Dienstag, 30. September 2014

Credo des Volkes Gottes

Am 30. Juni 1968 veröffentlichte Papst Paul VI das Motu Proprio "Solemni hac liturgia" zum Glauben des Volkes Gottes, der, wie ihm schien, durch die politischen, gesellschaftlichen Wirren verdunkelt & von theologischen Stürmern und Drängern insgesamt in Frage gestellt zu werden drohte.
Leider bietet der Hl. Stuhl keine deutsche Textversion an, deshalb hier die englische:   klicken
Auch in unserer Zeit, in der Relativismus, Atheismus und Neuheidentum mehr Raum erobert haben, als sich der kluge und sensible Montini-Papst hätte vorstellen können und der Islamismus  in abstoßendster Form auf verschiedene Weise das europäische Kulturerbe bedroht, ist es gut, sich auf den Glauben des Gottesvolkes zu besinnen.

Das Credo des Volkes Gottes von Papst Paul VI beginnt so:
"Wir glauben an den einen Gott: Vater, Sohn und  Heiligen Geist, Schöpfer der sichtbaren Dinge,wie es diese Welt ist, auf der unser flüchtiges Leben sich abspielt, Schöpfer der unsichtbaren Dinge, wie es die reinen Geister sind, die man auch Engel nennt und Schöpfer der unsterblichen Geistseele eines jeden Menschen.

Wir glauben, daß dieser einzige Gott Seiner Wesenheit nach absolut einer ist, unendlich heilig, wie Er in allen Seinen Eigenschaften unendlich vollkommen ist: in Seiner Allmacht, in Seinem unbegrenzten Wissen, in Seiner Vorsehung, in Seinem Willen und in Seiner Liebe.
Er ist, der da ist, wie Er es Moses geoffenbart hat; Er ist Liebe, wie der Apostel Johannes es uns lehrt."

Montag, 29. September 2014

Das Hostienwunder von Siena

Im Libero Quotidiano schreibt A.Socci heute über das Hostienwunder von Siena:      klicken

"Alles hat sich vertraulich abgespielt, am vergangenen 10. September. Aber die wichtigste Nachricht, vom Ergebnis der Überprüfung und Anerkennung, ist durchgesickert und ich stelle sie Ihnen vor
100 Jahre nach der letzten Analyse, die bestätigte, daß die Heiligen Hostien, die in der Basilika San Francesco in Siena verwahrt werden, sich gegen jedes Naturgesetz erhalten haben.
Im Behälter fanden sich-wie vorhersehbar- Schimmelpilze und Bakterien, aber unglaublicherweise war keine der Hostien davon befallen. Ein unerklärliches Phänomen, weil sie durch ihre Zusammensetzung (als Kornprodukt) leicht verderblich sind, empfindlich für Bakterien-und Schimmelbefall.
Es sieht so aus, als vermögen die Naturgesetze gegenüber diesen 233 Hostien nichts.
Vor vielen Jahrzehnten hatte ein Bischof von Siena, Tiberio Borghese, die Gegenprobe machen wollen und ließ einige noch nicht geweihte Hostien in einem Behälter verschließen und versiegeln. Nach 10 Jahren fand eine Kommission aus Wissenschaftlern nur noch von Würmern befallene Bruchstücke. Das ist in der Tat der natürliche Gang der Dinge bei organischer Materie.
Aber diese geweihten Hostien, die sich in der Basilika des Hl. Franziskus in Siena, der Stadt der Hl. Katharina und wunderbarer Treffpunkt der beiden Heiligen Patrone Italiens, erhalten haben, entziehen sich diesen unausweichlichen Gesetzen von Natur und Chemie.

Es war 1730 -unter den verschiedenen eucharistischen Wundern, besonders denen in Italien-war eines die Verwandlung der Hostie in Fleisch (genauer gesagt Herzmuskelgewebe) und in Blut und das andere das von Siena. Dadurch charakterisiert, daß die Hostien auf geheimnisvolle Weise die Zeit und die Naturgesetze ignorierten, und so die permanente Anwesenheit des Herrn der Geschichte und der Ewigkeit  bewiesen.
Der große Thomas S. Eliot dichtete : "Punkt der Verschmelzung des Zeitlosen mit der Zeit."
Hier ist er.
Ein anderer Dichter, Eugenio Montale, auf seiner laienhaften Suche nach Erlösung, suchte den "Durchgang" aus dem Gefängnis der Alltäglichkeit" das "Loch im Netz der Existenz", den ´"Ring, der nicht in der Verkettung der Umstände festhält" . Da war es also - im Ereignis von Siena- das Zeichen des großen Durchgangs, das die Ewigkeit hier in der Zeit aufriss.

