Freitag, 11. Juli 2014

Der Heilige Benedikt von Nursia

Heute feiert die Kirche den Heiligen Benedikt von Nursia, zu seiner Ehre und der des Papstes, der als Benedikt XVI seinen Namen annahm - hier was der Heilige Vater bei der Generalaudienz am 27.4. 2005 unmittelbar nach seiner Amtseinführung bei der Generalaudienz über seine Namenswahl sagte   klicken

"Bei dieser ersten Begegnung möchte ich zunächst über den Namen sprechen, den ich gewählt habe, als ich Bischof von Rom und universaler Hirt der Kirche wurde. Ich wollte mich Benedikt XVI. nennen, weil ich geistig an den ehrwürdigen Papst Benedikt XV. anknüpfen wollte, der die Kirche in der stürmischen Zeit des Ersten Weltkriegs geleitet hat. Er war ein mutiger und wahrer Prophet des Friedens und bemühte sich mit großer Tapferkeit zuerst darum, das Drama des Krieges zu vermeiden, und später dessen unheilvolle Auswirkungen einzudämmen. Ich möchte mein Amt auf seinen Spuren im Dienst der Versöhnung und Harmonie unter den Menschen und Völkern fortführen in der Überzeugung, daß das große Gut des Friedens vor allem ein Geschenk Gottes, ein zerbrechliches und wertvolles Geschenk ist, das Tag für Tag durch den Beitrag aller zu erbitten, zu schützen und aufzubauen ist.
Der Name Benedikt erinnert auch an die herausragende Gestalt des großen »Patriarchen des abendländischen Mönchtums«, an den hl. Benedikt von Nursia, der zusammen mit den hll. Cyrill und Methodius Patron von Europa ist. Die zunehmende Ausbreitung des von ihm gegründeten Benediktinerordens hatte großen Einfluß auf die Verbreitung des Christentums in ganz Europa. Deshalb wird der hl. Benedikt in Deutschland und besonders in Bayern, meinem Geburtsland, sehr verehrt; er ist ein grundlegender Bezugspunkt für die Einheit Europas und ein nachdrücklicher Hinweis auf die unverzichtbaren christlichen Wurzeln der europäischen Kultur und Zivilisation."
cr LEV

und hier die Rede, die Papa Benedetto bei der Generalaudienz vom  9.4.2008 über seinen großen Namenspatron hielt - hier geht´s zum Gesamttext:   klicken 
Er begann so:

"Heute möchte ich über den Hl. Benedikt, den Begründer des abendländischen Mönchtums und Schutzpatron meines Pontifikats, sprechen. Ich beginne mit einem Wort des hl. Gregor des Großen, der über den hl. Benedikt schreibt: »Nicht nur die zahlreichen Wunder des Gottesmannes wurden in der Welt berühmt, sondern auch das Wort seiner Lehre strahlte hell auf« (II Dial., 36).


Gute Nachrichten aus Köln

Kardinal Rainer Maria Woelki wird als Nachfolger Kardinal J. Meisners neuer Erzbischof von Köln.
Das hat das Domkapitel des Hohen Doms am Rhein soeben offiziell bekannt gegeben.
Beten wir für den neuen Kölner Oberhirten und sein anspruchsvolles Amt um den Beistand des Hl. Geistes .
Wir wünschen Kardinal Woelki Gottes reichen Segen und gratulieren herzlich.

Hier kann man lesen, was domradio Köln dazu schreibt:     klicken

Neues von der IOR

Sandro Magister hat sich im L´Espresso des Themas angenommen und betrachtet besonders den Rücktritt des EX-Präsidenten der Vaticanbank Ernst von Freyberg. Und wer schon immer wissen wollte, wie viel Geld der Vatican für externe Beratung bezahlt, kann hier staunend fündig werden.
Hier geht´s zum Original   klicken

"Im Abschiedskommnuiqué des IOR-Präsidenten finden sich auch einige Steinchen"
Im langen Kommuniqué, das der Präsident der IOR, Ernst von Freyberg, am vergangenen Mittwoch, 8.Juli, am Vorabend der Bekanntgabe seines Nachfolgers und der Auswechslung des Administrationsbeirates, veröffentlichte, finden sich auch einige Kuriositäten.

