von Georg Friedrich Händel, der am 23.2.1685 geboren wurde (falls es nicht am 5. März 1685 war, das ist nicht ganz sicher)
Donnerstag, 23. Februar 2023
Bleibt standhaft im Glauben! Das spirituelle Testament Papst Benedikts XVI
Dan Kubler bei bringt uns bei FirstThings das Geistliche Testament von Papst Benedikt XVI näher. Hier geht´s zum Original: klicken
"PAPST BENEDIKTS LETZTES TESTAMENT"
Kurz nachdem Papst emeritus Benedikt XVI aus dieser Welt zu seiner himmlischen Belohnung hinübergegangen war, gab der Vatikan sein Geistliches Testament heraus, eine Erklärung, die jeder Papst zur Veröffentlichung nach seinem Tod schreibt. Das Testament enthält persönliche Überlegungen zu Benedikts Erziehung, aber es hebet auch ein Schlüsselthema hervor, die der verstorbenen Papst während seiner Priesterschaft, seines Professor-Seins und seines Pontifikates angesprochen hat: die Beziehung zwischen Glaube und Wissenschaft. Am Ende seines Testamentes stellt er fest:
Ich habe über lange Zeit die Wandlungen der Naturwissenschaft miterlebt und gesehen, wie scheinbare Gewissheiten gegen den Glauben verschwanden und sich nicht als Wissenschaft, sondern nur scheinbar zur Wissenschaft gehörende philosophische Deutungen erwiesen – wie sie übrigens im Dialog mit der Natur Wissenschaft steht, -dass der Glaube die Grenzen des Geltungsbereichs seiner Bejahungen und damit seine Eigenart verstehen gelernt hat.
Hier warnt Papst Benedikt vor der falschen Dichotomie, die oft zwischen den Fortschritten der Naturwissenschaften und dem Katholischen Glauben errichtet wird. Wie er zeigt, erweisen sich diese offensichtlichen Widersprüche zwischen Wissenschaft und Glaube in Wirklichkeit als Widersprüche zwischen materialistischen Philosophien und dem Glauben.
In seiner Inaugurationspredigt z.B. wies Benedikt auf den Konflikt zwischen materialistischen Philosophien hin, die einigen Interpretationen der Evolution zugrunde liegen. Er stellte fest: "Wir sind keine zufälligen und sinnlosen Produkte der Evolution. Jeder von uns ist das Ergebnis eines Gedanken Gottes." Benedikt setzt die Evolutions-Wissenschaft nicht in einen Konflikt mit dem Glauben- eher indentifiziert er zu Recht die Quelle der Konflikts: eine Art von Materialismus oder Szientismus, den Glauben, daß die Evolution den Menschen als Ganzes erklären kann. Er bekäftigt, daß wir mehr sind als ein bloß physisches Produkt eines evolutionären Prozesses- wir sind eine Einheit von Körper und Geist - geschaffen nach dem Bilde und der Ähnlichkeit Gottes. Jene, die glauben, daß die Evolutions-Wissenschaft die Gesamtheit des Menschen erklären kann. müssen sowohl ein verarmtes Menschenbild entwickeln als auch einen inhärenten Konflikt zwischen einem materialistischen Menschenverständnis und einem katholischen Menschenverständnis aufbauen.
Das motu proprio "Traditionis Custodes" - gültig oder ungültig ?
Marco Tosatti veröffentlicht bei Stilum Curiae eine eingehende Überprüfung der Rechtsgültigkeit des motu proprio "Traditionis Custodes" -unterschrieben mit "unwürdiger Diener". Graphisch ist der Text leider etwas verwirrend geraten. Und er kommt zu dem Schluss, daß das motu proprio ungültig ist und die Katholiken, ihm nicht gehorchen müssen und dürfen! Hier geht´s zum Original: klicken
Liebe StilumCuriale, wir haben aus Portugal, von einem kanonistischen Freund unserer Website, diese Überlegungen erhalten, die während einer Veranstaltung geäußert wurden, die Sie in diesem Link hören können. Wir danken unserem kirchenrechtlichen Freund – der nicht der Autor des Textes ist, den Sie gleich lesen werden, aber der ihn interessant und solide findet. Viel Spaß beim Lesen und Teilen.