Die Heiligen Erzengel Michael, Gabriel und Rafael

Heilige Erzengel bittet für uns!

Papst Benedikt XVI hat in seiner Predigt anläßlich der Bischofsweihe am 29.September 2007 im Petersdom über die Heiligen Erzengel gesprochen, auch über die Engel und dabei natürlich einen Bezug vom Bischofsamt zu dem der Engel hergestellt. Wir zitieren aus dem Predigttext      

"(.....) Wir feiern diese Bischofsweihe am Fest der drei Erzengel, die in der Schrift mit Namen erwähnt werden: Michael, Gabriel und Rafael. Dies ruft uns in Erinnerung, daß in der alten Kirche – bereits in der Geheimen Offenbarung – die Bischöfe als »Engel« ihrer Kirche bezeichnet wurden, womit eine tiefe Übereinstimmung zwischen dem Dienst des Bischofs und der Aufgabe des Engels zum Ausdruck gebracht wird. Von der Aufgabe des Engels her läßt sich der Dienst des Bischofs verstehen. Aber was ist ein Engel? Die Heilige Schrift und die Tradition der Kirche lassen uns zwei Aspekte erkennen. Der Engel ist einerseits ein Geschöpf, das vor Gott steht und mit seinem ganzen Sein auf Gott ausgerichtet ist. Alle drei Namen der Erzengel enden mit dem Wort »El«, was »Gott« bedeutet. Gott ist in ihre Namen, in ihr Wesen eingeschrieben. Ihr wahres Wesen ist das Dasein vor Ihm und für Ihn. Genau daraus erklärt sich auch der zweite Aspekt, der die Engel kennzeichnet: Sie sind Boten Gottes. Sie bringen Gott zu den Menschen, sie öffnen den Himmel und öffnen so die Erde. Gerade weil sie bei Gott sind, können sie auch dem Menschen sehr nahe sein. Gott ist in der Tat jedem von uns näher als wir es uns selbst sind. Die Engel sprechen zum Menschen von dem, was sein wahres Sein ausmacht, von dem, was in seinem Leben so oft zugedeckt und begraben ist. Sie rufen ihn auf, wieder zu sich zu kommen, indem sie ihn von Gott her berühren. (.....)
Das alles wird noch klarer, wenn wir uns jetzt die Gestalten der drei Erzengel ansehen, deren Fest die Kirche heute feiert. Da ist zunächst Michael. Ihm begegnen wir in der Heiligen Schrift vor allem im Buch Daniel, im Brief des Apostels Judas Taddäus und in der Offenbarung. 

Sonntag, 28. September 2014

Fotos von der Piazza San Pietro

hier klicken    Screenshots, die das blog "Benoit et moi"  online gestellt hat:
Danke dafür! Andere sind bei bellfrell zu sehen : klicken

                           
                           Quelle "benoit et moi"

Samstag, 27. September 2014

Zum morgigen Fest der Großeltern : "der Großvater der ganzen Welt"

und er wird auf dem Petersplatz anwesend sein......

                    

Das Video stammt vom Familientreffen in Valencia 2006.

Wollen die deutschen Bischöfe bei der Synode den Thesenanschlag Luthers nachspielen?

So mancher Vaticanist wittert einen bevorstehenden Coup.....
Das Luther-Virus hat auch in den letzten Jahren bei der DBK nichts an Virulenz eingebüßt, der angebliche Mannesmut vor Fürstenthronen gepaart mit einsichtsunfähiger Bockigkeit und Nibelungentreue zum falschen Objekt, hat sich in einem Mehrheitsvotum der deutschen Bischöfe  (pro Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene) niedergeschlagen, mit dem Kardinal Marx nach Rom reisen wird, vielleicht sogar, um es an eine der vielen Kirchentüren*  anzuschlagen, wer weiß....da steht er, er kann nicht anders.
Aber im Gegensatz zu früheren Coups deutscher Kleriker ist man in Rom und weltweit vorgewarnt. 
In Italien schreibt Vaticanist Matteo Matzuzzi in Il Folgio:       klicken
"I vescovi tedeschi hanno pronte le “tesi” da inchiodare all’uscio del Sinodo"

"Die deutschen Bischöfe haben die Thesen fertig, die am Eingang der Synode angenagelt werden sollen."! 

während das amerikanische rorate caeli  so titelt:

"ACHTUNG! As in Vatican II, the Germans seem to be Preparing a Coup for the Synod"

und so geht es weiter: klicken

* glücklicherweise hat der Petersdom Bronzetüren, aber vielleicht bietet sich die Titularkirche des Thesenüberbringers an, San Corbiniano?

