Mittwoch, 12. November 2014

Manche sind arrogant und realitätsresistent

Eigenschaften, die sich mit zunehmendem Alter oft noch verstärken:  eklatantestes Beispiel der ehemalige Küng-Assistent,  Kardinal W. Kasper, der Mann mit dem eigenartigen Afrikabild aus Lettow-Vorbecks Zeiten.
Gerade hat er der staunenden Welt bei einer Pressekonferenz verkündet, daß bei der kommenden Synode alles das, was bei der heurigen abgelehnt wurde, weil es das 2/3-Quorum nicht erreichte, angenommen werden wird. Manche nennen so etwas Altersstarrsinn, andere nennen es  D.....z .
Und der Vaticanist von Il Foglio Matteo Matzuzzi hat gerade eine Perle aus dem schwäbelnden Mund des Kurienkardinals getwittert, die das untermauert:
O-Ton Walter Kasper : "Papst Benedikt war sehr offen, offener als seine weniger intelligenten Anhänger."
(die Kardinäle Pell, Burke, Müller, de Paolis, Caffarra und ungenannte andere Kardinäle und Bischöfe, Äbte, Nonnen und Mönche und Theologen müssen jetzt mal ganz tapfer sein).


Er vergißt dabei allerdings zu erwähnen, daß der Emeritus gegenüber Veränderungen der Lehre, Auflösung der Ehe und Familie u.a.ganz und gar nicht offen war, aber derlei Petitessen stören einen Fanatiker in seinem furor teutonicus nicht.....
Ohne sich einer Verletzung seiner seelischen Intimsphäre schuldig zu machen, kann man sicher eine gewisse Manie - nicht gerade abgeschwächt durch eine unverkennbare Torschlusspanik- mit denen er seine Glaubensüberlieferung und Lehre beschädigenden Pläne verfolgt, konstatieren.
Das 6. Gebot soll unbedingt fallen, die Sakramentenlehre umgeschrieben und Jesu Wort zumindest relativiert werden. Eigentlich will Kasper das Schisma. Ab Oktober 2015 soll es eine Kasper-Kirche geben und eine Hl. Römische Kirche.
Netterweise konzediert er bei dieser Pressekonferenz, daß es unter den konservativen Prälaten, also seinen Gegenspielern, auch einige wenige intelligente gibt.....sehr wenige, eigentlich nur einen und das sei der Papst.. Umkehrschluss, wer der Kasper-Doktrin nicht folgt, ist dumm.(s.o.)
Wir verstehen, was die angloamerikanischen Katholiken meinen, wenn sie dem em. Rottenburger Bischof Arroganz vorwerfen und sehen, daß sie in ihrer Beurteilung Recht haben. Nebenbei allerdings entwickelte er auch als Speichellecker beachtliche Qualitäten.
Hier geht´s zum Bericht über die Pressekonferenz:  klicken

Ein Ökumenetreffen der besonderen Art: der neue EKD-Vorsitzende Bedford-Strohm und Kasper
und zum guten Schluss noch ein Tweet zur Höllischen Nationalhymne:

Der Kardinalspurpur, rote Fetzen und der Malteser Orden

Eine kurze Meldung vorweg: die Kardinäle Pell und Müller sind noch im Amt.

Father Blake schreibt auf seinem marymagdalenblog über die Bedeutung des Kardinalspurpurs und den Malteser Orden    hier geht´s zum Original    klicken    "Red Rags and the Order of Malta"
Salopp übersetzt :

                                 "Rote Fetzen und der Malteser Orden"
"Kardinal Burke ist dafür kritisiert worden, seine Arbeit als Anwalt des kanonischen Rechts, was bedeutet dem kanonischen Recht zu gehorchen, getan zu haben.
Dem Kirchenrecht zu gehorchen, ist wohl das Minimum, was man von jedem Prälaten und Priester erwarten sollte. Weil man ihn nicht wegen seines Festhaltens an der Lehre Jesu Christi kritisieren konnte, konzentriert sich die Kritik aus der rachsüchtigen, mental gestörten Randzone auf die bequeme, üppige Möblierung seines Büros, was im Hinblick auf seine Tätigkeit einfach nur flegelhaft ist.