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(UN)GÜLTIGKEIT
DES MOTU PROPRIO VON FRANZISKUS "TRADITIONIS CUSTODES" VOM 16. JULI 2021EINLEITUNG
- Mit dieser Reflexion soll überprüft werden, ob das Motu Proprio des Franziskus, Traditionis custodes, vom 16.07.2021 (1), über den Gebrauch der sogenannten "römischen Liturgie", im Lichte des kanonischen Rechts gültig oder ungültig ist.
- In dem Empfehlungsschreiben dieses Motu Proprio an die Bischöfe der ganzen Welt (2), vergleicht sich Franziskus mit dem heiligen Pius V., dem Papst, der den Ritus der Messfeier in der lateinischen Kirche mit der Bulle "Quo primum" vom 14.07.1570
(I) HISTORISCHER TEIL
(A) DIE BULLE DES HEILIGEN PIUS V.,
QUO PRIMUM VOM 14. JULI 1570
- "Unter den anderen Dekreten des Konzils von Trient war es fällig [...] Festlegung der Edition und Korrektur der Heiligen Bücher: [...] [Ich] habe den Katechismus [...] zu veröffentlichen und das Brevier zu korrigieren [...], so daß das Messbuch dem Brevier entspricht, wie es richtig und opportun ist (da es in der Kirche Gottes nur einen Weg der Psalmodie und nur einen Ritus für die Feier der Messe gibt), schien es [...] notwendig, so bald wie möglich für den Rest dieser Aufgabe, das heißt für die Redaktion des Messbuchs, zu sorgen". (4)Die Arbeit an der Ausarbeitung des tridentinischen Messbuchs wurde vom heiligen Pius V. "einer Kommission gelehrter Männer anvertraut. Diese begannen, alle Texte sorgfältig mit den alten von [...] Vatikanische Bibliothek und mit anderen, richtig oder unverändert, die von allen Seiten angefordert wurden. Dann, nachdem sie die Schriften der Alten und anerkannten Autoren konsultiert hatten, die uns Dokumente über die Organisation derselben Riten hinterließen, brachten sie das wahre und richtige Messbuch zurück zur Norm und zum Ritus der Heiligen Väter. (6)
3. Damit "alle und an allen Orten" die Traditionen der Heiligen Römischen Kirche, Mutter und Lehrerin aller Kirchen" annehmen und einhalten können, verfügte und ordnete der heilige Pius V. in der Bulle Quo primum vom 14.07.1570 an, daß "die Messe in Zukunft und zu allen Zeiten nicht auf andere Weise gesungen oder rezitiert wird, wie es das von ihm herausgegebene Messbuch" in allen Kirchen vorsieht. (7)
Kein Schlupfloch mehr für die Traditionelle Messe? Synodalität?
Stefano Chiappalone kommentiert in La Nuova Bussola die neuen vaticanischen Richtlinien zur Applikation von Traditionis Custodes, die weitere Einschränkungen für die Traditionelle Lateinische Messe bedeuten. Hier geht´s zum Original: klicken
"DER KRIEG GEGEN DIE ALTE MESSE OFFENBART DEN BLUFF DER SYNODALITÄT"
Vom Heiligen Stuhl kommt ein neuer subtiler Schlag gegen den traditionellen Ritus, der die Bischöfe weiter schwächt (frei zu verbieten, aber nicht zu gewähren). In der Kirche der ständigen Synode werden nun angesichts der liturgischen Tradition die Mauern, die andernorts niedergerissen werden sollen, wieder errichtet.
Während überall über die Synodalität gesprochen und wieder gesprochen wird und man jeden den Weg wählen lässt, den er bevorzugt, ob "à la francaise" oder "alla tedesco" oder "in amazonischer Soße", geht der Heilige Stuhl in einem Punkt keine Kompromisse ein: dass es diese Messe nicht geben soll. "Diese" Messe, das heißt die Form der Liturgie, die jahrhundertelang gefeiert wurde, bis 1970 plötzlich – nach einigen Jahren wilder Experimente – ein neuer Ritus komponiert und am runden Tisch durchgesetzt wurde und der vorherige Ritus zum Aussterben verurteilt wurde. Dieser Ritus ist jedoch nicht ausgestorben, und jetzt versuchen sie es mit ... Barmherzigkeit (Misericordia war unter anderem auch der Name des Dolches, mit dem es üblich war, dem verwundeten Gegner den Gnadenstoß zu geben).