Freitag, 26. September 2014

Wie halten es die orthodoxen Kichen wirklich mit der "oikonomia", der Scheidung und den Zweitehen?


Sandro Magister stellt in seinem blog "chiesa" die Frage nach der Orthodoxen Praxis und leitet zum Beitrag von Erzbischof Cyril Vasil, dem Sekretär der Kongregation  für die Orientalischen Kirchen über, der Klarheit in diese verworrenen Dinge bringt.
Hier geht´s zur englischen Fassung der Originalversion  klicken:

Bei der fliegenden Pressekonferenz auf dem Rückflug vom WJT 2013 in Rio sagte Papst Franziskus zu den begleitenden Journalisten zur Frage nach den wiederverheirateten Geschiedenen:
"...aber - in Klammern gesprochen- die Orthodoxen haben eine andere Praxis. Sie folgen der Theologie der,-wie sie es nennen- oikonomia- und sie geben eine zweite Chance, sie erlauben es. Aber ich glaube, dass dieses Problem-und hier schließe ich die Klammer- im Kontext der Ehepastoral studiert werden muß."

Die Orthodoxen Kirchen, die eine zweite Ehe erlauben, werden von denen, die die Verweigerung der Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene abschaffen wollen, Kardinal Kasper an ihrer Spitze, immer wieder als Beispiel angeführt. Leider zeichnet sich auch der Pontifex nicht durch fundierte Kenntnisse aus.

Allgemein wird geglaubt, daß in den Orthodoxen Kirchen eine zweite oder auch dritte Ehe sakramental geschlossen werden kann, und die Kommunion den wiederverheirateten Geschiedenen erteilt wird und das in der Kontinuität einer "barmherzigen Praxis" seit der Kirche der ersten Jahrhunderte.

Die Wahrheit aber ist weit von diesen Phantasien entfernt. Zweite Ehen tauchen in der Praxis der Orthodoxie erst am Ende des 1. Jahrtausends auf -unter dem massiven Einfluss ziviler Gesetzgebung,  deren Exekutivorgan die Kirche war.

In keinem Fall wurde zweite und dritte Ehen als sakramental betrachtet.  Sie wurden unter verschiedenen Gesichtspunkt mehr oder weniger großzügig-je nach Gegend- erlaubt. Die Auflösung der ersten Ehe war für diese Kirchen eine einfache Abschrift des Scheidungsurteils durch eine zivile Autorität.

 
Die Orthodoxen Kirchen helfen nicht, ihre Praxis-in theologisch und juristisch klare Form gebracht- zu verstehen. Das beweisen die ernsten Schwierigkeiten in denen sich die Hirten der Katholischen Kirche wiederfinden, wenn sie mit einer Mischehe konfrontiert werden, in denen der eine Partner aus einer sowohl zivil wie religiös aufgelösten Ehe kommt.

Diese Wissenslücke füllt Erzbischof Cyril Vasil aus, der 49- jährige slowakische Jesuit, Sekretär der Kongregation für die Orientalischen Kirchen und früherer Dekan der Fakultät für Kanonisches Recht am Päpstlichen Orientinstitut in Rom

Der Text ist ein Auszug des ausführlichen und gutdokumentierten Artikels, den Vasil, dem Thema des 5-Kardinäle Buches widmet, das im Oktober in den USA und Italien erscheinen wird
"Remaining in the Truth of Christ. Marriage and Communion in the Catholic Church", Ignatius Press, San Francisco, 2014.

Das Buch, als Beitrag zur kommenden Familiensynode gedacht, hat lebhafte Reaktionen ausgelöst-besonders wegen der beteiligten Autoren (Müller, Caffarra, De Paolis, Burke, Brandmüller) die alle den Ideen ihres Kollegen Kaspers sehr kritisch gegenüber stehen. Der hat einen Gegenangriff gestartet in dem er versicherte, dass Franziskus mit ihm übereinstimme und deshalb "Ziel der Polemik nicht er sondern der Papst sei."
Aber während die 5 Kardinäle ihre Position bereits in früheren Erklärungen abgegeben hatten, die im Buch mit ihrer ausdrücklichen Zusammenarbeit noch einmal präsentiert werden, nicht so wie im medialen Geklingel um Kaspers Vorhaltungen- ist der Artikel Erzbischof Vasils über Scheidung und zweite Ehen in den Ostkirchen, eine absolute Neuheit zu einer Materie, die zu den am wenigsten bekannten und am meisten mißverstandenen gehört und doch von außerordentlicher Bedeutung und Relevanz ist.

