fr. Vincent Ribeton, Rektor des  St- Petrus-Seminars in Wigratzbad in Audienz empfing.

Unser Herausgeber Kennedy Hall hat sich - wie viele andere- gefragt, ob das der Punkt war, wo die Axt auf die FSSP herabfällt (besonders nach der eigenen Veröffentlichung der FSSP vor dem Treffen) 

Das Treffen fand statt, aber die Presse-Veröffentlichung war vage und- wie unser Freund und Bruder Murray Rundus bei Catholic Family News  feststellte, bemerkenswert substanzlos, mit Plattituden wie "tiefe Dankbarkeit" für ein Dekret von 2022, das sie vor dem vollen Zorn des Motu Proprio schützte. 

Wenn Sie das Dekret von 2022 nicht erinnern, das  war als Papst Fanziskus -wie wir damals sagten- entweder "die FSSP rechtfertigte" oder "wie Pilatus seine Hände wusch". Dieses Dekret von 2022 bestätigte die FSSP in ihrem Gebrauch der Bücher von 1962. 

Das war ein peronistische Wunder, das war es. 

Also fand dieses neue, jetzige Treffen in diesem Kontext statt-  die FSSP hatte um ein Treffen gebeten, bekam es und drückte ihre Dankbarkeit  für dieses Dekret aus, aber auch die Schwierigkeit es anzuwenden. Kein Zweifel, viele Bischöfe,  die sich mehr um den Status quo der Lateinischen Messe sorgen, erhalten auf die ein oder andere Weise  gemischte Signale  aus dem Vatican:"behaltet die FDSP" aber "unterdrückt die TLM." 

Willkommen in der Welt, in der man ein  "Vikar des [peronistischen] Römischen Pontifex"ist (entgegen der ausdrücklichen Worte des II. Vaticanums!] 

Aber kehren wir zu den jüngsten Neuigkeiten zurück. Kurz nach dem Treffen letzte Woche hat jemand die inoffizielle Pressemitteilung durchsickern lassen, die nur der FSSP geschickt wurde, die mehr über das aussagte, was passiert ist: 

Fr. Komorowski informierte den Hl. Vater daß der Papst das Dekret genau an dem Tag unterzeichnete, an dem die FFSP dem Unbefleckten Herzen Mariens am Ende eines allgemeinen Gebetes einer Novene geweiht wurde. Der Papst kommentierte das- indem er seine Augen hob und mit dem Finger auf den Himmel zeigte mit: "Das kommt von Gott!" 

Dienstag, 5. März 2024

Mehr zu Demos II

Francis X. Maier, Dozent für Katholische Studien, analysiert und kommentiert das neue Dokument "Der Vatican von morgen" von Demos II.  Hier geht´s zum Original:  klicken

    "DIE BEDÜRFNISSE DES VATICANS VON MORGEN"

Im März 2022 erschien ein Memorandum mit dem Titel "Der Vatican heute" und wurde weit verbreitet. Diese scharfe Kritik am Pontifikat von Papst Franziskus wurde es von einer anonymen Quelle "Demos" unterschrieben.  Der Autor wurde in der Folge wurde der Autor als der verstorbene Kardinal George Pell identifiziert. Letzte Woche erschien ein ähnliche Dokument "Der Vatican morgen" gleichzeitig in 6 Sprachen. Wieder wurde es anonym unterzeichnet - von einer Quelle, die als "Demos II" identifiziert wird. Es ist unklar, wer die aktuellen Autoren sind. Aber mindestens ein Kardinal und mehrere ältere Bischöfe scheinen beteiligt zu sein. 

Der Text ist es wert, gelesen zu werden. Das Ganze. Kardinal Joseph Ten Ze-Kiun. der emeritierte Erzbischof von Hong Kong und ein Mann von Grundsätzen, der Reibereien sowohl mit dem aktuellen Pontifikat als auch der Chinesischen Regierung hatte, hat das Dokument in den sozialen Medien veröffentlicht. Er hat in den ersten 48 Stunden mehr als 125.000 Aufrufe verzeichnet. 