Ich bin nicht sicher, ob eine Cappa Magna in meine Kirche passte: zwei rechte Winkel von der Sakristei zum Hochaltar und enge Gänge würden sowohl für den Träger als auch für die Gemeinde Gesundheits-und Sícherheitsprobleme bedeuten. Die altes Cappa ist noch einige Yards länger als die in den porstkonziliaren Kleidervorschriften Pauls VI erwähnte, die für Bischlfe und Kardinäle für die ordentliche Form des Ritus in Kraft sind,

Blutrot nicht Weiß ist die richtige Farbe des Papstes, es symbolisiert die Märtyrer, besonders aber die heiligen Petrus und Paulus. Die Tatsache, daß man einen Helfer braucht, der das andere Ende der Cappa hält, weist auf die Abhängigkeit des Kardinals von anderen hin und symbolisiert die Bürde des Amtes. den Blutstrom hinter einem Kirchenfürsten. Sie ist die Straßenkleidung zumindest aber Prozessionskleidung.
Sie soll Aufsehen erregen,zumindest aber für den Kardinal Zeugnis ablegen.
Die blutrote Seide, die von seinen Schultern fließt, stellt die Aussage dar: "daß du bereit bist, mit Kraft für die Verbreitung des Christentums, für Frieden und Eintracht unter den Menschen und die Ausbreitung der Heiligen Römischen Kirche zu handeln, sogar bis zum Vergießen deines Blutes" das sagt der Papst wenn dem Kardinal das rote Birett aufsetzt."


Dienstag, 11. November 2014

Die Wogen sind noch nicht geglättet.....


Was  Pater D. Longenecker im blog  "standing on my head"  zum Burke-"Transit" schreibt: klicken

"Der Transfer Kardinal Burkes vom Posten des Präfekten der Apostolischen Signatur auf den eines Patrons der Ritter vom Malta ist ein verstörender Zug, der sich für Papst Franziskus fast sicher als katastrophal herausstellen wird."

"Ob gewollt oder nicht, ist Kardinal Burke aus der Familien-Synode als Leitfigur des konservativen Widerstandes gegen Papst Franziskus hervor gegangen. Burke weist den Vorwurf zurück, er sei etwas anderes als loyal gegenüber dem Hl. Vater ( hier im Aleteia-Interview zu lesen) aber das ist nicht die Wahrnehmung, die sowohl die Medien als auch die Progressiven und die Konservativen haben.
Burke hatte gesagt: die Kirche erscheint steuerlos. Er ist als der ausgesprochen Kritischste gegenüber den Kasperianer-Modernisten aufgetreten und beide, Michael Winters und Fr. Z. stimmen überein, daß Burkes neue eher zeremonielle Rolle, anstatt ihn zum Schweigen zu bringen, ihn eher von wirklicher Verantwortung befreit und ihm so die Freiheit gibt, die Stimme des Widerstand zu werden, gegen das, was viele als zunehmend progressive Agenda im Vatican wahrnehmen.
Burke wird wahrscheinlich fortfahren die Kasperianer, wie Kardinal Baldisseri, den Sekretär der Familien-Synode oder und den progressiven Erzbischof Bruno Forte zu kritisieren. Seine Demontage wirkt wie ein globales Megaphon und gibt ihm den Status einer Medienperson. Medien lieben den Konflikt und sie lieben Leitfiguren und Persönlichkeiten, die einen besonderen Standpunkt einnehmen. Ob er es mag oder nicht, in dem Papst Franziskus Burke auf diese Weise versetzte, hat er einen Medienlautsprecher für die zunehmend desillusionierten konservativen Opponenten geschaffen.

Damian Thompson hat letzte Woche einen besonders bitteren Text mit dem Titel "Achtung Papst Franziskus, der Katholische Bürgerkrieg hat begonnen.!" verfaßt, während der Kolumnist der New York Times, Ross Douthat, vom Chaos in der Synode berichete und Hinweise auf Rebellion in den Rängen und auf eine lauerndes Schisma fand.
Das alles ist desaströs für die Mission der Kirche und indem er Kardinal Burke scheinbar demontierte, gab er den Konservativen nicht nur einen klaren Führer sondern hat aus Burke durch eine "cause célebre" ein Art Märtyrer gemacht. Viele Konservative, die bereits Papa emeritus Benedikt als ihren wahren Papst betrachten, werden sich um Kardinal Burke scharen.Es gibt nichts, was eine Partei mehr eint, als das Gefühl verfolgt zu werden, und es gibt wenig, das jene mehr vereint, als der Gedanke, daß sie von den Kabalen und Intrigen finsterer Figuren hinter den Kulissen verfolgt werden, die sich gegen sie verschwören. Wenn das dann ein innerer Vaticankreis ist- umso schlimmer.

