Mittwoch, 12. Dezember 2018

In memoriam Robert Spaemann

Anläßlich des Todes von Robert Spaemann hat Dr. Maike Hickson noch einmal das Interview veröffentlicht, das sie am 30. September 2017 bei OnePeterFive veröffentlichte, hervorgeholt.
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"ROBERT SPAEMANN ÜBER JOESPH SEIFERT, AMORIS LAETITIA UND DAS ZEUGNIS FÜR DIE WAHRHEIT"


Maike Hickson:
Professor Joseph Seifert ist einer Ihrer Studenten, der seine Habilitationsarbeit unter Ihrer Leitung geschrieben hat. Also kennen Sie ihn und seine Arbeit persönlich. Sie beide haben die Stimme erhoben zu einer höflichen Kritik des päpstlichen Dokumentes Amoris Laetitia. Was war Ihre Reaktion auf die Entscheidung des Erzbischofs von Granada, Professor Seifert wegen seiner Kritik an Amoris Laetitia zu entlassen?

Robert Spaemann:
Erst einmal, Professor Seifert ist nicht mein Student sondern Student von Dietrich von Hildebrand. Er hat sich in der Philosophischen Fakultät der Universität München habilitiert. Was die Entlassung Seiferts durch den Erzbischof von Granada angeht, war ich schockiert. Ich wußte nichts über Seiferts eigene  Veröffentlichung. Unsere Reaktionen auf die Entscheidung des Erzbischofs waren völlig unabhängig voneinander.

MH:
"Wie reagieren Sie auf den Vorwurf Erzbischof Javier Martinez´, daß Professor Seifert mit seinen kritischen Fragen zu Amoris Laetitia "die Einheit der Kirche schädigt, den Glauben der Gläubigen verwirrt und Mißtrauen gegen den Nachfolger Petri sät?"

RS:
"Wie gesagt, ich war schockiert. Der Erzbischof schreibt, daß er sicherstellen muß, daß die Gläubigen nicht verwirrt werden, weil Seifert die Kircheneinheit unterminiert.
Die Einheit der Kirche basiert auf der Wahrheit. Wenn die Katholische Kirche einem gläubigen Professor einen Lehrauftrag anvertraut, tut sie das, weil sie in die unabhängige Lehre eines Denkers vertraut. Solange seine Philosophie nicht im Widerspruch zur Kirchenlehre steht, gibt es ein weites Feld für eine Lehre.
Das Mittelalter war da ein Modell. es gab die lebhaftesten und tiefsten Differenzen zwischen den Meinungen. In diesen Diskussionen zählte das Argument, nicht die Entscheidung einer Autorität.
Und es wäre niemandem in den Sinn gekommen, zu fragen, ob ein philosophischer Gedanke mit der Meinung des amtierenden Papstes übereinstimmt."

MH:
"Welche Signale senden ein solches bischöfliches Urteil im Hinblick auf die akademische Freiheit aber auch speziell im Hinblick auf die Freiheit eines wohl ausgebildeten Gewissens  des einzelnen Katholiken im Besonderen aus? Kann ein Katholischer Akademiker noch päptliche Äußerungen auf kritische Weise diskutieren und sollte das möglich sein?"

RS: 
"Im Licht des Urteils des Erzbischofs muß sich jetzt jeder Philosoph, der in einer kirchlichen Institution arbeitet fragen, ob er seine Arbeit dort fortsetzen kann. 
Auf alle Fälle verträgt sich das Eingreifen des Erzbischofs nicht mit dem Respekt für die Akademische Freiheit.
Was Seifert kritisiert ist der Bruch mit der fortwährenden Lehre der Kirche und mit der expliziten Lehre der Päpste Paul VI und Johannes Paul II.
Der Hl. Johannes Paul hat einmal in "Veritatis Splendor" audrücklich betont, daß es keine Ausnahme für den Ausschluss der wiederverheirateten Geschiedenen von den Sakramenten gibt. Papst Franziskus widerspricht ebenso ausdrücklich der Lehre von "Veritatis Splendor".


Dienstag, 11. Dezember 2018

Interview mit Kardinal R. Burke

für LifeSiteNews u.a. zum Thema "Ehe und Familie" und "Synodalität"
 
          

Robert Spaemann R.I.P.