Am Auffälligsten ist die magere Netto-Bilanz für das Jahr 2013. Knapp 2,3 Millionen Euro gegenüber dem Resultat der Aktiva des Vorjahres mit 86,6 Millionen. Zu den Gründen für diesen Einbruch werden der Wertverlust der im Besitz der IOR befindlichen Goldbarren ( minus 11,5 Millionen)  und das schlechte Resultat der Investmentfonds ( minus  28,5 Millionen) gezählt.

Aber dann kommen die Personalkosten für Promontory dazu, dem multinationalen Unternehmen, das zur " Kontenbereinigung" des Institutes engagiert wurde, was die Personalkosten der Bank um 33% - 8,3 Millionen Euro -ansteigen ließ.
Dazu kommt-so liest man im Kommuniqué- "der Verlust von 3,2 Millionen € einer Finanzhilfe, die der Diözese von Terni gewährt wurde".
Das bezieht sich auf den Crash der umbrischen Diözese, als Msgr. Vincenzo Paglia, Spitzenexponent der Gemeinschaft von Sant´ Egidio, noch ihr Bischof war. Der ist heute Präsident des Päpstlichen Rates für die Familie. Die Diözese wurde unter kommissarische Leitung gestellt und die IOR mußte das Defizit mit weiteren 20 Millionen € stopfen.
Als ob das für die Verluste der sogenannten "Vatican-Bank" noch nicht genügte, mußten auch noch 15,1 Millionen € zur freien Verfügung einer Päpstlichen Stiftung bereitgestellt werden.

Donnerstag, 10. Juli 2014

Der französische Kardinal Barbarin spricht Klartext zur Lage im Irak

 « Ce qui nous manque le plus, c’est votre proximité, votre solidarité. Nous voulons avoir la certitude que nous ne sommes pas oubliés ! »*  

Das groteske Mißverhältnis des öffentlichen Interesses an der Fußballweltmeisterschaft und dem unverminderten Morden im Mittleren Osten prangern der französische Kardinal Barbarin und der irakisch-chaldäische Patriarch L.R. I Sako an.
Radio Vatican veröffentlicht ein Interview mit dem Patriarchen zur Lage im Irak :   klicken
Kardinal Barbarin fand folgende klare, im blog "lyoncatholique" wiedergebene, Worte:    klicken
"Die Auslöschung religiöser Minderheiten ist - leider - kein Kollateralschaden der verrückten Strategie von Mördern - sie ist deren erklärtes Ziel. Diese Menschen werden in der Stille zwischen zwei Wellen in Brasilianischen Fußballstadien ermordet."
und er fuhr fort "Ich möchte an die Worte des Patriarchen* erinnern:
'*Das was uns am meisten fehlt, ist eure Nähe, eure Solidarität. Wir wollen die Sicherheit haben, daß wir  nicht vergessen sind.!'

Auch im blog rorate caeli macht man sich seine eigenen Gedanken über das Sommerloch ( "silly season"), das Morden und den Fußball     klicken 
Hier wird Patriarch Sako so zitiert :
"The bishop condemned Western states who he said "find football" in the current World Cup "more interesting than the situation here or in Syria."



Quellen: http:lyoncatgholique, roratecaeli







Größtmögliches (unfreiwilliges) Lob von der SZ für Kardinal Woelki

Größtmögliches Lob- das uns versichert, hier wird der richtige Mann Erzbischof von Köln- kommt, wenn auch unbeabsichtigt- von der SZ: die vermeldet griesgrämig, Kardinal Woelki sei ein enger Vertrauter des "umstrittenen" Alterzbischofs Kardinal Meisners und er stehe dem Opus Dei nicht so fern, wie man es beim Prantl-Journal gern hätte. Summa summarum: umstritten ist in SZ-Deutsch eine der höchsten erreichbaren Lobesstufen für Kirchenmänner und dem Opus Dei ist man dort in schreckensstarrer Phobie, gepaart mit unausgegorenen Stereotypen aus dem Wörterbuch des Unmenschen, verbunden. Man könnte das auch Obsession nennen.
Wir dürfen also beruhigt sein, kein Revoluzzer, kein Reformer, kein Zeitgeistler konnte die Cathedra von Köln besetzen.
Wer sich das Original antun möchte, kann das hier tun: klicken