Cyril Vasil, SJ     "Trennung, Scheidung, Auflösung des Bundes und Wiederverheiratung; Theologischer und praktischer Zugang der Orthodoxen Kirchen"
Er beginnt mit einem Abriss des Römischen und Byzantinischen Zivilrechtes für Scheidung und Wiederverheiratung.
"In der vorchristlichen Zeit erlaubte das Römische Recht die Scheidung aus 2 Hauptmotiven heraus:
bei Einverständnis beider Partner ( dissidium) und auf der Basis eines Fehlers einer der beiden Parteien (repudium)
Der größte Reformer des Römischen Rechts, Kaiser Justinian ( 527-565) wünschte persönlich, dass dieses Recht auch innerhalb der Kirche angewendet würde. In Justinians Novelle 117 findet man einen Kompromiss zwischen der Tradition der Ostkirchen, die die Scheidung aus Gründen von Ehebruch oder wegen des Willens, in ein Kloster einzutreten, erlaubte und dem Römischen Recht, das Scheidungen aus wesentlich mehr Gründern zuließ." (....)

A.Socci: "Dramatische Tage für die Kirche" / Teil II

"Über die Kommunion für die Geschiedenen, der Papst zerreißt die Kirche"
von Antonio Socci im "Libero" . Hier geht´s zum Original      klicken

"Ein wichtiger Kirchenfürst ist in Gegenwart einiger vertrauenswürdigen Personen so weit gegangen, zu bestätigen, dass dieses wahrscheinlich die dramatischsten Monate der gesamten Kirchengeschichte sind. Der Kirche, die in 2000 Jahren wahrhaftig ungeheure Stürme überstanden hat. 
Der Ernst der Situation entgeht der Mehrzahl der Menschen, auch wenn die Medien sich leidenschaftlich für die zur Synode angekündigte, bereits entflammte Kontroverse erwärmen, die am 5. Oktober beginnen wird. Sie haben nicht gut begriffen, was auf dem Spiel steht. 
Um zu verstehen, was sich in der Kirche abspielt, muss man den luxuriösen und selbstbezogenen Hof von Santa Marta verlassen, der von einigen Kirchenkarrieristen, Domestiken und Höflingen bevölkert ist. Man muss an die wirklichen Peripherien der Existenz gehen.

Von dort sind im Endeffekt nach dem explosiven Bericht Kardinal Kaspers im Konsistorium im Februar ( dem Bericht über die von Bergoglio gewünschte Eucharistie für wiederverheiratete Geschiedene) erhellende Worte gekommen.
Sie kommen von einem Missionar der PIME (Päpstliches Institut für die Auswärtigen Missionen), Pater Carlo Buzzi, 71 Jahre, seit 40 Jahren in Bangladesh, einem der ärmsten Länder der Welt.
Seine Briefe wurden von Sandro Magister auf seiner berühmten "chiesa" veröffentlicht.

Pater Buzzi ist eine außerordentlicher Mann Gottes, er hat sein Leben der Aufgabe gewidmet, den Ärmsten die "Frohe Botschaft" zu bringen, für sie hat er Schulen gebaut, Behandlungsräume, Kapellen. Und er sie rekonstruiert, wenn man sie ihnen zerstört hat. Oft unter Lebensgefahr.
Von dieser Peripherie hat er den Kasper-Bericht im Konsistorium so kommentiert: "wenn man auf dem von Kardinal Kasper vorgezeichneten Gleis fortfährt, wird man beachtenswerten Schaden anrichten.
1. Man wird die Kirche  überflüssig und angepasst machen
2. Man müßte die Unfehlbarkeit des Lehramtes, der Cathedra Petri negieren, weil es so wäre, als ob alle vorhergehenden Päpste sich geirrt hätten
3. Man müßte die Menschen für dumm halten, die ihr Leben als Märtyrer für die Verteidigung der Sakramente  gegeben haben."