Sebastian Krockenberger hat für "Die Tagespost" einen Nachruf auf den gestern in Stuttgart verstorbenen Philosophen Robert Spaemann geschrieben.
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Zuvor hatte die Tagespost mit diesem Artikel den Tod Spaemanns bekannt gegeben. klicken

Quelle: "Die Tagespost"


Wenn die New York Times finstere katholische Verschwörungen aufdeckt.....

Bei der Suche nach möglichen Feinden einer Revolution und Verächtern frischer Frühlingsbrisen in der Katholischen Kirche ist das mediale Flaggschiff des Relativismus in Regensburg fündig geworden. Dort residiert eine dunkle Königin in einem Schloss, in sich dem immer wieder Dunkelkatholiken, horribile dictu Traditionalisten und andere Rigide und Neopelagianer ein fromm-verschwörerisches Stelldichein geben.
Da mußte erst der Jason Horowitz von der NYT kommen, damit dieses finstere Komplott aufgedeckt und der Welt enthüllt werden konnte.
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"DAS Party-Girl der 80-er Jahre ist jetzt eine Verteidigerin des Katholischen Glaubens" 

 Bei CNA  klicken kann man den Kommentar von Martin Bürger zu dieser düsteren Mär lesen.

"EINE KATHOLISCHE "SONNENKÖNIGIN"? GLORIA VON THURN UND TAXIS IN DER ´NEW YORK TIMES´"

Zitat:
(…) "Die Fürstin gilt als eine prominente Kämpferin für die katholische Sache, und darauf liegt auch der Fokus des von Jason Horowitz, Rom-Korrespondent der "New York Times", verfassten Artikels. Gloria von Thurn und Taxis, heißt es dort reißerisch, sei zur "Sonnenkönigin" geworden, um die herum viele traditionalistische Katholiken schwirrten, die Papst Franziskus ablehnten. (…)

Montag, 10. Dezember 2018

In adventu domini ....

in Vorfreude:    Jesaja 9, 5-8 

"Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns geschenkt, die Herrschaft ruht auf seinen Schultern.
Man ruft seinen Namen aus: Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Ewiger Vater, Friedensfürst."



          

Stand und Bedeutung der Reformen des Vaticans-Staates und der Kurie


In seiner wöchentlichen Kolumne bei "Monday in the Vatican" analysiert und kommentiert A. Gagliarducci heute Stand und Bedeutung der Reform des Vatican-Staates in Beziehung zur Kurienreform. 
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"WIE PAPST FRANZISKUS´ REFORM DES VATICAN-STAATES
SEINE KURIENREFORM SPIEGELT"

"Es wäre für Spezialisten schwer, langwierig und hart, im Detail auszusagen, was Papst Franziskus mit seinem am 6. Dezember veröffentlichten motu proprio der Zustimmung zum neuen Gesetz für den Vatican-Staat genau reformiert hat.
Zuerst ist eine Klarstellung nötig: die Reform der Verwaltung des Vatican-Staates ist nicht die Kurienreform. Papst Franziskus hat die Leitung der Universalen Kirche nicht verändert. Eher hat er die Organisation der Verwaltung des Staates verändert. Das ist etwas anderes. 

Den Vatican-Staat existiert, um dem Hl. Stuhl ein Territorium zu geben, um so seine Souveränität zu schützen. Als Oberhaupt des Vatican-Staates ist der Papst kein Bürger eines anderen Staates und das Selbe gilt auch für jene Kardinälen und Mitarbeiter des Hl. Stuhls, die einen Vatican.-Pass und sein funktionales Bürgerrecht besitzen, die Unabhängigkeit garantieren.

Es ist kein Zufall, daß das Ziel der Reform ist "die institutionelle Endlichkeit des Vatican Staates" -der aufgerufen ist- noch klarer zu machen, daß dem Stuhl Petri kraft seiner Natur absolute und sichtbare Unabhängigkeit garantiert wird."

Die Kriterien der Reform- so liest sich eine erklärende Notiz des Vatican-Staates- waren "Funtkionalität, Transparenz, normative Kohärenz und organisatorische Flexibilität." 