Mittwoch, 9. Juli 2014

Noch einmal zur causa Limburg

Unbedingt lesenswert ist das, was Hans Michael Müller in "Christliches Forum" über die kürzlich verschämt und leise, quasi hinter vorgehaltener Hand vorgetragene "Erklärung" des Limburger Domkapitels zum eigenen unrühmlichen Umgang mit dem per Hetzkampagne aus der Diözese verjagten Bischof Tebartz v.E. schreibt : klicken
Einige der in ihrem Verlauf pressewirksam aus dem Hinterhalt den begeisterten MSM zugespielten Äußerungen der Hauptstrippenzieher aus dem Domkapitel dürften nun justitiabel sein und sollten den Staatsanwalt interessieren.
Zu Recht stellt Müller die Frage, ob derlei intrigante Menschen auch nur die allerkleinste Stellungnahme zur Person eines neuen Bischofs abgeben dürften. Mit ihm sind wir der Meinung, daß auch diese Herren, voran Günther Geis, Johannes zu Eltz und Vermögensverwaltungsrat Riebel, sich schnell einen möglichst weit abgelegenen Ort zur tätigen Reue suchen sollten.
Nachdem sie dem verhaßten Ex-Bischof TvE ja doch einige "wohlmeinende" Vorschläge für seinen weiteren Verbleib gemacht hatten, von Afrika war da die Rede gewesen, wäre es für unsere wackeren Limburger Heckenschützen vielleicht Zeit, sich nach den für Zentralafrika erforderlichen Impfungen zu erkundigen.

Nicht verwunderlich ist leider, daß die mainstream-Medien, die sich wie ZDF und ARD-aber auch die notorischen Mitglieder des printmedialen "Rechercheverbundes"  an vorderster Front am Rufmord am Limburger Hirten beteiligten, dieser lauen Entschuldigung gegenüber so ausgesprochen schwerhörig und begriffsstutzig sind und lieber auf ihre Verbreitung verzichten, müßten sie doch gleichzeitig ihr eigenes Versagen zugeben.

" Where have all the bloggers gone?"


Das fragt auf seinem blog Father R.Blake und seine Frage bezieht sich naturgemäß auf die englischsprachige Bloggerszene, aber sie stellt sich auch für uns: hier geht´s zum Original  klicken
Im Benedetto-Pontifikat habe die katholische Bloggerszene geblüht, schreibt er - wörtlich: "Benedikt stimulierte Gedanken, Reflektionen und Dialog, ein offenes und freies intellektuelles Umfeld. In der Lehre Benedikts war Solidität und Sicherheit, die Diskussionen ermöglichte und intellektuelle Ehrlichkeit, man wußte, wo die Kirche steht und wo der Papst. Heute sind wir in weniger sicheren Zeiten, das intellektuelle Leben der Kirche ist durch die Unsicherheit "verzwergt".
Die meisten Katholiken aber besonders der Klerus wollen dem Papst gegenüber loyal sein, um die Einheit der Kirche zu wahren, heute drückt sich diese Loyalität vielleicht am besten durch Schweigen aus."

Dienstag, 8. Juli 2014

Das Wunder der Bilokation.....oder McKinsey macht´s möglich?


Sandro Magister berichtet für L´ Espresso und La Repubblicca Erstaunliches:
"Wunder in Molise. Der Osservatore Romano verdoppelt den Papst" 
hier geht´s zum Original : klicken

"Wunder in Molise." Der Osservatore Romano verdoppelt den Papst"
Daß der Papst die Gabe der Bilokation habe, hat niemand erwartet. Und doch erfuhren wir das gestern aus einer absolut zuverlässigen Quelle : dem Osservatore Romano.
In seiner Ausgabe vom 8. Juli -wie immer am vorhergehenden Tag gedruckt- legt die Tageszeitung des Heiligen Stuhls Rechenschaft über den Besuch des Papstes in Campobasso und Isernia ab.
"Ein Wort der Hoffnung" sagt der Titel der ersten Seite. "Diese Hoffnung" -so liest man- "haben die Strafgefangenen des Gefängnisses von Isernia auf den Papst gesetzt, der sie am Morgen des 5. Juli besuchte.
Auf Seite 6 der selben Ausgabe des Osservatore Romano ist die Rede des Papstes im Gefängnis von Isernia in ganzer Länge einschließlich der Grüße und der Abschiedsworte der Gefängnisdirektorin abgedruckt.
Bis hierhin noch nichts, was man nicht schon wüßte.