Pater Buzzi fügt noch einige konkrete Erwägungen hinzu: "Jedes Jahr sterben Tausende Katholiken, die für ihren Glauben verfolgt werden und wir, die wir friedlich leben, beschäftigen uns obstinat mit dem Zugang wiederverheirateter Geschiedener zur Kommunion. Wie viele Menschen wurden in England zur Märtyrern, weil sie ihren Glauben an die Integrität des Ehesakramentes behalten wollten! 
Gnade der Katholischen Kirche, wenn sie dem selben Weg beschreitet wie die Anglikanische. Das wäre verheerend". 
Deshalb, sagt der alte Missionar, "geben wir dem Schisma keine Gelegenheit wegen etwas so Sekundärem!"

Donnerstag, 25. September 2014

Marco Tosatti: "Der Papst, der Mißbrauch und Danneels"


Seinen so überschriebenen Artikel hat Marco Tosatti heute in La Stampa veröffentlicht      klicken

"Der Papst hat sein Recht ausgeübt und den Bischof von Ciudad del Este in Paraguay, 2 Schritte von seinem Heimatland Argentinien entfernt, entlassen. Hauptsächlich weil der Bischof ein ebenso argloser wie dickköpfiger Verteidiger einer seltsamen Persönlichkeit ist, genannt Carlos Urrutigoity , Argentinier, der vor vielen Jahren von den Lefebvrianern wegen " homosexueller Tendenzen" verjagt wurde, dann in Scranton USA, ordiniert wurde, wo er diese Tendenzen noch mit Ephebophilie kombinierte und der Diözese schadete, deshalb aus ihr entfernt wurde, um schließlich als Generalvikar in Ciudad del Este zu landen, wobei er immer darauf beharrte, daß gegen ihn eine Diffamierungskampagne laufe.

Wir kennen Carlos Urrutigoity nicht, aber er muß sicher über eine große Überzeugungskraft verfügen. Der Bischof, konservativ aber nicht traditionalistisch, Mitglied des Opus Dei, hat einen schwerwiegenden Ermessensfehler gemacht und dafür bezahlt.
Das ist schade für die Diözese. Ciudad del Este hatte zu Beginn der päpstlichen Intervention 240 Seminaristen, mehr als alle anderen Diözesen in Paraguay zusammen, sie kamen auch aus Buenos Aires.....
Der Bischof -auch im Fall es Ex-Bischofs der dann Präsident wurde- hat immer die Position  Roms verteidigt, auch gegen andere Kollegen und es ermöglicht, daß der Ordo Antiquior neben dem Novus Ordo überlebte.
Papst Franziskus und seine Helfer haben den Augenblick genutzt, in dem alle der Entscheidung, einen der Pädophilie beschuldigten Ex-Nuntius verhaften zu lassen, applaudierten, um einen Bischof "auf frischer Tat" zu ertappen und ihn zu bestrafen.

Und deshalb- merkwürdig zu sagen- kommen wieder jene ins Bild, die Papst Franziskus nicht gefallen: die Konservativen.
Weil-wenn das eine Botschaft an die Bischöfe sein soll, auch nicht den allerkleinsten Verdacht bei möglichen Mißbrauchstätern gegenüber Minderjährigen zu tolerieren, dann die Einladung des Papstes an den belgischen Kardinal Danneels, an der Synode für die Familie teilzunehmen, gar nicht paßt,des Kardinals, der der Vertuschung beschuldigt wird und sicher ein Protagonist der Jahre ist, in denen die Belgische Kirche die schlimmste aller Zeiten erlebte, man schaue hier:   klicken
Aber Danneels, den im Konklave viele Zeitungen von der Wahl ausgeschlossen sehen wollten, wegen seiner Verwicklung in die Verdeckung,  ist ein Freund des Papstes, und darüber hinaus "Progressist".
Quelle:La Stampa, Marco Tosatti






Prophetisch

"Prophetisch" ist eine Beschreibung, die man jetzt landauf landab- hüben und drüben des Atlantiks-zur Charakterisierung der damals von vielen Übelwollenden und Naiven so schwer gescholtenen Regensburger Rede Papst Benedikts XVI lesen und hören kann.
Und wie sich herausstellt, gab es noch eine weitere, später verifizierte, präzise Beschreibung einer Denkweise, von der der Emeritus sicher nicht ahnte, wie sehr sie nach seinem Pontifikat auf jemanden zutreffen würde.
In seinem ebenfalls 2006 erschienenen Buch "Jesus von Nazareth", dem ersten Band der Trilogie, schreibt er über die Bergpredigt. Ausführlich beschäftigt er sich dabei auch mit der zweiten Seligpreisung :   "Selig sind, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit, denn sie werden gesättigt werden."
Papst Benedikt XVI führt aus, auf welche Menschen des Alten und Neuen Testaments, welche Heiligen, dieses Suchen nach dem Großen besonders zutrifft und schreibt dann auf Seite 122 über jene, die der im berühmt gewordenen Scalfari-Interview vertretenen Ansicht von Rettung & Erlösung sind :