Am Ende geht es bei der Reform darum, die Art und Weise zu verändern, wie die Verwaltung gemanaged wird und am dann- am Ende- die Kosten zu senken. Das ist eines des Ziele des Pontifikates von Papst Franziskus. 

Die Kurienreform hat mehrere Päpstliche Räte zu neuen Dikasterien zusammengefaßt und verschiedene Kompetenzen durch das einzige Dikasterium für Kommunikation, das zum Schirm aller Medienabteilungen wurde. Ebenso zielt die Reform des Vatican-Staates darauf ab, die Zahl der Ämter zu reduzieren. 

Die Verwaltungseinheiten des Vatican-Staates haben von 9 auf 7 abgenommen, die der zentralen Ämter von 5 auf 2, während "Zuordnungen und Kompetenzen der umstrukturierten operativen Gremien nach dem Prinzip der Funktionalität und Effektivität überprüft und zusammengefasst wurden."

Sonntag, 9. Dezember 2018

Tweet zum Tage

"Benedikt XVI vertraut die Ausgestoßenen der Unbefleckten Empfängnis an."
Antonio Tarallo kommentiert auf der Website "sanfrancesco" die Ansprachen, die Papst Benedikt XVI bei seinen Besuchen auf der Piazza di Spagna anläßlich des Festes "Unbefleckte Empfängnis" während seines Pontifikates gehalten hat.
Der Artikel beginnt so:

"Das was bei Papst Benedikt XVI immer überrascht, ist seine Einfachheit und Demut, wenn er über die grandiosen Mysterien -wie dem der Unbefleckten Empfängnis Mariens- spricht. Wenn man seine Aussagen zu diesem Thema liest, scheint es ihm zu gelingen, aus der Höhe seiner Theologie, von der großen Höhe seiner Studien und Meditationen von seinem Katheder herabzusteigen und so besser mit den "Kleinen" sprechen zu können....."

Father Hunwicke spricht....

bei liturgicalnotes über merkwürdige Äußerungen aus der Entourage des Pontifex´ und

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"WOFÜR IST DIE GLAUBENSKONGREGATION DA?"
"Father Thomas Rosica ist Teil der Vatican-Maschinerie. Er pflegte während der Vatican-Pressekonferenzen am Tisch zu sitzen und die Interessen der Englischen Sprache und seiner Mit-Englischsprecher (er ist Untertan Ihrer Majestät der Königin von Canada) zu vertreten. Er erweckte dabei den Eindruck von Intelligenz, Kompetenz und Unerschütterlichkeit. Er scheint ein Gefühl für Sprache und Worte zu haben.

Am 31. Juli 2018 hat er einen Text mit dem Titel "Salz und Licht-Medien" veröffentlicht. Am Ende schreibt er:
"Papst Franziskus bricht die Katholische Tradition, wann immer er will, weil der frei ist von "ungeordneten Anhängen". Unsere Kirche ist tatsächlich in eine neue Phase eingetreten: mit der Ankunft dieses ersten Jesuiten-Papstes wird sie eher offen von einem Individuum geleitet als durch die Autorität der Schrift oder sogar dem Diktat ihrer eigenen Tradition plus Schrift."

Philologische Fragen: Warum ist der Satz "frei von ungeordneten Anhängen" in die Anführungszeichen wörtlicher Rede gesetzt? Gibt es eine Bedeutung für den "großen" Anfangsbuchstaben von Tradition? Habe ich Recht anzunehmen, daß "seine eigenen" bedeutet "die der Kirche"? 

Die anfängliche Behauptung, daß PF die Traditionen bricht, ist vage. In der modernen anglophonen Kultur kann "Traditionen" leicht kleinere, pittoreske und antiquarische Merkwürdigkeiten bedeutetn, etwa so wie Raben im Tower von London zu halten, als Garantie, daß er nie von den Feinden des Reiches erobert wird und als Objekte, die japanische Touristen fotografieren können. Aber wenn später in der Passage das Wort im Singular erscheint, wird eine andere Bedeutung offenbar: daß der Schreiber in die Felder theologischer Diskussion vordringt, in denen wir Tradition und Schrift gemeinsam (oder einzeln) als Quelle (oder Quellen) der autoritären Lehre diskutieren.