Der neue Dolchstoß gegen den traditionellen römischen Ritus hat die Form eines gestern bekannt gegebenen Reskripts vom 20. Februar, das den Diözesanbischof praktisch der Rolle des "Moderators, Förderers und Hüters" der Liturgie beraubt, obwohl diese in Artikel 2 und aus den ersten Worten des Motu proprio Traditionis custodes bekräftigt wird. ("Hüter der Tradition" bezieht sich in der Tat auf die Bischöfe). Eine Rolle, die jetztin Bezug auf zwei Aspekte plötzlich verschwindet, für die sich der Heilige Stuhl seit gestern einsetzt. Das rescriptum ex audientia Sanctissimi bestätigt, daß der Heilige Vater in der Audienz vom 20. Februar "in besonderer Weise dem Apostolischen Stuhl" für Priester, die nach Inkrafttreten von Traditionis Custodes geweiht wurden, die Bewilligung der Nutzung von Pfarrkirchen oder die Errichtung neuer Personalpfarreien und die Ermächtigung vorbehalten hat, gemäß dem Missale Romanum von 1962 zu zelebrieren, Der Papst bestätigt weiterhin die "geschlossene" Linie, die Kardinal Arthur Roche bereits mit den Responsa vom 18. Dezember 2021 geäußert (und angewandt) hat, die im Rescriptum ausdrücklich zitiert und genehmigt werden.
Am Tag nach dem Motu proprio waren einige Bischöfe vom Verbot des Zelebrierens im alten Ritus in Pfarrkirchen abgewichen – in anderen Kultstätten wie Kapellen, Oratorien usw. die in Italien weit verbreitet sind, aber nicht in allen Ländern –, während die Möglichkeit, neuen Priestern zu erlauben, das Messbuch vor den Reformen zu verwenden, als Vorrecht des Bischofs (Art. 4) vonTraditionis Custodes eingeführt wurde, das dem Heiligen Stuhl eine Rolle der Konsultation und nicht der endgültigen Entscheidung zuweist – in diesem Sinne kann man von einer noch restriktiveren Änderung des Motu proprio vom Juli 2021 sprechen. Aber Roche hatte anders gesprochen und gehandelt, und die Unterstützung des Papstes für ihn ist jetzt explizit. Da nützen auch die bereits getroffenen Entscheidungen nicht mehr, weil das Rescriptum festlegt, daß "ein Diözesanbischof, der in den beiden oben genannten Fällen Dispens erteilt hat, verpflichtet ist, das Dikasterium für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung zu informieren, das die Einzelfälle bewertet". In welche Richtung es das bewerten wird, scheint angesichts der Präzedenzfälle ziemlich klar, wie zum Beispiel in Savannah, Georgia, wo der Bischof im vergangenen Jahr, der positiv entschieden hatte, das Dikasterium "konsultieren" musste, das dann ein "Ablaufdatum" für die Feierlichkeiten auferlegte.
Mittwoch, 22. Februar 2023
Kardinal G.Müller ist jetzt Mitglied der Internationalen Kopernikus-Akademie
Anläßlich des 550. Geburtstages des Astronomen Nikolaus Kopernikus (19.2.1473) ist Kardinal Gerhard L. Müller in Torun (Thorn) während des Kopernikianischen Weltkongresses in Anwesenheit von Nobelpreisträgern und bekannten Wissenschaftlern vom polnischen Präsidenten Duda als Mitglied in die Internationale Kopernikus-Akademie berufen worden. Eines der Hauptthemen der Akademie ist die Einheit von Glaube und Wissenschaft. Bei dieser Gelegenheit hat der Kardinal zum Thema "Glaube und Vernunft" gesprochen. Hier geht´s zum Original: klicken
Christliche Kunst
Ein Exorzismus, Frankreich, um 1480
an exorcism, france, ca. 1480 pic.twitter.com/bDmd5jMLxG
— weird medieval guys (@WeirdMedieval) February 22, 2023
Fundstück
kath.net berichtet über den Ausstieg von vier Delegierten aus dem "Synodalen Weg", die den direkten Weg ins Schisma nicht mitgehen wollen.