Aber wenn man Seite 2 aufschlägt: da- das Wunder!
In seinem Artikel kennzeichnet Pierluigi Natalia den Gegenschlag der Mafiosi, die Franziskus in seiner vorhergehenden Reise nach Kalabrien exkommuniziert hatte. Das liest sich so:
"In Verbindung zu den Worten des Papstes in Sibari scheint der Entschluß von 200 Gefangenen zu stehen, der Messe fernzubleiben, die der Papst selber im Gefängnis von Larino feierte."
Daß Franziskus am selben Tag und zur selben Stunde sowohl den Kerker in Larino als auch den von Isernia besuchte, hatte sich keiner vorstellen können, bevor der Osservatore Romano es enthüllte.
Aber das ist nicht alles.
Die Zeitung des Heiligen Stuhls hat uns informiert, daß der Papst im Gefängnis von Larino auch die Messe gelesen hat, was er im Gefängnis von Isernia nicht tat. Und daß er sich vor 200 leeren Stühlen wiederfand, weil die Gefangenen über die Exkommunikation verärgert, sich zurückgezogen hatten.
Keine Kommunion, kein Messe.
Von diesem abenteuerlichen zweiten Leben von Papa Franziskus war bisher noch nichts durchgesickert, bevor es jetzt der Osservatore Romano enthüllte.

Die Beratertätigkeit der Superexperten von McKinsey , die die vaticanische Informationspolitik optimieren soll, beginnt Früchte zu tragen."

Quelle. L´Espresso, Sandro Magister


Sonntag, 6. Juli 2014

Kardinal Müller erklärt Papst Franziskus

Der Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal L. Müller hat Christa Pongratz-Lippitt von "The Tablet" erklärt, wie man Papst Franziskus verstehen müsse: aus der Perspektive und der Tradition des lateinamerikanischen Katholizismus.
Titel des Beitrags:     "To understand Pope Francis 'think like Latin Americans"
Hier geht´s zum Originaltext    klicken
Quelle: TheTablet

Man könnte auf den Gedanken kommen, daß so die Una Sancta und ihre Lehre nun in ethnisch definierte Denkweisen der verschiedenen Kontinente zerfällt.

Samstag, 5. Juli 2014

Mehr merkwürdige Sachen: die Ästhetik des Mainzer Kardinals

Nein, die naturnahen Plastikmodelle von Embryonen um die 12. Schwangerschaftswoche herum, gefallen der Mainzer Eminenz gar nicht. Abstoßend seien sie und aggressiv und deshalb kontraproduktiv für den Lebensschutz. Von der Warte eines Helaukarnevalisten, der Funkenmariechen und Gardekorps schön findet, kann man das verstehen. Wie es aussieht hat unser Altkardinal allerdings noch nicht das Produkt einer Abtreibung gesehen, einen durch die Saugpumpe blutig in Stücke gerissen Embryo. Möglicherweise würde er sein Urteil dann etwas relativieren, aber sicher nicht medienmwirksam, er hat bei den mainstream- Medien schließlich einen Ruf zu verlieren.
Gefunden beim Kreuzknappen  klicken

Freitag, 4. Juli 2014

Weltjugendtag 2016

                                     Hier das Logo für den WJT 2016 in Krakau


                                 Il logo ufficiale della Gmg 2016

Donnerstag, 3. Juli 2014

Irlands Massengrab-Hysterie


Nachdem die Fußball-WM und andere Ereignisse den medialen Echauffierungshype um das angebliche Kinder-Massengrab in Irland aus den Schlagzeilen und Köpfen der dahinter stehenden Redakteure verdrängt haben, wird es Zeit, sich die Tatsachen einmal genauer anzusehen. Dabei stellt sich so manches Erstaunliche heraus. Nachzulesen in der von Bill Donahue erstellten PDF-Datei "Irelands-Mass-Grave-Hysteria"   klicken