Eine Behauptung, daß ein Papst die Schrift und die Tradition beiseite lassen kann, kann schwerlich mit der Lehre des Konzils von Trient oder Vatican I übereinstimmen. 

Auf den ersten Blick scheint das formal häretisch zu sein. 

Die Behauptung, daß die Kirche "offen von einem Individuum regiert wird" läßt einen persönlichen Monarchismus vermuten, der nur schwer mit der gesunden Lehre zu vereinbaren ist und -tatsächlich- auch dem modernen Denken sehr zu gefallen scheint. 

Die progressive Logik des zweiten Satzes scheint anzudeuten, daß während die Kirche zuvor von einer Hierarchie regiert wurde, die die Schrift und die Tradition respektierte, sie jetzt tatsächlich in eine neue Phase eingetreten ist, in der das aufgehört hat, wahr zu sein. Das ist eine Form von "Ruptur", die sogar weit über die kontroversen Annahmen der Schule von Bologna in ihrer Hermeneutik des II. Vaticanums hinausgeht.


Samstag, 8. Dezember 2018

Fundstück

mit dem Titel "Zweierlei Jesuiten"  -gefunden bei "Summorum Pontificum"
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Zitat:

"Bei den meisten Nachrichten, die uns heute aus dem Bereich der Societas Iesu erreichen, verspürt man unwillkürlich den Wunsch, nach sofortiger Auflösung des Klubs zu rufen und seinem Führungspersonal den Beitritt zum nächstgelegenen Ortsverband der Grünlinken oder des Gottlosenvereins zu empfehlen. 
Unberechtigt ist dieser Wunsch kaum. Es ist ein beispielloser Absturz von den Jesuiten der Gegenreformation wie Petrus Canisius in Deutschland, Andreas Bobola in Polen und Francesco De Geronimo in Italien zu intellektuellen Glasperlenspielern wie Teilhard de Chardin und Karl Rahner, denen inzwischen ausgesprochen antiintellektuelle Pragmatiker der Macht wie „2+2=5“-Spadaro, „Jesus hatte keinen Kassettenrekorder“-Sosa oder „Wer bin ich zu urteilen“-Bergoglio in höchste Positionen von Orden und Kirche gefolgt sind."(…) 

Quelle: Summorum Pontificum 

Maike Hickson interviewt Paul Badde. Der berichtet über die Rolle, die das Volto Santo beim Konklave 2005 spielte

Ein Foto des Hl. Schleiers aus Manopello hatte Kardinal Meisner ins Konklave begleitet -und ihm beim "schwersten Tag seines Lebens" und bei seinem "Kampf wie ein Löwe" gegen die Machenschaften der St. Gallen-Gruppe, von denen er erst kurz zuvor von Paul Badde erfahren hatte, Beistand geleistet. Dr. Maike Hickson hat Badde für LifeSiteNews interviewt.
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"WIE EIN   WUNDERBILD VOM GESICHT JESU VIELLEICHT DIE ST. GALLEN-MAFIA BEIM KONKLAVE 2005 AUSBREMSTE"

"Der Journalist und Buchautor Paul Badde, der in Rom lebt und für EWTN arbeitet, hat viele Jahre an der Geschichte und Bedeutung einer antiken Reliquie, die von der Christenheit lange Zeit geliebt wurde, dann aber jahrhundertelang verloren war: Das Hl. Gesicht von Manopello- von dem man glaubt, es sei ein Wunderbild unseres Herrn im Augenblick seiner Auferstehung.

Badde hat mehrere Bücher über dieses Heilige Bild geschrieben, das jetzt in einem Kloster in Manopello, Italien aufbewahrt wird und das der Hl. Pater Pio nicht lange bevor er starb, in Bilokation mehrmals besuchte. Pater Pio nannte diese Reliquie, die das Gesicht Jesu zeigt, "das größte Wunder, das wir haben."

LifeSiteNews hat ein Interview mit Paul Badde geführt, weil er gerade ein neues Büchlein in englischer Sprache veröffentlicht hat, das die neuen Entwicklungen und Ergebnisse zu dieser Reliquie zusammenfaßt -einschließlich der prominenten und öffentlichen Unterstützung für diese Reliquie und ihre Authentizität durch Erzbischof Georg Gänswein, den Sekretär des Papa Emeritus Benedikt XVI.