Hier geht´s zum Original: klicken
unter dem Titel:
"KNALLEFFEKT AM ASCHERMITTWOCH: VIER SYNODALE VERLASSEN DEN "DEUTSCH-SYNODALEN WEG"
beginnt der Beitrag so - ZITAT
"Vier Delegierte vom umstrittenen „Synodaler Weg“ haben am Aschermittwoch in einem "Welt"-Kommentar angekündigt, mit sofortiger Wirkung ihr Mitwirken am "Synodalen Weg" einzustellen. Katharina Westerhorstmann, Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, Marianne Schlosser und kath.net-Kolumnistin Dorothea Schmidt kündigen nach Druck im Hintergrund an, das Mandat niederzulegen. "Wir waren seit 2019 Delegierte der Deutschen Bischofskonferenz für den „Synodalen Weg“ der katholischen Kirche in Deutschland. Dessen erklärtes Ziel war die Aufarbeitung der Fälle von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche. Im Zuge dessen wurden jedoch auch zentrale katholische Lehren und Überzeugungen in Zweifel gezogen. Diesen Weg, auf dem sich nach unserer Einschätzung die Kirche in Deutschland mehr und mehr von der Weltkirche entfernt, können wir nicht mehr mitgehen." schreiben die vier und kündigen an, an der bevorstehenden letzten Synodalversammlung vom 9. bis 11. März 2023 nicht mehr teilzunehmen." (...)
Quelle: kathnet
Was müßte der nächste Papst können?
Marco Tosatti veröffentlicht bei Stilum Curiae die Gedanken von Msgr. Ics darüber, wie der nächste Papst sein müßte. Hier geht´s zum Original: klicken
"MSGR. ICS: ES BRAUCHT EINEN PAPST, DER WEISS, WIE MAN MIT DEN MÄCHTIGEN SPRICHT. MIT DEM KREUZ."
Liebe StilumCuriale, wir bieten Ihnen diesen meisterhaften, vehementen, leidenschaftlichen Artikel von Mons. ICS an. Viel Spaß beim Lesen, Meditieren und Teilen.
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Lieber Tosatti. Heute (20. Februar) schreibt La Verità auf dem Titelblatt: "Selbst Prodi lehnt das grüne Auto ab. In Italien würden 50.000 arbeitslos werden."
Auf wie viel wird das Ende den Katholizismus als wenig mehr als einen Kult in wirtschaftlicher Hinsicht reduzieren? (Wie es die mehr oder weniger getarnten Feinde des Katholizismus behaupten?).
Um darüber nachzudenken, nehmen Sie als Beispiel das von Prodi zitierte grüne Auto, das nach "Naturgesetzen" bewertet wird, die (auch diesmal) ignoriert werden.
Der erklärte Vorteil des grünen Autos ist, daß es die Umwelt nicht belastet. Der kurzfristige Nachteil ist, daß es mehr Arbeitslose geben wird. Der mittel- bis langfristige Nachteil besteht darin, daß es dank der Arbeitslosigkeit weniger Menschen geben wird, die ein Auto kaufen können (mit den nächstgelegenen wirtschaftlichen Aktivitäten).
Der ultimative langfristige Nachteil ist, daß viele Automobilunternehmen scheitern werden. Um sie zu retten, werden die Staaten sie verstaatlichen.
Kehren wir nun zum Verhältnis zwischen Katholizismus und Beschäftigung zurück, anstatt zu grünen Autos und Beschäftigung.
Wir assimilieren den Katholizismus in "Umkehr", "kleine Herde", in das grüne Auto. Ich möchte Überlegungen zu der Gleichung vorschlagen, die sich auf den wirtschaftlichen Wert des Katholizismus und die geschätzten wirtschaftlichen Kosten seines Endes bezieht.
Vor einigen Jahren besuchte ich in Rom eine Lectio von Prof. Ettore Gotti Tedeschi, die ich aufschlussreich fand.
Wirtschaftliches Verhalten ist direkt mit der Moral verbunden, die es -also das wirtschaftliche Ergebnis- inspiriert. Sobald sich diese Moral geändert hat, ändern sich das Verhalten und das Ergebnis. Kurzfristig sieht es vielleicht besser aus, mittel- bis langfristig nie.
Kardinal Müller: Ratzinger und die Befreiungstheologie
FirstThings veröffentlicht einen Beitrag von Kardinal Gerhard Müller über die Beziehung des damaligen Kardinals Ratzinger zur Befreiungstheologie und den Befreiungstheologen.