Zunächst einmal: es gibt kein Massengrab. Entgegen einer aus Wahrheit, Halbwahrheit, platten Lügen zusammengewundenen Story mit 3 Erzählsträngen : die grausamen Nonnen, die ihre Schutzbefohlenen mißhandelten, die Magdalen-Laundries und die durch den gleichnamigen Film berühmt gewordene causa "Philomena" gibt es weder ein Massengrab noch wurde Philomena Lee ihr Kind von bösen Nonnen weggenommen und zum höchsten Gebot verkauft.
Das giftige Gebräu, das von der irischen Presse, voran die Irish Mail, nicht zufällig zusammen gebraut und dann von der einschlägigen internationalen nur zu gern aufgegriffen wurde, hatte ein Ziel: antikatholische Ressentiments zu schüren.
Was die "Magdalen Laundries" angeht, kann man alles Wissenswerte im 2012 veröffentlichten McAlees-Report der Irischen Regierung nachlesen. So z.B. daß keine einzige der dort aufgenommenen Frauen von den Nonnen sexuell belästigt wurde und daß die Bedingungen in der Wäscherei eben nicht gefängnishaft waren.
Philomena Lee hat ihr Baby im Alter von 22 Jahren den Nonnen freiwillig-wie in einem ebenso freiwillig unterzeichneten Vertrag bekundet- den Nonnen übergeben, die ihr halfen einen bezahlten Arbeitsplatz zu finden. Sie haben das Baby nicht an die Meistbietenden verkauft und im Gegensatz zu dem, was der larmoyante und ziemlich realitätsferne Film behauptet, hat Philomena Lee die USA erst betreten, als der Film gedreht wurde- niemals vorher, auch nicht, um angeblich ihren Sohn zu suchen.
Was nun das angebliche Massengrab oder eine als Grab genutzte Klärgrube angeht, mit angeblich 800 kindlichen Skeletten, -es existiert schlicht nicht.

Mittwoch, 2. Juli 2014

Sandro Magister über das Konklave, Vereinbarungen im Präkonklave und deren Auswirkungen auf die Amtsführung von Papst Franziskus


In seinem Vaticanischen Tagebuch im L´ Espresso schreibt Sandro Magister am 1.7. unter dem Titel:
"Ich folge dem, was die Kardinäle verlangt haben"  über den Einfluß des Präkonklaves auf die Regierung von Papst Franziskus und daß Vereinbarungen , die an die Wahl eines Papstes gebunden sind, illegitim und ungültig sind. Aber in der Realität - so Magister- sind wir ihnen sehr nahe.
Hier geht´s zum Originaltext:  klicken

"Ich folge dem, was die Kardinäle verlangt haben....."
"Den Kardinälen ist es verboten, sich an Vereinbarungen* und Übereinkünfte zu halten, die sie im Präkonklave treffen, falls einer von ihnen gewählt wird. Solche Versprechungen, die wirklich getroffen und vielleicht sogar beschworen wurden, sind null und nichtig.
Das unterstreicht die 1996 vom Hl. Johannes Paul II herausgegebene  Apostolische Konstitution "Universi dominici gregis" mit allem Nachdruck.
Historisch werden Modalitäten oder Wählerübereinkünfte zwischen den im Konklave vereinten Kardinälen als solche definiert, die darauf abzielen, den künftigen Pontifex an irgendwelche vorher getroffenen Absprachen zu binden, die seine Handlungsfreiheit einschränken.

Der erste Pakt dieser Art in der Geschichte ist der von 1352 im Konklave von Avignon vor der Wahl Innozenz´ VI, der diesen aber unmittelbar nach seiner Wahl für ungültig erklärte.
Und wirklich: mehrere Päpste haben nach ihrer Wahl Vereinbarungen, die sie mit den Kardinalskollegen getroffen hatten, negiert.
Es gab Pakte, die die Wahl zum Wohl der Kirche beeinflussen sollten, aber auch solche, die den persönlichen Interessen bestimmter Gruppen entsprachen- und zwar so, daß man entschied, daß diese förmlich verboten werden müßten.
Das Verbot trat mit der Regel für das Konklave, das von einem anderen heiligen Papst, Papst Pius X, 1904 in der Apostolischen Konstitution "Vacante Sede Apostolica" promulgiert wurde, in Kraft.