LifeSiteNews hat bereits eine Buchbesprechung dieses kleinen Bandes veröffentlicht, als es in diesem Jahr erstmals in Deutschland erschien. Die Buchbesprechung kann man hier lesen, die jetzt von Sophia Press herausgegebene englische Fassung enthält einige zusätzliche Informationen.

In diesem neuen Interview enthüllt Paul Badde, wie eng das Hl. Gesicht von Manopello, oder das "Volto Santo" wie die Italiener es nennen- in die jüngste Geschichte der Kirche verwickelt ist.
Paul Badde zeigt z.B. wie  Kardinal Joachim Meisner das Volto Santo kurz vor dem Konklave von 2005 besuchte. Bei diesem Konklave konnte Kardinal Meisner - mit Paul Baddes Hilfe-  seinen Mitkardinälen zeigen, daß es damals von solchen Leuten wie Kardinal Achille Silverstrini, Kardinal Karl Lehmann, Kardinal Walter Kasper, Kardinal Godfried  Danneels, Kardinal Murphy O´Connor, Kardinal Audrys Juozas Backis und Kardinal Carlo Martini den Versuch gab, die Wahl von Joseph Ratzinger zu verhindern.
Wie Badde damals hörte, hatten sie die Wahl von Kardinal Martini geplant. Während dieses selben Konklaves jedoch hörte er in Rom auch, daß der Name Jorge Bergoglio erwähnt wurde.

Kardinal Meisner war  in seinem Kampf erfolgreich - mit einem Bild des Volto Santo, das er in seiner Tasche aufbewahrte und Joseph Ratzinger wurde Papst. Der Rest ist Geschichte.

Später fand Paul Badde heraus, daß diese Gruppe von Kardinälen, die gegen Ratzinger arbeiteten, die sog. "Sankt-Gallen-Gruppe" war.


Warum eine Krippe aus Sand?

Das fragt sich A. Gagliarducci bei ACI Stampa angesichts der heute eingeweihten Krippe auf dem Petersplatz. Hier geht´s zum Original: klicken


"PETERSPLATZ BEREIT FÜR WEIHNACHTEN: ANKUNFT DES WEIHNACHTSBAUMS UND ENTHÜLLUNG DER KRIPPE AUS SAND"

Vatican-Stadt 7.12.18

"Eine aus Sand gebaute Krippe, die "Zerbrechlichkeit, Prekarität" ausdrückt-also das Leben. Und ein Baum, der ein Zeichen für Leben und Kraft ist und ein Zeichen des Lichts, das er allen bringt." So haben der Patriarch von Venedig, Francesco Moraglia und Bischof Giuseppe Pellegrini von Concordio-Pordenone, die Krippe und den Baum präsentiert, die von ihren  Diözesen gestiftet wurden.
Nach der traditionellen  Begegnung am Morgen mit Papst Franziskus sind am Nachmittag der Baum und die Krippe in einer beeindruckenden Zeremonie auf dem Petersplatz übergeben worden, mit der Aufführung einer Tanzgruppe aus Jesolo und dem aus Mitarbeitern und der Polizei von Jesolo bestehenden Chor von San Sebastiano, der aus diesem Anlass zusammengestellt wurde und dem Chor von San Marco von Pordenone. Aber da war auch die Kapelle der Gendarmerie, die mit der italienischen Nationalhymne eröffnete und mit der Vatican-Hymne abschloss.

Warum die Krippe aus Sand? Weil- erklärte Patriarch Moraglia in einem briefing am Morgen im Pressesaal des Hl. Stuhls, "das Mysterium im ephemeren Sand der Erde Gestalt annimmt" und "Zerbrechlichkeit und Prekarität aussagt, weil der Mensch wie die Blume des Feldes ist, die uns zu einer Reflexion, zu einer Gewissensprüfung verpflichtet. Die großartige Botschaft ist, daß Zerbrechlichkeit gerettet werden kann."