"Vatican: Zeit der Reform. Wo steht der Papst?"

Bei  Monday Vatican schreibt Andrea Gagliarducci diesen lesenswerten Artikel über die Säuberungen in der Kurie:      "Vatican, Zeit der Reform. Wo steht der Papst?"   
Hier geht´s zum Original   klicken

"Beim nächsten Zusammentreffen der Chefs der Dikasterien, Ende des Monats, wird eine Zusammenfassung der bisher erreichten Rationalisierungsmaßnahmen in der Kurie bekannt gegeben werden. Der Rat der Kardinäle, der sich vom 9.-11. Dezember trifft, will die ersten konkreten Veränderungen in die Tat umsetzen, um zu beweisen, daß sie sich nicht nur treffen, um zu reden, sondern auch um zu handeln. Diese Bemühung wird von Franziskus abgesegnet: die Zeit des Beobachtens hat ein Ende, die Zeit zu handeln beginnt.

Die Atmosphäre innerhalb der heiligen Mauern ist die einer Spaltung. Jemand hat diese Spaltung als "Bürgerkrieg zwischen Konservativen und Progressiven" beschrieben, andere sprechen von "kontinentalen Lobbys" ( d.h. die Amerikanische Lobby, die Maltesische Lobby). Es ist nichts von dieser Art.
Das Szenario ist nuancierter, wie vor kurzem bei den Diskussionen der Bischofssynode ersichtlich wurde. Die Gruppe von Kardinälen, die - wenn auch in verschiedenem Grad und mit unterschiedlichen Nuancen- handelte, um die Doktrin zu verteidigen, setzte sich sowohl aus konservativen als auch progressiven Bischöfen zusammen. Auf der anderen Seite gab es eine Gruppe, die privat nach "einem Papst" riefen, "der die Kirche mutiger öffnen solle", die parallel als wirkliche Lobby arbeiteten, ohne auf die Doktrin zu achten, und darauf, daß eben diese Doktrin Teil der Verkündung ist. (Das Lobbying  für die nächste Synode hat bereist begonnen.)

Der Spalt sollte eher als einer beschrieben werden zwischen jenen, die fest daran glauben, daß die Kirche die Welt gestalten muß und jenen, die wollen, dass die Kirche die Welt, wie sie ist, willkommen heißt, sie lediglich begleitet und tröstet, und die Vision des Papstes von der "Kirche als Feldlazarett" in die Tat umsetzt. Kardinal G.L.Müller, Präfekt der Glaubenskongregation hat die Mitglieder dieser Gruppe als "Bischöfe, die von der säkularen Welt fasziniert sind" beschrieben.

Die Position des Papstes muß erst noch festgestellt und verstanden werden. Papst Franziskus hat immer vor einer "weltlichen Kirche" gewarnt und hat als ein Ziel seines Pontifikates die Förderung einer "missionarischen Kirche" genannt. die nach außen orientiert ist, aber- dicht an der Volksfrömmigkeit- an einigen Fixpunkten des Evangeliums festhält. Gleichzeitig aber war Papst Franziskus der Motor einer inneren Reform, bei der er eher Effizienz als Evangelisierung suchte.  Effizienz ist ein sehr weltlicher Parameter.

Montag, 10. November 2014

Beredtes Schweigen im sonst so geschwätzigen Oltretevere.

Asia Bibi ist immer noch zum Tode verurteilt. Weil sie Christin, genauer gesagt Katholikin ist. Offiziell wegen Blasphemie. Ein sehr dehnbarer Begriff, besonders in Händen islamistischer Gerichte.
Aus Rom hört man beredtes Schweigen.
Und so kam es, daß sich der Patriarch von Moskau und ganz Rußland, Kyril, veranlaßt sah, für sie die Stimme zu erheben und den Präsidenten Pakistans im Namen der orthodoxen Kirche für die Katholikin Asia Bibi um Gnade zu bitten.
Wo bleibt die vielbesungene Empathie, Barmherzigkeit, wo bleiben die Schanderufe aus dem Apostolischen Palast?

In Kasur, Pakistan, wurde ein junges Elternpaar, auch katholische Christen, der 28 jährige Shazad Masih und die mit ihrem 5. Kind schwangere, 25-jährige Shama, von einem islamischen Mob erst tagelang gefoltert und dann bei lebendigem Leibe verbrannt. Ihnen war - als Vorwand zum Lynchen- vorgeworfen worden, einige Seiten aus dem Koran profaniert zu haben.
Aus Rom hört man beredtes Schweigen.
Man will sicher den interreligiösen Frieden nicht stören, da redet man lieber von Mühlsteinen, die imaginären Verführern um den Hals gelegt werden sollen.