"Wir verbieten gleichermaßen, daß die Kardinäle, bevor sie zur Wahl schreiten, Vereinbarungen treffen oder etwas im gemeinsamen Konsens beschließen, das sich auf das Pontifikat auswirkt. Solche Dinge, wenn sie de facto geschehen, auch wenn sie beschworen werden, erklären wir für null und nichtig."

Southern Baptists und Mennoniten erkämpfen vor dem US-Supreme Court auch den Fortbestand der katholischen Morallehre

The New Catholic berichtet bei rorate caeli über das mit 5:4 Richterstimmen ergangene Urteil des US-Supreme Courts zu den von Arbeitgebern für ihre Arbeitnehmer zu tragenden Kosten für Empfängnisverhütung und Abtreibung.
Hier geht´s zum englischen Original   klicken   mit dem vielsagenden Titel:

"Urteil des Supreme Court der USA: Dank den Southern Baptists und den Mennoniten  kann die traditionelle katholische Morallehre aufrecht erhalten werden."

Das Urteil, das die Southern Baptists und Mennoniten vor dem Obersten Gerichtshof der USA erfochten haben, besagt,  daß Unternehmen und Arbeitgeber nicht gegen ihre religiöse Überzeugung gezwungen werden dürfen, die durch das Obama-Care-Gesetz für ihre Angestellten entstehenden Kosten für Empfängnisverhütung und Abtreibung bezahlen zu müssen.
Die Ironie ist, daß außer Katholischen Arbeitgebern wie Hobby-Lobby ( große Hobby-und Bastelzubehörkette) und die Conestoga-Wood-Specialities-Corporation sich keine offiziellen Vertreter der Katholischen Kirche an der Klage gegen das Health-Care-Gesetz beteiligt haben. Im Gegenteil: die Diözese New York und beispielsweise auch die katholische Georgetown-Universität, bezahlen für ihre Angestellten die Medikamente zur Empfängnisverhütung und Abtreibung.
Das Urteil aber zeigt, daß es sich lohnt, für seine Überzeugung und für das, an das zu glauben man behauptet, zu kämpfen.

Quelle:NewCatholic/ roratecaeli http://rorate-caeli.blogspot.com/2014/06/ 

Dienstag, 1. Juli 2014

Der stetige Niedergang des Katholizismus in Südamerika

Über den stetigen Niedergang des Katholizismus in Südamerika- immer noch fälschlicherweise als Vorzeigekontinent des Glaubens gehandelt - und zwar just eben auch im aktuellen Pontifikat, können auch die jubelnd verkündeten, angestiegenen Peterspfennigeinnahmen nicht hinwegtäuschen.
Wie da der Bergoglio-Effekt ins Spiel kommt? Wer weiß.....
Hier geht´s zum englischen Original "The collapse of catholiscism in latin America"  :    klicken

Latinobarómetro hat am 16. April dieses Jahres die neuesten Zahlen zum lateinamerikanischen Katholizismus veröffentlicht.  Latinobarómetro ist eine non-profit-Organisation, ein Äquivalent zu Eurobarometro- und die einzige, die auf gesamtlateinamerikanische Daten, in die auch die Zahlen der UNO und der Interamerikanischen Entwicklungsbank einfließen, zurückgreifen kann.
Die veröffentlichen Grafiken zeigen:

1. die Veränderung des prozentualen Anteils von Katholiken in 18 lateinamerikanischen Ländern von 1995 bis 2013.

2. die Länder mit dem höchsten prozentualen katholischen Bevölkerungsanteil in absteigender Reihenfolge.
Dabei ergibt sich, daß die größten Verluste in den Ländern zu verzeichnen sind, in denen die Befreiungstheologie am offensivsten vertreten wurde (El Salvador, Nicaragua, Honduras, Guatemala).

3. daß der Anteil von Katholiken an der Gesamtbevölkerung in Lateinamerika von 80%  auf 67% fiel. Gleichzeitig ist ein massiver Anstieg bei den evangelikalen Glaubensgemeinschaften zu verzeichnen, den man getrost als Massenkonversion bezeichnen kann