Beim selben Briefing stellte Bischof Pellegrini diesem Bild das des Baumes entgegen, seit immer "ein Zeichen des Lebens und der Kraft, ein Zeichen des Lichts, das er allen bringt"- und besonders diese Tanne, sie ist eine "überlebende Tanne, die zu Spielzeug für arme Kinder werden wird."

Die Zeremonie der Erleuchtung des Baumes begann mit dem Dank von Kardinal Giuseppe Bertello, Präsident des Governatorato des Vatican-Staates. Dann nahm Patriarch Moraglia den Faden auf, wo er am Morgen aufgehört hatte. "Die Krippe- sagte er- repräsentiert das Ereignis, das die Welt verändert hat, das stattgefunden hat und das weiterhin in unserem Glauben lebt. Gott bestätigt, daß wir Menschen gerettet werden können und fähig sind, die anderen zu retten. Wir sehen, daß das Mysterium sich der demütigen Erde, des Sandes von Jesolo, bedient, um sich Form zu geben. Das ist eine Krippe, der es gelingt, die theologischen Tugenden (Glauben, Hoffnung, Liebe) mit den Werken der materiellen Barmherzigkeit zu vereinen.
Wir verwenden die Krippe als Symbol, das uns auffordert unser Gewissen zu erforschen um uns von unserer Härte zu reinigen und Bote der Akzeptanz zu sein, wie Gott auch uns annimmt."

Bischof Pellegrini unterstrich dagegen, daß "wenn die Krippe ein Ausgangspunkt ist, ist der Baum Ort des Ankommens" und daß die geschenkte Tanne "in ihrer Hartnäckigkeit etwas aus Friaul, Venedig und Giulia hat" weil sie ein Baum ist, der die Unwetter überlebt hat, die unsere Region betroffen haben.
Es handelt sich um eine Rot-Tanne, die aus Cansiglio kommt, 21 m hoch ist und von der Direktion der Technischen Dienste des Vaticans eingerichtet wurde.

Zuerst wurde die Krippe enthüllt, dann wurde die Beleuchtung des Baumes von einem Kind aus Pordenone angeschaltet. Die Beleuchtung stammt von der Firma Osram, die im Januar auch eine neue Beleuchtung im Petersdom installieren wird.

Schließlich hat Erzbischof Fernando Vergez de Alzaga, Generalsekretär des Vaticanstaates, seine Beziehung zu Friaul unterstrichen, wo er Privatsekretär von Kardinal Eduardo Pironio gewesen
war, der von dort stammte, und hat daran erinnert, daß "die Skulpturen, die diese Krippe bilden, aus einfachem, ungewöhnlichen Material verwirklicht wurden: dem Sand"  während der Baum die Krippe vervollständigt, ein "mit Lichtern geschmückter Baum, die wie die Technik auch das praktische Wissen repräsentieren und -wenn mit Weisheit benutzt- die Botschaft aufwerten und sie wirkungsvoller machen."

Quelle: ACI Stampa. A-Gagliarducci


Freitag, 7. Dezember 2018

Fundstück zum Hl. Ambrosius

gefunden bei  Marco Gallino in seinem Löwenblog (grazie!)  
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Und das Fundstück unter dem Artikel "Sant´ Ambrogio" beginnt so:

"Der Heilige Ambrosius tritt uns hier in seinen bekanntesten Rollen entgegen: als Bischof von Mailand, erkennbar an Gewand, Stola, Mitra und Bischofsstab – und natürlich als Kirchenlehrer, aufgeschlagene Bücher allerorten. 
Darunter neben der Bibel mit Sicherheit Übersetzungen, die er selbst angefertigt hatte. Kritiker spotteten zwar, er machte aus gutem Griechisch schlechtes Latein, aber seine Position als einer der vier Großen unter den Lateinern ist davon wohl zu Recht unberührt. Die Feder und das Tintenschälchen im Hintergrund weisen explizit auf diese Tätigkeit hin." (….)





Hl. Ambrosius

Am Tag des Hl. Ambrosius  Hl.Messe nach ambrosianischem Ritus im Mailänder Dom.

          

                     HEILIGER AMBROSIUS BITTE FÜR UNS! 

Sandro Magister zur päpstlich angeordneten Neuübersetzung des Vater-unser.