Anders als der originale Demos-Text erkennt "Der Vatican morgen" die Stärken des Papsttums von Franziskus an, wie es andernorts festgestellt wird: "die zusätzlichen Bemühungen, die Franziskus gegenüber den Schwachen und Ausgegrenzten zeigt, Sorgen um die Würde der Schöpfung und um Umweltthemen , die aus ihr entstehen, und Bemühungen die Leidenden und Ausgegrenzten mmit ihren Lasten zu begleiten."

Der neue Text argumentiert -wie andere auch-daß die Fehler des aktuellen Pontifikates "ebenso offensichtlich" sind und ernst, mit schädlicher Wirkung. Als Resultat  "muß die Aufgabe des nächsten Pontifikates die Wiederentdeckung und Wiedererrichtung der Wahrheiten sein, die langsam verdunkelt wurden oder bei vielen Christen verloren gingen." Was zu 7 Punkten führt, die die Substanz des Texte bilden - alle wert, hier zitiert zu werden.

Fr. Hunwicke spricht...

bei liturgicalnotes heute über mittelalterliche Kirchenwidmungen in England, die in der Reformation verloren gegangenen Informationen und falsche Überlieferungen.  
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                                   WANDREGESILIUS...

"Wandregesilius...war Abt von Fontenelle - bei Rouen und wie es kam, daß an ihn in Bixley [Norfolk] erinnert wird. Eine Art Rätsel."


Gut, ich denke, daß das ziemlich lustig war. Sorry, wenn Sie das nicht finden. Mehr dazu später.

Überspringen Sie den nächsten Abschnitt,  wenn Sie das alles bereits über Kirchen-Widmungen (Mittelalter; England) wissen. 

Die Brüche der Reformations- Periode bedeuteten sehr oft, daß genaue Informationen über die Widmung von Kirchen verloren gingen. Im 18. Jahrhundert  taten "Antiquare" ihr Bestes, um diese Informationen zu finden (Ecton; Willis). Traurigerweise stützen sie sich oft auf fragwürdige Methoden. Dasselbe passierte im 19. Jahrhundert  (Arnold Foster; Bond; Crockford´s Clerical Directory) . So blieb eine Menge windiger Informationen in den Berichten bestehen. 

Mein Freund Dr. Simon Cotton, dessen Gelehrtheit und Wissensfülle beträchtlich ist, hat mir über die Jahre Texte und Sonderdrucke zu diesem Thema geschickt- und vieles, was ich weiß, ist das Ergebnis dieser Großzügigkeit. 

1946 brachte Bischof Kenneth Kirk von Oxford (OUP) "Kirchenwidmungen der Diözese Oxford" heraus. Es ist eine sehr elegante Ausgabe, wurde aber dich Kirks Unaufmerksamkeit dafür, daß die Quellen [supra], auf die er sich verließ, unzuverlässig waren. 1996 produzierte Professor Nicholas Orme von der Universität Exeter  "Englische Kirchen-Widmungen mit besonderer Beachtung von Cornwall und Devon". Dies ist ein akademisch sorgfältiger Versuch, die Beweise aus dem Mittelalter zurückzuverfolgen (leider hat die Luftwaffe die mittelalterlichen Testamente von Exeter angezündet, sie gelangten jedoch nicht in die bischöflichen Register).

Eine uralte Frage: die Legitimität von Päpsten

Luisella Scrosati behandelt in einem Beitrag in La Nova Bussola Quotidiana am Beispiel von Papst Martin V , dessen Pontifikat am 11.November 1417 begann, das Thema legitimer und illegitimer Päpste. Hier geht´s zum Original:  klicken

"MARTIN V UND DIE FRAGE DES LEGITIMEN PAPSTES"

Der erste Einzelpapst nach dem Großen Schisma hatte Martin V es mit den Unruhen der Anhänger Wyclifs und Hus´ zu tun. Und mit der Bulle Inter Cunctas definierte er fundamentale Fragen der Doktrin die den Nachfolger Petri betreffen.

Martin V (1369 - 1431) war am Ende der einzige Papst nach 40 Jahren des Schismas. Während des Konzils von Konstanz -am 11. November 1417 gewählt, gelang es ihm, die Kirche für eine relativ lange Zeit (13 Jahre) zu regieren. Oddone Colonna - das war sein Geburtsname -hatte irrtümlicherweise die Legitimität von Johannes XXIII (siehe hier ) anerkannt -als dessen Nachfolger er sich selbst sah.