Auch im Mittleren Osten werden die Christen weiter verfolgt, gejagt, getötet.
Aus Rom hört man beredtes Schweigen.
Verständlich, man kann ja nicht alles gleichzeitig tun, muß Prioritäten setzen-und die liegen derzeit bei den Umbesetzungen und Umstrukturierungen innerhalb der Kurie. Ganz klar. Oder?



Sind jetzt in Rom die Dämme gebrochen? Merkwürdige Aktivitäten des Päpstlichen Kulturrates.

Nachdem wir uns vergewissert haben, daß in Oltretevere alle Kurienkardinäle und Präfekten von Kongregationen noch im Amt sind, können wir uns mit etwas eher ( hoffentlich!) Kuriosem beschäftigen.

Sandro Magister berichtet im L´Espresso über ein Treffen von Papst Franziskus mit dem italienischen Regierungschef  Matteo Renzi  :   Klicken 

Titel:  "Sport und Doktrin. In der Mannschaft von Kardinal Ravasi ist einer, der das Frauenpriestertum favorisiert."

Magister kann sich bei seiner Bewertung dieser Begegnung die Ironie nicht verkneifen und schreibt:
"die beiden haben bei ihren Kontakten den historischen Minimal-Konsens gefunden : Italien ist eine Republik" 

"Schuld oder Verdienst?  Je nach Standpunkt. Auf der einen Seite - hat das nach Bergoglio-Denkmuster etwas mit "politischer Politik" zu tun auf der anderen mit dem Desinteresse des Präsidenten der Pfadfinderbewegung an Kontakten, sei es mit der kirchlichen oder der vaticanischen Hierarchie oder der Bischofskonferenz.

Renzi hat dieses Desinteresse ostentativ demonstriert, sei es im Interview mit der Repubblicca, in dem er leichtfertig den Generalsekretär der CEI "prügelte" - oder sei es, indem er Monate vergehen ließ. bevor er die neuen italienischen Kardinäle in der italienischen Botschaft beim Heiligen Stuhl zu einem Essen empfing, einer Begegnung, die traditionell wenige Tage nach deren Ernennung durch das Konsistorium stattfindet.

Aber wenn die beiden Ufer des Tibers weiter voneinander entfernt zu sein scheinen als je zuvor, bedeutet das nicht, daß man sich in der zweiten Reihe- sowohl der Regierung als auch der Kirchlichen- nicht einig sei.

Bedeutsam ist in dieser Hinsicht, was am Nachmittag des 27. Oktober bei einer Begegnung einer Delegation des Päpstlichen Kulturrates auf der einen mit dem italienischen Verteidigungsministerium auf der anderen Seite in der italienischen Botschaft beim Heiligen Stuhl geschah, bei der ein Protokoll unterschrieben wurde, das zum Ziel hat, ethische und erzieherische Werte mit Hilfe sportlicher Aktivitäten verbreiten zu helfen.

Anführer der Delegationen waren Kardinal Ravasi, Präsident des Päpstlichen Kulturrates und die ehrenwerte Roberta Pinotti, Verteidigungsministerin.

Sonntag, 9. November 2014

Kirchenkrieg, Schisma? Hoffnung aus Frankreich!

Der "new catholic" schreibt bei rorate caeli zur aktuellen Kirchensitutation: "Hoffnung kommt aus Frankreich", hier geht´s zum Original :   klicken

Papst Benedikt XVI "Der neue Geist des Relativismus ist tödlich für die Kirche und den Glauben"
Dieser Satz kann über jedem einzelnen Beitrag zum Thema Zukunft der Kirche in Europa stehen.

Zunächst was Father Blake sagt:    klicken
"Zur Zeit wird in der Kirche viel von Krieg gesprochen, ich weiß nicht ob das außerhalb Englands so weiter geht. Vielleicht ist es wegen des Hundertsten Jahrestages des I. Weltkrieges..
Es ist auch über ein Schisma gesprochen worden, das ist alles ein bißchen verrückt, weil es für Katholiken oder sollten wir -wie wir es heutzutage müssen- sagen für "orthodoxe Katholiken"  keinen Platz gibt, wohin sie gehen können, nicht mal auf Malta."