Anhand  der zumindest für Italien erzwungenen Neuübersetzung der Vater-unser-Bitte "und führe uns nicht in Versuchung" kommentiert Sandro Magister bei Settimo Cielo  den Regierungsstil des amtierenden Pontifex, den er ohne Umschweife als den eines absoluten Monarchen definiert und berichtet über die Vorgeschichte der jetzt getroffenen Entscheidung.
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"FRANZISKUS, DER ABSOLUTE MONARCH. DER HINTERGRUND DES NEUEN ITALIENISCHEN VATER-UNSER"

Das gegenüber den US-amerikanischen Bischöfen am 12. November verhängte Verbot, über zwei sehr strenge Maßnahmen abzustimmen, die sie gegen von Klerikern begangenen sexuellen Mißbrauch verhängen wollten, ist in letzter Zeit nicht der einzige eklatante Fall, in dem Papst Franziskus in die Entscheidungen einer Bischofskonferenz eingreift. 

Während der selben Tage setzte Franziskus auch bei den italienischen Bischöfen, die sich zu ihrer Vollversammlung versammelt hatten seinen Willen durchsetzte, indem er anordnete, für das Vater-unser in der Messe die Bitte "führe uns nicht in Versuchung" zu ersetzen, weil das seiner Meinung nach keine gute Übersetzung des Evangelien-Textes ist.

Die Versammlung fand hinter verschlossenen Türen statt und am Ende der Arbeiten wurde nur das Ergebnis der Diskussion - der Wechsel zur Neuformulierung "verlasse uns nicht in der Versuchung" veröffentlicht.

Aber wie sind wir dahin gekommen? So hat Settimo Cielo die Entstehung dieser Entscheidung rekonstruiert. 

Als die Frage am Nachmittag des Mittwochs, 14. November in der Halle zur Diskussion gestellt wurde, haben einige Bischöfe die Stimme zur Verteidigung der traditionellen Version erhoben und verlangt, sie am Leben zu lassen und wenn überhaupt- sie den Gläubigen besser zu erklären, anstatt sie zu verändern.


Donnerstag, 6. Dezember 2018

Father Hunwicke spricht....

bei liturgicalnotes heute über die Unfehlbarkeitslehre und mögliche kanonische Prozeduren gegen päpstliche Irrlehren.
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"FR. AIDAN NICHOLS ÜBER HYPER-ULTRAPAPALISMUS"

"2017 in seinem Vortrag, auf den ich mich vor einer Weile bezogen habe, sagte Dr. Nichols -laut Catholic Herald- daß das I. Vaticanische Konzil die Lehre von der päpstlichen Unfehlbarkeit so eingeschränkt hat, daß es nicht länger Standpunkt der Römisch-Katholischen Kirche ist, daß ein Papst unfähig ist, Menschen als öffentlicher Lehrer in die Irre zu leiten. Er fuhr fort:

"Er mag der oberste Berufungsrichter der Christenheit sein...aber das macht ihn nicht immun dagegen doktrinale Fehler (wörtl. Heuler) zu begehen.   Überraschenderweise- oder vielleicht nicht so überraschend angesichts der Frömmigkeit die die Päpste seit dem Pontifikat von Pius IX umgibt, scheint diese Tatsachen vielen, die es besser wissen sollten, unbekannt zu sein."

Der Catholic Herald fügt dann hinzu, daß Fr. Aidan damit fortfuhr, sich zu fragen, "ob das kanonische Recht -angesichts der päpstlichen Unfehlbarkeit- in der Lage wäre, mit einer formalen Prozedur zu dienen, zu untersuchen, ob ein Papst Irrtümer gelehrt hat" und "eine Prozedur, einen  Papst zur Ordnung zu rufen, der Irrtümer lehrt". Eine solche Prozedur hätte eher weniger Konfliktpotential" fügt Fr. Nichols hinzu "wenn sie während eines zukünftigen Pontifikates stattfinden würde, als wie bei Papst Honorius, der erst wegen Irrtums verurteilt wurde, nachdem er den Stuhl Petri nicht mehr innehatte.

So ein Prozess würde "Päpste von jeder Tendenz zu doktrinalem Eigensinn oder zu einfacher Nachlässigkeit abhalten."

Quelle: Liturgicalnotes. Fr.J.Hunwicke