Hier geht´s zum Original : klicken
"RATZINGER UND DIE BEFREIUNGSTHEOLOGEN"
Das Vermächtnis von Joseph Ratrzinger ruht nicht auf der Institution des "Papa emeritus", deren Pionier er war. Das Große Vermächtnis des Theologie-Professors, des Kardinal-Präfekten der Glaubenskongregation und von Papst Benedikt XVI ist stattdessen sein theologisches Werk, das charakteristischerweise auf der Einheit von Glaube und Vernunft besteht- einer Einheit, die sein Gesprächspartner, der Theoriekritiker Jürgen Habermas als Essenz der Westlichen Kultur anerkannte. Ratzinger hat bei der Problematisierung des Christentums durch die modernen Wissenschaften und ideologischen Systeme nicht nachgegeben.
Soweit Konflikte bestanden, sei das Christentum damit nicht als „unvernünftig“ bewiesen worden; vielmehr war es ein Zeichen dafür, daß die Wissenschaften von ideologischem Einfluss gereinigt und die Ideologien für das Gute und Wahre gesiebt werden mussten.
Im Gegensatz zur Legende war Ratzinger kein simplizistischer FEuind der Moderne. Das Christentum konnte mit vielen der Einsichten des Marxismus, der Psychoanalyse, des Darwinismus und anderer Ideologien zurecht kommen. Aber er war standfest darin, auszuschließen, was sich nicht mit dem Christentum verträgt. Tatsächlich war er ein Vorbild bei diesem Werk, als Kardinal und als Papst. Das vielleicht schlagendste Beispiel dafür war sein Umgang mit den Befreiungstheologen in der Frühzeit seiner Arbeit als Präfekt der Glaubenskongregation.
In den frühen 1980-ern - Ratzinger war gerade von Johannes Paul II zum Präfekten berufen worden-. herrschte inn Latein-Amerika extreme Armut und Ungleichheit, so daß Marxistsiches Denken in diesem Teil der Welt begann Kirchenmänner anzusprechen, gerade als Katholiken in Johannes Pauls Heimatland darum kämpften, das kommunistische Regime zu stürzen. Gustavo Gutiérrez, ein dominikanischer Theologe aus Peru hatte das bahnbrechende "Eine Theologie der Befreiung" (1971) geschrieben, von dem die Befreiungstheologie ihren Namen ableitete.
Nicht nur Aschermittwoch ...
sondern auch das Fest der Cattedra Petri. Dazu schrieb Antonio Tarallo vor einem Jahr in La Nuova Bussola Quotidiana eine nicht nur kunsthistorische Betrachtung.
Hier geht´s zum Original: klicken
"DIE CATTEDRA PETRI, DAS MEISTERWERK BERNINIS"
Am 22. Februar feiern wir das Fest des Stuhls Petri, das Zeichen der Sendung ist, die Christus dem Apostelfürsten anvertraut hat. Die gleichnamige Reliquie wird in dem grandiosen Barockwerk von Bernini aus dem siebzehnten Jahrhundert aufbewahrt, das durch eine geschickte Szenografie das Wesen der Kirche darstellt.
Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen. Euch will ich die Schlüssel des Himmelreiches geben, und was ihr auf Erden bindet, wird im Himmel gebunden sein, und was ihr auf Erden löst, das wird im Himmel gelöst werden« (Mt 16, 18-19) Das ist kein Reich der Erde, sondern des Himmels: "Etwas", das alle menschliche Wissenschaft und Erkenntnis übersteigt. Petrus, der erste Papst in der Geschichte der Kirche; der Mann, der dem Evangelium Christi bis zum letzten Augenblick seines Lebens gefolgt ist, bis zum Martyrium. Mit diesem Abschnitt aus dem Matthäusevangelium vertraut Jesus ihm, Simon Petrus, seine Kirche an und zeigt ihm seine Sendung.
Der 22. Februar ist das Fest des Stuhls jenes Petrus, der Christus nachfolgte. Die Geschichte dieses Festes - bereits durch das Depositio martyrum (ein Dokument von etwa 336, im Chronographen von 354 enthalten) bezeugt - verläuft zwischen der Stadt Antiochia und Rom: In der Tat ist der Name, den wir kennen, "Fest des Stuhls des heiligen Petrus", aber in Wirklichkeit hat uns die Geschichte die Existenz von zwei Stühlen des Apostels überliefert: einer von Antiochien, vor seiner Reise und seinem Martyrium in Rom; die zweite, die des römischen Lehramtes. Die Liturgie - vor der Reform des Kalenders (1960) von Johannes XXIII. - feierte beide an zwei verschiedenen Tagen: 18. Januar (Rom) und 22. Februar (Antiochien). Dann wurde am 22. Februar alles vereint.