Er verlinkt dann zum blog "The eponymous flower"  und dem, was dort über die Situation in Frankreich geschrieben wird:   klicken
"(....) In Frankreich gibt es nur noch 14.000 Diözesanpriester. Die Hälfte von ihnen ist älter als 75 Jahre. Das heißt: die Situation ist dramatisch. Eine Gemeinde zu leiten, ist schon eine große Aufgabe. In Frankreich ist es normal geworden, daß ein Pastor ein Dutzend Gemeinden betreuen muß.
Es ist unmöglich, regelmäßig die Hl. Messe zu zelebrieren. In den meisten Gemeinden geschieht das nur gelegentlich. In der Diözese von Langres muß jeder Priester sich um durchschnittlich 50 Gemeinden kümmern. Kurz gesagt, das ist einer spirituellen Katastrophe sehr nahe.
Die Zahl der Priesterweihen ist auch entmutigend. 2009 wurden in Frankreich 89 Diözesanpriester ordiniert.
Viel zu wenige, um die Abnahme durch Todesfälle zu kompensieren. Diese Zahlen erscheinen wie Frontberichte mit den Verlustzahlen einer Armee. Ich könnte weinen.

Glücklicherweise gibt es gute und ermutigende Nachrichten aus den traditionellen Seminaren. Die traditionellen Gemeinschaften und Diözesen haben Nachwuchs. Mehr noch, ihre Seminare sind voll. Es ist deshalb zu hoffen, daß mehr altrituelle Seminare eröffnet werden. Es besteht keine Gefahr, daß sie leer bleiben, weil es ein starkes Interesse der jungen Gläubigen an der Tradition gibt."


Auswirkungen, Nebenwirkungen & Kollateralschäden

Nachdem einer der Hauptkontrahenten der "Revolution der Lehre" aus dem Weg geräumt wurde, müssen andere an seine Stelle treten und seinen Kampf  weiterführen:  z.B. die afrikanischen Bischöfe.
Wie bloggerkollege Orbis Catholicus Secundus im Hinblick auf die Synode 2015 schreibt:    klicken
                                                     
                                                      Forza Africa!
                     
                           


Kollateralschaden: wie so viele andere Interventionen und Aktionen zur Ausschaltung eines vermeintlichen oder auch realen Feindes hat auch die -wohl selbst mit der neuerworbenen Umdeutungskompetenz und Schönrederoutine des Vaticanischen Presseamtes (vielleicht war es das "expecto patronum", das man in Oltretevere für den Ruf des einen oder anderen Malteser-Ritters hielt, das aber eigentlich nur von laut lesenden Harry Potter-Fans in den Himmel gerufen wurde) nicht plausibel erklärbare Frühpensionierung von Kardinal R. Burke, unbeabsichtigte Kollateralschäden zur Folge, auch in der blogozoese:
Der Kreuzknappe folgt mit dieser Begründung :  klicken  dem Beispiel des Papa emeritus und zieht sich zum Beten auf den Berg zurück.
Wir -als ständige und treue Leser seiner Kreuzknappengedanken- und einfälle-danken ihm für die vielen lesenswerten Beiträge. Vielleicht will er zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal wiederkehren, um sich - zum Kreuzritter geschlagen- erneut in die Schlacht zu werfen. Vielleicht findet er dann hier ein neues Betätigungsfeld   klicken  . So long!

Samstag, 8. November 2014

Geh mir aus den Augen, du ..... Katholik!

So oder ähnlich wird derzeit in den oberen Etagen des Gästehauses von Santa Marta geträumt, und deswegen der eiserne Besen geschwenkt. Wer die evangelikalen Träume von Papst Franziskus nicht teilen und lieber katholisch bleiben möchte, hat im Vatikan offensichtlich nichts mehr zu suchen.

Neuestes Opfer: Kardinal Burke. Denn seit heute ist es amtlich. Er muss - auf Befehl des Papstes - seine Position als Chef der Apostolischen Signatur verlassen und wird die rein repräsentative Aufgabe eines Kardinalpatrons der Malteser-Ritter übernehmen.

Beten wir für Kardinal Burke und hoffen wir weiter, dass er sich von diesem erneuten Willkürakt und Versuch einer Demütigung durch den "liberalen" Papst nicht beeindrucken lässt und weiterhin den katholischen Glauben lebt und vorlebt.