"Mir scheint, daß dies die Stelle ist, an der sich vom Neuen Testament her etwas über das Heil derer sagen läßt, die Christus nicht kennen. Die heutige Theorie geht dahin, daß jeder seine Religion leben solle oder vielleicht auch den Atheismus, in dem er sich vorfindet. Auf diese Weise werde er das Heil finden. Eine solche Meinung setzt ein sehr seltsames Gottesbild und eine seltsame Vorstellung vom Menschen und dem rechten Weg des Menschseins voraus.
Versuchen wir, uns das durch ein paar praktischen Fragen deutlich zu machen. Wird jemand deshalb selig und von Gott als recht erkannt, weil er den Pflichten der Blutrache gewissenhaft nachgekommen ist? Weil er sich kräftig für und im "Heiligen Krieg"engagiert hat?  (....) Weil er seine Meinungen und Wünsche zum Gewissensspruch erklärt und so sich selbst zum Maßstab erhoben hat? 
Nein. Gott verlangt das Gegenteil, das innere Wachwerden....."

Quelle: "Jesus von Nazareth" Papst Benedikt XVI, Herder-Verlag

Mittwoch, 24. September 2014

Ethikrat?

Ein neuer Fall von eklatantem double-think : ein Gremium, das sich aus unerfindlichen Gründen "Ethik"-rat nennt, hat sich mit dem Vorschlag an die Öffentlichkeit gewandt, Inzest nicht mehr zu bestrafen. Einvernehmlicher Sex zwischen Geschwistern soll straffrei bleiben. Das Strafrecht, befanden unsere "Sex-für-alle-Jünger", sei kein geeignetes Mittel, um ein "gesellschaftliches Tabu" zu bewahren.
Über den Ursprung dieses Tabus, das lange vor jeder bürgerlichen Gesellschaft-als eines der ersten überhaupt- errichtet wurde,  und seinen Sinn könnte man lange streiten, wenn es sonst keine Probleme in der Welt gibt. Für manchen sich "liberal"und freidenkend Haltenden gibt es keine größere Herausforderung als Tabus und Grenzen. Sie fühlen sich von ihnen in ihren Größen- und Allmachtsphantasien persönlich angegriffen. Das ist ihr persönliches Problem, allerdings sollten sie konsequenterweise keinem Ethikrat angehören.
Bei der Abstimmung lehnten 9 der 26 Mitglieder dieses Gremiums den Beschluss ab.
Das Schlimmste daran ist vielleicht, dass dieses Votum nicht überrascht und dass es ziemlich sicher ist, dass sich die Inzestbefürworter sehr fortschrittlich vorkommen.
Lieber Ethikrat, es gibt noch einige Tabus, die ihr abschaffen könnt, Inzest mit Kindern und Enkeln, Mord, Sex (einvernehmlich natürlich) mit Tieren,  Kannibalismus etc. Es gibt noch viel zu tun.
Als erstes allerdings solltet ihr euch umbenennen.

A. Socci: "Dramatische Tage für die Kirche" / Teil I


In seinem blog  "Libero" schreibt A.Socci unter dem Titel: "Dramatische Tage für die Kirche"      
-hier die französische Quelle:     klicken  und  hier das Original      klicken
und beginnt so:
"Für die Kommunion der wiederverheirateten Geschiedenen zerreißt der Papst die Kirche."
Socci kehrt dann zu Pater C.Buzzi zurück, Missionar Sandro Magisters, der im vergangenen Mai die "Geistliche Kommunion" vorschlug.
In der kirchlichen und medialen Kakophonie, die uns seit einigen Monaten zu den vorgeblichen Leiden der an der Teilnahme an der Kommunion gehinderten, wiederverheirateten Geschiedenen überschwemmt, ließ  sich im vergangenen Mai eine Stimme des Mutes und der Weisheit ( weit entfernt von den klugen theologischen Diskussionen, über die sich der gläubige XY mokiert und von der er nicht viel versteht) vernehmen.
Diese Stimme gehört einem 71-jährigen Priester, Missionar in Bangladesh, Pater Buzzi, und sie hat, Dank seiner aus Kinderzeiten stammenden Freundschaft mit Sandro Magister eine öffentliche mediale Bühne gefunden. Magister veröffentlichte die beiden Briefe, die Buzzi ihm schrieb,  auf seiner website "chiesa"