Aber was stellt der Stuhl dar?
Papst Paul VI. gelingt es während der Audienz vom 22. Februar 1967, eine perfekte Synthese eines so hohen Begriffs zu liefern: "Der Stuhl des heiligen Petrus, die Autorität, die Christus dem Apostel verliehen hat und die im Stuhl sein Symbol, sein populäres Konzept und seinen kirchlichen Ausdruck gefunden hat. (...) Wir werden gut daran tun, liebe Söhne, diesem Fest die ihm gebührende Verehrung zu erweisen, indem wir an die unersetzliche und von der Vorsehung bestimmte Funktion des kirchlichen Lehramtes denken, das seinen maßgeblichsten Ausdruck im päpstlichen Lehramt hat. Der Stuhl Petri und das Lehramt gehen daher Hand in Hand durch eine gefestigte Tradition. In diesem »Thron« befindet sich das ganze Königtum der Kirche in ihrer Sendung als Lehrerin und Mutter für die ganze christliche Gemeinschaft, für die ganze Welt.
Dienstag, 21. Februar 2023
Christliche Kunst
St.Apollinaris zwischen den Schafen, Apsis-Mosaik in Sant´Apollinarein Classe, wohl zwischeb 533 bis 540 AD, Ravenna
Saint Apollinaris amid sheep, apse mosaic, Sant'Apollinare in Classe, Ravenna, Italy, ca. 533–549. pic.twitter.com/pJgJyU6HxC
— Ghost of Hellas (@ghostofhellas) February 21, 2023
Synodalität- Gefahren und Gegenmaßnahmen...
Sandro Magister kommentiert bei Settimo Cielo das neu erschienene Buch eines Kirchenrechtlers zum Thema "Synodale Kirche"
"FÜNF RISIKEN UND DREI DRINGENDE GEGENMASSNAHMEN. DER ALARM EINES GROSSEN KANONISTEN WEGEN DES PROJEKTES DER SYNODALEN KIRCHE"
So bald die kontinentalen Synoden, die in der im Oktober dieses Jahres und dann wieder im nächsten Jahr in Rom geplanten Weltsynode zur Synodalität zusammenlaufen werden, zu Ende gehen, wird am 24. Februar in den Buchhandlungen in Italien ein Essay eines angesehenen Kanonisten veröffentlicht, der mit seltener Kompetenz sowohl die Ambitionen, die Grenzen als auch die Risiken dieses kapitalen Projekts des Pontifikats von Franziskus aufdeckt.
Der von Marcianum Press veröffentlichte Essay trägt den Titel: "Metamorphose der Synodalität. Vom Zweiten Vatikanischen Konzil bis zu Papst Franziskus". Und der Autor ist Carlo Fantappiè, Professor für Kirchenrecht an der Universität Roma Tre und an der Päpstlichen Universität Gregoriana, Mitglied der École des Hautes Études en Sciences Sociales und Autor wichtiger Bücher auch über Kirchengeschichte, vom Standpunkt des Rechts.
Auf etwas mehr als hundert Seiten zeichnet Fantappiè gut dokumentiert zunächst die Entstehung und Entwicklung der Idee der Synodalität nach, beginnend mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil und den turbulenten nationalen Synoden der siebziger Jahre in Holland, Deutschland und anderen Ländern. Es beschreibt die anschließende Ausarbeitung durch Theologen und Kirchenrechtlern aus verschiedenen Ländern und Schulen, darunter die Internationale Theologische Kommission mit ihrem "Ad-hoc"-Dokument von 2018. Und schließlich bewertet er ihre Umsetzung in dem "Prozess", den Franziskus in Gang gesetzt hat.
Daß Franziskus "ein neues Modell von Kirche" im Sinn hat, steht nach Fantappiès Urteil außer Zweifel. "Nach dem gregorianischen Modell, dem tridentinischen Modell, dem juristisch-gesellschaftlichen Modell, dem des Volkes Gottes, ist hier das Modell der synodalen Kirche." Daraus ist jedoch schwer zu verstehen, was das ist, da es ständigen Variationen seitens des Papstes selbst unterliegt, "fast von Monat zu Monat".