Hier ist das Video seiner Buchpräsentation vor ein paar Tagen in Heiligenkreuz - Kardinal Burke ist wirklich sehr beeindruckend!
Cinderella01




Säuberungen

Wenn auch sonst nicht viel klappt, hier geht es voran.
"Riposte Catholique" hat sich wie Sandro Magister (klicken) der fortschreitenden Ent-Ratzingerisierung der Kurie angenommen.

"Säuberung in der Liturgiekongregation"
Hier geht´s zum französischen Original mit dem Titel: "Die Säuberung in der Liturgie-Kongregation" klicken

"Msgr. Antony Ward und Msgr. Juan M. Ferrer erfuhren vor 3 Tagen, am 5. November, daß im Tagesbulletin des vaticanischen Presseamtes- praktisch gleichzeitig mit der Nominierung ihrer Nachfolger- bekannt gegeben würde, daß sie ihre Funktionen als Untersekretäre der Liturgiekongregation verlieren werden und Pater C.Maggioni, bis zu diesem Zeitpunkt Bürochef dieser Kongregation, zum Untersekretär ernannt werden solle.
Man muß wissen, daß Msgr.Corrado Maggioni, ein standfester Bugninist und großer Freund von Erzbischof Piero Marini, genau dann in das Büro für Liturgische Feiern berufen wurde, als zu Beginn des aktuellen Pontifikates die Neuordnung von dessen Personal begann.

Man muß auch wissen, daß Msgr. Juan M.Ferrer Grenesche, der Generalvikar der Erzdiözese Toledo und ein großer Liturgiekenner, die rechte Hand von Kardinal Canizares, dem Erzbischof von Toledo, war, der, als er von seinem Freund, Papst Benedikt XVI zum Präfekten der Liturgiekongregation ernannt wurde, ihn an seine Seite berief.

Genauso der Außerordentlichen Form zugetan wie Don Antonio, sein Kardinal, ist Don Juan Miguel DER Experte für den Mozarabischen Ritus. Dieser antike, visigothische Lateinische Ritus, geht in eine Zeit vor der Einführung des Römischen Ritus in Spanien zurück und blieb, Dank der muslimischen Invasion, erhalten. Er wird noch an einigen wenigen Orten wie Toledo und Salamanca zelebriert.
Natürlich war dieser Ritus von der Bugnini-Reform massakriert worden, dem nichts entging, nicht einmal der kleinste Rest der ehrwürdigen Liturgie des Hl. Isidors von Sevilla.

Msgr. Ferrer Grenesche hatte deshalb eine intelligente "Reform der Reform ( des mozarab. Ritus) ins Werk gesetzt und auf wissenschaftliche Art ehrwürdige Texte wieder eingeführt.
Juan M. Ferrer ist ein weiterer Ratzingerianer-Kopf, der nach denen von Erzbischof Morga Izurubieta, Sekretär der Kleruskongregation und Msgr. Alberto G. Chavez, Bischofskongregation, fällt.


Die Entpflichtung von Juan M. Ferrer ist eine zusätzliche Ohrfeige für Kardinal Canizares. Der war Erzbischof von Toledo und Primas von Spanien gewesen. Nach Spanien zurückgekehrt, konnte er nicht gut den Bischofsstuhl von Madrid übernehmen, von dem sich Kardinal R.Varela ( als sein Vorgänger, der bereits den Transfer Kardinal Enrique y Tarancon von Toledo, Sitz des spanischen Primas, nach Madrid durchgeführt hatte) zurückzog.
Oder Kardinal Canizares hat den Sitz von Valencia erhalten, um das Maß vollzumachen, er folgt Msgr.Osoro Sierra nach, (einem seiner spirituellen Söhne) der für Madrid nominiert ist.

Was Msgr. Ward angeht, so ist wohl bekannt, dass er eine Schlüsselrolle bei der einzigen größeren liturgischen Neuerung der nun außer Funktion gesetzten "Reform der Reform" innehatte: bei der Neuübersetzung des Missale Pauls VI. ins Englische.
Quelle: Riposte Catholique

rorate caeli kommentiert den Vorgang süffisant damit, daß sich die auffällige derzeitige Hast dadurch erkläre, "daß sie wissen, daß ihnen nicht mehr viel Zeit bleibt" und verweist auf seinen Beitrag: klicken

Freitag, 7. November 2014

Dank an Kardinal Burke

Und weil Malta immer näher rückt, ist es Zeit dem Kardinal für seinen Dienst an der Kirche und an der Wahrheit zu danken. Das kann man tun, indem man diese Petition einer Kanadischen Prolife-Seite unterschreibt:   klicken