1. Die Zulassung der Wiederverheirateten zur Kommunion: ein Brief aus Bangladesh, 12.5.14
2. Die Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen? Ja, die Kommunion des Verlangens. 21.5.14

Im ersten Brief wird alles in wenigen Zeilen gesagt:

"Diese wiederverheirateten Geschiedenen, die am Ende den Sinn des christlichen Leidens, des Opfers, der Geduld, des Bereuens ein wenig vernachlässigt und vergessen haben, dass Jesus gekreuzigt wurde und dass das Kreuz, wenn es sich zeigt, für den Christen das Mittel ist, sich dem Erlöser zu nähern, zeigen sich ein wenig anmaßend, wenn sie an die Barmherzigkeit Gottes appellieren, nachdem sie sich keiner vorher kaum erinnert haben.
Aus subjektiver Sicht, glaube ich, daß es für sie viel essentieller ist, sich auf das Verlangen nach der Kommunion zu beschränken, als sie selbst zu erhalten.
Die Tatsache. diese Abstinenz freiwillig zu akzeptieren, wird ihrer Seele und der Heiligkeit der christlichen Gemeinschaft viel Gutes tun."  

Dienstag, 23. September 2014

Gedanken zu Barmherzigkeit und Synode und einem sehr nützlichen Instrument, dem "Modernist-doublethink-secret-decoder-ring"

Über das Lieblingswort der Modernisten schreibt Steve Skojec auf seinem blog :  klicken

" "Barmherzigkeit" ist das Wort des Tages, Inhalt vieler antikatholischer Gedanken, populär innerhalb der Hierarchie der gegenwärtigen Kirche:  
Es ist nicht barmherzig, wiederverheirateten,  geschiedenen Katholiken zu verbieten, die Eucharistie zu empfangen, es ist nicht barmherzig, katholischen Politiker, die die Abtreibung unterstützen, zu verbieten, die Eucharistie zu empfangen, es ist nicht barmherzig, heterodoxe Theologen außerhalb der sichtbaren Kommunion mit der Kirche zu lassen (selbst wenn sie ihre Häresien nicht öffentlich zurückziehen); es ist nicht barmherzig,  homosexuelle Beziehungen als qualitativ anders als heterosexuelle zu behandeln, wenn man sich ihnen vom pastoralen Standpunkt aus nähert usw.

Ich kann mir nicht helfen, aber ich muß die Fakten durch mein "Modernisten-Doublethink-Geheinmis-Decoder-Ocular" betrachten.
Barmherzigkeit- wenn im Gegensatz zum Dogma- ist die Errichtung einer alternative Orthodoxie . Es ist die "Orthodoxie des Herzens, der Freundlichkeit, des anti-pharisäischen Ethos". Aber jene, die diese Zweiteilung installieren, erkennen niemals an, dass wahre Barmherzigkeit immer unauflöslich mit Gerechtigkeit verbunden ist,  und Gerechtigkeit auf dem Gesetz beruht.
Diese Leute möchten das Dogma verändern, um eine "inklusive" Kirche zu schaffen. Eine Kirche ohne Grenzen, nicht auf Regeln und Sakramente fokussiert, unwillig Rettung für jene auszuschließen, die sie nicht annehmen, eine Kirche, die sich mit den Gläubigen jedes anderen Glaubens an den Händen hält, in einem ungesäumten Gewand  untereinander verwobener Theologien, jeder den Glaubensweg des anderen respektierend, auf dem Weg zum "selben" Gott.
Und das Dogma steht ihnen im Weg, weil die wahre Kirche so nicht ist."

Auch der Strategie der sogenannten Modernisten widmet er einige Worte:

"Es gibt keine Möglichkeit mit der furiosen Geschwindigkeit jener Schritt  zu halten, die versuchen, den Katholischen Glauben umzukrempeln und es ist schwer ermüdend geworden, das zu versuchen." Mehr dazu im Original.
quelle: blog.steve.kojec, rorate caeli

Die praesynodale Konspirationslegende oder Verschwörungstheorien in Oltretevere

Was Kardinal Kasper und seine Gesinnungsgenossen von Meinungs-und Redefreiheit bei der Synode halten.