"Das scheint zu bedeuten", schreibt Fantappiè, "daß Papst Franziskus beabsichtigt, dauerhaft eine bevorzugte Achse zwischen Synodalität und Bischofssynode zu bilden", bis zu dem Punkt, vielleicht "den Übergang von einer" hierarchischen Kirche "zu einer "synodalen Kirche" in einem permanenten Zustand umzusetzen und daher die Regierungsstruktur zu modifizieren, die sich für ein Jahrtausend auf den Papst, die römische Kurie und das Kardinalskollegium konzentriert."
An der Schwelle zu dieser drohenden Mutation der Struktur der Kirche selbst, die von Franziskus in Gang gesetzt wurde, schließt Fantappiè seinen Aufsatz. Aber es ist auch nützlich, "die fünf Hauptrisiken" zu überprüfen, die er in der neuen Synodalität, wie sie heute konfiguriert ist, identifiziert.
Fundstück
Kathpress veröffentlicht in einem Artikel, was der Psychiater und Autor Manfred Lütz in einem Interview den Katholiken im Umgang mit Papst Franziskus rät.
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unter dem Titel:
"PSYCHIATER LÜTZ: PROJEKTIONEN AUF DEN PAPST SIND GRUND FÜR ENTTÄUSCHUNGEN"
beginnt der Artikel so - ZITAT
"Der Psychiater und Theologe Manfred Lütz sieht manche Probleme deutscher Katholiken mit der römischen Leitungszentrale auch in Projektionen begründet. "Bei Benedikt XVI. fielen die stark konservativ aus, obwohl er im Grunde ein sehr moderner Theologe war", sagte Lütz im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Montag. "Auf Papst Franziskus gab es eher progressive Projektionen, dabei ist er theologisch völlig auf der Linie seines Vorgängers. Er will keine dogmatischen Änderungen, sein Anliegen ist ein pastorales und praktisches", so Lütz." (...)
Quelle: kath.press, Prof. M. Lütz
Montag, 20. Februar 2023
Nur ein Gerücht?
Marco Tosatti veröffentlicht bei Stilum Curiae einen Artikel, der zuerst bei Missa in Latina und dann in The Remnant erschienen ist und sich mit der Frage befaßt, welche Pläne Papst Franziskus für die Lateinische Messe nach dem Usus antiquior hat.
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"DER PAPST BEREITET DAS ENDE DER MESSE IN LATEINISCHER SPRACHE VOR. GERÜCHTE BEI THE REMNANT"
Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, wir bieten Ihnen diesen Artikel von Diane Montagne für Missa in Latino, -wir danken für die Großzügigkeit- über das, was der regierende Papst vorbereitet, um das Erbe von Benedikt XVI. und Summorum Pontificum endgültig zu versenken. Wenn ja, warum konnte die Piusbruderschaft in Rom keinen Platz zum Feiern finden? Viel Spaß beim Lesen und Teilen.
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Fundstück
P. Lorleberg hat für kathnet. den schwedischen Kardinal Anders Arborelius zu seiner Ansicht zum deutschen Synodalen (Sonder-) Weg und dem sorgenvollen Brief der Nordischen Bischofskonferenz an die DBK interviewt. Hier geht´s zum Original: klicken
unter dem Titel:
"NATÜRLICH IST ES EINE SORGE, DASS ES IN DEUTSCHLAND UND AUCH ANDERSWO SOLCHE SCHWIERIGKEITEN GIBT"
beginnt das Interview so- ZITAT
" kath.net: Eminenz, am 9. März 2022, also vor praktisch genau einem Jahr, hat die Nordische Bischofskonferenz einen Brief an den DBK-Vorsitzenden Bischof Georg Bätzing geschrieben (siehe Link). Auch Sie zählen zu den Unterzeichnern. Im Brief steht u.a.: „Wir machen uns … Sorgen um die Richtung, die Methodik und den Inhalt des synodalen Weges der Kirche in Deutschland.“ Fast zeitgleich hatte die Polnische Bischofskonferenz einen vergleichbaren Brief geschrieben (siehe Link). Wieviel Dialogbereitschaft folgten auf den Brief und wie ordnen Sie die Reaktionen ein?
Kardinal Arborelius: Wir haben einen Brief bekommen als Antwort und dann hatten wir auch die Gelegenheit mit einigen deutschen Bischöfen in Hildesheim bei der Sitzung unserer Bischofskonferenz zu sprechen. Wir hoffen, dass dieser Dialog und andere Dialoge in Rom und Prag usw, fruchtbar werden und der Einheit dienen können." (...)
Quelle: kathnet., P. Lorleberg, Kard. Arborelius