Sie schreiben u.a.:
"Kardinal Raymond Burke, eine der stärksten Pro-Life und Pro-Familie-Stimmen in der Katholischen Kirche, hat bestätigt, daß die Gerüchte wahr sind : er wird demnächst aus seinem Amt als Präfekt der Apostolischen Signatur entfernt.
Während der letzten 6 Jahre hat er dem Höchsten Gericht der Katholischen Kirche vorgestanden. Er wird jetzt auf den vorwiegende repräsentativen Posten des Patrons des Souveränen Militärordens Maltas versetzt.(....)
Wir sind jedoch voller Zuversicht, dass diese Versetzung den Kardinal kaum zum Schweigen bringen wird und wir uns auf Jahre weiterer enger Zusammenarbeit und Unterstützung für die Pro-Life und Pro-Familie-Bewegung freuen können."


...Für Burke rückt Malta immer näher.....

 "Auswechslung der Mannschaft und für Burke rückt Malta immer näher" 

Das ist der Titel, den Sandro Magister seiner Kolumne "il settimo cielo"  im L´Espresso gegeben hat. Hier geht´s zum Original :  klicken



"Die durch Papst Franziskus vorangetriebene Revolution in der Kurie läßt weiterhin Köpfe rollen.
Am 5. November wurden mit sofortiger Wirkung 2 Vizesekretäre der "Congregazione per il culto divine" (Liturgiekongregation) entlassen, der 66 jährige Engländer Antony Ward und der 53 jährige Spanier Juan-Miguel Ferrer Grenesche.
Sie werden durch einen einzelnen neuen Mitarbeiter ersetzt: den 58-jährigen Corrrado Maggioni aus Montforte.
Besonders bedeutungsvoll erscheint die Ersetzung von Msgr.Ferrer innerhalb seiner ersten 5 Amtsjahre.
Benedikt XVI hatte den spanischen Priester im Juli 2009 ernannt und aus Toledo geholt, wo er Generalvikar von Kardinal Canizares Lovello war, jenes Kardinals, den der Papst zum Präfekten der Liturgiekongregation gemacht hatte.
Canizares ist dieses Jahr bereits als Erzbischof von Valencia nach Spanien zurück geschickt worden, wo er sein Amt am 4. Oktober antrat. Jetzt, noch bevor sein Nachfolger ernannt ist, ereilt das selbe Schicksal auch seinen von ihm ausgewählten Vizesekretär.

Man weiß nicht, ob der neue Präfekt der Kongregation in Kontinuität mit der selben theologisch-liturgischen, typisch ratzingerianischen Feinfühligkeit Canizares´ stehen wird. Aber sicher ist das beim neuen Vizesekretär nicht der Fall.

Donnerstag, 6. November 2014

Kardinal Burke in Wien

Anläßlich der Vorstellung der 5-Kardinäle-Buches "In der Wahrheit Christi bleiben", das jetzt in deutscher Sprache auf den Markt gekommen ist, äußerte sich Kardinal R. Burke noch einmal zur Synode:
rorate caeli  berichtet:  klicken

"Am 4. November hat Raymond Kardinal Burke in Wíen die deutsche Ausgabe des Buches "In der Wahrheit Christi bleiben," das die Beiträge von 5 Kardinälen enthält, vorgestellt. Das Treffen wurde von Una Voce  Austria organisiert.
Bei der Präsentation erklärte Burke, dass das Buch eine Antwort auf die These Kardinal Kaspers ist, in der er zugunsten einer Änderung der dauerhaften Lehre und Praxis der Kirche bzgl. der Ehe argumentiert. Kasper wollte den Dialog- so Burke- und die 5 Kardinäle haben ihm geantwortet und belastbare Studien präsentiert.

Bei der Familien-Synode sah Kardinal Burke " daß es fast so schien, als sei das Lehramt ganz vergessen. "Es war, als befasse die Kirche sich zum ersten mal mit der  Frage der Ehe und der Ehelehre, obwohl beides sowohl in der Lehre als auch in der Pastoral enthalten ist, einer der tiefgehendsten Wertschätzungen der Ehe, die man finden kann."
Der Kardinal erwähnte "Familiaris consortio" von Johannes Paul II, "Humanae Vitae" von Papst Paul VI und "Casti cannubi" von Papst Pius XI.