Riccardo Cascioli schreibt heute bei La Nuova Bussola über die -je näher die Synode rückt-immer heftiger werdenden Angriffe auf die Gegner der Kasper-These

Titel:   "Synode, die Legende von den Verschwörern"     
hier geht´s zum Original:       klicken

"Es wäre ein schwerer Irrtum, die Arbeit der Synode auf die sakramentale Praxis für die wiederverheirateten Geschiedenen zu reduzieren", so sagte es Kardinal Angelo Bagnasco gestern, als er seine Arbeit beim ständigen Rat der CEI aufnahm und- erweiterte die Bandbreite der Herausforderungen,denen sich die Synode zur Familie, die am 5.Oktober eröffnet wird, gegenüber sieht:
"Die Erziehung zur Liebe, die nicht reine Emotion ist, das Bewußtsein für das Sakrament der Ehe und seine Gnade, die Vorbereitung auf die Ehe als Weg des Glaubens, das Wissen darum, daß die Liebe des Paares verteidigt werden muß, genährt und geheilt, wenn sie verletzt wurde, die schwierige Erziehung von Kindern, die Harmonisierung der Anliegen der Familie mit denen der Arbeit, die Situationen von Trennung und Scheidung, das Zusammenleben." Und das, um nur bei den generellen Themen zu bleiben. Von den verschiedenen Kontinenten kommen auch noch andere Forderungen.

Die Zeitungen sagen uns, daß Kardinal Bagnasco, bevor er die Arbeit bei der CEI begann, von Papst Franziskus empfangen wurde. Wir können uns deshalb den Inhalt der Vorrede vorstellen, die vom Papst -wie in diesen Fällen üblich- geteilt und für gut befunden wurde.

Gut. Weil in diesen Tagen auch ein anderer Kardinal, der vor einem Jahr ein Interview mit einer Erklärung zur Notwendigkeit, die Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene vorzusehen, gab und  in alle 4 Winde hinausschrie, dass er in diesem Punkt mit dem Papst übereinstimme.

Montag, 22. September 2014

Es kann der Frömmste nicht in Frieden feiern....

wenn es der bösen Nachbarin nicht gefällt, so ähnlich muß man den, was seine Peinlichkeit angeht, nur schwer zu beschreibenden Auftritt der Sylvia Löhrmann bei der Amtseinführung Kardinal Woelkis als Erzbischof von Köln wohl kommentieren.
Dame wird man sie als Anhängerin der Gender-Ideologie wohl nicht nennen können, also dieses Wesen nichtmännlichen Geschlechts sah sich, warum auch immer, veranlasst im Hohen Dom zu Köln, über den Reliquien der Hl Drei Könige einen Abriss ihrer in wer weiß welchem Aschram unter dem Einfluss von wer weiß was zusammengebrauten kruden (Wahn)-Vorstellungen von einem Glauben, den sie in schwerem Realitätsverlust für katholisch hält und einer der grünen Partei zum verwechseln ähnlichen Organisation, die sie Kirche nennt, zu konfabulieren.
Was von den Anwesenden, die im Gegensatz zu ihr den Begriff Höflichkeit kennen, mit der Örtlichkeit angemessenem Murren -statt des wohlverdienten Buhens-quittiert wurde.
Daß sie nebenbei auch dem ZDK angehört, macht das Ganze nicht besser. Diese nicht umsonst Zentralkomitee heißende Vereinigung bietet abgehalfterten Politikern, Möchtegerngrößen  & Parteialtlasten der zweiten bis dritten Reihe die Möglichkeit, sich selbst und anderen vorzumachen, sie hätten etwas zu sagen, ihre Ideen wären für irgendwen oder irgendwas relevant. Neu ist allerdings-nachdem was man sich in den letzten beiden Pontifikaten geleistet hat, der jetzt angenommene stramme Neopapismus.
Wir dürfen sicher sein, daß ihre Intervention am Mikrophon des Kölner Doms die Feier für Kardinal Woelki nicht nachhaltig gestört oder verdorben hat, man muß sich ihre Wirkung wohl eher wie die eines Hofnarren bei königlichen Festen vorstellen. Kardinal Woelki wird dort, wo er immer wieder das "hier bin ich" sagte, den richtigen Weg für die Kirche und die Kirche in Köln gehen.
Was Sylvia Löhrmann, Grüne & stellvertretende Ministerpräsidentin angeht: armes Köln, armes NRW!