             

Es gibt einen Aspekt dieses Pontifikates, der verdient,  ans Licht gebracht zu werden. 

Martin musste sich mit den von John Wyclif († 1384) und Jan Hus (ca. 1371-1415) angeheizten Unruhen auseinandersetzen. Ersterer, ein gebürtiger Yorkshire Professor an der Universität Oxford, wurde zum Bannerträger einer englischen antipäpstlichen Bewegung, umso mehr, als es die Zeit der Avignon-Päpste, als die Päpste in Avignon warem und im feindlichen Frankreich residierten. Er verfasste zahlreiche theologische Texte und versammelte eine große Gruppe populärer Prediger, die berühmten Lollarden, um sich. Der zweite, ein Böhme, geriet unter den Einfluss Wyclifs und vertrat im Wesentlichen dessen ketzerische Positionen. Sowohl die Lollarden als auch die Hussiten waren in den Herkunftsländern der beiden "Gründer“ weit verbreitet.

Eine vielleicht nicht ganz korrekte Wallfahrt zum Hl.Jacobus

Theo Howard berichtet bei OnePeterFive  über eine Pilgerfahrt ur Nuestra Senora de la Cristianidad in Covadonga /Spanien und wendet sich dann -anläßlich seines bevorstehenden Festtags, dem Hl. Apostel Jacobus, dem Schutzheiligen Spaniens und seinem Wirken.  
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"DER HEILIGE JACOBUS DER ÄLTERE UND DIE KATHOLISCHE MILITANZ"

"Aus seinem engsten Kreis gab der Herr Petrus Seine Kirche, Johannes gab er Seine Mutter und Jacobus gab er Spanien" 
Spanisches Sprichwort

Die Wallfahrt  von Nuestra Señora de la Cristiandad nach Covadonga in Spanien endete letztes Jahr am Vorabend des Festes von Jacobus dem Älteren, Apostel und Schutzptron Spaniens, das am folgenden Tag, Dienstag 25. Juli gefeiert wurde. Meine Mitpilger und ich begingen diesen Tag, indem wir das Sudarium (Schweißtuch) in der Camara Santa der Kathedrale von Oviedo die Ehre erwiesen. Von diesem Sudarium wird berichtet, es sei das Schweißtuch, das im Grab auf das Haupt des Herrn gelegt wurde. Überzeugende Beweise ergeben eine starke Basis für diese historische Verehrung. 




Hl.Jacobus, Santiago Matamoros, (der "Mohrentöter") von Juan C. de Miranda (1614-1685)
  
Angesichts der Hauptabsicht der Pilgerfahrt – der Wiederherstellung einer christlichen Gesellschaftsordnung – war der Zeitpunkt der Pilgerfahrt vor dem Fest des Apostels Jakobus äußerst passend, denn was für die Wiederherstellung einer christlichen Gesellschaftsordnung am notwendigsten ist, ist die Wiederherstellung der Geist der Christenheit.

Der heilige Jakobus der Ältere, Bruder des geliebten Johannes, Sohn des Zebedäus und der Salome und von unserem Herrn "Sohn des Donners“ genannt, ist ein großartiges Beispiel für den Geist der katholischen Militanz, den wir Katholiken pflegen müssen. Obwohl er von unserem Herrn zurechtgewiesen wurde, weil er Feuer vom Himmel befehlen wollte, auf eine Stadt der Samariter herabzufallen, die Christus ablehnte (Lukas 9,52-56), weil "der Menschensohn nicht gekommen ist, um die Seelen der Menschen zu zerstören, sondern um sie zu retten“. "Der heilige Jakobus wurde zum Ur
Märtyrer, Apostel und Schutzpatron der Soldaten und Pilger sowie der Nation Spanien. Vielleicht trug das eifrige Temperament des Heiligen Jakobus dazu bei, daß Herodes Agrippa ihn als erstes Opfer auswählte: Er tötete Jakobus, den Bruder des Johannes, mit dem Schwert“ (Apostelgeschichte 12,1-2).