Burke erinnerte seine Zuhörer an die 2000-jährige Tradition der Kirche "Heute tun wir so, als würden wir die Kirche aus dem Nichts erschaffen."

Mittwoch, 5. November 2014

Keiner hört ihnen zu


Sandro Magister in L´Espresso: klicken

"Toni Negri im Vatican, aber den Entlassenen hört keiner zu."

"Es gibt die Sozialdoktrin der Kirche. Aber dann muß man sie in die Praxis umsetzen. Es gibt die apodiktische Betonung des Rechtes auf Arbeit. Aber dann drängen sich Entscheidungen auf, diese Arbeit aus heiligenden Motiven wegzunehmen.

In diesen Tagen befindet sich Papst Franziskus mitten in diesen Widersprüchen.

Die Theorie hat er in diesen Tagen als Manifest seiner Sozialdoktrin verkündet: bei seiner Rede am 28. Oktober vor den Teilnehmern des Welttreffens der Volksbewegungen.

Zur selben Zeit klopfen 500 Arbeiter an die Tür des Papstes- bisher vergebens-, die keine Arbeit mehr haben, aus dem Apostolischen Wohltätigkeitsdient Entlassene, dem päpstlichen Amt, dessen Aufgabe es ist, den Bedürftigsten zu helfen.

Anwesend bei der Rede des Papstes vor den Volksbewegungen, um ihm zu applaudieren, war für Italien auch das Centro sociale Leoncavallo aus Mailand. Und in der kommunistischen Tageszeitung Il Manifesto hat Guido Viale dem Papst enthusiastisch Beifall gezollt.

Was aber an dieser Rede am meisten auffällt, ist die erstaunliche Ähnlichkeit mit den Theorie des Philosophen Toni Negri und seines Schülers Michael Hardt, die die beiden 2002 mit großem Erfolg im Buch "Impero" veröffentlichten.

Sowohl in der Papst-Rede als auch im Buch wird die wahre Weltherrschaft als ein "supranationales Imperium des Geldes" identifiziert, das sich auf ein System permanenter Enteignung und Zerstörung von Menschen und Dingen gründet und als Regulierungsinstrument den Krieg einsetzt, keinen "klassischen Krieg" sondern einen asymmetrischen, polyzentrischen, globalen Krieg- genau wie der Papst es erklärt hat:
"Wir erleben den dritten Weltkrieg, aber stückweise. Es gibt ökonomische Systeme, die zum Überleben den Krieg brauchen. Also stellen sie Waffen her und verkaufen sie und so werden ihre Wirtschaftsbilanzen, für die sie den Menschen dem Götzen Geld opfern, saniert."
Diesem "Imperium" gegenüber steht, wie Toni Negri sie nennt , "die Menge". Nicht mehr die Ford´sche Arbeiterklasse, sondern die ungezählten und vielfältigen sozialen Netze, die gegen die globale Herrschaft rebellieren.
Für Papst Franziskus sind diese Menge  "die Volksbewegungen", die sich aus Pappkarton-bewohnern, Pfandflaschensammlern, ambulanten Händlern, Maurern, Handwerkern, Fischern, Bauern, Minenarbeitern, Mitgliedern von Kooperativen jeder Art zusammensetzen.

Dienstag, 4. November 2014

Der gute Hirte

Denis Crouan schreibt bei "pro liturgia" über den "Guten Hirten" klicken
Wir haben den Text bei benoit-et-moi gefunden  klicken
                              
                                                        Der gute Hirte

                 

".....es käme keinem normalen Wesen in den Sinn, einem Kompass zu folgen, der statt den Norden Süden anzeigt. 2014 aber ist das das Problem der Kirche: man ist verpflichtet Priestern mit merkwürdigem Verhalten, hasenfüßigen Bischöfen und einem Papst zu folgen, von dem man nicht genau weiß, wie man über ihn denken soll, weil er den Eindruck erweckt, keine Konstanz zu besitzen. 
Das Volk, die Masse und das Individuum brauchen einen Chef, brauchen jemanden, der ihnen die Richtung anzeigt, keinen Kumpel, der den Weg, dem man folgen muß und schlimmer auch das Ziel, zu dem er uns führen soll, nicht zu kennen scheint. Nach Benedikt XVI, in perfekter Linie zu seinem Vorgänger, hätte es einen Papst gebraucht, der alles das, was begonnen wurde, fortsetzt: sicher auch in einigen notwendigen Reformen.